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Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem Garraum und mit einer Zuführeinrichtung zum Einbringen von Zuluft in den Garraum über zumindest eine Mündungsöffnung. Die zumindest eine Mündungsöffnung ist in einer den Garraum begrenzenden Muffel des Gargeräts ausgebildet, und die Zuführeinrichtung weist zumindest eine Einlassöffnung auf. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Gargeräts.
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Im Betrieb eines Gargeräts kann es sinnvoll sein, Zuluft oder Frischluft in den Garraum einzubringen, etwa um den Feuchtegehalt der sich in dem Garraum befindenden Luft zu regulieren. Dies gilt insbesondere, wenn sich in dem Garraum befindendes Gargut viel Feuchte enthält, welche von dem Gargut im Garbetrieb abgegeben wird. Insbesondere um ein trockeneres Garergebnis zu erzielen, kann ein Verringern der Feuchte vorteilhaft sein, indem Zuluft oder Frischluft in den Garraum eingebracht wird. Hierbei ist es günstig, wenn die in den Garraum eingebrachte Zuluft vorgewärmt wird. Denn so lassen sich Verschlechterungen des Garergebnisses aufgrund einer ungleichmäßigen Wärmeverteilung verhindern.
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Die
US 9 273 880 B2 beschreibt einen Backofen mit einem Wärmeübertrager. Der Wärmeübertrager weist einen aus einem Garraum des Backofens herausgehenden Luftpfad und einen eintretenden Luftpfad auf. Über den eintretenden Luftpfad kann aus einer Umgebung des Backofens stammende Luft in den Garraum gelangen. Im Betrieb des Backofens wird mittels des Wärmeübertragers Wärme von dem herausgehenden Luftpfad auf den eintretenden Luftpfad übertragen.
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Ein solches Vorwärmen von aus der Umgebung des Backofens stammender Luft mittels eines Wärmeübertragers geht mit einem hohen Aufwand, insbesondere konstruktiven Aufwand einher. Dies ist nachteilig.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Gargerät der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem sich ein Vorwärmen der Zuluft besonders aufwandsarm realisieren lässt, und ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts anzugeben.
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Diese Aufgabe wird durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen und in der nachfolgenden Beschreibung angegeben.
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Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst einen Garraum und eine Zuführeinrichtung zum Einbringen von Zuluft in den Garraum über zumindest eine Mündungsöffnung. Die zumindest eine Mündungsöffnung ist in einer den Garraum begrenzenden Muffel des Gargeräts ausgebildet. Die Zuführeinrichtung weist wenigstens eine Einlassöffnung auf, wobei die zumindest eine Einlassöffnung an eine Tür des Gargeräts angrenzend angeordnet ist. Die Tür ist zum Verschließen des Garraums ausgebildet, und die zumindest eine Einlassöffnung kommuniziert mit wenigstens einem Strömungspfad, welcher zwischen Scheiben der Tür ausgebildet ist. Das Gargerät umfasst wenigstens einen Lüfter, mittels welchem ein Einbringen von aus dem wenigstens einen Strömungspfad stammender Zuluft in die zumindest eine an die Tür angrenzende Einlassöffnung zumindest unterstützbar ist.
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Mit anderen Worten kann der wenigstens eine Lüfter das Einbringen der aus dem Strömungspfad stammenden Zuluft in die Einlassöffnung insbesondere bewirken oder unterstützen. Dementsprechend kann durch Betreiben des wenigstens einen Lüfters eine Konvektion erzwungen werden, welche für das Eintreten der aus dem wenigstens einen Strömungspfad stammenden Zuluft in die an die Tür angrenzende Einlassöffnung führt. Bereits aufgrund des Angrenzens an die Tür des Gargeräts ist die zumindest eine Einlassöffnung sehr nah an dem zumindest einen Strömungspfad angeordnet, welcher zwischen den Scheiben der Tür ausgebildet ist. Dies ist einem sehr unmittelbaren Übertritt der aus dem Strömungspfad stammenden Zuluft in die Einlassöffnung zuträglich. Bereits aufgrund der großen Nähe der Einlassöffnung zu dem Strömungspfad ist demnach ein Übertreten von aus dem Strömungspfad stammender Zuluft in die Einlassöffnung besonders einfach realisierbar. Und dieses Übertreten kann durch den wenigstens einen Lüfter bewirkt oder zumindest unterstützt werden. Folglich lässt sich bei dem Gargerät das Vorwärmen der Zuluft besonders aufwandsarm realisieren.
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Unter dem Lüfter, mittels welchem sich mittels das Einbringen der aus dem wenigstens einen Strömungspfad stammenden Zuluft in die zumindest eine an die Tür angrenzende Einlassöffnung zumindest unterstützten lässt, soll vorliegend eine Luftfördereinrichtung des Gargeräts verstanden werden, welche dazu in der Lage ist, einen Druckunterschied zwischen einer Druckseite und einer Saugseite der Luftfördereinrichtung bereitzustellen. Beispielsweise kann durch Betreiben des Lüfters zumindest im Bereich der Mündungsöffnung in dem Garraum ein Unterdruck eingestellt werden. Hierbei bewirkt oder unterstützt der Unterdruck das Einbringen der erwärmten Zuluft in die Einlassöffnung und ein Strömen der Zuluft von der Einlassöffnung hin zu der Mündungsöffnung. Zusätzlich oder alternativ kann der Lüfter der Zuführeinrichtung zugehörig sein.
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Insbesondere kann der wenigstens eine Lüfter in seiner Förderleistung variabel ausgebildet sein. So lässt sich besonders einfach Einfluss darauf nehmen, wie viel aus dem zumindest einen Strömungspfad stammende Luft pro Zeiteinheit durch das Betreiben des Lüfters in die zumindest eine Einlassöffnung eingebracht wird. Dementsprechend kann auch darauf Einfluss genommen werden, wie stark die Zuluft vorgewärmt wird, welche den wenigstens einen Strömungspfad durchströmt. Denn bei einer längeren Verweildauer der Zuluft in dem Strömungspfad kommt es zu einer stärkeren Wärmeaufnahme der Zuluft als dann, wenn die Zuluft eher rasch durch den wenigstens einen Strömungspfad hindurchströmt und dann in die an die Tür angrenzende Einlassöffnung eintritt.
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Dem Anordnen der zumindest einen Einlassöffnung unmittelbar benachbart zu der Tür und somit auch zu dem Strömungspfad liegt die Erkenntnis zugrunde, dass im Betrieb oder Garbetrieb des Gargeräts bei geschlossener Tür eine Erwärmung der Tür des Gargeräts stattfindet. Folglich wird im Betrieb des Gargeräts auch Luft erwärmt, welche sich in dem Strömungspfad befindet, der zwischen den Scheiben der Tür ausgebildet ist. Und der zumindest einen an die Tür des Gargeräts angrenzenden Einlassöffnung der Zuführeinrichtung kann diese vorgewärmte Zuluft von dem wenigstens einen Strömungspfad her zugeführt werden, welcher zwischen den Scheiben der Tür ausgebildet ist. Dies liegt daran, dass die zumindest eine an die Tür angrenzende Einlassöffnung mit dem wenigstens einen Strömungspfad kommuniziert beziehungsweise die zumindest eine Einlassöffnung von dem wenigstens einen Strömungspfad her gut zugänglich ist.
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Im Betrieb oder Garbetrieb von beispielsweise als Backöfen ausgebildeten Gargeräten wird an unterschiedlichen Stellen betriebsbedingt Wärme abgegeben. Dies gilt beispielsweise für die Tür des Gargeräts sowie für linke und rechte Seitenwände des Gargeräts, eine Rückseite des Gargeräts sowie eine Decke und einen Boden des Gargeräts. Wenn diese Wärme in die Umgebung des Gargeräts abgegeben wird, so kann dies zu unerwünschten Effekten wie etwa einer Erwärmung der Gargeräteumgebung führen. Dies ist insbesondere dann ungünstig, wenn das Gargerät in ein Aufnahmemöbel eingebaut ist. Des Weiteren geht das Abgeben von Wärme in die Umgebung mit einer ineffizienten Energieumsetzung während des Betriebs des Gargeräts einher.
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Da vorliegend die zwischen den Scheiben der Tür vorgewärmte Zuluft über die zumindest eine Einlassöffnung in die Zuführeinrichtung gelangen und anschließend über die zumindest eine Mündungsöffnung in den Garraum eintreten kann, ist das Gargerät in vorteilhafter Weise besonders energieeffizient betreibbar. Denn durch das Vorwärmen der Zuluft oder Frischluft mittels Abwärme des Gargeräts lässt sich eine Energierückgewinnung erzielen. Des Weiteren kann eine Energieersparnis dadurch erreicht werden, dass energieintensive Maßnahmen zur Kühlung des Gargeräts verringert werden können. Denn Abwärme des Gargeräts wird in geringerem Umfang in die Umgebung des Gargeräts abgegeben, wenn zumindest ein Teil der Abwärme über die Zuluft in den Garraum rückgeführt wird, welche im Betrieb der Zuführeinrichtung durch die Zuführeinrichtung strömt.
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Durch das Vorwärmen der Zuluft mittels Abwärme vor dem Eintreten derselben in die zumindest eine Einlassöffnung lässt sich eine Temperatur der Zuluft besonders aufwandsarm erhöhen, welche an der zumindest einen Mündungsöffnung in den Garraum eintritt. Und durch das Einbringen von warmer Zuluft in den Garraum lässt sich in vorteilhafter Weise eine besonders gleichmäßige Wärmeverteilung im Bereich des sich in dem Garraum befindenden Garguts erzielen.
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Durch das Vorsehen der Zuführeinrichtung wird die dem Garraum zuzuführende Zuluft oder Frischluft entlang ihres Weges durch die Zuführeinrichtung kontrolliert geführt und vorbehandelt, bevor die Zuluft in den Garraum eintritt. Dies ist im Hinblick sowohl auf die Energieeffizienz im Betrieb des Gargeräts als auch im Hinblick auf die erreichbaren Garergebnisse vorteilhaft.
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Die zumindest eine Einlassöffnung kann bei geschlossener Tür beispielsweise in Querrichtung des Gargeräts neben der Tür und/oder in Hochrichtung des Gargeräts unterhalb der Tür angeordnet sein. Dementsprechend kann durch Betreiben des wenigstens einen Lüfters aus dem wenigstens einen Strömungspfad vorgewärmte Zuluft bezogen werden, welche an wenigstens einer der in Querrichtung der Tür einander gegenüberliegend angeordneten Seiten der Tür und/oder an der Unterseite der Tür aus dem wenigstens einen Strömungspfad austritt. Dies ist einer hohen Flexibilität im Hinblick auf die Platzierung der zumindest einen Einlassöffnung zuträglich.
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Vorzugsweise ist die zumindest eine an die Tür angrenzende Einlassöffnung oberhalb der Tür des Gargeräts angeordnet. Hierbei macht man sich den Umstand zunutze, dass die in der Tür, also zwischen den Scheiben der Tür, erwärmte Luft aufsteigen kann. Dadurch gelangt die vorgewärmte oder erwärmte Luft besonders einfach und ungehindert hin zu der zumindest einen Einlassöffnung, wenn die Einlassöffnung oberhalb der geschlossenen Tür angeordnet ist. Die beispielsweise aufgrund von natürlicher Konvektion in dem Zwischenraum oder Strömungspfad zwischen den Scheiben aufsteigende Zuluft kann somit vorgewärmt über die zumindest eine oberhalb der Tür angeordnete Einlassöffnung in die Zuführeinrichtung gelangen.
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Die Zuführeinrichtung kann insbesondere wenigstens einen Zuluftkanal umfassen, über welchen die Zuluft reguliert in den Garraum des Gargeräts geführt werden kann. Hierbei kann insbesondere reguliert werden, welche Menge an Zuluft über die Mündungsöffnung in den Garraum eingebracht wird, und mit welchem Druck, mit welcher Feuchtigkeit und mit welcher Temperatur die Zuluft in den Garraum eintritt. Insbesondere um zu regeln, mit welchem Druck, mit welcher Feuchtigkeit und mit welcher Temperatur die Zuluft in den Garraum eintritt, kann das Gargerät entsprechende Sensoren aufweisen, um derartige Parameter der Zuluft zu erfassen. Die Sensoren können hierbei entlang des Wegs zwischen der zumindest einen Einlassöffnung und der zumindest einen Mündungsöffnung angeordnet sein.
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Insbesondere können Bereiche des wenigstens einen Zuluftkanals, durch welchen aus der Umgebung des Gargeräts stammende, vergleichsweise kühle Frischluft strömen kann, durch einen Schalterraum des Gargeräts führen und/oder durch Zwischenräume, welche zwischen Wänden der Muffel und einem äußeren Gehäuse des Gargeräts ausgebildet sind. Insbesondere in diesen Bereichen können die Zuluftkanäle umfangsseitig geschlossen ausgebildet sein. Dadurch hat der wenigstens eine Zuluftkanal keinen Kontakt zu Materialien, welche zu einem Eintrag von Verschmutzungen in die Zuluft führen könnten. Beispielsweise kann auf diese Weise ein Kontakt zu Elektronikbauteilen vermieden werden, welche in dem Schalterraum des Backofens angeordnet sein können und auf welchen sich Staub oder dergleichen Verschmutzungen absetzen kann. Des Weiteren sorgt eine umfangsseitig geschlossene Ausbildung des Zuluftkanals dafür, dass ein Kontakt zu Isolationsmaterial vermieden ist, welches sich vorzugsweise zwischen den Wänden der Muffel und dem äußeren Gehäuse des Backofens befindet.
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Beispielsweise kann der wenigstens eine Zuluftkanal in derartigen Bereichen als Schlauch und/oder als Rohr aus einem Material mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit ausgebildet sein. Dadurch lässt sich sehr gut Wärme von der Umgebung in das Innere des Schlauchs oder Rohrs übertragen. Insbesondere kann der wenigstens eine Zuluftkanal als aus wenigstens einem Metall oder metallischen Material gebildeter Schlauch und/oder als aus wenigstens einem Metall oder metallischen Material gebildetes Rohr ausgebildet sein.
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Des Weiteren ist vorzugsweise dafür gesorgt, dass die Zuluft im Betrieb des Gargeräts über die zumindest eine Einlassöffnung in die Zuführeinrichtung lediglich eintreten kann, jedoch ein Austreten von Zuluft über die Einlassöffnung in die Umgebung des Gargeräts unterbunden ist. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Wärme aus dem Garraum über die Einlassöffnung in die Umgebung des Gargeräts gelangt. Derartiges lässt sich insbesondere realisieren, indem etwa mittels wenigstens eines Lüfters für ein Strömen der Zuluft von der zumindest einen Einlassöffnung hin zu der zumindest einen Mündungsöffnung gesorgt wird.
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Vorzugsweise umfasst die Zuführeinrichtung einen ersten Luftführungskanal, welcher zu der zumindest einen Mündungsöffnung führt, wobei der erste Luftführungskanal an einer Abzweigstelle von einem zweiten Luftführungskanal des Gargeräts abzweigt. Hierbei ist über den zweiten Luftführungskanal des Gargeräts aus einer Umgebung des Gargeräts stammende Luft in einen von dem Garraum verschiedenen Teilraum des Gargeräts einbringbar. Des Weiteren ist an der Abzweigstelle ein Stellelement angeordnet, mittels welchem der erste Luftführungskanal zumindest bereichsweise freigebbar ist. Mittels des Stellelements kann somit eingestellt werden, welcher Anteil eines aus der Umgebung des Gargeräts stammenden Luftstroms in den ersten Luftführungskanal gelangt und welcher Anteil in den zweiten Luftführungskanal des Gargeräts abgezweigt wird. Durch Betätigen des Stellelements lässt sich folglich sehr einfach eine Menge und eine Temperatur der Zuluft einstellen, insbesondere steuern und/oder regeln, welche entlang eines weiteren Wegs durch die Zuführeinrichtung hin zu der zumindest einen Mündungsöffnung gelangt und anschließend in den Garraum eintreten kann. Insbesondere lässt sich demnach die Menge der über die zumindest eine Mündungsöffnung in den Garraum einzubringenden Zuluft gut einstellen. Mittels des Stellelements kann vorzugsweise der zweite Luftführungskanal zumindest bereichsweise freigegeben oder versperrt werden. Dies ist für eine sehr gezielte Luftführung vorteilhaft.
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Vorzugsweise ist der Lüfter zwischen der zumindest einen Einlassöffnung der Zuführeinrichtung und der Abzweigstelle angeordnet. Hierbei ist durch Betreiben des Lüfters ein Strömen von Zuluft durch den ersten Luftführungskanal und/oder ein Strömen von Luft durch den zweiten Luftführungskanal in Abhängigkeit von einem Betätigen des Stellelements bewirkbar. Wenn beispielsweise das Stellelement derart betätigt ist, dass der erste Luftführungskanal vollständig versperrt ist, so strömt die gesamte von dem Lüfter geförderte Luft durch den zweiten Luftführungskanal. Wenn demgegenüber mittels des Stellelements der zweite Luftführungskanal vollständig versperrt ist, so strömt die gesamte von dem Lüfter geförderte Luft durch den ersten Luftführungskanal. Das Stellelement kann beispielsweise als Klappe und/oder als Schieber und/oder als Ventil oder dergleichen ausgebildet sein. Vorzugsweise sind eine Vielzahl von Zwischenstellungen zwischen den beiden Endstellungen des Stellelements möglich. Dies ist einem sehr bedarfsgerechten Einbringen der Zuluft in den Garraum über die zumindest eine Mündungsöffnung zuträglich.
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Des Weiteren kann durch Betreiben des wenigstens einen Lüfters eingestellt werden, welcher Volumenstrom über den wenigstens einen zwischen den Scheiben der Tür ausgebildeten Strömungspfad der Einlassöffnung zugeführt wird. So lässt sich in vorteilhafter Weise auf den Umfang des Vorwärmens der Zuluft und somit auf die Temperatur der Zuluft Einfluss nehmen, welche an der Mündungsöffnung in den Garraum eingebracht wird.
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Vorzugsweise ist zwischen einer inneren Scheibe der Tür und einer weiteren Scheibe der Tür ein erster Strömungspfad ausgebildet, wobei der erste Strömungspfad bei geschlossener Tür dem Garraum näher ist als zumindest ein zweiter Strömungspfad. Hierbei ist der zumindest eine zweite Strömungspfad zwischen einer der Scheiben der Tür und einer äußeren Scheibe der Tür ausgebildet, und über die zumindest eine Einlassöffnung ist zumindest überwiegend aus dem ersten Strömungspfad stammende Zuluft in die Zuführeinrichtung einbringbar. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass aufgrund der bei geschlossener Tür größeren Nähe zum Garraum in dem Zwischenraum zwischen den Scheiben, durch welchen der erste Strömungspfad bereitgestellt ist, höhere Temperaturen vorliegen als in dem Zwischenraum, durch welchen der zweite Strömungspfad bereitgestellt ist. Und wenn über die zumindest eine Einlassöffnung Zuluft in die Zuführeinrichtung eintritt, welche aus dem ersten Strömungspfad stammt, so ist diese Zuluft bereits beim Eintritt in die Zuführeinrichtung besonders stark vorgewärmt. Dies ist vorteilhaft.
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Wenn die Zuluft zumindest überwiegend aus dem zumindest einen zweiten Strömungspfad bezogen wird, so ist die Zuluft demgegenüber kühler. Auch dies kann vorteilhaft sein, etwa wenn bedingt durch einen in dem Garraum stattfindenden Garprozess Zuluft mit etwas geringerer Temperatur über die Mündungsöffnung in den Garraum eingebracht werden soll. Es ist daher vorteilhaft, wenn eingestellt werden kann, ob im Betrieb der Zuführeinrichtung die Zuluft zumindest überwiegend aus dem ersten Strömungspfad oder aus dem zumindest einen zweiten Strömungspfad bezogen wird.
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Wenn die Tür mehr als drei Scheiben aufweist, so ist in der Tür eine Mehrzahl von zweiten Strömungspfaden ausgebildet, nämlich ein äußerer zweiter Strömungspfad, welcher bei geschlossener Tür der Umgebung des Gargeräts am nächsten liegt, und ein bei geschlossener Tür dem Garraum näherer oder innerer zweiter Strömungspfad.
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Diesbezüglich gilt das zu dem Beziehen der Luft zumindest überwiegend aus einem der Strömungspfade Ausgeführte in analoger Weise.
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Das Gargerät kann wenigstens ein Verschlusselement aufweisen, mittels welchem wahlweise der erste Strömungspfad oder der zweite Strömungspfad versperrt oder zumindest bereichsweise freigegeben werden kann. Wenn mittels des Verschlusselements der zweite Strömungspfad versperrt ist, so kann besonders zuverlässig sichergestellt werden, dass die in die Einlassöffnung eintretende Zuluft aus dem ersten Strömungspfad stammt. Wenn demgegenüber eine weniger starke Vorwärmung der Zuluft wünschenswert ist, so kann mittels des Verschlusselements der erste Strömungspfad versperrt und der zweite Strömungspfad freigegeben werden. So kann sehr gezielt auf die Temperatur der Zuluft Einfluss genommen werden, welche über die Einlassöffnung in die Zuführeinrichtung eintritt.
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Insbesondere wenn das Verschlusselement dazu ausgebildet ist, den jeweiligen Strömungspfad bereichsweise zu versperren beziehungsweise bereichsweise freizugeben, kann eine Vielzahl von Temperaturniveaus eingestellt werden, wobei das jeweilige Temperaturniveau zwischen der in dem zweiten Strömungspfad vorherrschenden Temperatur und der in dem ersten Strömungspfad vorherrschenden Temperatur liegt. Dies ist für eine sehr bedarfsgerechte Einstellung der Temperatur der Zuluft vor dem Eintritt derselben in die Zuführeinrichtung über die zumindest eine Einlassöffnung vorteilhaft.
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Das Verschlusselement kann insbesondere an einem Gehäuse des insbesondere als Backofen ausgebildeten Gargeräts angeordnet sein, wobei das Verschlusselement beispielsweise an einem in Hochrichtung der Tür bei geschlossener Tür oberen Ende der Tür und/oder an einem in Hochrichtung der Tür unteren Ende der Tür und/oder in Querrichtung des Gargeräts seitlich neben der Tür angeordnet sein kann. Durch Verbringen des Verschlusselements in die Offenstellung kann zuverlässig sichergestellt werden, dass die zwischen den Scheiben der Tür vorgewärmte Zuluft besonders ungehindert in die zumindest eine Einlassöffnung eintreten kann.
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Das Verschlusselement kann beispielsweise als translatorisch verschiebbare Platte oder dergleichen Stellglied ausgebildet sein. Dies ist konstruktiv besonders aufwandsarm und dementsprechend einfach umzusetzen.
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Vorzugsweise ist der Lüfter dazu ausgebildet, einen Volumenstrom der aus dem ersten Strömungspfad und/oder aus dem zweiten Strömungspfad stammenden und über die zumindest eine Einlassöffnung in die Zuführeinrichtung einbringbaren Zuluft einzustellen. So kann sehr gezielt auf die Menge und die Temperatur der Zuluft Einfluss genommen werden, welche in die Zuführeinrichtung eintritt und im Betrieb der Zuführeinrichtung an der Mündungsöffnung in den Garraum ausgebracht wird. Das Gargerät und insbesondere die Zuführeinrichtung kann eine Mehrzahl von Lüftern umfassen, mittels welchen die Menge der aus dem wenigstens einen Strömungspfad in die Einlassöffnung einbringbaren Zuluft einstellbar ist, und/oder mittels welchen die Menge der an der zumindest einen Mündungsöffnung in den Garraum austretenden Zuluft einstellbar ist.
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Als weiter vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn das Gargerät einen Kühllüfter aufweist, welcher zum Abführen von Luft aus dem Garraum und/oder aus wenigstens einem von dem Garraum verschiedenen Teilraum des Gargeräts in eine Umgebung des Gargeräts ausgebildet ist. Mittels eines derartigen Kühllüfters lässt sich insbesondere Wrasen aus dem Garraum in die Umgebung abführen. Zusätzlich oder alternativ kann mittels des Kühllüfters eine Kühlung von elektrischen und/oder elektronischen Komponenten des Gargeräts bewirkt werden. Beides ist vorteilhaft. Sofern in der vorliegenden Beschreibung auf einen solchen Kühllüfter Bezug genommen wird, so kann dieser Kühllüfter als "ein Kühllüfter" des Gargeräts oder "der Kühllüfter" des Gargeräts bezeichnet werden.
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Das Gargerät kann einen Ansaugkanal umfassen, über welchen einem Kühllüfter des Gargeräts aus dem zweiten Strömungspfad stammende Luft zuführbar ist. Hierbei ist der Kühllüfter zum Fördern von aus dem Gargerät stammender Luft in eine Umgebung des Gargeräts ausgebildet. Bei einer derartigen Konstellation kann der Kühllüfter betrieben werden, um Umgebungsluft durch den zweiten Strömungspfad zu fördern. Dadurch wird in diesem bei geschlossener Tür äußeren Strömungspfad der Tür des Gargeräts eine Luftbarriere gebildet. Eine solche Luftbarriere verringert beziehungsweise verlangsamt eine Wärmeübertragung aus dem Inneren des Garraums in die Umgebung des Gargeräts. Dies ist insbesondere vorteilhaft, um zu erreichen, dass die aus dem ersten Strömungspfad in die Zuführeinrichtung eingebrachte Luft im Betrieb des Gargeräts besonders stark vorgewärmt wird.
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Das Gargerät kann einen Ausblaskanal umfassen, über welchen mittels eines Kühllüfters des Gargeräts aus dem Gargerät stammende Luft in eine Umgebung des Gargeräts förderbar ist. Hierbei ist eine Austrittsöffnung des Ausblaskanals an einer Auslassseite des zweiten Strömungspfads angeordnet. Durch Betreiben des Kühllüfters derart, dass über den Ausblaskanal aus dem Gargerät stammende Luft in die Umgebung des Gargeräts austritt, kann an der Auslassseite des zweiten Strömungspfads aufgrund des Venturi-Effekts ein Hindurchsaugen von Luft durch den zweiten Strömungspfad bewirkt werden. So kann in dem zweiten oder äußeren Strömungspfad eine Luftbarriere bereitgestellt werden, welche eine Wärmeabgabe aus dem Inneren des Garraums in die Umgebung des Gargeräts besonders weitgehend verringert oder zumindest verlangsamt. Dies ist vorteilhaft im Hinblick auf eine sehr weitgehende Vorwärmung der den ersten Strömungspfad durchströmenden Zuluft vor deren Einbringen in die Zuführeinrichtung.
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Vorzugsweise umfasst das Gargerät einen Ausblaskanal, über welchen mittels eines Kühllüfters des Gargeräts aus dem Gargerät stammende Luft in eine Umgebung des Gargeräts förderbar ist. Hierbei ist in einer Wandung der Zuführeinrichtung ein Durchlass ausgebildet, über welchen einer Saugseite des Kühllüfters aus der Zuführeinrichtung stammende Luft zuführbar ist. Und mittels des Lüfters ist der zumindest einen Mündungsöffnung Zuluft zuführbar. Bei dieser Ausgestaltung des Gargeräts lässt sich die über die zumindest eine Mündungsöffnung in den Garraum einzubringende Menge der Luft sehr einfach in Abhängigkeit von der jeweiligen Förderrate des Kühllüfters und des weiteren Lüfters einstellen. Denn wenn beispielsweise der Kühllüfter viel Luft über den Durchlass aus der Zuführeinrichtung ansaugt, so kann entsprechend weniger Luft über den restlichen Teil der Zuführeinrichtung hin zu der Mündungsöffnung gelangen. Und wenn demgegenüber der insbesondere der Zuführeinrichtung zugehörige Lüfter eine hohe Förderrate aufweist, so kann entsprechend viel Luft mittels des Lüfters hin zu der Mündungsöffnung gefördert werden. So lässt sich die Menge und die Temperatur der Zuluft besonders fein einstellen oder regeln, welche über die Mündungsöffnung in den Garraum eintritt.
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Insbesondere kann der Durchlass mittels eines entsprechenden Verschlusselements versperrt oder zumindest bereichsweise freigegeben werden. Dies macht die Nutzung des Durchlasses besonders flexibel.
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Vorzugsweise weist das Gargerät einen Aktuator zum Bewegen eines Verschlusselements auf, wobei das Verschlusselement zum Versperren und zum zumindest partiellen Freigeben des wenigstens einen Strömungspfads ausgebildet ist. So kann sehr gezielt darauf Einfluss genommen werden, wie weit die in die Einlassöffnung eintretende Zuluft aufgrund eines vorherigen Hindurchströmens durch den wenigstens einen Strömungspfad erwärmt wird. Wenn nämlich mittels des Verschlusselements der wenigstens eine Strömungspfad versperrt ist, so ist die prinzipiell mögliche fluidische Verbindung der Einlassöffnung zu dem wenigstens einen Strömungspfad unterbunden. Dann tritt über die Einlassöffnung im Wesentlichen nicht oder kaum vorgewärmte Luft aus der Umgebung des Gargeräts in die Zuführeinrichtung ein.
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Wenn demgegenüber der wenigstens eine Strömungspfad durch Bewegen des Verschlusselements zumindest partiell freigegeben ist, so lässt sich besonders gut aus dem wenigstens einen Strömungspfad stammende und somit vorgewärmte Zuluft in die Zuführeinrichtung einbringen. Dies ist vorteilhaft.
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Vorzugsweise umfasst der wenigstens eine zwischen den Scheiben der Tür ausgebildete Strömungspfad eine Mehrzahl von Abschnitten, welche in Querrichtung der Tür nebeneinander angeordnet sind. Hierbei umfasst die Zuführeinrichtung einen ersten Zuluftpfad, welcher von einem ersten Abschnitt entlang einer ersten Strecke zu der zumindest einen Mündungsöffnung führt. Des Weiteren umfasst die Zuführeinrichtung wenigstens einen weiteren Zuluftpfad, welcher von einem weiteren Abschnitt entlang einer weiteren Strecke zu der zumindest einen Mündungsöffnung führt, wobei die weitere Strecke länger ist als die erste Strecke. Auf diese Weise kann entlang der weiteren Strecke eine weitergehende Erwärmung der Zuluft stattfinden. Dies ist vorteilhaft, um für ein Einbringen von besonders stark erwärmter Zuluft in den Garraum zu sorgen. Insbesondere kann nämlich entlang der weiteren Strecke Wärme von im Betrieb des Gargeräts warmen Komponenten des Gargeräts dazu genutzt werden, die Temperatur der auf der weiteren Strecke zu der Mündungsöffnung gelangenden Zuluft zu erhöhen.
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Vorzugsweise sind die Abschnitte unabhängig voneinander versperrbar und freigebbar. Hierfür kann das Gargerät insbesondere den jeweiligen Abschnitten zugeordnete Verschlusselemente aufweisen. Dadurch ist eine besonders hohe Flexibilität beim Nutzen der jeweiligen Abschnitte gegeben. Beispielsweise kann lediglich der erste Abschnitt genutzt werden, um entlang der ersten Strecke die Zuluft zu der Mündungsöffnung zu führen, indem der wenigstens eine weitere Abschnitt versperrt wird. Umgekehrt kann beispielsweise der erste Abschnitt versperrt und der wenigstens eine weitere Abschnitt freigegeben werden, um die Zuluft entlang der weiteren Strecke hin zu der Mündungsöffnung zu führen. So kann in vorteilhafter Weise sehr flexibel der für einen jeweiligen Zweck besonders gut geeignete Zuluftpfad zum Führen der Zuluft hin zu der Mündungsöffnung genutzt werden.
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Insbesondere kann der erste Abschnitt als in Querrichtung der Tür mittlerer Abschnitt ausgebildet sein, wobei zwei weitere Abschnitte als jeweilige äußere Abschnitte ausgebildet sind. Hierbei führen die von den beiden weiteren Abschnitten ausgehenden weiteren Zuluftpfade entlang von Seitenwänden der Muffel zu der zumindest einen Mündungsöffnung. Auf diese Weise kann von den Seitenwänden der Muffel sowie vorzugsweise auch von einem frontseitigen Flansch der Muffel her Wärme auf die Zuluft übertragen werden, welche durch die beiden weiteren Zuluftpfade strömt. So kann die im Betrieb des Gargeräts vorhandene Wärme der Muffel besonders gut zum Erhöhen der Temperatur der Zuluft ausgenutzt werden.
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Wenn beispielsweise die beiden weiteren oder äußeren Abschnitte freigegeben sind, etwa durch Bewegen entsprechender Verschlusselemente in eine Offenstellung, so kann die Zuluftansaugung von der Tür des Gargeräts her so geregelt werden, dass besonders viel Zuluft entlang der Seitenwände der Muffel hin zu der zumindest einen Mündungsöffnung gelangt.
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Zusätzlich oder alternativ kann ein Zuluftpfad entlang eines frontseitigen Flansches der Muffel ausgebildet sein, um von dem frontseitigen Flansch der Muffel her Wärme auf die Zuluft zu übertragen.
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Die durch die weiteren Zuluftpfade strömende Zuluft kann entlang der Seitenwände der Muffel die Seitenwände vergleichsweise großflächig überstreichen. Dadurch ist eine gute Wärmeaufnahme möglich. Eine besonders zielgerichtete Führung der Zuluft entlang der Seitenwände und/oder entlang einer Muffelfrontseite beziehungsweise entlang eines frontseitigen Flansches der Muffel ist demgegenüber erreichbar, wenn die Zuluftpfade als Zuluftkanäle ausgebildet sind, welche entlang der jeweiligen Seitenwand verlegt sind. Beispielsweise kann ein solcher Zuluftkanal zu der Muffel hin durch die Seitenwand und/oder die Muffelfrontseite beziehungsweise den frontseitigen Flansch der Muffel begrenzt sein. So lässt sich der jeweilige Zuluftkanal besonders aufwandsarm bereitstellen.
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Insbesondere wenn der weitere Zuluftkanal in einem in Hochrichtung des Gargeräts oberen Bereich der Seitenwand die Zuluft entlang der Seitenwand führt, so lässt sich besonders viel Wärme auf die Zuluft übertragen, welche den Zuluftkanal im Betrieb der Zuführeinrichtung durchströmt. Dies ist vorteilhaft.
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Vorzugsweise weist die Zuführeinrichtung wenigstens eine weitere Einlassöffnung auf, über welche aus einem von dem Garraum verschiedenen Teilraum des Gargeräts und/oder aus zumindest einem Zwischenraum zwischen der Muffel und einem Gehäuse des Gargeräts stammende Luft der zumindest einen Mündungsöffnung zuführbar ist. So kann dem Umstand Rechnung getragen werden, dass derartige, innerhalb des Gargeräts vorhandene Luft üblicherweise wärmer ist als Luft in der Umgebung des Gargeräts, wenn das Gargerät in Betrieb ist. Diese Wärme kann in vorteilhafter Weise genutzt werden, um die Zuluft zu erwärmen.
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Der von dem Garraum verschiedene Teilraum des Gargeräts kann insbesondere als Schalterraum des Gargeräts ausgebildet sein, in welchem beispielsweise elektronische und/oder elektrische Komponenten des Gargeräts untergebracht sein können. So kann die im Betrieb der elektronischen und/oder elektrischen Komponenten von diesen freigesetzte Abwärme in vorteilhafter Weise zum Erhöhen der Temperatur der Zuluft genutzt werden, welche über die zumindest eine Mündungsöffnung im Betrieb der Zuführeinrichtung in den Garraum eingebracht wird.
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Vorzugsweise weist die zumindest eine Mündungsöffnung und/oder die zumindest eine Einlassöffnung der Zuführeinrichtung wenigstens ein Verschlusselement auf, welches zum Versperren und zum zumindest partiellen Freigeben der Mündungsöffnung und/oder der Einlassöffnung ausgebildet ist. So lässt sich in vorteilhafter Weise besonders bedarfsgerecht ein Eintreten der Zuluft in die Zuführeinrichtung beziehungsweise ein Ausbringen der Zuluft über die wenigstens eine Mündungsöffnung in den Garraum einstellen, insbesondere steuern oder regeln.
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Vorzugsweise weist das Gargerät eine Abführeinrichtung zum Abführen von Wrasen aus dem Garraum auf, wobei die Abführeinrichtung zumindest einen Auslass aufweist, über welchen aus dem Garraum stammender Wrasen in die Zuführeinrichtung einbringbar ist. Dadurch kann die Zuluft mit aus dem Garraum stammender Abluft in Form des Wrasen gemischt werden. So lässt sich die in dem Wrasen enthaltene Wärme vorteilhaft nutzen, um die Temperatur der Zuluft zu erhöhen. Des Weiteren kann auf diese Weise sehr einfach Einfluss auf eine Feuchte der Zuluft genommen werden. Insbesondere kann der zumindest eine Auslass der Abführeinrichtung bei Bedarf freigegeben oder zumindest bereichsweise verschlossen werden. So kann über einen sehr weiten Bereich hinweg der Anteil an Wrasen eingestellt werden, welcher der Zuluft zugemischt wird.
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Vorzugsweise umfasst das Gargerät eine Steuerungseinrichtung, welche dazu ausgebildet ist, das Einbringen der Zuluft in den Garraum über die zumindest eine Mündungsöffnung in Abhängigkeit von wenigstens einem Parameter zu bewirken. Die Steuerungseinrichtung kann insbesondere abhängig von dem jeweiligen Betriebszustand des Gargeräts auswählen, auf welchem Weg und/oder in welcher Menge und/oder mit welcher Temperatur und/oder mit welcher Feuchtigkeit und/oder mit welchem Eintrittsdruck die Frischluft oder Zuluft an der zumindest einen Mündungsöffnung in den Garraum eingebracht wird. Wenn die Steuerungseinrichtung derartige Parameter berücksichtigt, kann sehr gut die zu dem jeweiligen Betriebszustand des Gargeräts passende Zuführung an Zuluft in den Garraum vorgenommen werden. Zu diesem Zweck kann die Steuerungseinrichtung vorzugsweise auf der Zuführeinrichtung zugehörige Stellelemente und/oder Stellglieder des Gargeräts beziehungsweise auf entsprechende Antriebe zum Verstellen der Stellelemente und/oder Stellglieder einwirken. Insbesondere kann die Steuerungseinrichtung den wenigstens einen Lüfter des Gargeräts ansteuern, um das Einbringen der Zuluft in die zumindest eine Einlassöffnung zu bewirken oder zumindest zu unterstützen. Beispielsweise kann die Steuerungseinrichtung einen Antriebsmotor des Lüfters ansteuern.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts mit einem Garraum wird mittels einer Zuführeinrichtung Zuluft über zumindest eine Mündungsöffnung in den Garraum eingebracht. Die zumindest eine Mündungsöffnung ist in einer den Garraum begrenzenden Muffel des Gargeräts ausgebildet. Die Zuführeinrichtung weist zumindest eine Einlassöffnung auf, wobei die zumindest eine Einlassöffnung an eine Tür des Gargeräts angrenzend angeordnet ist, und wobei die Tür zum Verschließen des Garraums ausgebildet ist. Der zumindest einen Einlassöffnung wird die Zuluft von wenigstens einem Strömungspfad her zugeführt, welcher zwischen Scheiben der Tür ausgebildet ist. Das Gargerät umfasst wenigstens einen Lüfter, welcher ein Einbringen von aus dem wenigstens einen Strömungspfad stammender Zuluft in die zumindest eine an die Tür angrenzende Einlassöffnung zumindest unterstützt. Durch ein derartiges Verfahren lässt sich ein besonders aufwandsarmes Vorwärmen der Zuluft realisieren.
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Die für das erfindungsgemäße Gargerät beschriebenen Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen gelten in analoger Weise für das erfindungsgemäße Gargerät und umgekehrt.
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Mit Angaben wie "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung", "Breitenrichtung", "Hochrichtung" und dergleichen sind die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und bestimmungsgemäßem Anordnen des Gargeräts und bei einem dann insbesondere vor dem Gargerät stehenden und in Richtung des Gargeräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
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Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen als von der Erfindung umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt oder erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind somit auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen. Es sind darüber hinaus Ausführungen und Merkmalskombinationen, insbesondere durch die oben dargelegten Ausführungen, als offenbart anzusehen, die über die in den Rückbezügen der Ansprüche dargelegten Merkmalskombinationen hinausgehen oder von diesen abweichen.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Perspektivansicht ein Gargerät mit einem Garraum, wobei eine Tür des Gargeräts teilweise geöffnet ist;
- Fig. 2
- in einer schematischen Schnittansicht eine Variante des Gargeräts, wobei Luft, welche von einem insbesondere einer Zuführeinrichtung zugehörigen Lüfter gefördert wird, mittels eines Stellelements aufgeteilt wird, und wobei ein Teilstrom der von dem Lüfter geförderten Luft in den Garraum eingebracht wird;
- Fig. 3
- in einer schematischen Schnittansicht eine weitere Variante des Gargeräts, bei welcher ein Lüfter des Gargeräts Zuluft aus einem ersten, inneren Strömungspfad ansaugt, welcher zwischen einer inneren Scheibe und einer mittleren Scheibe der Tür ausgebildet ist, wobei ein Kühllüfter des Gargeräts Luft ansaugt, welche durch einen zweiten Strömungspfad strömt, wobei der zweite Strömungspfad zwischen der mittleren Scheibe der Tür und einer äußeren Scheibe der Tür ausgebildet ist;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf die Scheiben der Tür, wobei die Strömungspfade der Tür in Abschnitte unterteilt sind, welche in Querrichtung der Tür nebeneinander angeordnet sind;
- Fig. 5
- in einer schematischen Schnittansicht eine weitere Variante des Gargeräts, bei welcher ein Kühllüfter Luft aus dem Gargerät in die Umgebung ausbläst und auf diese Weise in dem zweiten oder äußeren Strömungspfad eine Luftbarriere ausgebildet wird; und
- Fig. 6
- in einer schematischen Schnittansicht eine weitere Variante des Gargeräts, bei welcher aufgrund eines Verhältnisses jeweiliger Förderraten eines der Zuführeinrichtung zugehörigen Lüfters und des Kühllüfters der Anteil der Zuluft eingestellt werden kann, welche an einer Mündungsöffnung der Zuführeinrichtung in den Garraum eintritt.
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In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen.
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In Fig. 1 ist schematisch und perspektivisch ein Gargerät 1 gezeigt, welches ein Gehäuse 2 aufweist. Durch das Gehäuse 2 ist das Gargerät 1 zu einer Umgebung des Gargeräts 1 hin begrenzt. Ein Garraum 3 des Gargeräts 1 ist durch eine Muffel 4 begrenzt, welche frontseitig mittels einer Tür 5 des Gargeräts 1 verschlossen werden kann. In Fig. 1 ist die Tür 5 in einer teilweise geöffneten Stellung gezeigt. Demgegenüber ist die Tür 5 in Fig. 2 in ihrer Geschlossenstellung gezeigt, in welcher die Tür 5 den Garraum 3 frontseitig verschließt. Die Tür 5 liegt somit einer Rückwand 6 der Muffel 4 in Tiefenrichtung x des Gargeräts 1 gegenüber. Die Tiefenrichtung x, eine Breitenrichtung y des insbesondere als Backofen und/oder als Dampfgarer ausgebildeten Gargeräts 1 sowie eine Hochrichtung z des Gargeräts 1 sind in Fig. 1, in Fig. 2 und in Fig. 4 durch ein jeweiliges Koordinatensystem veranschaulicht.
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Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass das Gargerät 1 eine Zuführeinrichtung 7 zum Einbringen von Zuluft in den Garraum 3 aufweist. Die Zuluft kann hierbei über wenigstens eine Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 einströmen, welche in Fig. 2 beispielhaft dargestellt ist. Demgemäß kann die zumindest eine Mündungsöffnung 8 einem Boden 9 der Muffel 4 näher sein als einer Decke 10 der Muffel 4. Es sind jedoch auch andere und/oder alternative Platzierungen der wenigstens einen Mündungsöffnung 8 möglich, welche in der den Garraum 3 begrenzenden Muffel 4 ausgebildet ist.
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Die Zuführeinrichtung 7 weist wenigstens eine Einlassöffnung 11 auf, welche bei geschlossener Tür 5 in Hochrichtung z des Gargeräts 1 an die Tür 5 angrenzend angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, dass über die zumindest eine Einlassöffnung 11 Zuluft in die Zuführeinrichtung 7 gelangt, welche zuvor durch die Tür 5 oder Ofentür hindurchgeströmt ist. Somit kann die Zuluft vor ihrem Eintritt in die Einlassöffnung 11 durch Aufnahme von Abwärme vorgewärmt werden. Denn die innerhalb der Tür 5 oder zwischen Scheiben 12, 13 der Tür 5 strömende Luft kann Abwärme des Garraums 3 aufnehmen. Insbesondere kann die Einlassöffnung 11 wie beispielhaft in Fig. 2 gezeigt oberhalb der Tür 5 angeordnet sein.
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Gemäß Fig. 2 ist zwischen einer inneren Scheibe 12 und einer weiteren Scheibe 13 der Tür 5 ein erster Strömungspfad 14 ausgebildet. Durch diesen Spalt oder Strömungspfad 14 kann Luft innerhalb der Tür 5 strömen und so hin zu der Einlassöffnung 11 gelangen. Besonders wirksam kann die aus dem ersten Strömungspfad 14 stammende Zuluft über die Einlassöffnung 11 in die Zuführeinrichtung 7 eingebracht werden, indem wenigstens ein Lüfter 16 des Gargeräts 1 betrieben wird, wobei der Lüfter 7 insbesondere der Zuführeinrichtung 7 zugehörig sein kann. Über die Einlassöffnung 11 kann demnach im Betrieb der Zuführeinrichtung 7 Luft angesaugt werden, welche aus dem Strömungspfad 14 stammt. Dementsprechend kommuniziert die Einlassöffnung 11 mit dem Strömungspfad 14. Das zwischen den Scheiben 12, 13 stattfindende Vorwärmen der Zuluft vor deren Eintritt in die Zuführeinrichtung 7 ist vorteilhaft, um sicherzustellen, dass an der Mündungsöffnung 8 nicht unerwünscht kalte Zuluft in den Garraum 3 eintritt.
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Eine in Fig. 2 schematisch gezeigte Steuerungseinrichtung 15 des Gargeräts sorgt für die kontrollierte Führung und Vorbehandlung der Zuluft oder Frischluft, bis diese an der wenigstens einen Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 eintritt. Hierbei kann mittels der Steuerungseinrichtung 15 insbesondere eine Menge, eine Temperatur, eine Feuchtigkeit und ein Druck der Zuluft beim Eintreten in den Garraum 3 gesteuert oder geregelt werden. Des Weiteren kann die Steuerungseinrichtung 15 für die Lenkung des von der Zuluft genommenen Wegs entlang der Zuführeinrichtung 7 sorgen.
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Das Regeln der Menge und des Drucks der dem Garraum 3 zuzuführenden Zuluft oder Frischluft kann durch Ansteuern des wenigstens einen Lüfters 16 der Zuführeinrichtung 7 und/oder durch das Betätigen wenigstens eines Stellelements erfolgen, mittels welcher sich ein Eintreten von Luft in die Zuführeinrichtung 7 oder in wenigstens einen Teilbereich der Zuführeinrichtung 7 und/oder ein Austreten der Zuluft in den Garraum 3 an der Mündungsöffnung 8 beeinflussen lassen. Derartige Stellelemente können beispielsweise als Schieber und/oder als Klappe und/oder als Ventil oder dergleichen ausgebildet sein.
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Die entsprechenden Möglichkeiten zum Regulieren der Menge der Zuluft und des Drucks können von der Steuerungseinrichtung 15 einzeln oder in Kombination miteinander umgesetzt werden.
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In Fig. 2 ist beispielhaft die Einlassöffnung 11 gezeigt, welche oberhalb der geschlossenen Tür 5 angeordnet ist. Es kann jedoch auch über wenigstens eine weitere Einlassöffnung 17 (vergleiche Fig. 6) Luft in die Zuführeinrichtung 7 eintreten. Beispielhaft ist in Fig. 6 gezeigt, dass über die wenigstens eine weitere Einlassöffnung 17 Luft aus einem Schalterraum 18 des Gargeräts 1 in die Zuführeinrichtung 7 gelangen kann. In dem Schalterraum 18 des Gargeräts 1 können elektronische Bauteile wie beispielsweise die Steuerungseinrichtung 15 beziehungsweise wenigstens ein derartiges Steuergerät des Gargeräts 1 angeordnet sein.
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Des Weiteren kann gemäß Fig. 6 über die zumindest eine weitere Einlassöffnung 17 Luft in die Zuführeinrichtung 7 eintreten, welche aus einem Übergangsbereich zwischen der Muffel 4 und dem äußeren Gehäuse 2 des Gargeräts 1 stammt. Derartige Übergangsbereiche können beispielsweise zwischen einer linken Seitenwand 47 (vergleiche Fig. 1) der Muffel 4 und dem Gehäuse 2, zwischen einer rechten Seitenwand 48 (vergleiche Fig. 1) der Muffel 4 und dem Gehäuse 2 sowie angrenzend an den Boden 9 und/oder an die Decke 10 und/oder an die Rückwand 6 der Muffel 4 ausgebildet sein. Wenn die Zuluft aus derartigen Bereichen innerhalb des Gargeräts 1 bezogen wird, so führt dies ebenfalls zu einer höheren Temperatur der Zuluft als dies bei einem Einbringen von ungewärmter Frischluft aus der Umgebung des Gargeräts 1 in den Garraum 3 der Fall wäre.
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In einem Auslassbereich der Zuführeinrichtung 7, welcher durch die zumindest eine Mündungsöffnung 8 bereitgestellt ist, können die Luftwege aufeinandertreffen, welche von der wenigstens einen Einlassöffnung 11, 17 hin zu der Mündungsöffnung 8 führen. Etwa aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass an der wenigstens einen Mündungsöffnung 8 ein Verschlusselement 19 angeordnet sein kann, mittels welchem sich die wenigstens eine Mündungsöffnung 8 versperren oder zumindest partiell freigeben lässt. Das Verschlusselement 19 kann als Klappe und/oder Schieber und/oder Ventil oder dergleichen ausgebildet sein. In Fig. 3 ist eine Verstellbewegung des Verschlusselements 19, welches zum Verschließen der Mündungsöffnung 8 ausgebildet ist, durch einen Doppelpfeil 52 veranschaulicht.
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Vorliegend sorgt die Steuerungseinrichtung 15 dafür, dass die Temperatur der dem Garraum 3 zuzuführenden Zuluft entlang der Zuführeinrichtung 7, welche insbesondere als Zuluftkanal ausgebildet sein kann, entsprechend einem Regelungsalgorithmus auf einen Soll-Wert gebracht werden kann. Hierbei kann in der Zuführeinrichtung 7 abhängig von dem Soll-Wert der Zuluft der Umgebung des Zuluftkanals mehr oder weniger Wärme entnommen werden, um die sich in dem Zuluftkanal beziehungsweise in der Zuführeinrichtung 7 befindende Zuluft auf den gewünschten Soll-Wert der Temperatur zu erwärmen.
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Die Zuführeinrichtung 7 umfasst vorzugsweise jeweilige Teile des Zuluftkanals sowie dessen Anbindung an die Muffel 4 beziehungsweise den Garraum 3 sowie an die Umgebung des Gargeräts 1, welches insbesondere als Backofen ausgebildet sein kann. Zudem wird im Betrieb der Zuführeinrichtung 7 dafür gesorgt, dass die Zuluft kontrolliert in den Garraum 3 geführt und dem Garraum 3 vorbehandelt zugeführt wird, wobei eine Steuerung und/oder eine Regelung realisiert sein kann. Hierbei können insbesondere je nach Betriebszustand des Gargeräts 1 einzelne Teile oder Abschnitte der Zuführeinrichtung 7 involviert werden oder auch Kombinationen aus Teilen der Zuführeinrichtung 7 oder die gesamte Zuführeinrichtung 7.
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Insbesondere soll mit Bezug auf die Figuren die Vorbehandlung der Zuluft innerhalb der Tür 5 oder Backofentür im Folgenden näher erläutert werden. Entlang des in Fig. 2 gezeigten Strömungspfads 14 strömt bei geschlossener Tür 5 die aus der Umgebung des Gargeräts 1 angesaugte Frischluft zwischen den Scheiben 12, 13 nach oben. Luft aus der Umgebung des Gargeräts 1 strömt innerhalb der Tür 5 vorzugsweise in Hochrichtung z nach oben beziehungsweise hin zu einer Oberseite des Gargeräts 1. Insbesondere durch Betreiben des Lüfters 16 kann erreicht werden, dass auch bei einer Anordnung der wenigstens einen Einlassöffnung 11 in Querrichtung y des Gargeräts 1 seitlich neben der geschlossenen Tür 5 oder an eine Unterseite der Tür 5 angrenzend die Zuluft nach dem Durchströmen der Tür 5 in die wenigstens eine Einlassöffnung 11 gelangt. Bei dem Durchströmen der Tür 5 erfolgt eine passive Wärmeaufnahme entlang des Strömungspfads 14, so dass im Bereich der Einlassöffnung 11, welche an einer Frontseite des Gargeräts 1 ausgebildet ist, die aus der Umgebung des Gargeräts 1 stammende Zuluft vorgewärmt vorliegt.
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In Fig. 2 ist eine besonders einfache Variante des Gargeräts 1 gezeigt, bei welcher die Tür 5 lediglich die innere, also dem Garraum 3 bei geschlossener Tür 5 nähere Scheibe 12 sowie die weitere Scheibe 13 aufweist. Demgegenüber ist in Fig. 3 eine Variante des Gargeräts 1 schematisch dargestellt, bei welcher in der Tür 5 zum einen der zwischen der inneren Scheibe 12 und der weiteren Scheibe 13 ausgebildete erste Strömungspfad 14 vorhanden ist. Zusätzlich zu diesem ersten Strömungspfad 14 ist in der Tür 5 ein weiterer Strömungspfad 20 ausgebildet, bei welchem es sich um den Luftspalt zwischen der weiteren Scheibe 13 und einer äußeren Scheibe 21 der Tür 5 handelt. Ein Nachströmen von aus einer Umgebung des Gargeräts 1 stammender Luft in den jeweiligen Strömungspfad 14, 20 der Tür 5 ist in den Figuren durch Strömungspfeile veranschaulicht. Innerhalb der Tür 5, also beim Strömen entlang des jeweiligen Strömungspfads 14, 20, findet eine Erwärmung der Luft statt.
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Die Scheiben 12, 13, 21 der Tür 5 können aus einem hitzebeständigen, vorzugsweise beschichteten, Glas gebildet sein beziehungsweise ein derartiges Glas aufweisen. Insbesondere können die Scheiben 12, 13, 21 zumindest im Bereich von Ecken der Tür 5 miteinander verbunden sein.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Variante des Gargeräts 1 weist die Tür 5 die beiden Scheiben 12, 13 auf und somit den ersten Strömungspfad 14. Bei der in Fig. 3 gezeigten Variante der Tür 5 mit den drei Scheiben 12, 13, 21 sind demgegenüber der erste Strömungspfad 14 und der zweite Strömungspfad 20 in der Tür 5 ausgebildet. Wenn die Tür 5 vier beabstandet voneinander angeordnete Scheiben aufweist, so sind dementsprechend in der Tür 5 insgesamt drei Strömungspfade ausgebildet, welche zu der äußersten Scheibe der Tür 5 hin zunehmend weiter von dem Garraum 3 beabstandet sind, wenn die Tür 5 geschlossen ist. Die vorliegend beispielhaft anhand von Fig. 2 und Fig. 3 erläuterten Ausführungen sind daher in analoger Weise zutreffend, wenn die Tür 5 des Gargeräts 1 mehr als die vorliegend beispielhaft gezeigten drei Scheiben 12, 13, 21 aufweist.
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Wenn in der Tür 5 zumindest der erste Strömungspfad 14 und der zweite Strömungspfad 20 ausgebildet sind, so kann von der Steuerungseinrichtung 15 vorzugsweise vorgegeben werden, ob der Einlassöffnung 11 die vorgewärmte Luft zumindest überwiegend aus dem ersten Strömungspfad 14 oder zumindest überwiegend aus dem zweiten Strömungspfad 20 zugeführt werden soll. Die hierbei erreichbare Temperatur wird somit dadurch bestimmt, welches Scheibenpaket beziehungsweise welche Anordnung zweier benachbarter Scheiben 12, 13, 21 genutzt wird, um über einen zwischen den Scheiben 12, 13, 21 ausgebildeten Strömungspfad 14, 20 die Zuluft zu beziehen, welche an der Einlassöffnung 11 in die Zuführeinrichtung 7 eintritt.
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Beispielsweise kann mittels eines in Fig. 4 schematisch gezeigten Verschlusselements 22 vorgegeben werden, welcher der Strömungspfade 14, 20 versperrt oder zumindest partiell freigegeben wird, um von der Einlassöffnung 11 her ein Ansaugen von Zuluft über den jeweiligen Strömungspfad 14, 20 zuzulassen. In Fig. 4 ist durch Bewegungspfeile 23 ein Bewegen des beispielsweise nach Art einer steuerbaren Scheibe oder Platte ausgebildeten Verschlusselements 22 schematisch dargestellt, wobei das Stellglied beziehungsweise Verschlusselement 22 insbesondere an dem Gehäuse 2 des Gargeräts 1 angeordnet sein kann. Das Verschlusselement 22 kann an einem Übergang des Gehäuses 2 hin zu der Tür 5 angeordnet sein, beispielsweise oberhalb oder unterhalb der geschlossenen Tür 5. In Fig. 4 ist zudem schematisch ein Aktuator 24 gezeigt, mittels welchem sich das Verschlusselement 22 bewegen lässt. Hierfür kann die Steuerungseinrichtung 15 den Aktuator 24 ansteuern, insbesondere entsprechend einem Steuerungsalgorithmus und/oder Regelalgorithmus.
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Nach dem Austreten aus den Scheibenpaketen beziehungsweise aus dem jeweiligen Strömungspfad 14, 20 kann die vorgewärmte Zuluft über die Zuführeinrichtung 7 insbesondere in Abhängigkeit von dem jeweiligen Betriebszustand des Gargeräts 1 in den Garraum 3 eingebracht werden, wobei die Zuluft an der zumindest einen Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 eintritt. Insbesondere kann im Bereich des Austritts aus dem Strömungspfad 14, 20 eine Temperatur der Zuluft erfasst werden. Abhängig davon, ob die Temperatur und/oder eine Feuchte der Zuluft verändert werden soll, kann die Zuluft mit aus dem Garraum 3 stammendem Wrasen gemischt werden. Hierbei kann vorzugsweise ein Anteil des Wrasens in einem die Zuluft und den Wrasen enthaltenden Gemisch in Abhängigkeit von dem gewünschten Ergebnis eingestellt werden. Insbesondere kann ein Zumischen von Wrasen in die Zuluft unterbleiben. Die Zuführeinrichtung 7 kann jedoch auch dafür genutzt werden, ausschließlich Wrasen aus dem Garraum 3 in den Garraum 3 zu rezirkulieren.
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Des Weiteren kann durch wärmeübertragende Abschnitte der Zuführeinrichtung 7 eine weitere Erwärmung der Zuluft durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere, wenn die Zuführeinrichtung 7 Zuluftkanäle etwa in Form von Schläuchen, Rohren oder dergleichen umfasst, welche entlang der Seitenwände 47, 48 der Muffel 4 (vergleiche Fig. 1) und/oder entlang des Bodens 9 und/oder entlang der Decke 10 und/oder entlang der Rückwand 6 verlegt sind und zu der zumindest einen Mündungsöffnung 8 führen. Derartige Zuluftkanäle können insbesondere in Bereichen zwischen den genannten Komponenten der Muffel 4 und dem Gehäuse 2 oder Außengehäuse des Gargeräts 1 angeordnet sein. In den Figuren ist beispielhaft eine Luftführung entlang der Decke 10 sowie entlang der Rückwand 6 der Muffel 4 dargestellt.
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Die Nutzung der Zuführeinrichtung 7 erlaubt es, zu jedem Zeitpunkt eine für einen besonders energieeffizienten Betrieb des Gargeräts 1 und ein gutes Garergebnis einzustellende Menge an Zuluft mit der entsprechenden Temperatur und dem entsprechenden Druck in den Garraum 3 einzubringen. Insbesondere durch ein variabel und genau einstellbares Verhältnis des Anteils an Wrasen in dem die Zuluft enthaltenden Gemisch kann sehr gut auf die Temperatur und die Feuchte der an der Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 eintretenden Zuluft beziehungsweise des Gemischs Einfluss genommen werden.
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Insbesondere soll mit Bezug auf die Figuren die Luftführung von der Tür 5 her, also zunächst entlang des zumindest einen Strömungspfades 14, 20 nachfolgend beispielhaft erläutert werden. Gemäß Fig. 2 umfasst die Zuführeinrichtung 7 einen ersten Luftführungskanal 25, in welchen von der Einlassöffnung 11 her kommende vorgewärmte Luft einbringbar ist, und welcher zu der Mündungsöffnung 8 führt. Der erste Luftführungskanal 25 zweigt an einer Abzweigstelle 26 von einem zweiten Luftführungskanal 27 des Gargeräts 1 ab. Über den zweiten Luftführungskanal 27 kann aus der Umgebung des Gargeräts 1 stammende Luft in einen von dem Garraum 3 verschiedenen Teilraum des Gargeräts 1 eingebracht werden, etwa in den Schalterraum 18 des Gargeräts 1. An der Abzweigstelle 26 ist ein Stellelement 28 angeordnet, mittels welchem sich der erste Luftführungskanal 25 zumindest bereichsweise freigeben oder verschließen lässt. Eine entsprechende Verschiebebewegung des Stellelements 28 ist in Fig. 2 durch einen Doppelpfeil 29 veranschaulicht.
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Das Stellelement 28, welches etwa nach Art einer Klappe oder eines Schiebers ausgebildet sein kann, sorgt somit für eine Aufteilung des von dem Lüfter 16 geförderten Luftstroms auf den ersten Luftführungskanal 25 und somit hin zu der Mündungsöffnung 8 und auf den zweiten Luftführungskanal 27. Bei dieser Variante ist der Lüfter 16 gemäß Fig. 2 zwischen der Einlassöffnung 11 und der Abzweigstelle 26 angeordnet. Mit anderen Worten ist das beispielsweise als Klappe ausgebildete Stellelement 28 dem Lüfter 16 nachgelagert. Durch Betreiben des Lüfters 16 und Ansteuern des Stellelements 28 kann bei der in Fig. 2 gezeigten Variante die Menge und die Temperatur der erwärmten Zuluft gesteuert und/oder geregelt werden, welche hin zu der Mündungsöffnung 8 gelangt und von dort in den Garraum 3 eintritt.
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In Fig. 2 ist zudem eine Abführeinrichtung 30 schematisch gezeigt, über welche Wrasen aus dem Garraum 3 herausgebracht und insbesondere in die Umgebung des Gargeräts 1 geleitet werden kann. Die Abführeinrichtung 30 kann einen Wrasenauslasskanal 31 umfassen, welcher von der Decke 10 des Garraums 3 hin zu einem Behältnis 32 führt, in welchem aus dem Wrasen gebildetes Kondensat aufgefangen werden kann. Des Weiteren ist in Fig. 2 ein Schieber 33 gezeigt, welcher in einer Offenstellung den Wrasenauslasskanal 31 zu dem Garraum 3 hin freigibt und in einer Geschlossenstellung den Wrasenauslasskanal 31 zu dem Garraum 3 hin verschließt.
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Mittels des Schiebers 33 lässt sich bei der in Fig. 2 schematisch gezeigten Variante der Abführeinrichtung 30 zusätzlich oder alternativ ein Auslass 34 der Abführeinrichtung 30 verschließen, über welchen aus dem Garraum 3 stammender Wrasen in die Zuführeinrichtung 7 eingebracht werden kann. Der Auslass 34 kann gemäß Fig. 2 in der Decke 10 der Muffel 4 ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ kann der Auslass 34 in einer Wandung des Wrasenauslasskanals 31 ausgebildet sein. Eine Verschiebungsbewegung des Schiebers 33 ist in Fig. 2 durch einen weiteren Doppelpfeil 35 veranschaulicht.
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Bei der in Fig. 3 gezeigten Variante des Gargeräts 1 kann die Menge der zu erwärmenden Frischluft, welche an der Einlassöffnung 11 in die Zuführeinrichtung 7 eintritt, durch die Förderrate des Lüfters 16 eingestellt werden, welcher der Zuführeinrichtung 7 zugehörig ist und beispielsweise in einem zu der Mündungsöffnung 8 führenden Luftführungskanal 36 der Zuführeinrichtung 7 angeordnet sein kann. Bei der in Fig. 3 gezeigten Variante des Gargeräts 1 wird in den Luftführungskanal 36 durch Betreiben des Lüfters 16 Zuluft eingebracht, welche zumindest überwiegend aus dem ersten Strömungspfad 14 stammt. Dementsprechend kommuniziert die Einlassöffnung 11 mit dem inneren Scheibenpaket der Tür 5. Die Menge und die Temperatur der erwärmten Zuluft kann durch Betreiben des Lüfters 16 eingestellt werden, etwa indem eine Drehgeschwindigkeit des Lüfters 16 verändert wird.
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Des Weiteren ist in Fig. 3 ein Kühllüfter 37 des Gargeräts 1 gezeigt, welcher dazu ausgebildet ist, aus dem Gargerät 1 stammende Luft in die Umgebung des Gargeräts 1 abzuführen. Das Gargerät 1 kann gemäß Fig. 3 einen Ansaugkanal 38 umfassen, über welchen dem Kühllüfter 37 aus dem zweiten Strömungspfad 20 stammende Luft zugeführt werden kann. Mit anderen Worten kann der Kühllüfter 37 durch das äußere Scheibenpaket hindurch Umgebungsluft ansaugen. Dadurch wird in diesem äußeren Scheibenpaket der Tür 5, also in dem zweiten Strömungspfad 20, eine Luftbarriere gebildet. Diese Luftbarriere verhindert eine Wärmeübertragung von dem Garraum 3 in die Umgebung des Gargeräts 1 oder verlangsamt eine solche Wärmeübertragung zumindest. Dadurch kann eine besonders wirkungsvolle Erwärmung der den ersten Strömungspfad 14 durchströmenden Zuluft auf dem Weg hin zu der Einlassöffnung 11 der Zuführeinrichtung 7 erreicht werden.
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Die in Fig. 5 gezeigte Variante des Gargeräts 1 entspricht zumindest weitgehend der in Fig. 3 gezeigten Variante des Gargeräts 1. Jedoch wird bei der in Fig. 5 gezeigten Variante die Luftbarriere, also das Hindurchströmen von thermisch isolierender, kalter Umgebungsluft durch den zweiten Strömungspfad 20, durch das Ausblasen der mittels des Kühllüfters 37 geförderten Luft in die Umgebung des Gargeräts 1 bewirkt. Denn bei der in Fig. 5 gezeigten Variante des Gargeräts 1 umfasst das Gargerät 1 einen Ausblaskanal 39, über welchen die mittels des Kühllüfters 37 geförderte Luft in die Umgebung des Gargeräts 1 ausgebracht werden kann. Eine Austrittsöffnung 40 des Ausblaskanals 39 ist hierbei an einer Auslassseite des zweiten Strömungspfads 20 angeordnet. Dementsprechend überströmt die an der Austrittsöffnung 40 aus dem Ausblaskanal 39 austretende Luft bei geschlossener Tür 5 den zweiten Strömungspfad 20 oberseitig, welcher zwischen der äußeren Scheibe 21 und der weiteren Scheibe 13 der Tür 5 ausgebildet ist. Aufgrund des Venturi-Effekts stellt sich hierbei an der Auslassseite des zweiten Strömungspfads 20 ein Unterdruck ein. Dieser Unterdruck bewirkt bei geschlossener Tür 5 das Hindurchsaugen der Umgebungsluft von unten nach oben zwischen der äußeren Scheibe 21 und der weiteren Scheibe 13 der Tür 5 entlang des zweiten Strömungspfads 20.
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Auch bei der in Fig. 5 gezeigten Variante lässt sich die Menge der erwärmten und über die Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 einzubringenden Zuluft durch die Förderrate, insbesondere durch die Drehgeschwindigkeit, des Lüfters 16 einstellen, welcher in dem Luftführungskanal 36 der Zuführeinrichtung 7 angeordnet ist. Jedoch sorgt hier das Fördern der kalten Umgebungsluft durch den zweiten Strömungspfad 20 hindurch zurück in die Umgebung des Gargeräts 1 für das Ausbilden der wärmeisolierenden Luftbarriere.
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Bei der in Fig. 6 gezeigten Variante des Gargeräts 1 ist aus Gründen der Einfachheit (so wie in Fig. 2) die Tür 5 gemäß ihrem einfachen Aufbau dargestellt, bei welchem in der Tür 5 lediglich der erste Strömungspfad 14 ausgebildet ist. Jedoch kann auch bei der in Fig. 6 gezeigten Variante des Gargeräts 1 die Tür 5 die wenigstens zwei Strömungspfade 14, 20 aufweisen.
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Bei der in Fig. 6 gezeigten Variante kann die innerhalb der von dem jeweiligen Strömungspfad 14, 20 her kommenden Menge an Luft, welche an der Einlassöffnung 11 in die Zuführeinrichtung 7 eintritt, durch das Verhältnis der jeweiligen Förderraten des Kühllüfters 37 und des Lüfters 16 eingestellt werden. Hierfür ist in einer Wandung 41 der Zuführeinrichtung 7 ein Durchlass 42 ausgebildet, über welchen einer Saugseite des Kühllüfters 37 aus der Zuführeinrichtung 7 stammende Luft zugeführt werden kann. Der Durchlass 42 kann insbesondere mittels eines (nicht gezeigten) Verschlusselements verschlossen oder zumindest bereichsweise freigegeben werden. Auch dadurch kann auf die Menge an Luft Einfluss genommen werden, welche an der Einlassöffnung 11 in die Zuführeinrichtung 7 eintritt.
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Die unter anderem über den Durchlass 42 von dem Kühllüfter 37 angesaugte Luft gelangt über den Ausblaskanal 39 in die Umgebung des Gargeräts 1. Je nachdem, mit welcher Förderleistung der Kühllüfter 37 und der vorliegend stromabwärts des Durchlasses 42 angeordnete Lüfter 16 betrieben werden, kann darauf Einfluss genommen werden, welche Menge an Zuluft an der Mündungsöffnung 8 in den Garraum 3 eintritt.
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Gemäß Fig. 4 kann der wenigstens eine zwischen den Scheiben 12, 13, 21 der Tür 5 ausgebildete Strömungspfad 14, 20 in eine Mehrzahl von Abschnitten 43, 44, 45 untergliedert sein, welche in Querrichtung y der Tür 5 beziehungsweise des Gargeräts 1 nebeneinander angeordnet sind. In Fig. 4 sind beispielhaft ein mittlerer Abschnitt 43 sowie zwei äußere Abschnitte 44, 45 gezeigt. Die Unterteilung in diese drei Abschnitte 43, 44, 45 ist jedoch lediglich beispielhaft.
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Beispielsweise kann die aus dem mittleren Abschnitt 43 stammende Luft entlang einer ersten Strecke hin zu der Mündungsöffnung 8 gelangen, welche in Fig. 6 durch eine Mehrzahl von Pfeilen 46 veranschaulicht ist. Dementsprechend kann die erwärmte Zuluft aus dem mittleren Abschnitt 43 sehr direkt beziehungsweise unmittelbar zu der Mündungsöffnung 8 geführt werden. Die erwärmte Zuluft aus den beiden äußeren Abschnitten 44, 45 kann demgegenüber entlang weiterer Teile der Zuführeinrichtung 7 geführt werden, bevor sie zu der Mündungsöffnung 8 gelangt. Entlang dieser längeren Strecke kann besonders gut eine weitere Erwärmung der Zuluft erreicht werden.
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Beispielsweise können von den beiden äußeren Abschnitten 44, 45 ausgehende Zuluftpfade entlang der jeweiligen Seitenwände 47, 48 (vergleiche Fig. 1) der Muffel 4 geführt werden, um schließlich zu der Mündungsöffnung 8 zu gelangen. Insbesondere wenn die von den äußeren Abschnitten 44, 45 ausgehenden Zuluftpfade als Kanäle ausgebildet sind, welche in einem oberen Bereich der jeweiligen Seitenwand 47, 48 angeordnet sind, kann die im oberen Bereich der Muffel 4 hohe Wärme gut genutzt werden, um auf dem Weg von den äußeren Abschnitten 44, 45 hin zu der Mündungsöffnung 8 eine besonders weitgehende Erwärmung der Zuluft zu erreichen.
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In Fig. 6 ist ein Verschlusselement 53 schematisch dargestellt, mittels welchem sich die Einlassöffnung 11 versperren und zumindest teilweise freigeben lässt. Eine Verschiebebewegung des an der frontseitigen Einlassöffnung 11 angeordneten Verschlusselements 53 ist in Fig. 6 durch einen weiteren Doppelpfeil 55 veranschaulicht. Außerdem ist in Fig. 6 ein weiteres Verschlusselement 54 gezeigt, mittels welchem sich die wenigstens eine weitere Einlassöffnung 17 verschließen und freigeben lässt.
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In Fig. 2, Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 6 ist außerdem schematisch ein Elektromotor 49 eines Garraumgebläses oder Garraumlüfters 50 gezeigt. Mittels des Elektromotors 49 lässt sich ein Lüfterrad 51 des Garraumlüfters 50 antreiben und so die sich in dem Garraum 3 befindende Luft umwälzen. Das Lüfterrad 51 kann in die Tiefenrichtung x des Gargeräts 1 gesehen hinter einem (nicht gezeigten) Abschirmblech oder dergleichen Abschirmeinrichtung angeordnet sein. Dadurch ist sichergestellt, dass das Lüfterrad 51 für einen in den Garraum 3 hineingreifenden Nutzer nicht zugänglich ist. Mittels des Kühllüfters 37 kann insbesondere von dem Elektromotor 49 im Betrieb desselben freigesetzte Wärme abgeführt werden, indem der Kühllüfter 37 über den Ausblaskanal 39 Luft in die Umgebung des Gargeräts 1 hinausbefördert.
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Insgesamt zeigen die Beispiele, wie eine gesteuerte Führung von in der Tür 5 oder Backofentür vorgewärmter Zuluft in das Innere des Garraums 3 realisiert werden kann.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Gargerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Garraum
- 4
- Muffel
- 5
- Tür
- 6
- Rückwand
- 7
- Zuführeinrichtung
- 8
- Mündungsöffnung
- 9
- Boden
- 10
- Decke
- 11
- Einlassöffnung
- 12
- Scheibe
- 13
- Scheibe
- 14
- Strömungspfad
- 15
- Steuerungseinrichtung
- 16
- Lüfter
- 17
- Einlassöffnung
- 18
- Schalterraum
- 19
- Verschlusselement
- 20
- Strömungspfad
- 21
- Scheibe
- 22
- Verschlusselement
- 23
- Bewegungspfeil
- 24
- Aktuator
- 25
- Luftführungskanal
- 26
- Abzweigstelle
- 27
- Luftführungskanal
- 28
- Stellelement
- 29
- Doppelpfeil
- 30
- Abführeinrichtung
- 31
- Wrasenauslasskanal
- 32
- Behältnis
- 33
- Schieber
- 34
- Auslass
- 35
- Doppelpfeil
- 36
- Luftführungskanal
- 37
- Kühllüfter
- 38
- Ansaugkanal
- 39
- Ausblaskanal
- 40
- Austrittsöffnung
- 41
- Wandung
- 42
- Durchlass
- 43
- Abschnitt
- 44
- Abschnitt
- 45
- Abschnitt
- 46
- Pfeil
- 47
- Seitenwand
- 48
- Seitenwand
- 49
- Elektromotor
- 50
- Garraumlüfter
- 51
- Lüfterrad
- 52
- Doppelpfeil
- 53
- Verschlusselement
- 54
- Verschlusselement
- 55
- Doppelpfeil