EP4664059A1 - Luftgestütztes laserwaffensystem - Google Patents
Luftgestütztes laserwaffensystemInfo
- Publication number
- EP4664059A1 EP4664059A1 EP25170262.7A EP25170262A EP4664059A1 EP 4664059 A1 EP4664059 A1 EP 4664059A1 EP 25170262 A EP25170262 A EP 25170262A EP 4664059 A1 EP4664059 A1 EP 4664059A1
- Authority
- EP
- European Patent Office
- Prior art keywords
- beam direction
- rotation
- weapon system
- laser weapon
- aircraft
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41H—ARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
- F41H13/00—Means of attack or defence not otherwise provided for
- F41H13/0043—Directed energy weapons, i.e. devices that direct a beam of high energy content toward a target for incapacitating or destroying the target
- F41H13/005—Directed energy weapons, i.e. devices that direct a beam of high energy content toward a target for incapacitating or destroying the target the high-energy beam being a laser beam
Definitions
- the present invention relates to an airborne laser weapon system and an aircraft equipped with a laser weapon system.
- Laser weapon systems are known to include laser sources and associated optics, enabling their use against various classes of targets. Possible applications include the self-protection of platforms or offensive operations. Both applications share the common feature of using high-energy lasers.
- Such laser weapon systems can be used in the air or on the ground against static targets such as radar installations or vehicles on the ground, but also against dynamic targets, especially in the context of defending against threats from flying objects such as guided missiles with and without seeker heads or against drones or unmanned aerial vehicles (UAVs).
- static targets such as radar installations or vehicles on the ground
- dynamic targets especially in the context of defending against threats from flying objects such as guided missiles with and without seeker heads or against drones or unmanned aerial vehicles (UAVs).
- UAVs unmanned aerial vehicles
- Airborne laser weapon systems can be mounted on an aircraft and enable the engagement of targets that are in front of the aircraft in the direction of flight or that are approaching it in the opposite direction.
- the laser weapon system has a A guidance system is used to align a laser beam by focusing the emitted laser radiation approximately within a hemisphere around the laser weapon system.
- the alignment and any subsequent tracking and engagement of a target require high spatial dynamics as well as precision.
- aiming systems are used that incorporate correspondingly large transmitting optics.
- the size of the transmitting optics, and thus the design of the aiming systems that incorporate them, results in a large inertial mass for the aiming systems. Therefore, when the aiming systems rotate, a considerable torque is transferred to the mounting points of the laser weapon system on the aircraft, and thus to the aircraft itself.
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Optical Radar Systems And Details Thereof (AREA)
Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein luftgestütztes Laserwaffensystem sowie ein mit einem Laserwaffensystem ausgerüstetes Fluggerät.
- Bekannt sind Laserwaffensysteme, welche Laserquellen sowie zugehörige Optiken aufweisen, die es ermöglichen die Systeme gegen verschiedene Klassen von Zielen einzusetzen. Mögliche Einsatzszenarien stellen beispielsweise der Selbstschutz von Plattformen oder aber der offensive Einsatz dar. Gemein ist beiden Einsatzszenarien die Verwendung von Hochenergielasern.
- Derartige Laserwaffensysteme können luft- oder bodengestützt gegen statische Ziele wie beispielsweise Radaranlagen oder Fahrzeuge am Boden, aber auch gegen dynamische Ziele, speziell im Rahmen der Abwehr von Bedrohungen durch fliegende Objekte wie Lenkflugkörper mit und ohne Suchkopf oder auch gegen Drohnen bzw. unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Areal Vehicle - UAV) Verwendung finden.
- Luftgestützte Laserwaffensysteme können an einem Fluggerät angeordnet werden und es ermöglichen, eine Bekämpfung von Zielen durchzuführen, die sich in Flugrichtung vor dem Fluggerät befinden bzw. sich diesem mit zu diesem entgegengesetzter Flugrichtung nähern. Das Laserwaffensystem weist ein Richtsystem auf, das eine Ausrichtung eines Wirkstrahls durchführt, indem die vom System ausgesandte Laserstrahlung, näherungsweise innerhalb eines Halbraumes (Hemisphäre) um das Laserwaffensystem herum ausgerichtet wird. Wichtig ist hierbei, dass die Ausrichtung und eine sich möglicherweise daran anschließende Verfolgung und Bekämpfung eines Zieles hohe räumliche Bewegungsdynamik wie auch Präzision erfordert.
- Zur Erzielung der operationell notwendigen Reichweiten des Wirkstrahls werden Richtsysteme eingesetzt, die entsprechend große Sendeoptiken aufweisen. Die Größe der Sendeoptiken und damit der Auslegung der diese aufweisenden Richtsysteme geht mit einer großen trägen Masse der Richtsysteme einher. Bei Rotation der Richtsysteme wird daher ein nicht unerhebliches Drehmoment in die Anordnungs- bzw. Aufhängungspunkte des Laserwaffensystems am Fluggerät und damit in das Fluggerät selbst eingetragen.
- Dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein luftgestütztes Laserwaffensystem derart weiterzubilden, dass bei Rotation des Richtsystems auftretende Drehmomente kompensiert werden.
- Die vorliegende Aufgabe wird gelöst durch ein luftgestütztes Laserwaffensystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie durch ein Fluggerät mit den Merkmalen des Anspruchs 9.
- Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein luftgestütztes Laserwaffensystem vorgesehen. Das erfindungsgemäß Laserwaffensystem umfasst wenigstens eine in einem Gehäuse aufgenommene Lasererzeugungseinheit und ein an einem ersten Ende des Gehäuses angeordnetes erstes Strahlrichtsystem mit einer um eine Längsdrehachse rotierbar und in einer Elevationsachse ausrichtbar ausgebildeten Strahlrichteinheit und ein an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende des Gehäuses angeordnetes zweites Strahlrichtsystem das eine zweite um die Längsdrehachse rotierbar und in der Elevationsachse ausrichtbar ausgebildete zweite Strahlrichteinheit aufweist. Es ist dabei vorgesehen, dass bei Rotation der ersten Strahlrichteinheit in einer ersten Rotationsrichtung, um beispielsweise ein Ziel zu erfassen und zu bekämpfen, eine gleichzeitige Rotation der zweiten Strahlrichteinheit in einer zu der ersten gegenläufigen zweiten Rotationsrichtung durchführbar ist. Die bei der Rotation des ersten Strahlrichtsystems auftretenden Drehmomente werden in diesem Fall durch die gegenläufige Rotation des zweiten Strahlrichtsystems vollständig oder zumindest zu großen Teilen im Laserwaffensystem kompensiert und nicht in das Fluggerät bzw. eine dort vorgesehene Aufhängung für das luftgestützte Laserwaffensystem eingetragen. Hierdurch wird eine wesentlich stabilere Lagerung des Laserwaffensystems erreicht und Verschleiß am Fluggerät bzw. der Aufhängung reduziert. Gleichzeitig kann bei Betrieb des Laserwaffensystems die Präzision der Zielerfassung und -verfolgung auch bei großer Bewegungsdynamik wesentlich verbessert werden. Als vorteilhaft erweist sich in diesem Zusammenhang auch, dass ein Laserwaffensystem mit zwei in einem System kombinierten Strahlrichtsystemen einen wesentlich größeren Bekämpfungsbereich bis hin zu nahezu Vollraumabdeckung aufweist, da im Einsatz jeweils das geeignete, d.h. richtig positionierte Strahlrichtsystem zur Zielerfassung und - bekämpfung ausgewählt werden kann. Des Weiteren kann das vorgeschlagene Laserwaffensystem wesentlich leichter und platzsparender ausgeführt werden da zwei Strahlrichtsysteme mit zugehörigen Rotationsantrieben in einem Gehäuse zusammengefasst werden und dennoch ein größerer Bekämpfungsbereich bis hin zu Vollraumabdeckung als bei Systemen mit nur einem, beispielsweise in Flugrichtung weisenden Strahlrichtsystem mit Halbraumabdeckung erreicht wird. Das Laserwaffensystem gemäß der Erfindung belegt bei erreichbarer Vollraumabdeckung am Fluggerät allerdings nur eine Waffenstation.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist bei einer Ausrichtung der ersten Strahlrichteinheit in der Elevationsachse in einer ersten Ausrichtrichtung eine gleichzeitige Ausrichtung der zweiten Strahlrichteinheit in einer zu der ersten gegenläufigen zweiten Ausrichtrichtung durchführbar ist, wobei die Ausrichtung in der Elevationsachse bevorzugt gleichzeitig mit den Rotation um die Längsdrehachse durchführbar ist. Auch die bei Ausrichtung der Strahlrichteinheit auftretenden Drehmomente, wenngleich diese kleiner sind als bei Drehung der Strahlrichteinheit um die Längsdrehachse, werden durch diese gegenläufige Ausrichtung der Strahlrichteinheiten vollständig oder zumindest zu großen Teilen im Laserwaffensystem kompensiert und nicht in das Fluggerät bzw. eine dort vorgesehene Aufhängung für das luftgestützte Laserwaffensystem eingetragen.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die gegenläufige Rotation jeweils der ersten Strahlrichteinheit und der zweiten Strahlrichteinheit gleiche Rotationsgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung auf. Die bei Rotation des ersten Strahlrichtsystems an der Längsdrehachse auftretenden Beschleunigungskräfte und hieraus abgeleitete Drehmomente werden durch die gegengleiche Kompensationskraft durch gegenläufige Rotation des zweiten Strahlrichtsystems kompensiert und nicht in das Fluggerät eingespeist.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die erste und die zweite Strahlrichteinheit jeweils einen gesonderten Rotationsantrieb aufweist und eine steuerungstechnische Kopplung der Antriebe vorgesehen ist. Hierdurch wird eine abgestimmte gegenläufige Rotation sichergestellt, jede Strahlrichteinheit kann jedoch auch selbständig bewegt werden, und weist eine hohe räumliche Bewegungsdynamik auf, um eine optimale Zielfeldabdeckung sowie eine präzise Zielerfassung und -verfolgung sicherzustellen.
- Es ist eine Idee der vorliegenden Erfindung die Lasererzeugungseinheit derart auszubilden, dass diese einen hochenergetischen Laserwirkstrahl erzeugt, um gegen statische Ziele wie beispielsweise Radaranlagen oder Fahrzeuge am Boden aber auch gegen dynamische Ziele, speziell im Rahmen der Abwehr von Bedrohungen durch fliegende Objekte wie Lenkflugkörper mit und ohne Suchkopf, Drohnen bzw. unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Areal Vehicle - UAV) oder bemannte Luftfahrzeuge effizient eingesetzt zu werden.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in jeder Strahlrichteinheit eine vollbewegliche Strahlrichtoptik vorgesehen, die jeweils eingerichtet ist, den Laserwirkstrahl im Wesentlichen in einem Halbraum auszurichten. Dies hat den Vorteil, dass mit dem luftgestützten Laserwaffensystem durch die Anordnung von zwei Strahlrichteinheit mit vollbeweglicher Strahlrichtoptik nahezu Vollraumabdeckung erreicht wird. So können sich dem Fluggerät sowohl in wie auch entgegen der Flugrichtung, das heißt aus einem Raum vor und hinter dem Fluggerät, nähernde Ziele erfasst, verfolgt und bekämpft werden. Daneben können auch überflogene bewegliche wie statische Ziele erfasst, verfolgt und bekämpft werden. Das luftgestützte Laserwaffensystem der Erfindung weist damit eine Ausgestaltung auf, die es ermöglicht, eine Bekämpfung von Zielen und somit eine Ausrichtung eines Laserwirkstrahls und damit die vom System ausgesandte Laserstrahlung, innerhalb eines Vollraumes (zwei Hemisphären) um das Laserwaffensystem herum zu ermöglichen. Zudem erlaubt die erfindungsgemäße Ausgestaltung die Ausrichtung und eine sich möglicherweise daran anschließende Verfolgung eines Zieles mit sowohl hoher räumlicher Bewegungsdynamik wie auch Präzision.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein luftgestütztes Laserwaffensystem vorgesehen, das eine kardanische Aufhängung der Strahlrichtoptik in der Strahlrichteinheit aufweist. Hierdurch wird eine hohe Präzision bei der Ausrichtung und einer sich daran anschließende Verfolgung und Bekämpfung des Ziels erreicht.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein luftgestütztes Laserwaffensystem vorgesehen, dessen Gehäuse an einem Anordnungs- oder Aufhängungspunkt des Fluggerätes montierbar ausgebildet ist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Laserwaffensystems tritt auch bei hoher Bewegungsdynamik der Richtsysteme durch Kompensation der auftretenden Momente keine oder nur eine geringe Einspeisung von Drehmomenten in die Aufhängungs- oder Anordnungspunkte des Laserwaffensystems am Fluggerät und damit in das Fluggerät selbst auf und es wird eine mechanische Belastung und Destabilisierung des Fluggeräts durch die auftretenden Drehmomente verhindert.
- Es ist eine Idee der vorliegenden Erfindung eine Kopplung des Gehäuses des luftgestützten Laserwaffensystems mit einer an wenigstens einer Tragfläche und/oder einem Rumpf des Fluggeräts vorgesehenen, den Anordnungs- oder Aufhängungspunkt zur Verfügung stellenden Waffenstation, insbesondere einem Bombenschloss, vorzusehen. Hierdurch wird eine besonders einfache und schnelle Bestückung des Fluggeräts mit dem Laserwaffensystem möglich.
- Ein weiterer Aspekt der Erfindung liegt in der Bereitstellung eines Fluggerätes, das ein luftgestütztes Laserwaffensystem aufweist, wobei das luftgestützte Laserwaffensystem an einer Unterseite des Fluggeräts angeordnet ist. Hierdurch wird eine im wesentlichen vollumfängliche Vollraumabdeckung erreicht, die nur die Bereiche oberhalb des Laserwaffensystems ausschließt, in denen eine Gefährdung des Fluggerätes bei Einsatz des Laserwaffensystems auftreten würde. Als Fluggerät im Sinne der Erfindung sind sämtliche offensiv wie defensiv einsetzbaren Luftfahrzeuge, sowohl bemannt als auch unbemannt, zu verstehen.
- Gemäß einer Weiterbildung weist das Fluggerät das erfindungsgemäße Laserwaffensystem an wenigstens einer Tragfläche und/oder einem Rumpf des Fluggeräts angeordnet auf. Durch die Erfindung wird die mechanische Belastung des Fluggerätes und der Anordnungs- bzw. Aufhängungspunkte durch Kompensation der auftretenden Drehmomente reduziert bzw. verhindert.. Damit wird auch die Flugstabilität des Fluggerätes sowie die Präzision in der Zielerfassung, -verfolgung und -bekämpfung verbessert.
- Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figur der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines an einem Fluggerät angeordneten Laserwaffensystems der vorliegenden Erfindung.
-
Fig. 1 zeigt ein an der Tragfläche 10 eines Flugzeugs angeordneten Laserwaffensystems 20. Diese ist in einer unterseits der Tragfläche 10 vorgesehenen, einen Anordnungs- oder Aufhängungspunkt für das Laserwaffensystem 20 zur Verfügung stellenden Waffenstation 30 angeordnet und dort über ein Bombenschloss 40 lösbar befestigt. Zur Anordnung weist das Laserwaffensystem 20 entsprechende mit einer Greifvorrichtung im Bombenschloss 40 in Eingriff bringbare Befestigungsmittel auf, die mechanisch oder fernbedienbar geschlossen oder gelöst werden können. Das Laserwaffensystems 20 kann somit neben weiteren Waffensystemen (nicht dargestellt) am Flugzeug angeordnet werden und diese im offensiven wie defensiven Einsatz ergänzen. Das Laserwaffensystem 20 verfügt über eine Gehäuse 21, in dem eine Lasererzeugungseinheit aufgenommen ist. Das Gehäuse 21 weist eine Gehäuselängsachse L1 auf, die sich senkrecht zu einer Tragflächenlängsachse L2 des Flugzeugs erstreckt. Am in Richtung der Gehäuselängsachse L1 gesehen ersten Ende 22 des Gehäuses 21 ist ein erstes Strahlrichtsystem 23 des Laserwaffensystems 10 angeordnet, während am dem ersten in Achsrichtung gegenüberliegenden zweiten Ende 24 des Gehäuses 21 ein zweites Strahlrichtsystem 25 angeordnet ist. Die beiden Strahlrichtsysteme 23, 25 verfügen über jeweils unabhängige, jedoch identisch ausgeführte Strahlrichteinheiten 26a, b mit Strahlrichtoptiken 27a, b, die eine Ausrichtung von in der Lasererzeugungseinheit erzeugten hochenergetischen Laserwirkstrahlen auf die oben beschriebenen Ziele. Die Strahlrichteinheiten 26a, b sind jeweils um eine zur Gehäuselängsachse L1 achsparallel ausgerichtete Längsdrehachse L2 rotierbar und an einer Elevationsachse L4 ausrichtbar ausgebildet und weisen hierzu jeweils unabhängige Rotationsantriebe auf, die in den Strahlrichtsystemen 23, 25 bzw. im Gehäuse 21 angeordnet sind. Die Rotationsantriebe werden derart angesteuert, dass bei Rotation einer der Strahlrichteinheiten 26a um die Längsdrehachse L2 in einer ersten Rotationsrichtung R1 gleichzeitig eine Rotation der dieser gegenüberliegend angeordneten Strahlrichteinheit 26b in einer zur ersten Rotationsrichtung R1 gegenläufigen zweiten Rotationsrichtung R2 sowie eine ebenfalls gegenläufige Ausrichtung in der Elevationsachse L4 durchgeführt wird. Bei Beschleunigung der einen Strahlrichteinheit 26a in eine Rotationsrichtung R1, um z.B. ein Ziel zu erfassen, wird die gegenüberliegende Strahlrichteinheit 26b mit der gleichen Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Rotationsrichtung R2, beschleunigt und umgekehrt. Gleichzeitig wird bei Ausrichtung einer der Strahlrichteinheiten 26a in der Elevationsachse L4 in einer ersten Ausrichtrichtung R3 eine Ausrichtung der dieser gegenüberliegend angeordneten Strahlrichteinheit 26b in einer zur ersten Ausrichtrichtung R3 gegenläufigen zweiten Ausrichtrichtung R4 durchgeführt. Die bei der Rotation und Ausrichtung der Strahlrichteinheiten 26a, b auftretenden Drehmomente werde aufgrund der jeweils gegenläufigen Rotations- bzw. Ausrichtbewegungen kompensiert und nicht über das Bombenschloss 40 in die Tragfläche 10 des Flugzeugs eingespeist. Es treten dort somit keine Verwindungen oder sonstige mechanische Belastungen in der Tragfläche 10 auf. Die Rotationsgeschwindigkeit sowie die Ausrichtgeschwindigkeit von erster und zweiter Strahlrichteinheit 26a, b ist dabei, bei jeweils gegenläufiger Rotationsrichtung R1, R2 bzw. Ausrichtrichtung R3, R4 gleich groß. Durch Anordnung von zwei entgegengesetzt zueinander ausgerichteten Strahlrichtsystemen 23, 25 wird nahezu Vollraumabdeckung erzielt. Das inFig. 1 dargestellte Laserwaffensystem 20 mit zwei in einem System kombinierten Strahlrichtsystemen 23, 25 verfügt über einen wesentlich größeren Bekämpfungsbereich bis hin zu Vollraumabdeckung als Laserwaffensysteme 20 mit nur einem Strahlrichtsystem 23, 25, da im Einsatz jeweils das geeignete, d.h. richtig positionierte Strahlrichtsystem 23, 25 ausgewählt werden kann. Des Weiteren kann das vorgeschlagene Laserwaffensystem 20 wesentlich platzsparender ausgeführt werden, da zwei Strahlrichtsysteme 23, 25 mit zugehörigen Rotations- und Ausrichtantrieben in einem Gehäuse 21 zusammengefasst werden und dennoch ein größerer Bekämpfungsbereich bis hin zu Vollraumabdeckung als bei Systemen mit nur einem, beispielsweise in Flugrichtung weisenden Strahlrichtsystem 23, 25 mit Halbraumabdeckung erreicht wird. Es wird somit ermöglicht, dass durch das erfindungsgemäße Laserwaffensystem 20, das zwei gegenläufig ausgerichtete Strahlrichtsysteme 23, 25 aufweist nur eine einen Anordnungs- oder Aufhängungspunkt für das Laserwaffensystem 20 zur Verfügung stellenden Waffenstation 30 an der Tragfläche 10 belegt wird. Neben der hier gezeigten Ausführungsform ist es gleichwohl auch denkbar, dass lediglich auf einer Gehäuseseite, beispielsweise in Flugrichtung weisend, ein Strahlrichtsystem 23, 25 vorgesehen ist, wobei auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite eine Einheit (nicht dargestellt) mit einer dem Strahlrichtsystem 23, 25 entsprechenden Ausgestaltung und einem entsprechenden Rotations- bzw. Ausrichtantrieb vorgesehen ist, um durch Antriebskopplung den vorbeschrieben Kompensationseffekt zu erzielen. Dieses Laserwaffensystem 10 würde dann eine Halbraumabdeckung aufweisen. - Obwohl die vorliegende Erfindung anhand des bevorzugten Ausführungsbeispiels vorstehend vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar.
- Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass "aufweisend" oder "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und dass "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
-
- 10
- Tragfläche
- 20
- Laserwaffensystem
- 21
- Gehäuse
- 22
- erstes Ende
- 23
- erstes Strahlrichtsystem
- 24
- zweites Ende
- 25
- zweites Strahlrichtsystem
- 26a,b
- Strahlrichteinheit
- 27a,b
- Strahlrichtoptik
- 30
- Waffenstation
- 40
- Bombenschloss
- L1
- Gehäuselängsachse
- L2
- Tragflächenlängsachse
- L3
- Längsdrehachse
- L4
- Elevationsachse
- R1
- erste Rotationsrichtung
- R2
- zweite Rotationsrichtung
- R3
- erste Ausrichtrichtung
- R4
- zweite Ausrichtrichtung
Claims (10)
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) umfassend wenigstens eine in einem Gehäuse (21) aufgenommene Lasererzeugungseinheit und ein einem ersten Ende des Gehäuses (21) angeordnetes erstes Strahlrichtsystem (23) mit einer zur Erfassung und Bekämpfung eines Zieles um eine Längsdrehachse (L2) rotierbar und in einer Elevationsachse (L4) ausrichtbar ausgebildeten Strahlrichteinheit (26a, b), dadurch gekennzeichnet, dass an einem dem ersten Ende (22) gegenüberliegenden zweiten Ende (24) des Gehäuses (21) ein zweites Strahlrichtsystem (25) mit einer zweiten um die Längsdrehachse (L2) rotierbar ausgebildeten zweiten Strahlrichteinheit (26a, b) angeordnet ist und wobei bei Rotation der ersten Strahlrichteinheit (26a, b) in einer jeweils ersten Rotationsrichtung (R1) eine gleichzeitige Rotation der zweiten Strahlrichteinheit (26a, b) in einer zu der ersten jeweils gegenläufigen zweiten Rotationsrichtung (R2) zur Kompensation der durch die Rotation der Strahlrichteinheiten (26a,b) auftretenden Drehmomente durchführbar ist.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Ausrichtung der ersten Strahlrichteinheit (26a, b) in der Elevationsachse (L4) in einer jeweils ersten Ausrichtrichtung (R3) eine gleichzeitige Ausrichtung der zweiten Strahlrichteinheit (26a, b) in einer zu der ersten jeweils gegenläufigen, zweiten Ausrichtrichtung (R4) zur Kompensation der durch eine jeweilige Ausrichtung der Strahlrichteinheiten (26a, b) auftretenden Drehmomente durchführbar ist, wobei die Ausrichtung in der Elevationsachse (L4) bevorzugt gleichzeitig mit der Rotation um die Längsdrehachse (L2) durchführbar ist.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenläufige Rotation der ersten Strahlrichteinheit (26a, b) und der zweiten Strahlrichteinheit (26a, b) jeweils gleiche Rotationsgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung aufweist.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Strahlrichteinheit (26a, b) jeweils gesonderte Rotations- und Ausrichtantriebe aufweisen und eine steuerungstechnische Kopplung der Rotations- und Ausrichtantriebe vorgesehen ist.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasererzeugungseinheit ausgebildet ist, einen hochenergetischen Laserwirkstrahl zu erzeugen.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Strahlrichteinheit (26a, b) eine vollbewegliche Strahlrichtoptik (27a,b) aufweist, die eingerichtet ist, den Laserwirkstrahl im Wesentlichen jeweils in einem Halbraum auszurichten.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine kardanische Aufhängung der Strahlrichtoptik (27a, b) in der Strahlrichteinheit (26a,b) vorgesehen ist.
- Luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäuse (21) an einem Anordnungs- oder Aufhängungspunkt des Fluggeräts montierbar ausgebildet ist, wobei insbesondere eine Kopplung des Gehäuses (21) mit einer an wenigstens einer Tragfläche (10) und/oder einem Rumpf des Fluggeräts vorgesehenen, den Anordnungs- oder Aufhängungspunkt zur Verfügung stellenden Waffenstation (30), insbesondere einem Bombenschloss (40), vorgesehen ist.
- Fluggerät umfassend ein luftgestütztes Laserwaffensystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das luftgestützte Laserwaffensystem (20) an einer Unterseite des Fluggeräts angeordnet ist.
- Fluggerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das luftgestützte Laserwaffensystem (20) an wenigstens einer Tragfläche (10) und/oder einem Rumpf des Fluggeräts angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102024001907.3A DE102024001907B3 (de) | 2024-06-12 | 2024-06-12 | Luftgestütztes Laserwaffensystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| EP4664059A1 true EP4664059A1 (de) | 2025-12-17 |
Family
ID=95299397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| EP25170262.7A Pending EP4664059A1 (de) | 2024-06-12 | 2025-04-14 | Luftgestütztes laserwaffensystem |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP4664059A1 (de) |
| DE (1) | DE102024001907B3 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20080018520A1 (en) * | 2004-05-11 | 2008-01-24 | Thales | Aircraft Anti-Missile Protection System |
| EP3769511B1 (de) * | 2018-03-19 | 2023-12-06 | Elbit Systems Electro-Optics Elop Ltd. | System und verfahren zur durchführung einer flexiblen übergabe zwischen mehreren energiewaffe-einheiten |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109708530A (zh) | 2019-03-06 | 2019-05-03 | 胡成 | 一种集攻防一体的机载激光武器 |
| DE102021001293B4 (de) | 2021-03-10 | 2024-10-31 | Mbda Deutschland Gmbh | Modulares Laserwaffensystem |
| DE102022000872A1 (de) | 2022-03-11 | 2023-09-14 | Mbda Deutschland Gmbh | Modulares Richtsystem |
-
2024
- 2024-06-12 DE DE102024001907.3A patent/DE102024001907B3/de active Active
-
2025
- 2025-04-14 EP EP25170262.7A patent/EP4664059A1/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20080018520A1 (en) * | 2004-05-11 | 2008-01-24 | Thales | Aircraft Anti-Missile Protection System |
| EP3769511B1 (de) * | 2018-03-19 | 2023-12-06 | Elbit Systems Electro-Optics Elop Ltd. | System und verfahren zur durchführung einer flexiblen übergabe zwischen mehreren energiewaffe-einheiten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE102024001907B3 (de) | 2025-11-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69408210T2 (de) | Zielesystem für Luftfahrzeug | |
| DE3873374T2 (de) | Befestigungsapparatur fuer head-up-anzeige. | |
| DE60313013T2 (de) | Phasenkonjugierte relaisspiegel-vorrichtung für hochenergie-lasersystem und verfahren | |
| DE2803036A1 (de) | Gelenkte bombe fuer den tiefflugeinsatz | |
| DE68916058T2 (de) | Durch Laserstrahl und pyrotechnische Impulsgeber geführter Vektor. | |
| DE602005001624T2 (de) | Flugzeug-antiraketen-schutzsystem | |
| DE3442598A1 (de) | Leitsystem | |
| DE69911608T2 (de) | Passive selbstschutzvorrichtung für bewegliche objekte wie zum beispiel einen helikopter | |
| DE1623438A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Stabilisieren eines optischen Strahlenbuendels,insbesondere fuer Geraete zum UEbungsschiessen mit fernlenkbaren Geschossen | |
| EP1752376A2 (de) | Luftfahrzeug, insbesondere ein unbemanntes Luftfahrzeug, mit zumindest einem Waffenschacht | |
| DE102024001907B3 (de) | Luftgestütztes Laserwaffensystem | |
| DE3943550C1 (de) | Servobetätigungssysteme | |
| DE102016101560A1 (de) | Querschubeinrichtung zur aktiven Bahn- und Lagesteuerung von Flugkörpern | |
| EP3943874A1 (de) | Wirkmittel zur bekämpfung eines ziels | |
| WO2019141390A1 (de) | Hochleistungslaser, insbesondere laserwaffe | |
| EP0281675A2 (de) | Sensor zur Bekämpfung von Hubschraubern | |
| DE102021000574B4 (de) | Mehrkörperflugsystem | |
| DE69405260T2 (de) | Verfahren zum Abschuss und zur Steuerung von einem bewegbaren Fahrzeug eines nicht vertikal gelenkten Geschosses mit gebremstem Flugweg | |
| DE3024330C2 (de) | Einrichtung und Verfahren zum Anvisieren eines Objekts | |
| DE2740655A1 (de) | Automatische suchkopfeinweisung | |
| DE1267100B (de) | Verfahren zur Bekaempfung von Bodenzielen | |
| DE1578301C3 (de) | Vorrichtung zum Überführen fernsteuerbarer Lenkwaffen in die Visierrichtung eines Zielgeräts | |
| CH712974A2 (de) | Vorrichtung zur Steuerung einer Abfangdrohne. | |
| EP3800483A1 (de) | Ausrichtung eines detektors eines dircm-moduls auf ein ziel | |
| DE3008700C2 (de) | System zur optischen Informationsübertragung zwischen einer Bodenstation und einem Luftfahrzeug |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PUAI | Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase |
Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012 |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: THE APPLICATION HAS BEEN PUBLISHED |
|
| AK | Designated contracting states |
Kind code of ref document: A1 Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: REQUEST FOR EXAMINATION WAS MADE |
|
| 17P | Request for examination filed |
Effective date: 20260205 |
|
| GRAP | Despatch of communication of intention to grant a patent |
Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOSNIGR1 |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: GRANT OF PATENT IS INTENDED |
|
| RIC1 | Information provided on ipc code assigned before grant |
Ipc: F41H 13/00 20060101AFI20260430BHEP |
|
| INTG | Intention to grant announced |
Effective date: 20260511 |
|
| GRAS | Grant fee paid |
Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOSNIGR3 |
|
| GRAA | (expected) grant |
Free format text: ORIGINAL CODE: 0009210 |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: THE PATENT HAS BEEN GRANTED |