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Die Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet der Fördertechnik und betrifft ein textiles Litzenseil, bei dem einzelne oder alle Litzen der äußeren Litzenlage eine Umhüllung aufweisen, in der sich die Litzen entlang ihrer Schlagrichtung frei bewegen können. Das erfindungsgemäße textile Litzenseil kann beispielsweise als Tragmittel bei mehrlagig bewickelten Trommelwinden Verwendung finden.
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Technische Textilseile werden hauptsächlich als Seilgeflecht ausgeführt. Gründe hierfür sind vor allem der biegeschlaffe Charakter der Textilfasern, die geometrisch genau definierten Eigenschaften der Seilkonstruktion, der einfache Aufbau und die Drehstabilität. Dennoch gibt es neben Seilgeflechten auch gedrehte bzw. in der Seiltechnik als geschlagene Seile bezeichnete Seilkonstruktionen aus Textilfasern. Geschlagene Textilseile sind in der Regel einlagig als Trossenschlag mit drei oder vier Hauptlitzen und optional einer Einlage aufgebaut.
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In der Drahtseiltechnik werden mehrlagige, geschlagene Seile als Rundlitzenseile bezeichnet. Sie bestehen im Querschnitt aus mehreren, ringförmigen konzentrischen Litzenlagen mit helixförmig entlang der Seilachse verlaufenden Litzen. Die Litzenlagen werden hier von Innen beginnend mit L0, was die Einlage bezeichnet, fortlaufend radial nach Außen gezählt. In der Analogie zur Drahtseiltechnik können geschlagene Textilseile aus mehrfach gefachtem und gezwirnten Fasermaterial zu Litzen beziehungsweise Unterlitzen zusammengesetzt sein. Derartige Seile werden erfindungsgemäß als textile Litzenseile bezeichnet.
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Textile Litzenseile, vergleichbar mit der Konstruktion von Drahtseilen, sind aufgrund ihres komplexen Aufbaus weit weniger verbreitet als geflochtene Faserseile, gehören aber seit über 30 Jahren zum Stand der Technik. Um ein Momentengleichgewicht (drehungsfreies Seil) bzw. ein reduziertes äußeres Moment (drehungsarmes Seil) zu erzeugen, werden die Seillagen in entgegengesetzten Schlagrichtungen angeordnet. Häufig sind die inneren Seillagen in die entgegengesetzte Schlagrichtung der äußeren Litzenlage verseilt, wobei auch andere Richtungskombinationen möglich sind.
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Für eine hohe Lebensdauer wird sowohl bei Stahldraht- wie auch Faserseilen beim Lauf über Scheiben und Trommeln im Stand der Technik davon ausgegangen, dass die Litzen untereinander beweglich sein müssen, insbesondere dann, wenn der Schlaglängenfaktor (Schlaglänge geteilt durch Seildurchmesser) unter 8 liegt. Andernfalls können prinzipbedingte Relativbewegungen nur über materialspezifische bzw. strukturbedingte Elastizität ausgeglichen werden. Durch die Verwendung eines Kunststoffmantels, der i. d. R. aus einem Polyurethanmaterial (EP1, EP2, ...) besteht, werden die Relativbewegungen der äußeren Litzen gestört. Der Reibschluss (hoher Reibwert der Paarung Mantel/Litze) und/oder Stoffschluss (feste Anbindung Mantel/Litze) erlaubt lediglich Litzenbewegungen über die Elastizität des Mantelmaterials. Größere Bewegungen führen i. d. R. zu Delaminationen und damit zu einem Aufschieben/Entkoppeln des Mantels vom Kernseil. Die Verwendung eines Kunststoffmantels ist daher, wie aus dem Stand der Technik bekannt, an zwei Voraussetzungen gebunden: sehr geringe Relativbewegungen durch große Schlaglängenfaktoren (führt zu reduzierter Lebensdauer) und ein Stoffschluss und/oder ein Kraftschluss durch hohe Reibwerte zwischen Mantel/Außenlitzen.
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Aus der
EP 995 832 B1 ist ein Kunstseil bekannt, bei dem die äußeren Litzen eines kunststoffummantelten Seiles eine 1,5 - 1,8fach größere Schlaglänge aufweisen, wie die inneren Litzen, um möglichst geringe Relativbewegungen zu initiieren und dessen Mantelmaterial vorzugsweise ein Polyurethan ist. Das Kunstfaserseil besteht aus mindestens zu zwei konzentrischen Litzenlagen miteinander verseilten tragenden Kunstfaserlitzen, bei dem die Litzen einer äußeren Litzenlage von den Litzen einer an sie angrenzenden inneren Litzenlage durch eine Zwischenschicht separiert sind. Die Litzen der äußeren Litzenlage sind mit der an sie angrenzenden inneren Litzenlage im Gegenschlag verseilt. Die Zwischenschicht folgt einer Relativbewegung der Litzen durch elastische Verformung und ist ohne stoffschlüssige Verbindung zwischen der inneren und äußeren Litzenlage angeordnet.
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Weiterhin ist aus der
EP 3 215 671 B1 ein Seil aus textilem Fasermaterial bekannt, bei dem das lasttragende Fasermaterial des Seiles aus hochfesten Kunststofffasern mit einer Zugfestigkeit von mindestens 14 cN/dtex besteht. Das Seil liegt in Form eines Spirallitzenseiles vor und weist mindestens zwei, bevorzugt mindestens drei konzentrische lasttragende Litzenlagen auf, wobei die einzelnen Litzen der Litzenlagen gegeneinander bewegbar sind, das eingesetzte Fasermaterial eine Dichte von 1,4 g/cm
3 aufweist und der Füllungsgrad des Seiles an textilem Fasermaterial ≥ 75%, bevorzugt ≥ 85%, beträgt. Die äußerste textile Schicht des Seiles weist einen Reibungskoeffizient µ gegenüber Stahl von µ<0,15 auf.
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Die
EP 0 672 781 B1 offenbart ein textiles Litzenseil mit einem schlauchförmigen Kunststoffzwischenmantel, der sich zwischen entgegengesetzt geschlagenen Litzenlagen ohne Stoffschluss befindet und die Reibung und Flächenpressungen der Litzenlagen untereinander reduzieren soll. Zudem ist ein Kunststoffaußenmantel offenbart, der die äußere Litzenlage von außen umschließt und fixiert. Die Litzen der einzelnen Litzenlagen sind zueinander beweglich.
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Die
EP 0 934 440 B2 offenbart ein Faserseil für Treibscheibenaufzüge, bei dem alle lasttragenden Stränge eine Überzugsschicht aufweisen und die äußeren Stränge von einem Mantel umschlossen werden. In den Mantel können Fasern aus Poly-Aramid eingebettet sein. Die Überzugsschichten benachbarter Stränge können sich relativ zueinander und die Überzugsschichten relativ zum Mantel bewegen. Es besteht folglich kein Stoffschluss zwischen Überzugsschichten und Außenmantel.
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Nachteilig bei textilen Faserseilen ist, dass sie gegenüber Drahtseilen eine deutlich geringere Torsionssteifigkeit aufweisen. Zudem ist nachteilig, dass beim mehrlagigen Wickeln von Seilen auf Trommeln durch Schrägzug und Wälzbewegungen nebeneinander liegender Seilstränge Zwangsverdrehungen und äußere Drehmomente auftreten. Diese Zwangsverdrehungen führen insbesondere bei textilen Litzenseilen zu irreversibler Veränderung des Seilgefüges. Resultierende innere Momente der einzelnen Litzenlagen addieren sich mit den von außen eingeleiteten Momenten und können zu Seilverdrehungen oder sogar zum Aufdrehen der Seilkonstruktion führen.
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Die aus dem Stand der Technik bekannten Mantellagen textiler Litzenseile, die auf der letzten Litzenlage einzig extrudiert sind, neigen beim mehrlagigen Wickeln zu topologischer Deformation und materieller Plastifizierung. In Kombination mit einem geringen Querkontraktionsvermögen kommt es zur Delamination des Kunststoffes. Dies kann zu lokalen Mantelverschiebungen und Aufstauungen führen. Die daraus resultierenden Materialanhäufungen initiieren ein deutlich erhöhtes Verschleißverhalten, weshalb Kunststoffmantellagen dick ausgeführt werden müssen.
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Aus dem Stand der Technik sind auch kunststoffummantelte Seile bekannt, bei denen die lasttragenden Litzen beispielsweise mit Epoxidharz getränkt sind und eine stoffschlüssige Verbindung der Litzen der äußeren Litzenlage zum Kunststoffmantel realisiert wird. Da sich die Litzen in einer derartigen Konstruktion relativ zueinander nur über strukturbedingte und materialspezifische Elastizitäten bewegen können, muss der Längenausgleich der Litzen bzw. des Seiles über Elastizität erfolgen. Dies gelingt jedoch nur, indem die Schlaglängen bzw. Schlaglängenfaktoren, insbesondere der äußeren Litzenlage, sehr groß gewählt werden, beispielsweise mit einem Schlaglängenfaktor > 8. Dies führt einerseits zu höheren Seilsteifigkeiten und Seilzugfestigkeiten, jedoch andererseits auch zu einer deutlich reduzierten Seillebensdauer beim Lauf über Scheiben aufgrund der verringerten Biegewechselfestigkeit und einer deutlich geringeren Widerstandsfähigkeit gegenüber Zwangsverdrehungen aufgrund zu geringer Torsionssteifigkeit. Bei Kranen mit Sicherheitsfaktoren von s ≥ 4 und Mehrlagenwickelung haben sich derartige Konstruktionen als unvorteilhaft herausgestellt.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines textilen Litzenseiles, dass sich durch eine verbesserte Torsionssteifigkeit bei geringerer Zwangsverdrehung, verbesserter Biegewechselfestigkeit und verbesserter Wickelbarkeit auszeichnet.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Die abhängigen Ansprüche stellen vorteilhafte Ausgestaltungen der Merkmale des Hauptanspruches dar, wobei diese auch in Form einer UND-Kombination miteinander verbunden sein können.
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Gelöst wird die Aufgabe durch textiles Litzenseil, umfassend eine Einlage und mindestens eine textile Litzenlage mit Litzen, wobei die Einlage und die Litzen aus einem textilen Material und/oder aus einem Kunststoff sind, wobei Litzen einer äußeren Litzenlage eine schlauchförmige Umhüllung aufweisen, die mindestens einzelne Litzen der äußeren Litzenlage vollständig und formschlüssig umschließen, wobei die von der schlauchförmigen Umhüllung vollständig umschlossenen Litzen in Längsrichtung relativ zur schlauchförmigen Umhüllung frei beweglich sind.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des textilen Litzenseiles kann vorgesehen sein, dass mindestens einzelne schlauchförmige Umhüllungen mindestens stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
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Vorteilhaft ist es, wenn mehrere Litzenlagen vorhanden sind.
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Auch ist es von Vorteil, wenn alle Litzen der äußeren Litzenlage eine schlauchförmige Umhüllung aufweisen.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des textilen Litzenseiles sind mindestens zwei übereinander angeordnete Litzenlagen vorhanden, die eine unterschiedliche Schlagrichtung aufweisen.
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Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn eine Stabilisierungsschicht vorhanden ist, die mindestens teilweise mit der schlauchförmigen Umhüllung mindestens stoffschlüssig verbunden ist und diese mindestens teilweise umschließt.
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Weiterhin ist vorteilhaft, wenn die schlauchförmige Umhüllung und/oder die Stabilisierungsschicht aus einem gleitfähigen Material mit einer Shorehärte von ≥ 50D besteht, und auch vorteilhaft ist es, wenn die schlauchförmige Umhüllung und/oder die Stabilisierungsschicht aus einem gleichen Material sind, wobei besonders vorteilhaft die schlauchförmige Umhüllung und/oder die Stabilisierungsschicht aus Polyamid bestehen.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des textilen Litzenseiles ist eine äußere Mantellage und/oder mindestens eine innere Mantellage vorhanden, wobei besonders vorteilhaft die Oberfläche der äußeren Mantellage aus einem nicht-textilen Material besteht und einen Reibwert von ≤ 0,15 aufweist.
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Auch ist es von Vorteil, wenn die äußere Mantellage ein Faserverbundwerkstoff mit einer Kunststoffmatrix und mindestens eine darin helixförmig eingebettete Verstärkungsfaser aufweist.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die äußere Mantellage mehrere Verstärkungsfasern aufweist, die entgegen der Schlagerrichtung der unter der Mantellage angeordneten äußeren Litzenlage ausgerichtet sind. Und auch vorteilhafterweise weist die äußere Mantellage ein Kreuzgelege aus wenigstens einer Verstärkungsfaser entgegen und einer Verstärkungsfaser in Schlagrichtung der äußeren Litzenlage auf.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des textiles Litzenseiles weist mindestens die schlauchförmige Umhüllung ein viskoses Additiv auf, dass besonders vorteilhaft eine niederviskose Flüssigkeit oder ein Festschmierstoff ist.
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Von Vorteil ist es weiterhin, wenn mindestens die schlauchförmige Umhüllung, die Stabilisierungsschicht, mindestens eine innere Mantellage und/oder die äußere Mantellage ein Antistatikum zur Verminderung der elektrostatischen Aufladung < 100 Ohm aufweist.
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Vorteilhafterweise bestehen die Fasern der Litzen und/oder der Einlage aus UHMWPE, TLCP, Kohlenstoff, PBO und/oder Aramid bestehen.
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In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass mindestens ein elektrischer und/oder optischer Leiter vorhanden ist, wobei besonders vorteilhaft der mindestens eine Leiter aus Kupfer, Carbon, Glas und/oder Kunststofffaser hergestellt ist. Ebenso besonders vorteilhaft ist es, wenn der elektrische und/oder optische Leiter helixförmig um die Litzenachse mindestens einer Litze angeordnet ist.
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Auch ist es von Vorteil, wenn mindestens zwei übereinanderliegenden Litzenlagen im Parallelschlag angeordnet sind.
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Zudem kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Litzen einer inneren Litzenlage aus einem Material mit einem geringeren E-Modul als die Litzen der darüber angeordneten Litzenlage bestehen.
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Und auch kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der Füllungsgrad an textilem Material < 75%, bevorzugt 60% beträgt.
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Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird ein textiles Litzenseil bereitgestellt, das sich durch eine verbesserte Torsionssteifigkeit, Form- und Drehstabilität bei geringerer Zwangsverdrehung, einer verbesserten Biegewechselfestigkeit und einer besseren Wickelbarkeit auszeichnet.
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Erreicht werden die technischen Vorteile durch ein textiles Litzenseil, dass eine Einlage und mindestens eine Litzenlage mit Litzen umfasst, wobei die Einlage und die Litzen aus einem textilen Material und/oder aus einem Kunststoff hergestellt sind. Die mindestens eine Litzenlage ist aus mehreren textilen Litzen gebildet, wobei mindestens einzelne Litzen einer äußeren Litzenlage eine schlauchförmige Umhüllung aufweisen.
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Als schlauchförmige Umhüllung soll erfindungsgemäß die vollständige Umschließung der Mantelfläche der Litzen verstanden werden.
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Als äußere Litzenlage soll erfindungsgemäß die Litzenlage des textilen Litzenseiles verstanden werden, die von der Einlage radial am weitesten entfernt angeordnet ist und unter einer äußere Mantellage angeordnet sein kann.
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Es wurde insbesondere bei Seilkonstruktionen mit mehreren Litzenlagen und einem kraftschlüssig mit der äußeren Litzenlage verbundenen äußeren Mantel festgestellt, dass es bei von außen eingeleiteten Kräften zu einer Zwangsverdrehung, aber auch zu einer Querschnittsverjüngung der lasttragenden Litzenlagen kommt, die zu bleibenden und unerwünschten Verdrehungen bzw. Verschiebungen des Seilverbundes und/oder zum Ablösen des Mantels vom inneren Seilkörper führen, da die einzelnen Litzenlagen und/oder die Mantellage zur äußeren lasttragenden Litzenlage beweglich sind.
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Zur Beseitigung der vorgenannten Nachteile wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass mindestens einige oder auch alle Litzen der äußeren Litzenlage eine schlauchförmige Umhüllung aufweisen. Die Litzen der äußeren Litzenlage sind jeweils vollständig und formschlüssig von der schlauchförmigen Umhüllung umschlossen. Die Umhüllung, die rein formschlüssig mit den Litzen verbunden ist, ermöglicht, dass die Litzen in Längsrichtung relativ zur schlauchförmigen Umhüllung beweglich sind.
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Die als eine Art Litzenkanäle ausgebildeten schlauchförmigen Umhüllungen einzelner oder auch aller Litzen der äußeren Litzenlage sind aus Materialien, vorzugsweise Kunststoffen, hergestellt, die die Litzen vollständig umschließen, den Litzen eine Orientierung im Raum aufprägen und Relativbewegungen zwischen der Umhüllung und der jeweils umhüllten Litze zulassen. Durch die schlauchförmigen und formschlüssigen Umhüllungen können die Litzen weiterhin Relativbewegungen vollführen, wodurch eine vorteilhafte kombinierte Wirkung von erhöhter Torsionssteifigkeit bei verbesserter Biegewechselfestigkeit des textilen Litzenseiles erreicht wird.
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Vorstellbar ist, dass die schlauchförmigen Umhüllungen derart ausgebildet sind, dass sie funktionell die äußere Mantellage darstellen. Hierfür werden mehrere Litzen der äußeren Litzenlage vor dem Verseilprozess schlauchförmig umhüllt, wobei einzelne oder auch alle benachbarten schlauchförmigen Umhüllungen nach dem Verseilprozess stoffschlüssig miteinander verbunden werden.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass mehrere Litzenlagen vorhanden sind, wobei nur die Litzen der äußeren Litzenlage die schlauchförmigen Umhüllungen aufweisen.
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Überraschenderweise wurde insbesondere bei Trommelanwendungen mit Belastungen entsprechend einem Sicherheitsfaktor s<7 und erhöhter Reibarbeit sowie von außen wirkenden Drehmomenten festgestellt, dass bei Verwendung mehrlagiger textiler Seile, insbesondere textiler Litzenseilen, im Zusammenwirken der schlauchförmigen Umhüllungen mit den frei beweglichen Litzen der äußeren Litzenlage zu einem verbesserten Einsatzverhalten führen.
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Bei mehreren Litzenlagen sind diese durch Kraftschlussverseilung und/oder Stoffschlussverseilung miteinander verbunden, wobei im Rahmen der Erfindung unter Kraftschlussverseilung verstanden wird, dass die Litzen während der Verseilung unter Aufbringung definierter Querkräfte hoch verdichtet und kraftschlüssig mit den benachbarten Litzenlagen verbunden sind.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung können bei mehrere Litzenlagen die jeweils übereinander angeordneten Litzenlagen eine unterschiedliche Schlagrichtung aufweisen. Eine unterschiedliche Schlagrichtung von Litzenlagen ist durch die Windungsorientierung gekennzeichnet und wird mit den Bezeichnungen S-Schlag und Z-Schlag unterschieden. Beim S-Schlag verlaufen die Windungen von links oben nach rechts unten, während beim Z-Schlag die Windungen von rechts oben nach links unten verlaufen.
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Zur Vermeidung einer Querschnittsverjüngung und Zwangsverdrehungen und damit zur Verbesserung der Formstabilität des textilen Litzenseiles wird in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass auf den schlauchförmigen Umhüllungen der Litzen der äußeren Litzenlage eine zusätzliche Stabilisierungsschicht angeordnet ist, die mindestens teilweise mit der schlauchförmigen Umhüllung der Litzen stoffschlüssig verbunden ist und diese zumindest teilweise umschließen. Von Bedeutung ist dabei, dass die Litzen weiterhin in der schlauchförmigen Umhüllung frei beweglich sind. Hierfür werden mehrere Litzen der äußeren Litzenlage vor dem Verseilprozess mit der schlauchförmigen Umhüllung versehen, nachfolgend das Material der Stabilisierungsschicht vorzugsweise durch Extrusion von außen hinzugefügt und nach dem Verseilprozess stoffschlüssig mit dem angeordneten Material der Stabilisierungsschicht verbunden. Das Material der Stabilisierungsschicht kann den die Litzen umgebenden Freiraum nur teilweise oder auch vollständig in das Seilinnere ausfüllen.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorstellbar, dass die Litzen der äußeren Litzenlage von dem Material der Stabilisierungsschicht vollständig umhüllt werden, wobei in diesem Fall das Material der Stabilisierungsschicht mit einer zwischen der Einlage oder einer weiteren Litzenlage oder Einlage befindlichen inneren Mantellage stoffschlüssig verbunden sein kann.
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Die vorgenannten Ausgestaltungen mit einer zusätzlichen Stabilisierungsschicht bewirken den technischen Vorteil, dass Verdrehungen beziehungsweise Verschiebungen der äußeren Litzenlage innerhalb des Seilverbundes und/oder einer möglichen äußeren Mantellage auf dem Seil reduziert oder sogar unterbunden werden, ohne dass die elastischen Eigenschaften des textilen Litzenseiles beeinträchtigt werden.
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Die Stabilisierungsschicht kann beispielsweise über Sperrungen zwischen den Litzen aus einem Stoffschluss von einer inneren Mantellage und einer äußeren Mantellage oder durch stoffschlüssig miteinander verbundenen schlauchförmigen Umhüllungen benachbarter Litzen und/oder durch eine stoffschlüssig mit den schlauchförmigen Umhüllungen verbundene innere Mantellage und/oder äußere Mantellage gebildet sein.
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Ein weiterer technischer Vorteil der Stabilisierungsschicht besteht darin, dass eine mögliche äußere Mantellage stoffschlüssig und vollflächig mit der Stabilisierungsschicht verbunden werden kann, sodass insbesondere eine Verdrehung der Mantellage gegenüber der äußeren Litzenlage vermieden wird.
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Um eine verbesserte Beweglichkeit der Litzen in den schlauchförmigen Umhüllungen oder der Stabilisierungsschicht zu gewährleisten, kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die schlauchförmige Umhüllung und/oder die Stabilisierungsschicht aus einem gleitfähigen Material mit einer Shorehärte von ≥ 50D besteht und besonders vorteilhaft eine Shorehärte von 65D aufweist.
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Die Stabilisierungsschicht und/oder die schlauchförmige Umhüllung der Litzen der äußeren Litzenlage können vorteilhafterweise aus einem harten, gleitfähigen Material vorzugsweise aus Polyamid, bestehen.
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Zur Verbesserung der stoffschlüssigen Verbindung von schlauchförmiger Umhüllung und Stabilisierungsschicht kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass diese aus einem gleichen Material sind und stoffschlüssig, beispielsweise durch thermischem Eintrag, verbunden sind. Durch die stoffschlüssige Verbindung der Stabilisierungsschicht mit den schlauchförmigen Umhüllungen der Litzen der äußeren Litzenlage wird die Beweglichkeit der lagefixierten Litzen innerhalb der Umhüllungen nicht eingeschränkt.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Stabilisierungsschicht, die schlauchförmige Umhüllung und/oder die äußere Mantellage aus einem harten, schlagzähen und gleitfähigen Kunststoffmaterial hergestellt ist.
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Vorstellbar ist, dass eine äußere Mantellage und/oder innere Mantellage vorhanden ist, die mit der Stabilisierungsschicht oder den schlauchförmigen Umhüllungen der Litzen der äußeren Litzenlage stoffschlüssig verbunden ist. Die äußere Mantellage kann eine äußere Schicht bzw. ein Schichtsystem sein, dass aus einem oder mehreren Materialien, vorzugsweise Kunststoffen, gebildet ist, wobei in das Material der äußeren Mantellage Kurz-, Lang- oder Endlosfasern eingearbeitet sein können.
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Der technische Vorteil einer derartigen stoffschlüssig verbundenen äußeren Mantellage besteht darin, dass die Mantellage den Bewegungen der äußeren Litzenlage folgt, wodurch Mantelaufschiebungen, Mantelablösungen und Mantel-Tordierungen relativ zur äußeren Litzenlage verhindert bzw. deutlich vermindert werden.
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Zur Verbesserung des tribologischen Systems beim Einsatz des textilen Litzenseiles kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Oberfläche der äußeren Mantellage aus einem nicht-textilen Material besteht und einen Reibwert von ≤ 0,15 aufweist.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die äußere Mantellage einen Faserverbundwerkstoff mit einer Kunststoffmatrix und mindestens eine darin helixförmig eingebettete Verstärkungsfaser aufweist.
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Durch die mindestens eine in die Kunststoffmatrix eingebettete Verstärkungsfaser oder die Verstärkungsfasern weist die äußere Mantellage eine verbesserte Abrasionsbeständigkeit und Drehstabilität insbesondere bei Trommelanwendungen auf. Als Verstärkungsfasern haben sich hierfür Aramide als vorteilhaft erwiesen.
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Zur Verbesserung der Anbindung der mindestens einen Verstärkungsfaser in der Kunststoffmatrix kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Haftungsbedingungen der Verstärkungsfasern in der Kunststoffmatrix durch den Einsatz von Haftvermittlern verbessert sind, mit dem die Garnoberfläche des oder der Verstärkungsfasern von Fetten und/oder Silikonen befreit wird.
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Vorstellbar ist, dass die äußere Mantellage mehrere Verstärkungsfasern aufweist, die entgegen der Schlagrichtung der unter der Mantellage angeordneten äußeren Litzenlage ausgerichtet sind, wobei besonders vorteilhaft ist, wenn die Mantellage ein Kreuzgelege aus wenigstens einer Verstärkungsfaser entgegen und einer Verstärkungsfaser in Schlagrichtung der äußeren Litzenlage aufweist.
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Die Anordnung entgegen der Schlagrichtung der darunter angeordneten äußeren Litzenlage führt dazu, dass bei Lastbeaufschlagung ein vollständiges oder teilweises Momentengleichgewicht hergestellt wird, wodurch die relative Lage der Mantellage und der unter der Mantellage angeordneten äußeren Litzenlage durch die kompensierende Wirkung der gegenläufigen Schlagrichtung unverändert bleibt. Verdrehungen und Formveränderungen von Mantellage zu Litzenlage werden dadurch wirksam verhindert.
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Zur Vermeidung von erhöhtem Verschleiß und schlechtem Wickelverhalten des textilen Litzenseiles kann vorgesehen sein, dass die äußere Mantellage zusätzlich ein viskoses Additiv aufweist, wobei besonders vorteilhaft das Additiv eine niederviskose Flüssigkeit oder ein Festschmierstoff ist. Entgegen dem Stand der Technik, bei dem das Additiv auf die Oberfläche der Mantellage appliziert wird, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das viskose Additiv direkt in die Kunststoffmatrix der Mantellage einzubinden, wodurch die Gleit- und Reibeigenschaften dauerhaft verbessert und die Standzeit des Seiles erhöht werden.
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Als viskose Additive können vorteilhafterweise Wachse, Molybdän(IV)-Sulfid, Perfluoralkoxy-Polymere, Polytetrafluorethylen oder Grafit zum Einsatz kommen. Dies reduziert zum einen den Haftreibwert, wodurch das Wickelverhalten verbessert und zum anderen der Oberflächenabrieb reduziert wird.
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Andere Additive, wie Mittel zur Reduzierung der elektrostatischen Aufladung des textilen Litzenseiles oder Entformungshilfen, können ebenfalls als viskoses Additiv zum Einsatz kommen, da sie die gewünschten reibungsmindernden Eigenschaften aufweisen.
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Es kann vorgesehen sein, dass zur Verminderung unerwünschter elektrostatischer Aufladungen des textilen Litzenseiles die schlauchförmige Umhüllung, die Stabilisierungsschicht und/oder die Mantellage ein Antistatikum zur Verminderung der elektrostatischen Aufladung < 100 Ohm aufweist.
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Zum Erreichen der gewünschten Beweglichkeit der Litzen innerhalb der schlauchförmigen Umhüllung und/oder dem Material der Stabilisierungsschicht haben sich als vorteilhaft Litzen mit Fasern aus UHMWPE, TLCP, Kohlenstoff, PBO und/oder Aramid herausgestellt.
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Auch ist vorstellbar, dass mindestens eine Litze einer Litzenlage, die Einlage, die Stabilisierungsschicht und/oder die Mantellage mindestens einen elektrischen oder optischen Leiter aufweist. Derartige elektrische oder optische Leiter können beispielsweise aus Kupfer oder Carbon als elektrischer Leiter beziehungsweise Glas- oder Kunststofffaser als optischer Leiter gefertigt sein, wobei besonders vorteilhaft der mindestens eine Leiter aus Kupfer, Carbon, Glas und/oder Kunststofffaser hergestellt ist.
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Um die mechanische Belastung des Leiters beim Einsatz des textilen Litzenseiles zu verringern, kann dieser helixförmig um eine Litze, die schlauchförmige Umhüllung, in der Stabilisierungsschicht und/oder in der äußeren Mantellage angeordnet sein. Der Leiter kann beispielsweise als Sensor, Datenübertragungsleitung oder als Lichtwellenleiter verwendet werden.
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Zur Bereitstellung einer verbesserten Stabilität des textilen Litzenseiles sowie zur sicheren Fixierung der Litzen innerhalb des textilen Litzenseiles beträgt der Füllungsgrad vorteilhafterweise < 75%, bevorzugt 60%.
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Der vorgenannte Füllungsgrad an textilem Material berechnet sich nach ISO 2307 dabei entsprechend der Formel mit
- m ... Masse an textilem Material in g/m der lasttragenden und nicht-lasttragenden Textilfaserkomponenten,
- d ... Seilaußendurchmesser in mm und
- ρM ... mittlere Materialdichte der Textilfasern in g/cm3.
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Die mittlere Materialdichte der Textilfasern errechnet sich mit wobei
- m1...n ... Masseanteil der jeweilig eingesetzten Textilfasern in der Seilprobe
- ρ1..n ... Materialdichte der jeweilig eingesetzten Textilfasern und
- mges ... Gesamtmasse aller Textilfasern in der Seilprobe sind.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von drei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die dazugehörigen Figuren zeigen
- Figur 1
- schematische Darstellung eines textilen Litzenseiles mit zwei Litzenlagen ohne Stabilisierungsschicht und äußerer Mantellage,
- Figur 2
- schematische Darstellung eines textilen Litzenseiles mit zwei Litzenlagen mit teilweiser Stabilisierungsschicht ohne äußerer Mantellage,
- Figur 3
- schematische Darstellung eines textilen Litzenseiles mit zwei Litzenlagen mit teilweiser Stabilisierungsschicht und äußerer Mantellage, und
- Figur 4
- schematische Darstellung eines textilen Litzenseiles mit zwei Litzenlagen und vollständig umschließender Stabilisierungsschicht ohne äußere Mantellage.
Ausführungsbeispiel 1
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Gemäß Figur 1 wird ein textiles Litzenseil bereitgestellt, dass eine Einlage 0 enthält, die aus Aramid besteht. Das Litzenseil weist insgesamt 2 Litzenlagen auf, wobei die Litzen 1 der inneren Litzenlage und die Litzen 2 der äußeren Litzenlage aus UHMWPE-Kunstfasern bestehen. Die innere Litzenlage ist in S-Schlagrichtung angeordnet, während die äußere Litzenlage in Z-Schlagrichtung angeordnet ist. Jede Litze 2 der äußeren Litzenlage weist eine schlauchförmige Umhüllung 4 aus Polyamid auf. Zwischen den Litzenlagen ist eine innere Mantellage 3 aus einem elastische TPU angeordnet.
Ausführungsbeispiel 2
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Gemäß Figur 2 wird ein textiles Litzenseil bereitgestellt, dass eine Einlage 0 enthält, die aus Aramid besteht. Das Litzenseil weist insgesamt 2 Litzenlagen auf, wobei die Litzen 1 der inneren Litzenlage und die Litzen 2 der äußeren Litzenlage aus UHMWPE-Kunstfasern bestehen. Die innere Litzenlage ist in S-Schlagrichtung angeordnet, während die äußere Litzenlage in Z-Schlagrichtung angeordnet ist. Jede Litze 2 der äußeren Litzenlage weist eine schlauchförmige Umhüllung 4 aus Polyamid auf. Zwischen den Litzenlagen ist eine innere Mantellage 3 aus einem elastische TPU angeordnet. Die Litzen 2 der äußeren Litzenlage mit der schlauchförmigen Umhüllung 4 sind von einer Stabilisierungsschicht 5 in einem äußeren Umfangsbereich umgeben, die mit den schlauchförmigen Umhüllungen 4 stoffschlüssig in einem teilweisen Umfangsbereich umhüllt und verbunden sind. Die Stabilisierungsschicht 5 weist gemäß Figur 3 zudem eine äußere Mantellage 6 auf, die aus einer Kunststoffmatrix hergestellt ist und in der zwei Verstärkungsfasern aus aromatischen Polyestergarnen eingebettet sind, die in S-Schlagrichtung helixförmig entgegen der Schlagrichtung der äußeren Litzenlage angeordnet sind. Die Mantellage 6 ist durch einen gezielten thermischen Eintrag stoffschlüssig mit der Stabilisierungsschicht 5 verbunden und weist einen Haftreibwert von µ = 0,13 auf. Zur Minderung der elektrostatischen Aufladung des textilen Litzenseiles weist die Kunststoffmatrix der äußeren Mantellage 6 ein Antistatikum auf. Zudem enthält die Kunststoffmatrix zur Minderung der äußeren Seilreibung als Additiv Molybdän(IV)-Sulfid. Das textile Litzenseil weist einen Füllungsgrad von 70% auf.
Ausführungsbeispiel 3
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Gemäß Figur 4 wird ein textiles Litzenseil bereitgestellt, dass eine Einlage 0 enthält, die aus Aramid besteht. Das Litzenseil weist insgesamt 2 Litzenlagen auf, wobei die Litzen 1, 2 aus UHMWPE-Kunstfasern bestehen. Die innere Litzenlage ist in S-Schlagrichtung angeordnet, während die äußere Litzenlage in Z-Schlagrichtung angeordnet ist. Jede Litze 2 der äußeren Litzenlage weist eine schlauchförmige Umhüllung 4 aus Polyamid auf. Die äußere Litzenlage mit den schlauchförmigen Umhüllungen 4 der Litzen 2 sind vollumfänglich von einer Stabilisierungsschicht 5 umgeben und mit den schlauchförmigen Umhüllungen 4 stoffschlüssig verbunden. In diesem Fall stellt die Oberfläche der Stabilisierungsschicht 5 die äußere Mantellage dar. Eine zusätzliche äußere Mantellage 6 ist nicht erforderlich.
Bezugszeichenliste
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- 0
- Einlage
- 1
- Litze der inneren Litzenlage
- 2
- Litze der äußeren Litzenlage
- 3
- Innere Mantellage
- 4
- Schlauchförmige Umhüllung
- 5
- Stabilisierungsschicht
- 6
- äußere Mantellage