Schaltschrankkühlgerät mit Luftschottung sowie eine entsprechende Schaltschrankanordnung
Die Erfindung geht aus von einem Kühlgerät für die Schaltschrankklimatisierung, das in einem Luftinnenkreis einen als Luft-Flüssigkeit- Wärmetauscher ausgebildeten Verdampfer und einen über eine Luftschottung von dem Luftinnenkreis getrennten Luftaußenkreis mit einem als Luft-Flüssigkeit-Wärmetauscher ausgebildeten Verflüssiger aufweist. Dabei weist der Verdampfer ein von einem Rohrleitungssystem durchsetztes Lamellenpaket auf. Ein derartiges Kühlgerät ist in der DE 10 2012 108 110 B4 beschrieben. Weitere Kühlgeräte sind in der DE 10 2010 009776 Ai und in der DE 19947970 Ai beschrieben.
Die Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie) fordert, dass von in einer Maschine verwendetem Gas keine Explosions- und Brandgefahr ausgeht, wobei davon auszugehen ist, dass einzelne Bauteile versagen. Hat daher bei einem Schaltschrankkühlgerät ein Kältemittel führendes Teil eine anzunehmende Leckage, ist davon auszugehen, dass brennbares Gas (Kältemittel) in den Schaltschrank gelangt und sich dort an Einbauten, die im Betrieb Lichtbögen zünden, entzünden kann. Ohne Sicherheitsfunktion, die dies zuverlässig verhindert, können Schaltschrankkühlgeräte, die brennbare Kältemittel verwenden, nicht die Maschinenrichtlinie erfüllen bzw. mit der notwendigen Sicherheit für den Endanwender betrieben werden.
Die DE 10 2018 109 604 Ai beschreibt ein Kühlgerät, bei dem im Leckagefall des Rohrleitungssystems der Luftinnenkreis des Kühlgeräts an seinen Anschlussstellen, über die das Kühlgerät mit dem Innenraum eines Schaltschrankgehäuses fluidisch in Verbindung steht, verschlossen wird. Die aus dem Stand der Technik bekannten Kühlgeräte haben den Nachteil, dass sie aufwändig in der Umsetzung sind, da beispielsweise verschiedene, aktiv angetriebene Schließorgane erforderlich sind, und bei einer detektierten Leckage sowie bei Eintritt eines brennbaren Kältemittels in den Innenraum des Schaltschranks angesteuert werden müssen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, das eingangs beschriebene Kühlgerät derart weiterzuentwickeln, dass es mit einfachen technischen Mitteln umgesetzt werden kann und demgemäß preiswert in der Bereitstellung ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Kühlgerät mit den Merkmalen des Anspruchs i gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Demgemäß ist bei einem Kühlgerät der eingangs beschriebenen Art vorgesehen, dass das Lamellenpaket mit mindestens einer von zwei, vorzugsweise gegenüberliegenden, Stirnseiten, an welchen das Rohrleitungssystem mindestens einen Rohrbogen aufweist, durch die Luftschottung hindurch in den Luftaußenkreis hineinragt, sodass der mindestens eine Rohrbogen in dem Luftaußenkreis angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die leckagempfindlichen Komponenten eines Luft-Flüssigkeit-Wärmetauschers die Rohrbögen bzw. deren Anschlussstellen an das übrige Rohrleitungssystem, insbesondere gerade, störungsunanfällige Rohrleitungsabschnitte, sind. Die Anschlussstellen der Rohrbögen können beispielsweise als Fügestellen, etwa Lötverbindungen ausgebildet sein, welche eine gegenüber dem übrigen Rohrleitungssystem erhöhte Leckageempfindlichkeit aufweisen. Wenn die Rohrbögen im Luftaußenkreis des Kühlgeräts angeordnet sind, kann im Leckagefall verdampfendes Kältemittel, insbesondere brennbares Kältemittel, beispielsweise Propan, über den Luftaußenkreis in die Umgebung des Kühlgeräts abgeleitet und insbesondere von Lichtbögen erzeugenden Komponenten im Innenraum eines Schaltschrankgehäuses, an welches das Kühlgerät mit dem Luftinnenkreis angeschlossen sein könnte, ferngehalten werden. Üblicherweise weisen Luft- Flüssigkeit-Wärmetauscher für Schaltschrankkühlgeräte eine Vielzahl i8o°-Rohrbögen an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten auf, an denen gerade, parallele Rohrleitungsabschnitte über die Bögen paarweise miteinander verbunden sind.
Das Rohrleitungssystem des Lamellenpakets kann an dem im Luftaußenkreis angeordneten Rohrbogen mindestens eine in dem Luftaußenkreis angeordnete Verbindungsstelle, vorzugsweise eine Fügestelle, besonders bevorzugt eine Lötstelle, aufweisen.
Der Rohrbogen kann ein i8o°-Rohrbogen sein, der an seinen gegenüberliegenden Enden jeweils eine Verbindungsstelle für eine vorzugsweise gerade Rohrleitung des Rohrleitungssystems aufweist. Der Rohrbogen kann im Luftaußenkreis an der Verbindungsstelle mit der Rohrleitung verbunden, vorzugsweise gefügt, besonders bevorzugt verlötet sein.
Das Rohrleitungssystem kann, soweit es in dem Luftinnenkreis angeordnet ist, frei von Verbindungsstellen, vorzugsweise Fügestellen, besonders bevorzugt Lötstellen sein. Besonders bevorzugt weist das Rohrleitungssystem, soweit es in dem Luftinnenkreis angeordnet ist, lediglich gerade und vorzugsweise parallel zueinander verlaufende Rohrleitungsabschnitte auf. An den Stirnseiten können die geraden Rohrleitungsabschnitte durch die Luftschottung hindurchtreten. An den Durchtrittsstellen können die geraden Rohrleitungsabschnitte gegenüber der Luftschottung abgedichtet sein. Die Luftschottung kann an den Stirnseiten von einer Lamelle des Lamellenpakets, beispielsweise von einer Endlamelle des Lamellenpakets, bereitgestellt sein. An den Durchtrittsstellen der geraden Rohrleitungsabschnitte durch die Lamelle, insbesondere die Endlamelle, können die geraden Rohrleitungsabschnitte mit der Lamelle, insbesondere mit der Endlamelle, fluiddicht gefügt, etwa verlötet sein. Die Lamelle bzw. die Endlamelle kann Bestandteilung der Luftschottung sein, insbesondere in einem Durchtrittsbereich an der Stirnseite des Lamellenpakets, mit der das Lamellenpaket durch die Luftschottung hindurchtritt.
Das Lamellenpaket kann eine Vielzahl, vorzugsweise paralleler oder im Wesentlichen parallel zueinander verlaufender Lamellen aufweisen. Von den Lamellen kann eine dem Luftinnenkreis zugewandte Lamelle, beispielsweise eine endstellige oder äußere Lamelle, insbesondere eine Endlamelle des Lamellenpakets, das Lamellenpaket und den mindestens einen Rohrbogen mit einem Dichtflansch überragen. Über den Dichtflansch kann das Lamellenpaket an der (übrigen) Luftschottung dichtend anliegt Die dem Luftinnenkreis zugewandte Lamelle, beispielsweise eine endstellige oder äußere Lamelle, insbesondere eine Endlamelle des Lamellenpakets und/oder wenigstens der Dichtflansch kann Bestandteil der Luftschottung sein.
Dabei kann die dem Luftaußenkreis am weitesten zugewandte Lamelle eine Endlamelle des Lamellenpakets sein, über die der Verdampfer in dem Kühlgerät, vorzugsweise an der Luftschottung, fluidisch dicht montiert ist. Dazu kann die Lamelle, insbesondere
die Endlamelle, einen Dichtflansch aufweisen, vorzugsweise einen umlaufenden Dichtflansch, insbesondere eine Dichtflansch, der sich um den gesamten Umfang der Lamelle, insbesondere der Endlamelle, erstreckt.
Die Endlamelle kann eine außenliegende Lamelle des Lamellenpakets sein. Das Lamellenpaket kann an den beiden gegenüberliegenden Stirnseiten des Verdampfers jeweils eine Endlamelle aufweisen. Die Stirnseiten können von den Endlamellen gebildet sein. Die Endlamellen können von dem Rohrleitungssystem des Verdampfers durchsetzt sein. Das Rohrleitungssystem kann sich mit den Rohrbögen über die Stirnseiten bzw. die Endlamellen hinaus erstrecken. Das Rohrleitungssystem kann mit den Rohrbögen und vorzugsweise ausschließlich mit den Rohrbögen außerhalb des Lamellenpakets angeordnet sein.
Eine endstellige Lamelle, beispielsweise eine Endlamelle, des Lamellenpakets kann die Luftschottung oder wenigstens ein Bestandteil der Luftschottung sein. Die endstellige Lamelle des Lamellenpakets, beispielsweise eine Endlamelle, kann einen Dichtflansch, etwa eine Kröpfung, aufweisen, der an der Luftschottung fluidisch dichtend anliegt.
Der Verdampfer kann in einem in Luftdurchlassrichtung des Verdampfers offenen Gehäuse der Luftschottung aufgenommen sein, wobei der Verdampfer über den Dichtflansch dichtend an dem Gehäuse anliegt, vorzugsweise am Innenumfang eines Ausbruchs des Gehäuses.
Der Dichtflansch kann ein umlaufend geschlossener Dichtflansch einer Endlamelle des Lamellenpakets sein, vorzugsweise ein rechteckiger Dichtrahmen. Zur Erhöhung der Stabilität und Dichtwirkung kann die Endlamelle eine im Vergleich zu den übrigen Lamellen des Lamellenpakets erhöhte Festigkeit, beispielsweise eine größere Materialstärke, insbesondere eine höhere Blechdicke aufweisen.
Der Dichtflansch kann in einem Ausbruch der Luftschottung dichtend an einer Berandung des Ausbruchs anliegen, sodass der Ausbruch vorzugsweise vollständig von der Endlamelle verschlossen ist.
Der Verdampfer, der Verflüssiger und das Rohrleitungssystem können Bestandteil einer Kältemaschine sein. Die Kältemaschinen kann weiterhin einen Verdichter und ein Expansionsorgan aufweisen. Sämtliche Bestandteile der Kältemaschinen können vollständig im Luftaußenkreis angeordnet sein, bis auf einen in dem Luftinnenkreis angeordneten und von Luft durchströmten Zentralbereich des Lamellenpakets des Verdampfers.
Das Lamellenpaket kann an seiner Stirnseite, mit der es durch die Luftschottung hindurch in den Luftaußenkreis hineinragt, im Luftaußenkreis eine Kondensatabführung für an dem mindestens einen Rohrbogen anfallendes Kondensat aufweisen.
Eine Schaltschrankanordnung weist neben mindestens einem Kühlgerät der zuvor beschriebenen Art ein Schaltschrankgehäuse auf, an dem das Kühlgerät montiert ist. Dabei ist durch den Luftinnenkreis des Kühlgeräts Luft aus einem Innenraum des Schaltschrankgehäuses transportiert, wobei durch den Luftaußenkreis Umgebungsluft der Schaltschrankanordnung transportiert ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren erläutert. Dabei zeigt:
Figur i in schematischer Darstellung eine Schaltschrankanordnung gemäß dem Stand der Technik;
Figur 2 in schematischer Darstellung eine Gegenüberstellung der Anordnung eines Verdampfers in einem Kühlgerät gemäß dem Stand der Technik und in erfindungsgemäßer Weise; und
Figur 3 in Explosionsdarstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines Verdampfers mit Endlamellen an den gegenüberliegenden Stirnseiten.
Figur 1 zeigt eine Schaltschrankanordnung mit einem Kühlgerät 1 sowie einem Schaltschrankgehäuse too, an dem das Kühlgerät i montiert ist. Das Kühlgerät i weist einen Luftinnenreis 2 und einen Luftaußenkreis 5 auf. Die im Innenraum 101 des
Schaltschrankgehäuses too aufgenommene Luft wird in einem oberen Bereich des Kühlgeräts in den Luftinnenkreis 2 eingeleitet, durch den Verdampfer 3 hindurchgeleitet und in einem unteren Bereich des Schaltschranks 100 als gekühlte Luft in den Innenraum 101 zurückgeleitet. In dem Innenraum 101 des Schaltschrankgehäuses 100 können Schaltschrankkomponenten (nicht dargestellt) angeordnet sein, die im Betrieb Lichtbögen erzeugen können, beispielsweise elektrische Schaltgeräte. Würde demgemäß im Leckagefall das Rohrleitungssystem 7 ein brennbares Kältemittel in die Atmosphäre im Innenraum 101 des Schaltschrankgehäuses 100 eintreten, könnte sich das Luft-Gas-Gemisch an dem Lichtbogen entzünden. Die in Figur 1 gezeigte Schaltschrankanordnung ist daher gemäß der Maschinenrichtlinie lediglich mit nicht brennbarem Kältemittel zu betreiben.
Das Rohrleitungssystem 7 ist Bestandteil einer Kältemaschine 15, die neben dem Verdampfer 3 im Innenkreis 2 und dem Verflüssiger 6 im Außenkreis 5 weiterhin einen Verdichter 16 und ein Expansionsorgan 17 aufweist. In einem unteren Bereich des Kühlgeräts 1 wird Umgebungsluft in den Luftinnenkreis 2 eingesogen, durch den Verflüssiger 6 hindurchgeleitet und in einem oberen Bereich des Kühlgeräts 1 aus dem Luftaußenkreis 5 in die Umgebung der Schaltschrankanordnung 100 ausgeblasen. Für den Transport der Luft durch den Luftaußenkreis 5 einerseits und den Luftinnenkreis 2 andererseits ist jeweils ein Lüfter (nicht dargestellt) in dem jeweiligen Luftkreis 2, 5 angeordnet. Im Falle des Luftaußenreises 5 kann der Lüfter als ein Filterlüfter ausgebildet sein.
Um in dem Leckagefall des Rohrleitungssystems 7 das Eintreten von verdampfendem brennbaren Kältemittel in den Luftinnenkreis 2 zu vermeiden, ist bei der erfindungsgemäßen Lösung, wie sie beispielhaft in Figur 2 gezeigt ist, vorgesehen, dass das Lamellenpaket 8 mit mindestens einer von zwei gegenüberliegenden Stirnseiten, vorzugsweise mit beiden Stirnseiten 9, an welchen das Rohrleitungssystem 7 mindestens einen Rohrbogen 10 aufweist, durch die Luftschottung 4 hindurch in den Luftaußenkreis 5 hineinragt, sodass der mindestens eine Rohrbogen 10 in dem Luftaußenkreis 5 angeordnet ist. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Leckage des Rohrleitungssystems 7 insbesondere im Bereich der Rohrbögen 10 bzw. der Verbindungsstellen 12 der Rohrbögen 10 mit den geraden Leitungsabschnitten 11 erfolgt. Wenn folglich diese besonders kritischen Bereiche außerhalb des
Luftinnenkreises 2, mithin in den Luftaußenkreis 5, angeordnet werden, kann das Risiko des Eintretens von verdampfendem Kältemittel in den Luftinnenkreis 2 wirkungsvoll auf nahezu Null herabgesetzt werden.
Das Lamellenpaket 8 weist eine Vielzahl vorzugweise paralleler Lamellen 13 auf, von denen die dem Luftinnenkreis 2 zugewandte Endlamelle 13 des Lamellenpakets 8 das Lamellenpaket 8 und die Rohrbögen 10 an der betreffenden Stirnseite überragt. Insbesondere ist der Verdampfer 3 über die Endlamelle 13 in dem Kühlgerät 1, nämlich an der Luftschottung 4, fluidisch dicht montiert. Mithin ist bis auf einen Zentralbereich des Verdampfers 3, in dem sich lediglich gerade Rohrabschnitte 11 parallel zueinander erstrecken, die wenig anfällig gegenüber Leckage sind, der gesamte Kältemittelkreislauf im Außenluftkreis 5 angeordnet, sodass im Leckagefall austretendes Kältemittel von dem Innenkreis 2 abgeschottet in die Umgebung des Kühlgeräts 1 abgeleitet werden kann. An den Rohrbögen 10 im Luftaußenkreis 5 anfallendes Kondensat ist über eine Kondensatabführung 18 aus dem Luftaußenkreis abgeführt.
Die Figur 3 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform eines Verdampfers 3, wobei zur besseren Verdeutlichung die Endlamellen 13 in Explosionsdarstellung gezeigt sind. Der Verdampfer 3 ist als ein Luft- Flüssigkeits- Wärmetauscher ausgebildet, der ein Lamellenpaket 8 mit einer Vielzahl paralleler Lamellen 8.1 aufweist. Die Lamellen 8.1 des Lamellenpakets 8 sind senkrecht zu den gegenüberliegenden Stirnseiten 9 des Verdampfers 3 von einem Rohrleitungssystem 7 aus einer Vielzahl paralleler Rohrleitungsabschnitte durchsetzt. Das Rohrleitungssystem 7 ragt mit Rohrbögen 10 an den gegenüberliegenden Stirnseiten 9 aus dem Lamellenpaket 8 heraus. An den gegenüberliegenden Stirnseiten 9, insbesondere außerhalb des Lamellenpakets 8, sind die Rohrbögen 10 über Verbindungsstellen 12, beispielsweise Lötstellen, mit den parallelen Rohrleitungsabschnitten verbunden. Die Verbindungsstellen sind anfällig für Leckage und sollen daher außerhalb des Luftinnenkreises, in welchem sich das Lamellenpaket 8 befindet, insbesondere im Luftaußenkreis, angeordnet werden, sodass im Leckagefall austretendes, brennbares Kältemittel nicht durch den Luftinnenkreis des Kühlgeräts in den Schaltschrankinnenraum eintreten kann, wo es sich an elektrischen Einbauten des Schaltschranks, welche Lichtbögen erzeugen können, entzünden kann.
Die dargestellten Endlamellen 13 sollen demnach unmittelbar an den Stirnseiten 9 des Verdampfers 3 angeordnet und von dem Rohrleitungssystem 7 durchsetzt werden. Dazu weisen die Endlamellen 13 Durchlässe 22 auf. Insbesondere kann das Rohrleitungssystem 7 somit zumindest im Umfang der Rohrbögen 10, einschließlich der Fügestellen 12, durch die Endlamellen von den weiteren Bestandteilen des Verdampfers 3 separiert sein, insbesondere von den Lamellen 8.1 des Lamellenpaket 8. So ist es beispielsweise möglich, dass die Endlamellen 13 mit dem umlaufenden Dichtflansch 14 in einem Ausbruch einer Luftschottung des Schaltschrankkühlgeräts angeordnet sein, wobei die Luftschottung den Luftinnenkreis von dem Luftaußenkreis des Kühlgeräts trennt. Wenn zumindest das Lamellenpaket 8 im Luftinnenkreis angeordnet ist, können die leckageanfälligen Verbindungsstellen 12 durch den Ausbruch der Luftschottung hindurch im Luftaußenkreis angeordnet werden, während über den Dichtflansch 14 die fluidische Trennung von Luftinnenkreis und Luftaußenkreis aufrechterhalten wird. Die Endlamelle 13 bildet dann einen Bestandteil der Luftschottung.
Die Endlamellen 13 können beispielsweise als Blechteile ausgebildet sein. Die Endlamellen 13 können jedoch auch als Kunststoffteile ausgebildet sein. Die Endlamellen können eine Festigkeit, beispielsweise eine Blechdicke aufweisen, die ausreichend ist, um eine ausreichende Dichtwirkung der Dichtflansche 14 sicherzustellen. Beispielsweise können die Lamellen 8.1 des Lamellenpaket 8 aus Dünnblech ausgebildet sein. Demgegenüber kann die Endlamelle 13 eine höhere Blechstärke aufweisen. Der Dichtflansch 14 kann mindestens eine Befestigungslasche 21 aufweisen, um den Verdampfer 3 beispielsweise fluidisch dichtend in einem Ausbruch einer Luftschottung zwischen dem Luftinnenkreis und dem Luftaußenkreis anzuordnen.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
Kühlgerät Luftinnenkreis Verdampfer Luftschottung Luftaußenkreis Verflüssiger Rohrleitungssystem Lamellenpaket Lamelle Stirnseite Rohrbogen Rohrleitung Verbindungsstelle Endlamelle Dichtflansch Kältemaschine Verdichter Expansionsorgan Kondensatabführung Kröpfung Gehäuse
Befestigungslasche Durchlass
Schaltschrankgehäuse Innenraum