Energieführungskette mit einer Antriebseinheit und System bestehend aus einer Energieführungskette mit einer Energie führungskette mit einer Antriebseinheit
Die Erfindung betrifft eine Energieführungskette zur Aufnah me und Führung von Energie- und Informationsübertragungslei tungen zwischen einem ortsfesten und einem beweglichen An schlussbereich mit einer Antriebseinheit, wobei die Energie führungskette in ihrer Längsrichtung aneinander anschließen de, relativ zu einander verschwenkbare Kettenglieder auf weist, die jeweils zwei in einer ersten Querrichtung zur Längsrichtung gegenüberliegende Seitenteile und diese mitei nander verbindende Traversen umfassen, wobei die Antriebs einheit eine antreibbare Antriebsrolle aufweist, die über ihren Umfangsbereich in gleichen Abständen verteilte radiale Vorsprünge aufweist, die zwischen die Traversen eingreifen.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein System bestehend aus einer Energieführungskette mit einer Antriebseinheit der vorstehend genannten Art und einer Speichereinheit für die Energieführungskette .
Mit Energieführungsketten zusammenwirkende Antriebseinheiten der vorstehend genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. Insbesondere bei längeren und schwereren Energie führungsketten dienen sie zum Antrieb oder zur Unterstützung des Antriebs der Energieführungskette. Die Einsatzmöglich keiten von derartigen bekannten Antriebseinheiten sind je doch aufgrund der von den radialen Vorsprüngen der Antriebs rolle auf die Querstege wirkenden teilweise hohen Kräfte
eingeschränkt. Dies trifft insbesondere auf Anwendungsfälle zu, bei denen ein längerer Bereich einer Energieführungsket te in ein Speichergehäuse hineingefahren und darin aufgewi ckelt werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einsatzmög- lichkeiten einer Energieführungskette mit einer Antriebsein heit der oben genannten Art insbesondere in Bezug auf das Verfahren längerer und schwererer Energieführungsketten so wie das Einführen einer Energieführungskette in ein Spei chergehäuse, in dem sich die Kette selbst aufgewickelt, zu erweitern .
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmalskombina tion des Anspruchs 1 der vorliegenden Anmeldung gelöst, wo bei für eine Energieführungskette mit einer Antriebseinheit der eingangs genannten Art vorgesehen ist, dass die Traver sen in ihren an die Seitenteile der Kettenglieder angrenzen den Verbindungsbereichen Bereiche aufweisen, in denen ihre Festigkeit gegenüber den zwischen diesen Bereichen liegenden Abschnitten der Traversen verstärkt ist, und die Antriebs rolle der Antriebseinheit relativ zur Energieführungskette so angeordnet und ausgebildet ist, dass die radialen Vor sprünge zwischen die Bereiche verstärkter Festigkeit der Traversen eingreifen.
Die Traversen, zwischen die die radialen Vorsprünge der An triebsrolle eingreifen, können im Bereich einer in eine zweite Querrichtung weisenden Seite der Energieführungskette angeordnet sein, die senkrecht zur ersten Querrichtung und Längsrichtung der Energieführungskette verläuft. Die die Bereiche verstärkter Festigkeit aufweisenden Traversen sind somit an der zur Antriebsrolle hin weisenden Seite der Ener gieführungskette angeordnet. Die Seitenteile können auch im Bereich der dieser Seite gegenüberliegenden Seite der Ener-
gieführungskette durch weitere Traversen mit einander ver bunden sein, die in den Verbindungsbereichen mit den Seiten teilen keine Bereiche verstärkter Festigkeit aufweisen. Bei einer Anordnung der Energieführungskette im Raum, bei der die zweite Querrichtung sich vertikal erstreckt, handelt es sich um obere bzw. untere Traversen. Die radialen Vorsprünge der Antriebsrolle wirken dann, je nach ihrer Anordnung ober halb oder unterhalb der Energieführungskette, mit den oberen bzw. unteren Traversen zusammen.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Lösung können die Traversen der Kettenglieder in den Abschnitten zwischen ihren Endbe reichen verstärkter Festigkeit in ihrer üblichen, lediglich die Stabilität der Kettenglieder gewährleistenden Konstruk tionsweise ausgebildet sein und einen uneingeschränkten Auf nahmeraum für die Leitungen im Inneren der Energieführungs kette im Bereich der Abschnitte bereitstellen. Die Endberei che verstärkter Festigkeit der Traversen ermöglichen ihrer seits die Aufnahme höherer Kräfte bei Beaufschlagung dieser Bereiche durch die radialen Vorsprünge der Antriebsrolle zum Transport der Kette.
Auch bei längeren und schwereren Energieführungsketten und den vorstehend genannten Anwendungsfällen kann eine einzige mit der Energieführungskette zusammenwirkende Antriebsrolle ausreichen .
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Bereiche ver stärkter Festigkeit der Traversen eine Materialverstärkung gegenüber den dazwischenliegenden Abschnitten der Traversen aufweisen .
Die Materialverstärkung kann darin bestehen, dass die Berei che verstärkter Festigkeit eine größere Breite in Längsrich tung der Energieführungskette und/oder eine größere Höhe
senkrecht zur Längsrichtung und parallel zu den Seitenteilen gerichtet aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kommen auch Verstärkungseinlagen in den betreffenden Bereichen infrage. Die betreffenden Bereiche können auch aus einem Material mit höherer Festigkeit als das Material in den dazwischenliegen den Abschnitten der Traversen bestehen.
Die Geometrie der Zwischenräume zwischen den Bereichen ver stärkter Festigkeit, die in Längsrichtung der Energiefüh rungskette benachbart zu aneinander bei an einander an schließenden Kettengliedern angeordnet sind, können mit der Geometrie der an der Antriebsrolle angeordneten Vorsprünge korrespondieren .
Insbesondere können die Zwischenräume trapezförmig mit sich zur Antriebsrolle hin zunehmender Breite in Längsrichtung der Kette ausgebildet sein. Eine derartige Geometrie der Zwischenräume und die mit dieser Geometrie korrespondierende Geometrie der Vorsprünge ermöglichen ein gleitendes und rei bungsarmes Eingreifen der radialen Vorsprünge der Antriebs rolle in die Zwischenräume zwischen den in Längsrichtung der Kette benachbarten Bereichen verstärkter Festigkeit der Tra versen.
Die sich zwischen den Bereichen verstärkter Festigkeit er streckenden Abschnitte der Traversen können als separate stegartige Teile ausgebildet sein, die mit den angrenzenden Bereichen verstärkter Festigkeit verbindbar oder verbunden sind. Insbesondere können bei dieser Ausgestaltung der Tra versen übliche bei Energieführungsketten auch ohne Antriebs rolle Verwendung findende Querstege zwischen den Bereichen verstärkter Festigkeit zur Bildung der Traversen eingesetzt werden.
Die stegartigen Teile können lösbar mit den Bereichen ver-
stärkter Festigkeit verbindbar oder verbunden sein. Dies ermöglicht ein Öffnen der Traversen zum einfachen Einlegen von Leitungen in die Kette und Entfernen von Leitungen aus der Kette. Die stegartigen Teile und Bereiche verstärkter Festigkeit können z. B. durch Rastmittel an den Stirnseiten der stegartigen Teile und den freien Enden der Bereiche ver stärkter Festigkeit miteinander verbindbar oder verbunden sein. Alternativ oder zusätzlich kann am freien Ende mindes tens eines der beiden gegenüberliegenden Bereiche verstärk ter Festigkeit eine Schwenkverbindung für die stegartigen Teile vorgesehen sein.
Vorzugsweise grenzen die Bereiche verstärkter Festigkeit unmittelbar an die zu ihnen benachbarten Seitenteile an.
Bei einer Ausführung können die Bereiche verstärkter Festig keit an die zu ihnen benachbarten Seitenteile einstückig angeformt sein.
Bei einer alternativen Ausführung können die Bereiche ver stärkter Festigkeit durch Befestigungsmittel lösbar an den zu ihnen benachbarten Seitenteilen verbindbar oder verbunden sein. In diesem Falle sind die Bereiche verstärkter Festig keit als separate Bauteile ausgebildet, die z. B. durch von außen durch die Seitenteile hindurchgeführte Schrauben an den Seitenteilen verschraubbar sind.
Die Antriebsrolle der Antriebseinheit kann zwei stirnseitig angeordnete, drehfest miteinander verbundene kreisscheiben förmigen Teile aufweisen, die jeweils die radialen Vorsprün ge aufweisen. Dabei wirken die Vorsprünge des einen kreis scheibenförmigen Teils mit den an einer Seite der Energie führungskette in Längsrichtung derselben benachbarten Berei chen verstärkter Festigkeit zusammen, während die radialen Vorsprünge des anderen kreisscheibenförmigen Teils mit den
an der anderen Seite der Energieführungskette in Längsrich tung derselben benachbarten Bereichen verstärkter Festigkeit Zusammenwirken .
Die beiden kreisscheibenförmigen Teile können durch eine Welle, auf der sie drehfest, insbesondere jeweils über eine Nabe, angeordnet sind, miteinander verbindbar oder verbunden sein.
Die Antriebsrolle kann an mindestens einer ihrer nach außen weisenden Stirnseiten einen sich radial über die Vorsprünge hinaus erstreckenden ringförmigen Flansch aufweisen, der die Seitenteile der Kettenglieder an der betreffenden Seite überkragt. Vorzugsweise weisen jeweils beide nach außen wei senden Stirnseiten der Antriebsrolle einen derartigen ring förmigen Flansch auf. Sind zwei kreisscheibenförmige Teile, wie vorstehend beschrieben, bei der Antriebsrolle vorgese hen, weisen diese an ihrer jeweils nach außen weisenden Stirnseite einen derartigen ringförmigen Flansch auf. Die beiden ringförmigen Flansche an den nach außen weisenden Stirnseiten der Antriebsrolle stabilisieren mit einem gerin gen Spiel die Lage der Antriebsrolle in Bezug auf die durch diese beaufschlagten Kettenglieder der Energieführungskette bei quer zur Längsrichtung der Kette wirkenden Kräften.
Die Antriebseinheit kann an der der Antriebsrolle gegenüber liegenden Seite der Energieführungskette mindestens eine drehbar gelagerte Rolle aufweisen, die bewirkt, dass die mit der Antriebsrolle zusammenwirkenden Kettenglieder gegen die Antriebsrolle anliegen und im Eingriff mit dieser behalten bleiben. Die Achse der Rolle ist parallel zur Achse der An triebsrolle angeordnet, so dass die mit der Antriebsrolle zusammenwirkenden Kettenglieder der Energieführungskette mit einem geringen Spiel auf der Rolle abrollbar sind, zusammen wirkenden Bauteile haben.
Vorzugsweise sind zwei in Querrichtung gegenüberliegende Führungsrollen vorgesehen, an denen die seitlich gegenüber liegenden Seitenteile der Kettenglieder abrollbar sind. Die Seitenteile der Kettenglieder können dazu sich senkrecht zu ihren Seitenflächen und in Längsrichtung der Energiefüh rungskette erstreckende Schmalseiten aufweisen, die zusammen mit den Schmalseiten in Längsrichtung der Kette benachbarter Seitenteile eine weitgehend durchgehende Abrollfläche bil den.
Die Antriebsrolle kann an oder in einem Gehäuse der An triebseinheit drehbar gelagert sein, wobei an der der An triebsrolle gegenüberliegenden Seite der Energieführungsket te die eine bzw. die beiden Rollen am oder im Gehäuse dreh bar gelagert angeordnet sein können. Die Lagerung der min destens einen Rolle am oder im Gehäuse kann ein geringes Spiel in Richtung auf die Drehachse der Antriebsrolle zur Kompensation geringerer Toleranzabweichungen der zusammen wirkenden Bauteile der Antriebseinheit haben.
Das Gehäuse der Antriebseinheit kann zwei seitlich außerhalb der Energieführungskette angeordnete Schenkel aufweisen, zwischen denen die Antriebsrolle und die mindestens eine Führungsrolle drehbar gelagert sind.
An einer Seite des Gehäuses kann ein mit der Antriebsrolle antriebswirksam verbundenes Getriebe angeordnet sein.
Für das zur Erfindung gehörende System, bestehend aus einer Energieführungskette und einer Antriebseinheit mit den vor stehend beschriebenen Merkmalen und aus einer Speicherein heit für die Energieführungskette, ist vorgesehen, dass zu mindest ein Abschnitt der Energieführungskette in Form einer Spirale in der Speichereinheit aufwickelbar ist, wobei die spiralförmige Wicklung zwei in einem Abstand voneinander
angeordnete Wickelachsen aufweisen kann, der feste An schlussbereich der Energieführungskette im Inneren der spi ralförmigen Wicklung stationär angeordnet ist und der beweg liche Anschlussbereich an einem sich durch eine Öffnung im Speichergehäuse erstreckenden Trum der Energieführungskette angeordnet ist, wobei die Antriebseinheit mit dem sich durch die Öffnung aus dem Speichergehäuse heraus erstreckende Trum der Energieführungskette zusammenwirkt.
Beim Verfahren des an den beweglichen Anschlussbereich an schließenden Trums der Energieführungskette in die Speicher einheit hinein wird der Abstand der Wickelachsen voneinander von einem Minimalabstand zu einem Maximalabstand hin verän dert, während beim Verfahren des Trums aus der Speicherein heit heraus der Abstand der Wickelachsen voneinander von ihrem Maximalabstand zu ihrem Minimalabstand hin verändert wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausbildung ist zwischen den beiden Wickelachsen 22 und 33 keine eine Veränderung ihres Abstands bewirkende Vorrichtung, die zum Aufwickeln und/oder Abwi ckeln der Energieführungskette 1 kraftwirksam beiträgt, vor gesehen. Die Veränderung des Abstands der Wickelachsen er folgt ausschließlich durch die auf das außerhalb der Spei chereinheit verlaufende Trum wirkende Antriebskraft.
Das Speichergehäuse und/oder die Umlenkbereiche der Energie führungskette um die Wickelachsen können parallel zur Ver bindungslinie der beiden Wickelachsen bewegliche Führungs elemente aufweisen, mit oder an denen die Umlenkbereiche der Energieführungskette beim Einfahren und Aufwickeln sowie beim Herausfahren und Abwickeln gleitend führbar sind und die dabei der jeweiligen Veränderung des Abstands der beiden Wickelachsen folgen.
Die Führungselemente können als um die Wickelachsen konzent risch angeordnete halbkreisförmige Kanäle ausgebildet sein, in denen die Umlenkbereiche der Energieführungskette glei tend geführt sind und die in kulissenartigen Bauteilen ange ordnet sein können. Zumindest eines dieser Bauteile ist pa rallel zur Verbindungslinie der Wickelachsen beweglich ange ordnet, um die Abstandsänderung der Wickelachsen zu ermögli chen.
Bei einer anderen Ausführung können die Führungselemente als innerhalb der Umlenkbereiche der Energieführungskette schwimmend angeordnete, die Umlenkbögen radial nach innen sowie nach außen stabilisierende Teile, wie z.B. bogenförmi ge Stäbe, ausgebildet sein.
Das Speichergehäuse kann zu den Umlenkbereichen parallele Seitenbereiche aufweisen, die Führungsmittel zur Abstützung und Führung der sich zwischen den Umlenkbereichen erstre ckenden Trume der Energieführungskette aufweisen.
Das Gehäuse der Antriebseinheit kann, z. B. mit sich in Längsrichtung der Energieführungskette erstreckenden la schenförmigen Bereichen der Schenkel, im Bereich der Öffnung des Speichergehäuses, durch die sich das an den beweglichen Anschlussbereich anschließende Trum der Energieführungskette nach außen erstreckt, am Speichergehäuse befestigt sein. Die Antriebseinheit kann jedoch auch ohne eine feste Verbindung mit dem Speichergehäuse im Bereich des sich aus der Öffnung herauserstreckenden Trums der Energieführungskette angeord net sein.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Energieführungs kette mit einer Antriebseinheit und einer mit der Antriebs einheit versehenen Speichereinheit werden im Folgenden an-
hand der Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zei- gen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausfüh rungsbeispiels, die zwei aneinander anschließende Kettenglieder einer Energieführungskette und eine mit diesen zusammenwirkende Antriebseinheit zeigt,
Figur 2 eine auseinandergezogene Darstellung der Bauteile der in Figur 1 gezeigten Kettenglieder und An- triebseinheit,
Figur 3 eine Draufsicht von oben auf die in Figur 1 ge zeigten Kettenglieder und Antriebseinheit,
Figur 4 einen Längsschnitt entlang der Linie A-A in Figur
3,
Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausfüh rungsbeispiels, die zwei aneinander anschließende Kettenglieder einer Energieführungskette und eine mit diesen zusammenwirkende Antriebseinheit zeigt,
Figur 6 eine auseinandergezogene Darstellung der Bauteile der in Figur 5 gezeigten Kettenglieder und An- triebseinheit,
Figur 7 eine Draufsicht von oben auf die in Figur 5 ge zeigten Kettenglieder und Antriebseinheit,
Figur 8 einen Längsschnitt entlang der Linie B-B in Figur
7,
Figur 9 eine perspektivische Ansicht einer in einem Gehäu se angeordneten Antriebseinheit,
Figur 10 eine stirnseitige Ansicht der in Figur 9 gezeigten in einem Gehäuse angeordneten Antriebseinheit,
Figur 11 eine Seitenansicht einer mit einer Speichereinheit verbundenen Antriebseinheit,
Figur 12 eine Draufsicht von oben auf das in Figur 11 ge zeigte System,
Figur 13 einen Längsschnitt entlang der Linie C-C in Figur
12,
Figur 14 eine perspektivische Ansicht des in Figur 11 ge zeigten Systems,
Figur 15 eine vergrößerte Ansicht des Bereichs D in Figur 14,
Figur 16 eine perspektivische Darstellung des in Figur 14 gezeigten Systems mit entfernten seitlichen Bau teilen, teilweise im Schnitt, und
Figur 17 eine vergrößerte Ansicht des in Figur 16 mit E gekennzeichneten Bereichs.
In den Figuren 1 bis 8 sind zwei in ihrer Längsrichtung an einander anschließender Kettenglieder 2 einer Energiefüh rungskette 1 dargestellt. Die um eine in Querrichtung zur ihrer Längsrichtung verlaufende Achse relativ zueinander verschwenkbaren Kettenglieder 2 weisen jeweils zwei in Quer richtung gegenüberliegende Seitenteile 3 und die beiden
Seitenteile miteinander verbindende Traversen, eine obere Traverse 4 und eine untere Traverse 5, auf.
Die oberen Traversen 4 sind aus herkömmlichen, die Stabili tät der Kettenglieder gewährleistenden Querstegen 6 und Be reichen 7 mit verstärkter Festigkeit gebildet, zwischen de nen die Querstege 6 angeordnet sind. Die zur Verbindung der Querstege 6 mit den Bereichen 7 dienenden Verbindungsmittel sind ebenfalls wie herkömmliche Verbindungsmittel zwischen Querstegen 6 und Seitenteilen 3 üblicher Kettenglieder einer Energieführungskette gestaltet. In den betrachteten Ausfüh rungsbeispielen bestehen sie aus Rastmitteln, mit denen der obere Quersteg 6 von außen, d.h. in Ansicht der Figuren 1,
2, 4, 5, 6 und 8 von oben, mit den Bereichen 7 verstärkter
Festigkeit verrastet werden können.
Die Bereiche 7 verstärkter Festigkeit bilden eine Material verstärkung gegenüber den als übliche Querstege ausgebilde ten, dazwischen liegenden Abschnitten der oberen Traversen, die darin besteht, dass sie gegenüber den Querstegen 6 eine größere Breite bzgl. der Längsrichtung der Energieführungs kette 1 und eine größere Höhe bzgl. der zur Längsrichtung senkrechten und zu den Seitenteilen 3 parallelen Richtung aufweisen. Die Bereiche 7 sind jeweils in Form eines Horns ausgebildet .
Bei dem in den Figuren 1 bis 4 dargestellten ersten Ausfüh rungsbeispiel ist das jeweilige Horn durch Befestigungsmit tel, wie z.B. durch die in Figur 2 dargestellte Schraube 8, mit dem jeweils benachbarten Seitenteil 3 lösbar verbunden, während bei dem in den Figuren 5 bis 8 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel der als Horn ausgebildete Bereich 7 ver stärkter Festigkeit einstückig an das benachbarte Seitenteil 3 angeformt ist.
Wie aus den Figuren 1 bis 8 ersichtlich, bestehen die in Längsrichtung der Energieführungskette 1 benachbarten Seit enteile 3 der Kettenglieder 2 aus sich abwechselnden Innen- und Außenlaschen. Anstelle von Innen- und Außenlaschen kann die mit den jeweiligen Traversen der beiden Ausführungsbei spiele versehene Energieführungskette 1 auch gekröpfte Seit enteile aufweisen.
Die mit den Kettengliedern 2 der Energieführungskette 1 zu sammenwirkende Antriebseinheit 9 schließt, wie aus den Figu ren 1 bis 4 und 5 bis 8 der beiden Ausführungsbeispiele her vorgeht, eine Antriebsrolle 10 ein, die über ihren Umfangs bereich in gleichen Abständen verteilte radiale Vorsprünge 11 aufweist. Die Vorsprünge 11 sind zum Eingriff in die Zwi schenräume zwischen den in Längsrichtung der Energiefüh rungskette 1 benachbarten Bereichen 7 verstärkter Festigkeit ausgebildet. Die Antriebsrolle 10 weist zwei axial voneinan der beabstandete, drehfest miteinander verbindbare kreis scheibenförmige Teile 12 und 13 auf, an denen die radialen Vorsprünge 11 angeordnet sind. Dabei wirken die Vorsprünge 11 des einen kreisscheibenförmigen Teils 12 mit den an einer Seite der Energieführungskette 1 in Längsrichtung derselben benachbarten Bereichen 7 verstärkter Festigkeit zusammen, während die radialen Vorsprünge 11 des anderen kreisschei benförmigen Teils 13 mit den an der anderen Seite der Ener gieführungskette 1 in Längsrichtung derselben benachbarten Bereichen 7 verstärkter Festigkeit Zusammenwirken.
Die beiden kreisscheibenförmigen Teile 12 und 13 sind durch eine (in den Figuren 1 bis 8 nicht dargestellte) Welle, auf der sie drehfest über eine Nabe 14 angeordnet sind, mitei nander verbunden.
Wie aus den Figuren 1, 2 und 4 des ersten Ausführungsbei spiels und den Figuren 5, 6 und 8 des zweiten Ausführungs beispiels hervorgeht, korrespondiert die Geometrie der Zwi schenräume zwischen den in Längsrichtung der Energiefüh rungskette 1 benachbarten Bereichen 7 verstärkter Festigkeit mit der Geometrie der an den kreisscheibenförmigen Teilen 12 und 13 angeordneten Vorsprünge 11. Insbesondere haben die Zwischenräume bei gestreckt ausgerichteten Kettengliedern 2 eine trapezförmige Geometrie mit zur Antriebsrolle 10 hin zunehmender Breite bzgl. der Längsrichtung der Energiefüh rungskette 1. Hierzu korrespondierend sind die radialen Vor sprünge 11 ebenfalls trapezförmig ausgebildet mit radial nach außen hin abnehmender Breite bzgl. der Längsrichtung der Energieführungskette 1.
Wie aus den Figuren 1 bis 4 und 5 bis 8 zu den beiden Aus führungsbeispielen weiterhin hervorgeht, weisen die beiden kreisscheibenförmigen Teile 12 mit den Vorsprüngen 11 je weils an ihren nach außenweisenden Stirnseiten einen ring förmigen Flansch 15 auf, der beim Eingriff der Vorsprünge 11 zwischen die in Längsrichtung der Energieführungskette be nachbarten Bereiche 7 die Seitenteile 3 der Kettenglieder 2 an der betreffenden Außenseite überkragt.
Die in Ansicht der Figuren 1 bis 4 und 5 bis 8 der beiden Ausführungsbeispiele unten in den Kettengliedern 2 angeord neten, unteren Traversen 5 sind als übliche Querstege ausge bildet und an den in Querrichtung gegenüberliegenden Seiten teilen 3 durch herkömmliche Befestigungsmittel befestigbar oder einstückig an die Seitenteile 3 angeformt. Die Befesti gungsmittel zwischen den unteren Traversen 5 und den Seiten teilen 3 entsprechen den Befestigungsmitteln zwischen den entsprechend kürzeren herkömmlichen Querstegen 6 und den Bereichen 7 verstärkter Festigkeit der oberen Traversen 4.
Wie aus den Figuren 9 und 10 hervorgeht, ist die Antriebs rolle 10 in einem Gehäuse 16 der Antriebseinheit 9 drehbar gelagert, wobei an der der Antriebsrolle 10 gegenüberliegen den Seite der Energieführungskette 1 zwei am Gehäuse 16 drehbar gelagerte Rollen 17 angeordnet sind, die bewirken, dass die mit der Antriebsrolle 10 zusammenwirkenden Ketten glieder 2 der Energieführungskette 1 gegen die Antriebsrolle 10 anliegen und im Eingriff mit dieser gehalten werden. An den Rollen 17 sind die sich in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenteile 3 der Kettenglieder 2 ab- rollbar geführt. Dazu weisen die Seitenteile 3 sich senk recht zu ihren Seitenflächen und in Längsrichtung der Ener gieführungskette 1 erstreckende Schmalseiten 18 auf, die zusammen mit den Schmalseiten 18 in Längsrichtung der Ener gieführungskette 1 benachbarter Seitenteile 3 eine weitge hend durchgehende Abrollfläche für die Rollen 17 bilden. Wie aus Figur 9 hervorgeht, sind die beiden Rollen 17 mit einem geringen Spiel in Richtung auf die Drehachse der Antriebs rolle 10 gelagert.
Das Gehäuse 16 der Antriebseinheit 9 weist zwei seitlich außerhalb der Energieführungskette 1 angeordnete Schenkel 19 auf, zwischen denen die Antriebsrolle 10 und die Rollen 17 drehbar gelagert sind.
An einer Seite des Gehäuses 16 ist ein mit der Antriebsrolle 10 antriebswirksam verbundenes Getriebe 20 angeordnet.
In den Figuren 11-17 ist ein Ausführungsbeispiel für ein System dargestellt, dass aus einer Energieführungskette 1 und einer Antriebseinheit 9 wie vorstehend beschrieben und aus einer Speichereinheit 21 für die Energieführungskette 1 besteht. Zwecks Speicherung der Energieführungskette 1 in
der Speichereinheit 21 ist vorgesehen, dass zumindest ein Abschnitt der Energieführungskette 1 in Form einer Spirale in der Speichereinheit 21 aufwickelbar ist. Die spiralförmi ge Wicklung, wie in Figur 13 dargestellt, weist zwei in ei nem Abstand voneinander angeordnete Wickelachsen 22 und 23 auf, wobei der feste Anschlussbereich 24 der Energiefüh rungskette 1 im Inneren der Wicklung der Energieführungsket te 1 um die Wickelachse 22 stationär angeordnet ist. Der bewegliche Anschlussbereich 25 der Energieführungskette 1 ist an einem sich durch eine Öffnung 26 des Speichergehäuses 27 der Speichereinheit 21 erstreckenden Trum 28 der Energie führungskette 1 angeordnet. Die Antriebseinheit 9 wirkt mit dem sich durch die Öffnung 26 aus dem Speichergehäuse 27 heraus erstreckenden Trum 28 unten der Energieführungskette 1 zusammen.
Die Figuren 11 bis 17 zeigen einen Zustand der Energiefüh rungskette 1, in dem diese maximal in das Speichergehäuse 27 eingefahren ist. Der Abstand der Wickelachsen 22 und 23 ist hierbei ebenfalls maximal.
Während die in Figur 13 links dargestellte Wickelachse 22 im Speichergehäuse 27 stationär angeordnet ist, kann sich die in Figur 13 rechts dargestellte Wickelachse 23 beim Heraus fahren der Energieführungskette 1 aus der Öffnung 26 im Speichergehäuse 27 auf die stationäre Wickelachse 22 zu be wegen, bis ein minimaler Abstand zwischen den Wickelachsen 22 und 23 konstruktionsbedingt erreicht wird. Der Minimalab stand zwischen den beiden Wickelachsen 22 und 23 wird dann erreicht, wenn die sich um die Wickelachsen 22 und 23 halb kreisförmig erstreckenden Umlenkbereiche 29 fast aneinander anschließen. In diesem Zustand ist die Energieführungskette 1 mit maximaler Länge aus der Speichereinheit 21 herausge fahren.
Wird die Energieführungskette 1 zum Zwecke ihrer Speicherung in der Speichereinheit 21 durch die Öffnung 26 in das Spei chergehäuse 27 eingefahren, werden durch die von der An triebseinheit 9 auf das Trum 28 ausgeübte Druckkraft die gegenüberliegenden Umlenkbereiche 29 der Energieführungsket te 1 und damit die beiden Wickelachsen 22 und 23 wieder von einander entfernt, bis der in Figur 13 dargestellte Zustand mit maximalem Abstand zwischen den Wickelachsen 22 und 23 erreicht ist.
Zwischen den beiden Wickelachsen 22 und 23 ist keine eine Veränderung ihres Abstands bewirkende Vorrichtung, die zum Aufwickeln und/oder Abwickeln der Energieführungskette 1 kraftwirksam beiträgt, vorgesehen. Gemäß dem Ausführungsbei spiel erfolgt die Veränderung des Abstands der Wickelachsen 22 und 23 ausschließlich durch die auf das außerhalb der Speichereinheit 21 verlaufende Trum 28 wirkende Antriebs kraft.
Wie weiterhin aus Figur 13 hervorgeht, sind zur Führung der Energieführungskette 1 in ihren Umlenkbereichen 29 um die Wickelachsen 22 und 23 Führungselemente 30 vorgesehen, mit denen die Energieführungskette 1 in ihren Umlenkbereichen 29 gleitend führbar ist und der jeweiligen Veränderung des Ab stands der beiden Wickelachsen 22 und 23 folgt. Die Füh rungselemente 30 sind als um die Wickelachsen 22 und 23 kon zentrisch angeordnete halbkreisförmige Kanäle 31 ausgebil det, in denen die Umlenkbereiche 29 der Energieführungskette 1 gleitend geführt sind und die in kulissenartigen Bauteilen 31 und 32 angeordnet sind.
Das die um die Wickelachse 23 sich halbkreisförmig erstre ckenden Kanäle 31 aufnehmende kulissenartige Bauteil 33 ist
längs der Verbindungslinie der Wickelachsen 32 und 33 beweg lich angeordnet, um die Abstandsänderung der Wickelachsen 22 und 23 zu ermöglichen.
Die kulissenartigen Bauteile 32 und 33 sind zwischen zu den Umlenkbereichen 29 parallel angeordneten Seitenwänden 34 des Speichergehäuses 27 angeordnet, wobei das kulissenartige Bauteil 33 verschiebbar durch eine an der Innenseite der Seitenwände 34 angeordnete Führungseinrichtung 35 gleitend geführt ist.
An der Innenseite der Seitenwände 34 ist weiterhin Führungs mittel 36 zur Abstützung und Führung der sich zwischen den Umlenkbereichen 29 erstreckenden inneren gegenüberliegenden Trume 37 der spiralförmigen Wicklung der Energieführungsket te 1 vorgesehen.
Wie das in Figur 16 gezeigte Speichergehäuse 27 mit entfern ter vorderer Seitenwand 34 erkennen lässt, sind die (dort nicht dargestellten) Kanäle 31 der kulissenartigen Bauteile 32 und 33 zwischen Seitenplatten 38 und 39 angeordnet. Die zum stationären kulissenartigen Bauteil 32 gehörende Seiten platte 38 weist, wie auch die in den Figuren 16 und 17 ent fernte Seitenwand 34 des Speichergehäuses 27, eine Öffnung 40 auf, durch die die durch die Energieführungskette 1 ge führten Leitungen vom festen Anschlussbereich 24 aus dem Speichergehäuse 27 heraustreten können. Weiterhin geht aus den Figuren 16 und 17 die Führungseinrichtung 35 für das bewegliche kulissenartige Bauteil 33 hervor, an dessen Sei tenplatte 39 Vorsprünge angeordnet sind, die in Nuten im Speichergehäuse 27 eingreifen.
Das in den Figuren 9 und 10 gezeigte, die Antriebsrolle 10, die mit der Antriebsrolle 10 zusammenwirkenden Kettenglieder
2 und die Rollen 17 enthaltende Gehäuse 16 kann mit den in Figur 9 gezeigten, sich in Längsrichtung der Energiefüh rungskette 1 erstreckenden laschenartigen Schenkeln 41 am Speichergehäuse 27 im Bereich von dessen Öffnung 26 befes- tigt sein, wie in den Figuren 11, 14 und 15 gezeigt ist. Die Schenkel 41 weisen, wie insbesondere aus Figur 15 hervor geht, sich in Höhenrichtung erstreckende Langlöcher 42 für Schraubbefestigungen am Speichergehäuse 27 auf. Vermöge der Langlöcher 42 kann die Antriebseinheit 9 relativ zum Spei- chergehäuse 27 in Höhenrichtung justiert werden.
Bezugszeichenliste
1 Energieführungskette
2 Kettenglied
3 Seitenteil
4 obere Traverse
5 untere Traverse
6 Quersteg
7 Bereich
8 Schraube
9 Antriebseinheit
10 Antriebsrolle
11 Vorsprung
12 kreisscheibenförmiges Teil
13 kreisscheibenförmiges Teil
14 Nabe
15 Flansch
16 Gehäuse
17 Rolle
18 Schmalseite
19 Schenkel
20 Getriebe
21 Speichereinheit
22 Wickelachse
23 Wickelachse
24 fester Anschlussbereich
25 beweglicher Anschlussbereich
26 Öffnung
27 Speichergehäuse
28 Trum
29 Umlenkbereich
30 Führungselement
31 Kanal
32 kulissenartiges Bauteil 33 kulissenartiges Bauteil
34 Seitenwand
35 Führungseinrichtung
36 Führungsmittel
37 Trum 38 Seitenplatte
39 Seitenplatte
40 Öffnung
41 Schenkel
42 Langloch