EP4309249B1 - Magazin für einen bestückungsautomaten - Google Patents
Magazin für einen bestückungsautomatenInfo
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- EP4309249B1 EP4309249B1 EP22716380.5A EP22716380A EP4309249B1 EP 4309249 B1 EP4309249 B1 EP 4309249B1 EP 22716380 A EP22716380 A EP 22716380A EP 4309249 B1 EP4309249 B1 EP 4309249B1
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- H01R43/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
- H01R43/26—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors for engaging or disengaging the two parts of a coupling device
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Magazin zur Aufnahme aneinandereihbarer elektrischer Geräte, insbesondere Reihenklemmen, für einen Bestückungsautomaten zur automatischen Montage der Geräte auf einer Tragschiene. Das Magazin umfasst ein Grundprofil, an dem ein Tragschienenprofilabschnitt angeordnet oder ausgebildet ist zur Aufnahme einer Mehrzahl der elektrischen Geräte und zur längsverschiebbaren Führung der Geräte in einer Verschieberichtung. An einem Ende des Grundprofils ist ein Anschlag für ein vorderes der Geräte angeordnet, wobei ein sich in der Verschieberichtung erstreckendes und von den elektrischen Geräten hintergreifbares Element vor dem Anschlag endet, sodass ein Entnahmeabschnitt gebildet ist, aus dem das vordere der Geräte in einer Richtung quer zur Verschieberichtung entnehmbar ist.
- Aus der Druckschrift
WO 2010/057769 A1 ist eine Vorrichtung zur automatisierten Montage von Reihenklemmen auf einer Tragschiene bekannt, bei der ein Montageroboter mithilfe eines beweglichen Greifers Reihenklemmen, die in Magazinen vorgehalten werden, aus diesem entnimmt und auf einer Tragschiene anordnet. Der Greifer und die Reihenklemme weisen dabei korrespondierende form- und/oder kraftschlüssig zusammenwirkende Konturen auf. Die Magazine sind schienenartig mit Konturen ausgebildet, die ebenfalls mit Konturen der Gehäuse der Geräte zusammenwirken, so dass die Geräte hintereinander in Form eines Stapels in den Magazinen verschiebbar geführt sind. Eine an einem Ende aus dem Magazin und damit aus dem Eingriff der Konturen geschobene Reihenklemme wird von dem Greifer gegriffen und auf die Tragschiene aufgesetzt. In Ausführungsbeispielen der genannten Druckschrift weist ein Magazin beispielsweise zwei u-förmige Schienen auf, die Gehäuse der elektrischen Geräte an ihren Seiten umfassen. Nachteilig dabei ist, dass für unterschiedlich geformte Gehäuse jeweils ein darauf abgestimmtes Magazin bereitgestellt werden muss. - Die Druckschriften
EP 3 479 442 B1 undUS 2020/0307923 A1 zeigen jeweils ebenfalls ein Aufnahmemagazin für elektrische Geräte, insbesondere Reihenklemmen, bei der das Magazin auf vergleichbare Weise die elektrischen Geräte hintereinander gestapelt in Führungsschienen führt, die an eine äußere Gehäuseform angepasst sind. An einem in Verschieberichtung der Geräte vorderen Ende des Magazins wird ein Aufnahmeelement positioniert, das eine Ausnehmung in Kontur des elektrischen Gerätes aufweist. Ein aus dem Magazin geschobenes elektrisches Gerät wird passgenau von dem Aufnahmeelement aufgenommen, woraufhin dieses zur weiteren Handhabung des elektrischen Gerätes verfährt. Hierbei ist ebenfalls eine Anpassung der Führungsschiene des Magazins an die Abmessung und Form des Gehäuses des elektrischen Gerätes erforderlich. Die passgenaue Aufnahme eines herausgeschobenen Gerätes in das Aufnahmeelement stellt eine prozesssichere Weiterverarbeitung durch genaue und korrekte Positionierung des elektrischen Gerätes sicher, erfordert allerdings hierfür eine individuelle Ausgestaltung des Aufnahmeelementes für jeden Gerätetyp, also z.B. jeden Reihenklemmentyp. - Eine Gehäusekontur, die für viele aneinanderreihbare elektrische Geräte auch unterschiedlichen Typs gleich ausgebildet ist, ist die Kontur, mit der eine Verrastung auf einer Tragschiene erfolgt. Tragschienen sind in der Regel in genormter Weise als Hutschienen ausgebildet. Unter Ausnutzung dieser Gemeinsamkeit besteht die Möglichkeit, ein Führungsprofil eines Magazins der eingangs genannten Art so auszubilden, dass zumindest für das Aufrasten der Reihenklemmen relevante Merkmale eines Tragschienenprofils nachgebildet werden. Bei einer solchen Ausgestaltung ist typischerweise ein Anschlag vorgesehen, gegen den die Reihenklemmen im Magazin geschoben werden. Vor dem Anschlag ist ein Bereich ausgebildet, in dem das Tragschienenprofil so modifiziert ist, dass keine Verrastung mehr erfolgt. Die Verrastung nutzt üblicherweise hinterschnittene Elemente des Tragschienenprofils. Wenn diese hinterschnittenen Elemente abschnittsweise vor dem Anschlag entfernt sind bzw. fehlen, wird ein Entnahmeabschnitt gebildet. Ein in diesen Entnahmeabschnitt geschobenes Gerät kann dann von einem Greifarm des Bestückungsautomaten in einer Richtung quer zur Längsrichtung des Magazins entnommen werden.
- Es wird auf diese Weise eine Unabhängigkeit von der sonstigen äußeren Gehäusekontur des elektrischen Gerätes erreicht. Der Entnahmeabschnitt, in dem die Verrastung mit dem Führungsprofil aufgehoben ist, ist jedoch in seiner Länge an die Stapelhöhe der elektrischen Geräte die vom Magazin vorgehalten werden, auch "Baubreite" genannt, anzupassen. Wird der Abschnitt zu schmal gewählt, kann das Gerät nicht entnommen werden und verklemmt im Entnahmeabschnitt. Wird die Länge zu groß gewählt, kann es sein, dass beim Entnehmen des vordersten Gerätes das im Stapel folgende, anliegende Gerät mitangehoben wird und entweder durch den Greifarm aus dem Magazin bewegt wird oder in eine Position gebracht wird, die ein zielgerichtetes Entnehmen dieses elektrischen Gerätes in einem nächsten Bearbeitungsschritt verhindert.
- Aufgrund unterschiedlich ausgestalteter Rastbereiche und/oder unterschiedlicher Bauhöhen der elektrischen Geräte muss damit auch bei einem derartigen Magazin eine Anpassung an den Gerätetyp im Hinblick auf die Länge des Entnahmeabschnitts erfolgen.
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Magazin der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei dem eine Anpassung an unterschiedliche Typen von aneinanderreihbaren elektrischen Geräten auch im Hinblick auf ihre Baubreite bzw. Ausgestaltung des Rastbereichs auf einfache Art prozesssicher und schnell erfolgen kann.
- Diese Aufgabe wird durch ein Magazin mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Ein erfindungsgemäßes Magazin der eingangs genannten Art weist eine Einstellvorrichtung auf, mit der die Länge des Entnahmeabschnitts in der Verschieberichtung variierbar ist. Auf diese Weise kann das Magazin einfach an den Typ des jeweils aufgenommenen elektrischen Gerätes, z.B. einen bestimmten Reihenklemmentyp, angepasst werden. Neue Typen von elektrischen Geräten mit abweichender Baubreite und/oder geänderter Rastvorrichtung können schnell in einen automatisierten Bestückungsprozess von Tragschienen aufgenommenen werden, indem das Magazin bezüglich der Länge seines Entnahmebereichs eingestellt wird. Zudem kann die Anzahl der insgesamt für einen Bestückungsautomaten vorzuhaltenden Magazine reduziert werden, was zu einer Material-und Kosteneinsparung und so zu einer gesteigerten Nachhaltigkeit führt.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Magazins umfasst der Tragschienenprofilabschnitt mindestens einen in der Verschieberichtung verlaufenden Steg als hintergreifbares Element. Bevorzugt werden in Art eines Hutschienenprofils zwei Stege, die jeweils am Ende von zwei hervorstehenden Schenkeln ausgebildet sind und seitlich abstehen, eingesetzt. Der Tragschienenprofilabschnitt ahmt somit die Geometrie der eigentlichen Tragschienen, auf die die elektrischen Geräte vom Bestückungsautomaten aufgesetzt werden, nach, wobei sich Geometrie und Dimensionierung insoweit unterscheiden können, als dass eine leichtere Verschiebbarkeit der elektrischen Geräte im Magazin erzielt wird.
- In einer Ausgestaltung wird die Länge des Entnahmeabschnitts in der Verschieberichtung variierbar, indem der Tragschienenprofilabschnitt längsverschiebbar an dem Grundprofil geführt ist. Er kann dann z.B. über einen Spindeltrieb einfach gegenüber dem Grundprofil verschoben werden, um seinen Abstand zum Anschlag und damit die Länge des Entnahmeabschnitts einzustellen.
- In einer dazu alternativen Ausgestaltung ist zwischen dem Anschlag und dem (an dem Grundprofil fest angeordneten oder ausgebildeten) Tragschienenprofilabschnitt ein längsverschiebbar an dem Grundprofil geführter Verstellschieber vorhanden, der seinerseits mindestens einen in der Verschieberichtung verlaufenden Stegabschnitt als hintergreifbares Element aufweist. Hierbei wird entsprechend nicht der gesamte Tragschienenprofilabschnitt verschoben, sondern nur ein in Längsrichtung zwischen dem Tragschienenprofilabschnitt und dem Anschlag angeordneter Verstellschieber. Der Verstellschieber stellt seinerseits mit dem Stegabschnitt ein hintergreifbares Element für die Beibehaltung der Verrastung des vorderen elektrischen Geräts bereit und verlängert so - außer im Entnahmeabschnitt - gewissermaßen den Tragschienenprofilabschnitt teleskopierbar.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Magazins ist dabei der mindestens eine Stegabschnitt des Verstellschiebers an seinem vom Anschlag wegweisenden Ende so ausgebildet, dass er mit dem mindestens einen Steg des Tragschienenprofilabschnitts überlappen kann. So kann verhindert werden, dass sich je nach Stellung des Verstellschiebers bereits zwischen diesem und dem Tragschienenprofilabschnitt eine Lücke bildet, in der die Verrastung des elektrischen Gerätes aufgehoben ist.
- Weiter bevorzugt weist der Verstellschieber an seiner vom Anschlag wegweisenden Seite mindestens einen vorstehenden Dorn auf, der mittig zwischen Schenkel des Tragschienenprofilabschnitts einfahren kann. Dieses dient dazu, eine möglichst störungsfreie, nicht hakelnde oder verklemmende Überleitung des elektrischen Geräts von dem Tragschienenprofilabschnitt zu dem Verstellschieber zu gewährleisten.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Magazins weist der Verstellschieber mittig an seiner dem Anschlag abgewandten Seite eine Ausnehmung auf. In diese kann ein Schlitten einer federkraftbeaufschlagten Schubplatte einfahren, die den Stapel der elektrischen Geräte in Richtung des Anschlags vorschiebt. Bevorzugt endet der mindestens eine Stegabschnitt des Verstellschiebers an seinem auf den Anschlag zuweisenden Ende vor einer vorderen Seite des Verstellschiebers. So kann erreicht werden, dass trotz der Ausnehmung bei dem Verstellschieber noch genügend Material vor der Ausnehmung (in Verschieberichtung gesehen) verbleibt.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Magazins weist der Verstellschieber oder der Anschlag zur Verstellung des Verstellschiebers eine sich in Verschieberichtung erstreckende Gewindebohrung auf. So kann einfach ein Spindelantrieb zur manuellen Einstellung für den Verstellschieber realisiert werden. Bevorzugt ist eine Skala vorhanden, die die die Länge des Entnahmeabschnittes anzeigt, z.B. indem die Skala oder ein Skalenzeiger an die Verstellschraube gekoppelt ist.
- Anstelle einer manuellen Einstellung der Länge des Entnahmeabschnitts kann die Einstellung auch mithilfe eines Aktuators erfolgen. So kann z.B. eine Position des Verstellschiebers von einer Ablaufsteuerung des Bestückungsautomaten automatisch auf das benötigte Maß eingestellt werden. Der Aktuator kann beispielsweise ein Schrittmotor oder ein Servomotor mit entsprechendem Getriebe sein.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mithilfe von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 und 2
- jeweils eine isometrische Teildarstellung eines Magazins aus zwei verschiedenen Blickrichtungen;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf einen Endabschnitt des Magazins der
Figuren 1 und 2 ; - Figur 4
- eine isometrische Ansicht eines Verstellschiebers des Magazins der
Figuren 1-3 ; - Figur 5
- eine Seitenansicht des Verstellschiebers der
Figur 4 ; und - Figur 6
- eine Draufsicht auf den Verstellschieber der
Figuren 4 und 5 . - In den nachfolgend beschriebenen Figuren ist ein Ausführungsbeispiel eines Magazins 10 für einen Bestückungsautomaten von Tragschienen dargestellt.
- Bei der Beschreibung benutzte relative Begriffe wie "links" oder "rechts" beziehen sich ausschließlich auf die jeweils gewählte Darstellung.
- In den
Figuren 1-3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Magazins 10 in unterschiedlichen Darstellungen wiedergegeben. DieFiguren 1 und2 zeigen jeweils eine isometrische Darstellung aus unterschiedlichen Blickrichtungen. DieFigur 3 zeigt eine Draufsicht auf das Magazin 10. Dargestellt ist jeweils ein mehr oder weniger langer Endabschnitt des Magazins 10 und zwar an der Seite, an welcher ein vom Magazin 10 vorgehaltenes elektrisches Gerät entnommen wird. - In der Regel sind mehrere der gezeigten Magazine 10 als Teil eines Bestückungsautomaten für Tragschienen vorhanden. Sie werden im Betrieb mit in der Regel jeweils unterschiedlichen elektrischen Geräten, insbesondere Reihenklemmen, befüllt, so dass die elektrischen Geräte zur individuellen automatisierten Bestückung von Tragschienen bzw. Tragschienenabschnitten zur Verfügung stehen.
- Im Rahmen der Anmeldung ist dabei der Begriff des elektrischen Gerätes und insbesondere auch der Reihenklemme weit zu fassen. Alle Geräte, die zur Verwendung in elektrischen Schalt- oder Steuereinrichtungen auf einer Tragschiene aneinanderreihbar montierbar sind, stellen elektrische Geräte im Sinne der Anmeldung dar. Es kann sich bei den elektrischen Geräten um sog. "Reihenklemmen" handeln, die rein passiv arbeiten und Verbindungen zwischen Leitern herstellen. Auch elektronische Geräte, beispielsweise Sicherungen, Netzteile oder Ein- oder Ausgabegeräte von Steuerungsanlagen, die über eine Tragschienenaufnahme verfügen, stellen elektrische Geräte im Sinne der Anmeldung dar. Zudem sind auch Zubehörteile wie Abschlussplatten oder Endwinkel unter dem Begriff der elektrischen Geräte zu verstehen.
- Das Magazin 10 umfasst ein sich in Längsrichtung erstreckendes Grundprofil 11, das einen im Wesentlichen c-förmigen Querschnitt aufweist. Mittig auf einer Oberseite des Grundprofils 11 ist ein Tragschienenprofilabschnitt 12 ausgebildet, auf den die elektrischen Geräte aufgesetzt werden können und von dem sie in Längsrichtung des Magazins 10 verschiebbar geführt werden.
- Der Tragschienenprofilabschnitt 12 weist ein im Wesentlichen dem Profil der zu bestückenden Tragschienen, die auch als "Hutschienen" bezeichnet werden, entsprechendes Profil auf. Insbesondere weist er nach außen abstehende Stege 13 auf, die von einer Rastvorrichtung des aufgesetzten elektrischen Gerätes hintergriffen werden können. Gegenüber dem Profil der Tragschienen, auf die die elektrischen Geräte letztlich montiert werden, kann sich der Tragschienenprofilabschnitt 12 durch etwas andere Dimensionierung unterscheiden, insbesondere um eine leichtere Verschiebbarkeit der elektrischen Geräte zu erzielen. Die Stege 13 sichern jedoch zusammen mit einem Rastmechanismus des elektrischen Gerätes das elektrische Gerät und verhindern so ein Herunterfallen vom Magazin 10.
- An einem seiner Enden ist das Magazin 10 mit einem Anschlag 14 versehen, gegen den der Stapel aufgesetzter elektrischer Geräte gedrückt wird. Um die elektrischen Geräte gegen den Anschlag 14 zu drücken und ein Nachschieben der elektrischen Geräte zu erreichen, wenn ein vorderes der Geräte entnommen wird, ist eine Schubplatte 15 vorhanden, die federkraftbeaufschlagt in Richtung des Anschlags 14 bewegt wird. Die Schubplatte 15 kann mithilfe eines Spannhebels 16 vom Anschlag 14 zurückgezogen werden, um weitere elektrische Geräte aufzusetzen und das Magazin 10 aufzufüllen. Die Schubplatte 15 und auch der Spannhebel 16 sind an einem längsverschieblich im Grundprofil 11 geführten Schlitten 17 montiert.
- Um ein elektrisches Gerät durch den Bestückungsautomaten aus dem Magazin 10 entnehmen zu können, muss seine Verrastung in dem Magazin 10 aufgehoben werden. Um dieses für elektrische Geräte mit unterschiedlicher Rastbreite zu ermöglichen, ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Verstellschieber 20 vorgesehen. Als Rastbreite wird im Rahmen der Anmeldung die Breite verstanden, auf der ein elektrisches Gerät effektiv hinterschnittene Bereiche einer Tragschiene hintergreift. Entsprechend kann ein elektrisches Gerät von einer Tragschiene abgehoben werden, wenn auf einer Länge, die der Rastbreite entspricht, keine hinterschnittenen Bereiche vorhanden sind.
- Wie in den
Figuren 1-3 ersichtlich ist, endet der Tragschienenprofilabschnitt 12 einschließlich der Stege 13 in einem gewissen Abstand vor dem Anschlag 14. Im dargestellten Beispiel liegt dieser Abstand im Bereich von einigen Zentimetern. Anstelle des Tragschienenprofilabschnitts 12 ist in diesem Bereich der Verstellschieber 20 längsverschieblich in das Grundprofil 11 eingesetzt. - Der Verstellschieber 20 ist in den
Figuren 4-6 in unterschiedlichen Ansichten separat von dem Magazin 10 dargestellt.Figur 4 zeigt den Verstellschieber 20 in einer isometrischen Ansicht,Figur 5 zeigt eine Vorderansicht undFigur 6 eine Draufsicht auf den Verstellschieber 20. - Der Verstellschieber 20 weist an beiden Seiten ein Führungsprofil 21 auf, mit dem er in dem c-förmigen Grundprofil 11 geführt ist. An seiner dem Anschlag 14 wegweisenden Seite sind zwei Dorne 22 ausgebildet, die mit ihren Außenseiten an der Innenseite des Tragschienenprofils 12 anliegen. Die Funktionen der Dorne 22 werden nachfolgend noch genauer erläutert. Weiter sind am Verstellschieber 20 zu beiden Seiten Stegabschnitte 23 ausgebildet, die bezüglich ihrer Position, Dimension und Funktion Verlängerungen der Stege 13 des Tragschienenprofils 12 darstellen. An dem jeweiligen in Richtung der Stege 13 zeigenden Ende sind die Stegabschnitte 23 so ausgeformt, dass sie in diesen Endabschnitten unter die Stege 13 gleiten können. An der entgegengesetzten, zum Anschlag 14 weisenden Seite, ragen die Stegabschnitte 23 nicht bis an die vordere Kante des Verstellschiebers 20 heran.
- Mittig in diese vordere Seite des Verstellschiebers 20 ist in Längsrichtung des Magazins 10 und in Verschieberichtung des Verstellschiebers 20 eine Gewindebohrung 26 eingebracht, in die eine Verstellschraube 25 eingreift, die durch eine Bohrung im Anschlag 14 verläuft. Zwischen dem Anschlag 14 und dem Verstellschieber 25 kann eine Feder angebracht sein, um sicherzustellen, dass der Schraubenkopf der Verstellschraube 25 am Anschlag 14 anliegt. Es kann auch auf der inneren Seite des Anschlags 14 ein Sprengring o. Ä. auf die Verstellschraube 25 aufgesetzt sein. Ein Verdrehen der Verstellschraube 25 verschiebt den Verstellschieber 20 innerhalb des Magazins in Längsrichtung.
- Die Stegabschnitte 23 enden in einem gewissen Abstand zum Anschlag 14, wobei dieser Abstand durch Verstellen der Verstellschraube 25 variiert werden kann. Der Verstellschieber 20 stellt in Verbindung mit der Verstellschraube 25 somit eine Einrichtung zur Verstellung der Länge des Entnahmeabschnitts 24 dar.
- Von der Schubplatte 15 in Richtung des Anschlags 14 nachgeschobene elektrische Geräte hintergreifen zunächst die Stege 13 des Tragschienenprofilabschnitts 12. Im Bereich des Verstellschiebers 20 enden die Stege 13, dafür stehen die Stegabschnitte 23 als hinterschnittene Bereiche zur Verfügung, die vom Rastmechanismus des elektrischen Gerätes hintergriffen werden. Das elektrische Gerät bleibt also auch im Bereich des Verstellschiebers 20 zunächst verrastet und ist damit gegen ein unbeabsichtigtes Entnehmen vom Magazin 10 gesichert.
- Erst wenn das elektrische Gerät am Anschlag 14 anliegt, befinden sich seine Rastelemente im Bereich des Entnahmeabschnitts 24, hintergreifen also auch die Stegabschnitte 23 nicht mehr. In dieser und nur dieser Position kann das elektrische Gerät quer zur Längserstreckung des Magazins 10 durch einen Bestückungsautomaten entnommen werden. Das unmittelbar anliegende elektrische Gerät ist dabei noch im Eingriff mit den Stegabschnitten 23 und wird nicht versehentlich, beispielsweise aufgrund von Reibung an den Seitenflächen, mitangehoben. Die genaue Länge des Entnahmeabschnitts 24 kann dabei exakt auf die Rastbreite des elektrischen Gerätes eingestellt werden. Um eine Einstellung zu erleichtern kann die Verstellschraube 25 mit einer Skala, beispielsweise aufgedruckt oder eingeschlagen in den Anschlag 14, versehen sein. Die Skala kann mit Längeneinheiten ausgebildet sein, zur Vereinfachung können aber auch konkrete Typen von elektrischen Geräten explizit benannt und/oder kodiert auf der Skala vermerkt sein.
- Der Verstellschieber 20 weist mittig an seiner dem Anschlag abgewandten Seite eine Ausnehmung auf, in die der Schlitten 17 einfahren kann, wenn nur noch wenige oder nur noch ein elektrisches Gerät im Magazin 10 vorhanden ist. Um trotz der Ausnehmung ein ausreichend langes Gewinde in der Gewindebohrung 26 zur Verfügung zu haben, verlaufen die Stegabschnitte 23 nicht bis an das vordere Ende des Verstellschiebers 20. Dieses schränkt die Größe des Entnahmeabschnitts 24 nach unten hin ein. Der Betrag, um den die Stegabschnitte 23 zurückversetzt sind, sollte daher nicht größer werden als die Breite des kleinsten benötigten Entnahmeabschnitts 24.
- Je nach Stellung des Verstellschiebers 20 tritt auch zwischen den Stegen 13 und den Stegabschnitten 23 eine Lücke auf. Um zu verhindern, dass ein elektrisches Gerät bereits in diesem Bereich nicht mehr sicher an dem Magazin 10 verrastet ist, sind die Stegabschnitte 23 im angrenzenden Bereich so ausgebildet, dass sie sich abschnittsweise unter den Steg 13 bewegen können. Auf diese Weise wird die Größe einer eventuell entstehenden Lücke gegenüber einem auf Stoß gegen den Steg 13 fahrenden Stegabschnitte 23 minimiert. Zudem führen die Dorne 22, die in jeder Stellung des Verstellschiebers 20 mit der Innenseite des Tragschienenprofils 12 überlappen das elektrische Gerät seitlich, so dass es sich im Übergangsbereich zwischen dem Tragschienenprofilabschnitt 12 und dem Verstellschieber 20 nicht verklemmt.
- In einer möglichen Weiterbildung des Magazins 10 kann die Verstellschraube 25 auch mit einem gesteuerten Aktuator verbunden sein, so dass die Position des Verstellschiebers 20 von einer Ablaufsteuerung des Bestückungsautomaten automatisch auf das benötigte Maß eingestellt wird. Der Aktuator kann beispielsweise ein Schrittmotor oder ein Servomotor mit entsprechendem Getriebe sein.
-
- 10
- Magazin
- 11
- Grundprofil
- 12
- Tragschienenprofilabschnitt
- 13
- Steg
- 14
- Anschlag
- 15
- Schubplatte
- 16
- Spannhebel
- 17
- Schlitten
- 20
- Verstellschieber
- 21
- Führungsprofil
- 22
- Dorn
- 23
- Stegabschnitt
- 24
- Entnahmeabschnitt
- 25
- Verstellschraube
- 26
- Gewindebohrung
Claims (12)
- Magazin (10) zur Aufnahme aneinandereihbarer elektrischer Geräte für einen Bestückungsautomaten zur automatischen Montage der Geräte auf Tragschienen, umfassend ein Grundprofil (11), an dem ein Tragschienenprofilabschnitt (12) angeordnet oder ausgebildet ist zur Aufnahme einer Mehrzahl der elektrischen Geräte und zur längsverschiebbaren Führung der Geräte in einer Verschieberichtung, wobei an einem Ende des Grundprofils (11) ein Anschlag (14) für ein vorderes der Geräte angeordnet, wobei ein sich in der Verschieberichtung erstreckendes und von den elektrischen Geräten hintergreifbares Element vor dem Anschlag (14) endet, sodass ein Entnahmeabschnitt (24) gebildet ist, aus dem das vordere der Geräte in einer Richtung quer zur Verschieberichtung entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Magazin (10) eine Einrichtung aufweist, mit der die Länge des Entnahmeabschnitts (24) in der Verschieberichtung variierbar ist. - Magazin (10) nach Anspruch 1, bei dem der Tragschienenprofilabschnitt (12) mindestens einen in der Verschieberichtung verlaufenden Steg (13) als hintergreifbares Element umfasst.
- Magazin (10) nach Anspruch 2, bei dem der Tragschienenprofilabschnitt (12) verschiebbar an dem Grundprofil (11) geführt ist, um die Länge des Entnahmeabschnitts (24) in der Verschieberichtung zu variieren.
- Magazin (10) nach Anspruch 2, bei dem zwischen dem Anschlag (14) und dem Tragschienenprofilabschnitt (12) ein längsverschiebbar an dem Grundprofil (11) geführter Verstellschieber (20) angeordnet ist, der seinerseits mindestens einen in der Verschieberichtung verlaufenden Stegabschnitt (23) als hintergreifbares Element umfasst.
- Magazin (10) nach Anspruch 4, bei dem der mindestens eine Stegabschnitt (23) des Verstellschiebers (20) an seinem vom Anschlag (14) wegweisenden Ende so ausgebildet ist, dass er mit dem mindestens einen Steg (13) des Tragschienenprofilabschnitts (12) überlappen kann.
- Magazin (10) nach Anspruch 4 oder 5, bei dem der Verstellschieber (20) an seiner vom Anschlag (14) wegweisenden Seite mindestens einen vorstehenden Dorn (22) aufweist, der mittig zwischen Schenkel des Tragschienenprofilabschnitts (12) einfahren kann.
- Magazin (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei dem der Verstellschieber (20) mittig an seiner dem Anschlag (14) abgewandten Seite eine Ausnehmung aufweist.
- Magazin (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, bei der mindestens eine Stegabschnitt (23) des Verstellschiebers (20) an seinem auf den Anschlag (14) zuweisenden Ende vor einer vorderen Seite des Verstellschiebers (20) endet.
- Magazin (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, bei dem der Verstellschieber (20) oder der Anschlag (14) zur Verstellung des Verstellschiebers (20) eine Gewindebohrung (26) aufweist, in die eine Verstellschraube (25) eingreift.
- Magazin (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem die Länge des Entnahmeabschnittes (24) auf einer Skala ersichtlich ist.
- Magazin (10) nach Anspruch 9, bei dem die Länge des Entnahmeabschnittes (24) auf einer Skala ersichtlich ist und die Skala oder ein Skalenzeiger an die Verstellschraube (25) gekoppelt ist.
- Magazin (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, aufweisend einen Aktuator zur ansteuerbaren Verstellung des Verstellschiebers (20).
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