EP4256222A1 - Verfahren zum herstellen einer verbindung und verbindungsvorrichtung - Google Patents

Verfahren zum herstellen einer verbindung und verbindungsvorrichtung

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EP4256222A1
EP4256222A1 EP21831216.3A EP21831216A EP4256222A1 EP 4256222 A1 EP4256222 A1 EP 4256222A1 EP 21831216 A EP21831216 A EP 21831216A EP 4256222 A1 EP4256222 A1 EP 4256222A1
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EP
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triggering
cavity
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EP21831216.3A
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Linde GmbH
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Linde GmbH
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  • valve 191 - possibly automatically, e.g. also via the signal 196 - is closed in order to prevent further outflow from the first container 190.

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden (110, 120) von zwei zu verbindenden Komponenten (111, 121) mittels zweier Verbindungsflansche (112, 122), von denen jeweils einer an einem Anschlussende vorgesehen ist, wobei zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche (112, 122) ein abdichtbarer Hohlraum (130) ausgebildet wird, wobei ein verschließbarer und bei Bedarf öffenbarer Kanal (132) zwischen dem Hohlraum (130) und einer Umgebung vorgesehen wird, und in dem Hohlraum (130) ein Unterdruck erzeugt und der Kanal (132) verschlossen wird, wobei ein Auslösemechanismus (136) vorgesehen wird, der dazu eingerichtet ist, den Kanal (132) bei Vorliegen eines Auslösekriteriums automatisiert zu öffnen, sowie eine entsprechende Verbindungsvorrichtung (100) und deren Verwendung.

Description

Beschreibung
Verfahren zum Herstellen einer Verbindung und Verbindungsvorrichtung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden von zwei zu verbindenden Komponenten, eine entsprechende Verbindungsvorrichtung sowie eine Transferleitung mit einer solchen Verbindungsvorrichtung
Transferleitungen für verflüssigtes Gas weisen meist mehrere Abschnitte auf, die in der Regel an bestimmten Stellen miteinander verbunden werden müssen. Dies ist z.B. beim Anschluss eines Schlauchs an einen Behälter bzw. dort an einen Anschlussstutzen der Fall. Für den normalen Betrieb soll eine solche Verbindung dabei große Kräfte aufnehmen können, bei Überlast allerdings ist es wünschenswert, dass nur geringe Kräfte auf andere beteiligte Komponenten wirken, um etwaige Schäden zu vermeiden.
Aus verschiedenen Bereichen sind sog. Sollbruchstellen bekannt, die grundsätzlich für den genannten Zweck vorgesehen werden können. Bei Überdruckbehältern können z.B. sog. Berstscheiben als Sollbruchstellen vorgesehen werden, ebenso denkbar ist die Verwendung von anderem, schwächerem Material an bestimmten Stellen der Verbindung, das dann bei Überlast gezielt nachgibt. Bei den erwähnten Transferleitungen oder auch allgemein bei Rohr- oder Schlauchverbindungen sind übliche Sollbruchstellen allerdings schwierig vorzusehen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Aufgabe, eine Möglichkeit für eine sichere und hohe Kräfte aufnehmende Verbindung zwischen zwei Anschlussenden von Komponenten wie Schläuchen oder Rohren bereitzustellen, die aber bei Überlast möglichst keine Schäden an beteiligten Komponenten verursacht.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung sowie eine Verbindungsvorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden von zwei zu verbindenden Komponenten mittels bzw. unter Verwendung zweier Verbindungsflansche, von denen jeweils einer an einem Anschlussende vorgesehen ist. Als Komponenten kommen insbesondere Schläuche oder Rohre oder allgemein Leitungen für z.B. Gase, Flüssigkeiten oder verflüssigte Gase in Betracht. Insbesondere kommen als Komponenten Abschnitte einer Transferleitung für verflüssigtes Gas in Betracht. An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass sich die Erfindung letztlich für jegliche Art von zu verbindenden Komponenten eignet.
Typischerweise werden zwei Verbindungsflasche miteinander verbunden, indem diese mit Verbindungsmitteln wie Schraubverbindungen (dabei kommen Schrauben und Muttern oder auch Gewindestrangen mit Muttern in Betracht, ggf. auch Klemmen) verbunden werden. Schrauben werden dabei z.B. durch geeignet angeordnete Löcher in den Verbindungsflanschen geführt. Insbesondere dann, wenn Rohre oder Schläuche verbunden werden sollen, ist es zweckmäßig, eine Dichtung wie z.B. eine Gummidichtung zwischen den zwei Verbindungsflansche bzw. den einander zuzuwendenden Seiten oder Oberflächen einzubringen.
Um einen Normalbetrieb sicher gewährleisten zu können, d.h. bei normalen Belastungen und Kräften auf die Verbindung bzw. die Verbindungsstelle, wie sie z.B. beim Transfer von verflüssigtem Gas durch eine Transferleitung (bei der zwei Abschnitte entsprechend miteinander verbunden sind) oder ggf. dem Hantieren hiermit auftreten, müssen die Verbindungsmittel z.B. gewisse Anforderungen (Dicke der Schrauben etc.) erfüllen. Selbst wenn dann die Verbindungsmittel bei Überlast, also z.B. bei (deutlich) größeren Kräften auf die Verbindung als üblich, z.B. brechen würden, käme es zu großen Kräften auf andere beteiligte Komponenten. Die Verbindungsmittel einfach schwächer auszubilden kommt insofern nicht in Betracht, als dann der Normalbetrieb nicht mehr gewährleistet werden könnte. Gleiches gilt im Grunde für andere Komponenten wie die Verbindungsflansche selbst. Hier setzt nun die Erfindung an; es wird vorgeschlagen, zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche einen abdichtbaren Hohlraum auszubilden und einen Kanal zwischen dem Hohlraum und der Umgebung vorzusehen, der verschließbar und bei Bedarf öffenbar ist. Zum Herstellen der Verbindung wird der der Hohlraum dann evakuiert - oder es wird zumindest ein Unterdrück darin erzeugt - und der Kanal wird verschlossen. Durch das Vakuum bzw. den Unterdrück wird erreicht, dass die beiden Verbindungflansche aneinander gehalten bzw. durch den Überdruck von außen einander gedrückt werden. Bei geeigneter Dimensionierung des Hohlraumes kann auf diese Weise eine für den Normalbetrieb ausreichend große Verbindungskraft erreicht werden.
Durch die Möglichkeit, den Kanal bei Bedarf zu öffnen und damit das Vakuum bzw. den Unterdrück zu brechen, kann für den Fall einer Überlast die Verbindungskraft (ggf. zu Null) reduziert werden, sodass die Verbindung einfach gelöst wird. Schäden an anderen beteiligten Komponenten werden damit vermieden. Hierzu wird ein Auslösemechanismus vorgesehen, der dazu eingerichtet ist, den Kanal bei Vorliegen eines Auslösekriteriums automatisiert zu öffnen. Insbesondere kann auf diese Weise auch Schaden von Transferleitungen für z.B. verflüssigtes Gas oder sonstige Medien abgewendet werden.
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es letztlich auf den konkreten Fall ankommt, ob in dem Hohlraum "nur" ein Unterdrück erzeugt wird, oder ob dieser evakuiert wird (auch ein Vakuum bedeutet in der Praxis noch einen gewissen Restdruck). Selbst bei einem Druck von z.B. wenigen oder auch wenigen zehn Millibar kann eine hinreichend große Kraft durch den Überdruck ausgeübt werden. Je nach Art der Verbindung bzw. der benötigten Verbindungskraft und durch geeignete Dimensionierung des Hohlraumes kann sogar mit nur geringem Unterdrück von z.B. einigen hundert Millibar unter Umgebungsdruck eine hinreichend stabile Verbindung zwischen den Verbindungsflanschen erzeugt werden.
Wie schon erwähnt, liegt eine typische und bevorzugte Anwendung des vorgeschlagenen Vorgehens bei der Verbindung von Rohren oder Schläuchen oder allgemein von hohlen Leitungen. Die Anschlussenden solcher Komponenten weisen zudem eine oder mehrere Öffnungen auf; denkbar sind in diesem Zusammenhang auch Leitungen mit mehreren, parallel geführten Rohren oder Schläuchen, die gemeinsam verbunden werden sollen. Der Hohlraum wird dann bevorzugt derart ausgebildet, dass er Öffnungen in den Anschlussenden umgibt, insbesondere mit ringförmigem Querschnitt. Auf diese Weise wird die durch das Vakuum bzw. den Unterdrück im Hohlraum erzeugte Kraft auf die Verbindungsflansche um die Öffnungen herum verteilt, insbesondere auch möglichst gleichmäßig. Dies wiederum führt zu einer stabilen und sicheren Verbindung. Um den Hohlraum für das Erzeugen des Vakuums oder des Unterdrucks abzudichten, können z.B. zwei Dichtungen, insbesondere ringförmige Dichtungen, verwendet werden. Diese können aus einem geeigneten Material wie Gummi sein oder solches aufweisen.
Eine bevorzugte Möglichkeit, den Kanal zu verschließen und bei Bedarf zu öffnen, ist die Verwendung eines Ventils. Der Kanal selbst ist zweckmäßigerweise zumindest teilweise, ggf. aber auch vollständig, in einem der zwei Verbindungsflansche ausgebildet. Hierbei kann dann außen an diesem einen Verbindungsflansch das Ventil vorgesehen sein. Dieses Ventil sollte dann möglichst derart ausgebildet sein, dass z.B. eine Vakuumpumpe zum evakuieren des Hohlraums - bzw. darin den Unterdrück zu erzeugen - angeschlossen werden kann.
Ein besonderer Vorteil des vorgeschlagenen Vorgehens liegt darin, dass der Auslösemechanismus vorgesehen wird, der dazu eingerichtet ist, den Kanal bei Vorliegen eines Auslösekriteriums automatisiert zu öffnen, z.B. durch entsprechende Ansteuerung des Ventils. Ein solcher Auslösemechanismus kann bei dem vorstehend schon erwähnten Fall der Überlast z.B. genutzt werden, um automatisiert das Vakuum im Hohlraum zu brechen und so eine Art Sollbruchstelle zu schaffen. Es kann dann von einer vakuumunterstützten Sollbruchstelle gesprochen werden. Denkbar ist hier z.B. die Kopplung des Auslösemechanismus an eine Bewegung einer der Komponenten oder eines damit verbundenen Behältnisses oder Tanks oder ähnlichem. Dies bedeutet, dass der Auslösemechanismus den Kanal bei einer Bewegung einer der Komponenten oder eines damit verbundenen Behältnisses oder Tanks automatisiert öffnet. Mit anderen Worten umfasst das Auslösekriterium eine Bewegung einer der Komponenten oder eines damit verbundenen Behältnisses oder Tanks.
Wenn z.B. eine Bewegung eines Tankschiffes, in das mittels der Transferleitung verflüssigtes Gas transferiert wird, erkannt wird (z.B. aufgrund einer Welle im Meer), so kann das Vakuum gebrochen werden, um durch Überlast durch das abdriftende Tankschiff weitergehende Schäden zu verhindern. Vielmehr würde die Verbindung dann relativ einfach getrennt werden (können). In diesem Fall ist dann zu bedenken, dass zumindest die dann offene Verbindungsstelle anderweitig geschlossen werden sollte, z.B. durch das Schließen eines entsprechenden Ventils am Vorratstank, aus dem das verflüssigte Gas entnommen wird. Auch das kann automatisiert werden und ggf. an den Auslösemechanismus gekoppelt sein.
Grundsätzlich kann ein solcher Auslösemechanismus aber mehr oder weniger beliebig ausgelöst bzw. getriggert werden. Je nach Situation kann dies mechanisch oder elektrisch erfolgen. Denkbar ist z.B. die Verwendung eines elektromagnetischen Ventils, das nur bei einem gewissen Stromfluss geschlossen bleibt und das Vakuum im Hohlraum hält. Wird der Stromfluss unterbrochen, wird das Vakuum gebrochen. Mit anderen Worten öffnet das elektromagnetische Ventil bei Unterbrechung des Stromflusses. Denkbar ist aber z.B. auch eine mechanische Seilzugvorrichtung oder ähnliches oder auch nur eine Berstscheibe, die bei Bedarf manuell geöffnet bzw. zerstört werden kann.
Die vorstehend erwähnten Verbindungsmittel wie z.B. Schraubverbindungen können zum Herstellen der Verbindung weiterhin verwendet werden. Aufgrund der durch das Vakuum (bzw. den Unterdrück) erzeugten Verbindungskraft können diese Verbindungsmittel aber deutlich schwächer als bisher ausgeführt werden. Vielmehr kann es ausreichend sein, dass mit solchen Verbindungsmitteln die Verbindungsflasche nur zusammengehalten werden, bis das Vakuum erzeugt ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass auch nach Brechen des Vakuums noch ein gewisser Zusammenhalt der Verbindungsflasche gewünscht ist. Denkbar sind als Verbindungsmittel hierbei auch sog. Dehnschrauben. Grundsätzlich denkbar ist aber auch eine geeignete Ausgestaltung der Verbindungsflasche, sodass auf solche zusätzlichen Verbindungsmittel ggf. ganz verzichtet werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Verbindungsvorrichtung zum Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden von zwei zu verbindenden Komponenten, wobei an jedem Anschlussende jeweils ein Verbindungsflansch vorgesehen ist, wobei zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche ein abdichtbarer Hohlraum ausbildbar ist, in dem ein Unterdrück (oder Vakuum) erzeugbar ist, und wobei ein verschließbarer und bei Bedarf öffenbarer Kanal zwischen dem Hohlraum und einer Umgebung vorgesehen ist.
Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen und Vorteile der Verbindungsvorrichtung sei auch auf obige Ausführungen zum Verfahren verwiesen, die hier entsprechend gelten.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Transferleitung für verflüssigtes Gas mit mehreren Abschnitten, bei der eine oder mehrere der genannten Verbindungsvorrichtung vorgesehen sind, um jeweils zwei Abschnitte der Transferleitung miteinander zu verbinden.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Figur 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Transfervorrichtung Verbindungsvorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform.
In Figur 1 ist schematisch eine erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung 100 in einer bevorzugten Ausführungsform dargestellt, die nachfolgend auch unter Erläuterung eines zugehörigen erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert werden soll. Beispielhaft wird die Vorrichtung 100 dazu verwendet, zwei Abschnitte 111 und 121 einer Transferleitung 101 für verflüssigtes Gas miteinander zu verbinden. Mittels der Transferleitung 101 soll beispielhaft verflüssigtes Gas aus einem ersten Behälter 190 (z.B. einem Vorratsbehälter) in einen zweiten Behälter 192 (z.B. in einem Tankschiff) transferiert werden. Auf Seiten des ersten Behälters 190 ist beispielhaft noch ein Ventil 191 vorgesehen.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass sich die Verbindungsvorrichtung 100 letztlich an einer geeigneten Stelle der Transferleitung, ggf. auch direkt an einem der Behälter 190, 192, dort z.B. an einem Anschlussstutzen befinden kann. Ebenso können mehrere solcher Verbindungsvorrichtungen 100 vorgesehen sein, falls nötig. Die gezeigte Stelle ist rein beispielhaft und dient nur der Veranschaulichung. Die Verbindungsvorrichtung 100 selbst ist dabei auch in einem anderen Maßstab und detaillierter dargestellt als der Rest der Transferleitung sowie die Behälter.
Die Verbindungsvorrichtung 100 dient dem Herstellen einer Verbindung zwischen den zwei Anschlussenden 110 und 120 der zwei, als Abschnitte einer Transferleitung ausgebildeten und zu verbindenden Komponenten 111 , 121. Entsprechend der Ausbildung der Komponenten als Abschnitte einer Transferleitung bzw. eine Leitung allgemein, sind die Anschlussenden 110, 120 rohrförmig ausgebildet, d.h. mit einer äußeren Wand, die einen freien Raum im Inneren begrenzt. Dies ist auch entsprechend veranschaulicht. Diese freien Räume bilden damit am jeweiligen Ende eine Öffnung, die beispielhaft für das Anschlussende 120 mit 124 bezeichnet is.t
Weiterhin ist an jedem Anschlussende 110, 120 jeweils ein Verbindungsflansch 112 bzw. 122 vorgesehen. Die Anschlussenden 110, 120 können dabei jeweils ein Endstück des betreffenden Leitungsabschnitts 111 bzw. 121 sein oder auch ein separates, ggf. auch angeschweißtes oder anderweitig angebrachtes Teil. Die Verbindungsflansche 112, 122 wiederum können mit dem Anschlussenden 110, 120 verschweißt oder anderweitig verbunden sein. Denkbar ist aber auch, dass diese einstückig damit ausgebildet sind und damit Teil der Anschlussenden 110, 120 bilden.
Zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche 112 und 122 ist dabei ein abdichtbarer und evakuierbarer Hohlraum 130 vorgesehen. Dieser Hohlraum wird zum einen durch die beiden erwähnten Seiten bzw. dort den Oberflächen der Verbindungsflansche 112 und 122 gebildet, und zum anderen durch zwei ringförmige Dichtungen bzw. Dichtungsringe 140 und 142. Diese Dichtungen können z.B. aus Gummi bestehen, wobei je nach Verwendungszweck der Verbindung bzw. der damit zu verbindenden Komponenten auch andere Materialien gewählt werden können. Die Dichtung 140 ist dabei an der Innenseite der Verbindungsflasche 110, 120 angeordnet, d.h. dem freien Raum im Inneren der Anschlussenden bzw. deren Öffnung 124 zugewandt, die Dichtung 142 hingegen ist an der Außenseite der Verbindungsflasche 110, 120 angeordnet, d.h. der Umgebung zugewendet.
Weiterhin ist ein Kanal 132 zwischen dem Hohlraum 130 und der Umgebung vorgesehen, der in dem gezeigten Beispiel in dem Verbindungsflansch 110 ausgebildet ist, z.B. als eine entsprechende Bohrung oder dergleichen. Während die Verbindung des Kanals 132 zum Hohlraum 130 offen ist, ist am anderen Ende des Kanals, also zur Umgebung hin, ein Ventil 134 vorgesehen. Mittels des Ventils 1343 ist der Kanal verschließbar und kann bei Bedarf geöffnet werden.
Weiterhin ist eine Vakuumpumpe 150 gezeigt, die an das Ventil 132 angeschlossen ist. Wenn das Ventil 130 geöffnet ist, kann bei Betätigung der Vakuumpumpe 150 der Hohlraum 130 evakuiert werden bzw. es kann darin zumindest ein Unterdrück erzeugt werden. Wenn der Hohlraum 130 evakuiert ist bzw. der erzeugte Unterdrück hinreichend groß ist, kann das Ventil 130 geschlossen werden. Durch das Vakuum bzw. den Unterduck im Hohlraum 130 wird damit eine Kraft von außen auf die Verbindungsflansche 110, 120 erzeugt, die diese aneinanderdrückt und damit die Anschlussenden 110, 120 bzw. die Abschnitte 111 , 121 miteinander verbindet
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Hohlraum nicht notwendigerweise die hier gezeigte Form bzw. Gestalt aufweisen muss. Denkbar sind z.B. auch andere Formgebungen der einander zugewandten Seiten der Verbindungsflansche 110, 120 oder auch nur eines Verbindungsflansches. Entscheidend ist letztlich, dass überhaupt ein Hohlraum gebildet wird, der evakuiert werden kann bzw. in dem sich ein Vakuum bzw. zumindest ein Unterdrück bilden kann. Ebenso können die Dichtungen anders gestaltet werden. Der Kanal 132 muss ebenso nicht die gezeigte Form aufweisen, sondern könnte z.B. durchgehend senkrecht doch einen der Verbindungsflansche hindurch verlaufen.
Weiterhin sind beispielhaft zwei Schrauben 114 mit zugehörigen Muttern 115 gezeigt (nur jeweils eine davon mit Bezugszeichen). Die Schrauben sind dabei jeweils durch geeignete Öffnungen bzw. Löcher in den zwei Verbindungsflanschen 110, 120 hindurch geführt und verschraubt. Auf diese Weise kann eine zusätzliche Stabilität erreicht werden. Es versteht sich, dass - jedenfalls in der beispielhaft gezeigten Situation - eine geeignete Abdichtung der Öffnungen bzw. Durchführungen für die Schrauben vorzusehen ist, damit der Hohlraum 130 auch evakuiert werden kann. Denkbar sind hierfür beispielsweise, weitere Dichtungsringe zwischen den zwei Verbindungsflanschen 110, 120 vorzusehen, die die Schrauben umgeben und damit letztlich gewisse Bereiche von dem Hohlraum 130 ausnehmen. Ebenso können die Schrauben bzw. die nötigen Durchführungen aber auch außerhalb des Hohlraumes 130 angeordnet werden oder es können die Dichtungen 140, 142 derart angeordnet werden, dass die Schrauben bzw. Durchführungen vom Hohlraum 130 ausgenommen sind.
Weiterhin ist ein Auslösemechanismus 136 am Ventil 134 vorgesehen, der beispielhaft über ein Signal 196, das wiederum von einer Mess- oder Erfassungseinrichtung 194 am zweiten Behälter 192 ausgegeben werden kann, wenn z.B. ein bestimmtes Auslösekriterium wie eine Bewegung des zweiten Behälters 192 erkannt wird. In einem solchen Fall kann doch den Auslösemechanismus 136 automatisiert der Kanal 132 geöffnet werden, z.B. indem das Ventil 134 geöffnet wird. Denkbar ist aber auch, dass - wie vorstehend schon erwähnt - das Ventil selbst ein elektromagnetisches Ventil ist, das durch Bestromung geschlossen bleibt. Das Signal 196 kann in diesem Fall auch eine Unterbrechung der Stromversorgung sein, wodurch der Kanal 132 geöffnet wird. Der Auslösemechanismus wäre dann in das Ventil integriert.
Letztlich kommt es insbesondere darauf an, dass der Kanal 132 bei Vorliegen eines Auslösekriteriums (automatisiert) geöffnet werden kann, wodurch das Vakuum im Hohlraum 130 gebrochen wird, sodass die auf die durch den Unterdrück bzw. das Vakuum auf die Verbindungsflansche 110, 120 wirkende Verbindungskraft reduziert wird, insbesondere bis auf null. Die Verbindungsflansche 110, 120 werden dann nur noch durch die - insbesondere schwach ausgebildeten - Schrauben 114 bzw. Muttern 115 zusammengehalten. Diese Verbindung hält dann nur noch einer gewissen Überlast stand und gibt die Verbindung danach frei. Auf diese Weise wird also eine vakuumunterstützte Sollbruchstelle gebildet.
Weiterhin kann dann vorgesehen sein, dass dann, wenn die Verbindung freigegeben bzw. getrennt ist, z.B. das Ventil 191 - ggf. automatisiert, z.B. auch über das Signal 196 - geschlossen wird, um weiteren Ausfluss aus dem ersten Behälter 190 zu vermeiden.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zum Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden (110, 120) von zwei zu verbindenden Komponenten (111, 121) mittels zweier Verbindungsflansche (112, 122), von denen jeweils einer an einem Anschlussende vorgesehen ist, wobei zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche (112, 122) ein abdichtbarer Hohlraum (130) ausgebildet wird, wobei ein verschließbarer und bei Bedarf öffenbarer Kanal (132) zwischen dem Hohlraum (130) und einer Umgebung vorgesehen wird, wobei in dem Hohlraum (130) ein Unterdrück erzeugt und der Kanal (132) verschlossen wird, und wobei ein Auslösemechanismus (136) vorgesehen wird, der dazu eingerichtet ist, den Kanal (132) bei Vorliegen eines Auslösekriteriums automatisiert zu öffnen.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei der Kanal (132) mittels eines Ventils (134) verschließbar und bei Bedarf öffenbar ausgebildet wird, und wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, den Kanal (132) bei Vorliegen des Auslösekriteriums durch Ansteuerung des Ventils (134) automatisiert zu öffnen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, über ein Signal (196) ausgelöst zu werden, wenn das Auslösekriterium vorliegt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Auslösemechanismus an eine Bewegung einer der Komponenten (111, 121) oder eines damit verbundenen Behältnisses oder Tanks gekoppelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Auslösemechanismus (136) elektrisch ausgelöst wird.
6. Verfahren nach Ansrpruch 5, wobei ein elektromagnetisches Ventil (134) als Venil vorgsehen wird, das bei Bestromung geschlossen bleibt und bei Unterbrechung eines Stromflusses oder einer Stromversorgung öffnet. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Auslösemechanismus (136) meachanisch ausgelöst wird. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, zum Herstellen einer Verbindung zwischen zwei Anschlussenden (110, 120) von Abschnitten (111 , 121) einer Transferleitung (101) für verflüssigtes Gas. Verbindungsvorrichtung (100) zum Herstellen einer Verbindung zwischen Anschlussenden (110, 120) von zwei zu verbindenden Komponenten (111 , 121), wobei an jedem Anschlussende jeweils ein Verbindungsflansch (112, 122) vorgesehen ist, wobei die Verbindungsvorrichtung (100) derart ausgebildet ist, dass zwischen einander zuzuwendenden Seiten der zwei Verbindungsflansche (112, 122) ein abdichtbarer Hohlraum (130) ausbildbar ist, in dem ein Unterdrück erzeugbar ist, wobei ein verschließbarer und bei Bedarf öffenbarer Kanal (132) zwischen dem Hohlraum (130) und einer Umgebung vorgesehen ist, weiterhin mit einem Auslösemechanismus (136), der dazu eingerichtet ist, den Kanal (132) bei Vorliegen eines Auslösekriteriums automatisiert zu öffnen. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 9, weiterhin mit einem Ventil (134), das derart ausgebildet ist, dass der Kanal (132) verschließbar und bei Bedarf öffenbar ist, wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, den Kanal (132) bei Vorliegen des Auslösekriteriums durch Ansteuerung des Ventils (134) automatisiert zu öffnen. Verbindungsvorrichtung (100) nach Anspruch 10, wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, über ein Signal (196) ausgelöst zu werden, wenn das Auslösekriterium vorliegt. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , wobei der Auslösemechanismus an eine Bewegung einer der Komponenten (111 , 121) oder eines damit verbundenen Behältnisses oder Tanks gekoppelt ist. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, elektrisch ausgelöst zu werden. Verbindungsvorrichtung (100) nach Ansrpuch 13, mit einem elektromagnetischen Ventil als das Ventil (134), das dazu eignerichtet ist, bei Bestromung geschlossen zu bleiben und bei Unterbrechung eines Stromflusses oder einer Stromversorgung zu öffnen. Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei der Auslösemechanismus (136) dazu eingerichtet ist, meachanisch ausgelöst zu werden. Verwendung einer Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 15 zum Herstellen der Verbindung zwischen den Anschlussenden (110, 120) der zwei zu verbindenden Komponenten (111 , 121), welche Verbindung bei Bedarf, insbesondere bei Vorliegen des Auslösekriteriums, automatised gelöst werden soll. Verwendung nach Anspruch 16, zum Herstellen der Verbindung zwischen den zwei Anschlussenden (110, 120) von Abschnitten (111 , 121) einer Transferleitung (101) für verflüssigtes Gas. Transferleitung (101) für verflüssigtes Gas mit mehreren Abschnitten (111 , 121), die mittels wenigstens einer Verbindungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 15 miteinander verbindbar oder verbunden sind.
EP21831216.3A 2020-12-04 2021-12-01 Verfahren zum herstellen einer verbindung und verbindungsvorrichtung Withdrawn EP4256222A1 (de)

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EP20020591 2020-12-04
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