Durchführung
Die Erfindung betrifft eine elektrische Durchführung umfassend ein Durchführungsbauteil mit einer Öffnung, wenigstens ein in die Öffnung des Durchführungsbauteiles eingeglasten Leiter sowie wenigstens ein mit dem Durchführungsbauteil verbundenes Führungsbauteil.
Durchführungen für elektrische Leiter mit einem in ein Glas- oder Glaskeramikmatenal eingeglasten Leiter sind aus einer Vielzahl von Anmeldungen bekannt geworden. Diesbezüglich wird beispielsweise auf die WO 2012/110246 A1 oder die DE10 2018 220 118 A1 verweisen. All die zuvor genannten Schriften beziehen sich auf Durchführungen die in ein Gehäuse für Speichervorrichtungen, insbesondere Batteriegehäuse eingebracht werden. Die Durchführungen umfassen Leiter, mit denen hohe Ströme in die Speichervorrichtungen oder aus der Speichervorrichtung, insbesondere aus den Akkumulatoren abgeführt werden.
Akkumulatoren, bevorzugt für Lithium-Ionen-Batterien oder Nickel- Metallhydridbatterien können in verschiedenen Bereichen, beispielsweise für tragbare elektronische Geräte, Mobiltelefone, Motorwerkzeuge oder Elektrofahrzeuge eingesetzt werden.
Batterien können sowohl eine Einwegbatterie, die nach ihrer Entladung entsorgt und/oder recycelt wird, als auch ein Akkumulator sein.
Während Durchführungen im Stand der Technik immer Batterieanwendungen waren, ist aus keiner der vorgenannten Anmeldungen hervorgegangen wie eine elektrische Durchführung ausgestaltet sein muss, um einerseits an ein Batteriemanagementsystem und andererseits an eine Speichereinrichtung, insbesondere Batterie anschließbar zu sein.
Die WO 2012/110246 A1 beschreibt zwar die Durchführung eines Leiters, die durch ein Glasmaterial geführt wird und mit einem Elektroden- Verbindungsbauteil verbunden wird, allerdings ist das Elektroden- Verbindungsbauteil fest mit dem Leiter z.B. durch ein Schweiß- oder eine Lötverbindung verbunden. Eine derartige Verbindung ist sehr aufwändig und hat den Nachteil, dass sie nicht lösbar ist. Zudem handelt es sich bei den Leitungen gemäß der WO 2012/110246 A1 um hohe Ströme führende Versorgungsleitungen zur Batteriezelle und von der Batteriezelle weg. Die Erfindung hingegen ist auf die Durchführung von Steuerleitungen gerichtet.
Die US 2019/ 0 131 591 A1 zeigt eine Durchführung mit einem eingeglasten Leiter und einem Isolierelement aus Kunststoff, durch das der Leiter hindurchgeführt wird. Das Isolierelement dient aber lediglich der Isolation und nicht der Führung. Insbesondere dient das Isolierelement nicht dazu, dass ein Stecker passgenau auf einen in einem Glas- oder Glaskeramikmaterial eingeglasten Leiter aufgeschoben werden kann. Hierzu ist in der US 2019/0 131 591 A1 nichts ausgeführt.
Des Weiteren beschreibt die US 2019/0 131 591 A1 auch eine Batterie und somit eine Speichereinrichtung, jedoch ist in der US 2019/ 0 131 591 A1 keine Trennwand, die einen ersten und zweiten Bereich voneinander trennt, offenbart. Insbesondere ist in der US 2019/0 131 591 A1 nicht beschrieben, dass der erste Bereich ein feuchter Bereich ist und der zweite Bereich ein trockener Bereich.
Neben der US 2019/0 131 591 A1 zeigt auch die US 2014/ 0 030 902 A1 eine Durchführung. Wie schon in der US 2019/ 0 131 591 A1 ist das Kunststoffteil lediglich als Isolator eingesetzt, ein Führungsbauteil, das dazu dient, dass ein Stecker passgenau auf den wenigstens einen in einem Glas- oder Glaskeramikmaterial eingeglasten Leiter aufgeschoben wird, ist auch in der US 2014/0 030 902 A1 nicht gezeigt.
Die DE 10 2009 014 334 B4 zeigt ebenfalls eine Durchführung mit einem rohrförmigen Element, das dazu dient einen Leiter auf eine Steckerbuchse zu
führen. Nicht explizit beschrieben in der DE 10 2009 014 334 B4 ist, dass das rohrförmige Bauteil aus einem Kunststoffmaterial besteht. Des Weiteren geht aus der DE 102009 014 334 B4 nicht hervor, dass der Isolierkörper, in den der Leiter eingebettet ist aus einem Glas- oder Glaskeramikmatenal besteht und der Leiter somit eingeglast ist.
Aufgabe der Erfindung ist es die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und, insbesondere eine Durchführung anzugeben, die über Steckverbindungen an Leitungen einfach und gegebenenfalls reversibel anschließbar ist.
Des Weiteren soll eine Speichereinrichtung angegeben werden, die besser als bislang gekühlt werden kann.
Erfindungsgemäß wird die erste Aufgabe durch eine elektrische Durchführung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die zweite, weitere Aufgabe wird durch eine Speichereinrichtung bzw. Speichersystem gemäß Anspruch 11 oder 16 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die erfindungsgemäße elektrische Durchführung umfasst ein Führungsbauteil, das mit dem Durchführungsbauteil verbunden ist. Durch diese Maßnahme ist es möglich eine Durchführung darzustellen, bei der ein Stecker passgenau auf den wenigstens einen in einem Glas- oder Glaskeramikmaterial eingeglasten Leiter des Durchführungsbauteiles aufschiebbar ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Führungsbauteil aus einem Kunststoffmaterial besteht, das mit dem Durchführungsbauteil bevorzugt aus einem metallischen Material verbunden ist. Die Ausgestaltung des Führungsbauteiles aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem duroplastischen Kunststoffmaterial ist vorteilhaft, da die aufwändige Geometrie des Führungsbauteiles nur sehr schwer und mit hohem Aufwand, insbesondere Bearbeitungsaufwand aus demselben Material wie das Durchführungsbauteil, das bevorzugt aus Metall besteht, hergestellt werden kann.
Besonders bevorzugt ist auch der Einsatz eines thermoplastischen Kunststoffmatenals statt eines Duroplasten, da dann das Führungsbauteil in seiner aufwändigen Geometrie durch ein Spritzgießverfahren einfach hergestellt werden kann. Außerdem können thermoplastische Kunststoffmaterialien durch Erwärmung eingeschmolzen und wieder verwertet werden. Hierbei werden die ursprünglichen Materialeigenschaften erhalten.
Generell kann das Führungsbauteil aus Kunststoff sehr einfach im Spritzgießverfahren erhalten werden.
Um das Führungsbauteil sicher mit dem Durchführungsbauteil aus Metall zu verbinden, ist vorgesehen, dass das Führungsbauteil derart ausgestaltet ist, dass es verliersicher mit dem Durchführungsbauteil verbindbar ist.
Eine verliersichere Verbindung wird beispielsweise in einer bevorzugten Ausführungsform dadurch zur Verfügung gestellt, dass das Durchführungsbauteil wenigstens einen Hinterschnitt zur Verbindung mit dem Führungsbauteil umfasst. In den Hinterschnitt kann der Kunststoff des Führungsbauteiles mit einem Spritzgießverfahren für das Führungsbauteil eingespritzt werden. Da der Ausdehnungskoeffizient des Kunststoffmaterials höher als der des Metalls ist, kann sich der Kunststoff im Hinterschnitt des metallischen Durchführungsmaterial verkrallen, so dass der Kunststoff und damit das Führungsbauteil verliersicher mit dem Durchführungsbauteil verbunden ist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Hinterschnitt einen konischen Verlauf in Richtung des Durchführungsbauteils aufweist. Der konische Verlauf garantiert, dass sich der Kunststoff noch besser in dem Hinterschnitt verkrallt, so dass Kunststoff und Durchführungsbauteil aus Metall sehr fest miteinander verbunden sind. Insbesondere wird durch eine derartige Ausgestaltung eine spielfreie, robuste Verbindung zur Verfügung gestellt. Die robuste Verbindung zeichnet sich auch durch einen hohen Widerstand gegenüber Vibrationen und Beschleunigungskräften aus. Bei der verliersicheren Verbindung von
Führungsbauteil und Durchführungsbauteil handelt es sich um eine feste, d.h. eine nicht lösbare Verbindung zweier Bauteile aus unterschiedlichen Materialien, dem Metall des Grundkörpers und dem Kunststoff des Führungsbauteiles.
Das Führungsbauteil ist insbesondere derart ausgebildet, dass es wenigstens einen Stecker, der mit dem wenigstens einem Leiter verbunden ist, aufnehmen kann. Der Stecker kann in dem Führungsbauteil auf den wenigstens einen Leiter der in dem Durchführungsbauteil eingeglast ist, aufgeschoben werden. Bevorzugt sind in dem Glas- oder Glaskeramikmatenal eine Vielzahl von Leitern, beispielsweise sechs nebeneinanderliegende Leiter eingeglast. Der Stecker umfasst dann ebenfalls eine Vielzahl von Aufnahmen, bspw. insgesamt sechs Aufnahmen, die auf die insgesamt sechs Leiter aufgesteckt werden können. Die Anzahl der eingeglasten Leiter ist nicht beschränkt, prinzipiell ist eine mehrfache Einglasung einer unbegrenzten Anzahl an Leitern denkbar. Es handelt sich in diesen Fällen um Mehrfach-Durchführungen.
In einer besonderen Ausführungsform ist der Stecker derart ausgebildet, das er verliersicher mit dem Führungsbauteil verbunden werden kann. Hierzu ist in einer ersten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Führungsbauteil eine Aussparung und der Stecker wenigstens eine Rastnase umfasst, die in die Aussparung eingreifen kann. Im Gegensatz zur verliersicheren Verbindung von Führungsbauteil und Durchführungsbauteil, die permanent, d.h. nicht lösbar ist, ist die verliersichere Verbindung von Stecker und Führungsbauteil eine nicht permanente, d.h. eine lösbare Verbindung durch das Herausdrücken der Rastnase aus der Aussparung.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Leiter ein zweiseitiger Leiter, d.h. ein Leiter der nach Einglasen in die Öffnung des Durchführungsbauteiles von zwei Seiten mit einem Stecker versehen werden kann.
Wenn der Leiter nicht einteilig ausgeführt ist, so kann der Leiter aus insgesamt drei Teilen, einem ersten Endabschnitt, bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt,
einem Mittenabschnitt bevorzugt mit rundem Querschnitt und einem zweiten Endabschnitt, bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt bestehen. Dann ist es möglich, dass der runde Mittenabschnitt des Leiters gut eingeglast werden kann, der erste Endabschnitt und der zweite Endabschnitt mit rechteckigem Querschnitt dagegen können kontaktsicher mit einem Stecker verbunden werden. Auch können die unterschiedlichen Abschnitte unterschiedliche Materialien umfassen.
Alternativ zu einem dreigeteilten Leiter kann auch ein einteiliger Leiter zur Verfügung gestellt werden. Auch bei einem einteiligen Leiter sind die Endabschnitte, bevorzugt erster und zweiter Endabschnitt mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet. Auch der durchgehende Leiter mit rechteckigem Querschnitt, insbesondere der durchgehende 4-Kant-Pin kann eingeglast, bevorzugt druckdicht eingeglast werden. Der durchgehende 4-Kant-Pin in seiner einstückigen Ausführungsform ist in der Regel aus ein und demselben Material, d.h. die Endabschnitte umfassen das gleiche Material wie der eingeglaste Mittenabschnitt, beispielsweise Kupfer oder NiFe.
Bei einem mehrteiligen, beispielsweise dreiteiligen Pin können die unterschiedlichen Abschnitte dagegen unterschiedliche Materialien umfassen, beispielsweise die Endabschnitte mit rechteckigem Querschnitt Kupfer und der runde Mittenabschnitt, der eingeglast wird NiFe. Die Endabschnitte aus Kupfer, die mit einem Stecker verbunden werden, zeichnen sich durch eine hohe Leitfähigkeit aus, der Mittenabschnitt aus NiFe dagegen durch eine gute Einglasbarkeit, insbesondere für den Fall einer Druckeinglasung.
Ein weiterer Vorteil der nicht einteiligen Ausführungsform ist, dass ein erster Endabschnitt, zweiter Endabschnitt und Mittenabschnitt jeweils einzeln hergestellt werden können und erst nach Herstellung der Einzelteile, der erste Endabschnitt, der Mittenabschnitt und der zweite Endabschnitt als Einzelteile miteinander zu einem Leiter verbunden, insbesondere verlötet und/oder geschweißt werden. Bevorzugt werden die einzelnen Abschnitte aus einem gezogenen oder gewalzten Profildraht hergestellt. Insbesondere ist es möglich, dass bspw. der erste und der zweite Endabschnitt einen rechteckigen Querschnitt aufweisen und der
Mittenabschnitt im Gegensatz hierzu einen runden Querschnitt. Aufgrund der Symmetrie kann der runde Querschnitt besonders gut eingeglast werden. Ein weiterer Vorteil der unterschiedlichen Abschnitte, die zu einem Leiter verbunden werden ist, dass unterschiedliche Materialien für die unterschiedlichen Abschnitte verwendet werden können. So ist es möglich die Endabschnitte, die mit den Aufnahmen des Steckers verbunden werden aus gut ström leitendem Kupfer auszubilden und den Mittenabschnitt, der eingeglast ist aus NiFe. Die Ausgestaltung zumindest der Endabschnitte mit einem Vierkant-Querschnitt hat den Vorteil, dass dieser besonders gut mit einem Stecker verbunden werden kann. Neben dem Vierkant-Querschnitt beispielsweise der Endabschnitte des Pins sind auch andere Mehrkant-Querschnitte denkbar, beispielsweise ein Sechskantoder Achtkant-Querschnitt.
Bevorzugt findet die erfindungsgemäße elektrische Durchführung in einer Trennwand, die einen feuchten Bereich, insbesondere einen flüssigkeitsführenden Bereich von einem trockenen Bereich trennt, Verwendung. Eine Trennung eines feuchten Bereiches von einem trockenen Bereich ist vorteilhaft, aber keineswegs zwingend. Bevorzugt umfasst der feuchte Bereich ein flüssiges Kühlmedium, beispielsweise Wasser oder Öl, insbesondere Flüssigkeiten für eine Immersionskühlung. Bei einer Immersionskühlung wird ein elektrisches Bauteil, bspw. eine Speichereinrichtung in eine dielektrische Flüssigkeit, die thermisch leitfähig ist zur Kühlung eingetaucht. Flüssigkeiten für die Immersionskühlung können Fluoropolymere, synthetische Ester oder Hydrocarbon/Ölmischungen sein. Im vom feuchten Bereich mit Hilfe der Trennwand getrennten trockenen Bereich sind bevorzugt Bauteile der Steuerung, die keine Flüssigkeitskühlung und/oder Immersionskühlung benötigt angeordnet. Auch ist es möglich Teile der Steuerelektronik mit einer Immersionskühlung zu versehen. Alternativ dazu ist es denkbar, dass der feuchte Bereich mit einem Elektrolyten befüllt ist. In diesem Fall bildet der feuchte Bereich beispielsweise eine Speicherzelle einer Batterie oder eines Kondensators aus.
Es sind somit Anordnungen denkbar, bei der zwei feuchte Bereiche voneinander getrennt werden. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn beispielsweise zwei Bereiche mit Flüssigkeiten zur Immersionskühlung durch eine Trennwand getrennt werden müssen. In den immersionsgekühlten Bereichen können neben Speichereinrichtungen auch Teile der Steuerelektronik angeordnet sein. Auch ist es möglich, dass die in eine der beiden Bereiche oder beide Bereiche eingebrachten Flüssigkeiten Elektrolyte bspw. einer Speichereinrichtung sind.
Obwohl hier die Trennung von zwei Bereichen beschrieben ist, können auch mehr als zwei Bereiche voneinander mittels Trennwänden getrennt werden, bspw. vier oder mehr Bereiche. Werden derartige Trennwände bei Systemen mit Speichereinrichtungen eingesetzt, so ermöglicht es die Trennwand in einer ersten Ausgestaltung, dass ein flüssigkeitsführender Bereich und ein Trockenbereich voneinander getrennt werden. Der flüssigkeitsführende Bereich ermöglicht eine Kühlung der Speichereinrichtung, insbesondere der Batterie bspw. mit einer Flüssigkeit wie Wasser oder Öl, insbesondere auch eine Immersionskühlung. Hierdurch kann die Langlebigkeit der Speichereinrichtung erhöht werden. Des Weiteren ist es mit der Kühlung möglich, dass die Speichereinrichtungen mit höheren Strömen schneller geladen werden kann.
Auf einer Seite der Trennwand ist bevorzugt für die Speichereinrichtung, eine Flüssigkeitskühlung bspw. Immersionskühlung angeordnet, auf der anderen z.B. in einem trockenen Bereich die Steuereinrichtung zur Steuerung der Speichereinrichtung bspw. der Batterie. Bevorzugt umfasst die Trennwand eine Öffnung in die das Durchführungsbauteil der Durchführung bevorzugt dicht mit einem O-Ring eingesetzt wird.
Neben der Durchführung stellt die Erfindung auch einen Leiter für eine Durchführung, bevorzugt eine Batteriedurchführung, zur Verfügung.
Der erfindungsgemäße Leiter ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter einen ersten Endabschnitt, bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt, sowie einen Mittenabschnitt, bevorzugt mit rundem Querschnitt, aufweist. In einer
fortgebildeten Ausführungsform kann der Leiter des Weiteren einen zweiten Endabschnitt, bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt, umfassen.
Besonders bevorzugt ist es, wenn der erste Endabschnitt und der Mittenabschnitt Einzelteile sind, die miteinander zu einem Leiter verbunden, insbesondere elektrisch verbunden, insbesondere verlötet und/oder verschweißt sind. Auch eine einstückige Ausführungsform mit rechteckigen Endabschnitten ist möglich. Bei mehrteiligen Leitern können die einzelnen Abschnitte unterschiedliche Materialien umfassen. Bei einer einstückigen Ausführungsform ist das Material der Endabschnitte identisch zum Material des Mittenabschnittes. Des Weiteren ist bei einem einteiligen Leiter der Querschnitt des Mittenabschnittes bevorzugt gleich dem des Endabschnittes. Haben beispielsweise die Endabschnitte einen Vierkant- Querschnitt, so weist beim einstückigen Leiter bevorzugt auch der Mittenabschnitt einen Vierkant-Querschnitt auf.
Generell ist es so, dass das Material der Endabschnitte des Leiters derart gewählt ist, dass es auf die Kontaktanforderungen beispielsweise einer Steckverbindung abgestimmt ist. Hier kann das Material so gewählt werden, dass der Kontakt- oder Übergangswiderstand niedrig ist und eine hohe Leitfähigkeit vorliegt. Besonders bevorzugt für eine hohe Leitfähigkeit ist beispielsweise Kupfer. Das Material des Mittenabschnittes des Leiters ist bevorzugt auf das Glasmaterial und die Art der Einglasung abgestimmt. Die Einglasung kann sowohl eine Druckeinglasung, wie eine Einglasung für eine angepasste Durchführung sein. Besonders bevorzugte Materialien für den Mittenabschnitt sind NiFe für eine Druckeinglasung. Auch Kovar kann im Mittenabschnitt verwandt werden. Ob eine Druckeinglasung oder eine angepasste Durchführung vorliegt, wird durch die Ausdehnungskoeffizienten von Leiter, Material und Grundkörper bzw. das Gehäuse in das die Einglasung vorgenommen wird, bestimmt. Bei einer angepassten Durchführung sind die Ausdehnungskoeffizienten von Leiter, Glasmaterial und Grundkörper in etwa gleich bzw. stimmen weitgehend überein, bei einer Druckeinglasung ist der Ausdehnungskoeffizient des Grundkörpers oder des die Öffnung umgebenden Materials in die der Leiter eingeglast wird, so gewählt, dass ein
Kompressionsdruck auf das Glas und den Leiter durch beispielsweise den Grundkörper ausgeübt wird. Bei einer Druckeinglasung ist der thermische Ausdehnungskoeffizient des Glasmaterials niedriger als der des Grundkörpers oder Gehäusematerials, so dass vom Gehäusematerial oder Grundkörper Druck auf das Glasmaterial aufgebaut werden kann. Der mehrfach geteilte Leiter stellt einen Leiter zur Verfügung, der optimal an die Einglasung und an die Steckkontakte angepasst ist.
Auch bei einem einstückigen Leiter mit rechteckigen Endabschnitten ist es möglich den Leiter mit rechteckigem Querschnitt, den sogenannten durchgehende 4-Kant- Pin druckdicht einzuglasen. Beim einstückigen Leiter ist der Querschitt der Endabschnitte bevorzugt identisch dem Querschnitt des Mittenabschnittes, der eingeglast wird.
Bevorzugt ist das Material des ersten und des zweiten Endabschnittes sowie des Mittenabschnittes oder des einstückigen Leiters eines oder mehrere der nachfolgenden Materialien:
Cu, eine Cu-Legierung, NiFe, eine NiFe-Legierung (Auch Ti oder eine Titanlegierung , Aluminium, Gold, Stahl oder Edelstahl, Eisen, Messing, Bronze oder Kovar sind mögliche Materalien. Ti oder Titanlegierungen als Materalien für den Leiter sind insbesondere für medizinische Anwendungen von Interesse.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist als Material für den Mittenabschnitt NiFe oder eine NiFe-Legierung und für den ersten Endabschnitt und/oder den zweiten Endabschnitt Cu oder eine Cu-Legierung vorgesehen. Eine derartige Ausführungsform eines Leiters hat eine hohe Leitfähigkeit im Bereich der Steckverbindung und erlaubt eine Druckeinglasung.
Neben der Durchführung, insbesondere der elektrischen Durchführung stellt die Erfindung auch eine Speichereinrichtung mit verbesserter Kühlung zur Verfügung. Die verbesserte Kühlung wird dadurch erreicht, dass Bereiche mit
Speichereinrichtungen bspw. mit einer Immersionskühlung versehen werden. Unterschiedliche Bereiche werden durch eine Trennwand voneinander getrennt.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen ohne Beschränkung hierauf beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 : einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße elektrische
Durchführung.
Fig. 2: eine Vorderansicht einer elektrischen Durchführung gemäß Fig. 1 .
Fig. 3: zwei nebeneinanderliegend eingeglaste Leiter der Durchführung.
Fig. 4: ein dreiteiliger Leiter eingesetzt in eine Durchführung gemäß der
Erfindung.
Fig. 5: Ausführungsform der Erfindung mit zwei Bereichen, einem trockenen und einem nassen Bereich.
Fig. 6: Ausführungsform der Erfindung mit zwei Bereichen, einem ersten und einem zweiten nassen Bereich.
Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen elektrischen Durchführung 1 , die bevorzugt in eine Trennwand (nicht dargestellt) eingebracht werden kann. Die Trennwand ist Teil eines Systems mit einer Speichereinrichtung, wobei die Speichereinrichtung bspw. mit Flüssigkeit, z.B. Wasser oder Öl oder einer Flüssigkeit zu Immersionskühlung gekühlt wird, so dass die Trennwand einen trockenen Bereich von einem nassen Bereich trennt. Die erfindungsgemäße elektrische Durchführung stellt somit eine elektrische Verbindung zwischen dem trockenen Bereich und dem nassen Bereich zur Verfügung. Die
erfindungsgemäße elektrische Durchführung 1 umfasst, wie in Fig. 1 dargestellt, ein Durchführungsbauteil 3 mit einer in das Durchführungsbauteil 3 eingebrachten Öffnung bzw. Öffnungen 5. In die Öffnung bzw. Öffnungen 5 des Durchführungsbauteils 3 sind in vorliegender Ausführungsform mehrere Leiter, in Summe in dieser Ausführungsform sechs Leiter, in einem Glas- oder Glaskeramikmatenal 9.1 , 9.2 eingeglast. In der Schnittansicht in Fig. 1 sind zwei nebeneinanderliegende Leiter 7.1 und 7.2 dargestellt. Das in die Öffnung bzw. Öffnungen 5 eingebrachte Glas- oder Glaskeramikmatenal ist mit 9.1 und 9.2 gekennzeichnet. Das Glas- oder Glaskeramikmatenal 9.1 , 9.2 ist zwischen Leiter 7.1 , 7.2 und den Wänden der Öffnung bzw. Öffnungen 5 eingebracht. In einer Ausgestaltung der Erfindung kann der Ausdehnungskoeffizient des Glas- bzw. des Glaskeramikmatenals geringer als der Ausdehnungskoeffizient des Materials des Durchführungsbauteils 3 gewählt werden. In einem solchen Fall wird eine Druckeinglasung, d.h. eine hermetisch dichte Durchführung, durch das Durchführungsbauteil 3 zur Verführung gestellt. Hermetisch dicht bedeutet, dass bei einem Druckunterschied von 1 bar die Helium-Leckrate kleiner 1 W8 mbar l/s ’ 1, bevorzugt kleiner 1 -10’9 mbar l/s '1 ist. Alternativ zu einer Druckeinglasung wäre auch eine Einglasung, bei der die Ausdehnungskoeffizienten von Glas und umgebenden Metall sich nicht oder nur gering unterscheiden, möglich. In einem solchen Fall liegt eine angepasste Durchführung vor. Bevorzugt ist aber eine Druckeinglasung, da hiermit eine dichte, insbesondere eine hermetisch dichte Durchführung wie oben definiert zur Verfügung gestellt. Bei dem Material des Durchführungsbauteiles und/oder des Leiters handelt es sich um ein metallisches Material, insbesondere Stahl, nicht rostender Stahl, Edelstahl oder Werkzeugstahl oder ein Leichtmetall wie Aluminium. Besonders bevorzugt sind für das Gehäuse als Material Edelstahl, insbesondere auch mikrolegierte Stähle. Die Leiter können bspw. NiFe umfassen. Der Ausdehnungskoeffizient des metallischen Materials liegt im Bereich 10-W61/K bis 25-1 O’61/K, bevorzugt 10-10’61/K bis 16 W61/K Das Glas der eingesetzten Glaszusammensetzung weist in einer Ausführungsform einen Ausdehnungskoeffizienten geringer als diejenige des Durchführungsbauteiles auf um eine Druckeinglasung zur Verfügung zu stellen. Der Ausdehnungskoeffizient des Glasmaterials ist bevorzugt im Bereich 8-10’61/K
bis 20 W61/K, bevorzugt 8 10'61/K bis 16 W61/K. Durch den größeren Ausdehnungskoeffizienten des umgebenden Metalls im Vergleich zum Glas- oder Glaskeramikmatenal wird vom Metall ein Druck auf das Glas- oder Glaskeramikmaterial aufgebaut und eine hermetisch dichte Durchführung zur Verfügung gestellt. Das Material des Leiters 7.1 , 7.2 kann gleich zu dem Material des Grundkörpers sein oder ein anderes Metall wie Kupfer, eine Kupferlegierung CoSiC oder insbesondere eine NiFe Legierung umfassen. Der Ausdehnungskoeffizient des Metallstiftes liegt im Bereich 8-10’61/K bis 16-10’6 1/K, bevorzugt zwischen 8-10'61/K bis 12- W61/K . Aufgrund des Ausdehnungskoeffizienten ist insbesondere NiFe oder eine NiFe-Legierung als Material für die Leiter 7.1 , 7.2 bevorzugt. Der Ausdehnungskoeffizient von NiFe bzw. einer NiFe-Legierung liegt bei ungefähr 9-10’6 1 /K, wohingegen das metallische Material einen Ausdehnungskoeffizienten von ungefähr 13-10’6 1/K aufweist, so dass eine ausreichende Vorspannung für eine hermetisch dichte Durchführung aufgebaut werden kann. Wie zuvor erwähnt, wäre anstelle der Druckeinglasung auch eine angepasste Durchführung denkbar, bei der der Ausdehungskoeffizient von Leiter, Grundkörper bzw. Gehäuse und Glas- oder Glaskeramikmatenal in etwa gleich ist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die elektrische Durchführung wenigstens ein Führungsbauteil 10.1 , 10.2 umfasst, das erfindungsgemäß aus einem Kunststoffmatenal, beispielsweise aus einem duroplastischen oder auch einem thermoplastischen Kunststoff besteht. Das Führungsbauteil 10.1 , 10.2 dient dazu den Stecker 12 der nur für das Führungsbauteil 10.2 dargestellt ist, auf die Leiter 7.1 , 7.2 der Durchführung zu schieben. Als Material für die Führungsbauteile 10.1 , 10.2 ist nicht ein Metall vorgesehen, sondern ein Kunststoff, der durch ein Spritzgussverfahren sehr einfach erhalten werden kann und damit vor allem kostengünstig herstellbar ist im Gegensatz zu einem metallischen Bauteil, dass ein hohen Fertigungsaufwand bei hohen Kosten verursacht.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das Führungsbauteil 10.1 , 10.2 mit dem metallischen Durchführungsbauteil 3 verliersicher verbunden ist. Verliersichere
Verbindung bedeutet im vorliegenden Fall, dass Durchführungsbauteil und Führungsbauteil nicht lösbar miteinander verbunden sind. Eine besonders verliersichere Verbindung, insbesondere feste Verbindung von Kunststoffteil und metallischen Durchführungsbauteil 3 wird erreicht, wenn das Metallteil einen Hinterschnitt 20.1 , 20.2 aufweist. In den Hohlraum mit Hinterschnitt 20.1 , 20.2 wird bspw. ein Kunststoffmatenal ergebend das Führungsbauteil 10.1 , 10.2 eingespritzt. Hierzu wird bspw. das Spritzwerkzeug in den Hohlraum mit Hinterschnitt 20.1 , 20.2, eingebracht. Durch den Spritzguss wird ein Kunststoff- Führungsbauteil hergestellt in das ein Stecker verliersicher eingeführt werden kann. Das Kunststoffmatenal verkrallt sich dann im Hinterschnitt 20.1 , 20.2 und hat aufgrund der Tatsache, dass das Kunststoffteil einen höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten a als das Metall aufweist, einen festen Sitz. Die Verliersicherheit bzw. die feste Verbindung wird dadurch unterstützt, dass der Hinterschnitt konisch nach innen verlaufend ausgebildet ist. Der Stecker 12, der im Bereich der Führung 10.2 auf die beiden Leiter 7.1 , 7.2 aufgeschoben ist, wird verliersicher in einer Aussparung bzw. Öffnung 22 des Führungsbauteiles mit Hilfe eines Vorsprungs bzw. Einrastung 14 des Steckers gehalten. Unter verliersicher wird im Fall das in das Führungsbauteil eingesteckten Steckers aber im Gegensatz zu der verliersicheren Verbindung von Durchführungsbauteil und Führungsbauteil keine feste Verbindung, sondern eine lösbare Verbindung verstanden. So kann durch Herabdrücken des Vorsprungs bzw. der Einrastung 14 der Stecker vom Führungsbauteil 10.1 , 10.2 gelöst werden. Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die einzelnen Leiter 7.1 , 7.2 derart ausgeführt, dass sie in der Mitte im Glas- bzw. Glaskeramikmatenal 9.1 , 9.2 eingeglast werden können. In einem solchen Fall ragt der Leiter beidseitig aus der Öffnung im Durchführungsbauteil heraus und ist auf beiden Seiten der Öffnung der Durchführung anschließbar. Das Durchführungsbauteil 3 weist eine umlaufende Nut 30 auf. Die umlaufende Nut 30 dient dazu, dass das Durchführungsbauteil zusammen mit dem Führungsbauteil in eine Trennwand, die eine Öffnung umfasst, dicht eingesetzt werden kann. Hierzu wird ein O-Ring in die Nut 30 eingelegt. Bevorzugt trennt die Trennwand in den das Durchführungsbauteil der Durchführung eingesetzt wird einen nassen, bzw. feuchten Bereich, insbesondere
von einem trockenen Bereich in dem bspw. ein Steuergerät untergebracht sein kann.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen elektrischen Durchführung. Deutlich zu erkennen ist das Durchführungsbauteil 3 mit den aus dem Durchführungsbauteil 3 herausragenden insgesamt sechs eingeglasten Leitern 7.1 , 7.2, 7.3, 7.4, 7.5, 7.6. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die mehreren eingeglasten Leiter jeweils einzeln in eine Öffnung eingeglast, d.h. das Durchführungsbauteil 3 bzw. der Grundkörper 3 weist insgesamt sechs Öffnungen auf, in die jeweils ein Leiter 7.1 , 7.2, 7.3, 7.4, 7.5, 7.6 eingeglast ist. Anstelle vieler einzelner Öffnungen im Grundkörper in die jeweils ein Leiter eingeglast wird, wäre es auch möglich eine einzige Öffnung im Grundkörper vorzusehen, wobei in diese einzige Öffnung mehrere Leiter, beispielsweise alle sechs Leiter zusammen eingeglast werden. Des Weiteren umfasst das Durchführungsbauteil 3, das bevorzugt als einem metallischen Material besteht, eine Öffnung 50, in die eine Schraube eingesetzt und festgezogen werden kann, um das Durchführungsbauteil 3 verliersicher an der Trennwand anzubringen.
In Fig. 3 ist detailliert die Einglasung eines Leiters der auf beiden Seiten des Durchführungsbauteils 3 Kontaktelemente aufweist, dargestellt. Der Leiter 7.1 , 7.2 ist in einem Glasmaterial 9.1 , 9.2 in das Durchführungsbauteil 3 aus einem Metall eingeglast. Vom Durchführungsbauteil 3 ist lediglich eine Wand dargestellt, in deren Öffnung bzw. Öffnungen der Leiter eingeglast wird.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Leiter, der durch das Verbinden von Einzelteilen erhalten wird, zur Verfügung gestellt. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Leiter umfasst der Leiter 7.1 , 7.2 insgesamt drei Einzelteile. Dies ist detailliert in Fig. 4 dargestellt für den Leiter 7.1 . Der Leiter 7.1 umfasst vorliegend drei Abschnitte 200.1 , 200,2, 200.3. Die Abschnitte 200.1 , 200.2 weisen bevorzugt einen rechteckigen Querschnitt auf, der Abschnitt 200.3 zwecks Einglasung einen runden Querschnitt. Für eine hermetisch dichte Einglasung, die bei 1 bar Druckunterschieds eine Heliumleckrate kleiner 10'8 mbar l/s zur Verfügung stellt ist
es erforderlich, dass der Mittenteil rotationssymmetrisch, d.h. rund ausgebildet ist. Der Leiter der erfindungsgemäßen elektrischen Durchführung kann in einer Ausführungsform der Erfindung mit drei unterschiedlichen Abschnitten ausgeführt sein, muss es aber nicht, auch ein Leiter aus einem einzigen Material oder ein einstückiger Leiter sind möglich.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der dreiteilige Leiter nicht als einstückiges Bauteil hergestellt wird, sondern aus insgesamt drei Einzelteile, nämlich den beiden Endteilen 200.1 , 200.2 auf die jeweils ein Stecker aufgeschoben wird und der nicht eingeglast wird und einen rechteckigen Querschnitt aufweist, sowie dem Mittelteil 200.3 mit rundem Querschnitt zur Einglasung. Die Einzelteile 200.1 , 200.2, 200.3 werden jeweils in eigenen Verfahren hergestellt und zum Gesamtleiter 7.1 verbunden bspw. durch Verlöten und/oder Verschweißen. Sämtliche Leiterteile werden aus einem Draht gewonnen. Der Vorteil des dreigeteilten Leiters ist, dass die Einzelteile einzeln in großer Menge vorgefertigt werden können und die vorgefertigten Einzelteile in einem letzten Verfahrensschritt zu einem Leiter zusammengefügt werden.
Insbesondere ist es bei einem Leiter, der aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt wird, möglich, nicht nur den Querschnitt und die Form, sondern auch das Material jedes Einzelteiles verschieden zu wählen. So sind die Materialien der Endabschnitte bevorzugt so gewählt, dass diese auf die Kontaktanforderungen der Stecker, die mit dem Leiter verbunden werden, abgestimmt sind. Bevorzugt stellen die Materialien einen niedrigen Kontakt- oder Übergangswiderstand zur Verfügung. Auch eine hohe Leitfähigkeit ist vorteilhaft. Um eine hohe Leitfähigkeit zur Verfügung zu stellen, können die Endabschnitte bzw. Endteile 200.1 , 200.2 bevorzugt aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehen. Das Material des Mittenabschnittes des Leiters ist bevorzugt auf das Glasmaterial und die Art der Einglasung, d.h. eine angepasste Durchführung oder eine Druckeinglasung vorliegt, abgestimmt. In einer Ausführungsform besteht das Mittenteil bzw. der Abschnitt 200.3 bevorzugt aus NiFe oder einer NiFe- Legierung. Die Wahl dieses Materials für den Mittenteil ermöglicht eine einfache
hermetisch dichte Einglasung im Gegensatz beispielsweise zu Cu, da der Ausdehnungskoeffizient von NiFe nur bei ungefähr 9-10'61/K liegt, das umgebende Metall aber eine Ausdehnung von ungefähr 13-10'61/K hat. Weitere möglichen Materialien für den Mittenabschnitt und/oder Endabschnitt des Leiters sind Messing, Bronze, Titan, Stahl, Edelstahl, Aluminium oder entsprechende Legierungen. Die Leiterabschnitte können Beschichtungen umfassen, die auf die Materialien der Stecker, die mit dem Leiter verbunden werden, abgestimmt sind. Zur besseren Einführung in die mit dem Leiter zu verbindenden Stecker können die Endabschnitte des Leiters an der Spitze Einführungsschrägen umfassen.
In den Figuren 5 und 6 sind beispielhaft für den Einsatz von Trennwänden bevorzugt mit den erfindungsgemäßen elektrischen Durchführungen zur Abtrennung einzelner Bereiche zwei Beispiele mit je zwei Bereichen gezeigt. Selbstverständlich können es auch mehr als zwei Bereiche, beispielsweise drei oder vier Bereiche sein.
Fig. 5 zeigt ein System, beispielsweise ein Speichersystem mit zwei Bereichen, einem ersten, trockenen Bereich 1000 und einem zweiten, feuchten Bereich 1100. Im ersten trockenen Bereich 1000 ist vorliegend eine Steuerelektronik 1200 angeordnet. Im zweiten, feuchten Bereich 1100 sind vorliegend Speichereinrichtungen, beispielsweise Batteriezellen 1300.1 , 1300.2, 1300.3, 1300.4 angeordnet. Zur Kühlung können die Speichereinrichtungen 1300.1 , 1300.2, 1300.3, 1300.4 mit einer Immersionskühlung versehen sein. Hierzu werden die Speichereinrichtungen 1300.1 , 1300.2, 1300.3, 1300.4 in eine Immersionsflüssikeit, beispielsweise ein Fluoropolymer, synthetische Ester oder Hydrocarbon/Ölmischungen getaucht. In die Trennwand 2000 zwischen dem ersten Bereich 1000 und dem zweiten Bereich 1100 ist eine elektrische
Durchführung 1 gemäß der Erfindung eingebracht. Die elektrische Durchführung 1 erlaubt den ersten Bereich 1000 und den zweiten Bereich 1100 elektrisch miteinander zu verbinden, beispielsweise die im ersten Bereich 1000
untergebrachte Steuerelektronik 1200 mit dem im zweiten Bereich 1100 untergebrachten Speichereinrichtung 1300.1 , 1300.2, 1300.3, 1300.3
Fig. 6 zeigt ein System, das wieder zwei Bereiche aufweist, einen ersten Bereich 3000 und einen zweiten Bereich 3100. Bei der Ausgestaltung gemäß Figur 6 sind beide Bereiche feuchte Bereiche. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 sind mehrere Speichereinrichtungen 3300.1 , 3300.2, 3300.3, 3300.4, 3300.5, 3300.6, 3300.7, 3300.8 ohne Beschränkung hierauf in beiden feuchten Bereichen angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Speichereinrichtung sowohl im ersten Bereich wie im zweiten Bereich in einer Kühlflussigkeit bspw. einer Immersionsflüssigkeit eingetaucht. Wie schon bei der Ausgestaltung gemäß Figur 5 sind die beiden Bereiche 3000 und 3100 miteinander elektrisch durch eine erfindungsgemäße Durchführung 1 verbunden. So kann beispielsweise eine Reihenschaltung mehrerer Speichereinrichtungen erfolgen. Gleiche Bauteile wie in Fig. 5 werden in Fig. 6 mit denselben Bezugsziffern belegt.
Alternativ zu einer Anordnung von Speichereinrichtungen, insbesondere Batterien in den feuchten Bereichen 3000, 3100 wäre es auch möglich einen feuchten Bereich, beispielsweise den Bereich 3000 statt mit einer Speichereinrichtung mit einem Element der Steuerelektronik zu versehen. In einem solchen Fall wäre dann auch die Steuerelektronik oder Teile der Steuerelektronik immersionsgekühlt.
Verwendung findet die erfindungsgemäße Durchführung insbesondere in einem Bauteil insbesondere einem System mit einer Speichereinrichtung und einer Trennwand, die unterschiedliche Bereiche, beispielsweise einen feuchten Bereich von einem trocknen Bereich trennt. Im trockenen Bereich des Systems kann bspw. eine Steuereinrichtung, insbesondere für eine Speichereinrichtung angeordnet sein. Im feuchten Bereich ist die Speichereinrichtung selbst angeordnet, die von einer Flüssigkeit, bspw. Wasser oder Öl oder einer Immersionsflüssigkeit gekühlt bzw. temperiert werden kann.
Mit dem erfindungsgemäßen Durchführungsbauteil ist es erstmals möglich auf einfache Art und Weise eine Durchführung zur Verfügung zu stellen, die eine sichere Durchleitung durch eine Trennwand die unterschiedliche Medien umfassende Bereiche trennt zur Verfügung stellt. Die erfindungsgemäße Durchführung umfasst eine Einglasung, die druckbeständig, kühlmedienbeständig und/oder elektrolytbeständig ist. Des Weiteren umfasst die Durchführung eine Befestigungslasche, die einstückig oder zusammengefügt sein kann. Bevorzugt werden durch die Leiter lediglich Steuerströme einer anzusteuernden Batterie zu einem Steuergerät und umgekehrt geführt. Im Gegensatz zu den sehr hohen Strömen bei Batterien sind die Steuerströme Ströme mit niedrigem Stromwert und praktisch keiner Wärmeentwicklung. Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Durchführungsbauteils ist es möglich auf die in das Durchführungsbauteil in einem Glas- oder einer Glaskeramik eingebrachten Leiter verliersicher einen Stecker aufzubringen, der auch wieder von den Leitern des Durchführungsbauteiles einfach abgenommen werden kann.
Die Erfindung umfasst Aspekte, die in nachfolgenden Sätzen offenbart sind, die keine Ansprüche sind, sondern Teil der Beschreibung wie in J15/88 des EPA offenbart.
Sätze
1. Elektrische Durchführung (1) umfassend
- ein Durchführungsbauteil (3) mit einer Öffnung (5)
- wenigstens ein in die Öffnung (5) des Durchführungsbauteiles in einem Glas- oder Glaskeramikmatenal (9.1 , 9.2) eingeglasten Leiter (7.1 , 7.2), dadurch gekennzeichnet, dass
- wenigstens ein mit dem Durchführungsbauteil (3) verbundenes Führungsbauteil (10.1 , 10.2) vorgesehen ist, wobei
- das Führungsbauteil (10.1 , 10.2) als Material einen Kunststoff, bevorzugt einen duroplastischen Kunststoff, aufweist.
2. Elektrische Durchführung nach Satz 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsbauteil (10.1 , 10.2) derart ausgestaltet ist, das es verliersicher mit dem Durchführungsbauteil (3) verbindbar ist.
3. Elektrische Durchführung nach Satz 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchführungsbauteil (3) wenigstens einen Hinterschnitt (20.1 , 20.2) zur verliersicheren Verbindung mit dem Führungsbauteil (10.1 , 10.2) umfasst.
4. Elektrische Durchführung nach einem der Sätze 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Hinterschnitt (20.1 , 20.2) einen konischen Verlauf in Richtung des
Durchführungsbauteiles (3) aufweist.
5. Elektrische Durchführung nach einem der Sätze 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsbauteil (10.1 , 10.2) derart ausgebildet ist, das es wenigstens einen Stecker (12), der mit dem wenigstens einen Leiter (7.1 , 7.2) verbunden ist, aufnimmt.
6. Elektrische Durchführung nach Satz 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (12) derart ausgebildet ist, das der verliersicher mit dem Führungsbauteil (10.1 , 10.2) verbunden werden kann.
7. Elektrische Durchführung nach Satz 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur verliersicheren Verbindung von Führungsbauteil (10.1 , 10.2) und Stecker (12), das Führungsbauteil (10.1 , 10.2) eine Aussparung (22) und der Stecker (12) wenigstens eine Einrastung oder einen Vorsprung (14) umfasst.
8. Elektrische Durchführung nach einem der Sätze 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter (7.1 , 7.2) einen ersten Endabschnitt (200.1 ), bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt, einen Mittelabschnitt (200.3) bevorzugt mit rundem Querschnitt und einen zweiten Endabschnitt (200.2), bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt umfasst.
9. Elektrische Durchführung nach Satz 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (200.1 ), der Mittenabschnitt (200.3) und zweite Endabschnitt (200.2) Einzelteile sind, die miteinander zu dem Leiter (7.1 ,
7.2) bevorzugt elektrisch verbunden, insbesondere verlötet oder verschweißt, sind. Speichersystem mit
- wenigstens einem ersten Bereich und einem zweiten Bereich
- einer Trennwand, die den ersten Bereich vom zweiten Bereich trennt, wobei der erste Bereich ein feuchter Bereich ist, der eine Flüssigkeit insbesondere Wasser und/oder Öl aufweist und wenigstens eine Speichereinrichtung umfasst und der zweite Bereich ein trockener Bereich ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichersystem in der Trennwand eine elektrische Durchführung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 umfasst. Speichersystem nach Satz 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich wenigstens eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Speichereinrichtung umfasst. Speichersystem nach Satz 11 , dadurch gekennzeichnet, dass
Steuersignale über die Durchführung von der Steuereinrichtung zur Speichereinrichtung geleitet werden. Verwendung einer elektrischen Durchführung nach einem der Sätze 1 bis 9, in einer Trennwand, die einen feuchten Bereich, insbesondere einen wasser- oder ölführenden Bereich von einem trockenen Bereich trennt.
Verwendung nach Satz 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand eine Öffnung umfasst, in die das Durchführungsbauteil der Durchführung gemäß einem der Ansprüche 1-9, bevorzugt dicht mit einem O-Ring eingesetzt wird. Leiter, insbesondere für eine Durchführung, bevorzugt eine Batteriedurchführung, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter (7.1 , 7.2) einen ersten Endabschnitt (200.1 ), bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt, sowie einen Mittenabschnitt (200.3) bevorzugt mit rundem Querabschnitt aufweist. Leiter nach Satz 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter des Weiteren einen zweiten Endabschnitt (200.2), bevorzugt mit rechteckigem Querschnitt, umfasst. Leiter nach einem der Sätze 15 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (200.1 ) und der Mittenabschnitt (200.3) Einzelteile sind, die miteinander zu einem Leiter (7.1 , 7.2) bevorzugt elektrisch verbunden, insbesondere verlötet und/oder verschweißt sind. Leiter nach einem der Sätze 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des ersten und des zweiten Endabschnittes sowie des
Mittenabschnittes eines oder mehrere der nachfolgenden Materialien ist:
- Cu, eine Cu-Legierung,
- NiFe, eine NiFe-Legierung
- Aluminium, eine Aluminium-Legierung
- Messing, eine Messinglegierung
- Bronze, eine Bronzelegierung
- Titan, eine Titanlegierung
- Stahl, eine Stahllegierung
- Kovar Leiter, nach einem der Sätze 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Endabschnitte auf die Kontaktanforderungen mit dem Stecker abgestimmt ist und/oder das Material des Mittenabschnittes auf die Anforderung für die Einglasung. Leiter nach einem der Sätze 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenabschnitt als Material NiFe oder eine NiFe-Legierung und der erste Endabschnitt und/oder der zweite Endabschnitt Cu oder eine Cu- Legierung umfasst. Leiter nach einem der Sätze 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte eine Einführungsschräge und/oder Beschichtungen, abgestimmt auf den Stecker umfassen. Verwendung eines Leiters gemäß einem der Sätze 15 bis 21 in einer Batteriedurchführung. Verwendung nach Satz 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter in der Batteriedurchführung eine Starkstromleitung und/oder eine Signalleitung ist.