Lichtmodulationseinrichtung einer Aufzugsanlage und Lichtmodulationsübertragungsverfahren
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtmodulationseinrichtung einer Aufzuganlage bzw. ein Lichtmodulationsverfahren in einer Aufzuganlage. Lemer betrifft die Erfindung eine Aufzuganlage, die eine derartige Lichtmodulationsvorrichtung aufweist oder durch das genannte Verfahren gesteuert wird.
Eine Aufzuganlage dient dazu, Personen innerhalb von einem Gebäude zu befördern, indem eine Aufzugskabine in einem Aufzugsschacht zwischen verschiedenen Stockwerken (Lluren) des Gebäudes vertikal verlagert werden. Zum einen ist es für Wireless-Signale aus einem externen drahtlosen Kommunikationsnetzwerk (z.B. Internet oder Punknetz usw.) schwierig, Wände eines Aufzugsschachts durchzudringen, weil eine Metallbeschichtung oder ein Drahtgitter in den Wänden die Signale stark dämpfen oder blockieren könnte. Deshalb hat man in einer Aufzugskabine bzw. in einem Aufzugsschacht in der Regel keinen Handyempfang. Um dieses Problem zu lösen, muss in der Aufzugskabine oder im Aufzugsschacht kostenaufwendig Antennen oder mehrere WLAN-Access-Points angeordnet werden.
Zum anderen bezeichnet das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) eine zunehmende Vernetzung von Geräten, Sensoren etc. via IP-Netz. Mit dem IoT weitet sich der Anwendungsbereich in der Industrie und Dienstleistung auf unterschiedliche Branchen aus. Auch die Aufzugbranche könne von einer Anwendung des IoT profitieren, d.h. beliebige Geräte inklusive Aufzüge mit dem Internet und anderen angeschlossenen Geräten zu verbinden. Der heutige Stand der Kommunikationstechnik bietet viele Möglichkeiten, um Datenaustausch zwischen einzelnen Teilnehmern eines Netzwerkes zu ermöglichen. Unter den Teilnehmern kommen heutzutage auch immer häufiger Roboter vor, weil neben konventionellem Einsatz in verschiedenen Produktionsprozessen sich neue Aufgaben für Roboter auch in anderen Sektoren entwickelt haben, insbesondere in Logistik oder Dienstleistung wie z.B. in der Gastronomie und als Haushaltshilfen. Die so genannte „letzte Meile“ stellt eine große Herausforderung in der Logistik dar, wobei die „letzte Meile“ die letzte Wegstrecke umfasst, die z.B. in der E-Commerce-Logistik eine Lieferung
von Waren vor Ort hin zum Kunden zurücklegt. Die zunehmende Paketmenge ist mit möglichst geringem Aufwand sicher und schnell zu verteilen. Daher kommen immer mehr mobile Transportroboter zum Einsatz. Aktuell werden vorwiegend klassische Kommunikationsverbindungen via das mobile Internet wie 3G, 4G und sogar 5G oder WLAN eingesetzt, um Roboter an die Datenkommunikation anzubinden. Aber solche Datenkommunikationen erfüllen nicht immer Kriterien, die einen hohen Datenschutz für Kundendaten verlangen. Darüber hinaus liegen ähnliche oder gleiche Probleme wie bei mobilen Telefonen vor, dass mobile Roboter in Gebäuden nicht ständig erreichbar sind und folglich nicht vollständig genutzt werden können, da Roboter nicht oder nur schwer in der Lage sind, von sich aus mit Aufzügen verschiedene Stockwerke zu überwinden und sich zielorientiert in Gebäuden zu bewegen.
Eine zu lösende Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann darin gesehen werden, Datenkommunikation zwischen einem Aufzug und mobilen Apparaturen, insbesondere Robotern, zum Bedienen des Aufzugs bzw. vor oder während der Aufzugsfahrt sicher und zuverlässig zu gewährleisten.
Einem solchen Bedarf kann durch den Gegenstand gemäß einem der unabhängigen Ansprüche entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung definiert.
Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und Erkenntnissen beruhend angesehen werden.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Lichtmodulationseinrichtung einer Aufzugsanlage mit einer Aufzugsanlage vorgeschlagen, wobei die Aufzugskabine eine Beleuchtungseinrichtung aufweist, wobei die Beleuchtungseinrichtung zwei oder mehrere gleiche oder unterschiedliche Leuchtdioden umfasst. Die Lichtmodulationseinrichtung weist einen Modulator auf, welcher ein erstes elektrisches Signal von einer Steuerungseinheit der Aufzugsanlage empfangen kann. Die Steuerungseinheit kann eine Hauptsteuerung oder eine untergeordnete Substeuerung der Aufzugsanlage sein. Der Modulator kann zur Modulation des ersten elektrischen Signals die Beleuchtungseinrichtung derart steuern, dass die Beleuchtungseinrichtung ein erstes
Lichtsignal zur Codierung des ersten elektrischen Signals generiert. Der Modulator kann die Leuchtdioden ein- und ausschalten und/oder ihre Helligkeit einstellen, wobei der Modulator die Leuchtendioden synchron oder asynchron schalten und/oder ihre Helligkeit einstellen kann. Mittels einer derartigen Lichtmodulationseinrichtung kann ein elektrisches Signal in ein optisches Signal umgewandelt und weitergehend übertragen werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Lichtmodulationsverfahren in einer Aufzugsanlage vorgesehen, wobei die Aufzugsanlage eine Aufzugskabine mit einer Beleuchtungseinrichtung, die zwei oder mehrere gleiche oder unterschiedliche Leuchtdioden umfasst, aufweist. Bei dem Verfahren wird ein erstes elektrisches Signal von einer Steuereinheit der Aufzugsanlage erzeugt; die Beleuchtungseinrichtung wird zur Modulation des ersten elektrischen Signals derart gesteuert, dass ein erstes Lichtsignal zur Codierung des ersten elektrischen Signals von der Beleuchtungseinrichtung generiert wird, wobei die Leuchtdioden ein- und ausgeschaltet wird und/oder ihre Helligkeit eingestellt wird, und wobei die Beleuchtungseinrichtung die Leuchtdioden moduliert wird, indem die Leuchtendioden und/oder ihre Helligkeit synchron oder asynchron geschaltet und/oder eingestellt wird.
Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage vorgeschlagen, welche mindestens eine Lichtmodulationseinrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweist oder durch ein Lichtmodulationsverfahren gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung überwacht.
Die Lichtmodulation kann z.B. durch LiFi-Technologie (LiFi: Light Fidelity) realisiert werden. Die LiFi, auch als Freistrahlkommunikation (VLC: Visible Light Communications) genannt, bietet eine Alternative für das herkömmliche WLAN/WiFi (Wireless Fidelity) an, wobei WiFi elektromagnetische Wellen zur Datenübertragung nutzt, während LiFi Lichtwellen aus Leuchtmitteln verwendet. Im Vergleich zu anderen drahtlosen Kommunikationsstandards bietet eine Lichtmodulation zur Datenübertragung mehrere Vorteile an, wie z.B. eine schnelle drahtlose Datenübertragung mit einer Datenrate zurzeit im Gigabit-Bereich und zwar bei mehr als 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s), die vielfach schneller ist als die bisherigen Mobilfunknetzwerke oder WiFi. Somit eignet sich die Lichtmodulation für Übertragung von großen Datenpaketen, z.B. Videodaten in HD- und 4K-Qualität. Eine solche Datenübertragung hat keine Interferenz, da Lichtstrahlungen
frei von Hochfrequenzwellen sind und kein Problem mit der EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) hat, wodurch elektrische oder elektronische Geräte nicht durch Datenübertragung gestört werden. Außerdem bittet ein Licht als Signalträger eine hohe Datensicherheit für Datenübertragung innerhalb einer Aufzugskabine an, weil eine Schachtwand oder die Aufzugskabine automatisch als eine zuverlässige Firewall für Lichtwellen gilt, d.h., die Datenübertragung ist nicht von außen ermittelbar.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Beleuchtungseinrichtung zwei oder mehrere Leuchtdiode (LED), wobei zur Modulation des ersten elektrischen Signals der Modulator die Leuchtdiode ein- und ausschalten und/oder ihre Helligkeit einstellen kann. Dabei kann der Modulator die LED sehr schnell ein- und ausschalten oder ihre Helligkeit verändern, so dass die menschlichen Augen das nicht wahmehmen können. Mittels Ein- und Ausschaltens oder Dimmen der LED kann das erste elektrische Signal gerecht in das erste Lichtsignal konvertiert. Dabei wird die Helligkeit nur bis zu einem bestimmten Grenzwert eingestellt, damit die Intensität des Lichts nicht durch Dimmen zur Beeinträchtigung der Datenübertragung abnimmt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Beleuchtungseinrichtung mehrere gleiche oder unterschiedliche Leuchtdioden, wobei der Modulator die Leuchtendioden synchron oder asynchron schalten und/oder ihre Helligkeit einstellen kann. In diesem Fall kann ein Lichtsignal aus einer oder mehreren Lichtstrahlungen oder -wellen bestehen. Durch eine höhere Zahl von LEDs kann insgesamt eine erhebliche Ausweitung der Kapazität drahtloser Datenübertragung (Bandbreite) ermöglicht werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Steuerungseinheit der Aufzugsanlage mit einem lokalen und/oder einem öffentlichen Kommunikationsnetzwerk kommunizieren. Dabei kann das erste elektrische Signal ein Datenpaket sein, welches dem Netzwerkprotokoll desjeweiligen Kommunikationsnetzwerks (z.B. LAN, WLAN, Internet, Mobilfunk oder Cloud usw.) entspricht oder dazu kompatibel ist. Deshalb kann das erste elektrische Signal entweder von der Aufzugsanlage generiert oder über das Kommunikationsnetzwerk übermittelt werden.
Die Lichtdatenübertragung funktioniert auch bidirektional. Erfmdungsgemäß ist die Lichtmodulationseinrichtung mit einem mobilen Terminal kommunizierbar, wobei das erste Lichtsignal von dem mobilen Terminal zur Decodierung des ersten elektrischen Signals empfangen werden kann, und/oder der mobile Terminal ein zweites Lichtsignal zur Codierung eines zweiten elektrischen Signals erzeugen kann. Das zweite elektrische Signal kann auch in einer anderen Datenform als die des ersten elektrischen Signals sein. Der mobile Terminal weist z.B. eine Lotodiode oder einen photoelektrischen Sensor auf, die ein Licht aufhimmt und in elektrische Signale umwandelt. Zur Erzeugung des zweiten Lichtsignals kann der mobile Terminal z.B. Infrarot-LEDs verwendet werden, um eine Signalinterferenz oder Lichtstörung zu vermeiden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Lichtmodulationseinrichtung einen Demodulator, der das zweite Lichtsignal zur Decodierung des zweiten elektrischen Signals demodulieren kann, wobei das decodierte zweite elektrische Signal (z.B. in binärem Code) an die Steuerungseinheit der Aufzugsanlage weitergeleitet wird. Ebenfalls kann das zweite elektrische Signal von der Aufzuganlage über das Kommunikationsnetzwerk nach weiteren Einrichtungen, wie z.B. einem externen Server oder einer Lemzentrale, weitergeleitet werden, wobei das zweite elektrische Signal auch ein Datenpaket sein kann.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der mobile Terminal ein Roboter, der durch Erzeugen des zweiten Lichtsignals die Aufzuganlage bedienen kann und/oder durch Empfangen des ersten Lichtsignals in einem Gebäude, in dem die Aufzuganlage sich befindet, navigieren kann. Der Roboter kann dann mit der Aufzugsanlage kommunizieren und zielorientiert innerhalb des mehrstöckigen Gebäudes navigieren. Durch eine Kommunikationsmöglichkeit mit Aufzügen kann ein Roboter seine „letzte Meile“ optimal verkürzen oder durchschreiten. Dabei kann der Roboter durch Empfangen eines ersten Lichtsignals z.B. eine Wegweisung erhalten und durch Senden eines zweiten Lichtsignals den Aufzug steuern. Da die „letzte Meile“ ausschließlich mit Hilfe von unbemerkbaren oder unsichtbaren codierten Lichtsignalen zurückgelegt wird, ohne dass eine Zieleingabe beim Aufzug betätigt wird oder es bei jemanden erkundigt hat, können Kundendaten besser geschützt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen der Sicherheitsüberwachungsvorrichtung einerseits und eines Verfahrens zum Überwachen von deren Funktionsfähigkeit andererseits beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.
Fig.l: zeigt eine Aufzuganlage mit einer erfmdungsgemäßen Lichtmodulationseinrichtung und einem mobilen Roboter,
Fig.2: zeigt ein Kommunikationsverfahren zwischen einer Aufzuganlage und einem mobilen Roboter.
Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale.
Fig. 1 zeigt eine Aufzugsanlage 2 mit einer Aufzugskabine 3, die in einem Schacht 13 in einem Gebäude 11 mit mehreren Stockwerken oder Fluren (nicht dargestellt) verfahren kann, wobei in der Aufzugskabine 3 eine Beleuchtungseinrichtung 1 vorhanden ist. Die Beleuchtungseinrichtung 1 besteht aus mehreren LEDs 7, die ein oder mehrere LED- Streifen bilden können. Die Aufzugsanlage 2 weist weiterhin eine Steuerungseinheit 6 und eine Speichereinheit 12 auf, wobei die Steuerungseinheit 6 durch das Internet 8 mit weiteren Einrichtungen wie z.B. Server, Serviceplattformen oder Femzentralen 18 verbunden wird.
Eine Lichtmodulationseinrichtung 1 wird für die Aufzugsanlage 2 vorgesehen. Die Lichtmodulationseinrichtung 1 umfasst einen Modulator 5, der ein erstes elektrisches Signal 16 beispielsweise in Form von binärem Coden von der Steuerungseinheit 6 empfängt. Der erste binäre Code 16 kann entweder von der Steuerungseinheit 6 selbst erzeugt oder aus der Speichereinheit 12 der Aufzugsanlage 2 oder über das Internet 8 von
einem Server 18 erhalten werden. Der Modulator 5 steuert dann die LEDs 7 der Beleuchtungseinrichtung 1 derart, um den ersten binären Code 16 zu modulieren, indem der Modulator 5 die LEDs 7 individuell - synchron oder asynchron - ein- und ausschalten. Die LEDs 7 beleuchten dann dementsprechend und strahlen gemäß dem ersten Code 16 ein erstes Lichtsignal 14 aus, wobei das Lichtsignal mehrere Lichtstrahlungen aufweist. Dabei stellt eine leuchtende LED einen binären Code „1“ dar, während eine nicht leuchtende LED für einen binären Code „0“ steht.
Eine Modulation kann auch durch Dimmen der LEDs 7 durchgeführt werden, wobei unterschiedliche, bestimmte Helligkeiten von leuchtenden LEDs 7 jeweils einen digitalen „1“ oder „0“ darstellen können. Dann lässt sich der erste Code 16 durch leichte Veränderungen der Helligkeiten von LEDs mit Lichtsignalen verschlüsseln. Der erste Code 16 kann somit von der Lichtmodulationseinrichtung 1 moduliert und mittels der Beleuchtungseinrichtung 4 in das erste Lichtsignal 14 gerecht konvertiert werden.
Weiterhin kann eine Datenübertragung zwischen der Lichtmodulationseinrichtung 1 und einem mobilen Roboter 9 erfolgen, wenn der Roboter 9 von einem photoelektrischen Sensor oder einer digitalen Videokamera (nicht dargestellt) ausgerüstet wird. Der Roboter ist bevorzugterweise ein mobiles Gefährt, welches sich autonom bewegen und über Sensoren und Schnittstellen mit der Umgebung im Austausch steht. Der photoelektrische Sensor des Roboters 9 kann das erzeugte erste Lichtsignal 14 empfangen und es wieder in den erste Code 16 umwandeln. Die Datenübertragung kann auch eine bidirektionale Kommunikation sein, d.h., ein zweites Lichtsignal 15, das vom Roboter 9 erzeugt ist und einen zweiten Code 17 codiert, wird ebenfalls von einem Demodulator 10 der Lichtmodulationseinrichtung 1 erfassen und demoduliert, wodurch der zweite Code 17 wieder aus dem zweiten Lichtsignal 15 decodiert wird. Danach wird der zweite Code 17 an die Steuerungseinheit 6 der Aufzugsanlage weitergeleitet, wobei der zweite Code 17 auch ein binärer Code oder in einer anderen Datenform sein kann. Ebenfalls wird der zweite Code 7 in der Speichereinheit 12 gespeichert oder bei Bedarf über Internet 8 nach dem Server oder einer Lemzentrale 18 weitergeleitet.
In Lig. 2 wird ein Kommunikationsverfahren dargestellt, das zwischen einer Aufzugsanlage 2 und einem Roboter 9 erfolgt. Wenn eine Aufzugskabine 3 der Aufzugsanlage 2 in einem Stockwerk anhält, erzeugt die Steuereinheit 6 einen ersten binären Code 16, der z.B.
Information über eine Bereitschaft oder Fahrtanfrage enthält. Nach einer Modulation wird ein erstes Lichtsignal 14 von einer Beleuchtungseinrichtung 4 in der Aufzugskabine 3 gemäß dem ersten Code 16 erzeugt. Fährt der Roboter 9 in die Aufzugskabine 3 ein, empfängt er das erste Lichtsignal 14. Durch eine Demodulation bei sich gewinnt der Roboter 9 den ersten Code 16 wieder, wodurch der Roboter 9 die Fahrtanfrage erfährt. Als eine Antwort auf die Fahrtanfrage generiert der Roboter 9 einen zweiten Code 17 und moduliert diesen in ein zweites Lichtsignal 17, wobei der zweite Code z.B. Information über eine Zieleingabe enthält. In Unterschied zum ersten Lichtsignal 16, kann das zweite Lichtsignal 17 optional durch Infrarot-LEDs erzeugt werden, wodurch das Licht nicht ersichtlich ist. Nachdem das zweite Lichtsignal 17 bei der Aufzugsanlage 2 empfangen und demoduliert wurde, kann die Aufzugsanlage 2 den zweiten Code 17 bzw. die darin enthaltene Information erhalten. Als eine Antwort auf den zweiten Code 17 kann die Aufzuganlage wiederum einen weitere ersten Code 16 generieren. Dieser Code kann beispielsweise Informationen für eine so genannte „letzte Meile“ enthalten, die z.B. Navigationsdaten, präzise Zimmemummer und/oder einen besonderen Hinweis für den Roboter 9 umfasst.
Da die Kommunikation zwischen der Aufzugsanlage 2 und dem mobilen Roboter 9 ausschließlich unbemerkbare oder unsichtbare Lichtwellen als Datentransmitter benötigt, ist eine derartige Kommunikation verlässlicher, störungsfreier und sicherer als Funktechnologien wie z.B. WiFi. Somit kann der Datenaustausch über Kundendaten auf die letzte Meile besser geschützt werden. Auf diese Weise kann der Roboter 9 mit der Aufzugsanlage 2 zuverlässig bzw. kundenfreundlich kommunizieren, damit er die Aufzugsanlage 2 bedienen und sich zügig im Gebäude 11 bewegen kann. Dabei könnten beispielsweise eine Raumkarte und Positionsdaten für eine präzise Indoor-Navigation in Innenräumen des Gebäudes 11 an den Roboter 9 übertragen werden.
Selbstverständlich kann der Roboter 9 zuerst einen zweiten Code 17 generieren, welchen z.B. einen Fahrwunsch oder Zielanruf enthält, ohne auf ein erstes Lichtsignal abzuwarten. Analog zu dem oben erläuterten Verfahren wird der zweite Code 17 in ein zweites Lichtsignal 15 umgewandelt, welches von der Aufzugsanlage 2 aufgenommen und demoduliert wird, damit der zweite Code 17 an die Aufzugsanlage 2 übertragen und wiedergewonnen werden kann.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie „aufweisend“, „umfassend“, etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie „eine“ oder „ein“ keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.