Stapeleinrichtung für Sterilisiersiebschalen
Beschreibung
Die vorliegende Offenbarung betrifft eine stapelbare Siebschale zur Aufnahme von Medizinprodukten, insbesondere zum Sterilisieren bzw. Einlegen in einen
Sterilcontainer.
Hintergrund der Erfindung
Sterilisiersiebschalen müssen bekannter Weise zum Transport in einer
Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte oder zur Sterilisiation in
Sterilbarrieresystemen gelagert werden. Um dabei möglichst wenig Stauraum zu beanspruchen, besteht die Notwendigkeit, diese Siebschalen möglichst platzsparend und sicher stapeln zu können.
Stand der Technik
Dabei sind beispielweise Sterilisiersiebschalen bekannt, welche für die
Stapelfunktion ein zusätzliches Element benötigen. Das zusätzliche Element muss hierbei an der Sterilisiersiebschale, beispielsweise über eine Klemmvorrichtung, befestigt werden. In DE 10 2012 016 970 A1 ist ein Siebkorb offenbart, welcher über flache Klemmfedern oder Klemmschellen mit zumindest einem zweiten Siebkorb verbunden werden kann. Die Klemmschellen zeigen nach innen und sind an in den Siebkorbwänden ausgebildeten Durchbrüchen eingerastet. Alternativ sind auch
Sterilisiersiebschalen bekannt, bei welchen sich die gestapelten Siebschalen jeweils über Siebschalen-Füße gegeneinander abstützen. Wird als Sterilbarrieresystem eine Weichverpackung verwendet, kann es an dieser, aufgrund der Siebschalen-Füße wirkenden Punktbelastung, zu Beschädigungen kommen. Werden die bisher bekannten stapelbaren Sterilisiersiebschalen zusätzlich mit einem Deckel verschlossen und mit
Deckel gestapelt, ist kein seitlicher Anschlag vorhanden, was ein Verrutschen der oberen, gestapelten Siebschale leicht ermöglicht.
Kurzbeschreibung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Siebschale
bereitzustellen, welche ein sicheres Aufeinanderstapeln der Siebschalen mit und ohne Siebschalen-Deckel ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine stapelbare Siebschale nach Anspruch 1.
Die erfindungsgemäße (stapelbare) Siebschale zur Aufnahme von
Medizinprodukten, vorzugsweise zum Sterilisieren, weist dabei einen Siebschalen- Boden und an dem Siebschalen-Boden angeordnete, im Wesentlichen senkrecht hierzu sich erstreckende Siebschalen-Seitenwände auf. An einer Außen-/Unterseite des Siebschalen-Bodens ist dabei in dessen Randbereichen ein umlaufender Absatz, insbesondere integral/stoffeinstückig, ausgebildet, welcher zumindest zwei Siebschalen in einem gestapelten Zustand in einer Längen- und Breitenrichtung der Siebschale zueinander fixiert. Der umlaufende Absatz einer ersten oberen Siebschale steht hierfür in Eingriff mit den Siebschalen-Seitenwänden einer zweiten unteren Siebschale. Diese integrale Ausgestaltung der Siebschale ermöglicht es, mehrere Siebschalen sicher übereinander zu stapeln, ohne zusätzliche Komponenten an den Siebschalen vorsehen zu müssen.
Erfindungsgemäß kann die stapelbare Siebschale so ausgestaltet sein, dass eine Breite des umlaufenden Absatzes im Wesentlichen einer Stärke der Siebschalen- Seitenwand entspricht. Wenn somit Außenseiten der gestapelten Siebschalen im Wesentlichen oberflächenbündig miteinander abschließen, verringert dies den
Platzbedarf gestapelter Siebschalen und erleichtert das Handling eines Schalenstapels. Zudem ist es dabei von Vorteil, wenn der umlaufende Absatz im Wesentlichen konisch ausgebildet ist. D.h. der umlaufende Absatz erstreckt sich von dem Siebschalen-Boden nach außen und läuft dabei konisch zu, so dass sich die durch den umlaufenden Absatz definierte Innenquerschnittfläche in Erstreckungsrichtung des umlaufenden Absatzes
abnimmt. Die Konizität des umlaufenden Absatzes erleichtert dabei zudem die
Stapelung zweier Siebschalen, da der Absatz als zusätzliche Führung bei der
Stapelung wirkt und die gestapelten Siebschalen außerdem zueinander zentriert werden.
In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung weist die stapelbare Siebschale des Weiteren zumindest einen an einer Siebschalen-Seitenwand drehbeweglich
angelenkten Griffbügel und einen die Siebschale abschließenden Siebschalen-Deckel auf. An dem Siebschalen-Deckel ist dabei ein im Wesentlichen umlaufender, jedoch in einem Bereich des Griffbügels ausgesetzter/unterbrochener Absatz ausgebildet, der zumindest zwei Siebschalen, von welchen zumindest eine Siebschale, vorzugsweise die untere Siebschale, mit dem Siebschalen-Deckel abgeschlossen ist, in dem gestapelten Zustand zueinander fixiert, indem der Absatz des Siebschalen-Deckels mit dem Absatz der oberen Siebschale in Eingriff steht. Dabei weist der Siebschalen- Deckel weiterhin auf dessen Außenseite einen umlaufenden, im Bereich des Griffbügels ausgesetzten, auskragenden Rand auf, der bei Platzierung des Siebschalen-Deckels auf der Siebschale einen oberen Rand der Siebschalen-Seitenwände umschließt. Dies hat den Vorteil, dass auch bei Verwendung einer Siebschale mit Siebschalen-Deckel ein sicheres Aufeinanderstapeln gewährleistet wird und ein mögliches Verrutschen der Siebschalen zueinander verhindert werden kann. Auch ein Verrutschen des
Siebschalen-Deckels auf der Siebschale kann durch das Umgreifen der Siebschalen- Seitenwände durch den auskragenden Rand des Siebschalen-Deckels verhindert werden.
In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist der Siebschalen-Deckel im Bereich des Griffbügels nach unten abgesetzt, d.h. nach innen muldenförmig eingedrückt, so dass der Griffbügel in einer eingeklappten Position in die Mulde versenkbar ist und so im Wesentlichen oberflächenbündig mit dem Siebschalen-Deckel abschließt, was das sichere Aufeinanderstapeln der Siebschalen mit daran angelenkten Griffbügeln ermöglicht, ohne aufwändige Änderung an der Siebschale vornehmen zu müssen.
Hierbei ist mittig an dem nach unten/innen abgesetzten Aufnahmebereich des Griffbügels in dem Siebschalen-Deckel eine Griffbügel-Vertiefung ausgebildet. Die
Griffbügel-Vertiefung verbessert die Handhabe der Siebschale, da auch bei darauf platziertem Siebschalen-Deckel der Griffbügel in dem eingeklappten Zustand einfach gegriffen werden kann.
Kurzbeschreibung der Figuren
Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer stapelbaren Siebschale gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 ist eine seitliche Ansicht eines Ausschnitts der stapelbaren Siebschale gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht von zwei stapelbaren Siebschalen gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
Fig. 4 ist ein Ausschnitt eines Siebschalen-Deckels einer stapelbaren Siebschale gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
Fig. 5 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung der stapelbaren Siebschale;
Fig. 6 ist ein weiteres Ablaufdiagramm des Verfahrens zur Herstellung der stapelbaren Siebschale; und
Fig. 7 ist noch ein weiteres Ablaufdiagramm des Verfahrens zur Herstellung der stapelbaren Siebschale.
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Offenbarung auf der Basis der zugehörigen Figuren beschrieben.
Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer stapelbaren Siebschale 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel. Die Siebschale 1 weist dabei einen im
Wesentlichen rechteckigen Siebschalen-Boden 2 und an dem Siebschalen-Boden 2 angeordnete, sich nach oben erstreckende Siebschalen-Seitenwände 4, 6 auf.
Der Siebschalen-Boden 2 ist dabei aus einer (gelochten) Metallplatte hergestellt, in die nebeneinander eine große Anzahl von Durchbrechungen 10 gestanzt werden, wobei zwischen den Durchbrechungen 10 das Material des Siebschalen-Bodens 2 in Form von schmalen Stegen 9 stehenbleibt. Die Durchbrechungen 10 sind in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel als Langlöcher mit abgerundeten Ecken ausgeführt, können jedoch auch einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt haben. Analog zu dem Siebschalen-Boden 2, sind die Siebschalen-Seitenwände 4, 6 auch mit langlochförmigen Durchbrechungen 10 und dazwischen stehenbleibenden Stegen 9 ausgebildet.
Alternativ können der Siebschalen-Boden 2 und die Siebschalen-Seitenwände 4, 6 auch beliebig andersförmig ausgebildet sein. So ist es beispielsweise möglich, diese ohne Durchbrechungen 10 auszugestalten oder aus einer gitter- oder netzartigen Struktur aufzubauen, welche dadurch entsteht, dass eine Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Metalldrähten mit einer Vielzahl von ebenfalls parallel zueinander und senkrecht zu den ersten Metalldrähten verlaufenden Metalldrähte derart miteinander verflochten werden, dass zwischen den Metalldrähten quadratische oder rechteckige Durchbrechungen entstehen.
An zwei sich gegenüberliegenden Siebschalen-Seitenwänden 4, vorzugsweise den beiden Siebschalen-Seitenwänden 4, welche an kurzen Seiten des rechteckigen Siebschalen-Bodens 2 angeordnet sind, ist jeweils mittig an einem oberen
Ende/Endabschnitt ein Griffbügel 12 drehbeweglich angelenkt. Gemäß dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Griffbügel 12 dabei so an der Siebschalen- Seitenwand 4 angeordnet, dass dieser in einem eingeklappten Zustand im
Wesentlichen senkrecht zu der Siebschalen-Seitenwand 4 auf eine Innenseite der Siebschale 1 vorragt. In einem ausgeklappten Zustand wiederum erstreckt sich der Griffbügel 12 im Wesentlichen parallel zu der Siebschalen-Seitenwand 4 nach oben.
Fig. 2 ist eine seitliche Ansicht eines Ausschnitts der stapelbaren Siebschale 1 gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel. In Randbereichen des Siebschalen- Bodens 2 ist dabei an dessen Unterseite ein umlaufender Absatz/rahmenförmiger Rücksprung 13 ausgebildet, welcher den Siebschalen-Boden 2 zu dessen Mitte hin nach unten absetzt. Eine Breite B1 des Absatzes/Rücksprungs 13 im Bereich des Siebschalen-Bodens 2 entspricht dabei im Wesentlichen einer Stärke der Siebschalen- Seitenwände 4, 6, so dass, wie in Fig. 3 zu sehen, übereinandergestapelte Siebschalen 1 gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel in einer Längen- und Breitenrichtung der Siebschale 1 zueinander fixiert werden können, indem der Absatz 13 der oberen Siebschale 1 mit den Siebschalen-Seitenwänden 4, 6 der unteren Siebschale 1 im Eingriff steht.
Zudem ist der Absatz 13, wie in Fig. 2 zu erkennen, in dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel konisch ausgebildet. D.h. in seiner Erstreckungsrichtung (in Fig. 2 nach unten) nimmt eine durch den Absatz 13 definierte Innenquerschnittsfläche ab.
Eine Breite B2 an einem von dem Siebschalen-Boden 2 abgewandten Endabschnitt des Absatzes 13 ist somit größer als die Breite B1.
In Fig. 2 ist ferner zu erkennen, dass der Absatz 13 in seitlicher Ansicht im
Wesentlichen der Form eines Arkuskotangens folgt. D.h. der Absatz 13 weist im
Bereich des Siebschalen-Bodens 2 einen ersten Radius mit konkaver Krümmung und an dem von dem Siebschalen-Boden 2 abgewandten Endabschnitt des Absatzes 13 einen zweiten Radius mit konvexer Krümmung auf.
Mit anderen Worten, wenn zumindest zwei Siebschalen 1 gemäß dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel übereinandergestapelt werden, wird der Absatz 13 des Siebschalen-Bodens 2 der oberen Siebschale 1 so durch die Siebschalen- Seitenwände 4, 6 der unteren Siebschale 1 abgestützt, dass ein Verrutschen der beiden Siebschalen 1 zueinander in gestapeltem Zustand verhindert werden kann. Des
Weiteren sind die Siebschalen 1 gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass die Siebschalen-Seitenwände 4, 6 der unteren und oberen
Siebschale 1 in dem gestapelten Zustand im Wesentlichen oberflächenbündig zueinander abschließen, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist.
In noch anderen Worten ausgedrückt ist der Siebschalen-Boden 2 vorzugsweise durch Pressformen mit einem rahmenförmig umlaufenden Rücksprung 13 versehen, wodurch sich eine Art Bodenaufsatz/Bodenfortsatz ergibt, der im Wesentlichen passgenau/mit geringem Spiel in eine andere vorzugsweise baugleiche Siebschale eingedrückt werden kann und so beide Siebschalen nach Art von Spielbausteinen bekannter Bauart miteinander koppeln.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt eines Siebschalen-Deckels 14 zum Verschließen einer stapelbaren Siebschale 1 gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel. Der Siebschalen-Deckel 14 weist dabei, analog zu der Siebschale 1 , eine im Wesentlichen rechteckige Form auf, an deren Randbereichen ein umlaufender auf eine Außenseite auskragender Rand/Rahmen/Wulst 16 ausgebildet ist. Der nach oben auskragende Rand 16 ist im Wesentlichen in einer Bogen-/Wulst-/Leisten-Form ausgestaltet. Eine Breite des auskragenden Randes 16 entspricht dabei der Stärke der Siebschalen- Seitenwände 4, 6, so dass der auskragende Rand 16, wenn der Siebschalen-Deckel 14 auf der Siebschale 1 platziert wird, die Siebschalen-Seitenwände 4, 6 beidseitig (innen- und außenseitig) umgreift und den Siebschalen-Deckel 14 zu der Siebschale 1 in der Längen- und Breitenrichtung der Siebschale 1 fixiert.
Mit anderen Worten, der auskragende Rand 16 des Siebschalen-Deckels 14 umgreift die Siebschalen-Seitenwände 4, 6 nut- oder federartig, wenn die Siebschale 1 mit dem Siebschalen-Deckel 14 verschlossen wird, so dass ein Verrutschen der Siebschale 1 und des Siebschalen-Deckels 14 zueinander verhindert wird.
Analog zu der Siebschale 1 , ist der Siebschalen-Deckel 14 dabei aus einer Metallplatte hergestellt, in die nebeneinander eine große Anzahl von Durchbrechungen 10 gestanzt werden, wobei zwischen den Durchbrechungen 10 das Material des Siebschalen-Deckels 14 in Form von schmalen Stegen 9 stehenbleibt. Die
Durchbrechungen 10 sind in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel als Langlöcher mit
abgerundeten Ecken ausgeführt, können jedoch auch einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt haben.
Alternativ kann der Siebschalen-Deckel 14 auch beliebig andersförmig ausgebildet sein. So ist es beispielsweise möglich, diesen ohne Durchbrechungen 10 oder nur teilweise mit Durchbrechungen 10 auszugestalten oder aus einer netzartigen Struktur aufzubauen, welche dadurch entsteht, dass eine Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Metalldrähten mit einer Vielzahl von ebenfalls parallel zueinander und senkrecht zu den ersten Metalldrähten verlaufenden Metalldrähte derart miteinander verflochten werden, dass zwischen den Metalldrähten quadratische oder rechteckige Durchbrechungen entstehen.
In Fig. 1 und Fig. 4 ist zu erkennen, dass der Siebschalen-Deckel 14 nicht über seine gesamte Fläche mit Durchbrechungen 10 ausgebildet ist. Eine Mittenfläche des Siebschalen-Deckels 14 ist hier als eine geschlossene Oberfläche ausgestaltet. Diese Mittenfläche ist jedoch lediglich zur besseren Übersichtlichkeit als geschlossene Fläche ohne Durchbrechungen dargestellt und der Siebschalen-Deckel 14 ist in dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel, wie vorstehend beschrieben, über seine gesamte Fläche mit Durchbrechungen 10 ausgestaltet.
Wie in Fig. 4 zu sehen, ist an dem Siebschalen-Deckel 14 des Weiteren ein umlaufender Absatz/Senke 17 ausgebildet, der sich durch den rahmenförmig nach oben auskragenden Rand 16 bezüglich der Mittenfläche des Siebschalen-Deckels 14 ergibt und im Wesentlichen dem Querschnitt des Bodenfortsatzes entspricht. Somit ist es möglich, zumindest zwei Siebschalen 1 übereinander zu stapeln, sogar wenn die untere Siebschale 1 mit dem Siebschalen-Deckel 14 verschlossen ist, da in diesem Fall der Absatz (Bodenfortsatz) 13 an dem Siebschalen-Boden 2 der oberen Siebschale 1 mit dem Absatz/Senke 17 des Siebschalen-Deckels 14 in Eingriff kommt. Dadurch kann, wie vorstehend beschrieben, ein seitliches Verrutschen der unteren Siebschale 1 einschließlich des Siebschalen-Deckels 14 und der oberen Siebschale 1 zueinander verhindert werden.
Darüber hinaus ist mittig an den kurzen Seiten des Siebschalen-Deckels 14 ein Abschnitt des Siebschalen-Deckels 14 über einen weiteren Absatz muldenartig nach unten versetzt, so dass der Griffbügel 12, wenn der Siebschalen-Deckel 14 auf der Siebschale 1 platziert ist und der Griffbügel 12 in dem eingeklappten Zustand ist, im Wesentlichen oberflächenbündig in einem durch das Absetzen des Siebschalen- Deckels 14 ausgebildeten Griffbügel-Aufnahmebereich (Griffmulde) 18 ausgenommen wird und nicht über den Siebschalen-Deckel 14 hinausragt. Die Tiefe des Griffbügel- Aufnahmebereichs 18 entspricht dabei vorzugsweise im Wesentlichen einer Stärke des Griffbügels 12.
Um den Siebschalen-Deckel 14 einfach auf der Siebschale 1 platzieren zu können, ist des Weiteren in einem siebschalenseitenwandnahen Bereich des Griffbügel- Aufnahmebereichs 18 eine Griffbügel-Aussparung 20 ausgebildet. Eine Breite der Griffbügel-Aussparung 20 entspricht dabei im Wesentlichen einer Tiefe der Anlenkung des Griffbügels 12, so dass der Griffbügel 12 bei der Platzierung des Siebschalen- Deckels 14 auf der Siebschale 1 einfach durch die Griffbügel-Aussparung 20 gleitet und anschließend einklappbar ist.
Um ein ungewolltes Abheben des Siebschalen-Deckels 14 von der Siebschale 1 zu verhindern, ist jeweils an einem in Richtung der Mitte des Siebschalen-Deckels 14 angeordneten Randbereich des Griffbügel-Aufnahmebereichs 18 mittig ein Griffbügel- Verschlusselement 22 angeordnet. Dieses Griffbügel-Verschlusselement 22 weist in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Aussparung auf, welche den Griffbügel 12 im eingeklappten Zustand aufnimmt und hält und somit den Siebschalen-Deckel 14 auf der Siebschale 1 fixiert. Alternativ kann das Griffbügel-Verschlusselement 22 auch so ausgestaltet sein, dass der Griffbügel 12 im eingeklappten Zustand zwischen dem Griffbügel-Verschlusselement 22 und einer Wand des Griffbügel-Aufnahmebereichs 18 eingeklemmt und somit fixiert wird.
Darüber hinaus kann der Siebschalen-Deckel 14 in dem ausgeklappten Zustand des Griffbügels 12 an den Griffbügel-Verschlusselementen 22 gegriffen und angehoben werden. Das verbessert zusätzlich die Handhabe der Siebschale 1 und des
Siebschalen-Deckels 14.
Fig. 5 zeigt eine erste Möglichkeit eines Verfahrensablaufs zur Herstellung der Siebschale 1 chronologisch. Hierbei laufen ein Laserschneiden I, ein Stanzen II (auch Stanz-Nibbeln, sofern der auszustanzende Teil nur teilweise gestanzt und teilweise gebrochen wird), ein Walzen III, ein Einprägen V, ein Umbiegen IV und ein Schweißen VI chronologisch nacheinander ab.
Fig. 6 zeigt eine zweite Möglichkeit eines Verfahrensablaufs chronologisch.
Hierbei laufen ein Laserschneiden I, ein Stanzen II (auch Stanz-Nibbeln, sofern der auszustanzende Teil nur teilweise gestanzt und teilweise gebrochen wird), ein Walzen III, ein Umbiegen IV, ein Einprägen V und ein Schweißen VI chronologisch
nacheinander ab.
Eine dritte Möglichkeit eines Verfahrensablaufs zur Herstellung der Siebschale 1 ist chronologisch in Fig. 7 gezeigt. Dabei laufen ein Laserschneiden I, ein Stanzen II (auch Stanz-Nibbeln, sofern der auszustanzende Teil nur teilweise gestanzt und teilweise gebrochen wird), ein Walzen III, ein Einpräg- und Umbiegschritt V und ein Schweißen VI chronologisch nacheinander ab.
Zur Herstellung der Siebschale wird ein rechteckiger Blech-Rohling mit beliebiger Form und einer Materialstärke von rund 0,5 mm bis 2 mm, vorzugsweise rund 1 ,5 mm während des Laserschneidens I entlang einer Schneidkontur geschnitten, wodurch eine Siebschalen-Grundfläche entsteht. Nach einem Stanz- bzw. Stanz-Nibbel-Schritt II liegt eine perforierte Ausgangsform mit den gestanzten Durchbrechungen 10. Das Blech weist nach dem Schneiden I und dem Stanzen II in der Praxis gewisse
Eigenspannungen auf, welche zu einer Verformung der Ausgangsform führen. Folglich ist nunmehr das Walzen III durchzuführen, welche das Blech eben walzt / glättet, um so eine perforierte Ebene zu erhalten.
Während des Einprägens V, das die gewünschte dreidimensionale Struktur nach Art eines Geflecht-Imitats hervorruft, wird der umlaufende Absatz 13 ausgebildet.
Nach dem Umbiegen IV erhält man eine Siebschalen-Form, welche schließlich durch das Schweißen VI endgültig festgelegt wird. D.h. nach dem Umbiegen der Siebschalen-Seitenwände 4, 6 werden diese verschweißt.
Wie in Fig. 5 bis 7 zu erkennen, unterscheiden sich die Verfahrensabläufe der verschiedenen Fierstellmöglichkeiten in der chronologischen Abfolge der einzelnen Verfahrensschritte, insbesondere des Umbiegens IV und des Einprägens V. So kann gemäß der ersten und zweiten Möglichkeit das Einprägen V vor bzw. nach dem
Umbiegen IV durchgeführt werden. Alternativ kann das Einprägen V und das Umbiegen auch in einem einzelnen Verarbeitungsschritt durchgeführt werden (vgl- Fig. 7).