Etikettiervorrichtung für Behälter
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Etikettiervorrichtung für Behälter, wie Flaschen, mit einer Schneideinrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
Aus dem Stand der Technik sind Etikettiervorrichtungen für Behälter, wie Flaschen, Dosen oder dergleichen hinreichend bekannt. Diese Etikettiervorrichtungen können als Rundläufermaschinen mit einem Karussell, an dessen Peripherie Behälter in Behälteraufnahmen geführt werden, oder auch als linear arbeitende Maschinen, in denen die Behälter entlang einer linearen Transportstre cke an geeigneten Etikettieraggregaten vorbeigeführt werden, ausgebildet sein. Etikettiervorrich tungen umfassen üblicherweise Etikettieraggregate oder andere Einrichtungen, mit denen die Eti ketten auf die Behälter appliziert werden. Zu diesem Zweck umfassen die Etikettiervorrichtungen eine Reihe von drehbar gelagerten Zylindern, die Etiketten aus einer Quelle übernehmen und, falls notwendig, zuschneiden und beleimen und an die Behälter übergeben.
Bei der Verarbeitung nicht selbstklebender Etiketten, die auf einem Etikettenband angeordnet sind bzw. in Form eines Etikettenbandes zur Verfügung gestellt werden, ist es notwendig, nach Ver brauch eines Etikettenbands ein neues Etikettenband in die Etikettiervorrichtung einzubringen. Bis die Etikettiervorrichtung auf das neue Etikettenband eingestellt ist, werden üblicherweise einige Etiketten zu Test- bzw. Einstellungszwecken genutzt und beispielsweise die Schneideinrichtung und eine Beleimungseinrichtung oder ein Palettenkarussell zum Übernehmen der Etiketten ein gestellt. Die dabei anfallenden Etiketten werden hündisch vom Bediener entfernt, bevor die Ma schine in Betrieb gesetzt wird.
Dies birgt für den Bediener jedoch ein Sicherheitsrisiko, da er in potenziell drehende Einrichtungen eingreifen muss und ist weiterhin zeitlich aufwendig.
Aufgabe
Ausgehend vom bekannten Stand der Technik besteht die zu lösende technische Aufgabe somit darin, eine Etikettiervorrichtung anzugeben, mit der das Einrichten eines neuen Etikettenbands schneller und für den Bediener sicherer erfolgen kann.
Lösung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Etikettiervorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfasst.
Die erfindungsgemäße Etikettiervorrichtung für Behälter, wie Flaschen, umfasst eine Schneidein richtung zum Abtrennen von Etiketten von einem Etikettenband, die Schneideinrichtung umfas send einen Schneidzylinder und ein Schneidelement, wobei das Etikettenband zum Abtrennen von Etiketten entlang des Schneidzylinders transportiert werden kann, und ist dadurch gekenn zeichnet, dass im Bereich des Schneidzylinders oder stromab des Schneidzylinders eine Absau gung derart angeordnet ist, dass sie ein entlang des Schneidzylinders oder entlang einer stromab des Schneidzylinders angeordneten Einrichtung transportiertes Etikett vom Schneidzylinder oder der Einrichtung absaugen kann.
Die Schneideinrichtung kann entweder so ausgebildet sein, dass das Schneidelement in dem Schneidzylinder integriert oder außerhalb des Schneidzylinders angeordnet ist und in Zusammen wirkung mit dem Schneidzylinder ein Zuschneiden von einem entlang des Schneidzylinders ge führten Etikettenband zu einzelnen Etiketten bewirkt. Die stromab des Schneidzylinders angeord nete Einrichtung kann eine Transporteinrichtung für die von der Schneideinrichtung zugeschnitte nen Etiketten in Form eines drehbar gelagerten Zylinders sein, sodass die Einrichtung keine wei tere Bearbeitung des Etiketts und lediglich einen Transport durchführt. Alternativ oder zusätzlich kann die stromab des Schneidzylinders angeordnete Einrichtung aber auch eine oder mehrere Einrichtungen zur weiteren Bearbeitung des Etiketts umfassen.
Die Absaugung ist in jedem Fall stromab des Schneidelements angeordnet. Sie kann so angeord net sein, dass sie ein Etikett vom Schneidzylinder absaugen kann, bevor dieses den Übergabe punkt von dem Schneidzylinder an die nachgeordnete Einrichtung erreicht. Sie kann also insbe sondere in einem Bereich angeordnet sein, der sich zwischen dem Schneidelement und dem Übergabepunkt des Etiketts an die nachgeordnete Einrichtung erstreckt.
Die Absaugung kann, sofern sie so angeordnet ist, dass sie ein entlang der stromab des Schneidzylinders angeordneten Einrichtung transportiertes Etikett absaugen kann, bevorzugt in einem Bereich angeordnet sein, der sich stromauf einer Beleimungseinrichtung und/oder stromauf eines Übergabepunktes der Etiketten von der Einrichtung an eine weitere nachgeordnete Einrich tung, insbesondere stromauf des Übergabepunktes der Etiketten an die Behälter befindet.
Weiterhin kann die Absaugung so angeordnet sein, dass sie entlang des Schneidzylinders trans portierte Etiketten übernehmen kann, wobei sie in Rotationsrichtung des Schneidzylinders stromab des Übergabepunktes der Etiketten an die nachgeordnete Einrichtung angeordnet ist. In dieser Ausführungsform wird ein abzusaugendes Etikett dann über den Übergabepunkt an die nachgeordnete Einrichtung hinaus entlang des Schneidzylinders transportiert und abgesaugt.
Durch diese Etikettiervorrichtung können insbesondere die beim Wechsel des Etikettenbands an fallenden, führenden 5 bis 20 Etiketten als Ausschuss zuverlässig von der Schneideinrichtung oder einer nachgeordneten Einrichtung entfernt werden, ohne dass der Bediener noch zwischen die sich drehende Teile, insbesondere zwischen die sich drehenden Zylinder greifen muss.
Es kann vorgesehen sein, dass die Absaugung ein Bauteil umfasst, das sich entlang eines Be reichs einer Umfangsfläche des Schneidzylinders oder der Einrichtung erstreckt.
Dass sich das Bauteil entlang der Umfangsfläche des Schneidzylinders oder der Einrichtung er streckt ist so zu verstehen, dass die Absaugung außerhalb des Schneidzylinders bzw. der Ein richtung angeordnet ist, also einen Abstand zu dieser aufweist, sodass das Etikettenband und/o der die Etiketten zumindest zwischen der Absaugung und dem Schneidzylinder und/oder der Ein richtung hindurch verlaufen können und währenddessen von der Absaugung abgesaugt werden können. Die Absaugung kann so zuverlässig erfolgen.
In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Bereich einen Winkelbe reich von wenigstens 10° entlang der Umfangsfläche des Schneidzylinders oder der Einrichtung umfasst.
In dieser Weiterbildung wird ein zuverlässiges Absaugen überschüssiger Etiketten auch bei schneller Rotation des Schneidzylinders oder der Einrichtung, sofern dieser als Zylinder ausgebil det ist, gewährleistet.
Die Absaugung kann zum Bewirken eines Unterdrucks zum Absaugen des Etiketts ausgebildet sein.
Da die Etiketten nur eine geringe Masse besitzen, kann durch die Erzeugung eines Unterdrucks ein zuverlässiges Absaugen realisiert werden.
Ferner kann die Absaugung mit einer dem Schneidzylinder und/oder der nachgeordneten Einrich tung zugeordneten Vakuumpumpe zum Beaufschlagen des Schneidzylinders und/oder der nach geordneten Einrichtung mit einem Vakuum verbunden sein, um den Unterdrück zu erzeugen; und/oder
die Absaugung kann mit einer externen Vakuumpumpe verbindbar ausgebildet sein, um den Un terdrück zu erzeugen.
Das ohnehin mit der Vakuumpumpe erzeugte Vakuum bzw. der Unterdrück kann so insbesondere beim Anfahren der Etikettiervorrichtung, bei der nur wenig Vakuumleistung notwendig ist, ener gieeffizient für die Absaugung der Etiketten genutzt werden. Durch die alternative Ausführung der externen Vakuumpumpe die beispielsweise als bekannte Saugeinrichtung ausgebildet sein kann, können zusätzliche Leitungen zur Vakuumpumpe der Etikettiervorrichtung entfallen und die Kom plexität der Etikettiervorrichtung möglichst gering gehalten werden.
In einer Ausführungsform umfasst die Absaugung ein dem Schneidzylinder und/oder der Einrich tung zugewandtes Bauteil, in dem eine Absaugöffnung zum Absaugen des Etikettes angeordnet ist, wobei das Bauteil vorzugsweise ein mittels eines generativen Herstellungsverfahrens herge stelltes Bauteil ist. Das Bauteil kann, muss jedoch in dieser Ausführungsform nicht mittels eines generativen Herstellungsverfahrens hergestellt worden sein. So kann das dem Schneidzylinder und/oder der Einrichtung zugewandte Bauteil auch mittels eines anderen Verfahrens hergestellt worden sein.
Durch die Absaugöffnung wird verhindert, dass abgesaugte Etiketten unbeabsichtigt im Bereich der Etikettiervorrichtung und insbesondere im Bereich der Schneideinrichtung oder der nachge ordneten Einrichtung verbleiben.
Die Absaugung kann einen Auffangbehälter für abgesaugte Etiketten umfassen.
Im Bereich der Etikettiervorrichtung unabsichtlich verbleibende Etiketten können so vermieden werden.
In einer Ausführungsform ist die Absaugung lösbar mit der Etikettiervorrichtung verbunden.
Die Absaugung kann so bevorzugt nur während der Inbetriebnahme der Etikettiervorrichtung bzw. beim Einstellen des neuen Etikettenbandes angebracht sein und während dem normalen Betrieb entfernt sein, um den üblichen Betrieb der Etikettiervorrichtung nicht zu behindern. Alternativ kann
auch vorgesehen sein, dass die Absaugung (als permanente Installation) während der Inbetrieb nahme und während des Betriebs der Etikettiervorrichtung angebracht ist. Sie kann dann zusätz lich als Schutz von Bedienern vor dem Hineingreifen in bewegliche Teile dienen.
Ferner kann eine Befestigungsvorrichtung zum Herstellen der lösbaren Verbindung zwischen der Absaugung und der Etikettiervorrichtung vorgesehen sein. Die Befestigungsvorrichtung kann das Herstellen der lösbaren Verbindung über das Herstellen eines Formschlusses und/oder über das Herstellen eines Kraftschlusses bewirken.
Eine zuverlässige Anordnung der Absaugung wird mit dieser Weiterbildung gewährleistet.
In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform umfasst die Befestigungsvorrichtung wenigstens eines von einem Klemmelement, einem Klickelement, einem Steckelement.
Bevorzugt erfordert das Lösen oder Befestigen der lösbaren Verbindung (insbesondere bei Vor sehen der Klemmelemente, Klickelemente oder Steckelemente) den Einsatz von Werkzeug, wie beispielsweise eines Schraubenziehers oder eines Schraubenschlüssels. Dient die Absaugung als Schutz, kann so ein unbeabsichtigtes oder leichtfertiges Lösen der Verbindung verhindert wer den. Alternativ kann eine werkzeuglose, also insbesondere lediglich mithilfe der Hände des Be dieners durchführbare Anordnung der Absaugung und Entfernung der Absaugung (beispielsweise durch Betätigung der Klemmelemente, Klickelemente oder Steckelemente) möglich sein.
De Einrichtung kann einen Vakuumzylinder oder einen Greiferzylinder umfassen. Anstelle oder zusätzlich zum Greiferzylinder kann auch ein Palettenkarussell vorgesehen sein.
Die Verwendung der Absaugung in Kombination mit den der Schneideinrichtung nachgeordneten Einrichtungen ist besonders vorteilhaft.
Die Etikettiervorrichtung kann eine Beleimungseinrichtung zum Aufbringen von Leim auf abge trennte Etiketten stromab der Schneideinrichtung umfassen, wobei die Absaugung stromauf der Beleimungseinrichtung angeordnet ist und/oder wobei die Absaugung stromab der Beleimungs einrichtung und stromauf eines Übergabepunktes eines Etiketts an einen Behälter angeordnet ist und/oder wobei die Absaugung stromab eines Übergabepunktes eines Etiketts an einen Behälter angeordnet ist.
Ein unzuverlässiges Absaugen bereits mit Leim versehener Etiketten oder ein Verkleben der Ab saugung kann mittels der ersten Variante vermieden werden. Die übrigen Varianten erfordern
zwar zum Teil das Ansaugen von mit Leim versehenen Etiketten, was einen erhöhten Wartungs aufwand bewirken kann. Jedoch kann dies vorteilhaft genutzt werden um fehlerhaft beleimte Eti ketten zu entfernen.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Etikettiervorrichtung ausgebildet ist, einen Unterdrück zum Absaugen des Etiketts in der Absaugung mittels des Venturi-Effekts zu bewirken und/oder das die Etikettiervorrichtung ausgebildet ist, einen Unterdrück zum Absaugen des Etiketts in der Absaugung mittels des Coanda-Effekts zu bewirken. Die Anzahl beweglicher Bauteile kann so reduziert werden.
Kurzbeschreibung der Figuren
Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer Etikettiervorrichtung
Figur 2 zeigt eine Ansicht der Absaugung in Kavaliersperspektive
Figur 3 zeigt einer Ausführungsform der Etikettiervorrichtung mit Mitabsaugung mit einer
Befestigungsvorrichtung
Ausführliche Beschreibung
Figur 1 zeigt eine Etikettiervorrichtung 100 gemäß einer Ausführungsform in einer schematischen Ansicht. Dabei sind die hier gezeigten Komponenten der Etikettiervorrichtung nicht in Relation zum Rest einer eventuell vorgesehenen Etikettenmaschine zum Aufbringen von Etiketten auf Be hältern, wie Flaschen, dargestellt, sondern lediglich die für die Erfindung relevanten Einrichtungen veranschaulicht.
Als Etikettiervorrichtung oder allgemeiner als Etikettiermaschine kommen sämtliche im Stand der Technik bekannten Realisierungen infrage. Beispielsweise kann die Etikettiervorrichtung zusätz lich ein Karussell 109 oder einen Linearförderer zum Transportieren von Behältern 191 umfassen, wobei ferner geeignete Applikationseinrichtungen zum Aufbringen von Etiketten vorgesehen sein können. Die Applikation kann jedoch auch durch die nachgeordnete Einrichtung 102, wie hier dargestellt, erfolgen. Auch diese sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt. Erfin dungsgemäß kommen solche Etikettiervorrichtungen und/oder Etikettiermaschinen in Betracht, die nicht selbstklebende Etiketten auf einem Etikettenband bereitstellen und dieses vor der Appli kation auf die Behälter zuschneiden und ggf. beleimen.
Die Etikettiervorrichtung umfasst in Transportrichtung eines Etikettenbandes 130 zunächst zumin dest eine Schneideinrichtung 101 . Diese Schneideinrichtung 101 umfasst einen Schneidzylinder
1 1 1 , entlang dessen Umfangsfläche das Etikettenband 130 transportiert werden kann. Zusätzlich umfasst die Schneideinrichtung 101 ein Schneidelement 1 12, das in Zusammenwirkung mit dem Schneidzylinder ein Trennen des Etikettenbandes in Einzeletiketten bewirken kann.
In der hier dargestellten Ausführungsform ist das Schneidelement 1 12 außerhalb des Schneidzy linders 1 1 1 angeordnet und kann beispielsweise als ein bewegliches Schneidmesser oder als eine Vielzahl von beweglichen Schneidmessern umfassend ausgebildet sein. Der Schneidzylinder 1 1 1 ist dann üblicherweise so ausgebildet, dass er entlang seiner Umfangsfläche, entlang der das Etikettenband geführt wird, eine oder mehrere Vertiefungen aufweist, sodass bei Drehung des Schneidzylinders und Bewegen des Schneidelements das Schneidelement in die Vertiefungen des Schneidzylinders hinein bewegt wird, sodass das Etikettenband an diesen Stellen durchtrennt wird.
Alternativ kann die Schneideinrichtung 101 auch nur einen Schneidzylinder 1 1 1 umfassen, in den ein oder mehrere Schneidelemente integriert sind, die beispielsweise in radialer Richtung des Schneidzylinders nach außen bewegt werden können, um bei dieser Bewegung nach außen ein an der Umfangsfläche des Schneidzylinders angeordnetes Etikettenband zu durchtrennen.
Für die Schneideinrichtung sind eine Vielzahl von Ausführungsformen denkbar. Für die Erfindung wesentlich ist jedoch lediglich, dass eine Schneideinrichtung vorgesehen ist, die zumindest einen Schneidzylinder umfasst, entlang dessen Umfangsfläche des Etikettenband transportiert werden und während dieses Transports in einzelne Etiketten aufgeteilt werden kann.
In Transportrichtung der so vereinzelten Etiketten stromab des Schneidzylinders 1 1 1 kann eine weitere Einrichtung 102, beispielsweise ein Transferzylinder, Greiferzylinder, Vakuumzylinder o- der Palettenkarussell oder Ähnliches vorgesehen sein. Entlang diesem werden die Etiketten, die nun vereinzelt sind, transportiert und anschließend beispielsweise einer Beleimungsvorrichtung 108 zugeführt oder an dieser vorbeigeführt, um die zugeschnittenen Etiketten mit Leim zu beauf schlagen und sie anschließend auf die Behälter zu applizieren. Die Einrichtung 102 selbst ist be vorzugt so ausgebildet, dass mit ihr keine Beleimung der zugeschnittenen Etiketten erfolgt. Eine etwaige Beleimungseinrichtung ist also in jedem Fall stromab der Einrichtung 102 oder höchstens entlang ihrer Drehrichtung stromab eines Übergabepunktes von zugeschnittenen Etiketten vom Schneidzylinder 1 1 1 an die nachgeordnete Einrichtung 102 angeordnet.
Erfindungsgemäß umfasst die Etikettiervorrichtung 100 eine Absaugung zum Absaugen von ent lang des Schneidzylinders oder entlang der Einrichtung 102 transportierten Etiketten vom
Schneidzylinder bzw. von der Einrichtung. Die Absaugung ist hier mit 104 und 105 und 107 sche matisch dargestellt. Es sei bereits hier erwähnt, dass jede Absaugung 104, 105 und 107 unab hängig von den übrigen Absaugungen auch nur allein oder mehrere Absaugungen in Kombination vorgesehen sein können.
Diese Absaugung erlaubt ein Absaugen von zugeschnittenen Etiketten insbesondere wenn ein neues Etikettenband in die Etikettiervorrichtung eingebracht wird, da dies ein Einstellen der rela tiven Bewegung der Schneideinrichtung (insbesondere des Schneidzylinders) und der nachge- ordneten Einrichtungen sowie anderer Einrichtungen erfordern kann. Dabei entsteht üblicher weise eine Anzahl von Etiketten, die für das Etikettieren von Behältern ungeeignet sind, da sie beispielsweise Falten aufweisen oder nicht ordnungsgemäß geschnitten sind. Die Absaugung ist erfindungsgemäß vorgesehen, diese Etiketten von dem Schneidzylinder 1 1 1 oder von der Ein richtung 102 zu entfernen. Erfindungsgemäß muss dazu lediglich eine Absaugung 104 oder 105 vorgesehen sein, sodass die Absaugung 104 und 105 auch jeweils nur einzeln vorgesehen sein können und nicht zwei Absaugungen in 104 und 105 notwendig sind. Ist eine Absaugung vorge sehen, kann sie jedoch beispielsweise an den Positionen 104 oder 105 angeordnet sein.
Die Absaugung 104 bzw. 105 ist in jedem Fall in Transportrichtung der zugeschnittenen Etiketten stromab des Schneidelements oder allgemeinen des Punktes angeordnet, an dem das Etiketten band in Einzeletiketten durchtrennt wird. Ist das Schneidelement in den Schneidzylinder integriert, so ist dieser Punkt die Drehstellung des Schneidzylinders, bei der das Durchtrennen des Etiket tenbandes durch bewegen bzw. betätigen des Schneidelements bewirkt wird. Dieser Punkt ent spricht üblicherweise einer vorgegebenen Winkeleinstellung des Schneidzylinders und ist daher im Betrieb der Etikettiervorrichtung wohl definiert.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist in Drehrichtung des Schneidzylinders (der auch Gegendruckzylinder genannt wird, wenn ein separates Schneidelement vorgesehen ist) die Ab saugung 104 stromab des Schneidelements angeordnet, und zwar so, dass sie ein entlang des Schneidzylinders 1 1 1 transportiertes Etikett zumindest vor dem Übergabepunkt an die nachge- ordnete Einrichtung 102 absaugen kann. Das Etikett wird also mittels der Absaugung vom Schneidzylinder 1 1 1 entfernt, bevor das Etikett an die nachgeordnete Einrichtung 102 übergeben wird. Die Absaugung 104 kann in einem Winkelbereich a zwischen dem Schneidelement und dem Übergabepunkt des Etiketts von dem Schneidzylinder 1 1 1 an die nachgeordnete Einrichtung an geordnet sein. Der Winkelbereich a kann sich über 10° oder mehr erstrecken. Beispielsweise kann er sich auch über 25° oder mehr oder über 35° oder mehr erstrecken.
Die Absaugung 107 ist in Rotationsrichtung des Schneidzylinders stromab des Übergabepunktes des Etiketts vom Schneidzylinder 1 1 1 an die nachgeordnete Einrichtung 102 angeordnet. Die Ab saugung ist also so angeordnet, dass sie ein von dem Schneidzylinder über den Übergabepunkt des Etiketts von dem Schneidzylinder 1 1 1 an die nachgeordnete Einrichtung 102 hinaus transpor tiertes Etikett absaugen kann. Dieser Transport des Etiketts über den Übergabepunkt hinaus durch den Schneidzylinder 1 1 1 tritt üblicherweise (im störungsfreien Etikettierbetrieb) nicht auf. Er kann jedoch beispielsweise beim Wechsel einer Etikettenrolle auftreten, wenn die Einstellung des Schneidzylinders 1 1 1 an die neue Etikettenrolle angepasst wird. Der Fall kann auch auftreten, wenn (absichtlich oder unabsichtlich) im Betrieb der Etikettiermaschine das Etikett von dem Schneidzylinder nicht an die nachgeordnete Einrichtung 102 übergeben wird. In einem solchen Fall kann beispielsweise das das Etikett am Schneidzylinder haltende Vakuum nicht im Überga bepunkt deaktiviert werden, sodass das Etikett nicht übergeben, sondern weiter entlang des Schneidzylinders transportiert wird. Dies kann absichtlich (beispielsweise bei Erkennen einer Be schädigung des zugeschnittenen Etiketts durch eine im Bereich des Schneidzylinders angeord nete Inspektionseinrichtung) oder unabsichtlich (beispielsweise aufgrund einer Fehlfunktion der Vakuumelemente des Schneidzylinders) Vorkommen.
In jedem Fall kann mit der Absaugung 107 dann ein Etikett vom Schneidzylinder abgesaugt wer den, das über den Übergabepunkt des Etiketts an die nachgeordnete Einrichtung 102 hinaus ent lang des Schneidzylinders transportiert wird. Bevorzugt ist die Absaugung in dem Winkelbereich 02 zwischen dem Übergabepunkt des Etiketts vom Schneidzylinder an die nachgeordnete Einrich tung und dem Übernahempunkt des Etikettenbandes 130 an den Schneidzylinder 1 1 1 angeord net. Dieser Winkelbereich 02 kann beispielsweise wenigstens 10° bis zu 25° oder bis zu 35° be tragen. Auch Werte dazwischen oder größere Werte können ausgewählt werden.
Die Absaugung 105 ist derart angeordnet, dass sie ein entlang der nachgeordneten Einrichtung 102 transportiertes Etikett absaugen kann. Die Absaugung ist daher bevorzugt nach dem Über gabepunkt des Etiketts vom Schneidzylinder 1 1 1 an die nachgeordnete Einrichtung 102 angeord net, aber in Rotationsrichtung der nachgeordneten Einrichtung bzw. in Transportrichtung der Eti ketten entlang der nachgeordneten Einrichtung stromauf der Beleimungseinrichtung 108 und/oder stromauf des Übergabepunktes der Etiketten an die Behälter 191. Der Winkelbereich 03, in dem die Absaugung 105 angeordnet ist, kann sich beispielsweise ebenfalls über wenigstens 10° er strecken. Er kann sich auch über bis zu 15° oder bis zu 25° oder bis zu 35° erstrecken oder beliebige Werte dazwischen annehmen.
Wie in der Figur 1 dargestellt, kann die Absaugung 104 bzw. 105 bzw. 107 ein Bauteil 141 bzw.
151 bzw. 171 umfassen, das sich entlang zumindest eines Teilbereichs bzw. eines Bereichs der Umfangsfläche des Schneidzylinders 1 1 1 oder der weiteren Einrichtung 102 erstreckt. Durch die ses Bauteil kann ein Absaugen eines Etiketts beispielsweise in einen Auffangbehälter 142 bzw.
152 bzw. 172 erfolgen. Dazu kann das Bauteil 141 bzw. 151 bzw. 171 über eine Absaugleitung 143 bzw. 153 bzw. 173 mit dem Auffangbehälter 142 bzw. 152 bzw. 172 verbunden sein.
Das Bauteil kann, wie in Figur 1 auch angedeutet, eine gekrümmte Absaugfläche aufweisen, die dem Schneidzylinder 1 1 1 bzw. der Einrichtung 102 zugewandt ist. Diese gekrümmte Absaugflä che kann zumindest eine Absaugöffnung umfassen, durch die ein angesaugtes Etikett vom Schneidzylinder bzw. der Einrichtung 102 entfernt werden kann. Die Krümmung der Absaugfläche kann bevorzugt der Krümmung der Umfangsfläche des Schneidzylinders 1 1 1 oder der Einrichtung 102 entsprechen, wobei die Absaugfläche zur Umfangsfläche des Schneidzylinders 1 1 1 bzw. der Einrichtung 102 beabstandet angeordnet ist. Dieser Abstand kann so gewählt werden, dass ein Etikettenband bzw. Etikett zwischen der Absaugfläche und dem Schneidzylinder 1 1 1 bzw. der Einrichtung 102 hindurch bewegt werden kann, aber gleichzeitig ein zuverlässiges Absaugen des Etiketts durch die Absaugfläche bewirkt werden kann.
Bevorzugt ist das Bauteil 141 , 151 oder 171 ein mittels eines generativen Herstellungsverfahrens wie 3D-Druck hergestelltes Bauteil. Generative Herstellungsverfahren sind dabei sämtliche nicht abspanenden Herstellungsverfahren, also insbesondere Herstellungsverfahren, bei denen das Bauteil Schicht für Schicht erst aus einem (strukturlosen) Grundstoff aufgebaut wird. Derartige Verfahren sind grundsätzlich bekannt.
Wie in Figur 1 angedeutet, kann sich das Bauteil 141 bzw. 151 bzw. 171 der Absaugung entlang der Umfangsfläche des Schneidzylinders 1 1 1 oder der Einrichtung 102 in einem Winkelbereich erstrecken. Dieser Winkelbereich wird durch den Winkel bestimmt, den zwei Strahlen ausgehend von der Rotationsachse des Schneidzylinders oder der Einrichtung 102 einschließen, wobei der eine Strahl die in Transportrichtung der Etiketten erste Begrenzungsfläche der Absaugung oder zumindest des Bauteils 141 oder 151 oder 171 und der andere Strahl die in Transportrichtung der Etiketten zweite Begrenzungsfläche der Absaugung oder zumindest des Bauteils 141 oder 151 oder 171 passiert. Der Winkelbereich kann sich beispielsweise über a=10° entlang der Umfangs fläche des Schneidzylinders oder der Einrichtung 102 erstrecken. Auch größere oder kleinere Winkel sind denkbar. Bevorzugt ist ein Winkelbereich von a=10-60°, obwohl auch Winkel von 10- 35° oder 10-45° denkbar sind.
Um das Absaugen des Etiketts von dem Schneidzylinder 1 1 1 bzw. der Einrichtung 102 mithilfe der Absaugung 104, 105 oder 107 zu gewährleisten, kann vorgesehen sein, dass zumindest das Bauteil 141 bzw. 151 bzw. 171 mit einem Unterdrück beaufschlagt wird. Alternativ oder zusätzlich kann auch der Auffangbehälter (142, 152, 172) oder die Absaugleitung 143 bzw. 153 bzw. 173 mit einem Unterdrück beaufschlagt werden. Dazu kann beispielsweise die hier nur gestrichelt dar gestellte Vakuumpumpe 106 verwendet werden, die im normalen Betrieb der Etikettiervorrichtung beispielsweise einen Vakuumzylinder als weitere Einrichtung 102 mit einem Vakuum beauf schlagt. Durch eine oder mehrere zusätzliche Leitungen, die von dieser Vakuumpumpe abzwei- gen, kann die jeweilige Absaugung mit einem ausreichenden Unterdrück beaufschlagt werden, um ein Etikett von der Einrichtung 102 oder dem Schneidzylinder 1 1 1 zu lösen.
Alternativ kann die Vakuumpumpe 106 auch als externe Vakuumpumpe verstanden werden, die ausschließlich für das Beaufschlagen der Absaugung 104, 105 oder 107 vorgesehen und betrie ben wird. Sie ist dann bevorzugt nicht mit weiteren Vorrichtungen der Etikettiervorrichtung verbun den.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass der Unterdrück beim Absaugen des Etiketts in der Absaugung mittels des Venturi-Effekts, beispielsweise in der Absaugleitung 143 bzw. 153 bzw. 173 erzeugt wird. Zu diesem Zweck kann die Druckluft, die durch eine stationär vorgesehene Vakuumpumpe 106 (die, wie eben beschrieben, beispielsweise einen Vakuumzylinder mit Va kuum versorgt) erzeugt wird, in eine mit der Absaugleitung 143, 153 bzw. 173 verbundene Leitung eingebracht werden, wodurch aufgrund des Venturi-Effekts in der Absaugleitung selbst ein Unter drück erzeugt wird, sodass ein Etikett von dem Schneidzylinder 1 1 1 oder der Einrichtung 102 gelöst werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann auch zum Erzeugen des Unterdrucks der Coanda-Effekt genutzt werden. Sowohl die Verwendung des Venturi-Effekts als auch des Co- anda-Effekts kommen ohne weitere Medien aus, lediglich eine (Druckluft)-Zufuhr ist nötig. Alter nativ oder zusätzlich kann auch eine Strahlpumpe zum Einsatz kommen, um den Unterdrück zu erzeugen. Bevorzugt wird hierfür die Abluft aus dem bestehenden Gesamtsystem verwendet, wie beispielsweise die Abluft aus dem Vakuumzylinder, Vakuumpumpe oder dergleichen (Luftrecyc ling). Weiterhin ist es auch möglich ein zusätzliches Medium, vorzugsweise ein gasförmiges Me dium zu verwenden
Alternativ kann dieser Effekt auch an dem Bauteil 141 oder 151 oder 171 oder im Auffangbehälter 142 oder 152 oder 172 realisiert werden. Es ist ebenso denkbar, sowohl eine Beaufschlagung mit einem Vakuum vorzusehen, um einen Unterdrück zum Absaugen des Etiketts zu generieren (bei spielsweise indem der Unterdrück im Auffangbehälter 142, 152 bzw. 172 appliziert wird), und
gleichzeitig mithilfe des Venturi-Effekts oder eines der anderen oben beschriebenen Effekte einen Unterdrück in der Absaugleitung 173, 153 bzw. 143 zu generieren, um das Absaugen des Etiketts zu unterstützen.
In den bisher gezeigten Ausführungsformen und insbesondere in der Fig. 1 wurden die Absau gungen (104, 105, 107) jeweils zwar stromab des Schneidzylinders aber stromauf der Belei mungseinrichtung 108 angeordnet gezeigt. Dies hat den Vorteil, dass keine Leimreste in die Ab saugung gelangen können.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Absaugung (hier nicht dargestellt) stromab der Beleimungseinrichtung 108 (in Bewegungsrichtung der Etiketten) angeordnet ist. Die Absaugung kann insbesondere stromab der Beleimungseinrichtung beispielsweise an der Peripherie der wei teren Einrichtung 102 (wie etwa ein Vakuumzylinder oder ähnliches) angeordnet sein. Beispiels weise kann sie zwischen der Beleimungseinrichtung 108 bzw. dem Punkt, an dem der Leim auf die Etiketten aufgebracht wird, und dem Übergabepunkt des Etiketts an den Behälter (der im Ka russell 109 transportiert wird) angeordnet sein. Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Absaugung beispielsweise entlang der Peripherie der Einrichtung 102 nach dem Übergabe punkt des Etiketts an die Behälter angeordnet ist. Dies ist so zu verstehen, dass beispielsweise bei Rotation des Zylinders 102 im Uhrzeigersinn die Absaugung in Drehrichtung des Zylinders nach dem Übergabepunkt des Etiketts an den/die Behälter angeordnet ist.
In einigen Ausführungsformen können stromab der weiteren Einrichtung 102 auch eine oder meh rere zusätzliche Einrichtungen in Form von Transportzylindern oder dergleichen angeordnet sein. Auch in deren Bereichen können entsprechend eine oder mehrere Absaugungen vorgesehen sein.
Jede der beschriebenen Absaugungen kann entsprechend jeder der bereits beschriebenen und/o der nachfolgenden Ausführungsformen ausgebildet sein.
Figur 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht einer Absaugung 104 (anstelle dieser kann auch die Ab saugung 105 oder die Absaugung 107 vorgesehen sein) im Bereich des Schneidzylinders 1 1 1 in einer Kavaliersperspektive.
Wie zu erkennen, umfasst das Bauteil 141 , das zumindest teilweise dem Schneidzylinder 1 1 1 zugewandt ist, in dieser Ausführungsform zumindest eine Absaugöffnung 271 , die mit der Ab saugleitung 143 verbunden ist. Durch diese Absaugöffnung, die mit Unterdrück beaufschlagbar ist, kann ein Etikett, das sich entlang des Schneidzylinders bewegt, abgesaugt werden. Dazu kann
der an der Absaugöffnung anliegende Unterdrück oder insbesondere der Unterdrück, der mittels der Absaugöffnung auf das Etikett einwirkt, größer sein, als ein durch den Schneidzylinder auf das Etikett applizierter Unterdrück. So wird gewährleistet, dass das Etikett eine in Richtung der Ab saugöffnung resultierende Kraft erfährt und damit vom Schneidzylinder 1 1 1 abgesaugt wird. Al ternativ kann auch vorgesehen sein, dass ein etwaig durch den Schneidzylinder auf das Etikett ausgeübter Unterdrück während des Vorbeibewegens des Etiketts an der Absaugung ausgeschal tet oder zumindest reduziert wird, indem beispielsweise eine oder mehrere Vakuumöffnungen in dem Schneidzylinder, die das Etikett halten, nicht länger mit Vakuum beaufschlagt werden. Alter nativ kann auch vorgesehen sein, dass ein Überdruck auf das Etikett ausgehend vom Schneidzy linder appliziert wird, um das Etikett aktiv vom Schneidzylinder wegzublasen. Jede dieser Ausfüh rungsformen reduziert die Kraft, mit der das Etikett an dem Schneidzylinder gehalten wird, sodass ein Ablösen des Etiketts vom Schneidzylinder mithilfe der Absaugung 104 oder 107 einfacher erreicht werden kann. So können auch Spannungen im Etikett reduziert werden, was die Gefahr eines unbeabsichtigten Reißens des Etiketts und damit Verbleibens von Eti ketten resten an dem Schneidzylinder reduziert.
Über die Absaugung kann das abgesaugte Etikett dann dem Auffangbehälter 142 zugeführt wer den.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform für die Etikettiervorrichtung 100 in einem Ausschnitt, in dem lediglich der Schneidzylinder 1 1 1 und eine ihm zugeordnete Absaugung 104 mit der Ab saugleitung 143 auf beispielsweise einem Standtisch 390 der Etikettiervorrichtung dargestellt ist. Es versteht sich, dass anstelle des Schneidzylinders 1 1 1 und der ihm zugeordneten Absaugung auch die andere Einrichtung 102 mit der ihr zugeordneten Absaugung 105 hier verwendet werden könnte.
In der hier dargestellten Ausführungsform ist die Absaugung 104 lösbar mit der Etikettiervorrich tung 100 verbunden. Zu diesem Zweck ist beispielsweise das Bauteil 141 über ein erstes Verbin dungselement 382 mit einem zweiten Verbindungselement 381 auf dem Standtisch 390 verbun den. Dazu kann insbesondere ein drittes Verbindungselement 383 vorgesehen sein, das die lös bare Verbindung zwischen dem ersten Verbindungselement 382 und dem zweiten Verbindungs element 381 herstellt. Dieses dritte Verbindungselement 383 kann beispielsweise als Klemmele ment oder Klickelement oder Steckelement ausgebildet sein, so dass es bevorzugt ohne die Ver wendung von Werkzeug lediglich durch manuelle Betätigung eines Bedieners gelöst oder befes tigt werden kann, sodass die lösbare Verbindung zwischen den Verbindungselementen 381 und
382 hergestellt wird. Die Verbindungselemente 381 , 382 und 383 werden zusammen als Befesti gungsvorrichtung vorgesehen, da diese die lösbare Verbindung zwischen der Absaugung und der Etikettiervorrichtung hersteilen kann.
Anstelle von werkzeuglos betätigbaren Befestigungsvorrichtungen zum Herstellen oder Lösen der lösbaren Verbindung zwischen der Absaugung 104 und der Etikettiervorrichtung können auch andere Befestigungsvorrichtungen verwendet werden, für die die Verwendung von Werkzeug üb licherweise von Nöten ist. So kann beispielsweise die Absaugung mit dem dritten Verbindungs element 383 in Form einer Schraube oder eines Flansches mit der Etikettiervorrichtung 100 ver bunden werden. Zu deren Betätigung sind üblicherweise Werkzeuge, wie Schraubenzieher, not wendig. Die Verwendung von nur mit Werkzeug lösbaren oder befestigbaren Verbindungen ist insbesondere von Vorteil, wenn die jeweilige Absaugung auch eine Schutzfunktion übernehmen soll, beispielsweise verhindern soll, dass ein Bediener in sich drehende Teile eingreifen kann.
In der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform ist die Absaugleitung 143 separat von der Befes tigungsvorrichtung 380 vorgesehen. In einer Ausführungsform kann alternativ auch vorgesehen sein, dass die Befestigungsvorrichtung 380 ein Teil der Absaugleitung 143 ist bzw. mithilfe der Absaugleitung über geeignete Verbindungselemente oder Befestigungsvorrichtungen eine lös bare Verbindung mit der Etikettiervorrichtung hergestellt wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn zum Beaufschlagen der Absaugung 104 mit Vakuum oder Unterdrück die in der Etikettiervorrichtung vorgesehene Vakuumpumpe verwendet wird. Die lösbare Verbindung der Absaugung mit der Etikettiervorrichtung kann dann dadurch hergestellt werden, dass die Absaug leitung 143 mit einem dafür vorgesehenen Vakuumanschluss der Vakuumpumpe der Etikettier vorrichtung verbunden wird. Dies kann über einen Dichtring oder Dichtflansch erfolgen, sodass das Beaufschlagen der Absaugung mit Unterdrück und/oder Vakuum möglichst zuverlässig erfol gen kann, auch wenn die Absaugung mehrfach abgebaut und wieder mit der Etikettiervorrichtung lösbar verbunden wird. Auch hier kann das Herstellen und/oder Lösen der lösbaren Verbindung zwischen Absaugung und Etikettiervorrichtung werkzeuglos oder aber werkzeugerfordernd (also nur mit Werkzeug, wie einem Schraubenschlüssel oder einem Schraubenzieher) bzw. mit Einsatz von Werkzeug ausführbar sein.
Sämtliche in den Figuren 1 bis 3 nur mit Bezug auf die Absaugung 104 oder eine andere der Absaugungen beschriebenen Ausführungsformen können auch auf die Absaugungen 105 und 107 übertragen werden. Selbiges gilt auch für Ausführungen oder Realisierungen oder Beispiele, die nur in Verbindung mit der Absaugung 105 oder der Absaugung 107 beschrieben wurden.