Verfahren für eine Kalibrierung von Stellmitteln zur Verstellung eines Düsenspaltes einer Austrittsdüse für eine Folienbahn an einer Flachfolienmaschine
B e s c h r e i b u n g
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für eine Kalibrierung von Stellmitteln zur Verstellung eines Düsenspaltes einer Austrittsdüse für eine Folienbahn an einer Flachfolienmaschine sowie eine Kontrollvorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Es ist bekannt, dass Flachfolienmaschinen eingesetzt werden, um Flachfolienprodukte zur Verfügung zu stellen. Solche Flachfolienmaschinen weisen hierfür eine Vielzahl von Extrusionsvorrichtungen auf, welche in der Lage sind, eine entsprechende Materialzusammensetzung für unterschiedliche Schichten des Folienproduktes zu erzeugen. Die Schmelze als Materialzusammensetzung wird dabei aus einem Düsenspalt einer Austrittsdüse
der Flachfolienmaschine über die gesamte Breite ausgegeben. Nach dem Erstarren der Schmelze besteht dieses Folienprodukt als Folienbahn, welches auf einer Kühlwalze abgekühlt wird. Über mehrere nachfolgende Walzensysteme kann die Folienbahn in Form des Folienproduktes auf einer Wickelwelle aufgerollt werden. Zusätzlich ist es auch möglich die Schmelze zu beschichten oder zu kaschieren. So kann beispielsweise hierfür eine oder mehrere flachbahnen der Schmelze zugeführt werden.
Zum Einstellen von Dickenvorgaben in Form eines Dickenprofils ist an der Austrittsdüse üblicherweise eine Vielzahl von Stellmitteln angeordnet. Dabei kann es sich zum Beispiel um sogenannte Thermobolzen handeln, welche unter Beaufschlagung von einer definierten Temperatureinwirkung, zum Beispiel als Heizleistung, Heizintervall, Heizspannung oder ähnliches, eine definierte thermische Ausdehnung zur Verfügung stellen können. Auf diese Weise ist es möglich, mechanischen Einfluss auf den Düsenspalt und die Austrittsdüse zu nehmen, sodass die Stärke bzw. die Dicke der Folienbahn im Austritt des Düsenspaltes veränderbar ist.
Nachteilhaft bei den bekannten Lösungen ist es, dass der Ausgangspunkt der Regelung des Dickenprofils in manueller Weise eingestellt wird. So wird üblicherweise vom Bedienpersonal der Flachfolienmaschine zu Beginn einer Produktion, insbesondere bei stehender Maschine, eine Einstellung der einzelnen Stellmittel von Hand durchgeführt. Hierfür kann zum Beispiel mit einem Schraubmittel sequenziell hintereinander jedes Stellmittel kalibriert bzw. eingestellt werden. Die Qualität dieser Kalibrierung beruht auf der Erfahrung des Maschinenbedieners. Das führt dazu, dass grundsätzlich keine Reproduzierbarkeit dieser Kalibrierung möglich ist. Um einen exakten und definierten Ausgangspunkt zu schaffen, muss die Flachfolienmaschine komplett in Stillstand versetzt werden. Nur dann kann das Bedienpersonal mit Hilfe einer mechanischen Lehre im Düsenspalt die tatsächliche Erstreckung, also das Ist-Profil des Düsenspaltes messen bzw. durch entsprechendes Variieren der Stellmittel anpassen. Die voranstehend beschriebene Vorgehensweise führt neben der fehlenden Reproduzierbarkeit zu einem sehr hohen Zeitaufwand. Ist eine komplette Kalibrierung notwendig, muss die Maschine außer Betrieb gesetzt werden, was zu einem sehr hohen Zeitaufwand und Produktionsverlust führt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, in kostengünstiger und einfacher Weise eine Reproduzierbarkeit und insbesondere auch eine schnelle Umsetzbarkeit einer Kalibrierung an der Flachfolienmaschine umzusetzen.
Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Kontrollvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kontrollvorrichtung und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
Erfindungsgemäß dient das Verfahren einer Kalibrierung von Stellmitteln zur Verstellung eines Düsenspaltes einer Austrittsdüse für eine Folienbahn an einer Flachfolienmaschine. Ein solches Verfahren weist die folgenden Schritte auf:
- Vorgeben einer Kalibrier-Position für die Stellmittel,
- Durchführen eines Kontrolleingriffs zum Verändern der Stellposition der Stellmittel,
- Erfassen des Erreichens der Kalibrier-Position der Stellmittel.
Im Unterschied zu bekannten Lösungen kann hier nun ein automatisiertes oder zumindest teilweise automatisiertes Verfahren zur Verfügung gestellt werden. Dieses ist in der Lage, als einen Vorgabewert eine Kalibrier-Position für ein oder mehrere Stellmittel vorzugeben. Anschließend wird die Stellposition durch einen definierten Kontrolleingriff verändert. Insbesondere dieser zweite Schritt, also das Durchführen des Kontrolleingriffs, ist in automatisierter oder teilautomatisierter Weise ausgeführt. In einem ersten Schritt ist es dabei unerheblich, ob während des Kontrolleingriffs die Veränderung der Stellposition der Stellmittel erfasst wird oder nicht. Es reicht für den erfindungsgemäßen Kerngedanken aus, wenn das Erreichen der Kalibrier-Position überwacht wird. Dies hängt davon ab, in welcher Weise die Kalibrier-Position vorgegeben wird. Handelt es sich bei der Kalibrier-Position zum Beispiel um eine definierte Ortsangabe, so kann mit entsprechender Ortssensorik das
Erreichen der Kalibrier-Position durch das Stellmittel erkannt werden. In welcher Weise, in welcher Richtung und vor allem wie weit das Stellmittel zu Beginn des erfindungsgemäßen Verfahrens noch von der Kalibrier-Position entfernt ist, ist bei einem solchen Vorgehen unerheblich. Es reicht vielmehr aus, die Stellmittel durch den Kontrolleingriff in Bewegung zu versetzen, sodass entsprechend zu einem Zeitpunkt in der Zukunft während dieser Bewegung auch die Kalibrier-Position erreicht wird. Es kann jedoch vorteilhaft sein, wenn bei einer solchen einfachsten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens die Qualität, also insbesondere die Richtung der Verstellung der Stellmittel vorgegeben wird. Dies kann zum Beispiel mit einer grundsätzlichen Qualität für alle Stellmittel mit einer gemeinsamen Richtung als Qualität für diese Bewegung durch den Kontrolleingriff definiert werden.
Erfindungsgemäß ist es nun also möglich, automatisiert oder teilautomatisiert die Stellmittel aus einer beliebigen Ist-Position in eine Kalibrier-Position zu bewegen. Dies kann im Stillstand der Maschine genauso erfolgen, wie auch bei der laufenden Produktion. Bevorzugt wird, wie dies später noch erläutert wird, die Kalibrierung in einem Verfahrensschritt oder in einer Produktionsphase der Flachfolienmaschine durchgeführt, in welcher keine oder nur wenig Qualitätsproduktion stattfindet. Zum Beispiel können bei einer Umstellung zwischen unterschiedlichen Formaten, aber auch bei einem Anlaufprozess oder bei einer Inbetriebnahmephase diese Kalibriervorgänge durchführbar sein.
Durch ein erfindungsgemäßes Verfahren ist es damit möglich, in reproduzierbarer Weise die Kalibrierung durchzuführen. Es ist also möglich, durch die Vorgabe einer Kalibrier-Position alle Stellmittel immer wieder in den gleichen oder im Wesentlichen gleichen Ausgangspunkt zu versetzen, sodass für die nachfolgende Regelung innerhalb des Produktionsprozesses, zum Beispiel zur Anpassung von Dickenprofilen innerhalb des Produktionsprozesses der Flachfolienmaschine, ein standardisierter Ausgangspunkt vorgegeben wird. So ist es möglich, die nachfolgenden Kontrollverfahren in gleicher Weise wie bei bekannten Lösungen ablaufen zu lassen, jedoch auf Basis eines definierten und verbesserten Ausgangspunktes mit verbesserten Regelungsergebnissen rechnen zu können.
Es kann Vorteile mit sich bringen, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren für wenigstens zwei Stellmittel, insbesondere für alle oder im Wesentlichen alle Stellmittel, die gleiche oder im Wesentlichen die gleiche Kalibrier-Position vorgegeben wird. Mit anderen
Worten können alle Stellmittel in ein definiertes Kalibrierprofil gefahren werden, welches dann die Ausgangsposition für die nachfolgenden Regelschritte bildet. Eine besonders einfache Lösung ist es, wenn alle Stellmittel in eine gleiche oder im Wesentlichen gleichen Null-Position gefahren werden. Dies erlaubt es, dass für alle Stellmittel für das anschließende Regeln in der Normalproduktion der Flachfolienmaschine der gleiche oder im Wesentlichen der gleiche Hubweg möglich ist. Eine vereinfachte Kontrolle mit verbesserten Kontrollergebnissen wird durch ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch noch leichter und in verbesserter Weise möglich.
Weiter von Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren eine Ist- Position der Stellmittel erfasst wird für eine Berücksichtigung bei der Durchführung des Kontrolleingriffs. Eine solche Ist-Position kann zum Beispiel durch Rückkopplung von entsprechenden Sensoren zur Verfügung gestellt werden. Auch kann die Ist-Position während des Verfahrens bzw. Bewegens der Stellmittel eine Bewegungsrückkopplung zur Verfügung stellen, um eine Kontrolle während der Bewegung der Stellmittel zu gewährleisten. Die Ist-Position kann auf diese Weise eine qualitative und/oder quantitative Aussage treffen, insbesondere wenn ein Vergleich zwischen der Ist-Position und der Kalibrier-Position durchgeführt wird. So ist es möglich, nicht nur die Richtung in qualitativer Weise für den notwendigen Kontrolleingriff, sondern sogar durch einen definierten und ermittelbaren Abstand zwischen Ist-Position und Kalibrier-Position die quantitativ notwendige Stellbewegung für das jeweilige Stellmittel zur Verfügung zu stellen. Dabei kann insbesondere für das jeweilige Stellmittel ein expliziter und spezifischer Abstand zwischen Ist-Position und Kalibrier-Position ermittelt werden. Dies erlaubt es dann auch in spezifischer Weise, jedes Stellmittel mit einer spezifischen Stellbewegung zu beaufschlagen.
Vorteile bringt es darüber hinaus mit sich, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren die Kalibrier-Position in Form einer Kalibrier-Stellkraft der Stellmittel vorgegeben wird. Neben der bereits erläuterten optischen oder örtlichen Sensorerfassung ist es auch denkbar, dass die Vorgabe der Kalibrier-Position ein Kraftverhältnis wiedergibt. So ist es zum Beispiel möglich, in Form von Kraftüberwachung oder Kraftsensorik die Kraftsituation zwischen dem jeweiligen Stellmittel und der Kontaktierung der Düsenlippe der Austrittsdüse zu ermitteln. Dies kann sowohl im stehenden Zustand der Flachfolienmaschine als auch im Betriebszustand, wenn also ein Kraftgleichgewicht mit der Schmelze im Düsenaustrittsspalt besteht, geschehen. In
beiden Fällen ist es möglich, die Kalibrier-Stellkraft als Kalibrier-Position oder zumindest als Teil der Kalibrier-Position zu verwenden. Dies erlaubt ein besonders einfaches Erfassen der Kalibrier-Position und damit auch ein besonders einfaches Erfassen des Erreichens derselben zur Verfügung zu stellen.
Weitere Vorteile sind erzielbar, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren für wenigstens zwei Stellmittel spezifische, insbesondere unterschiedliche Kalibrier-Positionen vorgegeben werden. Wie bereits mit Bezug auf die Erfassung der Ist-Position der Stellmittel erläutert worden ist, kann auf diese Weise für jedes Stellmittel spezifisch eine unterschiedliche Kalibrier-Position eine verbesserte Gesamtkalibrierung gewährleisten. Neben einer spezifischen Verstellung von zwei oder mehr Stellmitteln ist es auch möglich, unterschiedliche Gruppen von Stellmitteln mit unterschiedlichen, aber für die jeweilige Gruppe gleichen Kalibrier-Positionen zu versehen. So können beispielsweise Randbereiche der Folienbahn unterschieden werden von einem Nettobereich, welcher nach einem Randbeschnitt als tatsächliches Folienprodukt aufgewickelt werden soll. Auch kann auf diese Weise spezifisch aus bereits erfolgten Kalibrierschritten gelernt werden, sodass für zukünftige Verfahren eine verbesserte Normierung bzw. eine verbesserte Kalibrierung zur Verfügung stellbar ist.
Vorteile bringt es weiter mit sich, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren der Kontrolleingriff wenigstens teilweise schrittweise, insbesondere in regelmäßigen Schritten erfolgt. Ein schrittweises Verstellen wird also so lange durchgeführt, bis die Vorgabe der Kalibrier-Position erreicht wird. Auch ist es möglich, dieses schrittweise Verstellen mit dem nachfolgend erläuterten offenen Verstellen des Kontrolleingriffs zu kombinieren. Eine schrittweise Verstellung erlaubt es einfach und kostengünstig die Regelung durchzuführen, und gleichzeitig die Kraft bzw. Geschwindigkeit, mit welcher das Stellmittel die gewünschte Kalibrier-Position erreicht, auf ein Minimum zu reduzieren.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, dass der Kontrolleingriff wenigstens teilweise offen bis zum Erreichen der Kalibrier- Position erfolgt. Auch dies kann mit der vom voranstehenden Absatz kombiniert werden. So kann beispielsweise in großen Schritten quantitativ eine Bewegung des Stellmittels auf die Kalibrier-Position zu erfolgen. Für die letzte Bewegung wird keine schrittweise Verstellung
mehr durchgeführt, sondern vielmehr eine offene Bewegung langsam bis auf eine Kontaktierung und zum Beispiel bis zum Erreichen einer definierten Kalibrier-Stellkraft die Kalibrier-Position erreichbar. Die Kombination dieser beiden Varianten erlaubt es, schnell und einfach und trotzdem mit hoher Sicherheit eine definierte und feinfühlige Kalibrier- Position einzustellen.
Vorteile bringt es darüber hinaus mit sich, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren die Stellmittel in der erreichten Kalibrier-Position wenigstens temporär fixiert werden. Eine solche temporäre Fixierung erlaubt es, insbesondere als reversible Fixierung einen definierten Startpunkt für das nachfolgende Produktionsverfahren der Folienbahn zu gewährleisten. Solche Fixierungen können mit den Stellmitteln selbst, aber auch mit separaten Fixiermitteln zur Verfügung stellbar sein.
Weitere Vorteile können erzielt werden, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren die Verfahrensschritte während der Umstellung der Flachfolienmaschine von einem Einsatzprodukt auf ein Folgeprodukt durchgeführt werden. Damit findet das Verfahren im laufenden Betrieb der Flachfolienmaschine statt. Jedoch kann während der Umstellung relativ frei die Bewegung zur Verfügung gestellt werden, sodass bei dieser Normierung keine Berücksichtigung eines Dickenprofils oder von Qualitätsparametern der produzierten Folienbahn genommen werden muss, da es sich bei der Umstellung grundsätzlich um Ausschussmaterial handelt.
Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Kontrollvorrichtung für eine Kalibrierung von Stellmitteln zur Verstellung eines Düsenspaltes einer Austrittsdüse für eine Folienbahn an einer Flachfolienmaschine. Eine solche Kontrollvorrichtung weist ein Vorgabemodul für ein Vorgeben einer Kalibrier-Position für die Stellmittel auf. Weiter ist ein Eingriffsmodul für ein Durchführen eines Kontrolleingriffs zum Verändern der Stellposition der Stellmittel vorgesehen. Darüber hinaus ist die Kontrollvorrichtung mit einem Erfassungsmodul ausgestattet für ein Erfassen des Erreichens der Kalibrier-Position der Stellmittel. Das Vorgabemodul, das Eingriffsmodul und/oder das Erfassungsmodul sind vorzugsweise für die Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
Figur 1 eine Ausführungsform einer Flachfolienmaschine mit einer erfindungsgemäßen Kontrollvorrichtung,
Figur 2 die Ausführungsform der Figur 1 in schematischer Seitenschnittdarstellung,
Figur 3 eine Ausführungsform eines Stellprofils vor einer Kalibrierung,
Figur 4 die Ausführungsform der Figur 3 nach der Kalibrierung,
Figur 5 eine Ausführungsform eines Stellprofils vor der Kalibrierung,
Figur 6 die Ausführungsform der Figur 5 nach der Kalibrierung,
Figur 7 eine Möglichkeit eines schrittweisen Verstehens des Stellmittels und
Figur 8 eine Möglichkeit eines offenen Verstehens des Stehmittels.
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Flachfolienmaschine 100, bei welcher über die gesamte Querrichtung QR ein Düsenspalt 1 12 einer Austrittsdüse 1 10 vorgesehen ist. Aus diesem Düsenspalt 1 12 tritt entlang der Produktionsrichtung PR die Folienbahn FB aus. Um ein Dickenprofil dieser Folienbahn FB zu regeln, ist hier eine Vielzahl von Stehmitteln 120 in Form von Thermobolzen vorgesehen.
Die Figur 2 zeigt die Einwirkung der Thermobolzen als Stehmittel 120 von oben auf die Düsenlippe oberhalb des Düsenspaltes 1 12. Durch die Beaufschlagung mit thermischer Energie wird eine thermische Ausdehnung des Stehmittels 120 den Düsenspalt 1 12 verringern, sodass sich die Stärke bzw. das Dickenprofil der Folienbahn entsprechend
reduzieren wird. Die Figur 1 zeigt die Kontrollvorrichtung 10 an der linken Seite der Flachfolienmaschine 100. Hier kann mithilfe eines Vorgabemoduls nun die Vorgabe einer Kalibrier-Position KP erfolgen. In einem Eingriffsmodul 30 wird darauf basierend ein entsprechender Kontrolleingriff vorbereitet, sodass mit Hilfe des Erfassungsmoduls 40 das Erreichen dieser Kalibrier-Position KP an der Flachfolienmaschine 100 erfassbar wird.
Der Kalibriervorgang kann zum Beispiel gemäß der Figuren 3 und 4 durchgeführt werden. So ist als Kalibrier-Position KP hier in der Figur 4 eine normierte und gleichgestellte Ausrichtung der einzelnen Stellmittel 120 zueinander dargestellt. Von einer Ausgangsposition in Form der Ist-Position IP der Figur 3 kann die Bewegung nun in normierter Weise durchgeführt werden. Bei dieser Ausführungsform sind Ist-Position IP und Kalibrier-Position KP als Stellpositionen SP der einzelnen Stellmittel 120 dargestellt.
Auch die Figuren 5 und 6 zeigen eine Möglichkeit einer Kalibrierung. Auch hier werden Stellpositionen SP der Stellmittel 120 verwendet. Auch hier ist der Ausgangspunkt eine Ist- Position IP gemäß der Figur 5. Im Unterschied zu den Figuren 3 und 4 handelt es sich bei der Kalibrier-Position KP für jedes Stellmittel 120 jedoch nicht um eine gemeinsame Kalibrier-Position KP, sondern vielmehr um spezifische und unterschiedliche Kalibrier- Positionen KP für jedes spezifische Stellmittel 120.
Figur 7 zeigt, wie mit einer schrittweisen Bewegung, in diesem Fall mit drei Einzelbewegungen, die Gesamtbewegung des Stellmittels 120 durchgeführt werden kann. Am Ende des letzten Schrittes am rechten Ende der Figur 7 wird die Kalibrier-Position KP erreicht.
Die Figur 8 zeigt, dass unabhängig von den Schritten gemäß der Figur 7 auch eine kontinuierliche Bewegung des Stellmittels 120 auf die Kalibrier-Position KP zu möglich ist.
Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezu aszei che n l iste
10 Kontrollvorrichtung
20 Vorgabemodul
30 Eingriffsmodul
40 Erfassungsmodul
100 Flachfolienmaschine
110 Austrittsdüse
112 Düsenspalt
120 Stellmittel
FB Folienbahn
KP Kalibrier-Position
IP Ist-Position
SP Stellposition
QR Querrichtung
PR Produktionsrichtung