STECKVERBINDER MIT KOMPONENTEN AUS VERBESSERTEM MATERIAL MIT WENIG BLEI, BEVORZUGT AUF BASIS VON KUPFER
Beschreibung
Die Erfindung geht aus von einem Steckverbinder nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs 1.
Derartige Steckverbinder und Gegensteckverbinder werden verwendet, um eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen zwei elektrischen Leitungen oder einer elektrischen Leitung und einem Gerät, insbesondere im industriellen Umfeld, herzustellen. In diesen
Steckverbindern werden vorwiegend elektrische Kontaktelemente eingesetzt. Die Kontaktelemente werden benötigt, um eine elektrische Verbindung zwischen einem elektrischen Leiter, insbesondere einem Litzenleiter, und einem Anschlussende eines Stift- oder Buchsenkontakts herzustellen.
Zum Anschluss von Litzenleitern an ein elektrisches Kontaktelement wird häufig die Anschlusstechnik des Crimpens gewählt. Daher tragen die Kontaktelemente an ihrem Leiteranschlussende eine axiale Bohrung, in der das abisolierte Ende des Litzenleiters eingeführt und durch Crimpung festgequetscht wird. Als Anschlusstechnik können auch
Schraubanschlüsse, ein Käfigzugfederanschluss, die Press In-Technik sowie verschiedene Lötversionen vorgesehen sein. Stand der Technik
Die DE 20 2012 101 303 U1 zeigt einen Steckverbinder mit einem zylinderförmigen Steckverbindergehäuse. Das zylinderförmige
Steckverbindergehäuse wird mithilfe der Zerspantechnik hergestellt. Die DE 10 2014 104 406 A1 zeigt ein Kontaktelement, welches aus Vollmaterial in einem Drehverfahren hergestellt ist.
Als Fertigungsmaschinen, insbesondere für Kontaktelemente, werden so genannte Rundtaktautomaten verwendet, wie sie beispielsweise in der WO 99/43464 A2 beschrieben sind. Derartige Fertigungsmaschinen verfügen über mehrere Arbeitsstationen, die von einem Werkstück beziehungsweise einem Rohling nacheinander durchlaufen werden.
Um die Bearbeitung, insbesondere in Bezug auf die spanabhebende Bearbeitung, des Materials zur Fierstellung eines Klemmkörpers zu verbessern, ist es üblich, den Werkstoff des Klemmkörpers mit Blei zu versehen. Das Steckverbindergehäuse der DE 20 2012 101 303 U1 und das Kontaktelement der DE 10 2014 104 406 A1 konnten bislang nur aus bleihaltigen Werkstoffen hergestellt werden. Diese Bleizusätze sind jedoch nachteilig, wenn es darum geht, die EU-Richtlinie für bleifreie Erzeugnisse (Stoffverbotsverordnung der Elektroindustrie oder die
Altfahrzeugverordnung) zu erfüllen.
Die heutigen Lösungen haben zur besseren Zerspanbarkeit einen
Bleianteil bis zu 4 Gewichtsprozent (Gew.-%). Die mechanischen und elektrischen Eigenschaften dieser Kontaktwerkstoffe sind etabliert. Daher müssen sich Alternativlösungen an diesen Eigenschaften orientieren.
Blei gehört zu den giftigsten Schwermetallen. Gelangt Blei in die Umwelt, kann es dort schwere Schäden anrichten. Daher ist es aus ökologischen Gründen sinnvoll weitestgehend auf Blei zu verzichten.
Aufgabenstellung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin einen Steckverbinder zur Verfügung zu stellen, welcher EU-Richtlinienkonform und
umweltverträglich ist und gleichzeitig eine gute Bearbeitbarkeit bei seiner Fierstellung aufweist.
Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der erfindungsgemäße Steckverbinder besteht zumindest aus einem Steckverbindergehäuse und zumindest einem elektrischen
Kontaktelement, wobei der Steckverbinder in der Regel mehrere
elektrische Kontaktelemente aufweist, die zur Übertragung hoher Ströme, aber auch zur schnellen Datenübertragung ausgestaltet sein können.
Insbesondere die Geometrie der Kontaktelemente wird an ihre jeweilige Aufgabe angepasst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das
Steckverbindergehäuse und/oder das elektrische Kontaktelement einen Bleianteil kleiner 0,1 Gewichtsprozent (< 0,1 Gew.-%) aufweist bzw.
aufweisen. Ein solcher Steckverbinder gilt als besonders umweltfreundlich.
Test haben gezeigt, dass die Kontaktelemente bzw. die Rohlinge aus denen sie gefertigt sind eine Zugfestigkeit Rm > 300 MPa und eine
Bruchdehnung A1 1 ,3 > 5 %, nach EN ISO 6892-1 , aufweisen müssen, um den industriellen Anforderungen zu genügen.
Das Steckverbindergehäuse und/oder das elektrische Kontaktelement bestehen daher aus Kupfer oder einer Kupferlegierung, deren Bleianteil < 0,1 Gewichtsprozent beträgt, wobei das Steckverbindergehäuse und/oder das elektrische Kontaktelement eine Zugfestigkeit Rm > 300 MPa und eine Bruchdehnung A1 1 ,3 > 5 % aufweist bzw. aufweisen.
Die Zugfestigkeit ist einer von mehreren Festigkeitskennwerten eines Werkstoffs, die maximale mechanische Zugspannung, die der Werkstoff aushält. Sie wird zumeist aus den Ergebnissen des Zugversuchs
errechnet als maximal erreichte Zugkraft Fmax bezogen auf den ursprünglichen Querschnitt AO der genormten Zugprobe.
Die Bruchdehnung A ist ein Kennwert der Werkstoffwissenschaften, der die bleibende Verlängerung der Zugprobe nach dem Bruch, bezogen auf die Anfangsmesslänge, angibt. Sie charakterisiert die
Verformungsfähigkeit (bzw. Duktilität) eines Werkstoffes und kann, entsprechend dem charakteristischen mechanischen Verhalten der Werkstoffarten, unterschiedlich definiert und auch mit unterschiedlichen Symbolen bezeichnet sein.
Die Bruchdehnung ist die auf die Anfangsmesslänge L0 einer Probe im Zugversuch bezogene bleibende Längenänderung AL nach erfolgtem Bruch A= AL/LO. Die Anfangsmesslänge LO wird vor dem Zugversuch durch Messmarken auf der Zugprobe festgelegt.
Vorzugsweise besteht das Steckverbindergehäuse oder das elektrische Kontaktelement oder bestehen das Steckverbindergehäuse und das elektrische Kontaktelement aus einer Kupfer-Zink-Legierung.
Vorzugsweise besteht das Steckverbindergehäuse und/oder das elektrische Kontaktelement aus
einer Kupfer-Zink-Legierung (CuZn) mit einem Zinkanteil von 35
Gewichtsprozent bis 42 Gewichtsprozent oder
einer Kupfer-Zinn-Legierung (CuSn) mit einem Zinnanteil von 4
Gewichtsprozent bis 8 Gewichtsprozent oder
einer Kupfer-Nickel-Legierung (CuNi) mit einem Nickelanteil von 0,5
Gewichtsprozent bis 30 Gewichtsprozent oder
einer Kupfer-Nickel-Zink-Legierung (CuNiZn) mit einem Nickelanteil von 10 Gewichtsprozent bis 20 Gewichtsprozent und mit einem
Zinkanteil von 20 Gewichtsprozent bis 30 Gewichtsprozent oder
Kupfer oder ein niedriglegiertes Kupfer mit Zusatzbestandteilen bis zu 3 Gewichtsprozent.
Die jeweiligen Randbereiche sind jeweils in den Wertebereichen eingeschlossen.
In einer besonders vorteilhaften Variante besteht das
Steckverbindergehäuse oder das elektrische Kontaktelement aus
CuZn32Mn2Si1 AI oder CuZn34Mn2SiAINi oder CuZn36 oder CuZn37 oder CuZn38 oder CuZn39 oder CuZn40 oder CuZn42 oder
CuNi9Zn41 FeMn oder Cu-ETP oder aus einer Mischung der vorgenannten Stoffe. Alternativ bestehen das Steckverbindergehäuse und das
elektrische Kontaktelement aus CuZn32Mn2Si1 AI oder CuZn34Mn2SiAINi oder CuZn36 oder CuZn37 oder CuZn38 oder CuZn39 oder CuZn40 oder CuZn42 oder CuNi9Zn41 FeMn oder Cu-ETP oder aus einer Mischung der vorgenannten Stoffe. Cu-ETP ist ein durch elektrolytische Raffination hergestelltes, sauerstoffhaltiges (zähgepoltes) Kupfer, das eine sehr hohe Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität (im weichen Zustand min. 57 m W- 1/mm2) aufweist. Vorzugsweise enthalten die Stoffe eine bleifreie Beimischung. Dadurch wird die zerspanende Verarbeitung der vorgenannten Stoffe verbessert. Vorzugsweise macht die bleifreie Beimischung einen Anteil von 0,5 bis inklusive 1 ,5 Gewichtsprozent aus. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die bleifreie Beimischung einen Anteil kleiner gleich 1 Gewichtsprozent ausmacht. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die bleifreie Beimischung Fe und/oder Sn und/oder Si und/oder Ni enthält.
Mit den vorgenannten Materialien können alle derzeit im Produktportfolio der FIARTING Technologiegruppe befindlichen Kontaktelemente und metallischen Steckverbindergehäuse bzw. deren Geometrien realisiert werden. Dabei können unterschiedliche Geometrien beispielsweise durch
unterschiedliche Stoffe realisiert werden. Die Kontaktelemente und/oder Steckverbindergehäuse werden insbesondere mithilfe der Drehtechnik (Drehverfahren) realisiert. Das Drehen, im Rahmen der vorliegenden Schrift auch Drehverfahren oder Drehprozess genannt, ist gemeinsam mit dem Bohren, Fräsen und Schleifen eines der wichtigsten Fertigungsverfahren der Zerspantechnik. Wie bei allen diesen Verfahren werden von einem Werkstück Späne abgetrennt, um die gewünschte Form zu erzeugen. Beim Drehen rotiert das Werkstück - das Drehteil - um seine eigene Achse, während das Werkzeug - der Drehmeißel - die am Werkstück zu erzeugende Kontur abfährt. Die entsprechende Werkzeugmaschine ist eine Drehmaschine.
Das elektrische Kontaktelement wird in der Regel aus Vollmaterial ausgearbeitet. Dazu wird beispielsweise die Drehtechnik auf Kurven- oder CNC-gesteuerten Maschinen verwendet. Für den Schlitz im
Anschlussbereich des Kontaktelements sind aber auch spanende
Arbeitsschritte notwendig. Der Kontaktbereich des Kontaktelementes kann sowohl als Stiftkontakt oder als Buchsenkontakt ausgebildet sein. Der Anschlussbereich ist beispielsweise als Crimpanschluss ausgebildet, um insbesondere
Litzenleiter elektrisch kontaktieren zu können. Der Crimpanschluss wird insbesondere durch ein Bohrverfahren am Kontaktelement realisiert.
Beim Crimpvorgang werden die Litzen eines anzuschließenden
elektrischen Leiterkabels in den als Hohlzylinder ausgebildeten
Anschlussbereich eingeführt. Der Hohlzylinder ist in axialer Richtung eingeschlitzt und ist dadurch seitlich geöffnet. Mithilfe eines geeigneten Crimpwerkzeugs wird eine Kraft auf die Mantelfläche des geschlitzten Hohlzylinders ausgeübt, so dass die gegenüberliegenden Schlitzkanten nach innen gebogen und eingerollt werden. Im bleibend verformten
Anschlussbereich des Kontaktelementes befinden sich nunmehr die verdichteten Litzen des Leiterkabels.
Das Kontaktelement kann beispielsweise aus einem Rohling gefertigt sein, der in einem Produktionszyklus mindestens 8 Arbeitsstationen auf der Fertigungsmaschine durchläuft. In diesen mindestens 8 Arbeitsstationen werden am Rohling folgende Fertigungsschritte durchgeführt, die in Summe ein fertiges Kontaktelement ergeben:
Laden des Rohlings in die Fertigungsmaschine
Erzeugung eines Stiftbereichs oder eines Buchsenbereichs zur elektrischen Kontaktierung mit einem anderen, gegenüberliegenden Kontaktelement
Erzeugung eines Fixierbereichs zur Fixierung des Kontaktelements in einem Isolierkörper
Erzeugung eines Crimpbereichs zum elektrischen Anschluss eines Leiters an das Kontaktelement bzw. eine Fertigstellung des
Crimpbereichs, wenn am Rohling bereits Vorarbeiten an einer anderen Maschine erfolgt sind
Entladen des fertigen Kontaktelements aus der Fertigungsmaschine
Der Rohling, aus dem das Kontaktelement gefertigt wird, weist einen Anschlussbereich und einen Steckbereich auf. Der Anschlussbereich dient später zum Anschließen eines elektrischen Leiters an das Kontaktelement. Der Steckbereich dient zur elektrischen Kontaktierung mit einem
entsprechenden Gegenkontaktelement.
Bei einem so genannten Stiftkontakt wird im Fertigungsprozess
a) der Rohling im Steckbereich gedreht. Hierbei handelt es sich um
einen spanenden Prozess bei dem Material abgetragen wird. Bei dem Drehprozess wird der Durchmesser im Steckbereich auf ein gewünschtes Maß reduziert.
b) im Anschlussbereich des Rohlings axial hineingebohrt. Diese
Bohrung stellt die Öffnung des Kontaktelements für den
Crimpanschluss dar.
c) der Rohling im Anschlussbereich optional mit einem axialen Schlitz und einen weiteren Schlitz senkrecht dazu versehen.
Bei einem so genannten Buchsenkontakt wird im Fertigungsprozess a) der Rohling im Steckbereich gebohrt und anschließend geschlitzt.
Hierbei entstehen die so genannten Kontaktlamellen, die später den Steckbereich des Stiftkontaktes umgreifen.
b) im Anschlussbereich des Rohlings axial hineingebohrt. Diese
Bohrung stellt die Öffnung des Kontaktelements für den
Crimpanschluss dar.
c) der Rohling im Anschlussbereich optional mit einem axialen Schlitz und einen weiteren Schlitz senkrecht dazu versehen.
Vorteilhafterweise wird das erfindungsgemäße Kontaktelement mit einer äußeren Beschichtung versehen, um beispielsweise die elektrische Leitfähigkeit bzw. die Stromtragfähigkeit des Kontaktelements zu optimieren. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Silber-Wolfram- Legierung, die insbesondere in einem stromlosen galvanischen
Beschichtungsverfahren abgeschieden werden kann. Die Schichtdicke der abgeschiedenen Silber-Wolfram-Legierung kann von 0,05 bis inklusive 0,5 Mikrometer, vorzugsweise von 0,05 bis inklusive 0,3 Mikrometer betragen, wobei die bei dem stromlosen Verfahren abgeschiedene Silber- Wolfram-Legierung bei einer Schichtdicke von 0,25 pm einen
vergleichbaren Durchriebwiderstand aufweist wie eine vergleichbare reine Silberschicht bei einer Schichtdicke von 3,0 Mikrometern.
Alternativ kann das Kontaktelement mit einer Silber- oder
Silberlegierungsbeschichtung versehen werden. Die Dicke der
abgeschiedenen Silber- oder Silberlegierungsbeschichtung, inklusive der Kohlenstoffnanopartikel, beträgt von 0,05 bis inklusive 7,0 Mikrometer, bevorzugt jedoch von 0,1 bis inklusive 3,0 Mikrometer.
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Stiftkontaktes,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Buchsenkontaktes,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer Variante des
Buchsenkontaktes,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer Variante des
Stiftkontaktes und
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines
Steckverbindergehäuses eines Rundsteckverbinders.
Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische
Elemente identische Bezugszeichen verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein.
Die FIARTING Technologiegruppe stellt im Internet, im so genannten Downloadcenter (https://www.harting.com/DE/de/downloadcenter)
Produktkataloge und Datenblätter aller aktuellen Produkte und deren Komponenten zur Verfügung. In den folgenden Figuren werden
Kontaktelemente gezeigt, die beispielsweise mit den oben erwähnten Materialien, insbesondere mithilfe der Zerspantechnik, herstellbar sind.
Die geometrische Vielfalt der mit den besagten Materialien herstellbaren Kontaktelemente ist jedoch nicht begrenzt.
Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Stiftkontaktes.
Das Kontaktelement 1 kann in einen Kontaktbereich 2 und einen
Anschlussbereich 3 unterteilt werden. Der Kontaktbereich 2 ist als
Stiftkontakt 2a ausgebildet. Der Anschlussbereich 3 wird durch einen Hohlzylinder 3a gebildet, der einen axialen Schlitz 4 enthält. Zwischen Kontakt- und Anschlussbereich befindet sich ein Ringelement 5. Ein hier nicht gezeigter Isolierkörper, der für die Aufnahme von Kontaktstiften vorgesehen ist, enthält eine Ausnehmung, in welche das Ringelement 5 des Kontaktstiftes eingelegt werden kann. Dadurch wird der Kontaktstift im Isolierkörper gehalten.
Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines
Buchsenkontaktes. Der Kontaktbereich 2 wird aus einem Hohlzylinder gebildet, in welchen keilförmige Schlitze 2c eingebracht sind, so dass einzelne Federarme 2b gebildet werden. Die Endbereiche der Federarme sind einwärts zur Steckmündung abgebogen, so dass eine kreisrunde Steckmündung gebildet wird. Das Ringelement 5 hat hier im Wesentlichen den Durchmesser des buchsenförmigen Kontaktbereichs 2.
Die Figur 3 zeigt eine weitere Variante des Buchsenkontaktes. Gleiche Teile tragen auch die gleichen Bezugszeichen. Der Anschlussbereich 3 dieses Buchsenkontaktes weist zusätzlich zum axialen Schlitz 4 einen zweiten Schlitz 6 auf, der im Wesentlichen quer zum axialen Schlitz 4 ausgerichtet ist.
Die Figur 4 zeigt eine weitere Variante eines Stiftkontaktes. Im
Anschlussbereich 3 weist der Kontaktstift ein U-Profil 7 auf. In Richtung des Ringelements 5 und parallel dazu, ist im U-Profil 7 ein keilförmiger Schlitz 6’ eingebracht. Die Flanken 7a des U-Profils sind angeschrägt. In anderen Ausführungsformen können die Flanken 7a auch parallel oder nach innen oder außen geneigt sein.
Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Steckverbindergehäuses 10. Die geometrische Vielfalt der mit den besagten Materialien herstellbaren Steckverbindergehäuse ist jedoch nicht begrenzt. Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Steckverbindergehäuses 10, welches aus den oben genannten bleifreien Materialien herstellbar ist. Auch hier gilt, dass es für die besagten
Materialien keine Geometrieeinschränkungen bei der Fertigung eines Steckverbindergehäuses 10 gibt. Das Steckverbindergehäuse 10 besteht aus einem Grundkörper 100, welcher eine Steckseite und eine Kabelabgangsseite ausbildet. Auf der Steckseite bilden die Kontaktelemente (nicht gezeigt) das Steckgesicht des Steckverbinders. Bei den Kontaktelementen kann es sich um Stift oder Buchsenkontakte handeln, die beispielsweise nach dem oben vorgestellten Verfahren hergestellt werden.
Kabelabgangsseitig verfügt der Grundkörper 100 über ein
Außengewinde 1 10 über welches eine Kabelverschraubung mit
integrierter Zugentlastung aufschraubbar ist.
Das Verriegelungselement 200 ist steckseitig auf eine zylinderförmige Verlängerung des Grundkörpers 100 aufgeschoben. Endseitig ist ein Außengewinde 210 vorgesehen, über welches das
Steckverbindergehäuse 10 mit einem Gegenstecker und/oder einer Gerätebuchse verbunden werden kann.
Auch wenn in den Figuren verschiedene Aspekte oder Merkmale der Erfindung jeweils in Kombination gezeigt sind, ist für den Fachmann - soweit nicht anders angegeben - ersichtlich, dass die dargestellten und diskutierten Kombinationen nicht die einzig möglichen sind. Insbesondere können einander entsprechende Einheiten oder Merkmalskomplexe aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen miteinander ausgetauscht werden.
Steckverbinder mit Komponenten aus verbessertem Material
Bezugszeichenliste Kontaktelement Kontaktbereich
a Kontaktstift
b Kontaktbuchse
c keilförmiger Schlitz Anschlussbereich
a Hohlzylinder
b Grundfläche Axialer Schlitz Ringelement
a Einkerbung Zweiter Schlitz
’ keilförmiger Schlitz U-Profil
a Kante 0 Steckverbindergehäuse
00 Grundkörper
10 Außengewinde 00 Verriegelungselement
10 Außengewinde