Verfahren und Einrichtung zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen, mittels eines Auf- bereitungsfluids. Die Erfindung betrifft ferner eine Einrichtung zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen .
Im Stand der Technik ist bekannt, dass Endoskope zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen eingesetzt werden . Für die Verwendung von Endoskopen sowie anderen chirurgischen Geräten ist es notwendig, dass diese chirurgischen Instrumente nach einem Einsatz bei einem Patienten aufbereitet, das heißt gereinigt und desinfiziert, werden müssen . Bei der Aufbereitung der chirurgischen Instrumente sind dabei gesetzliche sowie klinische Vorschriften streng einzuhalten, so dass die Bestandteile im Inneren und an der Oberfläche der chirurgischen Instrumente, insbesondere Endoskope, desinfiziert werden und frei von beispielsweise Keimen und Bäk-
terien sein müssen .
Aufbereitungsvorrichtungen von chirurgischen Instrumenten, insbesondere von Endoskopen, verfügen üblicherweise über Vorrichtungen, die sowohl die äußeren Oberflächen der chirurgischen Instrumente als auch die Kanäle sowie Kanalsysteme unter Verwendung von entsprechenden Flüssigkeiten derselben reinigen und desinfizieren . H ierzu sind üblicherweise Spülkreisläufe vorgesehen . Insbesondere bei der Innenkanalspülung eines chirurgischen Instruments, insbesondere eines Endoskops bzw. eines flexiblen Endoskops hängt das hygienische Ergebnis der Aufbereitung von den Durchflussmengen eines Aufbereitungsfluids ab.
Darüber hinaus ist zur Aufbereitung und Desinfektion von flexiblen Endoskopen unter der Bezeichnung ETD eine Aufbereitungsvorrichtung der Olympus Winter & Ibe GmbH, Hamburg , bekannt. In dieser werden durch maschinelle Reinigung sowie Desinfektion von, insbesondere flexiblen, Endoskopen die Kanäle der Endoskope mit einem Aufbereitungsfluid beispielsweise von Spül-, Reinigungs- und/oder Desinfektionsflüssigkeiten durchspült.
In der Regel sind die Aufbereitungsvorrichtungen bzw. Aufbereitungsgeräte an das Wassernetz am Aufstellungsort, beispielsweise in einem Krankenhaus, angeschlossen . Hierbei kann es vorkommen, dass das Leitungsnetz am Aufstellungsort biologisch belastet ist, beispielsweise durch Keime. Das Aufbereitungsgerät ist üblicherweise dann so ausgestattet, dass verhindert wird, dass entsprechende Keime nach der Aufbereitung auf den medizinischen Geräten verbleiben . Hierzu kann das Prozesswasser beispielsweise mit Chemikalien versetzt werden oder einer UV-Strahlung ausgesetzt werden .
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine energieeffiziente und möglichst verschleißfreie Desinfektion eines Aufbereitungsfluids zur Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten zur Verfügung zu stellen .
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen, mittels eines Aufbereitungsfluids, das dadurch weitergebildet ist, dass vor der Aufbereitung des chirurgischen Instruments mittels des Aufbereitungsfluids das Aufbereitungsfluid in einem von einem Aufbereitungsraum eines Aufbereitungsgeräts getrennten Fluidbehälter mit Mikrowellenstrahlung beaufschlagt wird .
Durch Beaufschlagen des Aufbereitungsfluids in einem Fluidbehälter, der getrennt von einem Aufbereitungsraum eines Aufbereitungsgeräts ist, kann eine sehr energieeffiziente Desinfektion des Aufbereitungsfluids, das vorzugsweise eine Aufbereitungsflüssigkeit ist, erzielt werden . Es handelt sich hierbei beispielsweise um Wasser. Durch Versetzen des Wassers mit Mikrowellenstrahlung bzw. der Flüssigkeit mit Mikrowellenstrahlung ist es effizient möglich, Keime, wie zum Beispiel Bakterien oder Viren und auch Pilze oder Prionen und ähnliche, unschädlich zu machen .
Vorzugsweise wird das Aufbereitungsfluid durch Beaufschlagen mit Mikrowellenstrahlung desinfiziert. Mikrowellenstrahlung hat zudem den Vorteil, dass das Aufbereitungsfluid, insbesondere das Prozesswasser, schnell und damit effizient aufgeheizt wird . Hierdurch verkürzt sich auch die Desinfizierung des Aufbereitungsfluids. Zudem ist Mikrowellenstrahlung im Wesentlichen verschleißfrei, so dass auch eine sehr kostengünstige Desinfizierung des Aufbereitungsfluids möglich ist. Im Vergleich zu UV-Strahlung ist Mikrowellenstrahlung, insbesondere, wenn dieses in einem sinnvollen Fre-
quenzbereich vorliegt, unabhängig vom Transmissionsgrad des Auf- bereitungsfluids. Die Mikrowellenstrahlung kann zudem so angewendet werden, dass das zu desinfizierende Aufbereitungsfluid nicht durch ein anderes Medium berührt wird, was eine weitere Versetzung mit Chemikalien nicht notwendig macht.
Zudem hat diese einfache und effiziente Methode, ein Aufbereitungsfluid zu desinfizieren, den Vorteil, dass mögliche in anderen Prozessen verwendete Chemikalien nicht mehr nötig sind und zudem keine abschließende Spülung von chirurgischen Instrumenten stattfinden muss, um etwaige Chemikalien zu entfernen .
Vorzugsweise wird eine Menge, insbesondere vorgebbare Menge, an Aufbereitungsfluid vor dem Aufbereiten des chirurgischen Instruments mit Mikrowellenstrahlung beaufschlagt, die für einen vollständigen Aufbereitungsschritt des Aufbereitungsgeräts ausreicht. Durch diese bevorzugte Maßnahme ist eine sehr effiziente Aufbereitung, insbesondere Reinigung und Desinfizierung, von chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen, möglich .
Vorzugsweise ist die Frequenz der Mikrowellenstrahlung zwischen 1 3,5 MHz und 22 GHz. Insbesondere liegt die Frequenz zwischen 2,0 GHz und 6 GHz, insbesondere zwischen 2,4 GHz und 2,5 GHz, oder zwischen 5,725 GHz und 5,875 GHz.
Ein mediengetrenntes Verfahren, das dazu führt, dass keine weiteren Maßnahmen zur Desinfizierung bzw. Desinfektion des Aufberei- tungsfluids nötig werden lässt, liegt dann vor, wenn die Mikrowellenstrahlung von außerhalb des Fluidbehälters auf das Aufbereitungsfluid im Fluidbehälter einwirkt.
Vorzugsweise wird der Fluidbehälter beim Beaufschlagen des Auf-
bereitungsfluids mit Mikrowellenstrahlung bewegt und/oder das Aufbereitungsfluid wird im Fluidbehalter, insbesondere mechanisch, bewegt. Beim Bewegen des Fluidbehalters, insbesondere dann, wenn eine Seite des Fluidbehalters in der Höhe auf und ab bewegt wird, kommt eine Bewegung in das Fluid bzw. Aufbereitungsfluid, so dass eine Vergleichmäßigung der Beaufschlagung mit Mikrowellenstrahlung ermögl icht wird . Unter einem mechanischen Bewegen des Aufbereitungsfluids im Fluidbehalter wird insbesondere ein Rühren oder ein Vorsehen einer Strömung, beispielsweise mit einer Strömungsvorrichtung verstanden . Alternativ oder ergänzend kann ein Gas von dem Boden des Fluidbehälters in das Aufbereitungsfluid eingelassen werden .
Es kann auch ein Schütteln oder Rütteln des Fluidbehälters vorgesehen sein .
Vorzugsweise wird vor dem Einleiten des desinfizierten Aufbereitungsfluids in den Aufbereitungsraum des Aufbereitungsgeräts ein Abkühlungsschritt durchgeführt. Hierdurch können auch temperaturempfindliche chirurgische Instrumente oder Teile von chirurgischen Instrumenten desinfiziert werden .
Beim Beaufschlagen des Aufbereitungsfluids mit Mikrowellenstrahlung kann eine Aufheizung des Aufbereitungsfluids auf beispielsweise 60 bis 80 °C, insbesondere bis 65 °C, vorgesehen sein.
Vorzugsweise wird zum Abkühlen des Aufbereitungsfluids der Fluid- behälter von außen gekühlt. Hierdurch verkürzt sich der Abkühlungsschritt. Zum Kühlen des Fluidbehälters kann vorgesehen sein, mit Kühlflüssigkeit durchströmte Kühlschlangen um den Fluidbehalter vorzusehen bzw. die Wandung des Fluidbehälters mit Kanälen vorzusehen, die von einer Kühlflüssigkeit durchströmt oder durch-
strömbar sind . Es können auch Peltierelemente an der Außenwandung des Fluidbehälters angebracht sein und entsprechend die kühle Seite der Peltierelemente dafür sorgen, dass das Aufbereitungsfluid entsprechend gekühlt wird .
Vorzugsweise wird vor oder während des Beaufschlagens des Aufbereitungsfluids mit Mikrowellenstrahlung das Aufbereitungsfluid mit einer Chemikalie zum Reinigen, Desinfizieren und/oder Sterilisieren versetzt.
Bei der Chemikal ie zum Reinigen, Desinfizieren und/oder Sterilisieren kann es sich um Ozon, Wasserstoffperoxid, eine Säure oder eine Lauge, ein enzymatisches Reinigungsmittel, ein peressigsäure- basiertes Mittel oder ein bernsteinsäuredialdehydbasiertes Mittel oder ein sonstiges bekanntes Mittel handeln . Hierdurch wird die Effizienz der Aufbereitung bzw. der Desinfektion des Aufbereitungsfl uids deutlich erhöht, so dass das Desinfizieren des Aufbereitungsfluids sehr schnell und bei niedrigerer Temperatur ausgeführt werden kann . Hierdurch wird das Aufbereitungsfluid der Aufbereitung des medizinischen Geräts in dem Aufbereitungsgerät schneller zur Verfügung gestellt, da die Abkühlungsphase des Aufbereitungsfluids verkürzt ausfallen kann oder vollständig entfällt. Dieses ist insbesondere bei thermoinstabilen chirurgischen Instrumenten oder bei der Verwendung von temperaturempfindlichen Prozesschemikalien, wie bzw. Enzymen, sinnvoll .
In diesem Fall ist es bevorzugt, einen letzten Spülschritt des chirurgischen Instruments ohne Zusatz von weiteren Chemikal ien stattfinden zu lassen, um etwaige Chemikalienrückstände auf den chirurgischen Instrumenten in dem Aufbereitungsgerät zu vermeiden.
Die Aufgabe wird ferner durch eine Einrichtung zum Aufbereiten von
chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen, mit einem Fluidbehalter für ein Aufbereitungsfluid und einem Aufbereitungsgerät gelöst, die dadurch weitergebildet ist, dass das Aufbereitungsgerät einen Aufbereitungsraum aufweist, in dem wenigstens ein chirurgisches Instrument zur Aufbereitung einbringbar ist oder eingebracht ist, wobei der Fluidbehälter und der Aufbereitungsraum des Aufbereitungsgeräts räumlich getrennt sind, wobei ein Mikrowellengenerator vorgesehen ist, mittels dem ein in den Fluidbehälter einbringbares oder eingebrachtes Aufbereitungsfluid mit Mikrowellenstrahlung beaufschlagbar oder beaufschlagt ist.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist eine sehr effiziente Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten möglich .
Im Rahmen der Erfindung beinhaltet der Begriff „räuml ich getrennt" insbesondere auch die Bedeutung„beabstandet".
Vorzugsweise ist der Fluidbehälter geschlossen . Der Fluidbehälter weist einen Einlass für ein Aufbereitungsfluid auf und einen entsprechenden Auslass, wobei der Auslass dazu dient, das desinfizierte Aufbereitungsfluid dem Aufbereitungsgerät zur Verfügung zu stellen . Der Einlass und der Auslass sind vorzugsweise räuml ich getrennt.
Vorzugsweise weist der Mikrowellengenerator wenigstens eine Mik- rowellensendevorrichtung auf, die außerhalb des Fluidbehälters angeordnet ist, wobei der Fluidbehälter wenigstens bereichsweise für Mikrowellenstrahlung im Wesentlichen transparent ist. Vorzugsweise ist der Fluidbehälter vollständig oder im Wesentlichen vollständig für Mikrowellenstrahlung transparent. Der Fluidbehälter kann somit aus einem Kunststoff gefertigt sein oder aus einem Glas, um nur einige Beispiele zu nennen .
Vorzugsweise ist am oder im Fluidbehalter eine Kühlvorrichtung vorgesehen . Hierbei kann die Kühlvorrichtung vorzugsweise eine Leitung aufweisen, in der eine Kühlflüssigkeit strömen kann, wobei die Leitung thermisch mit den Wandungen des Fluidbehälters verbunden ist. Die Leitung kann auch in den Wandungen angeordnet sein . Es können auch Peltierelemente vorgesehen sein .
Vorzugsweise ist eine Fluidbewegungsaktivierungsvorrichtung vorgesehen . Diese dient dazu, das im Fluidbehalter vorgesehene Auf- bereitungsfluid in Bewegung zu bringen, um eine Vergleichmäßigung der Beaufschlagung mit Mikrowellenstrahlung zu vereinfachen bzw. zu verbessern . Als Fluidbewegungsaktivierungsvorrichtung können beispielsweise eine Rüttelvorrichtung, eine Rührvorrichtung, eine Strömungserzeugungsvorrichtung und/oder eine Gaseinblas- vorrichtung oder ähnliche Vorrichtungen vorgesehen sein .
Vorzugsweise weist der Fluidbehälter zudem einen Einlass für Chemikalien zum Reinigen, Desinfizieren und/oder Sterilisieren auf. Der Einlass für Chemikalien ist vorzugsweise von dem Aufberei- tungsfluideinlass und dem Auslass räumlich getrennt. Vorzugsweise ist zudem ein Chemikalienbehälter vorgesehen, der mit dem Einlass für Chemikal ien über eine Leitung verbunden ist. In der Leitung kann eine Pumpe und/oder ein Absperrventil und/oder ein Rückschlagventil vorgesehen sein .
Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtl ich . Erfindungsgemäße Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllen .
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird . Es zeigen:
Fig . 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten,
Fig . 2 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten .
In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils abgesehen wird .
Fig . 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Einrichtung 1 6 zum Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten, insbesondere Endoskopen, in einer ersten Ausführungsform .
Ein Aufbereitungsgerät 1 2 weist einen Aufbereitungsraum 1 1 auf. Der Aufbereitungsraum 1 1 hat in diesem Ausführungsbeispiel zwei Endoskopebenen 30 und 31 , in die entsprechende Endoskope, die beispielsweise Kanäle aufweisen können, eingebracht werden können .
Zum Einbringen eines entsprechenden Aufbereitungsfluids 1 0 in die Kanäle dienen eine Kanalsteuerung 35 und 36, die ein Aufberei- tungsfluid 1 0 aus dem Boden des Aufbereitungsraums 1 1 über eine Umwälzpumpe 34 und entsprechende Membranpumpen 32 und 33
erhalten .
Zudem sind entsprechende Sprüharme angedeutet, mittels derer die eingebrachten medizinischen Instrumente, insbesondere Endoskope, von außen aufbereitet werden . Entsprechende Aufbereitungsgeräte 1 2 sind im Stand der Technik bekannt.
Die erfindungsgemäße Aufbereitungseinrichtung 1 6 umfasst ein Aufbereitungsgerät 1 2 und weitere Mittel, die dazu dienen, das Auf- bereitungsflu id 1 0 vor dem Einbringen in den Aufbereitungsraum 1 1 des Aufbereitungsgeräts 1 2 zu desinfizieren .
Zunächst wird ein Aufbereitungsfluid 1 0, beispielsweise Wasser, aus einer Flüssigkeitszuführung 44 über ein verschließbares Ventil 45, das in der Flüssigkeitszuführung 44 angeordnet ist, dem Flu id- behälter 1 3 zugeführt. Der Fluidbehälter 1 3 wird entsprechend mit der Flüssigkeit bzw. dem Aufbereitungsfluid 1 0 befüllt. Es ist dann ein Mikrowellengenerator 1 8 vorgesehen, der mit einem oder mehreren Mikrowellensendevorrichtungen 1 7, beispielsweise Mikrowellenantennen, verbunden ist und Mikrowellenstrahlung 14 in den Fl uidbehälter 1 3 einstrahlt, so dass das Aufbereitungsfluid 1 0 der Mikrowellenstrahlung ausgesetzt wird . Hierdurch werden möglicherweise vorhandene Keime abgetötet bzw. chemisch oder physikalisch so verändert, dass diese nicht mehr problematisch sind . Hierbei wärmt sich üblicherweise das Aufbereitungsfluid 1 0 auch auf.
Der Fluidbehälter 1 3 ist entsprechend, zumindest abschnittsweise bzw. bereichsweise, für Mikrowellen transparent bzw. durchlässig . Als Material kommt hierfür beispielsweise Polytetrafluorethylen oder Polypropylen in Frage.
Um eine schnellere Abkühlung des Aufbereitungsfluids 1 0 zu er-
möglichen, ist eine Kühlvorrichtung 20 vorgesehen, die schematisch in Fig . 1 dargestellt ist.
Zudem kann auch eine Fluidbewegungsaktivierungsvorrichtung 21 vorgesehen sein, die beispielsweise Gasblasen, wie z.B. Ozonblasen oder Sauerstoffblasen, von unten in den Fluidbehälter 1 3 einbringt, um eine Bewegung des Aufbereitungsfluids 1 0 vorzusehen, so dass eine Homogenisierung der Wirkung der Mikrowellenstrahlung 14 auf das Aufbereitungsfluid 1 0 vorgenommen wird .
Nach Desinfizierung des Aufbereitungsfluids 1 0 wird dieses über eine Leitung 46, eine Pumpe 40 und ein sich an die anschließende Leitung 46 anschließendes Rückschlagventil 42 über den Anschluss 47 in den Aufbereitungsraum 1 1 des Aufbereitungsgeräts 1 2 eingebracht.
Vor jeweils einem Aufbereitungsschritt, beispielsweise einem Spülschritt, wird jeweils eine vorgebbare Menge Aufbereitungsflu id 1 0 in den Fluidbehälter 1 3 eingebracht und gesammelt. Es wird dann eine Mikrowellenstrahlung in das Aufbereitungsfluid 1 0 eingebracht, so dass das Aufbereitungsfluid 1 0 desinfiziert wird, wobei insbesondere die möglicherweise vorhandenen Keime unschädlich gemacht werden. H ierbei wird das Aufbereitungsfluid 1 0 aufgeheizt.
Das so behandelte Aufbereitungsfluid 10 wird für einen Aufberei- tungsprozess medizinischer oder chirurgischer Instrumente verwendet.
Im Rahmen der Erfindung umfasst der Begriff „chirurgisches Instrument" auch den Begriff „medizinisches Instrument".
Der Fluidbehälter 13 kann auch in einem Mikrowellengenerator 1 8
vollständig eingebracht sein . Der Mikrowellengenerator 1 8 kann dann als der Teil in Fig . 1 und in Fig . 2 angesehen werden, der durch die gestrichelte Linie um den Fluidbehälter 13 und die Mikro- wellensendevorrichtung 1 7 herum angedeutet ist.
Der Vorteil des Verfahrens und der erfindungsgemäßen Aufbereitungseinrichtung 1 6 ist eine deutlich höhere Energieeffizienz als beispielsweise ein Wasserboiler, ein sehr schnelles Aufheizen des Aufbereitungsfluids 1 0, eine Verschleißfreiheit bzw. der Vorteil, dass im Wesentlichen keine Wartungsteile vorgesehen sind, eine Unabhängigkeit eines Transmissionsgrades des Aufbereitungsfluids 1 0, dass kein medienberührendes Verfahren verwendet wird und dass auch kein Einfluss auf einen nachfolgenden Prozess vorherrscht, beispielsweise durch eine Impfung des Aufbereitungsfluids 1 0 mit Peressigsäure (PAA-Impfung).
Fig . 2 zeigt eine alternative Aufbereitungseinrichtung 1 6. Hier sind im Vergleich zu Fig . 1 der besseren Übersichtl ichkeit halber einige Teile weggelassen worden und zudem wurde ein Teil ergänzt, nämlich die Mögl ichkeit, Chemikal ien 23 in den Fluidbehälter 1 3 einzubringen . Die Chemikalien 23 sind in einem entsprechenden Behälter angeordnet und werden mittels einer Pumpe 41 über ein Rückschlagventil 43 und einen Chemikalieneinlass 22 in den Fluidbehälter 1 3 eingelassen .
Eine Kombination des Versetzens des Aufbereitungsfluids 10 mit einer Chemikalie 23 und das anschließende Aussetzen des Aufbereitungsfluids 1 0 mit Mikrowellenstrahlung 14 erhöht die Effizienz der Desinfizierung des Aufbereitungsfluids 1 0 und somit eine schnellere Durchführung bei geringerer Temperatur. Hierdurch verkürzt sich die Prozesszeit bei der Aufbereitung von medizinischen bzw. chirurgischen Instrumenten, da das Aufbereitungsfluid 10
schneller zur Verfügung steht und/oder eine Abkühlungsphase des Aufbereitungsfluids 1 0 entfällt. Diese ist insbesondere bei der Aufbereitung thermolabiler Instrumente oder aber bei der Verwendung temperaturempfindl icher Prozess-Chemie, wie beispielsweise en- zymatischen Reinigungsmitteln, sehr effizient.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden allein und in Kombination als erfindungswesentl ich angesehen . Erfindungsgemäße Ausführungsformen können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein . Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit „insbesondere" oder „vorzugsweise" gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen .
Bezuqszeichenliste
1 0 Aufbereitungsfluid
1 1 Aufbereitungsraum
1 2 Aufbereitungsgerät
1 3 Fluidbehälter
14 Mikrowellenstrahlung
1 5 Chemikalie
1 6 Aufbereitungseinrichtung
1 7 Mikrowellensendevorrichtung
1 8 Mikrowellengenerator
20 Kühlvorrichtung
21 Fluidbewegungsaktivierungsvorrichtung
22 Chemikal ieneinlass
23 Chemikalie
30 Endoskopebene
31 Endoskopebene
32 Membranpumpe
33 Membranpumpe
34 Umwälzpumpe
35 Kanalsteuerung
36 Kanalsteuerung
40 Pumpe
41 Pumpe
42 Rückschlagventil
43 Rückschlagventil
44 Flüssigkeitszuführung
45 Ventil
46 Leitung
47 Anschluss