EP3197745A1 - Zugwarnvorrichtung - Google Patents

Zugwarnvorrichtung

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EP3197745A1
EP3197745A1 EP15770852.0A EP15770852A EP3197745A1 EP 3197745 A1 EP3197745 A1 EP 3197745A1 EP 15770852 A EP15770852 A EP 15770852A EP 3197745 A1 EP3197745 A1 EP 3197745A1
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Attila Jaeger
Harald Feifel
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Continental Teves AG and Co OHG
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    • B61RAILWAYS
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    • B61L29/24Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
    • B61L29/246Signals or brake- or lighting devices mounted on the road vehicle and controlled from the vehicle or train

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zugwarnvorrichtung (100) zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug anzeigt, mit einer ersten Kommunikationsschnittstelle (101), welche ausgebildet ist, ein Bahnübergangssignal zu empfangen, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug hinweist, und einer zweiten Kommunikationsschnittstelle (103), welche ausgebildet ist, das Zugwarnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug auszusenden.

Description

Beschreibung
Zugwarnvorrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zugwarnvorrichtung zum Warnen von Kraftfahrzeugen von herannahenden Eisenbahnzügen.
An beschrankten oder unbeschrankten Bahnübergängen entsteht oft die Situation, dass ein herannahender Eisenbahnzug durch einen Fahrer eines Kraftfahrzeuges entweder unmittelbar vor einer Überquerung des Bahnüberganges erkannt wird oder dass eine Schranke unmittelbar vor der Überquerung des Bahnüberganges schließt . Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein effizientes Konzept zum Warnen von Kraftfahrzeugen von herannahenden Eisenbahnzügen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie der Figuren.
Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung eine Zugwarnvor¬ richtung zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraft- fahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahn¬ überganges durch einen Eisenbahnzug hinweist, mit einer ersten Kommunikationsschnittstelle, welche ausgebildet ist, ein Bahnübergangssignal zu empfangen, das die bevorstehende
Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug anzeigt, und einer zweiten Kommunikationsschnittstelle, welche ausge¬ bildet ist, das Zugwarnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug auszusenden. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass das Kraftfahrzeug bzw. eine Kraftfahrzeugsteuerung vor Erreichen des Bahnüberganges über das Herannahen des Eisenbahnzuges informiert werden kann. Auf diese Weise kann der Fahrer informiert werden. Zudem kann so eine automatische Routenberechnung, beispielsweise ein Navi¬ gationssystem, die Fahrtroute oder die Fahrzeit entsprechend anpassen .
Das Bahnübergangssignal kann beispielsweise von Sensoren stammen, beispielsweise Schienenkontakten, welche dem Bahnübergang vorgelagert sind und den herannahenden Eisenbahnzug, beispielsweise durch Schließung von Kontakten oder Überquerung von Lichtschranken durch den Eisenbahnzug, das Herannahen des Zuges an den Bahnübergang in an sich bekannter Weise anzeigen.
Gemäß einer Ausführungsform ist die zweite Kommunikations¬ schnittstelle eine Car2X-Kommunikationsschnittstelle . Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass das Zugwarnsignal über die an sich bekannte Car2X-Technlogie gesendet bzw. in dem Kraftfahrzeug empfangen und verarbeitet werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform ist die zweite Kommunikations¬ schnittstelle ausgebildet, das Zugwarnsignal über ein drahtloses Car2X-Kommunikationsnetzwerk auszusenden. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass das Zugwarnsignal über die an sich bekannte Car2X-Technlogie gesendet bzw. in dem Kraftfahrzeug empfangen und verarbeitet werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform weist das Bahnübergangssignal auf eine bevorstehende Überquerung eines bestimmten Bahnübergangs hin, wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle ausgebildet ist, eine Angabe über den bestimmten Bahnübergang zusammen mit den Zugwarnsignal auszusenden. Dadurch wird der Vorteil er- reicht, dass der bestimmte Bahnsteig beispielsweise mittels eines Navigationssystems angezeigt werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform weist die Zugwarnvorrichtung eine Schnittstellensteuerung auf, wobei die Schnittstellensteuerung ausgebildet ist, die erste Kommunikationsschnittstelle zu überwachen, und ansprechend den Empfang des Bahnübergangssignals die zweite Kommunikationsschnittstelle zum Aussenden des Zugwarnsignals anzusteuern. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Kommunikationsschnittstellen zentral gesteuert werden können .
Gemäß einer Ausführungsform ist die erste Kommunikations¬ schnittstelle eine drahtlose oder eine drahtgebundene Kommu- nikationsschnittstelle . Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die erste Kommunikationsschnittstelle an ein drahtgebundenes Netzwerk, beispielsweise ein drahtgebundenes Steuerungsnetzwerk zur Steuerung des Bahnüberganges oder von Bahnübergangsschranken oder von Bahnübergangsanzeigen, oder an ein drahtloses Netzwerk anschließbar ist, um das Bahnübergangssignal zu empfangen.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Zugwarnvorrichtung stationär an dem Bahnübergang aufstellbar, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle an ein Steuerungsnetzwerk zur Steuerung des Bahnüberganges, welche ein Herannahen des Zuges an den Bahn¬ übergang überwacht, anschaltbar und ausgebildet ist, das Bahnübergangssignal von der Bahnübergangssteuerung zu empfangen . Das Steuerungsnetzwerk zur Steuerung des Bahnüberganges kann ein an sich bekanntes Steuerungsnetzwerk zur Steuerung von Bahnübergängen oder von Bahnübergangsschranken oder von Bahnübergangsanzeigen sein. Gemäß einer Ausführungsform ist die Zugwarnvorrichtung in dem Eisenbahnzug anordendbar und an eine Zugsteuerung des Zuges, welches ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang überwacht, anschaltbar und ausgebildet, das Bahnübergangssignal von der Zugsteuerung zu empfangen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Zugwarnvorrichtung das Bahnübergangssignal direkt von der Zugsteuerung empfangen kann, sobald der Eisenbahnzug beispielsweise Schienenkontakte oder Sensoren überquerte, welche dem Bahnsteig vorgelagert sind.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst die erste Kommunikati¬ onsschnittstelle eine Car2X-Kommunikationsschnittstelle . Da¬ durch wird der Vorteil erreicht, dass die erste Kommunikati¬ onsschnittstelle das Zugwarnsignal als Bahnübergangssignal von einem anderen Kraftfahrzeug empfangen kann.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug hinweist, mit: Empfangen eines Bahnübergangs¬ signals, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug anzeigt, und Aussenden des Zugsignals ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug, insbesondere mittels einer
Car2X-Kommunikationsschnittstelle .
Das Verfahren kann mittels der Zugwarnvorrichtung ausgeführt werden . Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Zug¬ kommunikationssystem für einen Eisenbahnzug, mit einer Zugsteuerung, welche ausgebildet ist, eine Überquerung eines einem Bahnübergang vorgelagerten Sensorelementes durch den Eisen- bahnzug zu detektieren und ein Bahnübergangsignal zu erzeugen, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug anzeigt, und der erfindungsgemäßen Zugwarnvorrichtung, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle ausge- bildet ist, das Bahnübergangssignal zu empfangen, und wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle ausgebildet ist, das Zug¬ warnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an ein Kraftfahrzeug, insbesondere über ein
Car2X-Communikationsnetzwerk auszusenden .
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Zugwarnvorrichtung direkt in einem Eisenbahnzug installierbar ist unmittelbar auf Signale zugreifen kann, welche der Zugsteuerung in an sich bekannter Weise zur Verfügung stehen, sobald der Eisenbahnzug beispielsweise Schienenkontakte oder Sensoren überquerte, welche dem Bahnsteig vorgelagert sind, was das Bahnüber¬ gangssignal auslösen kann.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Zug- warnvorrichtung für ein Kraftfahrzeug zum Hinweisen auf einen Zug, welcher sich einem Bahnübergang nähert, mit einer
Car2X-Kommunikationsschnittstelle, welche ausgebildet ist, ein Zugwarnsignal über ein Car2X-Kommunikationsnetzwerk zu empfangen, wobei das Zugsignal auf den Eisenbahnzug hinweist; und einem Prozessor, welcher ausgebildet ist, ein Anzeigesignal auszugeben, das ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang anzeigt .
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Zugwarnvorrichtung in dem Kraftfahrzeug installiert werden kann. Die Zugwarn¬ vorrichtung kann ferner als Nachrüstset realisiert werden. Der Prozessor kann beispielsweise eine Anzeigeeinrichtung eines Navigationssystems zum Anzeigen des Anzeigesignals ansteuern. Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Zugwarnvorrichtung eine Anzeigeeinrichtung zum optischen und/oder akustischen Anzeigen des Anzeigesignals, um einen Fahrer auf den Eisenbahnzug hinzuweisen. Die Anzeigeeinrichtung kann einen Bildschirm oder eine Lichtquelle oder eine akustische Signalquelle umfassen.
Gemäß einer Ausführungsform ist die
Car2X-Communikationsschnittstelle ausgebildet, das Zugwarn¬ signal über ein Car2X-Kommunikationsnetzwerk an ein weiteres Kraftfahrzeug auszusenden.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass andere Kraftfahrzeuge vor dem Eisenbahnzug rechtzeitig gewarnt sein können. Gemäß einer Ausführungsform ist die
Car2X-Kommunikationsschnittstelle an eine
Car2X-Kommunikationsschnittstelle des Kraftfahrzeugs
anschaltbar . Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass bestehende
Car2X-Ressourcen des Kraftfahrzeuges genutzt werden können, an welche die Zugwarnvorrichtung anschaltbar ist, wodurch der Implementierungsaufwand für die Zugwarnvorrichtung reduziert werden kann.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Zugwarnvorrichtung;
Fig. 2 ein Diagramm eines Verfahrens zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug; Fig. 3 ein Blockdiagramm eines ein Zugkommunikationssystems ; und
Fig. 4 ein Blockdiagramm einer Zugwarnvorrichtung.
Fig. 1 zeigt eine Zugwarnvorrichtung 100 zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug anzeigt, mit einer ersten Kommunikationsschnittstelle 101, welche ausgebildet ist, ein Bahnübergangssignal zu empfangen, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug hinweist, und einer zweiten Kommunikations¬ schnittstelle 103, welche ausgebildet ist, das Zugwarnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug auszusenden.
Die zweite Kommunikationsschnittstelle 103 kann eine
Car2X-Kommunikationsschnittstelle sein, welche das Zugwarn¬ signal über ein drahtloses Car2X-Kommunikationsnetzwerk aus- zusenden kann.
Gemäß einer Ausführungsform können die Kommunikationsschnittstelle 101, 103 direkt miteinander kommunizieren. Op¬ tional kann eine Schnittstellensteuerung 105 vorgesehen sein, wobei die Schnittstellensteuerung 105 ausgebildet ist, die erste Kommunikationsschnittstelle 101 zu überwachen, und ansprechend den Empfang des Bahnübergangssignals durch die erste Kommu¬ nikationsschnittstelle 101 die zweite Kommunikationsschnitt¬ stelle 103 zum Aussenden des Zugwarnsignals anzusteuern.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Zugwarnvorrichtung 100 stationär an dem in Fig. 1 nicht dargestellten Bahnübergang aufstellbar ist, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle 101 an Steuerungsnetzwerk zur Steuerung des Bahnüberganges, welches ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang überwacht, anschaltbar und ausgebildet ist, das Bahnübergangssignal von der Bahnübergangssteuerung zu empfangen. Das Steuerungsnetzwerk kann ein an sich bekanntes Steuerungsnetzwerk sein, dass in der Eisenbahntechnik zur Steuerung bzw. Überwachung von Bahnübergängen oder Bahnschranken oder Bahnanzeigen eingesetzt wird.
Fig. 2 zeigt ein Verfahren 200 zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug hinweist, mit Empfangen 201 eines Bahnübergangssignals, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug hinweist, und Aussenden 203 des Zugsignals ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug, insbesondere mittels einer Car2X-Kommunikationsschnittstelle .
Das Verfahren kann mittels der in Fig. 1 dargestellten Zugwarnvorrichtung realisiert werden.
Fig. 3 zeigt ein Zugkommunikationssystem 300 für einen Eisenbahnzug, mit einer an sich bekannten Zugsteuerung 301, welche ausgebildet ist, eine Überquerung eines einem Bahnübergang vorgelagerten Sensorelementes, beispielsweise eines Schie- nenkontaktes , durch den Eisenbahnzug zu detektieren und ein Bahnübergangsignal zu erzeugen, das die bevorstehende Über¬ querung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug anzeigt; und der in Fig. 1 dargestellten Zugwarnvorrichtung 100. Dabei ist die erste Kommunikationsschnittstelle 101 ausgebildet, das Bahn- Übergangssignal zu empfangen, wobei die zweite Kommunikati¬ onsschnittstelle 103 ausgebildet ist, das Zugwarnsignal an¬ sprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an ein Kraftfahrzeug, insbesondere über ein
Car2X-Communikationsnetzwerk auszusenden .
Fig. 4 zeigt eine Zugwarnvorrichtung 400 für ein Kraftfahrzeug zum Hinweisen auf einen Zug, welcher sich einem Bahnübergang nähert, mit einer Car2X-Kommunikationsschnittstelle 401, welche ausgebildet ist, ein Zugwarnsignal über ein
Car2X-Kommunikationsnetzwerk zu empfangen, wobei das Zugsignal auf den Eisenbahnzug hinweist, und einem Prozessor 403, welcher ausgebildet ist, ein Anzeigesignal auszugeben, das ein Her¬ annahen des Zuges an den Bahnübergang anzeigt.
Gemäß einer Ausführungsform ist die
Car2X-Kommunikationsschnittstelle 401 an eine
Car2X-Communikationsschnittstelle des Kraftfahrzeugs
anschaltbar. Dadurch können vorhandene
Car2X-Kommunikationsressourcen effizient ausgenutzt werden, um die Zugwarnvorrichtung zu implementieren. Optional kann die Zugwarnvorrichtung 400 eine Anzeigeeinrichtung 405 zum optischen und/oder akustischen Anzeigen des Anzeigesignals aufweisen, um einen Fahrer auf den Eisenbahnzug hinzuweisen . Die Zugwarnvorrichtung 400 kann eine Ausführungsform der in Fig. 1 dargestellten Zugwarnvorrichtung 100 sein.
Im Folgenden werden weitere Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung können unter Verwendung von Car2X Systeme realisiert werden, welche das drahtlose Übertragen von Nachrichten zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern ermöglichen. Auf diese Weise können Anwendungen realisiert werden, um beispielsweise einen Verkehrsfluss zu optimieren oder um einen Kraftfahrzeugfahrer mit Informationen zu versorgen und ggf- auf unerwartete Situationen aufmerksam zu machen.
Ausführungsformen der Erfindung ergänzen Car2X Systeme um eine Anwendung, die Fahrer im Bereich von Bahnübergängen über sich näherende Züge informiert und ggf. vor dem Überqueren der Gleise warnt.
Auf diese Weise wird ein voraussichtiges Fahren erleichtert, wodurch ein Unfallrisiko zwischen Fahrzeugen oder zwischen Fahrzeugen und Zügen im Bereich von Bahnübergängen, insbesondere unbeschrankten, reduziert werden kann.
Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen der Erfindung bieten Möglichkeiten, einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs im Bereich eines Bahnübergangs über sich nähernde Züge zu informieren und ggf. vor dem Überfahren der Gleise auf eine gefährliche Situation aufmerksam zu machen. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit von Unfällen, insbesondere im Bereich von unbeschrankten Bahnübergängen, gesenkt werden. So wird der Fahrer beispielswiese über den sich nähernden Eisenbahnzug informiert, bevor dieser sichtbar ist. Ferner kann der Fahrer in kritischen Situationen vor dem Überqueren unbeschrankter Gleise gewarnt werden.
Gemäß einigen Ausführungsformen sind entweder die Eisenbahnzüge Züge selbst mit der Zugwarnvorrichtung 100, welche ein Car2X Systemen implementieren kann, ausgerüstet. Ferner können Car2X Stationen (Roadside Stations) mit der Zugwarnvorrichtung ausgestattet und im Bereich des Bahnübergangs installiert werden. In beiden Fällen senden die installierten Zugwarnvorrichtungen 100 mit dem Zugwarnsignal Nachrichten, die über den sich nähernden Eisenbahnzug informieren.
Wird die Zugwarnvorrichtung 100 in einem Fahrzeug eingesetzt, so ist es vorteilhaft, wenn das Fahrzeug mit einem Car2X System ausgerüstet ist, das mindestens zum Empfang der Nachrichten geeignet ist. Auf diese Weise kann die zweite Kommunikati- onsschnittstelle 103 an das Car2X System angeschaltet werden, wodurch Implementierungsressourcen reduziert werden.
Zur Information über sich nähernde Eisenbahnzüge kann ein Fahrer im Bereich von Bahnübergängen mittels der Zugwarnvorrichtung 100 aufmerksam gemacht werden. Der Fahrer kann so frühzeitig entscheiden ob ein gefahrloses Überqueren unbeschrankter Gleise möglich ist oder nicht. Dadurch wird das Risiko für unbesonnene und hektische Fahrmanöver, z.B. plötzliches starkes Bremsen minimiert und so durch kontrolliertest und besonnenes Fahren die Gefahr von Auffahrunfällen reduziert.
An einem Bahnübergang ohne vorausfahrenden Verkehr kann es zu einer Situation kommen, in welcher ein Zug sich dem Bahnübergang nähert und ein Fahrzeug fährt auf den Bahnübergang zufährt.
Ein Fahrer wird mittels der Zugwarnvorrichtung 100 bzw. 400 auf den Eisenbahnzug aufmerksam gemacht und kann voraussichtig fahren und ggf. frühzeitig stoppen. Es wird verhindert, dass er spontan bremst z.B. wenn der Fahrer an unbeschranktem Bahn- Übergang unaufmerksam ist und so den sich nähernde Eisenbahnzug erst spät wahr nimmt oder wenn der Fahrer an unbeschranktem Bahnübergang unaufmerksam ist und so die aktive Blinklichtanlage spät wahr nimmt oder wenn der Fahrer an beschranktem Bahnübergang unaufmerksam ist und so die sich senkende Schranke spät wahr nimmt oder wenn an unbeschranktem Bahnübergang der Gleisverlauf schlecht einsichtig ist und so der sich nähernde Eisenbahnzug erst spät wahrgenommen werden kann. So wird ein gleichmäßiges besonnenes Fahrverhalten ermöglicht, wodurch sich die Gefahr von Auffahrunfällen durch folgende Fahrzeuge reduziert.
An einem Bahnübergang mit vorausfahrendem Verkehr kann es ferner zu einer Situation kommen, in welcher ein Zug sich dem Bahnübergang nähert und ein Fahrzeug auf den Bahnübergang zufährt.
Ein Fahrer wird auf den sich nähernden Eisenbahnzug aufmerksam gemacht und kann voraussichtig fahren. Er ist auf eventuelles Stoppen vorausfahrender Fahrzeuge vorbereitet. So werden Situationen verhindert, in denen der Fahrer spontan reagieren muss, wenn vorausfahrende Fahrzeuge spontan stoppen, wie es vorstehend beschrieben ist. Dadurch kann die Gefahr von Auffahrunfällen verursacht durch den Fahrer sowie durch folgende Fahrzeuge reduziert werden.
An einem Bahnübergang bei heruntergelassener Schranke oder aktiver Blinklichtanlage kann es ferner zu einer Situation kommen, in welcher sich ein dem Bahnübergang nähert und ein Fahrzeug steht an dem Bahnübergang steht.
Ein Fahrer wird mittels der Zugwarnvorrichtung 100, 400 über den sich nähernden zu informiert und kann einschätzen wie lange noch gewartet werden muss. Er fühlt sich informiert und ein ange¬ nehmeres Reisegefühl wird erreicht.
Gemäß Ausführungsformen der Erfindung kann mittels des Zug¬ Warnsignals eine Warnung vor dem Überqueren der Gleise ausgegeben werden . Wird beispielsweise an einem Bahnübergang durch beispielsweise eine Bahnübergangüberwachung erkannt, dass der Fahrer, ggf. trotz rechtzeitiger Information, den Bahnübergang in einer kritischen Situation zu überqueren versucht, so kann er vor der Gefahr mittels der Zugwarnvorrichtung 100, 400 gewarnt werden. So können Kollisionen mit Eisenbahnzügen vermeiden werden.
An einem unbeschranktem Bahnübergang kann es zu ein er Situation kommen, in welcher ein sich Zug dem Bahnübergang nähert, ein Fahrzeug auf den Bahnübergang zufährt und ein Überqueren der Gleise mit ausreichendem Sicherheitsabstand ist nicht wahr¬ scheinlich ist. Mittels der Zugwarnvorrichtung 100, 400 kann der Fahrer rechtzeitig vor der möglichen Gefahr gewarnt werden, so dass der Fahrer ggf. noch rechtzeitig stoppen kann.
Die Warnung des Fahrers ist ferner vorteilhaft z.B. wenn der Fahrer unaufmerksam ist und so den sich nähernde Eisenbahnzug nicht wahr nimmt oder wenn der Fahrer unaufmerksam ist und so den Bahnübergang nicht wahr nimmt oder wenn der Fahrer die Situation falsch einschätzt und so davon ausgeht, dass ein gefahrloses überqueren der Gleise möglich sei oder wenn ein Gleisverlauf schlecht einsichtig ist und so der sich nähernde Eisenbahnzug nicht rechtzeitig wahrgenommen werden kann.
An einem unbeschrankten Bahnübergang kann es ferner zu einer Situation kommen, in welcher ein Zug sich dem Bahnübergang nähert, ein Fahrzeug auf den Bahnübergang zufährt, ein überqueren der Gleise mit ausreichendem Sicherheitsabstand nicht wahr¬ scheinlich ist.
Ein Fahrzeug, dass in einen Bahnübergang einfährt, obwohl ausreichender Sicherheitsabstand zu einem sich nähernden Eisenbahnzug nicht sichergestellt ist und eine Kollision nur durch starkes Bremsen vermieden werden kann, wird vor dem Bahnübergang durch das die Zugwarnvorrichtung 100 informiert und kann durch das Car2X System aktiv gebremst und zum Stillstand gebracht werden .
Diese Bremsung kann eingeleitet werden z. B. wenn der Fahrer unaufmerksam ist und so den sich nähernde Eisenbahnzug nicht wahr nimmt oder wenn der Fahrer unaufmerksam ist und so den Bahnübergang nicht wahr nimmt oder wenn der Fahrer die Situation falsch einschätzt und so davon ausgeht, dass ein gefahrloses überqueren der Gleise möglich sei oder wenn der Gleisverlauf schlecht einsichtig ist und so der sich nähernde Eisenbahnzug nicht rechtzeitig wahrgenommen werden kann.
Bezugs zeichenliste
100 Zugwarnvorrichtung
101 erste Kommunikationsschnittstelle 103 zweite Kommunikationsschnittstelle 105 Schnittstellensteuerung
200 Verfahren
201 Empfangen
203 Aussenden
300 Zugkommunikationssystem
301 Zugsteuerung
401 Car2X-Kommunikationsschnittstelle
403 Prozessor
405 Anzeige

Claims

Zugwarnvorrichtung (100) zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug anzeigt, mit: einer ersten Kommunikationsschnittstelle (101), welche ausgebildet ist, ein Bahnübergangssignal zu empfangen, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug hinweist; und einer zweiten Kommunikationsschnittstelle (103), welche ausgebildet ist, das Zugwarnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug aus zusenden .
Zugwarnvorrichtung (100) nach Anspruch 1, wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle (103) eine
Car2X-Kommunikationsschnittstelle ist .
Zugwarnvorrichtung nach Anspruch 1 der 2, wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle (103) ausgebildet ist, das Zugwarnsignal über ein drahtloses
Car2X-Kommunikationsnetzwerk auszusenden .
Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bahnübergangssignal auf eine be¬ vorstehende Überquerung eines bestimmten Bahnübergangs hinweist, und wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle (103) ausgebildet ist, eine Angabe über den bestimmten Bahnübergang zusammen mit den Zugwarnsignal auszusenden.
5. Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche ferner eine Schnittstellensteuerung
(105) aufweist, wobei die Schnittstellensteuerung (105) ausgebildet ist, die erste Kommunikationsschnittstelle
(101) zu überwachen, und ansprechend den Empfang des Bahnübergangssignals durch die erste Kommunikations¬ schnittstelle (101) die zweite Kommunikationsschnittstelle
(103) zum Aussenden des Zugwarnsignals anzusteuern.
6. Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle (101) eine drahtlose oder eine drahtgebundene Kommuni¬ kationsschnittstelle ist .
7. Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, welche stationär an dem Bahnübergang aufstellbar ist, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle (101) an Steuerungsnetzwerk zur Steuerung des Bahnüberganges, welches ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang überwacht, anschaltbar und ausgebildet ist, das Bahn¬ übergangssignal von der Bahnübergangssteuerung zu empfangen .
8. Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden
Ansprüche 1 bis 6, welche in dem Eisenbahnzug anordendbar und an eine Zugsteuerung des Zuges, welches ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang überwacht, anschaltbar und ausgebildet ist, das Bahnübergangssignal von der Zugs¬ teuerung zu empfangen.
9. Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle (101) eine Car2X-Kommunikationsschnittstelle umfasst. Verfahren (200) zum Aussenden eines Zugwarnsignals an ein Kraftfahrzeug, das auf eine bevorstehende Überquerung eines Bahnüberganges durch einen Eisenbahnzug hinweist, mit:
Empfangen (201) eines Bahnübergangssignals, das die be¬ vorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug hinweist; und
Aussenden (203) des Zugsignals ansprechend auf den Empfang des Bahnübergangssignals an das Kraftfahrzeug, insbe¬ sondere mittels einer Car2X-Kommunikationsschnittstelle .
Zugkommunikationssystem (300) für einen Eisenbahnzug, mit: einer Zugsteuerung (301), welche ausgebildet ist, eine Überquerung eines einem Bahnübergang vorgelagerten Sensorelementes durch den Eisenbahnzug zu detektieren und ein Bahnübergangsignal zu erzeugen, das die bevorstehende Überquerung des Bahnüberganges durch den Eisenbahnzug anzeigt; und der Zugwarnvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die erste Kommunikationsschnittstelle ausgebildet ist, das Bahnübergangssignal zu empfangen, und wobei die zweite Kommunikationsschnittstelle ausgebildet ist, das Zugwarnsignal ansprechend auf den Empfang des Bahnüber¬ gangssignals an ein Kraftfahrzeug, insbesondere über ein Car2X-Communikationsnetzwerk auszusenden . 12. Zugwarnvorrichtung (400) für ein Kraftfahrzeug zum Hinweisen auf einen Zug, welcher sich einem Bahnübergang nähert, mit: einer Car2X-Kommunikationsschnittstelle (401), welche ausgebildet ist, ein Zugwarnsignal über ein
Car2X-Kommunikationsnetzwerk zu empfangen, wobei das Zugsignal auf den Eisenbahnzug hinweist; und einem Prozessor (403) , welcher ausgebildet ist, ein Anzeigesignal auszugeben, das ein Herannahen des Zuges an den Bahnübergang anzeigt.
Zugwarnvorrichtung (400) nach Anspruch 12, mit einer Anzeigeeinrichtung (405) zum optischen und/oder akustischen Anzeigen des Anzeigesignals, um einen Fahrer auf den Eisenbahnzug hinzuweisen.
Zugwarnvorrichtung (400) nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Car2X-Kommunikationsschnittstelle (401) ausgebildet ist, das Zugwarnsignal über ein Car2X-Kommunikationsnetzwerk an ein weiteres Kraftfahrzeug auszusenden.
Zugwarnvorrichtung (400) nach Anspruch 12 , 13 oder 14, wobe die Car2X-Kommunikationsschnittstelle (401) an eine Car2X-Communikationsschnittstelle des Kraftfahrzeugs anschaltbar ist.
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