"Vorrichtung zur Bewegungsdämpfung"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewegungsdämpfung, insbesondere eines bewegbaren Möbelteils nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Vorrichtungen zur Bewegungsdämpfung sind insbesondere aus dem Bereich des Möbelbaus in verschiedensten Ausführungen bekannt. Beispielsweise kann eine Dämpfungsvorrichtung zwei zueinander beweglich gelagerte Elemente umfassen, die zum Beispiel mit einer vorgegebenen Kraft senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung relativ zueinander aneinandergedrückt werden, um durch eine entsprechende Haft- bzw. Gleitreibungswirkung eine Dämpfung bereitzustellen. Des Weiteren ist es bekannt, dass
Dämpfungsvorrichtungen einen Zylinder mit einem darin
geführten Kolben umfassen, wobei bei einem Kolben oder
zwischen den Kolben und einer Zylinderinnenwand
Durchlassöffnungen vorhanden sind, durch die ein
Dämpfungsmedium, zum Beispiel ein Gas, in entsprechend
begrenzter Weise hindurchströmen kann. Bei Bewegungen des Kolbens relativ zum Zylinder begrenzen die Durchlassöffnungen einen Druckausgleich zwischen den Zylindervolumen vor und hinter einem Kolben im Zylinderinnenraum und führen dabei die
Dämpfungswirkung herbei. Die entsprechenden
Dämpfungsvorrichtungen weisen jedoch einen erforderlichen Platzbedarf auf, der sich mit der vorliegenden Erfindung verringern lässt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, eine Vorrichtung zur Bewegungsdämpfung bereitzustellen, die sich bei gleicher Dämpfungswirkung vergleichsweise platzsparend ausführen lässt.
Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelost.
Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zur
Bewegungsdämpfung, insbesondere eines bewegbaren Möbelteils mit einem Lagergehäuse aus. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass an dem Lagergehäuse ein Bewegungsaufnehmer bewegbar gelagert ist und dass in dem Lagergehäuse ein
Drehelement drehbar gelagert ist, und dass die Vorrichtung Getriebemittel aufweist, mit denen eine Bewegung des
Bewegungsaufnehmers in eine Drehbewegung des Drehelements übertragbar ist, wobei das Lagergehäuse eine Kammer aufweist, in die zumindest ein Tauchabschnitt des Drehelements hinein reicht, wobei in der Kammer ein Dämpfungsfluid vorhanden ist. Vorzugsweise sind die Getriebemittel in und/oder an dem
Lagergehäuse angeordnet, wobei sie in bzw. am Lagergehäuse unmittelbar und/oder mittelbar gelagert sein können. Die Kammer des Lagergehäuses, in der das Dämpfungsfluid vorhanden ist, ist zusammen mit dem Tauchabschnitt des Drehelements vorzugsweise zur Dämpfung einer Bewegung des
Bewegungsaufnehmers vorgesehen. Hierfür ist der
Bewegungsaufnehmer vorzugsweise über die Getriebemittel mit dem Drehelement gekoppelt.
Der Zwischenraum zueinander bewegbaren, insbesondere
verdrehbaren Teile, einer Innenwand der Kammer sowie dem
Tauchabschnitt des Drehelements können mit dem dämpfenden Medium zum Beispiel vollkommen ausgefüllt sein. Das
Vorhandensein des Dämpfungsfluids kann jedoch auch darin bestehen, dass die Kammer und der Tauchabschnitt bei einer relativen Bewegung zueinander das Dämpfungsfluid durch den Zwischenraum hindurch fördern.
Das Dämpfungsfluid kann beispielsweise eine viskose
Flüssigkeit, zum Beispiel ein Ol oder eine Dispersion, sein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet den Vorteil, dass auf einem vergleichsweise kleinem Raum durch Drehbewegung quasi in einem fortwährenden Bewegungsbereich eine Scherspannung in einer Flüssigkeit aufrecht erhalten werden kann, mit der eine Dämpfungskraft erzeugbar ist. Der Zwischenraum zum Beispiel zwischen einer Innenwand der Kammer und einer Außenfläche des Tauchabschnitts bzw. des Drehelements erstreckt sich
vorzugsweise in einer radialen Richtung senkrecht zur
Drehachse des Drehelements, indem mit einem vergleichsweise hohen Geschwindigkeitsunterschied zwischen Kammerwand und Tauchabschnitt eine entsprechend hohe Scherspannung im
Dämpfungsfluid erzeugbar ist. Für das Dämpfungsfluid kann außerdem ein Zwischenraum vorgesehen sein, der vorwiegend zwischen Stirnflächen der Kammer und des Tauchabschnitts angeordnet ist, und die sich in axialer Richtung bezüglich der Drehachse einander gegenüber stehen.
Vorzugsweise führt das Dämpfungsfluid in der Kammer einen Zwischenraum zwischen einer Außenfläche des Tauchabschnitts und einer Innenfläche der Kammer aus.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass ein Querschnitt der Innenfläche der Kammer eine unregelmäßige Krümmung um ein geometrisches Zentrum aufweist. Eine
unregelmäßige Krümmung kann zum Beispiel in Form einer Ecke oder Kante an der Innenfläche der Kammer ausgebildet sein. Wenn sich der Tauchabschnitt des Drehelements relativ zur Kammer dreht, läset sich durch die unregelmäßige Krümmung der Innenfläche der Kammer stellenweise eine erhöhte
Strömungsgeschwindigkeit durch zum Beispiel
Querschnittsverengung oder zum Beispiel Verwirbelung hervorrufen. Dabei kann ein Querschnitt der Kammer senkrecht zur Drehachse zum Beispiel polygonal, insbesondere als
regelmäßiges Vieleck, geformt sein. Des Heiteren kann die Innenfläche der Kammer ein gewindeartiges Oberflächenprofil aufweisen, um zum Beispiel durch eine quer zur Drehbewegung des Drehelements verlaufende Strömungskomponente des
Dämpfungsfluide eine zusätzliche Erhöhung der ScherSpannung zu erreichen. Dabei kann vorteilhaft auch ein Staudruck innerhalb der Kammer erzeugt werden.
In entsprechender Weise kann ein Querschnitt des
Tauchelements, der quer, insbesondere senkrecht zur Drehachse gelegen ist, eine unregelmäßige Krümmung um die Drehachse aufweisen, um vorteilhaft ähnliche Wirkungen wie mit einer unregelmäßig gekrümmten Innenfläche der Kammer zu erreichen.
Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung liegt darin, dass das Drehelement und insbesondere der Tauchabschnitt, insbesondere deren Drehachse exzentrisch zu einer
Symmetrieachse der Innenfläche der Kammer angeordnet ist, wobei die Symmetrieachse insbesondere parallel zur Drehachse gelegen ist. Auf diese Weise lässt sich ein ringförmiger Zwischenraum mit unterschiedlicher bzw. variierender Breite auch bei kreisförmigen Querschnitten ausbilden. Die
exzentrische Anordnung der Drehachse bezüglich der
Symmetrieachse der Kammer ermöglicht dabei ein symmetrisches Verhalten bezüglich der Drehrichtungen des Tauchabschnitts innerhalb der Kammer.
Die Getriebemittel können ein zum Lagergehäuse drehbar gelagertes Getriebeelement umfassen, das drehfest mit dem Drehelement gekoppelt ist. Dadurch sind Bewegungen des
Bewegungsaufnehmers in entgegengesetzte Richtungen dämpfbar.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Getriebemittel ein zum Lagergehäuse drehbar gelagertes
Getriebeelement umfassen, das über eine Freilaufkupplung mit dem Drehelement derart gekoppelt ist, dass in einem
vorgegebenen Drehsinn ein höheres Drehmoment als in einem dazu entgegengesetzten Drehsinn vom Getriebeelement auf das
Drehelement übertragbar ist. Vorzugsweise ist die
Freilaufkupplung derart ausgebildet, dass hier im vorgegebenen Drehsinn ein Drehmoment übertragbar ist, wogegen im dazu entgegengesetzten Drehsinn keine Dämpfung und das
Dampfungsfluid wirksam ist. Wenn zum Beispiel der
Bewegungsaufnehmer nicht dauerhaft mit einem zu dämpfenden bewegbaren Möbelteil verbunden ist, bietet diese Ausführung den Vorteil, dass der Bewegungsaufnehmer zum Beispiel bei einer Schließbewegung Dämpfungskräfte auf das Möbelteil übertragen kann und dennoch bei einer Öffnungsbewegung
vergleichsweise schnell dem Möbelteil folgen kann.
Grundsätzlich kann die Vorrichtung auch eine Freilaufkupplung von einer Art umfassen, die eine Kraftübertragung in lediglich einer vorgegebenen linearen Kraftrichtung ermöglicht. Dafür kann die Freilaufkupplung zum Beispiel in Form einer Ratsche mit einer Sägezahnreihe und mit einer beweglichen, anliegenden Klinke ausgebildet sein.
Um beispielsweise innerhalb des Lagergehäuses Raum für weitere Getriebeelemente bereitzustellen, kann das Getriebeelement einen hohlzylindrischen Abschnitt aufweisen, der parallel zur Drehachse angeordnet ist.
Vorzugsweise ist der Bewegungsaufnehmer ein Stößel, der an einer Stirnseite des Lagergehäuses auf einer vorgegebenen Bewegungsbahn am Lagergehäuse wechselweise heraus- und
hineinfahrbar ist. Die Bewegungsbahn ist vorzugsweise
geradlinig. Des Weiteren kann die Bewegungsbahn gekrümmt, zum Beispiel kreisbogenförmig verlaufen. Um zu vermeiden, dass der Bewegungsaufnehmer mit einem Möbelteil innerhalb des
Lagergehäuses gehalten werden muss, weist die Vorrichtung vorzugsweise einen Anschlag auf, der eine ausfahrende Bewegung des Bewegungsaufnehmers begrenzt. Außerdem kann eine
einfahrende Bewegung des Bewegungsaufnehmers durch einen
Anschlag an der Vorrichtung begrenzt sein.
Um zu vermeiden, dass der Bewegungeaufnehmer, insbesondere der
Stößel, über einen längeren Nutzungszeitraum in eine Oberfläche eines bewegbaren Möbelteils hinein bohrt, ist es bevorzugt, dass am Lagergehause ein Führungsabschnitt
ausgebildet ist, an dem der Stößel in entgegengesetzter
Richtung entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn bewegbar ist, wobei eine Drehbewegung des Stößels um eine
Bewegungsbahn, insbesondere gegenüber dem Lagergehäuse, blockiert ist. Der Führungsabschnitt bietet zudem den Vorteil, dass sich durch Bewegen des Stößels ein Drehmoment erzeugen lässt, das nur bei einer Drehung das Drehelement antreibt und eine Gegendrehbewegung des Stößels unterbindet.
Für eine vorteilhaft platzsparende Erzeugung einer
Drehbewegung zum Antrieb des Drehelements umfassen die
Getriebemittel eine schraubenförmige Führungskulisse.
Damit kann platzsparend eine Vor- und Zurückbewegung des
Bewegungsaufnehmers entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn vorteilhaft in eine Drehbewegung zum Antrieb des Drehelements umgewandelt werden.
Des Weiteren können die Getriebemittel eine zweite
Führungskulisse umfassen, die ein entlang der Drehachse parallel verlaufendes Führungsprofil aufweist. Das
Führungsprofil kann zum Beispiel als ein schlitzförmiger
Wanddurchbruch eines HohlZylinders, zum Beispiel einem
Getriebeelement, ausgebildet sein. Damit lässt sich eine
Gegendrehbewegung eines antreibenden Teils im Antrieb des Drehelements vermeiden.
Vorzugsweise umfassen die Getriebemittel ein Mitnehmerelement, das in die schraubenförmige Führungskulisse eingreifen kann. Dabei kann das Mitnehmerelement zum Antreiben der
schraubenförmigen Führungskulisse vorgesehen sein. Zum
Beispiel, indem das Mitnehmerelement insbesondere fest mit dem Bewegungsaufnehmer verbunden ist. Ebenso kann das
Mitnehmerelement drehfest mit dem Drehelement verbunden sein und durch eine Linearbewegung der Führungskulisse entlang der Schraubenachse das Mitnehmerelement und das Drehelement in
Drehung versetzen.
Das Mitnehmerelement kann ein Stift sein, der am
Bewegungsaufnehmer, insbesondere am Stößel, an einer festen Position angebracht ist. Dabei kann der Stift am Stößel seitlich hervorragen und hierbei in die erste, gegebenenfalls in die zweite Führungskulisse, eingreifen. Dabei fällt der Stift in Bewegungen des Bewegungsaufnehmers insbesondere des Stößels.
Die schraubenförmige Führungskulisse kann beispielsweise am Getriebeelement ausgebildet sein.
Des Weiteren kann das parallel zur Drehachse verlaufende
Führungsprofil, also das zweite Führungsprofil, am
Getriebeelement ausgebildet sein.
Des Weiteren kann die erste Führungskulisse oder die zweite Führungskulisse fest mit dem Lagergehäuse verbunden sein.
Vorzugsweise ist das Dämpfungsfluid ein nicht newtonsches, insbesondere dilatantes Fluid. Dies bietet den Vorteil, dass ein Benutzer am nicht linearen Dämpfungsverhalten der
Vorrichtung vergleichsweise schnell erspüren kann, wenn eine erhöhte Gefahr der Überlastung der Dämpfungsvorrichtung besteht.
Weil die erfindungsgemäße Vorrichtung sich vergleichsweise kompakt aufbauen lässt, steht an einem Möbel, das mit der Erfindung ausgestattet ist, mehr Raum zur Verfügung. Des
Weiteren fällt die erfindungsgemäße Vorrichtung an einem damit ausgestatteten Möbel optisch weniger auf.
Nachfolgend wird die Erfindung an mehreren
Ausführungsbeispielen beschrieben und mit Hilfe der
Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen sind nicht maßstäblich. Einander entsprechende Merkmale sind in den Figuren
einheitlich mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Es zeigen: Figur 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Dämpfers,
Figur 2 eine schematische perspektivische Ansicht des Dämpfers mit ausgefahrenem Stößel,
Figur 3 eine schematische perspektivische
Explosionsansicht des Dampfers,
Figur 4 eine schematische Seitenansicht des
Dämpfers,
Figur 5 eine schematische seitliche Schnittansicht in einer Schnittebene, die durch eine Achse A-A der Fig.4 senkrecht zur Papierebene verläuft,
Figur 6 ein schematischer Querschnitt des Dämpfers in einer Schnittebene, die durch die Achse B-B der Fig. 5 senkrecht zur Papierebene verläuft,
Figur 7 schematische Seitenansicht einer zweiten
Ausführung eines erfindungsgemäßen Dämpfers,
Figur 8 eine schematische seitliche Schnittansicht des Lagergehäuses des Dämpfers,
Figur 9 eine schematische Seitenansicht einer
dritten Ausführung eines erfindungsgemäfien Dämpfers,
Figur 10 eine schematische Seitenansicht des Dampfers mit ausgefahrenem Stößel,
Figur 11 eine schematische Ansicht des Dämpfers von oben.
Figur 12 eine schematische seitliche Schnittansicht eines Lagergehäuses des Dampfers in einer Schnittebene, die durch die Achse A-A in Fig. 11 senkrecht zur Papierebene verläuft.
Figur 13 eine schematische seitliche Schnittansicht des Dämpfers in einer Schnittebene, die durch die Achse B-B in Fig. 11 senkrecht zur Papierebene verläuft,
Figur 14 eine schematische perspektivische
Explosionsansicht des Dämpfers,
Figur 15 eine schematische Seitenansicht eines
Getriebeelements und eines Drehelements,
Figur 16 eine schematische Ansicht eines Querschnitts des Getriebeelements in einer Schnittebene senkrecht zur Papierebene an der Achse A-A der Figur 18,
Figur 17 eine schematische perspektivische
Explosionsansicht des Getriebeelements mit Freilauf und Drehelement.
In Figur 1 ist ein erstes Aueführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Dämpfers 1 gezeigt, der ein Gehäuse 2 und einen darin verschiebbaren Stößel 3 umfasst. Am Stößel 3 ragt innerhalb des Lagergehäuses 2 ein Stift 4 seitlich und damit senkrecht zur Längsachse des Stößels 3 hervor, der in eine schraubenförmige Führungskulisse 5 eingreift. Die
Führungskulisse 5 ist dabei in der Form des schlitzförmigen Durchbruchs an einem hohlzylindrischen Gehäuseabschnitt 2a des Lagergehäuses 2 ausgebildet. Insbesondere ragt der Stift 4 an zum Beispiel entgegengesetzten Seiten des Stößels 3 seitlich hervor, wodurch der Stift 4 in eine zweite schraubenförmige Führungskulisse 6 am Gehäuseabschnitt 2a eingreifen kann.
wobei die Führungskulisse 6 gegenüber der Führungskulisee 5 parallel uro 180 º um die Längsachse des Lagergehäuses gedreht verläuft.
Das Lagergehäuse 2 ist im Wesentlichen zylindrisch
ausgebildet, wobei an einer Stirnseite 2b der Stößel ein- und ausfahrbar ist. An einer entgegengesetzten Stirnseite 2c ist das Lagergehäuse mit einem Lagerelement 7 abgeschlossen.
Der Figur 3 läset sich entnehmen, dass der Dämpfer 1 ein
Drehelement 8 umfasst, das um die Drehachse S drehbar und zu dieser konzentrisch im das Lagergehäuse 2 gelagert ist. Ein maximaler Außendurchmesser des Drehelements 8 ist vorzugsweise an einem Innendurchmesser des Gehäuseabschnitts 2a des
Lagergehäuses 2 derart angepasst, dass sich das Drehelement 8 mit vergleichsweise geringem Bewegungsspiel und
vergleichsweise geringer Reibung innerhalb des Lagexgehäuses 2 drehen lässt. Das Drehelement 8 kann beispielsweise über eine gesamte Länge der Längsachse des Lagergehäuses 2 von der
Stirnseite 2b bis zur Stirnseite 2c erstreckt sein.
Das Drehelement 8 weist einen hohlzylindrischen
Hülsenabschnitt 8a auf, in dem der Stößel 3 parallel zur Dreh- und Symmetrieachse S verschiebbar ist.
An den Hülsenabschnitt 8a schließt sich am Drehelement 8 entlang der Achse S ein Tauchabschnitt 8b an, der zum Beispiel einen verringerten Durchmesser gegenüber dem Außendurchmesser des Hüleenabschnitts 8a aufweisen kann. Der Tauchabschnitt 8b weist senkrecht zur Achse S einen Querschnitt eine
gleichmäßigen, symmetrischen Sechsecks auf, der konzentrisch zur zentralen Symmetrieachse S des Drehelements 8 angeordnet ist. Ebenfalls konzentrisch zu der zentralen Achse 5 des
Drehelements 8 führt von einem Ende des Drehelements 8 eine Bohrung 8c in das Drehelement 8 hinein. Die Bohrung 8c ist dazu vorgesehen, dass ein in das Lagergehäuse 2 hineinragender Lagerstift 7a des Lagerelements 7 in das Drehelement,
insbesondere in den Tauchabschnitt 8b hineinragen kann.
Am Hülsenabschnitt 8a des Drehelements 8 ist eine geradlinige
Führungskulisse 9 in der Form eines schlitzförmigen
Durchbruchs ausgebildet. Der Innendurchmesser des
Hülsenabschnitts 8a und der Außendurchmesser des Stößels 3 sind derart aufeinander abgestimmt, dass der Stößel 3 mit vergleichweise wenig Bewegungsspiel im Hülsenelement 8a in Richtung der Symmetrieachse und konzentrisch zur zentralen Drehachse des Drehelements 8 hinein- und herausbewegbar ist. An einem Endabschnitt 3b des Stößels 3 ist senkrecht zur
Längsachse S des Stößels 3 ist eine Bohrung 3a am Stößel 3 ausgebildet, durch die sich der Stift 4 hindurch stecken und vorzugsweise am Stößel 3 fixieren lässt. Dabei ragt der Stift
4 am Stößel 3 vorzugsweise an entgegengesetzten Seiten am Stößel 3 seitlich hervor. In einem zusammengebauten Zustand des Dämpfers reicht der Stift durch die geradlinige
Führungskulisse 9 des Drehelements 8 hindurch und in die schraubenförmige Kulisse 5 des Hülsenabschnitts 8a des
Drehelements 8 hinein. Vorzugsweise ist am Hülsenabschnitt 8a des Drehelements 8 eine zweite geradlinige Führungskulisse (nicht gezeigt) ausgebildet, wodurch der Stift 4 auch an einer entgegengesetzten Seite des Drehelements durch die geradlinige Führungskulisse (nicht gezeigt) in die schraubenförmige
Führungskulisse des Gehäuseabschnitts 2a hineinreichen kann.
Der Endabschnitt 3b mit dem Stift 4, der Hülsenabschnitt 8a des Drehelements 8 mit den insbesondere zwei daran
ausgebildeten geradlinigen Führungskulissen sowie der
Gehäuseabschnitt 2a mit den schraubenförmigen Führungskulissen
5 und 6 sind Getriebemittel, mit denen eine axiale
Verschiebung des Stößels 3 entlang der Achse S in eine
Drehbewegung des Drehelements 8 innerhalb der Lagergehäuses 2 um die Achse S umwandelbar bzw. übersetzbar ist. Bei einer Verschiebung des Stößels 3 beispielsweise in das Drehelement 8 hinein ermöglichen die schraubenförmigen Führungskulissen 5 und 6 eine axiale Bewegung des Stifts nur bei gleichzeitiger Drehung des Stifts 4 um die Achse S, die aufgrund der
konzentrischen Anordnung von Stößel 3, Drehelement 8 und
Lagergehäuse 2 zugleich eine Schraubenachse der
Führungskulissen 5 und 6 bildet. Beim Umlaufen der Achse S stößt der Stift 4 an Begrenzungen der axial verlaufenden.
schlitzförmigen Führungskulissen 9 und führt dabei das mit dem Hülsenabschnitt 8a angekoppelte Drehelement 8, insbesondere den Tauchabschnitt 8b bei einer Drehung um die Achse S mit.
Anhand der Figuren 4, 5 und 6 ist der innere Aufbau des
Dämpfers 1 in einem zusammengesetzten funktionstüchtigen
Zustand erkennbar. Zwischen dem Hülsenabschnitt 2a des
Lagergehauses und der Stirnseite 2c erstreckt sich ein hohler Gehauseabschnitt 2d des Lagergehäuses. Dabei sind an einer Innenseite des Abschnitts 2d symmetrisch um die zentrale Achse S des Lagergehäuses 2 sieben gleich große rechteckige Flächen 2e angeordnet, die eine Kammer 10 mit einem regelmäßigen, siebeneckigen Querschnitt in radialer Richtung senkrecht zur Achse S begrenzen. Ein minimaler Abstand B jeder der
Innenflächen 2e des Hülsenelements ist größer als ein
maximaler Abstand A von Eckkanten 8d Tauchabschnitts Bb von der zentralen Achse S. Die inneren Wandflächen 2e umschließen dabei eine Kammer 10, in die der Tauchabschnitt 8b mit einem Querschnitt eines gleichmäßigen Sechsecks symmetrisch zur zentralen Drehachse S drehbar hinein reicht.
Vorzugsweise ist die Kammer 10 zumindest teilweise mit einem Dämpfungsfluid 12 befüllt, die sich im Zwischenraum zwischen den Seitenflächen 2e und dem Tauchabschnitt Bb befindet. Neil sich die beiden gleichmäßig vieleckigen Querschnitte der
Innenflächen 2e und des Tauchabschnitts Bb um eine Ecke unterscheiden, befindet sich bei jeder Drehwinkelstellung des Tauchabschnitts Bb gegenüber den Innenflächen 2e zumindest eine Ecke vergleichsweise nahe an einer der Innenflächen 2e, wodurch an der entsprechenden Ecke ein verringerter
Strömungsquerschnitt auftritt, wenn sich das Tauchelement 8b gegenüber dem Gehäuseabschnitt 2d dreht. Hierdurch lassen sich im Dämpfungsfluid 12 vergleichsweise hohe Scherspannungen hervorrufen, mit denen starke Dämpfungskräfte erzeugbar sind. Wenn das Dämpfungsfluid eine nicht-newtonsche, insbesondere eine dilatante Flüssigkeit oder Dispersion ist, kann die Kammer 10 mit einem vergleichsweise kleinen Volumen eine gewünschte Dämpfungswirkung erzielen.
In den Figuren 7 und 8 ist eine zweites Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dämpfers 1 gezeigt. Wie beim vorigen Beispiel ist ein Stößel 3 in einem Lagergehäuse 2 geradlinig verschiebbar gelagert. Der Dämpfer weist eine Feder 11 auf, die auf den Stößel 3 eine Druckkraft in Richtung einer
ausgefahrenen Ausgangsstellung ausübt, die in den Figuren 7 und 8 gezeigt ist. Der Dämpfer 1 stimmt in wesentlichen
Merkmalen mit den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel überein, weshalb im Folgenden nur ein wesentlicher
Unterschied beschrieben wird.
Eine geradlinige Führungskulisse 9 in Form eines
schlitzförmigen Durchbruchs ist am Dämpfer 1 am Lagergehäuse 2 ausgebildet. Des Weiteren sind schraubenförmige
Führungskulissen 5 und 6 in Form von Schlitzförmigen
Durchbrüchen an einem Hülsenabschnitt 8a eines Drehelements B ausgebildet. Weil der Stößel 3 von der Führungskulisse 9 am Lagergehäuse 2 auf einer geraden Bahn geführt ist, weist der Dämpfer 1 nur das Drehelement 8 als drehendes Element auf. Hierdurch lässt sich eine drehende Mitbewegung des Stößels 3 vorteilhaft vermeiden.
In den Figuren 9 bis 17 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dämpfers 1 gezeigt. Der Dämpfer 1 weist ein Lagergehäuse 2 auf, an dem plattenförmige
Anbringabschnitte 2f an entgegengesetzten Seiten des
Lagergehäuses 2 hervorstehen. An jedem der Anbringabschnitte 2f ist eine Bohrung 2g vorhanden, womit sich der Dämpfer an einem Möbelteil anbringen, insbesondere anschrauben lässt.
Der in den Figuren 9 bis 17 gezeigte Dämpfer 1 weist
zahlreiche übereinstimmende Merkmale mit dem zuvor
beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel auf, weshalb nachfolgend nur auf abweichende Merkmale eingegangen wird.
Der Dämpfer 1 umfasst ein Drehelement 8 mit einem
Tauchabschnitt 8b, der in einer Kammer 10 des Lagergehäuses 2 in ein Dämpfungsfluid 12 eingetaucht sein kann. Das
Drehelement 8 ist mit einem zylindrischen Zapfenabschnitt 8e
an eine Freilaufkupplung 13 gekoppelt, wobei der Zapfenabschnitt konzentrisch in die Freilaufkupplung hineinreicht .
Bezugszeichenliste:
1 Dämpfer
2 Lagergehäuse
2a Gehäuseabschnitt
2b Stirnseite
2c Stirnseite
2d Gehäuseabschnitt
2e Handfläche
2f Anbringabschnitte
2g Bohrung
3 Stößel
3a Bohrung
3b Endabschnitt
4 Stift
5 Führungskulisse (schraubenförmig)
6 Führungskulisse (schraubenförmig)
7 Lagerelement (kreisdeckelförmig) 7a Lagerstift
8 Drehelement
8a Hülsenabschnitt
8b Tauchabschnitt
8c Lagerbohrung
8d Eckkante
8e Zapfenabschnitt
9 Führungskulisse (geradlinig)
10 Kammer
11 Feder
12 Dämpfungsfluid
13 Freilaufkupplung
14 Getriebeelement