Beschreibung Titel
Elektronische Baugruppe mit verbesserter Sinterverbindung Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Baugruppe mit einer verbesserten Sinterverbindung zwischen einem Basisteil, z.B. einem Substrat, und einem elektronischen Bauelement, z.B. einem Chip.
Elektronische Baugruppen werden im Stand der Technik in vielfältigen
Ausgestaltungen auf verschiedenste Einsatzzwecke verwendet. Hierbei müssen verschiedenste elektronische Bauelemente auf einem Basisteil, z.B. Substrat oder Ähnlichem, fixiert werden. Hierbei ist es bekannt, dass die elektronischen Bauelemente beispielsweise mittels Löten am Substrat fixiert werden. Es ist ferner bekannt, elektronische Bauelemente mittels einer Sinterverbindung auf einem Substrat zu befestigen. Hierbei schlägt die EP 0275433 B1 vor, dass Metallpulver vor dem Sintervorgang in Form einer vorgesinterten Folie zwischen ein elektronisches Bauelement und ein Substrat eingebracht wird. Bei
Sinterverbindungen hat sich jedoch herausgestellt, dass bei einem Fügeprozess stabilisierende Bestandteile des Sintergrundstoffs bei einer
Temperaturbeaufschlagung ausgebrannt werden. Durch den Unterschied zwischen Raum- und Fügetemperatur, der Steifigkeit der Sinterverbindung und der stark unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Chip und Substrat können jedoch sehr hohe mechanische bzw. thermomechanische Spannungen in das elektronische Bauelement eingeleitet werden. Dadurch kann es
insbesondere bei thermischen Belastungen zu einem sogenannten
"Muschelbruch" am elektronischen Bauteil kommen, bei dem Teilbereiche der Oberfläche des elektronischen Bauelements herausgebrochen werden. Dies kann jedoch zu sehr kurzer Lebensdauer derartiger elektronischer Baugruppen führen.
Offenbarung der Erfindung
Die erfindungsgemäße elektronische Baugruppe mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass eine Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Baugruppe mit einem Basisteil, z.B. einem Substrat, und daran angesinterten elektronischen Bauelementen signifikant gesteigert werden kann. Erfindungsgemäß werden die auf das elektronische Bauelement wirkenden mechanischen Spannungsspitzen durch eine geometrische Veränderung an der Fügestelle zwischen der Sinterverbindung und dem elektronischen Bauelement verringert. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass eine
Bauelementkante zumindest teilweise frei von der Sinterverbindung verbleibt. Durch diese Maßnahme kann eine deutlich verbesserte
Temperaturwechselbeständigkeit der elektronischen Baugruppe erreicht werden. Das zumindest teilweise Freilassen der Bauelementkante von dem Sintermaterial ermöglicht einen geometrisch sanften Übergang von der Sinterschicht auf das elektronische Bauelement. Ebenfalls wird ein sanfter Übergang zwischen
Sinterverbindung und dem Basisteil erreicht. Lokale Spannungsspitzen, welche eine Bruchspannung des elektronischen Bauelements überschreiten würden, werden verringert, indem sie über einen größeren Flächenbereich verteilt werden.
Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
Vorzugsweise umfasst die Sinterverbindung einen Randbereich mit einer Vielzahl von Ausnehmungen, welche zu einer Außenseite der Sinterverbindung offen gestaltet sind. Hierdurch wird eine Randkontaktzone zwischen der
Sinterverbindung und dem elektronischen Bauelement und/oder dem
elektronischen Basisteil deutlich vergrößert. Die Sinterverbindung weist dabei eine Briefmarkenform auf.
Alternativ umfasst die Sinterverbindung eine Vielzahl von umlaufend
geschlossenen Ausnehmungen, welche mit einem Randabstand entlang eines Randbereichs der Sinterverbindung vorgesehen sind.
Die offenen oder geschlossenen Ausnehmungen in der Sinterverbindung sind vorzugsweise gleichmäßig entlang des gesamten Randumfangs der
Sinterverbindung vorgesehen. Eine Form der offenen und/oder geschlossenen Ausnehmungen ist dabei vorzugsweise halbkreisförmig bzw. kreisförmig.
Alternativ kann die Form auch halbovalförmig oder ovalförmig oder rechteckig oder dreieckig sein.
Besonders bevorzugt weisen jeweils benachbarte Ausnehmungen einen Abstand von 50 bis 300 μηι, vorzugsweise 100 bis 250 μηι, besonders bevorzugt 150 bis 200 μηι und weiter bevorzugt ca. 175 μηι auf.
Wenn die Ausnehmungen halbkreisförmig bzw. kreisförmig sind, weisen die Ausnehmungen vorzugsweise einen Durchmesser von ca. 300 bis 700 μηι, vorzugsweise 400 bis 600 μηι und besonders bevorzugt ca. 500 μηι auf.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die
Bauelementkante vollständig frei von der Sinterverbindung. D.h., die
Sinterverbindung reicht nicht bis zur Bauelementkante, sondern endet mit einem gewissen Abstand davor. Der Abstand zur Bauelementkante ist dabei vorzugsweise gleich einem Maß der Ausnehmungen in der Sinterverbindung, z.B. dem Durchmesser.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Sinterverbindung am Randbereich einen umlaufenden, an der zum Bauelement gerichteten Seite der Sinterverbindung vorgesehenen Rücksprung auf. Der Rücksprung stellt dabei sicher, dass die Sinterverbindung nicht mit der
Bauelementkante in Kontakt kommt. Diese Ausführungsform ist dabei sehr einfach und kostengünstig herstellbar.
Der Rücksprung weist dabei vorzugsweise eine Länge von der Außenkante nach innen auf, welche gleich oder größer als eine Höhe der Sinterverbindung ist und/oder welche gleich oder kleiner als eine Dicke der Sinterverbindung ist. Besonders bevorzugt beträgt der Rücksprung dabei ca. 100 μηι.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Alternative der Erfindung ist im Basisteil wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen, wobei die Sinterverbindung bis an
einen Rand der Ausnehmung heranreicht und das elektronische Bauelement über die Sinterverbindung vorsteht. Hierdurch kann insbesondere die
Sinterverbindung einfach und flächig ohne Ausnehmung vorgesehen werden und trotzdem eine reduzierte Spannungseinleitung bei Temperaturänderungen am elektronischen Bauelement erreicht werden. Dabei ist vorzugsweise eine Bauelementkante des elektronischen Bauelements derart angeordnet, dass die Bauelementkante über der Ausnehmung im Basisteil angeordnet ist.
Vorzugsweise sind im Basisteil eine Vielzahl von Ausnehmungen angeordnet, welche benachbart zueinander entsprechend der Form des Bauelements angeordnet sind. Die Vielzahl der Ausnehmungen bilden somit ungefähr eine Projektion des elektronischen Bauelements auf dem Basisteil. Die Form der Ausnehmungen kann dabei kreisförmig, halbkreisförmig, oval, halboval oder viereckig sein. Alternativ könnten auch beispielsweise bei einem viereckigen elektronischen Bauelement vier Gräben entlang den Bauteilkanten vorgesehen sein oder alternativ ein komplett umlaufender Graben im Basisteil vorgesehen sein.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfasst die Sinterverbindung zusätzlich ein flächiges Zwischenelement, welches elektrisch und thermisch sehr gut leitende Eigenschaften aufweist, wobei Sintermaterial zu beiden Seiten des flächen Zwischenelements vorgesehen ist. Das flächige Zwischenelement ist beispielsweise eine Metallfolie, insbesondere eine Silberfolie. Besonders bevorzugt weist das flächige Zwischenelement einen Randbereich mit offenen Ausnehmungen auf (Briefmarkenform) und/oder das Zwischenelement umfasst eine Vielzahl von umlaufend geschlossenen
Ausnehmungen, welche mit etwas Abstand zum Randbereich des
Zwischenelements angeordnet sind.
Weiter bevorzugt umfasst die Sinterverbindung Silber. Das Ausgangsmaterial für die Sinterverbindung ist vorzugsweise eine Paste, welche Metallkolloide sowie stabilisierende Bestandteile aufweist. Die stabilisierenden Bestandteile werden dann unter Temperaturbeaufschlagung ausgebrannt, so dass die Metallkolloide untereinander und mit dem Material der angrenzenden Fügepartner in direkten Kontakt kommen. Das Material der Fügepartner ist einerseits vorzugsweise ein Bauelement, z.B. Silizium, und das Material des anderen Fügepartners ist vorzugsweise ein Metall, insbesondere Kupfer bzw. Cu-Legierungen.
Erfindungsgemäß wird somit verhindert, dass eine Sinterverbindung entlang eines gesamten Umfangs einer Bauelementkante eines elektronischen Bauteils verläuft. Hierbei kann die Sinterverbindung beispielsweise eine
Briefmarkenstruktur als Randbereich aufweisen oder eine Lochstruktur nahe dem Randbereich, wobei die Bauelementkante über der Lochstruktur liegt. Weiter alternativ kann ein Rücksprung in der Sinterverbindung zum elektronischen Bauelement vorgesehen sein.
Die Erfindung kann bei allen elektronischen Baugruppen eingesetzt werden, welche elektronische Bauelemente auf einem Basisteil mittels
Sinterverbindungen fixieren. Ein Einsatzbeispiel ist beispielsweise eine
Gleichrichterdiode, bei der ein Siliziumchip auf einem Kupfersubstrat mittels Sinterverbindung fixiert wird. Als Basisteil kann neben Substraten auch ein Stanzgitter verwendet werden.
Zeichnungen
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
Figur 1 eine schematische Schnittansicht einer elektronischen
Baugruppe gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 2 eine schematische Draufsicht auf die in Figur 1 gezeigte
Sinterverbindung,
Figur 3 eine vergrößerte Teilausschnittsansicht der Sinterverbindung von Figur 2,
Figur 4 eine schematische Draufsicht auf eine Sinterverbindung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 5 eine vergrößerte Teilschnittsansicht der Sinterverbindung von
Figur 4,
Figur 6 eine schematische Ansicht einer elektronischen Baugruppe gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 7 eine schematische Schnittansicht einer elektronischen
Baugruppe gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 8 eine vergrößerte Darstellung der elektronischen Baugruppe gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 9 eine schematische Schnittansicht einer elektronischen
Baugruppe gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
Figur 10 eine schematische Draufsicht der Baugruppe von Figur 9.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 eine elektronische Baugruppe 1 gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.
Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, umfasst die elektronische Baugruppe 1 des ersten Ausführungsbeispiels ein Substrat als Basisteil 2 sowie ein elektronisches Bauelement 3, z.B. einen Chip. Zwischen dem Basisteil 2 und dem
elektronischen Bauelement 3 ist eine Sinterverbindung 4 ausgebildet. Die Sinterverbindung 4 ist im Detail in den Figuren 2 und 3 gezeigt. Wie
insbesondere aus Figur 2 ersichtlich ist, weist die Sinterverbindung 4 einen Randbereich 42 mit einer Vielzahl von Ausnehmungen 5 auf, so dass der Randbereich der Sinterverbindung 4 eine Briefmarkenstruktur aufweist. Die Ausnehmungen 5 sind in diesem Ausführungsbeispiel nach außen offene Ausnehmungen, welche gleichmäßig entlang des Randumfangs der
Sinterverbindung 4 angeordnet sind. Die Ausnehmungen 5 weisen eine
Halbkreisform mit einem Durchmesser 41 auf. Der Durchmesser 41 liegt vorzugsweise in einem Bereich von 300 bis 700 μηι. Wie weiter aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, ist ferner ein geradliniger Teil des äußeren Randbereichs 42 zwischen jeweils benachbarten offenen Ausnehmungen 5 vorgesehen. Der geradlinige Teil weist eine Länge 43 auf, welche vorzugsweise zwischen 50 bis 300 μηι liegt. Die Länge 43 des geradlinigen Teils ist dabei maximal gleich lang wie ein maximaler Durchmesser der Ausnehmungen 5. Hierdurch wird
sichergestellt, dass eine ausreichende Anzahl von Ausnehmungen 5 am
Randbereich 42 angeordnet werden kann. Wie weiter aus Figur 1 ersichtlich ist, sind die Ausnehmungen 5 durch die gesamte Dicke 40 der Sinterverbindung 4 ausgebildet.
Wie weiter aus Figur 1 ersichtlich ist, ist ein Abstand 31 einer Bauelementkante 30 des elektronischen Bauelements 3 kleiner als die Dicke 40 der
Sinterverbindung 4. Der Abstand 31 entspricht vorzugsweise der Hälfte des Durchmessers der Ausnehmungen 5.
Durch die Briefmarkenstruktur des Randbereichs 42 der Sinterverbindung 4 kann somit eine verbesserte Temperaturwechselbeständigkeit der elektronischen Baugruppe 1 erreicht werden. Der Übergang wird durch das Vorsehen der Vielzahl von gleichen Ausnehmungen 5 geometrisch sanfter gestaltet, so dass keine lokalen Spannungsspitzen, insbesondere am elektronischen Bauelement 3, auftreten können. Die Sinterverbindung umfasst Silber, um einen elektrischen Kontakt zwischen Basisteil 2 und elektronischem Bauelement 3 herzustellen.
Es sei angemerkt, dass die Sinterverbindung 4 auch derart ausgebildet sein kann, dass der geradlinige Teil des äußersten Randbereichs 42 direkt an der Bauelementkante 30 liegt, d.h., der Abstand 31 beträgt Null. Diese Ausgestaltung hat die gleichen erfindungsgemäßen Vorteile, ist jedoch etwas schwieriger herzustellen, da der äußerste Randbereich 42 genau an der Bauelementkante 30 liegen muss.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 4 und 5 eine elektronische Baugruppe 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind dabei mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet.
Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, weist die Sinterverbindung 4 des zweiten
Ausführungsbeispiels eine umlaufende Lochstruktur auf, bei der eine Vielzahl von geschlossenen Ausnehmungen 50 vorgesehen ist. Die geschlossenen Ausnehmungen 50 sind gleichmäßig entlang des Randbereichs 42 der
Sinterverbindung 4 angeordnet. Einander benachbarte Ausnehmungen 50 weisen dabei einen Abstand 51 auf, welcher maximal so groß ist wie ein
Durchmesser 41 der geschlossenen Ausnehmungen 50. Ein zweiter Abstand 52 zwischen den Ausnehmungen 50 und dem Randbereich 42 der Sinterverbindung 4 ist dabei kleiner als der Durchmesser 41 der geschlossenen Ausnehmung 50, jedoch größer als der Abstand 51 zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen 50.
Die Sinterverbindung 4 kann dabei an einem nicht gezeigten elektronischen Bauelement 3, wie im ersten Ausführungsbeispiel gezeigt, mit einem Abstand 31 zwischen der Bauelementkante und dem äußersten Randbereich 42 angeordnet sein. Alternativ kann die Bauelementkante 30 auch über den geschlossenen Ausnehmungen 50 liegen, vorzugsweise liegt die Bauelementkante genau auf den Mittelpunkten M der geschlossenen Ausnehmungen 50.
Figur 6 zeigt eine elektronische Baugruppe 1 gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung. Beim dritten Ausführungsbeispiel weist das elektronische Bauelement 3 eine doppelseitige, gesinterte Verbindung mit jeweils einer Sinterverbindung 4, 4 an einer Oberfläche des elektronischen Bauelements 3 auf. Die Sinterverbindungen 4, 4 des dritten Ausführungsbeispiels weisen die in Figur 4 gezeigte, umlaufende Lochstruktur mit geschlossenen Ausnehmungen 50 auf. Die Sinterverbindungen 4 sind dabei um einen Abstand 31 von der
Bauelementkante 30 zurückgesetzt. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Sinterverbindungen 4 gleich ausgebildet. Es sei jedoch angemerkt, dass auch unterschiedliche Sinterverbindungen vorgesehen sein können, wie beispielsweise die im ersten Ausführungsbeispiel gezeigte Sinterverbindung mit offenen Ausnehmungen 5.
In den Figuren 7 und 8 ist eine elektronische Baugruppe 1 gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei wiederum gleiche bzw. funktional gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten
Ausführungsbeispiel bezeichnet sind. Wie beim dritten Ausführungsbeispiel ist beim vierten Ausführungsbeispiel eine zweiseitige Sinterverbindung des elektronischen Bauelements 3 vorgesehen. Die Sinterverbindung 4, 4 weist dabei einen umlaufenden Rücksprung 45 auf, welcher von einem äußersten
Randbereich 42 um eine Länge 46 zurückversetzt ist. Der Rücksprung 45 weist eine Höhe 47 auf, welche kleiner als die Hälfte der Dicke 40 der Sinterverbindung 4 ist. Somit weist die Sinterverbindung 4 des vierten Ausführungsbeispiels eine stufenförmige Randform auf, wobei durch den Rücksprung 45 die
Bauelementkante 30 frei ist. Der äußerste Randbereich 42 liegt dabei auf einer Höhe mit einer Stirnseite 3a des elektronischen Bauelements 3. Die Höhe 47 des Rücksprungs 45 beträgt dabei wenigstens 30 μηι. Die Tiefe 46 des Rücksprungs 45 beträgt zwischen 200 und 700 μηι.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 9 und 10 eine elektronische Baugruppe 1 gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben, wobei wiederum gleiche bzw. funktional gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen bezeichnet sind.
Im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen weist die elektronische Baugruppe 1 des fünften Ausführungsbeispiels Ausnehmungen 6 im Basisteil 2 auf. Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, sind dabei entlang des Umfangs des elektronischen Bauelements 3 eine Vielzahl von kreisförmigen Ausnehmungen 6 im Basisteil 2 vorgesehen. Die Sinterverbindung 4 reicht dabei bis an den Rand der Ausnehmungen 6. Die Bauelementkante 30 liegt auf den Mittelpunkten M der kreisförmigen Ausnehmungen 6. Ansonsten entspricht dieses
Ausführungsbeispiel den vorhergehenden Ausführungsbeispielen, so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
Zu allen beschriebenen Ausführungsbeispielen sei angemerkt, dass die
Sinterverbindungen 4 sowohl einseitig an einem elektronischen Bauelement 3 oder auch zweiseitig, wie im dritten und vierten Ausführungsbeispiel beschrieben, vorgesehen sein können. Auch sind beliebige Kombinationen der offenbarten Sinterverbindungen 4 bei einer zweiseitigen Anordnung möglich. Ferner ist es möglich, dass bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen zusätzlich noch eine metallische Folie als Zwischenelement in die Sinterverbindung 4
eingebracht ist, wobei die Sinterverbindung dann zu beiden Seiten der metallischen Folie vorgesehen ist. Vorzugsweise werden bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen Sinterverbindungen verwendet, welche Silber umfassen und in Pastenform aufgetragen werden können.