Verfahren zum Betrieb einer Umrichterschaltung sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
BESCHREIBUNG
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Leistungselektronik. Sie geht aus von einem Verfahren zum Berieb einer Umrichterschaltung sowie einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
Herkömmliche Umrichterschaltungen umfassen eine Umrichtereinheit mit einer Vielzahl an ansteuerbaren Leistungshalbleiterschaltern, welche in bekannter Weise zur Schaltung von mindestens zwei Schaltspannungsniveaus verschaltet sind. An jedem Phasenanschluss der Umrichtereinheit ist ein LCL-Filter angeschlossen. Mit der Umrichtereinheit ist ferner ein kapazitiver Energiespeicher verbunden, welcher gängigerweise durch einen oder mehrere Kon- densatoren gebildet ist. Für den Betrieb der Umrichterschaltung ist eine Vorrichtung vorgesehen, welche eine Regelungseinrichtung zur Erzeugung eines Hysteresewirkleistungswertes, eines Hystereseblindleistungswert und eines ausgewählten Flusssektors aufweist, die über eine Ansteuerschaltung zur Bildung eines Ansteuersignals aus dem Hysterese-
wirkleistungswert, dem Hystereseblindleistungswert und dem ausgewählten Flusssektor mit den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschaltern verbunden ist. Mittels des Ansteuersignals werden somit die Leistungshalbleiterschalter angesteuert.
Problematisch bei einer vorstehend genannten Umrichterschaltung ist, dass die LCL-Filter eine dauerhafte Verzerrung, d.h. unerwünschte Schwingungen, in den Filterausgangsströmen und Filterausgangsspannungen aufgrund von resonanten Schwingungen der LCL-Filter verursachen können, wie in einem gängigen zeitliche Verlauf von Filterausgangsströmen gemäss Fig. 3 gezeigt ist. In einem typischerweise an die Filterausgänge angeschlossenen elektrischen Wechselspannungsnetz oder bei einer an die Filterausgänge angeschlossenen elektrischen Last können solche Verzerrungen zu Beschädigungen oder gar Zerstörungen führen und sind damit in höchstem Masse unerwünscht.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren zum Betrieb einer Umrichterschaltung anzugeben, mittels welchem durch an die Umrichterschaltung angeschlossene LCL-Filter verursachte Verzerrungen in den Filterausgangsströmen und Filterausgangsspannungen ak- tiv gedämpft werden können. Ferner ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, mit der das Verfahren in besonders einfacher Weise durchgeführt werden kann. Diese Aufgaben werden durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 9 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Die Umrichterschaltung weist eine Umrichtereinheit mit einer Vielzahl an ansteuerbaren Leistungshalbleiterschaltern und ein an jedem Phasenanschluss der Umrichtereinheit angeschlossenes LCL-Filter auf. Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Betrieb der Umrichterschaltung werden nun die ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter mittels eines aus einem Hysteresewirkleistungswert, aus einem Hystereseblindleistungswert und aus einem ausgewählten Flusssektor gebildeten Ansteuersignals angesteuert. Erfindungsgemäss wird der Hysteresewirkleistungswert aus einem Differenzwirkleistungswert mittels eines ersten Hysteresereglers gebildet und der Differenzwirkleistungswert aus der Subtraktion eines geschätzten Wirkleistungswertes und eines Dämpfungswirkleistungswertes von einem Refe-
renzwirkleistungswert gebildet, wobei der Dämpfungswirkleistungswert aus einer durch einen einstellbaren Dämpfungsfaktor geteilten Multiplikation einer tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen mit einer bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme gefilterten d-Komponente der Park-Clarke- Transformation von Filterkapazitätsspannungen gebildet wird. Ferner wird der Hystereseblindleistungswert aus einem Differenzblindleistungswert mittels eines zweiten Hysteresereglers gebildet und der Differenzblindleistungswert aus der Subtraktion eines geschätzten Blindleistungswertes und eines Dämpfungsblindleistungswertes von einem Referenzblindleistungswert gebildet, wobei der Dämpfungsblindleistungswert aus einer negativen durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor geteilten Multiplikation einer tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen mit einer bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme gefilterten q-Komponente der Park-Clarke- Transformation von Filterkapazitätsspannungen gebildet wird.
Durch den Dämpfungswirkleistungswert und den Dämpfungsblindleistungswert können vorteilhaft Verzerrungen, d.h. unerwünschte Schwingungen, in den Filterausgangsströmen und Filterausgangsspannungen aktiv gedämpft werden, so dass diese Verzerrungen stark reduziert werden und bestenfalls weitestgehend unterdrückt werden. Ein weiterer Vorteil des er- findungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass kein diskreter, platzraubender, aufwendig realisierter und damit teurer Dämpfungswiderstand an den jeweiligen Phasenanschluss angeschlossen werden muss, um die unerwünschten Verzerrungen effektiv dämpfen zu können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Betrieb der Um- richterschaltung weist eine der Erzeugung eines Hysteresewirkleistungswertes, eines Hystereseblindleistungswertes und eines ausgewählten Flusssektors dienende Regelungseinrichtung auf, die über eine Ansteuerschaltung zur Bildung eines Ansteuersignals mit den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschaltern verbunden ist. Erfindungsgemäss umfasst die Regelungseinrichtung eine erste Berechnungseinheit zur Bildung des Hysteresewirkleistungswer- tes, des Hystereseblindleistungswertes und des ausgewählten Flusssektors, wobei die erste Berechnungseinheit einen ersten Hystereseregler zur Bildung des Hysteresewirkleistungswertes aus einem Differenzwirkleistungswert, einen zweiten Hystereseregler zur Bildung des Hystereseblindleistungswertes aus einem Differenzblindleistungswert und einen Vektorzu-
- A -
ordner zur Bildung des ausgewählten Flusssektors aufweist. Ferner umfasst die Regelungseinrichtung einen ersten Summierer zur Bildung des Differenzwirkleistungswertes aus der Subtraktion eines geschätzten Wirkleistungswertes und eines Dämpfungswirkleistungswertes von einem Referenzwirkleistungswert und einen zweiten Summierer zur Bildung des Diffe- renzblindleistungswertes aus Subtraktion eines geschätzten Blindleistungswertes und eines Dämpfungsblindleistungswertes von einem Referenzblindleistungswert. Darüber hinaus umfasst die Regelungseinrichtung eine zweite Berechnungseinheit zur Bildung des Dämpfungswirkleistungswertes und des Dämpfungsblindleistungswertes, wobei der Dämpfungs- wirkleistungswert aus der durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor geteilten Multiplikation der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme gefilterten d- Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen gebildet ist. Der Dämpfungsblindleistungswert ist weiterhin aus der negativen durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor geteilten Multiplikation der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park- Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme gefilterten q-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen gebildet.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Betrieb der Um- richterschaltung ist somit sehr einfach und kostengünstig realisierbar, da der Schaltungsaufwand äusserst gering gehalten werden kann und zudem nur eine geringe Anzahl an Bauelementen für den Aufbau benötigt wird. Mittels dieser Vorrichtung ist das erfindungsgemässe Verfahren somit besonders einfach durchführbar.
Diese und weitere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zum Betrieb einer Umrichterschaltung,
Fig. 2 eine Ausführungsform einer siebten Berechnungseinheit,
Fig. 3 ein gängiger zeitlicher Verlauf der Filterausgangsströme,
Fig. 4 ein zeitlicher Verlauf der Filterausgangsströme mit aktiver Dämpfung nach dem erfindungsgemässen Verfahren und
Fig. 5 eine Ausführungsform einer zweiten Berechnungseinheit.
Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugs- zeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebenen Ausführungsformen stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zum Betrieb einer Umrichterschaltung gezeigt. Die Umrichterschaltung weist gemäss Fig. 1 eine Umrichtereinheit 1 mit einer Vielzahl an ansteuer- baren Leistungshalbleiterschaltern und ein an jedem Phasenanschluss 2 der Umrichtereinheit 1 angeschlossenes LCL-Filter 3 auf. Demnach weist jedes LCL-Filter 3 eine erste Filterinduktivität Lfl, eine zweite Filterinduktivität Lfg sowie eine Filterkapazität Cf auf, wobei die erste Filterinduktivität Lfl mit dem zugehörigen Phasenanschluss 2 der Umrichtereinheit 1 , mit der zweiten Filterinduktivität Lfg und mit der Filterkapazität Cf verbunden ist. Weiterhin sind die Filterkapazitäten Cf der einzelnen LCL-Filter 3 miteinander verbunden. In Fig. 1 ist die Umrichtereinheit 1 beispielhaft dreiphasig ausgeführt. Es sei erwähnt, dass die Umrichtereinheit 1 allgemein als jedwede Umrichtereinheit 1 zur Schaltung von > 2 Schaltspannungsni- veaus (Multi-Level-Umrichterschaltung) bezüglich der Spannung eines mit der Umrichterein-
heit 1 verbundenen kapazitiven Energiespeichers 19 ausgebildet sein kann, wobei dann der kapazitive Energiespeicher 19 durch eine beliebige Anzahl an Kapazitäten gebildet ist, welche Kapazitäten dann angepasst an die entsprechend ausgeführte Teilumrichterschaltung verschaltet sind.
Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Berieb der Umrichterschaltung werden nun die ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter der Umrichtereinheit 1 mittels eines aus einem Hysteresewirkleistungswert dP, aus einem Hystereseblindleistungswert dQ und aus einem ausgewählten Flusssektor θn gebildeten Ansteuersignals S angesteuert werden. Zur Bildung des Ansteuersignals dient gängigerweise eine Zuordnungstabelle (look-up table), bei welcher Hysteresewirkleistungswerte dP, Hystereseblindleistungswerte dQ und ausgewählten Flusssektoren θn entsprechenden Ansteuersignalen S fest zugeordnet sind, oder ein Modulator, welcher auf der Pulsweitenmodulation basiert. Erfindungsgemäss wird der Hysteresewirkleistungswert dp aus einem Differenzwirkleistungswert Pdlff mittels eines ersten Hystere- sereglers 16, wie in Fig. 1 gezeigt, gebildet. Weiterhin wird der Differenzwirkleistungswert Pdiff aus der Subtraktion eines geschätzten Wirkleistungswertes P und eines Dämpfungswirk- leistungswertes Pd von einem Referenzwirkleistungswert Pref gebildet, wobei der Dämp- fungswirkleistungswert Pd aus einer durch einen einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten Multiplikation einer tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d mit einer bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,d gebildet wird, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht.
Pd=(Uτcf,d"UGcf,d)/kd
Der Referenzwirkleistungswert Pref ist frei einstellbar und ist der Sollwert der Wirkleistung, welche am Ausgang der LCL-Filter 3 anliegen soll. Ferner wird der Hystereseblindleistungswert dQ aus einem Differenzblindleistungswert Qdlff mittels eines zweiten Hysteresereglers 17 gebildet und der Differenzblindleistungswert Qdlff aus der Subtraktion eines geschätzten Blindleistungswertes Q und eines Dämpfungsblindleistungswertes Qd von einem Referenzblindleistungswert Qref gebildet, wobei der Dämpfungsblindleistungswert Qd aus einer negativen durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten Multiplikation einer tiefpassgefilter-
ten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d mit einer bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterten q- Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q gebildet wird, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht.
Der Referenzblindleistungswert Qref ist frei einstellbar und ist der Sollwert der Blindleistung, welche am Ausgang der LCL-Filter 3 anliegen soll.
Es sei erwähnt, dass die Raumzeigertransformation wie folgt definiert ist
wobei x eine komplexe Grosse, xα die α-Komponente der Raumzeigertransformation der Grosse x und xp die ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Grosse x ist. Sämtliche bereits erwähnte und nachfolgend noch erwähnte Raumzeigertransformationen von Grossen werden nach vorstehend genannter Formel erzeugt.
Durch den Dämpfungswirkleistungswert Pd und den Dämpfungsblindleistungswert Qd können vorteilhaft Verzerrungen, d.h. unerwünschte Schwingungen, in den Filterausgangsströmen ifgi, ifg2, ifg3 und Filterausgangsspannungen aktiv gedämpft werden, so dass diese Verzerrungen stark reduziert werden und bestenfalls weitestgehend unterdrückt werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass kein diskreter, platzraubender, aufwendig realisierter und damit teurer Dämpfungswiderstand an den jeweiligen Phasenan- schluss 2 angeschlossen werden muss, um die unerwünschten Verzerrungen effektiv dämpfen zu können.
Gemäss Fig. 1 weist die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs- gemässen Verfahrens zum Betrieb einer Umrichterschaltung dazu eine der Erzeugung des Hysteresewirkleistungswertes dp, des Hystereseblindleistungswertes dQ und des ausgewählten Flusssektors θn dienende Regelungseinrichtung 4 auf, die über eine Ansteuerschaltung 5 zur Bildung eines Ansteuersignals S mit den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschaltern ver-
bunden ist. Die Ansteuerschaltung 5 umfasst beispielsweise eine Zuordnungstabelle (look-up table), bei welcher Hysteresewirkleistungswerte dP, Hystereseblindleistungswerte dQ und ausgewählten Flusssektoren θn entsprechenden Ansteuersignalen S fest zugeordnet sind, oder ein Modulator, welcher auf der Pulsweitenmodulation basiert. Erfindungsgemäss um- fasst die Regelungseinrichtung 4 eine erste Berechnungseinheit 6 zur Bildung des Hysteresewirkleistungswertes dp, des Hystereseblindleistungswertes dQ und des ausgewählten Flusssektors θn, wobei die erste Berechnungseinheit 6 den ersten Hystereseregler 16 zur Bildung des Hysteresewirkleistungswertes dP aus dem Differenzwirkleistungswert Pdlff, den zweiten Hystereseregler 17 zur Bildung des Hystereseblindleistungswertes dQ aus dem Diffe- renzblindleistungswert Qdlff und einen Vektorzuordner 18 zur Bildung des ausgewählten Flusssektors θn aufweist. Desweiteren umfasst die Regelungseinrichtung 4 einen ersten Summierer 7 zur Bildung des Differenzwirkleistungswertes Pdlff aus der Subtraktion des geschätzten Wirkleistungswertes P und des Dämpfungswirkleistungswertes Pd von dem Referenzwirkleistungswert Pref und einen zweiten Summierer 8 zur Bildung des Differenzblindleis- tungswertes Qdlff aus der Subtraktion des geschätzten Blindleistungswertes Q und des
Dämpfungsblindleistungswertes Qd von dem Referenzblindleistungswert Qref. Weiterhin umfasst die Regelungseinrichtung 4 eine zweite Berechnungseinheit 9 zur Bildung des Dämpfungswirkleistungswertes Pd und des Dämpfungsblindleistungswertes Qd, wobei der Dämp- fungswirkleistungswert Pd aus der durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten MuI- tiplikation der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg-i , ifg2, ifg3 gefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,d gebildet ist und der Dämpfungsblindleistungswert Qd aus der negativen durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten Multiplikation der tiefpassgefilterten d- Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gefilterten q- Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q gebildet ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Betrieb der Umrichterschaltung ist demnach sehr einfach und kostengünstig zu realisieren, da der Schaltungsaufwand äusserst gering gehalten werden kann und ferner nur eine geringe Anzahl an
Bauelementen für den Aufbau benötigt wird. Mittels dieser Vorrichtung ist das erfindungsge- mässe Verfahren somit besonders einfach durchführbar.
Es sei erwähnt, dass die Park-Clarke-Transformation allgemein definiert ist zu
wobei x eine komplexe Grosse, xd die d-Komponente der Park-Clarke-Transformation der Grosse x und xq die q-Komponente der Park-Clarke-Transformation der Grosse x ist. Vor- teilhaft werden bei der Park-Clarke-Transformation nicht nur die Grundschwingung der komplexen Grosse x transformiert, sondern auch sämtlich vorkommende Oberschwingungen der komplexen Grosse x .
Die tiefpassgefilterte d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitäts- Spannungen uTcf,d, die bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterte d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,d und die bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterte q-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q wird vorzugsweise aus den Filterkapazitätsströmen iCf1, iCf2, iCf3 gebildet. In Fig. 5 ist zur besseren Erläuterung der Bildung des Dämpfungswirkleistungswertes Pd und des Dämpfungsblindleis- tungswertes Qd dazu eine Ausführungsform der zweiten Berechnungseinheit 9 gezeigt, welche auch die Bildung der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d, der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg-i , ifg2, ifg3 gefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filter- kapazitätsspannungen uGcf,d und der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg-i , ifg2, ifg3 gefilterten q-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q aus den Filterkapazitätsströmen iCf1, iCf2, iCf3 darstellt.
Gemäss Fig. 5 werden zunächst die α-Komponente und die ß-Komponente der Raumzeiger- transformation der Filterkapazitätsströme iCf,αß aus zugeführten Filterkapazitätsströmen iCf1, iCf2, icf3 durch Raumzeigertransformation gebildet. Danach werden die α-Komponente und die die ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsströme iCf,αß integriert, so dass eine α-Komponente und eine ß-Komponente der Raumzeigertransformation der FiI-
terkapazitätsspannungen uCf,αß erzeugt wird. Danach wird die α-Komponente und die ß- Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsspannungen uCf,αß Park- Clarke-transformiert, wobei nur die daraus entstehende d-Komponente der Park-Clarke- Transformation der Filterkapazitätsspannungen uCf,d weiter verwendet wird. Anschliessend wird d-Komponente der Park-Clarke-Transformation der Filterkapazitätsspannungen uCf,d mittels eines Tiefpasses gefiltert, so dass besagte tiefpassgefilterte d-Komponente der Park- Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d generiert wird. Die Tiefpassfilterung bewirkt vorteilhaft, dass die tiefpassgefilterte d-Komponente der Park-Clarke- Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d nur noch einen Grundschwingungsan- teil bezüglich der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 aufweist und demnach sämtliche Oberschwingungen ausgefiltert sind. Darüber hinaus wird durch Filterung der α-Komponente und der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsspannungen uCf,αß bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 mittels eines Bandsperrfilters eine bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterte α- Komponente und ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsspannungen Gcf.αß erzeugt. Die Filterung bewirkt vorteilhaft, dass die bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterte α-Komponente und ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsspannungen GCf,αß vorteilhaft nur noch Oberschwingungsanteile bezüglich der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 aufweist und demnach der Grundschwingungsanteil ausgefiltert ist. Der Grundschwingungsanteil bezüglich der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 entspricht mit Vorteil einer Resonanzfrequenz abhängig von der zweiten Filterinduktivität Lfg und der Filterkapazität Cf , welche sich dann zu
ergibt.
Danach wird gemäss Fig. 5 die bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg-i , ifg2, ifg3 gefilterte α-Komponente und ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsspannungen QCf,αß Park-Clarke-transformiert, wodurch dann die besagte be- züglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gefilterte d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,d und die bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gefilterte q-Komponente der Park-
Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q erzeugt wird. Gemäss Fig. 5 wird dann nach vorstehend bereits detailliert erläuterten Formeln der Dämpfungswirkleis- tungswert Pd aus der durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten Multiplikation der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspan- nungen uTcf,d mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen Uccf.d gebildet und der Dämpfungsblindleistungswert Qd aus der negativen durch den einstellbaren Dämpfungsfaktor kd geteilten Multiplikation der tiefpassgefilterten d-Komponente der Park-Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uTcf,d mit der bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 gefilterten q-Komponente der Park- Clarke-Transformation von Filterkapazitätsspannungen uGcf,q gebildet.
Der bereits vorstehend genannte geschätzte Wirkleistungswert P und der geschätzte Blindleistungswert Q wird jeweils aus einer α-Komponente der Raumzeigertransformation von FiI- terausgangsströmen ifgα, aus einer ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsströmen ifgß, aus einer α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLα und aus einer ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLß gebildet, was insbesondere nachfolgende Formeln verdeutlichen.
P = ω- (ψLα - ifgß -ψLß - ifgα )
Q = ω- (ψLα - ifgα + ΨLß - 'fgß )
Zur Bildung des geschätzten Wirkleistungswertes P und des geschätzten Blindleistungswertes Q weist die Regelungseinrichtung 4 gemäss Fig. 1 eine dritte Berechnungseinheit 10 auf, mittels welcher der geschätzte Wirkleistungswert P und der geschätzte Blindleistungswert Q jeweils nach zugehöriger vorstehend genannter Formel berechnet wird.
Die α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLα wird aus einer α-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψcf« und aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsströmen ifgα gebildet, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht.
ΨL« = ψCfa - Lfa fg -' i 'fgα
Weiterhin wird die ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLß aus einer ß-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazi- tätsflüssen ψCfß und aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsströmen ifgß gebildet, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht.
- i fgß
Zur Bildung der α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLα und der ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLß weist die Regelungseinrichtung 4 gemäss Fig. 1 eine vierte Berechnungseinheit 1 1 auf, mittels welcher die α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLα und die ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsflüssen ψLß jeweils nach zugehöriger vorstehend genannter Formel berechnet wird.
Die α-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsströmen ifgα wird aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation von Phasenanschlussströme ifια, welche durch Raumzeigertransformation der gemäss Fig. 1 gemessenen Phasenanschlussströme ifl1, ifl2, ifl3 gebildet wird, und aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsströme bα, welche durch Raumzeigertransformation der gemäss Fig. 1 gemessenen Filterkapazitätsströme iCπ, ict2, ict3 gebildet wird, durch Summierung gebildet. Ferner wird die ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Filterausgangsströmen ifgß aus der ß- Komponente der Raumzeigertransformation von Phasenanschlussströme iflß, welche durch Raumzeigertransformation der gemäss Fig. 1 gemessenen Phasenanschlussströme ifli, ifl2, ifι3 gebildet wird, und aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsströme iCfß, welche durch Raumzeigertransformation der gemäss Fig. 1 gemessenen Filterkapazitätsströme icπ, iCf2, icf3 gebildet wird, durch Summierung gebildet. Eine Messung der Filterausgangsströmen ifg1, ifg2, ifg3 kann somit vorteilhaft entfallen, wodurch die Vorrichtung vereinfacht wird, da keine Messensoren, insbesondere keine Stromwandler, benötigt werden. Es sei erwähnt, dass die Raumzeigertransformation der gemessenen Phasenanschlussströme ifl1, ifl2, ifl3 und der gemessenen Filterkapazitätsströme iCfi, iCf2, ict3 sowie der sonstigen
raumzeigertransformierten Grössen innerhalb einer zugehörigen Berechnungseinheit 9, 10, 13, 14 oder separat in einer extra dafür vorgesehenen Raumzeigertransformationseinheit erfolgt beziehungsweise erfolgen kann.
Die α-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψcfα wiederum wird aus einem aktuellen Gleichspannungswert udc des mit der Umrichtereinheit 1 verbundenen kapazitiven Energiespeichers 19, aus dem Ansteuersignal S und aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation von Phasenanschlussströme ifια gebildet, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht, wobei uCα die aus dem aktuellen Gleich- spannungswert udc und aus dem Ansteuersignal gebildete α-Komponente der Phasenan- schlussspannung der Umrichtereinheit 1 ist.
fiα
Entsprechend wird die ß-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψcfß aus dem aktuellen Gleichspannungswert udc des mit der Umrichtereinheit 1 verbundenen kapazitiven Energiespeichers 19, aus dem Ansteuersignal S und aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation von Phasenanschlussströme iflß gebildet wird, wobei uCßα die aus dem aktuellen Gleichspannungswert udc und aus dem Ansteuersignal ge- bildete ß-Komponente der Phasenanschlussspannung der Umrichtereinheit 1 ist.
Ψcfß = |uCßdt -Lfl - iflß
Zur Bildung der α-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazi- tätsflüssen ψCfα und der ß-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψcfß weist die Regelungseinrichtung 4 gemäss Fig. 1 eine fünfte Berechnungseinheit 12 auf, mittels welcher die α-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψCfα und die ß-Komponente der Raumzeigertransformation von geschätzten Filterkapazitätsflüssen ψCfß jeweils nach zugehöriger vorstehend genannter Formel berechnet wird.
Zur Bildung des bereits erwähnten Differenzblindleistungswertes Qdlff Wird zusätzlich ein Kompensationsblindleistungswert QCOmp addiert, wobei der Kompensationsblindleistungswert Qcomp durch Tiefpassfilterung eines geschätzten Filterkapazitätsblindleistungswertes QCf mittels eines Tiefpassfilters 15 gebildet wird. Somit wird vorteilhaft vermieden, dass uner- wünschte Blindleistungsanteile der LCL-Filter 3, insbesondere der Filterkapazitäten Cf der LCL-Filter 3, am Ausgang der LCL-Filter 3 anliegen, so dass sichergestellt werden kann, dass sich am Ausgang der LCL-Filter 3 nur ein Blindleistungswert entsprechend dem eingestellten Referenzblindleistungswert Qref einstellt. Gemäss Fig. 1 ist dem zweiten Summierer 8 zusätzlich der Kompensationsblindleistungswert QCOmp zugeführt. Weiterhin wird der ge- schätzte Filterkapazitätsblindleistungswert QCf aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsströme \aa, aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterkapazitätsströme iCfß, aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation der geschätzten Filterkapazitätsflüsse ψcfα und aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der geschätzten Filterkapazitätsflüsse ψCfß gebildet, was insbesondere nachfolgende Formel verdeutlicht.
QCf = ω- (Ψcfα - iCfα + Ψcfß - iCfß )
Die Regelungseinrichtung 4 weist zur Bildung des geschätzten Filterkapazitätsblindleis- tungswertes QCf gemäss Fig. 1 eine sechste Berechnungseinheit 13 auf, mittels welcher der geschätzte Filterkapazitätsblindleistungswert QCf nach vorstehend genannter Formel berechnet wird.
Zur Bildung des bereits erwähnten Differenzwirkleistungswertes Pdlff wird zusätzlich mindes- tens ein Kompensationsoberschwingungswirkleistungswert Ph bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 addiert. Weiterhin wird zur Bildung des bereits genannten Differenzblindleistungswertes Qdlff zusätzlich mindestens ein Kompensationsober- schwingungsblindleistungswert Qh bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 addiert. Gemäss Fig. 1 wird dem ersten Summierer 7 zur Bildung des Diffe- renzwirkleistungswertes Pdlff zusätzlich der Kompensationsoberschwingungswirkleistungswert Ph zugeführt. Darüber hinaus wird dem zweiten Summierer 7 zur Bildung des Differenzblindleistungswertes Qdiff gemäss Fig. 1 zusätzlich der Kompensationsoberschwingungsblindleis- tungswert Qh zugeführt. Der Kompensationsoberschwingungswirkleistungswert Ph und der
Kompensationsoberschwingungsblindleistungswert Qh wird jeweils aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsströme ifgα, aus der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsströme ifgß, aus der α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsflüsse ψLα, aus der ß-Komponente der Raumzeiger- transformation der Filterausgangsflüsse ψLß und aus dem Grundschwingungswinkel ωt bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 gebildet. Der Grundschwingungswinkel ωt wird den Berechnungseinheiten 9, 10, 13, 14 und dem Vektorzuordner 18 gemäss Fig. 1 von einem Phasenregelkreis (Phase locked loop, kurz: PLL) bereitgestellt. Gemäss Fig. 1 weist die Regelungseinrichtung 4 eine siebte Berechnungseinheit 14 zur BiI- düng des Kompensationsoberschwingungswirkleistungswertes Ph und des Kompensations- oberschwingungsblindleistungswertes Qh, wobei in Fig. 2 eine Ausführungsform der siebten Berechnungseinheit 14 gezeigt ist. Die Addition beziehungsweise Aufschaltung mindestens eines Kompensationsoberschwingungswirkleistungswertes Ph zur Bildung des Differenzwirkleistungswertes Pdlff und mindestens eines Kompensationsoberschwingungsblindleistungs- wertes Qh zur Bildung des Differenzblindleistungswertes Qdlff bewirkt mit Vorteil eine aktive Verringerung von Oberschwingungen und damit insgesamt eine weitere Verbesserung in der Reduzierung von Oberschwingungen.
Gemäss Fig. 2 werden zunächst die α-Komponente der Raumzeigertransformation der FiI- terausgangsströme ifgα und die ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsströme ifgß aus zugeführten Filterausgangsströmen ifg1, ifg2, ifg3 durch Raumzeigertransformation gebildet. Danach werden die α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsströme ifgα und die ß-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsströme ifgß Park-Clarke-transformiert, tiefpassgefiltert und als d-Komponente und der q-Komponente der Park-Clarke-Transformation mindestens einer gewünschten ausgewählten Oberschwingung der Filterausgangsströme ihd, ihq bezüglich der Grundschwingung der Filterausgangsströme ifgi, ifg2, ifg3 ausgegeben. Der Index h ist steht für die h-te Oberschwingung dieser und nachfolgend genannter Grossen, wobei h=1 , 2, 3, ... ist.
Gemäss Fig. 2 wird die d-Komponente und die q-Komponente der Park-Clarke- Transformation der gewünschten ausgewählten h-ten Oberschwingung der Filterausgangsströme ihd, ihq jeweils auf einen zugehörigen vorgebbaren Referenzwert i* hd, i* hq, vorzugsweise nach einer Proportional-Integral-Charakteristik, ausgeregelt und danach invers-Park-
Clarke-transformatiert, wodurch eine α-Komponente der Raumzeigertransformation der h-ten Oberschwingung von Referenzfilterausgangsströmen i* hα und eine ß-Komponente der Raumzeigertransformation der h-ten Oberschwingung von Referenzfilterausgangsströmen i* hß gebildet werden. Schliesslich wird der Kompensationsoberschwingungswirkleistungswert Ph und der Kompensationsoberschwingungsblindleistungswert Qh jeweils aus der α-
Komponente der Raumzeigertransformation der h-ten Oberschwingung von Referenzfilterausgangsströmen i* hα, der ß-Komponente der Raumzeigertransformation der h-ten Oberschwingung von Referenzfilterausgangsströmen i* hß, der α-Komponente der Raumzeigertransformation der Filterausgangsflüsse ψLα und aus der ß-Komponente der Raumzeiger- transformation der Filterausgangsflüsse ψL berechnet, was insbesondere nachfolgende Formeln verdeutlichen.
Ph = ω- (ψLα - i * hß -ψLß - i * hα )
Qh = ω- (ψLα - i *hα +ΨLß - i *hß )
In Fig. 3 ist ein gängiger zeitlicher Verlauf der Filterausgangsströme ifg1, ifg2, ifg3 dargestellt. Zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der aktiven Dämpfung nach dem vorstehend erläuterten erfindungsgemässen Verfahren ist in Fig. 4 ein zeitlicher Verlauf der Filterausgangsströme ifg-i , ifg2, ifg3 gezeigt, worin unerwünschte Schwingungen in den Filterausgangs- strömen ifg1, ifg2, ifg3 aktiv gedämpft werden, so dass diese Verzerrungen stark reduziert werden. Weiterhin bewirkt die zusätzliche aktive Verringerung von Oberschwingungen nach dem vorstehend beschriebenen erfindungsgemässen Verfahren eine weitere Verbesserung in der Reduzierung von Oberschwingungen.
Sämtliche Schritte des erfindungsgemässen Verfahrens können als Software realisiert werden, wobei diese dann beispielsweise auf ein Computersystem, insbesondere mit einem digitalen Signalprozessor, geladen werden und darauf ablaufen können. Die in einem solchen System vorkommenden digitalen Verzögerungszeiten, insbesondere für die Berechnungen, können beispielsweise durch Addition eines zusätzlichen Terms zu der Grundschwingungs- frequenz cot bei der Park-Clarke-Transformation allgemein berücksichtigt werden. Ferner kann die vorstehend detailliert beschriebene erfindungsgemässe Vorrichtung auch in einem
Computersystem, insbesondere in einem digitalen Signalprozessor, realisiert sein.
Insgesamt konnte gezeigt werden, dass die, insbesondere in Fig. 1 gezeigte, erfindungsge- mässe Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zum Betrieb der Umrichterschaltung sehr einfach und kostengünstig realisiert werden kann, da der Schaltungsaufwand äusserst gering ist und zudem nur eine geringe Anzahl an Bauelementen für den Aufbau benötigt wird. Somit ist mit dieser Vorrichtung ist das erfindungsgemässe Verfahren besonders einfach durchführbar.
Bezugszeichenliste
1 Umrichtereinheit
2 Phasenanschluss der Umrichtereinheit 3 LCL-Filter
4 Regelungseinrichtung
5 Ansteuerschaltung
6 erste Berechnungseinheit
7 erster Summierer 8 zweiter Summierer
9 zweite Berechnungseinheit
10 dritte Berechnungseinheit
1 1 vierte Berechnungseinheit
12 fünfte Berechnungseinheit 13 sechste Berechnungseinheit
14 siebte Berechnungseinheit
15 Tiefpassfilter
16 erster Hystereseregler
17 zweiter Hystereseregler 18 Vektorzuordner