Verfahren zur Herstellung eines keratinbindenden Effektormoleküls Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von keratinbindenden Effektormolekülen sowie Zwischenprodukte und Endprodukte des erfindungsgemäßen Verfahren und die Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in Dermokosmeti- ka. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Applikation von dermokosmetisch aktiven Wirkstoffen auf Haut und/oder Haar und ein Verfahren zur Steigerung der Verweildauer eines aktiven Wirkstoffes auf Haut und Haar.
Vertebratenzellen enthalten Filamente, von denen eine Gruppe aus Keratinen aufgebaut ist. An diese Keratine, die auch in Haaren, Haut und Finger- und Fußnägeln vorkommen, binden spezifische Proteine wie beispielsweise Desmoplakin oder Plakophilin 1 mittels eines speziellen Sequenzmotivs, einer sogenannten keratinbindenden Domäne (Fontao L, Favre B, Riou S, Geerts D, Jaunin F, Saurat JH, Green KJ, Sonnenberg A, Borradori L., Interaction of the bullous pemphigoid antigen 1 (BP230) and desmoplakin with intermediate filaments is mediated by distinct sequences within their COOH terminus., Mol Biol Cell. 2003 May; 14(5): 1978-92. Epub 2003 Jan 26; Hopkinson SB, Jones JC, The N terminus of the transmembrane protein BP180 interacts with the N-terminal domain of BP230, thereby mediating keratin cytoskeleton anchorage to the cell surface at the site of the hemidesmosome, Mol Biol Cell. 2000 Jan;11 (1 ):277-86; Smith E.A., Fuchs E., Defining the Interactions Betweeen Intermediate Filaments and Desmosomes, The Journal of Cell Biology, Volume 141 , 1998).
Die menschliche Haut unterliegt gewissen Alterungsprozessen, die teilweise auf intrinsische Prozesse (chronoaging) und teilweise auf exogene Faktoren (environmental, z.B. photoaging) zurückzuführen sind. Zusätzlich können vorübergehende oder auch andauernde Veränderungen des Hautbildes auftreten, wie Akne, fettige oder trockene Haut, Keratosen, Rosaceae, lichtempfindliche, entzündliche, erythematöse, allergische oder autoimmunreaktive Reaktionen wie Dermatosen und Photodermatosen.
Zu den exogenen Faktoren zählen insbesondere das Sonnenlicht oder künstliche Strahlungsquellen mit vergleichbarem Spektrum sowie radikalische oder ionische Verbindungen, die durch die Strahlung entstehen können. Zu diesen Faktoren zählen auch Zigarettenrauch und die darin enthaltenen reaktiven Verbindungen wie Ozon, freie Radikale, Singulettsauerstoff und andere reaktive Sauerstoff- oder Stickstoffverbindungen, die die natürliche Physiologie oder Morphologie der Haut stören.
Das Totalozon hat in Deutschland seit 1968 insgesamt um knapp 10% abgenommen bzw. pro Jahrzehnt um rund 3%. Die UV-Strahlung ist im gleichen Zeitraum um etwa 15% angestiegen. Sonnenbrand-auslösende UV-B-Strahlung um 300 nm Wellenlänge hat die größte Krebswirksamkeit. Sie erhöht das Risiko, an sog. Nichtmelanom-Hautkrebs (Spinaliom bzw. Stachelzellkrebs oder Basaliom bzw. Basalzellkrebs) zu erkranken. Dabei steigt das Risiko für Tumoren mit der Anzahl der Sonnenbrände. Besonders die UV-Belastung in den ersten zehn Lebensjahren (Sonnenbrand bei Kindern) beeinflußt das Krebsrisiko.
Nach Schätzungen der WHO erkranken jährlich zwei Millionen Menschen weltweit an Basalzell- und Stachelzellkarzinomen der Haut und etwa 200 000 am Melanom. In Deutschland liegt die
Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen bei ca 120 000, davon entfallen 7 Prozent auf Melanome. Jährlich gehen in Deutschland je ca. 1600 Todesfälle auf Melanom- bzw. Nichtmelanom- Hautkrebs zurück. (Ärztezeitung 17.5.2000)
Zur Vermeidung und Behandlung der oben genannten Schädigungen, Erkrankungen sowie der Pflege und dekorativen Behandlung von Haut, Haaren, Finger- und Fußnägel besteht ein immer größer werdender Bedarf an neuen Wirkstoffen und Produkten sowie an innovativen Applikationsmethoden derselben.
In der Deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen DE 102005011988.3 ist die Verwendung von keratinbindenden Domänen in kosmetischen Zubereitungen beschrieben. Der internationalen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen PCT/EP/05/005599 kann entnommen werden, dass keratinbindende Domänen auch mit Effektormolekülen gekoppelt werden können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, neuartige dermokosmetische Wirkstoffverbindungen zur Applikation auf Haut, Haar, Finger- und Fußnägel, sowie Verfahren zur Herstellung derselben, bereitzustellen. Vorteilhafterweise sollten Wirkstoffverbindungen identifiziert werden, die über eine keratinbindende Eigenschaft verfügen und zudem zur Herstellung von kosmetischen und/oder dermokosmetischen Formulierungen oder Zubereitungen geeignet sind. Ferner war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, geeignete Verbindungen zu identifizieren, welche über eine kovalente Bindung an ein Polypeptid mit keratinbindenden Eigenschaften gekoppelt werden können. Im besonderen war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine innovative Applikationsmethode dermokosmetisch aktiver Wirkstoffe zur Verfügung zu stellen. Des weiteren bestand die Aufgabe, ein Verfahren zur Steigerung der Verweildauer eines dermokosme- tisch aktiven Wirkstoffes auf Haut, Haaren und/oder Finger- bzw. Fußnägel bereitzustellen.
Zusammenfassung der Erfindung
In einer ersten Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines keratinbindenden Effektormoleküls durch Kopplung eines mindestens eine Hydroxy- oder Amino- funktion tragenden Effektormoleküls (i) an ein keratinbindendes Polypeptid (ii) unter Verwendung eines Linkermoleküls (iii) das über mindestens zwei Kopplungsfunktionalitäten verfügt, welche Bindungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Thioester, Ester, Thioether, E- ther und Amidbindungen eingehen können, und
(a) in einem ersten Kopplungsschritt zunächst das Effektormolekül (i) über eine Ester-, bzw. Amindbindung an das Linkermolekül (iii) gebunden wird, und
(b) in einem weiteren Kopplungsschritt das Reaktionsprodukt aus (a) über eine noch freie Kopplungsfunktionalität des Linkermoleküls (iii) an das keratinbindende Polypeptid (ii) gekoppelt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erfolgt die erfindungsgemäße Kopplung des Linkermoleküls (iii) mit dem Effektormolekül (i) über eine Carbodiimid oder Säurechlorid vermittelte Veresterungsreaktion.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Effektormolekül (i) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Lichtschutzmitteln, Vitaminen, Provitaminen, Carotinoiden, Antioxidantien und Peroxydzersetzern
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden keratinbindende Polypeptide (ii) verwendet, die eine Bindungsaffinität zu menschlichen Haut-, Haar- oder Nagelkeratin aufweisen.
Vorzugsweise umfaßt das erfindungsgemäß verwendete keratinbindende Polypeptid (ii)
(a) mindestens eine der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, oder
(b) ein Polypeptid, welches mindestens zu 40% identisch ist mit wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 1 12, 1 14, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158,
160, 162, 164, 166, 168 oder 170 und in der Lage ist Keratin zu binden.
Vorzugsweise besitzt das erfindungsgemäß verwendete keratinbindende Polypeptid (ii) eine Bindungsaffinität zu menschlichen Haut-, Haar- oder Nagelkeratin und kann vorzugsweise ko- diert sein von einem Nukleinsäuremolekül umfassend mindestens ein Nukleinsäuremolekül ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
a) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, umfassend die in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94,
96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 1 10, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 gezeigte Sequenz;
b) Nukleinsäuremolekül, das zumindest ein Polynukleotid der Sequenz gezeigt in SEQ
ID No.: 1 , 3, 5, 7, 9, 11 , 13, 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27, 29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75, 77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 , 103, 105, 107, 109, 11 1 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161 , 163 , 165, 167 oder 169 umfasst;
c) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130,
132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 kodiert;
d) Nukleinsäuremolekül, mit einer Nukleinsäuresequenz entsprechend wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 1 , 3, 5, 7, 9, 11 , 13, 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27,
29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75, 77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 , 103, 105, 107, 109, 111 , 113, 115, 117, 1 19, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152,
159, 161 , 163, 165, 167 oder 169 oder ein davon durch Substitution, Deletion oder Insertion abgeleitetes Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches mindestens zu 40% identisch ist mit wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88,
90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 1 14, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 und in der Lage ist an Keratin zu binden;
e) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches von einem monoklonalen
Antikörper, gerichtet gegen ein Polypeptid, welches durch die Nukleinsäuremoleküle gemäß (a) bis (c) kodiert wird, erkannt wird;
f) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das unter stringen- ten Bedingungen mit einem Nukleinsäuremolekül gemäß (a) bis (c) hybridisiert;
g) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das aus einer DNA-
Bank unter Verwendung eines Nukleinsäuremoleküls gemäß (a) bis (c) oder deren Teilfragmente von mindestens 15 nt, vorzugsweise 20 nt, 30 nt, 50 nt, 100 nt, 200 nt oder 500 nt als Sonde unter stringenten Hybridisierungsbedingungen isoliert werden kann, und
h) Nukleinsäuremolekül welches durch Rückübersetzung einer der in den Sequenzen SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84,
86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 gezeigten Aminosäuresequenzen erzeugt werden kann.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise Linkermoleküle (iii) verwendet, die über mindestens zwei unterschiedliche Kopplungsfunktionalitäten verfügen. Bevorzugt handelt es sich dabei um Maleinimidgruppen tragende Linkermoleküle (iii).
Besonders bevorzugt werden im erfindungsgemäßen Verfahren als Linkermoleküle (iii) carbon- säuregruppentragende Maleinimide gemäß der allgemeinen Formel 1 verwendet,
Formel 1
wobei „n" einer ganzen Zahl zwischen 0 und 20 entspricht.
In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform des erfindungemäßen Verfahrens, wird die Maleinimidocapronsäure als Linkermoleküle (iii) verwendet.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, handelt es sich um ein Verfahren, bei dem
i) das verwendete keratinbindende Polypeptid eine der in den SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8,
10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52,
54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96,
98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 1 12, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder
170 gezeigten Sequenzen umfasst, und das j) als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure verwendet wird, und k) das Effektormolekül (i) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Pantothensäu- re, Panthenol, Ester des Panthenols, Ether des Panthenols und kationisch derivati- sierte Panthenole.
Die Erfindung betrifft ferner keratinbindende Effektormoleküle, wobei das Effektormolekül (i) über ein Linkermolekül (iii) indirekt an das keratinbindende Polypeptid gekoppelt ist, mit der Maßgabe, dass es sich bei dem Linkermolekül (iii) nicht um ein Maleinsäurediimid handelt, das keratinbindende Polypeptid (ii) nicht der SEQ ID NO.: 166 entspricht und das Effektormolekül (ii) kein Fluoreszenz-Farbstoff ist. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich dabei um ein keratinbindendes Effektormolekül, welches als keratinbindendes Polypeptid (ii) ein Polypeptid oder Protein enthält, umfassend eine der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure verwendet wurde und zudem ein Effektormolekül (i) enthält, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Pantothensäure, Panthenol, Ester des Panthenols, Ether des Panthenols und kationisch derivatisierte Panthenole.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft die Verwendung der oben beschriebenen erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormoleküle in Dermokosmetika, wobei als besonders bevorzugte Dermokosmetika zu nennen sind: Hautschutzmittel, Hautpflegemittel, Hautreini- gungsmittel, Haarschutzmittel, Haarpflegemittel, Haarreinigungsmittel, Haarfärbemittel, Mittel zur Pflege von Finger- und Fußnägeln und dekorative Kosmetik.
Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Applikation von dermokosmetisch aktiven Wirkstoffen auf Haut-, Haar- und/oder Nagelkeratin, wobei I) der dermokosmetisch aktive Wirkstoff an ein keratinbindendes Polypeptid gekoppelt wird, und m) das keratinbindende Effektormolekül gemäß (k) als Bestandteil einer dermokosmeti- schen Zubereitung auf Haut-, Haar- und/oder Nagelkeratin aufgetragen wird.
Desweiteren ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Erhöhung der Verweildauer eines dermokosmetisch aktiven Wirkstoffes auf Haut-, Haar- und/oder Nagelkeratin, dadurch gekennzeichnet, dass
n) der dermokosmetisch aktive Wirkstoff an ein Keratin bindendes Polypeptid gekoppelt wird, und o) das keratinbindende Effektormolekül gemäß (m) als Bestandteil einer dermokosmeti- schen Zubereitung auf Haut-, Haar- und/oder Nagelkeratin aufgetragen wird, und
p) der Wirkstoff indirekt an Haut, Haar oder Finger bzw. Fußnägel, vermittelt durch die Keratinbindedomäne, gebunden wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Verbindungen der Formel 2,
Formel 2
wobei „n" einer ganzen Zahl zwischen 0 und 20 entspricht.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Dermokosmetika, enthaltend ein ge- maß dem oben beschriebenen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül, wobei das keratinbindende Polypeptid (ii) nicht der SEQ ID No.: 166 entspricht.
Definitionen
„Antikörper" im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Eiweißstoffe, die der Mensch und die kiefertragenden Wirbeltiere zur Abwehr von Antigenen (Infektionserregern oder körperfremdem biologischem Material) produzieren. Sie sind zentraler Bestandteil des Immunsystems höherer Eukaryonten und werden von einer Klasse von weißen Blutkörperchen, den B-Zellen sezerniert. Sie kommen im Blut und in der extrazellulären Flüssigkeit der Gewebe vor.
„Rückübersetzung" im Sinne der vorliegenden Erfindung meint die Übersetzung einer Proteinsequenz in eine für dieses Protein kodierende Nukleinsäuresequenz. Somit handelt es sich bei der Rückübersetzung um einen Prozess der Dekodierung einer Aminosäuresequenz in die dazu korrespondierende Nukleinsäuresequenz. Übliche Methoden basieren auf der Erstellung von Codon Verwendungstabellen für einen bestimmten Organismus, welche erzeugt werden durch computergestützte Sequenzvergleiche. Unter Verwendung der Codon Verwendungstabellen können die für einen bestimmten Organismus am häufigsten für eine bestimmte Aminosäure verwendeten Codons ermittelt werden. Proteinrückübersetzung kann unter Verwendung von dem Fachmann bekannten und für diesen Zweck speziell erzeugter Computeralgorithmen durchgeführt werden (Andres Moreira and Alejandro Maass. TIP: protein backtranslation aided by genetic algorithms. Bioinformatics, Volume 20, Number 13 Pp. 2148-2149 (2004); G Pesole, M Attimonelli, and S Liuni. A backtranslation method based on codon usage strategy. Nucleic Acids Res. 1988 March 1 1 ; 16(5 Pt A): 1715-1728.).
„Dekorative Kosmetik" meint kosmetische Hilfsmittel die nicht primär zur Pflege, sondern zur Verschönerung oder Verbesserung des Aussehens von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln angewendet werden. Derartige Hilfsmittel sind dem Fachmann einschlägig bekannt und umfassen z.B. Kajalstifte, Mascara, Lidschatten, getönte Tagescremes, Puder, Abdeckstifte, Rouge, Lippenstifte, Lippenkonturenstifte, Make-up, Nagellack, Glamour Gel usw. Ferner um- faßt sind Mittel geeignet zum Färben von Haut oder Haaren.
„Dermokosmetika" auch als „Cosmeceuticals" oder „dermokosmetische Mittel" oder „dermo- kosmetische Zubereitungen" bezeichnet, sind Mittel oder Zubereitungen (i) zum Schutz vor Schädigungen von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln, (ii) zur Behandlung von be-
reits aufgetretenen Schädigungen von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln und (iii) zur Pflege von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln, umfassend hautkosmetische, nagelkosmetische, haarkosmetische, dermatologische, hygienische oder pharmazeutische Mittel, Zubereitungen und Formulierungen und zur Verbesserung des Hautgefühls (sensorischer Ei- genschaften). Explizit umfaßt sind Mittel zur dekorativen Kosmetik. Ferner umfaßt sind Mittel zur Hautpflege, bei denen der pharmazeutisch dermatologische Anwendungszweck unter Mitberücksichtigung kosmetischer Gesichtspunkte erreicht wird. Derartige Mittel oder Zubereitungen werden zur Unterstützung, der Vorbeugung und Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt und entfalten neben dem kosmetischen Effekt eine biologische Wirkung. „Dermokosmeti- ka" im Sinne der oben gegebenen Definition, enthalten in einem kosmetisch verträglichen Medium geeignete Hilfs- und Zusatzstoffe, welche dem Fachmann geläufig sind und Handbüchern der Kosmetik, beispielsweise Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, Hüthig Verlag, Heidelberg, 1989, ISBN 3-7785-1491-1 , oder Limbach, Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2. erweiterte Auflage, 1995, Georg Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9, entnommen werden können.
„Dermokosmetische Wirkstoffe" oder „dermokosmetisch aktive Wirkstoffe" im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die in Dermokosmetika gemäß der oben gegebenen Definition vorhandenen Wirkstoffe, welche an der Realisierung der individuellen Wirkweise der Dermokosmetika beteiligt sind. Somit handelt es sich um z.B. Wirkstoffe die einen Schutz vor Schädigungen von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln bewirken, (ii) zur Behandlung von bereits aufgetretenen Schädigungen von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln verwendet werden können, (iii) Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel pflegende Eigenschaften haben und (iv) zur dekorativen Verschönerung oder Verbesserung des Aussehens von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln angewendet werden. Ferner umfaßt sind Wirkstoffe zur Hautpflege, bei denen der pharmazeutisch dermatologische Anwendungszweck unter Mitberücksichtigung kosmetischer Gesichtspunkte erreicht wird. Derartige Wirkstoffe werden zur Unterstützung, Vorbeugung und Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt und entfalten neben dem kosmetischen Effekt eine biologische Wirkung. Derartige Wirkstoffe sind z.B. ausgewählt aus der Gruppe der natürlichen oder synthetischen Polymere, Pigmente, Feuchthaltemittel, Öle, Wachse, Proteine, Enzyme, Mineralien, Vitamine, Sonnenschutzmittel, Farbstoffe, Duftstoffe, Antioxidantien, Peroxydzersetzer und Konservierungsmittel und pharmazeutische Wirkstoffe die zur Unterstützung, Vorbeugung und Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt werden und eine heilende, Schädigungen vorbeugende, regenerierende oder den allgemeinen Zustand der Haut verbessernde biologische Wirkung haben.
„Effektormolekül" im Sinne der vorliegenden Erfindung meint Moleküle oder dermokosmetische Wirkstoffe, die eine bestimmte vorhersehbare Wirkung, bevorzugt eine biologische bzw. physiologische, schützende, vorbeugende und/oder pflegende Wirkung auf Haut, Haar und/oder Fin- ger- bzw. Fußnägel aufweisen bzw. einen kosmetisch dekorativen Effekt besitzen. Bevorzugt handelt es sich bei den Effektormolekülen um nicht-proteinogene Verbindungen wie Farbstoffe, Lichtschutzmittel, Vitamine, Proteine, Enzyme, Provitamine, Antioxidantien, Peroxydzersetzer und Fettsäuren, Conditioner oder Metallionen- enthaltende Verbindungen, ganz besonders bevorzugt sind Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, B, C und E, wo- bei die Vitamine B1 , B2, und B5 besonders bevorzugt sind. Ganz besonders bevorzugt ist die Pantothensäure und das Panthenol sowie Derivate des Panthenols, insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole ganz besonders bevorzugt sind.
„Erhöhung der Verweildauer dermokosmetischer Wirkstoffe auf Haut, Haar und/oder Fingerbzw. Fußnägel" meint eine im Vergleich zu nicht an keratinbindende Polypeptide gekoppelte Wirkstoffe zeitlich verlängerte Verweildauer und somit Verfügbarkeit dieses Wirkstoffes auf Haut und/oder Haar. Bevorzugt bedeutet erhöhte Verweildauer auf Haut, Haar und/oder Fingerbzw. Fußnägel eine um 10%, 15%, 20%, besonders bevorzugt 30%, 40, 50%, ganz besonders bevorzugt 75%, 100, 125%, am meisten bevorzugt 150%, 200%, 300%, am allermeisten bevorzugt 500%, 750%, 1000% erhöhte zeitliche Anwesenheit des Wirkstoffes auf Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel verglichen mit dem identischen ungekoppelten Wirkstoff unter ansonsten gleichen Anwendungsbedingungen.
"Keratin" im Sinne der vorliegenden Erfindung meint aus seilförmigen Proteinkomplexen aufgebaute Intermediärfilamente. Intermediärfilamente sind aus vielen gleichartigen Proteinen (Monomeren) aufgebaut, die sich parallel zu einer röhrenförmigen Struktur zusammenlagern. Intermediärfilamente sind zu größeren Bündeln (Tonofibrillen) verbunden. Intermediärfilamente bil- den mit den Mikrotubuli und Actinfilamenten das Cytoskelett der Zelle. Man unterscheidet fünf Typen von Intermediärfilamenten: saure und basische Keratine, Desmine, Neurofilamente und Lamine. Speziell bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die in den Epithelien (ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle äußeren Körperoberflächen der vielzelligen tierischen Organismen bedecken) vorkommenden sauren und basischen Keratine. „Keratin" oder "Kerati- ne" (auch: Hornsubstanz, Skieroprotein) meint ein Eiweiß, das für Stabilität und Form der Zellen verantwortlich ist. Dieses Protein ist Bestandteil von Säugetierhaut, -haar und -Nägeln. Die Festigkeit von Keratin wird durch Faserbildung verstärkt: die einzelnen Aminosäureketten bilden eine rechtsgängige Alpha-Helix, je drei dieser Helices bilden eine linksgängige Superhelix (= Protofibrille). Elf Protofibrillen vereinigen sich zu einer Mikrofibrille - diese vereinigen sich ihrer- seits zu Bündeln und bilden Makrofibrillen aus, die z.B. die Zellen des Haares umgeben.
„Keratinbindendes Polypeptid" meint ein Polypeptid oder ein Protein, welches die Eigenschaft besitzt an Keratin, im Sinne der oben gegebenen Definition, zu binden. Somit sind keratinbindende Polypeptide auch Intermediärfilament-assoziierte Proteine . Diese keratinbindenden Polypeptide haben eine Bindungsaffinität gegenüber dem Keratin bzw. den aus Keratin bestehen- den Makrostrukturen wie Protofibrillen, Mikrofibrillen oder Makrofibrillen. Ferner sind unter keratinbindende Polypeptide solche Polypeptide zu verstehen, die eine Bindungsaffinität zu Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel von Säugetieren besitzen.
„Keratinbindende Polypeptide" sind ferner Polypeptide, die innerhalb eines Säugetierorganis- mus eine mit der Bindung von Keratin, Keratinfasern, Haut oder Haar verbundene biologische Funktion besitzen, keratinbindende Polypeptide meint ebenfalls die für die eigentliche Bindung an das Keratin, die Keratinfasern, Haut oder Haar notwendigen Bindungsmotive oder Proteindomänen. Die Bindung des keratinbindenden Polypeptids (ii) an Keratin kann unter den in Beispiel 8, 9 und 10 beschriebenen Bedingungen getestet werden, keratinbindende Polypeptide sind solche Polypeptide, die in den oben genannten quantitativen Keratinbindungstests ca. 10%, 20%, 30%, 40% oder 50%, bevorzugt 50%, 60%, 70%, 80% oder 90%, besonders bevorzugt 100%, 125%, 150%, ganz besonders bevorzugt 200%, 300% oder 400%, am meisten bevorzugt 500%, 600%, 700% oder 1000% oder mehr der Keratinbindungskapazität des Des-
moplakin (SEQ ID No.: 2), bevorzugt der Keratin-Bindedomäne B des Desmoplakin (SEQ ID No.: 4), aufweisen.
Kosmetische Mittel zur Mund-, Zahn-, Zahnfleisch- und Zahnersatzpflege im Sinne der vorlie- genden Erfindung meint alle zur Mund-, Zahn-, Zahnfleisch und Zahnersatzhygiene geeigneten Mittel, Zubereitungen und Angebotsformen wie sie in Lehrbüchern, z.B. Limbach: Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, Kapitel 7, Seite 187-219, 2. erweiterte Auflage, 1995, Georg Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9, beschreiben werden, worauf hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Diese Mittel, Zubereitungen und Angebotsfor- men sind dem Fachmann geläufig und umfassen z.B. Zahnpulver, Zahncremes, Zahnpasten, Kinderzahncremes, Zahngele, Liquidzahncremes, Mundwasser, Mundspülungen, Salben und Pasten, wobei diese Aufzählung nicht abschließend zu werten ist. Die Herstellung derartiger Mittel ist dem Fachmann geläufig und kann allgemeinen Lehrbüchern (z.B. Limbach: Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2. erweiterte Auflage, 1995, Ge- org Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9) entnommen werden. So können diese Mittel neben den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratin- bindenden Effektormoleküle auch weitere dem Fachmann bekannte Inhaltstoffe enthalten. Dabei kann es sich z.B. um Tenside, Putzkörper, Wirkstoffe, Bindemittel, Feuchthaltemittel, Konsistenzgeber, Konservierungsmittel, Farbstoffe, Aromen und Süßmittel handeln, wobei diese Aufzählung nicht abschließend zu werten ist. Bei den genannten Wirkstoffen handelt es sich bevorzugt um Wirkstoffe, die bei Zahnfleischentzündungen oder bei Verletzungen in der Mundhöhle Anwendung finden. Ferner können diese Wirkstoffe z.B. gegen Plaquebakterien wirken oder das Zahnfleisch schützen. Auf die in dem Lehrbuch Limbach: Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2.erweiterte Auflage, 1995, Georg Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9, auf den Seiten 205 bis 207 abgebildeten Rezepturbeispiele wird hiermit explizit Bezug genommen.
„kosmetisch verträgliches Medium" ist breit zu verstehen und meint für die Herstellung von kosmetischen oder dermokosmetischen Zubereitungen geeignete Substanzen und Mischungen derselben. Bevorzugt handelt es sich um Protein verträgliche Medien.
„Kosmetisch verträgliche Substanzen" führen bei Kontakt mit menschlichem bzw. tierischen Hautgewebe oder Haaren zu keinen Irritationen oder Schäden und weisen keine Inkompatibilitäten mit anderen Substanzen auf. Ferner verfügen diese Substanzen über ein geringes aller- genes Potential und sind von staatlichen Zulassungsbehörden für die Verwendung in kosmetische Zubereitungen zugelassen. Diese Substanzen sind dem Fachmann geläufig und können z.B. Handbüchern der Kosmetik, beispielsweise Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, Hüthig Verlag, Heidelberg, 1989, ISBN 3-7785-1491-1 , entnommen werden.
„Nukleinsäure" oder „Nukleinsäuremolekül" meint Deoxyribonukleotide, Ribonukleotide oder Polymere oder Hybride derselben in einzel- oder doppelsträngiger Form, in Sense- oder Anti- senseorientierung. Der Begriff Nukleinsäure oder Nukleinsäuremolekül kann verwendet werden um ein Gen, DNA, cDNA, mRNA, Oligonukleotid oder Polynukleotid zu beschreiben. „Nukleinsäuresequenz" meint eine aufeinanderfolgende und miteinander verknüpfte Abfolge von Desoxyribonukleotiden oder Ribonukleotiden eines Nukleinsäuremoleküls gemäß der oben gegebenen Definition, wie sie durch Verwendung von verfügbaren DNA/RNA Sequenzie-
rungstechniken ermittelt und in Form einer Liste von Abkürzungen, Buchstaben oder Wörtern, welche Nukleotide repräsentieren, abgebildet oder dargestellt werden kann.
„Polypeptid" im Sinne der vorliegenden Erfindung meint ein aus Aminosäuremolekülen aufgebautes Makromolekül, indem die Aminosäuren in linearer Folge über Peptidbindungen miteinander verknüpft sind. Ein Polypeptid kann aus wenigen Aminosäuren (ca. 10 bis 100) aufgebaut sein, umfasst aber auch Proteine die in der Regel aus mindestens 100 Aminosäuren aufgebaut sind, aber auch mehrere tausend Aminosäuren umfassen können. Bevorzugt umfassen PoIy- peptide mindestens 20, 30, 40 oder 50, besonders bevorzugt mindestens 60, 70, 80 oder 90, ganz besonders bevorzugt mindestens 100, 125, 150, 175 oder 200, am meisten bevorzugt mindestens über 200 Aminosäuren, wobei die Obergrenze bei mehreren tausend Aminosäuren liegen kann.
Unter „Homologie" oder „Identität" zwischen zwei Nukleinsäuresequenzen wird die Identität der Nukleinsäuresequenz über die jeweils gesamte Sequenzlänge verstanden, die durch Vergleich mit Hilfe des Programmalgorithmus GAP (Wisconsin Package Version 10.0, University of Wisconsin, Genetics Computer Group (GCG), Madison, USA; Altschul et al. (1997) Nucleic Acids Res. 25:3389ff) unter Einstellung folgender Parameter berechnet wird:
Gap Weight: 50 Length Weight: 3
Average Match: 10 Average Mismatch: 0
Beispielhaft wird unter einer Sequenz, die eine Homologie von mindestens 80 % auf Nuklein- säurebasis mit der Sequenz SEQ ID NO: 1 aufweist, eine Sequenz verstanden, die bei einem Vergleich mit der Sequenz SEQ ID NO: 1 nach obigem Programmalgorithmus mit obigem Parametersatz eine Homologie von mindestens 80 % aufweist.
Unter Homologie zwischen zwei Polypeptiden wird die Identität der Aminosäuresequenz über die jeweils gesamte Sequenzlänge verstanden, die durch Vergleich mit Hilfe des Programmalgorithmus GAP (Wisconsin Package Version 10.0, University of Wisconsin, Genetics Computer Group (GCG), Madison, USA) unter Einstellung folgender Parameter berechnet wird:
Gap Weight: 8 Length Weight: 2 Average Match: 2,912 Average Mismatch:-2,003
Beispielhaft wird unter einer Sequenz, die eine Homologie von mindestens 80 % auf Polypep- tidbasis mit der Sequenz SEQ ID NO: 2 aufweist, eine Sequenz verstanden, die bei einem Vergleich mit der Sequenz SEQ ID NO: 2 nach obigem Programmalgorithmus mit obigem Parame- tersatz eine Homologie von mindestens 80 % aufweist.
"Hybridisierungsbedingungen" ist breit zu verstehen und meint je nach Anwendung stringente als auch weniger stringente Hybridisierungsbedingungen. Solche Hybridisierungsbedingungen sind unter anderem bei Sambrook J, Fritsch EF, Maniatis T et al., in Molecular Cloning (A Labo- ratory Manual), 2. Auflage, CoId Spring Harbor Laboratory Press, 1989, Seiten 9.31-9.57) oder in Current Protocols in Molecular Biology, John Wiley &Sons, N.Y. (1989), 6.3.1-6.3.6. beschrieben. Der Fachmann würde Hybridisierungsbedingungen auswählen, die es ihm ermöglichen, spezifische von unspezifischen Hybridisierungen zu unterscheiden. Beispielhaft können
die Bedingungen während des Waschschrittes ausgewählt sein, aus Bedingungen mit geringer Stringenz (mit ungefähr 2X SSC bei 500C) und solchen mit hoher Stringenz (mit ungefähr 0.2X SSC bei 500C bevorzugt bei 65°C) (2OX SSC: 0,3M Natriumeitrat, 3M NaCI, pH 7.0). Darüber hinaus kann die Temperatur während des Waschschrittes von niedrig stringenten Bedingungen bei Raumtemperatur, ungefähr 22°C, bis zu stärker stringenten Bedingungen bei ungefähr 65°C angehoben werden. Beide Parameter, Salzkonzentration und Temperatur, können gleichzeitig oder auch einzeln variiert werden, wobei der jeweils andere Parameter konstant gehalten wird. Während der Hybridisierung können auch denaturierende Agenzien wie zum Beispiel Formamid oder SDS eingesetzt werden. In Gegenwart von 50% Formamid wird die Hybridisierung bevor- zugt bei 42°C ausgeführt. Einige beispielhafte Bedingungen für Hybridisierung und Waschschritt sind infolge gegeben:
1. Hybridisierungsbedingungen können zum Beispiel aus nachfolgenden Bedingungen ausgewählt sein: a) 4X SSC bei 65°C, b) 6X SSC bei 45°C, c) 6X SSC, 100 μg/ml denaturierter, fragmentierte Fischsperma-DNA bei 68°C, d) 6X SSC, 0,5 % SDS, 100 μg/ml denaturierter, Lachssperma-DNA bei 68°C, e) 6X SSC, 0,5 % SDS, 100 μg/ml denaturierter, fragmentierte Lachssperma-DNA, 50 % Formamid bei 42°C. f) 50 % Formamid, 4XSSC bei 420C, oder g) 50 % (vol/vol) Formamid, 0,1 % Rinderserumalbumin, 0,1 % Ficoll, 0,1 % Polyvinyl pyrrolidon, 50 mM Natriumphosphatpuffer pH 6,5, 750 mM NaCI, 75 mM Natrium- citrate bei 42°C, oder i) 2X oder 4X SSC bei 500C (schwach stringente Bedingung), j) 30 bis 40 % Formamid, 2X oder 4X SSC bei 42°C (schwach stringente Bedingung).
500 mN Natriumphosphatpuffer pH 7,2, 7 % SDS (g/V), 1 mM EDTA, 10 μg/ml Single stranded DNA, 0,5% BSA (g/V) (Church und Gilbert, Genomic sequencing. Proc. Natl. Acad.Sci. U.S.A.81 :1991. 1984)
2. Waschschritte können zum Beispiel aus nachfolgenden Bedingungen ausgewählt sein: a) 0,015 M NaCI/0,0015 M Natriumcitrat/0,1 % SDS bei 500C. b) 0.1X SSC bei 65°C. c) 0,1X SSC, 0,5 % SDS bei 68°C. d) 0,1 X SSC, 0,5 % SDS, 50 % Formamid bei 42°C. e) 0,2X SSC, 0,1 % SDS bei 42°C. f) 2X SSC bei 65°C (schwach stringente Bedingung).
In einer Ausführungsform werden die stringenten Hybridisierungsbedingungen wie folgt gewählt:
Es wird ein Hybridisierungspuffer gewählt, der Formamid, NaCI und PEG 6000 enthält. Die Anwesenheit von Formamid im Hybridisierungspuffer destabilisiert Doppelstrang Nukleinsäuremo- leküle, wodurch die Hybridisierungstemperatur auf 42°C gesenkt werden kann, ohne dadurch die Stringenz zu erniedrigen. Die Verwendung von Salz im Hybridisierungspuffer erhöht die Renaturierungsrate einer Duplex, bzw. die Hybridisierungseffizienz. Obwohl PEG die Viskosität der Lösung erhöht, was einen negativen Einfluß auf Renaturierungsraten besitzt, wird durch die Anwesenheit des Polymers in der Lösung die Konzentration der Sonde im verbleibenden Medi-
um erhöht, was die Hybridisierungsrate steigert. Die Zusammensetzung des Puffers ist wie folgt:
Hybridisierungspuffer
250 mM Natriumphosphat-Puffer pH 7,2
1 mM EDTA
7 % SDS (g/v)
250 mM NaCI
10 μg/ml ssDNA
5 % Polyethylenglykol (PEG) 6000
40 % Formamid
Tabelle 1 : Hybridisierungspuffer
Die Hybridisierungen werden bei 42°C über Nacht durchgeführt. Die Filter werden am nächsten Morgen 3x mit 2xSSC + 0,1 % SDS für jeweils ca. 10 min. gewaschen.
„Hydroxyfunktion", im Zusammenhang mit der Beschreibung „Hydroxyfunktion tragendes Effektormolekül", meint freie OH-Gruppen bzw. Hydroxylgruppen, die es ermöglichen, diese OH- Gruppen tragenden Moleküle über eine Veresterungsreaktion mit anderen Molekülen kovalent zu verknüpfen. „Hydroxyfunktionen" im Sinne der vorliegenden Erfindung sind auch solche, die sich chemisch in OH-Funktionen überführen lassen wie z.B. Derivate wie Methoxy, Ethoxy. Dabei verfügen die erfindungsgemäßen Effektormoleküle über mindestens eine Hydroxylgruppe. Es können aber auch Effektormoleküle mit zwei, drei oder mehr Hydroxyfunktionen ver- wendet werden.
„Aminofunktionen", im Zusammenhang mit der Beschreibung „Aminofunktion tragendes Effektormolekül", meint Aminogruppen, die es ermöglichen, die besagten Aminofunktionen tragenden Moleküle über eine Amidbindung mit anderen Molekülen kovalent zu verknüpfen. „Aminofunkti- onen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind auch solche, die sich chemisch in Aminofunktionen überführen lassen. Dabei verfügen die erfindungsgemäßen Effektormoleküle über mindestens eine Aminofunktion. Es können aber auch Effektormoleküle mit zwei, drei oder mehr Aminofunktionen und/oder sekundären Aminogruppen verwendet werden. „Kopplung" im Zusammenhang mit der Bindung eines Linkermoleküls an ein Effektormolekül oder keratinbindendes Protein, meint eine kovalente Verknüpfung der genannten Moleküle.
„Kopplungsfunktionalitäten" sind funktionelle Gruppen eines Linkermoleküls, die mit funktionellen Gruppen des Effektormoleküls oder keratinbindenden Proteins eine kovalente Bindung eingehen können. Beispielhaft, aber nicht einschränkend seien genannt: Hydroxygruppen, Carbo- xylgruppen, Thiogruppen und Aminogruppen. „Kopplungsfunktionalitäten" oder „Kopplungsfunktionalität" und „Ankergruppen" oder „Ankergruppe" werden synonym verwendet.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines keratinbinden- den Effektormoleküls durch Kopplung eines mindestens eine Hydroxy- oder Aminofunktion tragenden Effektormoleküls (i) an ein keratinbindendes Polypeptid (ii) unter Verwendung eines Linkermoleküls (iii) das über mindestens zwei Kopplungsfunktionalitäten verfügt, welche Bindungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Thioester, Ester, Thioether, Ether und A- midbindungen eingehen können, und
(a) in einem ersten Kopplungsschritt zunächst das Effektormolekül (i) über eine Ester-, bzw. Amindbindung an das Linkermolekül (iii) gebunden wird, und
(b) in einem weiteren Kopplungsschritt das Reaktionsprodukt aus (a) über eine noch freie Kopplungsfunktionalität des Linkermoleküls (iii) an das keratinbindende Polypeptid (ii) gekoppelt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfügt das Linkermolekül (iii) über mindestens zwei Kopplungsfunktionalitäten oder Ankergruppen, von denen mindestens eine dieser Gruppen eine Carboxylfunktion ist. Über die Carboxylfunktion erfolgt die Kopplung des Linker- moleküls (iii) an das Effektormolekül und mit der verbleibenden Ankergruppe wird das Effektorlinkermolekül an das keratinbindende Polypeptid (ii) gekoppelt.
Bevorzugte Bindungsknüpfungen des Linkermoleküls (iii) an das keratinbindende Polypeptid (ii) erfolgen über Amino-, Thiol- oder Hydroxyfunktionen, die beispielsweise mit einer Carboxylfunktion des Linkermoleküls (iii), ggf. nach Aktivierung, eine entsprechende Amid-, Thioester oder Esterbindung eingehen können.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfügt das Linkermolekül (iii) über mindestens zwei unterschiedliche Kopplungsfunktionalitäten, ganz besonders bevorzugt sind dabei Linkermoleküle (iii) die über eine Maleinimidgruppe verfügen. Besonders bevorzugt werden im erfindungsgemäßen Verfahren als Linkermoleküle (iii) carbon- säuregruppentragende Maleinimide gemäß der allgemeinen Formel 1 verwendet,
Formel 1
wobei „n" einer ganzen Zahl zwischen 0 bis 40 oder 0-20, bevorzugt zwischen 0 bis 15, besonders bevorzugt zwischen 0 und 10, ganz besonders bevorzugt zwischen 1 und 9, oder zwischen 2 und 8, oder zwischen 3 und 7, am allermeisten bevorzugt 5 entspricht. Am allermeisten be- vorzugt ist die Verwendung der Maleinimidocapronsäure. Ferner ist die Verwendung des Malei- nimidocapronsäure-Chlorids ganz besonders bevorzugt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform verfügt das Linkermolekül (iii) über mindestens zwei unterschiedliche Kopplungsfunktionalitäten und zusätzlich über ein Modul, das die Hydrophilie oder Lipophilie erhöht. Dieses bevorzugte Linkermolekül ist in der Formel 1 b abgebildet,
Formel 1 b
wobei „n" einer ganzen Zahl zwischen 0 bis 40 oder 0 bis 20, bevorzugt zwischen 0 bis 15, besonders bevorzugt zwischen 0 und 10, ganz besonders bevorzugt zwischen 1 und 9, oder zwi- sehen 2 und 8, oder zwischen 3 und 7 entspricht, und X den Resten O, S, N, CH2, -O-C=O, O=C-O-, -NR, -NR-C=O, O=C-NR- entspricht und R für H, C1-C12 verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert. Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, oder
Cycloalkyl, Benzoyl, Benzyl, Cβ bis Cio-Arylgruppen wie Phenyl und Naphtyl, Heteroaryl, bevorzugt H, Methyl und Ethyl steht, und das „Modul" einem Ethylenglykol- oder Polyethylenglykolrest mit 2 bis 40, bevorzugt 2 bis 20, besonders bevorzugt 2 bis 10 wiederholenden Einheiten, oder einer Aminosäure, bevorzugt ausgewählt aus Gruppe bestehend aus Glycin, Alanin, Serin, Threonin, Glutaminsäure, Glutamin, Asparaginsäure, Asparagin, Arginin und Cystein, oder einem Polypeptid mit 2 bis 40, bevorzugt 2 bis 20, besonders bevorzugt 2 bis 10 Aminosäuren, wobei es sich bei dem Aminosäuren vorzugsweise um polare Aminosäuren, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Glycin, Alanin, Serin, Threonin, Glutaminsäure, Glutamin, Asparaginsäure, Asparagin, Arginin und Cystein handelt, oder einem Polyacrylsäurerest mit 2-100, bevorzugt 2- 80, besonders bevorzugt 2-50, am meisten bevorzugt 2-20 Monomereinheiten entspricht, oder zur Erhöhung der Lipophilie das „Modul" einem Alkylrest mit 2-40 Kohlenstoffen oder Polyolefin- rest mit 2 bis 40, bevorzugt 2 bis 20, besonders bevorzugt 2 bis 10 wiederholenden Einheiten, oder einer Aminosäure, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Glycin, Valin, Leudn, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Prolin, Methionin, oder einem Polypeptid mit 2 bis 40, bevorzugt 2 bis 20, besonders bevorzugt 2 bis 10 Aminosäuren, wobei es sich bei dem A- minosäuren vorzugsweise um unpolare Aminosäuren, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Glycin, Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Prolin, Methionin handelt, oder einem Polyester, Polyamid oder Polyurethan mit 2-100, bevorzugt 2-80, besonders bevorzugt 2-50, am meisten bevorzugt 2-20 Monomereinheiten entspricht.
In einer darüber hinaus bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Linkermolekül um ein Molekül gemäß der allgemeinen Formel 1c,
Formel 1c
wobei X in o-, m- oder p-Position für COOH oder R-COOH steht, und R einer C1-C12 linearen oder verzweigten Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert. Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, oder einer cyclischen Alkylgruppe wie einem Cs-d∑-Cycloalkylrest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C1-C4- Alkylgruppen, oder einer o-, m- oder p- orientierten Aryl-, Benzyl- oder Benzoyleinheit, bevorzugt cyclohexyl, Phenyl und Naphtyl entspricht.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform kann R auch dem in Formel 1 b beschriebenen „Modul" entsprechen.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der in (a) beschriebenen Kopplung des Linkermoleküls (iii) mit dem Effektormolekül (i) um eine Carbodiimid-, Anhydridoder Säurechlorid vermittelte Veresterungsreaktion bzw. Amidbildung, wobei die Verwendung des Säurechlorids des Linkermoleküls (iii) besonders bevorzugt ist. Carbodiimid-, Anhydridoder Säurechlorid vermittelte Reaktion meint die für die Bildung eines Esters oder Amids zwischen Linkermolekül (iii) und Effektormolekül (i) notwendige Aktivierung der Carboxylgruppe
des Linkermoleküls (iii) durch Umsetzung mit Carbodiimiden, durch Umsetzung zu einem symmetrischen oder gemischten Anhydrid oder durch Umsetzung zum Säurechlorid.
Als Carbodiimide sind bevorzugt zu nennen Dicyclohexylcarbodiimid (DCC), Diisopropylcarbo- diimid (DIC), N'-(3-Dimethylaminopropyl)-N-Ethylcarbodiimid Hydrochlorid (EDC), wobei die Verwendung von Diisopropylcarbodiimid oder EDC als besonders bevorzugt gelten. Ferner ist es möglich, eine Aktivierung mit Carbonyldiimidazol (CDI) durchzuführen. Diese Veresterungen werden in Gegenwart von 0,1-100 Mol-% N,N-Dimethylaminopyridin (DMAP) durchgeführt, bevorzugt 0,5-10 %, besonders bevorzugt 1-6 %. Die Bildung von Amiden kann durch Reaktion der mit Carbodiimid aktivierten Verbindung mit dem Amin erfolgen. Optional kann die Amidbil- dung in Gegenwart von Zusätzen, wie z.B. N-Hydroxysuccinimid, Pentafluorphenol oder N- Hydroxybenzotriazol durchgeführt werden. Solche Zusätze sind dem Fachmann bekannt. Sofern durch diese Zusätze isolierbare Aktivester erhalten werden, werden erfindungsgemäß auch die Umsetzungen dieser isolierten Aktivester mit den Effektormolekülen als Carbodiimid- vermittelte Veresterung bzw. Amidbildung verstanden.
Die Umsetzung des Linkermoleküls (iii) zum Anhydrid erfolgt nach allgemeinen Methoden, wie sie dem Fachmann bekannt sind. Bevorzugt ist die Verwendung gemischter Anhydride, wie sie beispielhaft durch Umsetzung mit Acetanhydrid, Pivaloylanhydrid, Acetylchlorid, Pivaloylchlorid oder Chlorameisensäureestern erhalten werden. Besonders bevorzugt sind Pivaloylanhydride sowie die Anhydride mit Kohlensäure. Bei Verwendung der Säurechloride ist es zweckmäßig, die Anhydridbildung in Gegenwart einer tertiären Base, wie z.B. Pyridin, Triethylamin durchzuführen. Die unter (a) beschriebene Kopplung des Linkermoleküls (iii) mit dem Effektormolekül (i) kann bevorzugt im Anschluss an die oben beschriebene Aktivierung des Linkermoleküls (iii) zum Anhydrid in Anwesenheit einer Base durchgeführt werden. Als bevorzugte Basen sind zu nennen: aromatische und tertiäre Alkylamine, z.B. Pyridin, Triethylamin, Tributylamin, Trioktylamin, Ethyldiisopropylamin usw.. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Base Triethylamin verwendet.
Bei der Umsetzung des Linkermoleküls (iii) zum Säurechlorid, werden als Chlorierungsmittel die dem Fachmann bekannten gängigen Chlorierungsmittel verwendet, beispielsweise Thionylchlo- rid, Phosphortrichlorid, Phosphorpentachlorid, Oxalylchlorid, Phosgen, oder Phosphoroxychlo- rid. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Thionylchlorid (SOCI2). Unter Verwendung von Thionylchlorid gelingt es, Maleinimidocapronsäure in das Säurechlorid zu überführen. Dabei sind als Lösungsmittel geeignet: aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Benzol, Toluol, XyIoIe, Hexan, Heptan usw., halogenierte Kohlenwasserstoffe, z.B. Methylenchlorid, Ether, z.B. Diethylether, THF usw., sowie ein Überschuss des Chlorierungsmittels selbst. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Toluol verwendet. Die Chlorie- rung kann mit oder ohne einen Katalysator durchgeführt werden. Als Katalysator für die Chlorierung ist DMF besonders bevorzugt.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform wird die unter (a) beschriebene Kopplung des Linkermoleküls (iii) mit dem Effektormolekül (i) direkt in Anschluss an die oben beschriebene Aktivierung des Linkermoleküls (iii) zum Säurechlorid in Anwesenheit einer Base durchgeführt. Als bevorzugte Basen sind zu nennen: aromatische und tertiäre Alkylamine, z.B. Pyridin, Triethylamin, Tributylamin, Trioktylamin, Ethyldiisopropylamin usw.. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Base Triethylamin verwendet.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass bei der Acylierung von Panthenol mit dem Malei- nimidocapronsäure-Chlorid in Gegenwart von Triethylamin hinsichtlich der Entstehung möglicher Isomeren eine andere Selektivität als bei der Carbodiimid vermittelten Kupplung erreicht werden kann. Es werden bei der Acylierung von Panthenol mit dem Maleinimidocapronsäure- Chlorid in Gegenwart von Triethylamin nur zwei der drei möglichen einfach acylierten Isomere in einem Verhältnis von etwa 4:3 gebildet (siehe Beispiel 18).
Somit ist ein weiterer bevorzugter Gegenstand der Erfindung die Verwendung von Triethylamin als Basenkatalysator in Kombination mit einem zu einem Säurechlorid umgesetzten Linkermolekül (iii), wobei als Linkermolekül (iii) Maleinimidocapronsäure und als Effektormolekül (i) Panthenol besonders bevorzugt sind.
Optional kann das Reaktionsprodukt aus dem Schritt (a) (im folgenden als Linker- Effektormolekül (iv) bezeichnet) zur Trennung möglicher Isomeren des Reaktionsproduktes weiter aufgereinigt werden. Dabei können alle gängigen Verfahren zur Aufreinigung chemischer Substanzen angewendet werden, z.B: Destillation, Rektifikation, Kristallisation, Extraktionen und chromatographische Reinigungsverfahren. Bevorzugt wird eine Säulenchromatographie durchgeführt.
Die Bindung des aus dem oben beschriebenen Schritt (a) hervorgegangenen Reaktionsproduktes mit dem keratinbindenden Polypeptid (ii) erfolgt über die zweite noch freie Ankergruppe des Linkermoleküls. Beispielsweise kann eine derartige Ankergruppe eine Thiolfunktion sein, mittels derer der Linker mit einem Cysteinrest des keratinbindenden Polypeptids (ii) eine Disulfidbin- düng eingehen kann.
Die Verwendung maßgeschneiderter Linker erlaubt die genaue Anpassung der Verknüpfung des Linker-Effektormolekül (iv) an das keratinbindende Polypeptid. Außerdem ist es dadurch möglich, mehrere Effektormoleküle mit einem keratinbindenden Polypeptid (ii) zu verknüpfen.
Der verwendete Linker richtet sich nach der zu koppelnden Funktionalität. Geeignet sind z.B. Moleküle, die zu keratinbindenden Polypeptiden (ii) mittels Sulfhydrylreaktiven Gruppen (z.B. Maleimide, Pyridyldisulfide, α -Haloacetyle, Vinylsulfone, Sulfatoalkylsulfone (bevorzugt Sulfa- toethylsulfone) koppeln.
Bevorzugt ist eine kovalente Verknüpfung des Linkermoleküls (iii) mit dem keratinbindenden Polypeptid (ii). Diese kann beispielsweise über die Seitenketten des keratinbindenden Polypeptides (ii) erfolgen, insbesondere über Aminofunktionen, Hydroxyfunktionen, Carboxylatfunktio- nen oder Thiolfunktionen. Bevorzugt ist eine Verknüpfung über die Aminofunktionen von einem oder mehreren Lysinresten, einer oder mehreren Thiolgruppen von Cysteinresten einer oder mehrerer Hydroxylgruppen von Serin-, Threonin- oder Tyrosinresten, einer oder mehrerer Car- boxylgruppen von Asparaginsäure- oder Glutaminsäureresten oder über die N-terminale oder C-terminale Funktion des keratinbindenden Polypeptides (ii). Außer den in der Primärsequenz des keratinbindenden Polypeptides (ii) vorkommenden Aminosäurefunktionen können auch Aminosäuren mit geeigneten Funktionen (z.B. Cysteine, Lysine, Aspartate, Glutamate) an die Sequenz angefügt werden, oder Aminosäuren der Polypeptidsequenz durch solche Aminosäurefunktionen substituiert werden. Methoden zur Mutagenese oder Manipulation von Nukleinsäu-
remolekülen sind dem Fachmann hinlänglich bekannt. Einige ausgewählte Methoden sind weiter unten beschreiben.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung eines Linker-Effektormoleküls (iv), welches unter Verwendung der für das erfinderische Verfahren als bevorzugt genannten Maleinimidocapron- säure hergestellt wurde. Bei einem derartigen Linker-Effektormolekül (iv) werden die in dem keratinbindenden Polypeptid vorhandenen Cysteinreste zur Kopplung verwendet.
Der Erfolg der Effektorkopplung kann über zwei verschiedene Tests verfolgt werden: (i) Ellmanntest, bei dem die Anzahl freier Cys-SH-Gruppen im Protein vor und nach der Effektorkopplung bestimmt werden kann. Hier zeigt eine starke Reduzierung der freien SH-Gruppen nach der Kopplung einen guten Reaktionsablauf an (siehe Beispiel 24).
(ii) Aktivitätstest, bei dem die Bindung des keratinbindenden Polypeptides mit und oh- ne gekoppeltes Linker-Effektormolekül an Haar gemessen werden kann, (siehe Beispiel 24a).
In einer weiteren erfindungsgemäßen Anwendungsform erfolgt die Anbindung des Effektormoleküls derart, dass sie durch die Wirkung hauteigener Enzyme (beispielsweise Esterasen, Lipa- sen oder Glucosidasen) oder durch die Umgebungsbedingungen auf der Haut (z. B. Feuchtigkeit, saurer pH) mit der Zeit aus den keratinbindenden Polypeptiden (ii) im Sinne eines „slow release" oder „controlled release" abgespalten und freigesetzt werden können. Somit können die keratinbindenden Polypeptide (ii) als Applikationssystem genutzt werden, mit dem durch einmalige oder wiederholte Anwendung geringe Mengen der freien Effektormoleküle auf der Haut erzielt werden können. Prinzipiell ist dem Fachmann bekannt, dass Effektoren aus ihren entsprechenden Derivaten , beispielsweise aus Tocopherolacetat, Ascorbylpa Imitat oder Ascor- bylglucosiden, auf der Haut freigesetzt werden können (beispielhafte Literatur: Redoules, D. et al, J. Invest. Dermatol. 125, 2005, 270, Beijersbegen van Henegouwen, G. M. J. et al., J. Photo- chem. Photobiol. 29, 1995, 45.).
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden für das erfindungsgemäße Verfahren Hydroxyl- oder Aminogruppen tragende Effektormoleküle (i) verwendet, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Lichtschutzmitteln, Vitaminen, Provitaminen, Carotinoiden, Antioxidantien und Peroxydzersetzern. Dabei können die verwendeten Effektor- moleküle über eine oder mehrere Hydroxyl- bzw. Aminogruppen verfügen.
Farbstoffe
Unter den Farbstoffen sind Lebensmittelfarbstoffe, semipermanente Farbstoffe, Reaktiv- oder
Oxidationsfarbstoffe bevorzugt. Bei den Oxidationsfarbstoffen ist es bevorzugt, eine Komponen- te als Effektormolekül (i) mit der keratinbindenden Polypeptidsequenz (ii) zu verknüpfen und anschließend am Wirkort, d.h. nach Bindung am Haar, oxidativ mit der zweiten Farbstoffkomponente zu kuppeln. Bevorzugt ist es bei Oxidationsfarbstoffen ferner, die Kupplung der Farbkomponenten vor der Verknüpfung mit der keratinbindenden Polypeptidsequenz (ii) auszuführen.
Als Farbstoffe sind im Prinzip alle gängigen Haarfarbstoffe geeignet, sofern diese über eine kupplungsfähige Hydroxyl- oder Aminogruppe verfügen. Geeignete Farbstoffe sind dem Fachmann aus Handbüchern der Kosmetik beispielsweise Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, Hüthig Verlag, Heidelberg, 1989, ISBN 3-7785-1491-1 bekannt.
Bevorzugte Lebensmittelfarbstoffe sind Anthocyane, Anthocyanidine (Pelargonidin, Cyanidin, Delphinidin, Päonidin, Petunidin, Malvidin), Betalaine wie z.B. Betacyan, Betaxanthin, Karmin, Karminsäure, Kermessäure, Cochenillerot A, Hydroxycumarine (Umbelliferon, Aescultin, Scopo- letin, Fraxetin), 2-Hydroxy-1 ,4-naphthochinon.
Besonders vorteilhafte Farbstoffe sind die in der folgenden Liste genannten. Die Colour Index Nummern (CIN) sind dem Rowe Colour Index, 3. Auflage, Society of Dyers and Colourists, Bradford, England, 1971 entnommen.
Tabelle 2: vorteilhafte Farbstoffe
Die oben genannten Farbstoffe können auch als Effektormoleküle (i) an einer haut- oder nagelbindenden Polypeptidsequenz (ii) für die Haut- oder Nagel-Colourierung z.B. in Tattoos eingesetzt werden. Insbesondere geeignet ist die Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen (z.B die in Tabelle 2 mitgenannten Fluoreszenzfarbstoffe) enthaltenden keratinbindenen Effektormolekülen zur Erzielung eines gesünder und leuchtender wirkenden Hauttons oder zur optischen Aufhellung der Haut („skin whitening") nach Applikation auf der Haut. Die Anwendung von Fluoreszenzpigmenten ist z.B. beschrieben in US 6753002. Fluoreszenzfarbstoffe zur Erzeugung eines
gesünderen Hauttons werden in „Filling the Fluorescent Palette, Cosmetics & Toiletries, 26-34, 121 , No. 5, 2006" beschrieben. Bevorzugt sind z.B. Fluoreszenzfarbsftoffe der Firma DayGlo. Ferner können diese Fluoreszenzfarbstoffe enthaltenden keratinbindenen Effektormoleküle auch zur Aufhellung von Haaren oder zur Erzeugung spezieller Refelxe oder Schimmer auf dem Haar verwendet werden. Dies wird z.B. in "Hair lightening by fluorescent dyes, Cosmetics & Toiletries, 56-57, 120, No. 7, 2005" und dem dort zitierten Schrift US 2004/0258641 beschrieben.
Weitere bevorzugte Effektormoleküle (i) sind Carotinoide. Unter Carotinoide sind erfindungsge- maß folgende Verbindungen sowie deren veresterte oder glykosylierte Derivate zu verstehen: Xanthophylle wie das Violaxanthin, Lutein und Zeaxanthin, ferner Astaxanthin, Capsanthin , Capsorubin, Cryptoxanthin, Bixin, 3-Hydroxyechinenon, Adonirubin, einzeln oder als Mischung. Bevorzugt verwendete Carotinoide sind Lutein, Astaxanthin, Zeaxanthin, Mutatoxanthin, Luteo- xanthin und Auroxanthin.
Weitere bevorzugte Effektormoleküle (i) sind Vitamine, insbesondere Vitamin A und deren Ester.
Unter Retinoide sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist Vitamin A Alkohol (Retinol) gemeint. Der Begriff Retinsäure umfasst dabei sowohl all-trans Retinsäure als auch 13-cis Retinsäure. Die Begriffe Retinol umfasst bevorzugt die all-trans Verbindungen. Als bevorzugtes Retinoid verwendet man für die erfindungsgemäßen Suspensionen all-trans-Retinol, im folgenden als Retinol bezeichnet.
Weitere bevorzugte Effektormoleküle (i) sind Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, C und E, insbesondere 3,4-Didehydroretinol, Ascorbinsäure (Vitamin C), sowie die Palmitinsäureester, Glucoside oder Phosphate der Ascorbinsäure, Tocopherole, insbesondere α-Tocopherol.
Vitamin E oder Tocopherole im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst acht lipid-lösliche Derivate, die in Tocopherole und Tocotrienole unterteilt werden. Während die Isopreniodseiten- kette der Tocopherole sich vom Phytyl-Pyrophosphat (PP)ableitet, besitzen die Tocotrienole eine vom Geranylgeranyl-PP abgeleite Seitenkette. Die α, ß, γ und δ-Derivate dieser Subklassen unterscheiden sich im Methylierungsgrad der 6-Chromanol-Ringstruktur. Die Tocopherole verfügen über eine gesättigte Seitenkette (1) und die Tocotrienole (2) haben eine ungesättigte Seitenkette
R1 R2 R3
α CH3 CH3 CH3 ß CH3 H CH3
T H CH3 CH3 δ H H CH3
In der vorliegenden Anmeldung ist mit Vitamin E oder Tocopherol alle vorstehend genannten Tocopherole oder Tocotrienole gemeint. Ferner können erfindungsgemäß auch 6-Chromanol- derivate als Effektormoleküle verwendet werden.
Zu den erfindungsgemäß bevorzugt einzusetzenden Vitaminen, Provitaminen oder Vitaminvor- stufen der Vitamin B-Gruppe oder deren Derivaten sowie den Derivaten von 2-Furanon gehören unter anderem:
Vitamin Bi, Trivialname Thiamin, chemische Bezeichnung 3-[(4'-Amino-2'-methyl-5'-pyrimidinyl) methyl]-5-(2-hydroxyethyl)-4-methylthiazoliumchlorid.
Vitamin B2, Trivialname Riboflavin, chemische Bezeichnung 7,8-Dimethyl-10-(1-D-ribityl)- benzo[g]pteridin-2,4(3H,10H)-dion. In freier Form kommt Riboflavin z. B. in Molke vor, andere Riboflavin-Derivate lassen sich aus Bakterien und Hefen isolieren. Ein erfindungsgemäß ebenfalls geeignetes Stereoisomer des Riboflavin ist das aus Fischmehl oder Leber isolierbare Ly- xoflavin, das statt des D-Ribityl einen D-Arabityl-Rest trägt.
Vitamin B5 (Pantothensäure und Panthenol). Bevorzugt wird Panthenol eingesetzt. Erfindungsgemäß einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. In einer weiteren bevorzugten Ausführungs- form der Erfindung können zusätzlich zu Pantothensäure oder Panthenol auch Derivate des 2- Furanon eingesetzt werden. Besonders bevorzugte Derivate sind die auch im Handel erhältlichen Substanzen Dihydro-3 hydroxy-4,4-dimethyl-2(3H)-furanon mit dem Trivialnamen Panto- lacton (Merck), 4 Hydroxymethyl-γ-butyrolacton (Merck), 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-γ-butyrolacton (Aldrich) und 2,5- Dihydro-5-methoxy-2-furanon (Merck), wobei ausdrücklich alle Stereoisome- ren eingeschlossen sind.
Vorteilhafterweise verleihen diese Verbindungen den erfindungsgemässen keratinbindenden Effektormolekülen feuchtigkeitsspendende sowie hautberuhigende Eigenschaften.
Vitamin Bβ, wobei man hierunter keine einheitliche Substanz, sondern die unter den Trivialnamen Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal bekannten Derivate des 5 Hydroxymethyl-2- methylpyridin-3-ols versteht.
Erfindungsgemäß können geeignete Derivate (Salze, Ester, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) der genannten Verbindungen als Effektormoleküle verwendet werden. Als
lipophile, öllösliche Antioxidantien aus dieser Gruppe sind Tocopherol und dessen Derivate, Gallussäureester, Flavonoide und Carotinoide sowie Butylhydroxytoluol/anisol bevorzugt. Besonders bevorzugt sind die in Tabelle 8 abgebildeten Flavonoide.
Weiter bevorzugt sind sogenannte Peroxydzersetzter, d.h. Verbindungen die in der Lage sind Peroxyde, besonders bevorzugt Lipidperoxyde zu zersetzen. Darunter sind organische Substanzen zu verstehen, wie z.B.. 5-Pyrimidinol- sowie 3-Pyridinolderivate und Probucol.
Weitere bevorzugte Effektormoleküle sind Silikone, beispielsweise Hexamethyldisiloxan, Octa- methyltrisiloxan, Decamethyltetrasiloxan, 1 ,1 ,3,3,-Tetraisopropyldisiloxan, Octaphenyltrisiloxan, 1 ,3,5-trivinyl-1 ,1 ,3,5,5-pentamethyltrisiloxan usw. In einer bevorzugten Ausführungsform werden Chlorsiloxane mit Verbindungen der Formel 1 , 1 b oder 1c zu den entsprechenden Siloxy- lestern umgesetzt. Als Chlorsiloxane können beispielsweise eingesetzt werden: Chlorpen- taphenyldisiloxan, 1 ,3-Dichlortetraphenyldisiloxan, 1 ,3-Dichlortetramethyldisiloxan, 1 ,5- Dichlorhexamethyltrisiloxan, usw.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Halogenmethylsiloxane mit Verbindungen der Formel 1 , 1 b oder 1c zu den entsprechenden Methylsiloxylestern umgesetzt, z.B. Chlormethylpentadisiloxan, Chlormethylheptamethylcyclotetrasiloxan 3-
Chlormethylheptamethyltrisiloxan, 1 ,3-Bis-(Brommethyl)tetramethyldisiloxan, 3,5- Bis(chlormethyl)octamethyltetrasiloxan usw.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Silikone verwendet, die über Hydroxy- oder Aminogruppen verfügen und über diese mit Verbindungen der Formel 1 , 1 b oder 1c zu Estern bzw. Amiden umgesetzt werden können. Beispiele für solche Silikone sind: 3- Aminopropylpentamethyldisiloxan, 3-Hydroxypropylpentamethyldisiloxan, 1,1,3,3- Tetraphenyldisiloxandiol, 1 ,3-Bis(Hydroxybutyl)tetramethyldisiloxan usw.
Weitere bevorzugte Effektormoleküle (i) sind UV-Lichtschutzfilter. Darunter sind organische Substanzen zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z.B. Wärme, wieder abzugeben. Die organischen Substanzen können öllöslich oder wasserlöslich sein.
Als öllösliche UV-B-Filter können z.B. folgende Substanzen verwendet werden:
4-Aminobenzoesäurederivate, vorzugsweise Derivate von 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2- ethylhexylester, 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-octylester und 4-(Dimethylamino)- benzoesäureamylester mit freier NH-Funktion;
Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4 isopropyl- benzylester, Salicylsäurehomomenthylester;
Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4- methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;
Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise Derivate von 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2- ethylhexylester mit freier OH-Funktion;
Propan-1 ,3-dione, wie z.B. 1 -(4-tert. Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion.
Als wasserlösliche Substanzen kommen in Frage:
Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzo-phenon-5- sulfonsäure und ihre Salze;
Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Estern der Zimtsäure, vorzugsweise Derivate von 4-Methoxy-zimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester, 2-Cyano-3-phenyl- zimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene) mit freier OH Funktion.
Des weiteren ist die Verwendung von Derivaten des Benzophenons, insbesondere 2-Hydroxy- 4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4"-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4- methoxybenzophenon sowie der Einsatz von Propan-1 ,3-dionen, wie z.B. 1-(4-tert. Butylphe- nyl)-3-(4-'methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion bevorzugt.
Als typische UV-A-Filter kommen in Frage: Derivate des Benzoylmethans, wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-hydroxy- phenyl)propan-1 ,3-dion, 4-tert.-Butyl-4'-hydroxydibenzoylmethan oder 1-Phenyl-3-(4'- isopropylphenyl)-propan-1 ,3-dion;
Amino-hydroxy-substituierte Derivate von Benzophenonen wie z.B. N,N-Diethylamino- hydroxybenzoyl-n-hexylbenzoat.
Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt werden.
Geeignete UV-Filtersubstanzen sind in der folgenden Tabelle genannt.
Tabelle 3: Geeignete UV-Filtersubstanzen
Neben den beiden vorgenannten Gruppen primärer Lichtschutzstoffe können auch sekundäre Lichtschutzmittel vom Typ der Antioxidantien eingesetzt werden, die die photochemische Reak- tionskette unterbrechen, welche ausgelöst wird, wenn UV-Strahlung in die Haut eindringt. Typische Beispiele hierfür sind Tocopherole (Vitamin E) und Ascorbinsäure (Vitamin C).
Eine weitere Gruppe sind Antiirritantien, die eine entzündungshemmende Wirkung auf durch UV-Licht geschädigte Haut besitzen. Solche Stoffe sind beispielsweise Bisabolol, Phytol und Phytantriol.
Eine weitere Gruppe bevorzugter Effektormoleküle sind Polyphenole. Polyphenole im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine Sammelbezeichnung für phenolische Verbindungen mit meist mehr als 2 Phenol oder Phenolether-Gruppen, die unterschiedlichen Stoffklassen angehören: a) Hydroxyzimtsäure, Hydoxycumarine, Hydroxybenzoesäure b) Catechine, Leukoanthocyanidine c) Anthocyanidine d) Flavonone e) Flavone, Flavonole
Im erfindungsgemäßen Verfahren sind solche keratinbindende Polypeptide (ii) bevorzugt, die
(a) mindestens eine der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 1 16, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 umfassen, oder
(b) einem Polypeptid entsprechen, welches mindestens zu 40%, 45% oder 50%, vorzugsweise mindestens 55%, 60%, 65% oder 70%, besonders bevorzugt mindestens 75%, 80%, 85%, 90%, 91 %, 92%, 93% oder 94%, ganz besonders bevorzugt mindestens 95% oder 96% identisch ist mit wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 1 18, 120, 122, 124, 126, 128, 130,
132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 und in der Lage ist Keratin zu binden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das verwendete kera- tinbindende Polypeptid (ii) kodiert von einem Nukleinsäuremolekül umfassend mindestens ein Nukleinsäuremolekül ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
a) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, umfassend die in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98
100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 1 14, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 gezeigte Sequenz;
b) b) Nukleinsäuremolekül, das zumindest ein Polynukleotid der Sequenz gezeigt in SEQ
ID No.: 1 , 3, 5, 7, 9, 11 , 13, 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27, 29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75, 77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 , 103, 105, 107, 109, 111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137 , 139, 145, 149, 152, 159, 161 , 163, 165, 167 oder 169, be- sonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 umfasst;
c) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 1 16, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134,
136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 kodiert;
d) Nukleinsäuremolekül, mit einer Nukleinsäuresequenz entsprechend wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 1 , 3, 5, 7, 9, 11 , 13, 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27, 29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75,
77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 , 103, 105, 107, 109, 111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161 , 163, 165, 167 oder 169 oder ein davon durch Substitution, Deletion oder Insertion abgeleitetes Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches mindestens zu 40%, 45% oder 50%, vorzugsweise mindestens 55%, 60%, 65% oder 70%, besonders bevorzugt mindestens 75%, 80%, 85%, 90%, 91 %, 92%, 93% oder 94%, ganz besonders bevorzugt mindestens 95% oder 96% identisch ist mit wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 1 16, 118,
120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 und in der Lage ist an Keratin zu binden;
e) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches von einem monoklonalen An- tikörper, gerichtet gegen ein Polypeptid welches durch die Nukleinsäuremoleküle gemäß (a) bis (c) kodiert wird, erkannt wird;
f) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das unter stringenten Bedingungen mit einem Nukleinsäuremolekül gemäß (a) bis (c) hybridisiert;
g) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das aus einer DNA- Bank unter Verwendung eines Nukleinsäuremoleküls gemäß (a) bis (c) oder deren Teilfragmente von mindestens 15 nt, vorzugsweise 20 nt, 30 nt, 50 nt, 100 nt, 200 nt oder 500 nt als Sonde unter stringenten Hybridisierungsbedingungen isoliert werden kann, und
h) Nukleinsäuremolekül welches durch Rückübersetzung einer der in den Sequenzen
SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, , 166, 168 oder 170 gezeigten Aminosäuresequenzen erzeugt werden kann.
Erfindungsgemäß geeignete keratinbindende Polypeptiddomänen sind in den Polypeptidse- quenzen von Desmoplakinen, Plakophilinen, Plakoglobinen, Plectinen, Periplakinen, Envoplaki- nen, Trichohyalinen, Epiplakinen oder Haarfolikelproteinen, besonders bevorzugt Desmoplaki- nen und Plakophilinen vorhanden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, werden Desmoplakine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 2, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164 oder 166, und/oder Plakophilline oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 18, 20, 26, 28, 32, 34, 36, 168, 170 und/oder Plakoglobine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen mit der SEQ ID No.: 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, und/oder das Periplakin gemäß der Sequenz mit der SEQ ID No.: 86, und/oder En- voplakine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen mit der SEQ ID No.: 90, 92, 94, 96, 98, 102, 104, 105 und/oder die Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 138 und 140 als kertinbindende Polypeptide verwendet. Bevorzugte keratinbindende Domänen sind die in den Sequenzen SEQ ID NOs: 4, 6, 8, 10, 12, 14, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 abgebildeten Desmoplakin Polypeptide, sowie deren funktionelle Äquivalente. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden im erfindungsgemäßen Verfahren die in den Sequenzen SEQ ID No.: 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 und/oder 170 abgebildeten keratinbindenden Polypeptide eingesetzt. In einer am allermeisten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das in der Sequenz SEQ ID No.: 168 gezeigte keratinbindende Protein verwendet. Dabei versteht es sich, dass dieses Protein sowohl mit als auch ohne den in der SEQ ID No.: 168 vorhandenen Histidinanker verwendet werden kann. So kann der Histidinanker (oder eine analog zu verwendendes Aufreinigungs- /Detektiossystem) auch C-terminal vorhanden sein. In der praktischen Anwendung der genannten keratinbindenden Proteine (z.B in kosmetischen Zubereitungen) ist ein Histidinanker (oder eine analog zu verwendendes Aufreinigungs-/Detektiossystem) nicht notwendig. Somit ist die Verwendung der genannten Proteine ohne zusätzliche Aminosäuresequenzen bevorzugt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind kosmetische Zusammensetzungen zur Behandlung von keratinhaltigen Materialien, enthaltend in einem kosmetisch verträglichen Medium mindestens ein keratinbindendes Polypeptid (ii), welches kodiert wird von einem Nukleinsäuremolekül umfassend mindestens ein Nukleinsäuremolekül ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
i) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, umfassend die in SEQ ID No.: 16, 18,
20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64,
66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 1 12, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140,
146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 gezeigte Sequenz;
j) b) Nukleinsäuremolekül, das zumindest ein Polynukleotid der Sequenz gezeigt in SEQ
ID No.: 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27, 29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75, 77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 ,
103, 105, 107, 109, 111 , 113, 115, 1 17, 119, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137 , 139, 145, 149, 152, 159, 161 , 163, 165, 167 oder 169, besonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 umfasst;
k) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 16, 18,
20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 kodiert;
I) Nukleinsäuremolekül, mit einer Nukleinsäuresequenz entsprechend wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 15, 17, 19, 21 , 23, 25, 27, 29, 31 , 33, 35, 37, 39, 41 , 43, 45, 47, 49, 51 , 53, 55, 57, 59, 61 , 63, 65, 67, 69, 71 , 73, 75, 77, 79, 81 , 83, 85, 87, 89, 91 , 93, 95, 97, 99, 101 , 103, 105, 107, 109, 111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123, 125, 127, 129, 131 , 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161 , 163, 165, 167 oder
169 oder ein davon durch Substitution, Deletion oder Insertion abgeleitetes Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches mindestens zu 40%, 45% oder 50%, vorzugsweise mindestens 55%, 60%, 65% oder 70%, besonders bevorzugt mindestens 75%, 80%, 85%, 90%, 91 %, 92%, 93% oder 94%, ganz besonders bevorzugt mindes- tens 95% oder 96% identisch ist mit wenigstens einer der Sequenzen gemäß SEQ ID
No.: 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102,
104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 1 18, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 und in der Lage ist an Keratin zu binden;
m) Nukleinsäuremolekül, das ein Polypeptid kodiert, welches von einem monoklonalen Antikörper, gerichtet gegen ein Polypeptid welches durch die Nukleinsäuremoleküle gemäß (a) bis (c) kodiert wird, erkannt wird;
n) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das unter stringenten Bedingungen mit einem Nukleinsäuremolekül gemäß (a) bis (c) hybridisiert;
o) Nukleinsäuremolekül, kodierend für ein keratinbindendes Protein, das aus einer DNA- Bank unter Verwendung eines Nukleinsäuremoleküls gemäß (a) bis (c) oder deren Teilfragmente von mindestens 15 nt, vorzugsweise 20 nt, 30 nt, 50 nt, 100 nt, 200 nt oder
500 nt als Sonde unter stringenten Hybridisierungsbedingungen isoliert werden kann, und
p) Nukleinsäuremolekül welches durch Rückübersetzung einer der in den Sequenzen SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42,
44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, , 166, 168 oder 170 gezeigten Aminosäuresequenzen erzeugt werden kann.
Erfindungsgemäß geeignete keratinbindende Polypeptiddomänen sind in den Polypeptidse- quenzen von Desmoplakinen, Plakophilinen, Plakoglobinen, Plectinen, Periplakinen, Envoplaki- nen, Trichohyalinen, Epiplakinen oder Haarfolikelproteinen, besonders bevorzugt Desmoplakinen und Plakophilinen vorhanden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, werden Desmoplakine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 2, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164 oder 166, und/oder Plakophilline oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen SEQ ID No.: 18, 20, 26, 28, 32, 34, 36, 168, 170 und/oder Plakoglobine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen mit der SEQ ID No.: 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, und/oder das Periplakin gemäß der Sequenz mit der SEQ ID No.: 86, und/oder En- voplakine oder deren Teilsequenzen gemäß der Sequenzen mit der SEQ ID No.: 90, 92, 94, 96, 98, 102, 104, 105 und/oder die Sequenzen gemäß SEQ ID No.: 138 und 140 als kertinbindende Polypeptide verwendet. Bevorzugte keratinbindende Domänen sind die in den Sequenzen SEQ ID NOs: 4, 6, 8, 10, 12, 14, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 abgebildeten Desmoplakin Polypeptide, sowie deren funktionelle Äquivalente. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden im erfindungsgemäßen Verfahren die in den Sequenzen SEQ ID No.: 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 und/oder 170 abgebildeten keratinbindenden Polypeptide eingesetzt. In einer am allermeisten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das in der Sequenz SEQ ID No.: 168 gezeigte keratinbindende Protein verwendet. Dabei versteht es sich, dass dieses Protein sowohl mit als auch ohne den in der SEQ ID No.: 168 vorhandenen Histidinanker verwendet werden kann. So kann der Histidinanker (oder eine analog zu verwendendes Aufreinigungs- /Detektiossystem) auch C-terminal vorhanden sein. In der praktischen Anwendung der genann- ten keratinbindenden Proteine (z.B in kosmetischen Zubereitungen) ist ein Histidinanker (oder eine analog zu verwendendes Aufreinigungs-/Detektiossystem) nicht notwendig. Somit ist die Verwendung der genannten Proteine ohne zusätzliche Aminosäuresequenzen bevorzugt.
Ferner sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung pharmazeutische Zusammensetzungen zur Behandlung von keratinhaltigen Materialien, enthaltend in einem pharmazeutisch verträglichen Medium mindestens eines der vorab definierten keratinbindenden Polypeptid (ii).
Die Formulierungsgrundlage erfindungsgemäßer pharmazeutischer Mittel enthält bevorzugt pharmazeutisch akzeptable Hilfsstoffe. Pharmazeutisch akzeptabel sind die im Bereich der Pharmazie, der Lebensmitteltechnologie und angrenzenden Gebieten bekannter- massen verwendbaren Hilfsstoffe, insbesondere die in einschlägigen Arzneibüchern (z.B. DAB Ph. Eur. BP NF) gelisteten sowie andere Hilfsstoffe, deren Eigenschaften einer physiologischen Anwendung nicht entgegenstehen.
Erfindungsgemäß mit umfasst sind ebenfalls „funktionale Äquivalente" der konkret offenbarten keratinbindenden Polypeptide (ii) und die Verwendung dieser in den erfindungsgemäßen Verfahren.
„Funktionale Äquivalente" oder Analoga der konkret offenbarten keratinbindenden Polypeptide (ii) sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung davon verschiedene Polypeptide, welche weiterhin die gewünschte biologische Aktivität, wie z.B. Keratinbindung, besitzen. So versteht man beispielsweise unter „funktionalen Äquivalenten" von keratinbindenden Polypeptiden solche Polypeptide, die unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen, in den in den Beispielen beschriebenen quantitativen Keratinbindungstests ca.10%, 20%, 30%, 40% oder 50%, bevorzugt 60%, 70%, 80% oder 90%, besonders bevorzugt 100%, 125%, 150%, ganz besonders bevorzugt 200%, 300% oder 400%, am meisten bevorzugt 500%, 600%, 700% oder 1000% oder mehr der Keratinbindungskapazität der unter den SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, bevorzugt in SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 40, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, besonders bevorzugt 166 und 168, am meisten bevorzugt 168 dargestellten Polypeptide aufweisen.
Unter „funktionalen Äquivalenten" versteht man erfindungsgemäß insbesondere auch Muteine, welche in wenigstens einer Sequenzposition der oben genannten Aminosäuresequenzen eine andere als die konkret genannte Aminosäure aufweisen aber trotzdem eine der oben genann- ten biologischen Aktivitäten besitzen. „Funktionale Äquivalente" umfassen somit die durch eine Mutation erhältlichen Muteine, wobei die genannten Veränderungen in jeglicher Sequenzposition auftreten können, solange sie zu einem Mutein mit dem erfindungsgemäßen Eigenschaftsprofil führen.
„Mutation" im Sinne der vorliegenden Erfindung meint die Veränderung der Nukleinsäureabfolge einer Genvariante in einem Plasmid oder im Genom eines Organismus. Mutationen können z.B als Folge von Fehlern bei der Replikation entstehen oder durch Mutagene hervorgerufen werden. Die Rate der Spontanmutationen im Zellgenom von Organismen ist sehr gering, allerdings sind dem kundigen Fachmann eine Vielzahl von biologischen, chemischen oder physikalischen Mutagenen bekannt.
Mutationen umfassen Substitutionen, Insertionen, Deletionen eines oder mehrerer Nukleinsäu- rereste. Unter Substitutionen versteht man den Austausch von einzelnen Nukleinsäurebasen, dabei unterscheidet man zwischen Transitionen (Substitution einer Purin- gegen eine Purinbase bzw. einer Pyrimidin- gegen eine Pyrimidinbase) und Transversionen (Substitution einer Puringegen eine Pyrimidinbase (oder umgekehrt).
Unter Additionen bzw. Insertion versteht man den Einbau von zusätzlichen Nukleinsäureresten in die DNA, wobei es zu Verschiebungen des Leserahmens kommen kann. Bei derartigen Lese- rahmenverschiebungen unterscheidet man zwischen „in frame" Insertionen/Additionen und „out of frame" Insertionen. Bei den „in-frame" Insertionen/Additionen bleibt der Leserahmen erhalten und ein um die Anzahl der von den insertierten Nukleinsäuren kodierten Aminosäuren vergrößertes Polypeptid entsteht. Bei „out of frame" Insertionen/Additionen geht der ursprüngliche
Leserahmen verloren und die Bildung eines vollständigen und funktionstüchtigen Polypeptids ist nicht mehr möglich.
Deletionen beschreiben den Verlust von einem oder mehreren Basenpaaren, die ebenfalls zu „in frame" oder „out of frame" Verschiebungen des Leserahmens und den damit verbundenen Folgen bezüglich der Bildung eines intakten Proteins führen.
Die zur Erzeugung von zufälligen oder gezielten Mutationen verwendbaren mutagenen Agenzien (Mutagene) und die anwendbaren Methoden und Techniken sind dem Fachmann bekannt. Derartige Methoden und Mutagene sind z.B. beschrieben bei A.M. van Harten [(1998), "Mutation breeding: theory and practical applications", Cambridge University Press, Cambridge, UK], E Friedberg, G Walker, W Siede [(1995), „DNA Repair and Mutagenesis", Blackwell Publishing], oder K. Sankaranarayanan, J. M. Gentile, L. R. Ferguson [(2000) „Protocols in Mutagenesis", Elsevier Health Sciences]. Für die Einführung von gezielten Mutationen können geläufige molekularbiologische Methoden und Verfahren wie z.B der vitro Mutagense Kit, LA PCR in vitro Mutagenesis Kit" (Takara Shuzo Kyoto) oder der QuikChange® Kit der Firma Stratagene oder PCR Mutagenesen unter Verwendung geeigneter Primer angewendet werden.
Wie bereits oben aufgeführt, gibt es eine Vielzahl von chemischen, physikalischen und biologischen Mutagenen.
Die im folgenden aufgeführten Mutagene sind beispielhaft, aber nicht einschränkend genannt.
Chemische Mutagene können gemäß ihres Wirkmechanismus unterteilt werden. So gibt es Basenanaloga (z.B.5-bromouracil, 2-amino purin), mono- und bifunktionale alkylierende Agen- tien (z.B. monfunktionale wie Ethylmethylsulfonat, Dimethylsulfat, oder bifunktionale wie Dichlo- roethyl sulfit, Mitomycin, Nitrosoguanidine - Dialkylnitrosamine, N-Nitrosoguanidin Derivate) oder interkalierende Substanzen (z.B. Acridine, Ethidiumbromid).
Somit können beispielsweise auch solche Polypeptide für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt werden, welche man in Folge einer Mutation eines erfindungsgemäßen Polypeptides z.B. gemäß SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 1 18, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 und/oder 170 erhält.
Beispiele für geeignete Aminosäuresubstitutionen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Ursprünglicher Rest Beispiele der Substitution
AIa Ser
Arg Lys
Asn GIn; His
Asp GIu
Cys Ser oder AIa
GIn Asn
GIu Asp
GIy Pro
Ursprünglicher Rest Beispiele der Substitution
His Asn; GIn
He Leu; VaI
Leu He; VaI
Lys Arg; GIn; GIu
Met Leu; He
Phe Met; Leu; Tyr
Ser Thr
Thr Ser
Trp Tyr
Tyr Trp; Phe
VaI He; Leu Tabelle 4: geeignete Aminosäuresubstitutionen
Bekannt ist, dass in SEQ ID NO: 2 das an Position 2849 natürlich vorliegende Serin z.B. gegen Glycin ausgetauscht werden kann, um eine Phosphorylierung an dieser Position zu umgehen (Fontao L, Favre B, Riou S, Geerts D, Jaunin F, Saurat JH, Green KJ, Sonnenberg A, Borradori L., Interaction of the bullous pemphigoid antigen 1 (BP230) and desmoplakin with intermediate filaments is mediated by distinct sequences within their COOH terminus., Mol Biol Cell. 2003 May;14(5):1978-92. Epub 2003 Jan 26).
„Funktionale Äquivalente" im obigen Sinne sind auch „Präkursoren" der beschriebenen Polypeptide sowie „funktionale Derivate" und „Salze" der Polypeptide.
„Präkursoren" sind dabei natürliche oder synthetische Vorstufen der Polypeptide mit oder ohne gewünschte biologische Aktivität.
Unter dem Ausdruck „Salze" versteht man sowohl Salze von Carboxylgruppen als auch Säureadditionssalze von Aminogruppen der erfindungsgemäßen Proteinmoleküle. Salze von Carboxylgruppen können in an sich bekannter Weise hergestellt werden und umfassen anorganische Salze, wie zum Beispiel Natrium-, Calcium-, Ammonium-, Eisen- und Zinksalze, sowie Salze mit organischen Basen, wie zum Beispiel Aminen, wie Triethylamin, Arginin, Lysin, Piperidin und dergleichen. Säureadditionssalze, wie zum Beispiel Salze mit Mineralsäuren, wie Salzsäure oder Schwefelsäure und Salze mit organischen Säuren, wie Essigsäure und Oxalsäure sind ebenfalls Gegenstand der Erfindung.
"Funktionale Äquivalente" umfassen natürlich auch Polypeptide, welche aus anderen Organismen zugänglich sind, sowie natürlich vorkommende Varianten (Allele) derselben. Beispielsweise lassen sich durch Sequenzvergleiche Bereiche homologer Sequenzregionen bzw. konservierte Bereiche festlegen. Unter Verwendung dieser Sequenzen können DNA Datenbanken (z.B. genomische oder cDNA-Datenbanken) unter Anwendung bioinformatischer Vergleichspro- gramme nach äquivalenten Enzymen durchmustert werden. Geeignete Computerprogramme und öffentlich zugängliche Datenbanken sind dem Fachmann hinlänglich bekannt. Diese Alignments bekannter Proteinsequenzen können beispielsweise mit einem Computerprogramm wie Vector NTI 8 (Version vom 25. September 2002) der Firma InforMax Inc. durchgeführt werden.
„Funktionale Äquivalente" sind außerdem Fusionsproteine, welche eine der oben genannten Polypeptidsequenzen oder davon abgeleitete funktionale Äquivalente und wenigstens eine weitere, davon funktionell verschiedene, heterologe Sequenz in funktioneller N- oder C-terminaler Verknüpfung (d.h. ohne gegenseitige wesentliche funktionelle Beeinträchtigung der Fusionspro- teinteile) aufweisen. Nichtlimitierende Beispiele für derartige heterologe Sequenzen sind z.B. Signalpeptide oder Enzyme.
Erfindungsgemäß mit umfasste „funktionale Äquivalente" sind Homologe zu den konkret offenbarten Proteinen. Diese besitzen wenigstens 40%, 45% oder 50%, vorzugsweise mindestens 55%, 60%, 65% oder 70%, besonders bevorzugt mindestens 75%, 80%, 85%, 90%, 91 %, 92%, 93% oder 94%, ganz besonders bevorzugt mindestens 95% oder 96% Homologie zu einer der konkret offenbarten Aminosäuresequenzen, berechnet unter Verwendung der in den Definitionen offenbarten Computerprogrammen und Computeralgorithmen.
Im Falle einer möglichen Proteinglykosylierung umfassen erfindungsgemäße „funktionale Äquivalente" Proteine des oben bezeichneten Typs in deglykosylierter bzw. glykosylierter Form sowie durch Veränderung des Glykosylierungsmusters erhältliche abgewandelte Formen.
Im Falle einer möglichen Proteinphosphorylierung umfassen erfindungsgemäße „funktionale Äquivalente" Proteine des oben bezeichneten Typs in dephosphorylierter bzw. phosphorylierter Form sowie durch Veränderung des Phosphorylierungsmusters erhältliche abgewandelte Formen.
Homologe der erfindungsgemäßen Polypeptide können durch Screening kombinatorischer Banken von Mutanten, wie z.B. Verkürzungsmutanten, identifiziert werden. Beispielsweise kann eine Bank von Protein-Varianten durch kombinatorische Mutagenese auf Nukleinsäureebene erzeugt werden, wie z.B. durch enzymatisches Ligieren eines Gemisches synthetischer Oligo- nukleotide. Es gibt eine Vielzahl von Verfahren, die zur Herstellung von Banken potentieller Homologer aus einer degenerierten Oligonukleotidsequenz verwendet werden können. Die chemische Synthese einer degenerierten Gensequenz kann in einem DNA-Syntheseautomaten durchgeführt werden, und das synthetische Gen kann dann in einen geeigneten Expressionsvektor ligiert werden. Die Verwendung eines degenerierten Gensatzes ermöglicht die Bereitstellung sämtlicher Sequenzen in einem Gemisch, die den gewünschten Satz an potentiellen Proteinsequenzen kodieren. Verfahren zur Synthese degenerierter Oligonukleotide sind dem Fach- mann bekannt (z.B. Narang, S.A. (1983) Tetrahedron 39:3; Itakura et al. (1984) Annu. Rev. Biochem. 53:323; Itakura et al., (1984) Science 198:1056; Ike et al. (1983) Nucleic Acids Res. 11 :477).
Im Stand der Technik sind mehrere Techniken zum Screening von Genprodukten kombinatori- scher Banken, die durch Punktmutationen oder Verkürzung hergestellt worden sind, und zum Screening von cDNA-Banken auf Genprodukte mit einer ausgewählten Eigenschaft bekannt. Die am häufigsten verwendeten Techniken zum Screening großer Genbanken, die einer Analyse mit hohem Durchsatz unterliegen, umfassen das Klonieren der Genbank in replizierbare Expressionsvektoren, Transformieren der geeigneten Zellen mit der resultierenden Vektoren- bank und Exprimieren der kombinatorischen Gene unter Bedingungen, unter denen der Nachweis der gewünschten Aktivität die Isolation des Vektors, der das Gen kodiert, dessen Produkt nachgewiesen wurde, erleichtert. Recursive-Ensemble-Mutagenese (REM), eine Technik, die die Häufigkeit funktioneller Mutanten in den Banken vergrößert, kann in Kombination mit den
Screeningtests verwendet werden, um Homologe zu identifizieren (Arkin und Yourvan (1992) PNAS 89:7811-7815; Delgrave et al. (1993) Protein Engineering 6(3):327-331).
Auch die Durchmusterung von physikalisch verfügbaren cDNA- oder genomischen-DNA Biblio- theken anderer Organismen unter Verwendung der unter SEQ ID No.: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 55, 57, 59, 61, 63, 65, 67, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87, 89, 91, 93, 95, 97, 99, 101, 103, 105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119, 121, 123, 125, 127, 129, 131, 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161, 163, 165, 167 und/oder 169, besonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 beschriebenen Nukleinsäuresequenzen -oder Teilen derselben- als Sonde, ist ein dem Fachmann geläufiges Verfahren, um Homologe in anderen Arten zu identifizieren. Dabei haben die von der Nukleinsäuresequenz gemäß SEQ ID No.: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 55, 57, 59, 61, 63, 65, 67, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87, 89, 91, 93, 95, 97, 99, 101, 103, 105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119, 121, 123, 125, 127, 129, 131, 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161, 163, 165, 167 und/oder 169, besonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 abgeleiteten Sonden eine Länge von mindestens 20 bp, bevorzugt mindestens 50 bp, besonders bevorzugt mindestens 100 bp, ganz besonders bevorzugt mindestens 200 bp, am meisten bevorzugt mindestens 400 bp. Die Sonde kann auch ein oder mehrere Kilobasen lang sein, z.b.1 Kb, 1,5 Kb oder 3 Kb. Für die Durchmusterung der Bibliotheken kann auch ein zu den unter SEQ ID No.: 1 , 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19,21,23,25,27,29,31,33,35,37,39,41,43,45,47,49,51,53,55,57, 59, 61, 63, 65, 67, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87, 89, 91, 93, 95, 97, 99, 101, 103, 105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119, 121, 123, 125, 127, 129, 131, 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161, 163, 165, 167 und/oder 169, besonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 beschriebenen Sequenzen komplementärer DNA-Strang, oder ein Fragment desselben mit einer Länge zwischen 20 Bp und mehreren Kilobasen eingesetzt werden. Die zu verwendenden Hybridisierungsbedingungen sind oben beschrieben.
Im erfindungsgemäßen Verfahren können auch solche DNA Moleküle verwendet werden, die unter Standardbedingungen mit den durch SEQ ID No.: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43, 45, 47, 49, 51, 53, 55, 57, 59, 61, 63, 65, 67, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87, 89, 91, 93, 95, 97, 99, 101, 103, 105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119, 121, 123, 125, 127, 129, 131, 133, 135, 137, 139, 145, 149, 152, 159, 161, 163 , 165, 167 und/oder 169, besonders bevorzugt 165 und 167, am meisten bevorzugt 167 beschriebenen und für keratinbindende Polypeptide kodierenden Nukleinsäuremolekülehybridisieren und als vollständige Sequenzen für Polypeptide kodieren, die über die gleichen Eigenschaften wie die unter SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 beschriebenen Polypeptide verfügen.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind keratinbindende Polypeptide (ii), die mindestens eine der Polypeptidsequenzen wie gezeigt in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156,
157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 umfassen, mit der Maßgabe, dass die Keratinbin- dung der genannten Polypeptide mindestens 10 %, 20%, 30%, 40% oder 50%, bevorzugt 60%, 70%, 80% oder 90%, besonders bevorzugt 100% des Wertes beträgt, den die entsprechenden Polypeptidsequenzen wie gezeigt in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 1 12, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170 aufweisen, gemessen in dem Test gemäß Beispiel 9 oder 10.
Bevorzugt werden keratinbindende Polypeptide (ii) verwendet, die für den gewünschten Organismus eine hochspezifische Affinität besitzen. Für Anwendungen in der Hautkosmetik werden demzufolge keratinbindende Polypeptide (ii) bevorzugt eingesetzt, die zu dem humanen Haut- Keratin eine besonders hohe Affinität haben. Für Anwendungen in der Haarkosmetik werden solche Polypeptidsequenzen bevorzugt, die zu humanem Haarkeratin eine besonders hohe Affinität haben.
Für Anwendungen auf dem Haustiergebiet werden, neben den beschriebenen Polypeptidsequenzen (SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 1 10, 112, 114, 1 16, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, bevorzugt in SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 40, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 164, 166, 168 oder 170, besonders bevorzugt 166 und 168, am meisten bevorzugt 168), entsprechend solche keratinbindende Polypeptide (ii) bevorzugt, die zu dem entsprechenden Keratin, beispielsweise Hundekeratin oder Katzenkeratin eine besonders hohe Affinität besitzen.
Es können aber auch mehr als ein keratinbindendes Polypeptid (ii) mit dem erfindungsgemäßen Effektormolekül (i) gekoppelt verwendet werden, beispielsweise kann ein keratinbindendes Po- lypeptid (ii), welches eine hohe Bindungsaffinität zu humanem Hautkeratin besitzt, in Verbindung mit einem anderen keratinbindenden Polypeptid (ii), welches eine hohe Affinität zu humanem Haarkeratin besitzt, mit einem Effektormolekül kombiniert werden. Es können auch chimä- re Polypeptide verwendet werden, die mehrere Kopien der gleichen (oder auch verschiedene) keratinbindende Polypeptide (ii) oder deren keratinbindenden Domänen enthalten. Somit könnte beispielsweise eine besonders effektive Keratinbindung erzielt werden.
Geeignete keratinbindende Polypeptide (ii) sind bekannt. Beispielsweise enthalten Desmoplaki- ne und Plectine keratinbindende Domänen (Fontao L, Favre B, Riou S, Geerts D, Jaunin F, Saurat JH, Green KJ, Sonnenberg A, Borradori L., Interaction of the bullous pemphigoid antigen 1 (BP230) and desmoplakin with intermediate filaments is mediated by distinct sequences within their COOH terminus., Mol Biol Cell. 2003 May;14(5):1978-92. Epub 2003 Jan 26; Hopkinson SB, Jones JC, The N terminus of the transmembrane protein BP180 interacts with the N-terminal domain of BP230, thereby mediating keratin cytoskeleton anchorage to the cell surface at the Site of the hemidesmosome, Mol Biol Cell. 2000 Jan; 11 (1 ):277-86).
Die erfindungsgemäßen keratinbindenden Polypeptide (i) können auch - falls gewünscht - wieder leicht vom Keratin getrennt werden. Hierzu kann beispielsweise eine Spülung mit Keratin eingesetzt werden, wodurch die keratinbindenden Polypeptide (i) aus ihrer bestehenden Bin-
dung zum Keratin verdrängt werden und mit dem Keratin aus der Spülung abgesättigt werden. Alternativ ist auch eine Spülung mit einem hohen Anteil an Detergenz (z.B. SDS) zum Abwaschen möglich.
Die erfindungsgemäßen keratinbindenden Polypeptide (i) besitzen ein weites Anwendungsgebiet in der Humankosmetik, insbesondere der Haut-, Nagel- und Haarpflege, der Tierpflege, der Lederpflege und Lederbearbeitung.
Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen keratinbindenden Polypeptide (ii) für die Hautkosme- tik und Haarkosmetik angewendet. Sie erlauben eine hohe Konzentration und lange Wirkdauer von pflegenden oder schützenden Effektormolekülen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, werden keratin- bindende Polypeptide verwendet, die eine Bindungsaffinität zu menschlichen Haut-, Haar- oder Nagelkeratin besitzt.
In einer speziell bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um ein Verfahren, bei dem i) das verwendete keratinbindende Polypeptid eine der in den SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8,
10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96,
98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130,
132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder
170, bevorzugt in SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 40, 42, 44, 46, 48, 146, 150,
153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, besonders bevorzugt 166 und 168, am meisten bevorzugt 168 dargestellte Sequenz umfasst, und das j) als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure verwendet wird, und das k) das Effektormolekül (i) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Pantothensäu- re, Panthenol, Pantholacton, Ester des Panthenols, Ether des Panthenols und kationisch derivatisierte Panthenole.
In einer Ausführungsform werden die im Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten keratinbindenden Polypeptide (ii) und das Maleinimidocapronsäure-Panthenol Effektormolekül (iv) in äquimolaren Mengen eingesetzt. Bevorzugt liegt das Molverhältnis des keratinbindenden Polypeptids (ii) und des Maleinimidocapronsäure-Panthenol Effektormolekül (iv) zwischen 1 :1 und 1 :5 bevorzugt bei 1 :1 , 1 :1 ,1 oder 1 :1 ,2, bevorzugt bei 1 :1 ,3 oder 1 :1 ,4, besonders bevorzugt bei 1 :1 ,5 oder 1 :1 ,6 ganz besonders bevorzugt bei 1 :1 ,7 oder 1 :1 ,8, am meisten bevorzugt bei 1 :1 ,9 oder 1 :2, wobei in Abhängigkeit von der Anzahl der im Polypeptid vorliegenden bzw. im nativ gefalteten Polypeptid an der Oberfläche zugänglichen Bindungsgruppen auch größere Verhältnisunterschiede gewählt werden können. Bei der Verwendung der Keratin Bindedomäne B (SEQ ID No.: 166) kann z.B. auch ein Verhältnis von 1 :4 gewählt werden, wobei dieses Verhältnis Einfluß auf z.B. die Haarbindungsaktivität des gebildeten keratinbindenden Effektormoleküls hat (siehe Beispiel 24).
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind keratinbindende Effektormoleküle, bei denen das Effektormolekül (i) über ein Linkermolekül (iii) indirekt an das keratinbindende Polypeptid gekoppelt ist. Bevorzugt sind keratinbindende Effektormoleküle, welche mindestens ein keratinbindendes Polypeptid (ii) gemäß der in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22,
24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157 oder 158, bevorzugt in SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 40, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, besonders bevorzugt 166 und 168, am meisten bevorzugt 168 abgebildeten Sequenzen enthalten, und bei deren Herstellung als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure verwendet wurden. Besonders bevorzugte keratinbindende Effektormoleküle sind in den Tabellen 12 und 12 a aufgeführt. Ganz besonders bevorzugt sind die oben genannten Keratinbindenden Effektormoleküle bei denen als Linkermolekül (iii) die Maleinimi- docapronsäure als und als Effektormolekül (i) die Pantothensäure, Panthenol, Pantholacton, Ester des Panthenols, Ether des Panthenols oder kationisch derivatisierte Panthenole verwendet wurden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in dermokosmetischen Zubereitungen. Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormoleküle in der Haut- und Haar- Kosmetik angewendet. Sie erlauben eine hohe Konzentration und lange Wirkdauer von hautpflegenden oder hautschützenden Effektorstoffen. Weiterhin bevorzugt ist die Verwendung der keratinbindenden Effektormoleküle in der Zahnfleisch und Mundpflege.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird den Dermokosmetika bzw. Mittel zur Mund-, Zahn- und Zahnersatzpflege ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 0,001 bis 1 Gewichtsprozent (Gew.-%), vorzugsweise 0,01 bis 0,9 Gew.-%, beson- ders bevorzugt 0,01 bis 0,8 Gew.-% oder 0,01 bis 0,7 Gew.%, ganz besonders bevorzugt 0,01 bis 0,6 Gew.% oder 0,01 bis 0,5 Gew.%, am meisten bevorzugt 0,01 bis 0,4 Gew.% oder 0,01 bis 0,3 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels beigefügt. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 1 bis 10 Gew.- %, vorzugsweise 2 bis 8 Gew.-%, 3 bis 7 Gew.-%, 4 bis 6 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels. In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 10 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 11 bis 19 Gew.-%, 12 bis 18 Gew.-%, 13 bis 17 Gew.-%, 14 bis 16 Gew.-% bezogen auf das Gesamtge- wicht des Mittels. In einer darüber hinaus bevorzugten Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 20 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 21 bis 29 Gew.-%, 22 bis 28 Gew.-%, 23 bis 27 Gew.-%, 24 bis 26 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Verwendung der oben genannten erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormoleküle in Dermokosmetika bzw. Mittel zur Mund-, Zahn- und Zahnersatzpflege in Kombination mit (i) kosmetischen Hilfsmitteln aus dem Bereich der dekorativen Kosmetik, (ii) dermokosmetischen Wirkstoffen und (iii) geeigneten Hilfs- und Zusatzstoffen. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Wirkstoffe bzw. Hilfs- und Zusatzstoffe, die zum Schutz von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel vor Schädigungen, zur Behandlung von bereits aufgetretenen Schädigungen von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel und zur Pflege von Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel eingesetzt werden.
Diese Wirkstoffe sind vorzugsweise ausgewählt der Gruppe der natürlichen oder synthetischen Polymere, Pigmente, Feuchthaltemittel, Öle, Wachse, Enzyme, Mineralien, Vitamine, Sonnenschutzmittel, Farbstoffe, Duftstoffe, Antioxidantien, Konservierungsmittel und/oder pharmazeutische Wirkstoffe.
Geeignete Hilfs- und Zusatzstoffe für die Herstellung von haarkosmetischen oder hautkosmetischen Zubereitungen sind dem Fachmann geläufig und können aus Handbüchern der Kosmetik, beispielsweise Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, Hüthig Verlag, Heidelberg, 1989, ISBN 3-7785-1491-1 , oder Limbach, Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2. erweiterte Auflage, 1995, Georg Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9 entnommen werden.
Vorzugsweise erfolgt die Verwendung der erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormoleküle in Dermokosmetika bzw. Mittel zur Mund-, Zahn- und Zahnersatzpflege in Kombination mit wenigstens einem davon verschiedenen Bestandteil, der ausgewählt ist unter kosmetisch aktiven Wirkstoffen, Emulgatoren, Tensiden, Konservierungsmitteln, Parfümölen, Verdickern, Haarpolymeren, Haar-und Hautconditionern, Pfropfpolymeren, wasserlöslichen oder dispergier- baren silikonhaltigen Polymeren, Lichtschutzmitteln, Bleichmitteln, Gelbildnern, Pflegemitteln, Färbemitteln, Tönungsmitteln, Bräunungsmitteln, Farbstoffen, Pigmenten, Konsistenzgebern, Feuchthaltemitteln, Rückfettern, Collagen, Eiweißhydrolysaten, Lipiden, Antioxidantien, Entschäumern, Antistatika, Emollienzien und Weichmachern. Die Wirkstoffe können auch in ver- kapselter Form wie in den Patenten/Patentanmeldungen EP 00974775 B1 , DE 2311 712, EP 0278 878, DE 1999 47147, EP 0706822B1 und WO 98/16621 beschrieben, worauf hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird, in den kosmetischen Zubereitungen enthalten sein.
Vorteilhafterweise werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Uroca- ninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. ß-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thiorodoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl-, und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilau- rylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, E- ther, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximine, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathionin- sulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)- Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α- Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, GaI- lenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und deren Derivate (z.B. Natriumascorbat, Ascor- bylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherol und Derivate (z.B. Vitamin-E- Acetat, Tocotrienol), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-Palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α-Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidengluci- tol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydro- guajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren
Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSCU), Selen und dessen Derivate (z.B. Se- lenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid).
Zu den erfindungsgemäß bevorzugt einzusetzenden Vitaminen, Provitaminen oder Vitaminvor- stufen der Vitamin B-Gruppe oder deren Derivaten sowie den Derivaten von 2-Furanon gehören unter anderem:
Vitamin Bi, Trivialname Thiamin, chemische Bezeichnung 3-[(4'-Amino-2'-methyl-5'-pyrimidinyl) methyl]-5-(2-hydroxyethyl)-4-methylthiazoliumchlorid.
Vitamin B2, Trivialname Riboflavin, chemische Bezeichnung 7,8-Dimethyl-10-(1-D-ribityl)- benzo[g]pteridin-2,4(3H,10H)-dion. In freier Form kommt Riboflavin z. B. in Molke vor, andere Riboflavin-Derivate lassen sich aus Bakterien und Hefen isolieren. Ein erfindungsgemäß ebenfalls geeignetes Stereoisomer des Riboflavin ist das aus Fischmehl oder Leber isolierbare Ly- xoflavin, das statt des D-Ribityl-Restes einen D-Arabityl-Rest trägt.
Vitamin B3. Unter dieser Bezeichnung werden häufig die Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinsäureamid (Niacinamid) geführt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Nicotinsäureamid.
Vitamin B5 (Pantothensäure und Panthenol). Bevorzugt wird Panthenol eingesetzt. Erfindungsgemäß einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können zusätzlich zu Pantothensäure oder Panthenol auch Derivate des 2- Furanon eingesetzt werden. Besonders bevorzugte Derivate sind die auch im Handel erhältli- chen Substanzen Dihydro-3 hydroxy-4,4-dimethyl-2(3H)-furanon mit dem Trivialnamen Panto- lacton (Merck), 4 Hydroxymethyl-γ-butyrolacton (Merck), 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-γ-butyrolacton (Aldrich) und 2,5- Dihydro-5-methoxy-2-furanon (Merck), wobei ausdrücklich alle Stereoisomeren eingeschlossen sind.
Vorteilhafterweise verleihen diese Verbindungen den erfindungsgemäßen Dermokosmetika feuchtigkeitsspendende sowie hautberuhigende Eigenschaften.
Vitamin Be, wobei man hierunter keine einheitliche Substanz, sondern die unter den Trivialnamen Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal bekannten Derivate des 5 Hydroxymethyl-2- methylpyridin-3-ols versteht.
Vitamin B7 (Biotin), auch als Vitamin H oder "Hautvitamin" bezeichnet. Bei Biotin handelt es sich um (3aS,4S, 6aR)-2-Oxohexahydrothienol[3,4-d]imidazol-4-valeriansäure.
Panthenol, Pantolacton, Nicotinsäureamid sowie Biotin sind erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt.
Farbstoffe
Als Farbstoffe können die für kosmetische Zwecke geeigneten und zugelassenen Substanzen verwendet werden, wie sie beispielsweise in der Publikation "Kosmetische Färbemittel" der Farbstoffkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft, veröffentlicht im Verlag Chemie, Weinheim, 1984, zusammengestellt sind. Diese Farbstoffe werden üblicherweise in Konzentration von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Mischung, eingesetzt.
Pigmente
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens ein Pigment. Die Pigmente liegen in der Produktmasse in ungelöster Form vor und können in einer Menge von 0,01 bis 25 Gew.%, besonders bevorzugt von 5 bis 15 Gew.% enthalten sein. Die bevorzugte Teilchengröße beträgt 1 bis 200 μm, insbesondere 3 bis 150 μm, besonders bevorzugt 10 bis 100 μm. Die Pigmente sind im Anwendungsmedium praktisch unlösliche Farbmittel und können anorganisch oder organisch sein. Auch anorganisch-organische Mischpigmente sind möglich. Bevorzugt sind anorganische Pigmente. Der Vorteil der anorgani- sehen Pigmente ist deren ausgezeichnete Licht-, Wetter- und Temperaturbeständigkeit. Die anorganischen Pigmente können natürlichen Ursprungs sein, beispielsweise hergestellt aus Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit. Bei den Pigmenten kann es sich um Weißpigmente wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid, um Schwarzpigmente wie z.B. Eisenoxidschwarz, Buntpigmente wie z.B. Ultramarin oder Eisenoxid rot, um Glanzpigmen- te, Metalleffekt-Pigmente, Perlglanzpigmente sowie um Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente handeln, wobei vorzugsweise mindestens ein Pigment ein farbiges, nicht-weißes Pigment ist. Geeignet sind Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -Chromate und - molybdate sowie die Metalle selbst (Bronze-Pigmente). Geeignet sind insbesondere Titandioxid (Cl 77891), schwarzes Eisenoxid (Cl 77499), gelbes Eisenoxid (Cl 77492), rotes und braunes Eisenoxid (Cl 77491 ), Manganviolett (Cl 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, Cl 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (C177289), Eisenblau (Ferric Ferro-Cyanide, CI7751 0), Carmine (Cochineal). Besonders bevorzugt sind Perlglanz- und Farbpigmente auf Mica- bzw. Glimmerbasis welche mit einem Metalloxid oder einem Metalloxychlorid wie Titandi- oxid oder Wismutoxychlorid sowie gegebenenfalls weiteren farbgebenden Stoffen wie Eisenoxiden, Eisenblau, Ultramarine, Carmine etc. beschichtet sind und wobei die Farbe durch Variation der Schichtdicke bestimmt sein kann. Derartige Pigmente werden beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Rona®, Colorona®, Dichrona® und Timiron® (Merck) vertrieben. Organische Pigmente sind beispielsweise die natürlichen Pigmente Sepia, Gummigutt, Knochenkohle, Kasseler Braun, Indigo, Chlorophyll und andere Pflanzenpigmente. Synthetische organische Pigmente sind beispielsweise Azo-Pigmente, Anthrachinoide, Indigoide, Dioxazin-, Chinacridon- , Phtalocyanin-, Isoindolinon-, Perylen- und Perinon-, Metallkomplex-, Alkaliblau- und Diketopyr- rolopyrrol-Pigmente.
In einer Ausführungsform erfolgt die Verwendung der erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle mit mindestens einem partikelförmigen Stoff, der in der Zusammensetzung in einem Anteil von 0,01 bis 10, bevorzugt von 0,05 bis 5 Gew.% vorliegt. Geeignete Stoffe sind z.B. Stoffe, die bei Raumtemperatur (25°C) fest sind und in Form von Partikeln vorliegen. Geeignet sind etwa Silica, Silikate, Aluminate, Tonerden, Mica, Salze, insbesondere anorganische Metallsalze, Metalloxide, z.B. Titandioxid, Minerale und Polymerpartikel. Die Partikel liegen in dem Mittel ungelöster, vorzugsweise stabil dispergierter Form vor und können sich nach Aufbringen auf die Anwendungsoberfläche und Verdampfen des Lösungsmittels in fester Form abscheiden. Bevorzugte partikelförmige Stoffe sind Silica (Kieselgel, Siliciumdioxid) und Metallsalze, insbesondere anorgani- sehe Metallsalze, wobei Silica besonders bevorzugt ist. Metallsalze sind z.B. Alkali- oder Erdal- kalihalogenide wie Natriumchlorid oder Kaliumchlorid; Alkali- oder Erdalkalisulfate wie Natriumsulfat oder Magnesiumsulfat.
Perlglanzmittel
Als Perlglanzmittel kommen beispielsweise in Frage: Alkylenglycolester, spezielle Ethylengly- coldisterat; Fettsäurealkanolamide, speziell Kokosfettsäurediethanoamid; Partialglyceride, speziell Stearinsäuremonoglycerid; Ester von mehrwertigen, gegebenenfalls hydroxysubstituierte Carbonsäuren mit Fettalkoholen mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, speziell langkettige Ester der Weinsäure; Fettstoffe, wie beispielsweise Fettalkohole, Fettketone, Fettaldehyde, Fettether und Fettcarbonate, die in Summe mindestens 24 Kohlenstoffatome aufweisen, speziell Lauron und Distearylether; Fettsäuren wie Stearinsäure, Hydroxystearinsäure oder Behensäure, Ringöffnungsprodukte von Olefinepoxiden mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit Fettalkoholen mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und/oder Polyolen mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen und 2 bis 10 Hydroxylgruppen sowie deren Mischungen
Übliche Verdickungsmittel in derartigen Formulierungen sind vernetzte Polyacrylsäuren und deren Derivate, Polysaccharide und deren Derivate, wie Xanthangum, Agar-Agar, Alginate oder Tylosen, Cellulosederivate, z.B. Carboxymethylcellulose oder Hydroxycarboxymethylcellulose, Fettalkohole, Monoglyceride und Fettsäuren, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon. Bevorzugt werden nichtionische Verdicker eingesetzt.
Geeignete kosmetisch und/oder dermokosmetisch aktive Wirkstoffe sind z.B. färbende Wirk- Stoffe, Haut-und Haarpigmentierungsmittel, Tönungsmittel, Bräunungsmittel, Bleichmittel, Keratin-härtende Stoffe, antimikrobielle Wirkstoffe, Lichtfilterwirkstoffe, Repellent-wirkstoffe, hyperemisierend wirkende Stoffe, keratolytisch und keratoplastisch wirkende Stoffe, Antischuppenwirkstoffe, Antiphlogistika, keratinisierend wirkende Stoffe, antioxidativ bzw. als Radikalfänger aktive Wirkstoffe, hautbefeuchtende oder -feuchthaltende Stoffe, rückfettende Wirkstoffe, antierythimatös oder antiallergisch aktive Wirkstoffe, verzweigte Fettsäuren wie 18-Methyleicosansäure, und Mischungen davon.
Künstlich hautbräunende Wirkstoffe, die geeignet sind, die Haut ohne natürliche oder künstliche Bestrahlung mit UV-Strahlen zu bräunen, sind z.B. Dihydroxyaceton, Allo-xan und Walnuss- schalenextrakt. Geeignete Keratin-härtende Stoffe sind in der Regel Wirkstoffe, wie sie auch in Antitranspirantien eingesetzt werden, wie z.B. Kaliumaluminiumsulfat, Aluminiumhydroxychlorid, Aluminiumlactat, etc.
Antimikrobielle Wirkstoffe werden eingesetzt, um Mikroorganismen zu zerstören bzw. ihr Wachstum zu hemmen und dienen somit sowohl als Konservierungsmittel als auch als desodorierend wirkender Stoff, welcher die Entstehung oder die Intensität von Körpergeruch vermindert. Dazu zählen z.B. übliche, dem Fachmann bekannte Konservierungsmittel, wie p- Hydroxybenzoesäureester, Imidazolidinyl-Harnstoff, Formaldehyd, Sorbinsäure, Benzoesäure, Salicylsäure, etc. Derartige desodorierend wirkende Stoffe sind z.B. Zinkricinoleat, Triclosan, Undecylensäurealkylolamide, Citronensäuretriethylester, Chlorhexidin etc.
Als geeignete Konservierungsmittel sind erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwenden:
Tabelle 5: geeignete Konservierungsmittel. Bei den in der obigen Tabelle aufgeführten E- Nummem handelt es sich um die im der Richtlinie 95/2/EWG gebräuchlichen Bezeichnungen.
Ferner sind erfindungsgemäß in der Kosmetik gebräuchliche Konservierungsmittel oder Kon- servierungshilfsstoffe Dibromdicyanobutan (2-Brom-2-brommethyl-glutarodinitril), 3-lod-2- propinylbutylcarbamat, 2-Brom-2-nitro-propan-1 ,3-diol, Imidazolidinylharnstoff, 5-Chlor-2- methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Chloracetamid, Benzalkonium- chlorid und Benzylalkohol geeignet. Ferner sind Phenylhydroxyalkylether, insbesondere die unter der Bezeichnung Phenoxye- thanol bekannte Verbindung aufgrund ihrer bakteriziden und fungiziden Wirkungen auf eine Anzahl von Mikroorganismen als Konservierungsmittel geeignet.
Auch andere keimhemmende Mittel sind ebenfalls geeignet, in die erfindungsgemäßen Zubereitungen eingearbeitet zu werden. Vorteilhafte Substanzen sind zum Beispiel 2,4,4'- Trichlor-2'-hydroxydiphenylether (Irgasan), 1 ,6-Di-(4-chlorphenylbiguanido)-hexan (Chlorhexidin), 3,4,4'-Trichlorcarbanilid, quaternäre Ammoniumverbindungen, Nelkenöl, Minzöl, Thymianöl, Triethylcitrat, Farnesol (3,7,11-Trimethyl-2,6,10-dodecatrien-1-ol) sowie die in den Patentoffenlegungsschriften DE-37 40 186, DE-39 38 140, DE-42 04 321 , DE-42 29 707, DE- 43 09 372, DE-44 11 664, DE-195 41 967, DE-195 43 695, DE-195 43 696, DE-195 47 160, DE-196 02 108, DE-196 02 110, DE-196 02 111 , DE-196 31 003, DE-196 31 004 und DE-196 34 019 und den Patentschriften DE-42 29 737, DE-42 37 081 , DE-43 24 219, DE-44 29 467, DE-44 23 410 und DE-195 16 705 beschriebenen Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen. Auch Natrium-hydrogencarbonat ist vorteilhaft zu verwenden. Ebenso können auch mikrobielle Polypeptide eingesetzt werden.
Parfümöle
Gegebenenfalls können die kosmetischen Zusammensetzungen Parfümöle enthalten. Als Parfümöle seien beispielsweise Gemische aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen genannt. Natürliche Riechstoffe sind Extrakte von Blüten (Lilie, Lavendel, Rose, Jasmin, Neroli, Ylang-Ylang), Stengeln und Blättern (Geranium, Patchouli, Petitgrain), Früchten (Anis, Korian- der, Kümmel, Wacholder), Fruchtschalen (Bergamotte, Zitrone, Orange), Wurzeln (Macis, Angelica, Sellerie, Kardamon, Costus, Iris, Calmus), Hölzern (Pinien-, Sandel-, Guajak-, Zedern-, Rosenholz), Kräutern und Gräsern (Estragon, Lemongras, Salbei, Thymian), Nadeln
Rosenholz), Kräutern und Gräsern (Estragon, Lemongras, Salbei, Thymian), Nadeln und Zweigen (Fichte, Tanne, Kiefer, Latschen), Harzen und Balsamen (Galbanum, Elemi, Benzoe, Myrrhe, Olibanum, Opoponax). Weiterhin kommen tierische Rohstoffe in Frage, wie beispielsweise Zibet und Castoreum. Typische synthetische Riechstoffverbindungen sind Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, 4-tert.-Butylcyclo- hexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Ben- zylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die Alkanale mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cycla- menaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, Isomethylionen und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Isoeuge- nol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpeneol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene und Balsame. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Auch ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit, die meist als Aromakomponenten verwendet werden, eignen sich als Parfümöle, z.B. Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzeöl, Zimtblätteröl, Lindenblü- tenöl, Wacholderbeerenöl, Vetiveröl, Olibanöl, Galbanumöl, Labdanumöl und Lavandinöl. Vorzugsweise werden Bergamotteöl, Dihydromyrcenol, Lilial, Lyral, Citronellol, Phenylethylalkohol, α-Hexylzimtaldehyd, Geraniol, Benzylaceton, Cyclamenaldehyd, Linalool, Boisambrene®Forte, Ambroxan, Indol, Hedione, Sandelice, Citronenöl, Mandarinenöl, Orangenöl, Allylamylglycolat, Cyclovertal, Lavandinöl, Muskateller Salbeiöl, ß-Damascone, Geraniumöl Bourbon, Cyclohexyl- salicylat, Vertofix®Coeur, Iso-E-Super®, Fixolide®NP, Evernyl, Iraldein gamma, Phenylessigsäu- re, Geranylacetat, Benzylacetat, Rosenoxid, Romiüat, Irotyl und Floramat allein oder in Mi- schungen eingesetzt.
Öle, Fette und Wachse
Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Öle, Fette und/oder Wachse. Bestandteile der Öl- und/oder Fettphase der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ledthine und der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, wie z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, So- jaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Distelöl, Nachtkerzenöl, Macadamianußöl und dergleichen mehr. Weitere polare Ölkomponen- ten können gewählt werden aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C- Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoho- len einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen sowie aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexyl-palmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyl- dodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat Dicaprylyl Carbonat (Cetiol
CC) und Cocoglyceride (Myritol 331), Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat und Dibutyl Adipat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, wie z.B. Jojobaöl. Ferner können eine oder mehrere Ölkomponenten vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialky- lether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole. Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen. Erfindungsgemäß vorteilhaft wird die Ölkomponente gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12-15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether. Erfindungsgemäß vorteilhaft sind Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt werden als Öle mit einer Polarität von 5 bis 50 mN/m Fettsäuretriglyceride, insbesondere Sojaöl und/oder Mandelöl eingesetzt. Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der Guerbetalkohole. Guerbetalkohole sind benannt nach Marcel Guerbet, der ihre Herstellung erstmalig beschrieb. Sie entstehen nach der Reaktionsgleichung
R
R — C Hs-CH2-OH ^.„JL. »_. R — CH- CHsr- OH
Katalysator durch Oxidation eines Alkohols zu einem Aldehyd, durch Aldol-Kondensation des Aldehyds, Abspaltung von Wasser aus dem Aldol- und Hydrierung des Allylaldehyds. Guerbetalkohole sind selbst bei niederen Temperaturen flüssig und bewirken praktisch keine Hautreizungen. Vorteilhaft können sie als fettende, überfettende und auch rückfettend wirkende Bestandteile in kosmetischen Zusammensetzungen eingesetzt werden.
Die Verwendung von Guerbet-Alkoholen in Kosmetika ist an sich bekannt. Solche Species zeichnen sich dann meistens durch die Struktur
H
^ aus. Dabei bedeuten Ri und R2 in der Regel unverzweigte Alkylreste.
Erfindungsgemäß vorteilhaft werden der oder die Guerbet-Alkohole gewählt aus der Gruppe, wobei
Ri = Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl und R2 = Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl oder Tetradecyl.
Erfindungsgemäß bevorzugte Guerbet-Alkohole sind 2-Butyloctanol (beispielsweise als Iso- fol®12 (Condea) kommerziell erhältlich) und 2-Hexyldecanol (beispielsweise als lsofol®16 (Con- dea) kommerziell erhältlich). Auch Mischungen von erfindungsgemäßen Guerbet-Alkoholen
sind erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwenden wie beispielsweise Mischungen aus 2- Butyloctanol und 2-Hexyldecanol (beispielsweise als lsofol®14 (Condea) kommerziell erhältlich). Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Unter den Polyolefinen sind Polydecene die bevorzug- ten Substanzen.
Vorteilhaft kann die Ölkomponente ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponen- ten zu verwenden. Niedermolekulare Silicone oder Siliconöle sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert:
R1 3— O— Sf — O— F
Höhermolekulare Silicone oder Siliconöle sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert,
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert sein können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste Ri bis R4 dargestellt sind. Die Anzahl der unterschiedlichen Reste ist aber nicht notwendigerweise auf bis zu 4 beschränkt, m kann dabei Werte von 2 bis 200.000 annehmen.
Erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzende cyclische Silicone sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert
R1 R3
R3 R 4 n
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste Ri bis R4 dargestellt sind. Die Anzahl der unterschiedlichen Reste ist aber nicht notwendigerweise auf bis zu 4 beschränkt, "n" kann dabei Werte von 3/2 bis 20 annehmen. Gebrochene Werte für n berücksichtigen, daß ungeradzahlige Anzahlen von Siloxylgruppen im Zyklus vorhanden sein können. Vorteilhaft wird Phenyltrimethicon als Siliconöl gewählt. Auch andere Silikonöle, beispielsweise Dimethicon, Hexamethylcyclotrisiloxan, Phenyldimethicon, Cyclomethicon (Octamethylcyclo-
tetrasiloxan), Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan), Cetyl- dimethicon, Behenoxydimethicon sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden. Vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, sowie solche aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat. Es ist aber auch vorteilhaft, SiIi- konöle ähnlicher Konstitution wie der vorstehend bezeichneten Verbindungen zu wählen, deren organische Seitenketten derivatisiert, beispielsweise polyethoxyliert und/oder polypropoxyliert sind. Dazu zählen beispielsweise Polysiloxanpolyalkyl-Polyether-copolymere wie z.B. Cetyl- Dimethicon-Copolyol. Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclo-tetrasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwen- dende Fett- und/oder Wachskomponenten können aus der Gruppe der pflanzlichen Wachse, tierischen Wachse, Mineralwachse und petrochemischen Wachse gewählt werden. Vorteilhaft sind beispielsweise Candelillawachs, Carnaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs, Korkwachs, Guarumawachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Beerenwachs, Ouricurywachs, Montanwachs, Jojobawachs, Shea Butter, Bienenwachs, Schellackwachs, Walrat, Lanolin (Wollwachs), Bürzelfett, Ceresin, Ozokerit (Erdwachs), Paraffinwachse und Mikrowachse.
Weitere vorteilhafte Fett- und/oder Wachskomponenten sind chemisch modifzierte Wachse und synthetische Wachse, wie beispielsweise Syncrowax®HRC (Glyceryltribehenat), und Syncro- wax®AW 1 C (Ci8-36-Fettsäure) sowie Montanesterwachse, Sasolwachse, hydrierte Jojoba- wachse, synthetische oder modifizierte Bienenwachse (z. B. Dimethicon Copolyol Bienenwachs und/oder C3o-so-Alkyl Bienenwachs), Cetyl Ricinoleate wie beispielsweise Tegosoft®CR, Polyal- kylenwachse, Polyethylenglykolwachse, aber auch chemisch modifzierte Fette, wie z. B. hydrierte Pflanzenöle (beispielsweise hydriertes Ricinusöl und/oder hydrierte Cocosfettglyceride), Triglyceride wie beispielsweise Hydriertes Soy Glycerid, Trihydroxystearin, Fettsäuren, Fettsäureester und Glykolester wie beispielsweise C2o-4o-Alkylstearat, C2o-4o-Alkylhydroxy- stearoylstearat und/oder Glykolmontanat. Weiter vorteilhaft sind auch bestimmte Organosilici- umverbindungen, die ähnliche physikalische Eigenschaften aufweisen wie die genannten Fett- und/oder Wachskomponenten, wie beispielsweise Stearoxytrimethylsilan. Erfindungsgemäß können die Fett- und/oder Wachskomponenten sowohl einzeln als auch als Gemisch in den Zusammensetzungen verwendet werden. Auch beliebige Abmischungen sol- eher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldode- canol, Isotridecylisononanoat, Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat, 2-Ethyl-hexylcocoat, C12-15- Alkylbenzoat, Capryl-Caprin-säure-triglycerid, Dicaprylylether. Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus Octyldodecanol, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether, Dicaprylyl Car- bonat, Cocoglyceriden oder Mischungen aus Ci2-is-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus Ci2-is-Alkylbenzoat und Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat sowie Mischungen aus Ci2-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat. Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Cycloparaffin, Squalan, Squalen, hydriertes Polyisobuten bzw. Polydecen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Die Ölkomponente wird ferner vorteilhaft aus der Gruppe der Phospholipide gewählt. Die Phospholipide sind Phosphorsäureester aeylierter Glycerine. Von größter Bedeutung unter den Phosphatidylcholinen sind beispielsweise die Ledthine, welche sich durch die allgemeine Struktur
auszeichnen, wobei R' und R" typischerweise unverzweigte aliphatische Reste mit 15 oder 17 Kohlenstoffatomen und bis zu 4 cis-Doppelbindungen darstellen.
Als erfindungsgemäß vorteilhaftes Paraffinöl kann erfindungsgemäß Merkur Weissoel Pharma 40 von Merkur Vaseline, Shell Ondina® 917, Shell Ondina® 927, Shell OiI 4222, Shell Ondi- na®933 von Shell & DEA OiI, Pionier® 6301 S, Pionier® 2071 (Hansen & Rosenthal) eingesetzt werden. Geeignete kosmetisch verträgliche Öl- und Fettkomponenten sind in Karl-Heinz Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, 2. Auflage, Verlag Hüthig, Heidelberg, S. 319 - 355, beschrieben, worauf hier in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Lösungsmittel
Sofern die erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten kera- tinbindenden Effektormoleküle in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen verwendet werden, die eine Lösung oder Emulsion oder Dispersion darstellen, können als Lösungsmit- tel verwendet werden:
Wasser oder wäßrige Lösungen; Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, vorzugsweise aber Rizinusöl; Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propy- lenglykol oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder mit Fettsäuren; Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder - monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylengly- kolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte. Insbesondere werden Gemische der vorstehend genannten Lösungsmittel verwendet. Bei alkoholischen Lösungsmitteln kann Wasser ein weiterer Bestandteil sein.
Tenside
Erfindungsgemäß können Zusammensetzungen neben den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle auch Tenside enthalten. Solche Tenside sind beispielsweise:
- Phosphorsäureester und Salze, wie beispielsweise DEA-Oleth-10 Phosphat und Dilaureth-4 Phosphat,
- Alkylsulfonate, beispielsweise Natriumcocosmonoglyceridsulfat, Natrium C12-14 Olefinsulfonat, Natriumlaurylsulfoacetat und Magnesium PEG-3 Cocamidsulfat, - Carbonsäuren und Derivate, wie beispielsweise Laurinsäure, Aluminiumstearat, Magnesiu- malkanolat und Zinkundecylenat, Ester-Carbonsäuren, beispielsweise Calciumstearoyllactylat, Laureth-6 Citrat und Natrium PEG-4 Lauramidcarboxylat,
- Ester, die durch Veresterung von Carbonsäuren mit Ethylenoxid, Glycerin, Sorbitan oder anderen Alkoholen entstehen, - Ether, beispielsweise ethoxylierte Alkohole, ethoxyliertes Lanolin, ethoxylierte Polysiloxane, propoxylierte POE Ether und Alkylpolyglycoside wie Laurylglucosid, Decylglycosid und Co- coglycosid.
Polysorbate
Erfindungsgemäß können Zusammensetzungen neben den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle auch Polysorbate enthalten. Im Sinne der Erfindung vorteilhafte Polysorbate sind dabei das
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat (Tween 20, CAS-Nr. 9005-64-5)
- Polyoxyethylen(4)sorbitanmonolaurat (Tween 21 , CAS-Nr. 9005-64-5)
- Polyoxyethylen(4)sorbitanmonostearat (Tween 61 , CAS-Nr. 9005-67-8)
- Polyoxyethylen(20)sorbitantristearat (Tween 65, CAS-Nr. 9005-71 -4)
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonooleat (Tween 80, CAS-Nr. 9005-65-6)
- Polyoxyethylen(5)sorbitanmonooleat (Tween 81 , CAS-Nr. 9005-65-5)
- Polyoxyethylen(20)sorbitantrioleat (Tween 85, CAS-Nr. 9005-70-3). Besonders vorteilhaft sind insbesondere
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonopalmitat (Tween 40, CAS-Nr. 9005-66-7)
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonostearat (Tween 60, CAS-Nr. 9005-67-8).
Diese werden erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,1 bis 5 Gewichts-% und insbesondere in einer Konzentration von 1 ,5 bis 2,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtge- wicht der Zusammensetzung einzeln oder als Mischung mehrer Polysorbate, eingesetzt.
Konditionierungsmittel
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die Zusammensetzungen auch
Konditionierungsmittel. Erfindungsgemäß bevorzugte Konditionierungsmittel sind beispielsweise alle Verbindungen, welche im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook (Volume 4, Herausgeber: R. C. Pepe, J.A. Wenninger, G. N. McEwen, The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association, 9. Auflage, 2002) unter Section 4 unter den Stichworten Hair Conditio- ning Agents, Humectants, Skin-Conditioning Agents, Skin-Conditioning Agents-Emollient, Skin- Conditioning Agents-Humectant, Skin-Conditioning Agents-Miscellaneous, Skin-Conditioning Agents-Occlusive und Skin Protectans aufgeführt sind sowie alle in der EP-A 934 956 (S.11-13) unter "water soluble conditioning agent" und „oil soluble conditioning agent" aufgeführten Verbindungen. Weitere vorteilhafte Konditionierungsmittel stellen beispielsweise die nach INCI als Polyquaternium bezeichneten Verbindungen dar (insbesondere Polyquaternium-1 bis Polyqua- ternium-56). Zu den geeigneten Konditionierungsmitteln zählen beispielsweise auch polymere quaternäre Ammoniumverbindungen, kationische Cellulosederivate und Polysaccharide. Erfindungsgemäß vorteilhafte Konditionierungsmittel können dabei unter den in der folgenden Tabelle dargestellten Verbindungen gewählt werden.
Tabelle 6: Vorteilhaft zu verwendende Konditioniermittel
Weitere erfindungsgemäß vorteilhafte Konditionierer stellen Cellulosederivate und quaternisierte Guargum Derivate, insbesondere Guar Hydroxypropylammoniumchlorid (z.B. Jaguar Excel®, Jaguar C 162® (Rhodia), CAS 65497-29-2, CAS 39421-75-5) dar. Auch nichtionische Poly-N-vinylpyrrolidon/Polyvinylacetat-Copolymere (z.B. Luviskol®VA 64 (BASF Aktiengesellschaft )), anionische Acrylat-Copolymere (z.B. Luviflex®Soft (BASF Aktiengesellschaft )), und/oder amphotere Amid/Acrylat/Methacrylat Copolymere (z.B. Amphomer® (National Starch)) können erfindungsgemäß vorteilhaft als Konditionierer eingesetzt werden.
Puderrohstoffe
Ein Zusatz von Puderrohstoffen kann allgemein vorteilhaft sein. Besonders bevorzugt wird der
Einsatz von Talkum.
Ethoxylierte Glycerin-Fettsäureester
Erfindungsgemäß können Zusammensetzungen neben den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle gegebenenfalls auch ethoxylierte Öle ausgewählt aus der Gruppe der ethoxylierten Glycerin-Fettsäureester, insbesondere bevorzugt PEG-10 Olivenölglyceride, PEG-11 Avocadoölglyceride, PEG-11 Ka- kaobutterglyceride, PEG-13 Sonnenblumenölglyceride, PEG-15 Glycerylisostearat, PEG-9 Ko- kosfettsäureglyceride, PEG-54 Hydriertes Ricinusöl, PEG-7 Hydriertes Ricinusöl, PEG-60 Hydriertes Ricinusöl, Jojobaöl Ethoxylat (PEG-26 Jojoba-Fett-Säuren, PEG-26 Jojobaalkohol), GIy- cereth-5 Cocoat, PEG-9 Kokosfettsäureglyceride, PEG-7 Glycerylcocoat, PEG-45 Palmke- mölglyceride, PEG-35 Ricinusöl, Olivenöl-PEG-7 Ester, PEG-6 Caprylisäure/ Caprinsäureglyce- ride, PEG-10 Olivenölglyceride, PEG-13 Sonnenblumenölglyceride, PEG-7 Hydriertes Ricinusöl, Hydrierte Palmkernölglycerid-PEG-6 Ester, PEG-20 Maisölglyceride, PEG- 18 Glycerylo- lead-cocoat, PEG-40 Hydriertes Ricinusöl, PEG-40 Ricinusöl, PEG-60 Hydriertes Ricinusöl, PEG-60 Maisölglyceride, PEG-54 Hydriertes Ricinusöl, PEG-45 Palmkemölglyceride, PEG-35 Ricinusöl, PEG-80 Glycerylcocoat, PEG-60 Mandelölglyceride, PEG-60 "Evening Primrose" Glyceride, PEG-200, Hydriertes Glycerylpalmat und PEG-90 Glycerylisostearat enthalten.
Bevorzugte ethoxylierte Öle sind PEG-7 Glycerylcocoat, PEG-9 Kokosglyceride, PEG-40 Hydriertes Rizinusöl, PEG-200 hydriertes Glycerylpalmat. Ethoxylierte Glycerin-Fettsäureester werden in wässrigen Reinigungsrezepturen zu verschiedenen Zwecken eingesetzt. Niedrig ethoxylierte Glycerin-Fettsäureester (3-12 Ethylenoxideinheiten) dienen üblicherweise als Rückfetter zur Verbesserung des Hautgefühls nach dem Abtrocknen, Glycerin-Fettsäureester mit einem Ethoxylierungsgrad von ca. 30-50 dienen als Lösungsvermittler für unpolare Substanzen wie Parfumöle. Hochethoxylierte Glycerin-Fettsäureester werden als Verdicker eingesetzt. Allen diesen Substanzen ist gemeinsam, dass sie auf der Haut bei der Anwendung bei der Verdünnung mit Wasser ein besonderes Hautgefühl erzeugen.
Lichtschutzmittel
Erfindungsgemäß ist ebenfalls die Verwendung der erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in Kombination mit Lichtschutzmittel in dermokosmetischen Zubereitungen. Diese kosmetischen und/oder dermatologischen Lichtschutzzusammensetzungen dienen dem kosmetischen und/oder dermatologischen Lichtschutz, ferner zur Behandlung und Pflege der Haut und/oder der Haare und als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik. Dazu zählen beispielsweise Sonnencremes, -lotionen, -milche, -öle, -baisame, -gele, Lippenpflegen und Lippenstifte, Abdeckcremes und -stifte, Feuchtigkeitscremes, -lotionen, -emulsionen, Gesichts-, Körper- und Handcremes, Haarkuren und -Spülungen, Haarfestiger, Styling-Gele, Haarsprays, Deoroller oder Augenfältchencremes, Tropicals, Sunblocker, Aftersun-Präparate. Alle Präparate enthalten wenigstens ein keratinbindendes Effektormolekül und eine der genannten UV- Filtersubstanzen. Sonnenöle sind meist Mischungen verschiedener Öle mit einem oder mehreren Lichtschutzfil- tern und Parfümölen. Die Ölkomponenten werden nach unterschiedlichen kosmetischen Eigenschaften ausgewählt. Öle, die gut fetten und ein weiches Hautgefühl vermitteln, wie Mineralöle (z. B. Paraffinöle) und Fettsäuretriglyceride (z. B. Erdnussöl, Sesamöl, Avocadoöl, mittelkettige
Triglyceride), werden mit Ölen gemischt, die die Verteilbarkeit und das Einziehen der Sonnenöle in die Haut verbessern, die Klebrigkeit verringern und den Ölfilm für Luft und Wasserdampf (Schweiß) durchlässig machen. Hierzu zählen verzweigtkettige Fettsäureester (z. B. Isopropyl- palmitat) und Siliconöle (z. B. Dimethylsilicon). Bei Verwendung von Ölen auf Basis ungesättig- ter Fettsäuren werden Antioxidantien, z. B. Tocopherol, zugesetzt, um das Ranzigwerden zu verhindern. Sonnenöle enthalten als wasserfreie Formulierungen in der Regel keine Konservierungsmittel. Sonnenmilch und -Cremes werden als Öl-in-wasser- (O/W) Emulsionen und als Wasser-in-ÖI-(W/O-)Emulsionen hergestellt. Je nach Emulsionstyp sind die Eigenschaften der Präparate sehr unterschiedlich: O/W-Emulsionen sind auf der Haut leicht verteilbar, sie ziehen meist schnell ein und sind fast immer mit Wasser leicht abwaschbar. W/O-Emulsionen sind schwerer einzureiben, sie fetten die Haut stärker und wirken dadurch etwas klebriger, bewahren aber andererseits die Haut besser vor dem Austrocknen. W/O-Emulsionen sind meist wasserfest. Bei O/W-Emulsionen entscheiden die Emulsionsbasis, die Auswahl geeigneter Lichtschutzstoffe und ggf. der Einsatz von Hilfsstoffen (z. B. Polymere) über den Grad der Wasser- festigkeit. Die Grundlagen von flüssigen und cremeförmigen O/W-Ernulsionen ähneln in ihrer Zusammensetzung den sonstigen in der Hautpflege üblichen Emulsionen. Sonnenmilch sollen die durch Sonne, Wasser und Wind ausgetrocknete Haut ausreichend fetten. Sie dürfen nicht klebrig sein, da dies in der Hitze und bei Kontakt mit Sand als besonders unangenehm empfunden wird. Die Lichtschutzmittel sind in der Regel auf der Basis eines Trägers, der mindestens eine Ölphase enthält. Es sind aber auch Zusammensetzungen allein auf wässriger Basis möglich. Demgemäss kommen Öle, Öl-in-Wasser- und Wasser-in-ÖI-Emulsionen, Cremes und Pasten, Lippenschutzstiftmassen oder fettfreie Gele in Betracht. Als Emulsionen kommen u.a. auch O/W-Makroemulsionen, O/W-Mikroemulsionen oder O/W/O-Emulsionen mit in dispergierter Form vorliegenden oberflächenbeschichteten Titandioxidpartikeln in Frage, wobei die Emulsio- nen durch Phaseninversionstechnologie, gemäß DE-A-197 26 121 erhältlich sind.
Übliche kosmetische Hilfsstoffe, die als Zusätze in Betracht kommen können, sind z.B. (Co- )Emulgatoren, Fette und Wachse, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, biogene Wirkstoffe, Filmbildner, Duftstoffe, Farbstoffe, Perlglanzmittel, Konservierungsmittel, Pigmente, Elektrolyte (z.B. Magnesiumsulfat) und pH-Regulatoren. Als Stabilisatoren können Metallsalze von Fettsäuren wie z.B. Magnesium-, Aluminium- und/oder Zinkstearat eingesetzt werden. Unter biogenen Wirkstoffen sind beispielsweise Pflanzenextrakte, Eiweißhydrolysate und Vitaminkomplexe zu verstehen. Gebräuchliche Filmbildner sind beispielsweise Hydrocolloide wie Chitosan, mikrokristallines Chitosan oder quaterniertes Chitosan, Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat- Copolymerisate, Polymere der Acrylsäurereihe, quaternäre Cellulose-Derivate und ähnliche Verbindungen.
Geeignete Lichtfilterwirkstoffe sind Stoffe, die UV-Strahlen im UV-B- und/oder UV-A-Bereich absorbieren. Darunter sind organische Substanzen zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z.B. Wärme, wieder abzugeben. Die organischen Substanzen können öllöslich oder wasserlöslich sein. Geeignete UV-Filter sind z.B. 2,4,6-Triaryl-1 ,3,5- triazine, bei denen die Arylgruppen jeweils wenigstens einen Substituenten tragen können, der vorzugsweise ausgewählt ist unter Hydroxy, Alkoxy, speziell Methoxy, Alkoxycarbonyl, speziell Methoxycarbonyl und Ethoxycarbo- nyl. Geeignet sind weiterhin p-Aminobenzoesäureester, Zimtsäureester, Benzophenone, Campherderivate sowie UV-Strahlen abhaltende Pigmente, wie Titandioxid, Talkum und Zinkoxid. Besonders bevorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis von Titandioxid.
Als öllösliche UV-B-Filter können z.B. folgende Substanzen verwendet werden:
3-Benzylidencampher und dessen Derivate, z.B. 3-(4-Methylbenzyliden)campher;
4-Aminobenzoesäurederivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-ethylhexylester, 4-( Dimethylamino)benzoesäure-2-octylester und 4-(Dimethylamino)-benzoesäureamylester;
Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4 Methoxyzimtsäu- repropylester, 4-Methoxyzimtsäureisoamylester, 4 Methoxyzimtsäureisopentylester, 2-Cyano-3- phenyl-zimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene);
Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4 isopropyl- benzylester, Salicylsäurehomomenthylester;
Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4- methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;
Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2-ethylhexylester;
Triazinderivate, wie z.B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)-1 ,3,5-triazin (Octyltriazo- ne) und Dioctyl Butamido Triazon (Uvasorb® HEB):
Propan-1 ,3-dione, wie z.B. 1 -(4-tert. Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion.
Als wasserlösliche Substanzen kommen in Frage:
2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylammoni- um-, Alkanolammonium- und Glucammoniumsalze;
Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzo-phenon-5- sulfonsäure und ihre Salze;
Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3- bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure und 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornyliden)sulfonsäure und deren Salze.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Estern der Zimtsäure, vorzugsweise 4- Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester, 2-Cyano-3-phenyl- zimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene).
Des weiteren ist die Verwendung von Derivaten des Benzophenons, insbesondere 2-Hydroxy- 4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4- methoxybenzophenon sowie der Einsatz von Propan-1 ,3-dionen, wie z.B. 1-(4-tert. Butylphe- nyl)-3-(4-'methoxyphenyl)propan-1 ,3-dion bevorzugt.
Als typische UV-A-Filter kommen in Frage:
Derivate des Benzoylmethans, wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl) propan-1 ,3-dion, 4-tert. -Butyl-4'-methoxydibenzoylmethan oder 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)- propan-1 ,3-dion;
Amino-hydroxy-substituierte Derivate von Benzophenonen wie z.B. N,N-Diethylamino- hyd roxybenzoyl-n-hexyl benzoat .
Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt werden.
Weitere geeignete UV-Filtersubstanzen sind in der folgenden Tabelle genannt.
Tabelle 7: geeignete Lichtschutzmittel
Neben den beiden vorgenannten Gruppen primärer Lichtschutzstoffe können auch sekundäre Lichtschutzmittel vom Typ der Antioxidantien eingesetzt werden, die die photochemische Reak- tionskette unterbrechen, welche ausgelöst wird, wenn UV-Strahlung in die Haut eindringt. Typische Beispiele hierfür sind Superoxid-Dismutase, Katalase, Tocopherole (Vitamin E) und As- corbinsäure (Vitamin C).
Eine weitere Gruppe sind Antiirritantien, die eine entzündungshemmende Wirkung auf durch UV-Licht geschädigte Haut besitzen. Solche Stoffe sind beispielsweise Bisabolol, Phytol und Phytantriol.
Erfindungsgemäß ist ebenfalls die Verwendung der erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in Kombination mit UV- Strahlen abhaltenden anorganischen Pigmenten in dermokosmetischen Zubereitungen. Bevorzugt sind Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallverbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Oxide des Zinks (ZnO), Titan (TiO∑), Eisens (z.B. Fe∑Os), Zirkoniums (ZrO∑), Siliciums (SiO∑), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (AI2O3), Cers (z.B. Ce2θ3), Mischoxiden der entsprechenden Metalle und Abmi- schungen aus solchen Oxiden enthalten.
Die anorganischen Pigmente können dabei in gecoateter Form vorliegen, d.h. dass sie oberflächlich behandelt sind. Diese Oberflächenbehandlung kann beispielsweise darin bestehen, dass die Pigmente nach an sich bekannter Weise, wie in DE-A-33 14 742 beschrieben, mit ei- ner dünnen hydrophoben Schicht versehen sind.
Geeignete Repellentwirkstoffe sind Verbindungen, die in der Lage sind, bestimmte Tiere, insbesondere Insekten, vom Menschen abzuhalten oder zu vertreiben. Dazu gehört z.B. 2-Ethyl-1 , 3-hexandiol, N, N-Diethyl-m-toluamid etc. Geeignete hyperemisierend wirkende Stoffe, welche die Durchblutung der Haut anregen, sind z.B. ätherische Öle, wie Latschenkieferextrakt, Lavendelextrakt, Rosmarinextrakt, Wacholderbeerextrakt, Rosskastanienextrakt, Birkenblätterextrakt, Heublumenextrakt, Ethylacetat, Campher, Menthol, Pfefferminzöl, Rosmarinextrakt, Eukalyptusöl, etc. Geeignete keratolytisch und keratoplastisch wirkende Stoffe sind z.B. Salicylsäu- re, Kalziumthioglykolat, Thioglykolsäure und ihre Salze, Schwefel, etc. Geeignete Antischup- pen-Wirkstoffe sind z.B. Schwefel, Schwefelpolyethylenglykolsorbitanmonooleat, Schwefelrici- nolpolyethoxylat, Zinkpyrithion, Aluminiumpyrithion, etc. Geeignete Antiphlogistika, die Hautreizungen entgegenwirken, sind z.B. Allantoin, Bisabolol, Dragosantol, Kamillenextrakt, Panthenol, etc.
Erfindungsgemäß ist ebenfalls die Verwendung der erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in Kombination mit wenigstens einem kosmetisch oder pharmazeutisch akzeptablen Polymer.
Geeignete Polymere sind z.B. kationische Polymere mit der Bezeichnung Polyquater-nium nach INCI, z.B. Copolymere aus Vinylpyrrolidon/N-Vinylimidazoliumsalzen (Luviquat FC, Luvi- quat HM, Luviquat MS, Luviquat Care), Copolymere aus
N-Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat, quaternisiert mit Diethylsulfat (Luviquat PQ 11), Copolymere aus N-Vinylcaprolactam/N-Vinylpyrrolidon/N-Vinyl-imidazoliumsalzen (Luviquat E Hold), kationische Cellulosederivate (Polyquaternium-4 und -10), Acrylamidocopolymere (Polyquaternium-7) und Chitosan.
Geeignete kationische (quaternisierte) Polymere sind auch Merquat (Polymer auf Basis von Dimethyldiallylammoniumchlorid), Gafquat (quaternäre Polymere, die durch Reaktion von PoIy- vinylpyrrolidon mit quaternären Ammoniumverbindungen entstehen), Polymer JR (Hydroxye- thylcellulose mit kationischen Gruppen) und kationische Polymere auf pflanzlicher Basis, z.B. Guarpolymere, wie die Jaguar-Marken der Firma Rhodia.
Weitere geeignete Polymere sind auch neutrale Polymere, wie Polyvinylpyrrolidone, Copolymere aus N-Vinylpyrrolidon und Vinylacetat und/oder Vinylpropionat, Polysiloxane, Polyvinylcapro- lactam und andere Copolymere mit N-Vinylpyrrolidon, Polyethylenimine und deren Salze, PoIy- vinylamine und deren Salze, Cellulosederivate, Polyasparaginsäuresalze und Derivate. Dazu zählt beispielsweise Luviflex Swing (teil verseiftes Copolymerisat von Polyvinylacetat und PoIy- ethylenglykol, Firma BASF Aktiengesellschaft).
Geeignete Polymere sind auch nichtionische, wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare Polymere oder Oligomere, wie Polyvinylcaprolactam, z.B. Luviskol 0 Plus (BASF), oder Polyvinylpyr- rolidon und deren Copolymere, insbesondere mit Vinylestern, wie Vinylacetat, z.B. Luviskol VA
37 (BASF), Polyamide, z.B. auf Basis von Itaconsäure und aliphatischen Diaminen, wie sie z.B. in der DE-A-43 33 238 beschrieben sind.
Geeignete Polymere sind auch amphotere oder zwitterionische Polymere, wie die unter den Bezeichnungen Amphomer (National Starch) erhältlichen Octylacrylamid / Methylmethacrylat / tert.-Butylaminoethylmethacrylat-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere sowie zwitterionische Polymere, wie sie beispielsweise in den deutschen Patentanmeldungen DE39 29 973, DE 21 50 557, DE28 17 369 und DE 3708 451 offenbart sind. Acrylamidopropyltrimethylammoniumch- lorid/Acrylsäure-bzw. -Methacrylsäure-Copolymerisate und deren Alkali-und Ammoniumsalze sind bevorzugte zwitterionische Polymere. Weiterhin geeignete zwitterionische Polymere sind Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere, die unter der Bezeichnung Amersette (AMER- CHOL) im Handel erhältlich sind, und Copolymere aus Hydroxyethylmethacrylat, Methylmethacrylat, N, N-Dimethylaminoethylmethacrylat und Acrylsäure (Jordapon (D)).
Geeignete Polymere sind auch nichtionische, siloxanhaltige, wasserlösliche oder - dispergierbare Polymere, z.B. Polyethersiloxane, wie Tegopren (Firma Goldschmidt).
Erfindungsgemäß ist ebenfalls die Verwendung der erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle in Kombination mit dermokosmetischen Wirkstoffen (eine oder mehrere Verbindungen) vorteilhaft ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Acetylsalicylsäure, Atropin, Azulen, Hydrocortison und dessen Derivaten, z. B. Hydrocortison-17-valerat, Vitamine der B- und D-Reihe, insbesondere Vitamin Bi, Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin A bzw. dessen Derivate wie Retinylpalmitat, Vitamin E oder dessen Derivate wie z.B. Tocopheryl Acetat, Vitamin C und dessen Derivate wie z.B. Ascor- bylglucusid aber auch Niacinamid, Panthenol, Bisabolol, Polydocanol, ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. die essentiellen Fettsäuren (üblicherweise als Vitamin F bezeichnet), insbesondere die γ-Linolen-säure, Ölsäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure und deren Derivate, ChIo- ramphenicol, Coffein, Prostaglandine, Thymol, Campher, Squalen, Extrakte oder andere Produkte pflanzlicher und tierischer Herkunft, z . B. Nachtkerzenöl, Borretschöl oder Johannisbeer- kernöl, Fischöle, Lebertran aber auch Ceramide und ceramidähnliche Verbindungen, Weihrauchextrakt, Grünteeextrakt, Wasserlilienextrakt, Süßholzextrakt, Hamamelis, Antischuppen- wirkstoffe (z.B. Selendisulfid, Zinkpyrithion, Pirocton Olamin, Climbazol, Octopirox, Polydocanol und deren Kombinatinen), Komplexwirkstoffen wie z.B. jenen aus γ-Oryzanol und Calciumsal- zen wie Calciumpantothenat, Calciumchlorid, Calciumacetat. Vorteilhaft ist es auch, die Wirk- Stoffe aus der Gruppe der rückfettenden Substanzen zu wählen, beispielsweise Purcellinöl, Eucerit® und Neocerit®. Besonders vorteilhaft werden der oder die Wirkstoffe ferner gewählt aus der Gruppe der NO-Synthasehemmer, insbesondere wenn die erfindungsgemäßen Zubereitungen zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome der intrinsischen und/oder extrinsischen Hautalterung sowie zur Behandlung und Prophylaxe der schädlichen Auswirkungen ultraviolet- ter Strahlung auf die Haut und die Haare dienen sollen. Bevorzugter NO-Synthasehemmer ist Nitroarginin. Weiter vorteilhaft werden der oder die Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe umfassend Catechine und Gallensäureester von Catechinen und wässrige bzw. organische Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen Gehalt an Catechinen oder Gallensäureestern von Catechinen aufweisen, wie beispielsweise den Blättern der Pflanzenfamilie Theaceae, insbe- sondere der Spezies Camellia sinensis (grüner Tee). Besonders vorteilhaft sind deren typische Inhaltsstoffe (z.B. Polyphenole bzw. Catechine, Coffein, Vitamine, Zucker, Mineralien, Aminosäuren, Lipide). Catechine stellen eine Gruppe von Verbindungen dar, die als hydrierte Flavone oder Anthocyanidine aufzufassen sind und Derivate des „Catechins" (Catechol, 3, 3', 4', 5, 7-
Flavanpentaol, 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)-chroman-3,5,7-triol) darstellen. Auch Epicatechin ((2R,3R)-3,3',4',5,7-Havanpentaol) ist ein vorteilhafter Wirkstoff im Sinne der vorliegenden Erfindung. Vorteilhaft sind ferner pflanzliche Auszüge mit einem Gehalt an Catechinen, insbesondere Extrakte des grünen Tees, wie z. B. Extrakte aus Blättern der Pflanzen der Spezies Ca- mellia speα, ganz besonders der Teesorten Camellia sinenis, C. assamica, C. taliensis bzw. C. inawadiensis und Kreuzungen aus diesen mit beispielsweise Camellia japonica. Bevorzugte Wirkstoffe sind ferner Polyphenole bzw. Catechine aus der Gruppe (-)-Catechin, (+)-Catechin, (- )-Catechingallat, (-)-Gallocatechingallat, (+)-Epicatechin, (-)-Epicatechin, (-)-Epicatechin Gallat, (-)-Epigallocatechin, (-)-Epigallocatechingallat.
Auch Flavon und seine Derivate (oft auch kollektiv „Flavone" genannt) sind vorteilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung. Sie sind durch folgende Grundstruktur gekennzeichnet (Substitutionspositionen angegeben):
Einige der wichtigeren Flavone, welche auch bevorzugt in erfindungsgemäßen Zubereitungen eingesetzt werden können, sind in der nachstehenden Tabelle 8 aufgeführt.
Tabelle 8: Flavone
In der Natur kommen Flavone in der Regel in glycosidierter Form vor.
Erfindungsgemäß werden die Flavonoide bevorzugt gewählt aus der Gruppe der Substanzen der allgemeinen Formel,
wobei Zi bis Zi, unabhängig voneinander gewählt werden aus der Gruppe H, OH, Alkoxy- sowie Hydroxyalkoxy-, wobei die Alkoxy- bzw. Hydroxyalkoxygruppen verzweigt und unverzweigt sein und 1 bis 18 C-Atome aufweisen können, und wobei GIy gewählt wird aus der Gruppe der Mono- und Oligoglycosidreste.
Außerdem können die Wirkstoffe (eine oder mehrere Verbindungen) auch sehr vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der hydrophilen Wirkstoffe, insbesondere aus folgender Gruppe: α-Hydroxysäuren wie Milchsäure oder Salicylsäure bzw. deren Salze wie z.B. Na-Lactat, Ca- Lactat, TEA-Lactat, Harnstoff, Allantoin, Serin, Sorbitol, Glycerin, Milchproteine, Panthenol, Chitosan.
Die Menge solcher Wirkstoffe (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen gemäß der Erfindung beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Die genannten und weitere Wirkstoffe, die in den erfindungsgemäßen Zubereitungen verwendet werden können, sind in der DE 103 18 526 A1 auf den Seiten 12 bis 17 angegeben, worauf an dieser Stelle in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung der o.g. Zubereitungen zur Vor- beugung unerwünschter Veränderungen des Hautbildes, wie z.B. Akne oder fettige Haut, Keratosen, Rosaceae, lichtempfindliche, entzündliche, erythematöse, allergische oder autoimmun- reaktive Reaktionen.
Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen in der für Kosme- tika oder Dermokosmetika üblichen Weise auf die Haut, Haare, Finger- oder Fußnägel oder Zahnfleisch aufgebracht.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Dermokosmetika, enthaltend ein ke- ratinbindendes Effektormolekül, bevorzugt ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge- stelltes keratinbindendes Effektormolekül, besonders bevorzugt keratinbindende Effektormoleküle, bei deren Herstellung Effektormoleküle ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Lichtschutzmitteln, Vitaminen, Provitaminen, Carotinoiden, Antioxidantien und Peroxyd- zersetzern wie oben beschrieben verwendet wurden. Besonders bevorzugt sind Dermokosmetika enthaltend ein keratinbindendes Effektormolekül wie in Tabelle 1 1 aufgeführt. Am allermeisten bevorzugt sind Dermokosmetika, enthaltend keratinbindende Effektormoleküle, welche mindestens ein keratinbindendes Polypeptid (ii) gemäß der in SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 100, 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118, 120, 122, 124, 126, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, bevorzugt in SEQ ID No: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14,
40, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162, 164, 166, 168 oder 170, besonders bevorzugt 166 und 168, am meisten bevorzugt 168 abgebildeten Sequenzen enthalten, und bei deren Herstellung als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure verwendet wurden. Ganz besonders bevorzugt sind die oben genannten keratinbindenden Effektormoleküle bei denen als Linkermolekül (iii) die Maleinimidocapronsäure und als Effektormolekül (i) die Pantothensäure, Panthenol, Ester des Panthenols, Ether des Panthenols oder kationisch derivatisierte Panthenole verwendet wurden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die Dermokosme- tika bzw. Mittel zur Mund-, Zahn- und Zahnersatzpflege, bevorzugt Haut- und Haar- Behandlungsmittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 0,001 bis 1 Gewichtsprozent (Gew.-%), vorzugsweise 0,01 bis 0,9 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 0,8 Gew.-% oder 0,01 bis 0,7 Gew.%, ganz besonders bevorzugt 0,01 bis 0,6 Gew.% oder 0,01 bis 0,5 Gew.%, am meisten bevorzugt 0,01 bis 0,4 Gew.% oder 0,01 bis 0,3 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 8 Gew.-%, 3 bis 7 Gew.-%, 4 bis 6 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels. In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 10 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 1 bis 19 Gew.-%, 12 bis 18 Gew.-%, 13 bis 17 Gew.-%, 14 bis 16 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels. In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform enthalten die Mittel ein erfindungsgemäßes bzw. ein gemäß dem erfinderi- sehen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül in einer Konzentration von 20 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 21 bis 29 Gew.-%, 22 bis 28 Gew.-%, 23 bis 27 Gew.-%, 24 bis 26 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels.
Bei den erfindungsgemäßen Mitteln handelt es sich vorzugsweise um Hautschutzmittel, Haut- Pflegemittel, Hautreinigungsmittel, Haarschutzmittel, Haarpflegemittel, Haarreinigungsmittel, Haarfärbemittel, Mundwasser und Mundspülungen, oder Zubereitung für die dekorative Kosmetik, die je nach Anwendungsgebiet vorzugsweise in Form von Salben, Cremes, Emulsionen, Suspensionen, Lotionen, als Milch, Pasten, Gelen, Schäumen oder Sprays angewendet werden.
Die erfindungsgemäßen Dermokosmetika können neben den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormolekülen, alle bereits oben aufgeführten Polymere, Pigmente, Feuchthaltemittel, Öle, Wachse, Enzyme, Mineralien, Vitamine, Sonnenschutzmittel, Farbstoffe, Duftstoffe, Antioxidantien, Konservierungsmittel und/oder pharmazeutischen Wirkstoffen enthalten.
Zudem gilt für die erfindungsgemäßen Dermokosmetika das folgende:
Die Formulierungsgrundlage erfindungsgemäßer Mittel enthält bevorzugt kosmetisch oder der- mokosmetisch/pharmazeutisch akzeptable Hilfsstoffe. Pharmazeutisch akzeptabel sind die im Bereich der Pharmazie, der Lebensmitteltechnologie und angrenzenden Gebieten bekanntermaßen verwendbaren Hilfsstoffe, insbesondere die in einschlägigen Arzneibüchern (z.B. DAB Ph. Eur. BP NF) gelisteten sowie andere Hilfsstoffe, deren Eigenschaften einer physiologischen Anwendung nicht entgegenstehen.
Geeignete Hilfsstoffe können sein: Gleitmittel, Netzmittel, emulgierende und suspendierende Mittel, konservierende Mittel, Antioxidantien, Antireizstoffe, Chelatbildner, Emulsionsstabilisatoren, Filmbildner, Gelbildner, Geruchsmaskierungsmittel, Harze, Hydrokolloide, Lösemittel, Lösungsvermittler, Neutralisierungsmittel, Permeationsbeschleuniger, Pigmente, quaternäre Ammoniumverbindungen, Rückfettungs- und Überfettungsmittel, Salben-, Creme- oder Öl-Grundstoffe, Siliconderivate, Stabilisatoren, Sterilantien, Treibmittel, Trocknungsmittel, Trübungsmittel, Verdickungsmittel, Wachse, Weichmacher, Weissöl. Eine diesbezügliche Ausgestaltung beruht auf fachmännischem Wissen, wie sie beispielsweise in Fiedler, H. P. Lexikon der Hilfsstoffe für Pharmazie, Kosmetik und angrenzende Gebiete, 4. Aufl., Aulendorf: ECV-Editio-Kantor-Verlag, 1996, dargestellt sind.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen dermokosmetischen Mittel können die Wirkstoffe mit einem geeigneten Hilfsstoff (Exzipient) vermischt oder verdünnt werden. Exzipienten können feste, halb feste oder flüssige Materialien sein, die als Vehikel, Träger oder Medium für den Wirkstoff dienen können. Die Zumischung weiterer Hilfsstoffe erfolgt gewünschtenfalls in der dem Fachmann bekannten Weise. Weiterhin sind die Polymere und Dispersionen geeignet als Hilfsmittel in der Pharmazie, bevorzugt als oder in Beschichtungsmittel(n) oder Bindemittel(n) für feste Arzneiformen. Sie können auch in Cremes und als Tablettenüberzugsmittel und Tablet- tenbindemittel verwendet werden.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Mitteln um kosmetische Mittel zur Pflege und zum Schutz der Haut und Haar, Nagelpflegemittel oder Zubereitungen für die dekorative Kosmetik.
Geeignete hautkosmetische Mittel sind z.B. Gesichtswässer, Gesichtsmasken, Deodorantien und andere kosmetische Lotionen. Mittel für die Verwendung in der dekorativen Kosmetik umfassen beispielsweise Abdeckstifte, Theaterfarben, Mascara und Lidschatten, Lippenstifte, Ka- jalstifte, Eyeliner, Rouges, Puder und Augenbrauenstifte.
Ausserdem können die erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle verwendet werden in Nose-Strips zur Porenreinigung, in Antiaknemitteln, Repellents, Rasiermitteln, After- und Pre Shave Pflegemittel, After Sun Pflegemittel, Haarentfernungsmitteln, Haarfärbemitteln, Intimpflegemitteln, Fusspflegemitteln sowie in der Babypflege.
Bei den erfindungsgemäßen Hautpflegemitteln handelt es sich insbesondere um W/O- oder O/W-Hautcremes, Tag- und Nachtcremes, Augencremes, Gesichtscremes, Antifaltencremes, Sonnenschutzcremes, Feuchthaltecremes, Bleichcremes, Selbstbräunungscremes, Vitamin- cremes, Hautlotionen, Pflegelotionen und Feuchthaltelotionen.
Erfindungsgemäße hautkosmetische und dermatologische Mittel können ferner als Schutz vor oxidativen Prozessen und den damit verbundenen Alterungsprozessen oder Schädigungen von Haut und/oder Haar, neben den erfindungsgemäßes bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül, einen Radikale zersetzenden Wirkstoff enthalten. Bei diesen Wirkstoffen handelt es sich bevorzugt um die in den Patentanmeldungen WO/0207698 und WO/03059312, auf deren Inhalt hiermit ausdrücklich bezuggenommen wird, beschriebenen Substanzen, bevorzugt die dort beschriebenen Bor-enthaltenden Verbindungen,
die Peroxide oder Hydroperoxide zu den entsprechenden Alkoholen ohne Bildung radikalischer Folgestufen reduzieren können. Ferner können für diesen Zweck sterisch gehinderte Amine gemäß der allgemeinen Formel 3 verwendet werden,
Formel 3
wobei der Rest Z folgende Bedeutung hat: H, C1-C22 Alkylgruppe, bevorzugt C1-C12 Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert. Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl.Dodecyl, C1-C22- Alkoxylgruppe, bevorzugt Ci-Ci2-Alkoxylgruppe wie Alkoxy-Methyl, Alkoxy-Ethyl, Alkoxy-Propyl, Alkoxy-Isopropyl, Alkoxy-Butyl, Alkoxy-Isobutyl, Alkoxy-sec. Butyl, Alkoxy-tert. Butyl, Alkoxy- Pentyl, Alkoxy-Isopentyl, Alkoxy-Neopentyl, Alkoxy-tert. Pentyl, Alkoxy-Hexyl, Alkoxy-Heptyl, Alkoxy-Octyl, Alkoxy-Nonyl, Alkoxy-Decyl, Alkoxy-Undecyl, Alkoxy-Dodecyl, Ce bis C10- Arylgruppe wie Phenyl und Naphtyl, wobei der Phenylrest mit Ci bis CA Alkylresten substituiert sein kann, Cβ bis Cio-0-Arylgruppe, welche mit einer C1-C22 Alkyl- oder Ci-C22-Alkoxylgruppe, bevorzugt mit mit einer C1-C12 Alkyl- oder Ci-Ci2-Alkoxylgruppe wie oben beschrieben, substituiert sein kann, und die Reste R1 bis R6 unabhängig voneinander folgende Bedeutung haben: H, OH, O, C1-C22 Alkylgruppe, bevorzugt C1-C12 Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, tert. Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Ci-C∑∑-Alkoxylgruppe, bevorzugt Ci-Ci2-Alkoxylgruppe wie Alkoxy- Methyl, Alkoxy-Ethyl, Alkoxy-Propyl, Alkoxy-Isopropyl, Alkoxy-Butyl, Alkoxy-Isobutyl, Alkoxy- sec. Butyl, Alkoxy-tert. Butyl, Alkoxy-Pentyl, Alkoxy-Isopentyl, Alkoxy-Neopentyl, Alkoxy-tert. Pentyl, Alkoxy-Hexyl, Alkoxy-Heptyl, Alkoxy-Octyl, Alkoxy-Nonyl, Alkoxy-Decyl, Alkoxy-Undecyl, Alkoxy-Dodecyl, Ce bis Cio-Arylgruppe wie Phenyl und Naphtyl, wobei der Phenylrest mit Ci bis C4 Alkylresten substituiert sein kann, Ce bis Cio-O-Arylgruppe, welche mit einer C1-C22 Alkyl- oder Ci-C22-Alkoxylgruppe, bevorzugt mit mit einer C1-C12 Alkyl- oder Ci-Ci2-Alkoxylgruppe wie oben beschrieben, substituiert sein kann.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung der sterisch gehindernten Amine 3-Dodecyl-N- (2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)succinimid, 3-Dodecyl-N-(1 ,2,2,6,6-penta-methyl-4-piperidinyl) succinimid, 3-Octyl-N-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl) succinimid, 3-Octyl-N-(1 ,2,2,6,6- pentamethyl-4-piperidinyl) succinimid, 3-Octenyl-N-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl) succinimid, 3-Octenyl-N-(1 ,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinyl)succinimid und/oder
Uvinul®5050H, in einem Anteil von 0,001 bis 1 Gewichtsprozent (Gew.-%), vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gew.-%, 0,1 bis 1 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels.
Die hautkosmetischen Zubereitungen können neben den erfindungsgemäßen oben genannten Verbindungen und geeigneten Trägern noch weitere in der Hautkosmetik übliche Wirkstoffe und Hilfsstoffe, wie zuvor beschrieben, enthalten. Dazu zählen vorzugsweise Emulgatoren, Konservierungsmittel, Parfümöle, kosmetische Wirkstoffe wie Phytantriol, Vitamin A, E und C, Retinol,
Bisabolol, Panthenol, Lichtschutzmittel, Bleichmittel, Färbemittel, Tönungsmittel, Bräunungsmittel, Collagen, Eiweisshydrolysate, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Farbstoffe, Salze, Verdicker, Gelbildner, Konsistenzgeber, Silicone, Feuchthaltemittel, Rückfetter und/oder weitere übliche Additive.
Bevorzugte Öl- und Fettkomponenten der hautkosmetischen und dermokosmetischen Mittel sind die zuvor genannten mineralischen und synthetischen Öle, wie z.B. Paraffine, Siliconöle und aliphatische Kohlenwasserstoffe mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen, tierische und pflanzliche Öle, wie z.B. Sonnenblumenöl, Kokosöl, Avocadoöl, Olivenöl, Lanolin, oder Wachse, Fettsäuren, Fettsäureester, wie z.B. Triglyceride von C6-C30- Fettsäuren, Wachsester, wie z.B. Jojobaöl, Fettalkohole, Vaseline, hydriertes Lanolin und acety- liertes Lanolin sowie Mischungen davon.
Zur Einstellung bestimmter Eigenschaften wie z.B. Verbesserung des Anfassgefühls, des Spreitverhaltens, der Wasserresistenz und/oder der Bindung von Wirk- und Hilfsstoffen, wie Pigmenten, können die hautkosmetischen und dermokosmetischen Zubereitungen zusätzlich auch konditionierende Substanzen auf Basis von Siliconverbindungen enthalten.
Geeignete Siliconverbindungen sind beispielsweise Polyalkylsiloxane, Polyarylsiloxane, Polya- rylalkylsiloxane, Polyethersiloxane oder Siliconharze.
Die Herstellung der kosmetischen oder dermokosmetischen Zubereitungen erfolgt nach üblichen, dem Fachmann bekannten Verfahren.
Bevorzugt liegen die kosmetischen und dermokosmetischen Mittel in Form von Emulsionen insbesondere als Wasser-in-ÖI (W/O)- oder Öl-in-Wasser (O/W)-Emulsionen vor.
Es ist aber auch möglich, andere Formulierungsarten zu wählen, beispielsweise, Gele, Öle, Oleogele, multiple Emulsionen, beispielsweise in Form von W/O/W- oder O/W/O-Emulsionen, wasserfreie Salben bzw. Salbengrundlagen, usw. Auch emulgatorfreie Formulierungen wie Hydrodispersionen, Hydrogele oder eine Pickering-Emulsion sind vorteilhafte Ausführungsformen.
Die Herstellung von Emulsionen erfolgt nach bekannten Methoden. Die Emulsionen enthalten neben wenigstens einem keratinbindenden Effektormolekül in der Regel übliche Bestandteile, wie Fettalkohole, Fettsäureester und insbesondere Fettsäuretriglyceride, Fettsäuren, Lanolin und Derivate davon, natürliche oder synthetische Öle oder Wachse und Emulgatoren in Anwesenheit von Wasser. Die Auswahl der Emulsionstyp-spezifischen Zusätze und die Herstellung geeigneter Emulsionen ist beispielsweise beschrieben in Schrader, Grundlagen und Rezeptu- ren der Kosmetika, Hüthig Buch Verlag, Heidelberg, 2. Auflage, 1989, dritter Teil, oder Limbach, Kosmetik: Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, 2. erweiterte Auflage, 1995, Georg Thieme Verlag, ISBN 3 13 712602 9, Seiten 122 ff., worauf hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.
Eine geeignete Emulsion als W/O-Emulsion, z.B. für eine Hautcreme etc., enthält im Allgemei- nen eine wässrige Phase, die mittels eines geeigneten Emulgatorsystems in einer Öl- oder Fettphase emulgiert ist. Zur Bereitstellung der wässrigen Phase kann ein Polyelektrolytkomplex eingesetzt werden.
Bevorzugte Fettkomponenten, welche in der Fettphase der Emulsionen enthalten sein können, sind: Kohlenwasserstofföle, wie Paraffinöl, Purcellinöl, Perhydrosqualen und Lösungen mikrokristalliner Wachse in diesen Ölen; tierische oder pflanzliche Öle, wie Süssmandelöl, Avocado- öl, Calophylumöl, Lanolin und Derivate davon, Ricinusöl, Sesamöl, Olivenöl, Jojobaöl, Karite-Öl, Hoplostethus-Öl, mineralische Öle, deren Destillationsbeginn unter Atmosphärendruck bei ca. 2500C und deren Destillationsendpunkt bei 4100C liegt, wie z.B. Vaselinöl, Ester gesättigter oder ungesättigter Fettsäuren, wie Alkylmyristate, z.B. i-Propyl-, Butyl- oder Cetylmyristat, He- xadecylstearat, Ethyl- oder i-Propylpalmitat, Octan- oder Decansäuretriglyceride und Cetylricinoleat.
Die Fettphase kann auch in anderen Ölen lösliche Siliconöle, wie Dimethylpolysiloxan, Me- thylphenylpolysiloxan und das Siliconglykol-Copolymer, Fettsäuren und Fettalkohole enthalten.
Neben den erfindungsgemäßen oben beschriebenen Verbindungen können die Hautpflegemit- tel auch Wachse enthalten, wie z.B. Carnaubawachs, Candilillawachs, Bienenwachs, mikrokristallines Wachs, Ozokeritwachs und Ca-, Mg- und Al-Oleate, -Myristate, -Linoleate und - Stearate.
Weiterhin kann eine erfindungsgemäße Emulsion als O/W-Emulsion vorliegen. Eine derartige Emulsion enthält üblicherweise eine Ölphase, Emulgatoren, die die Ölphase in der Wasserphase stabilisieren, und eine wässrige Phase, die üblicherweise verdickt vorliegt. Als Emulgatoren kommen vorzugsweise O/W-Emulgatoren, wie Polyglycerinester, Sorbitanester oder teilve- resterte Glyceride, in Betracht.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Mitteln um ein Lichtschutzmittel, ein Duschgel, eine Shampoo-Formulierung oder ein Badepräparat, wobei Lichtschutzpräparate besonders bevorzugt sind.
Solche Formulierungen enthalten wenigstens ein erfindungsgemäßes bzw. gemäß dem erfinde- rischen Verfahren hergestelltes keratinbindendes Effektormolekül sowie üblicherweise anionische Tenside als Basistenside und amphotere und/oder nichtionische Tenside als Cotenside. Weitere geeignete Wirkstoffe und/oder Hilfsstoffe sind im allgemeinen ausgewählt unter Lipi- den, Parfümölen, Farbstoffen, organischen Säuren, Konservierungsstoffen und Antioxidantien sowie Verdickern/Gelbildnern, Hautkonditioniermitteln und Feuchthaltemitteln.
Diese Formulierungen enthalten vorzugsweise 2 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt 8 bis 30 Gew.-% Tenside, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung.
In den Wasch-, Dusch- und Badepräparaten können alle in Körperreinigungsmitteln üblicherweise eingesetzten anionischen, neutralen, amphoteren oder kationischen Tenside verwendet werden.
Geeignete anionische Tenside sind beispielsweise Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylsulfona- te, Alkylarylsulfonate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkoylsarkosinate, Acyltaurate, Acylisothionate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylethercarboxylate, Alpha- Olefinsulfonate, insbesondere die Alkali- und Erdalkalimetallsalze, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, sowie Ammonium- und Triethanolamin-Salze. Die Alkylethersulfate, Alky-
letherphosphate und Alkylethercarboxylate können zwischen 1 bis 10 Ethylenoxid- oder Propy- lenoxideinheiten, bevorzugt 1 bis 3 Ethylenoxideinheiten im Molekül aufweisen.
Dazu zählen z.B. Natriumlaurylsulfat, Ammoniumtaurytsulfat, Natriumlaurylethersulfat, Ammo- niumlaurylethersulfat, Natriumlaurylsarkosinat, Natriumoleylsuccinat, Ammoniumlauryl- sulfosuccinat, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Triethanolamindodecylbenzol-sulfonat.
Geeignete amphotere Tenside sind z.B. Alkylbetaine, Alkylamidopropylbetaine, Alkylsulfobetai- ne, Alkylglydnate, Alkylcarboxyglycinate, Alkylamphoacetate oder -propionate, Alkylamphodia- cetate oder -dipropionate.
Beispielsweise können Cocodimethylsulfopropylbetain, Laurylbetain, Cocamidopropylbetain oder Natriumcocamphopropionat eingesetzt werden.
Als nichtionische Tenside sind beispielsweise geeignet die Umsetzungsprodukte von aliphati- schen Alkoholen oder Alkylphenolen mit 6 bis 20 C-Atomen in der Alkylkette, die linear oder verzweigt sein kann, mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid. Die Menge Alkylenoxid beträgt ca. 6 bis 60 Mole auf ein Mol Alkohol. Ferner sind Alkylaminoxide, Mono-oder Dialkylalkanolamide, Fettsäureester von Polyethylenglykolen, ethoxylierte Fettsäureamide, Alkylpolyglycoside oder Sorbitanetherester geeignet.
Ausserdem können die Wasch-, Dusch- und Badepräparate übliche kationische Tenside enthalten, wie z.B. quaternäre Ammoniumverbindungen, beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlo- rid.
Weiterhin können die Duschgel-/Shampoo-Formulierungen Verdicker, wie z.B. Kochsalz, PEG- 55, Propylenglykol-Oleat, PEG-120-Methylglucosedioleat und andere, so- wie Konservierungsmittel, weitere Wirk- und Hilfsstoffe und Wasser enthalten.
Haarbehandlungsmittel
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Dermokosmetika um Haarbehandlungsmittel.
Vorzugsweise liegen die erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel in Form eines Schaumfestigers, Haarmousses, Haargels, Shampoos, Haarsprays, Haarschaums, Spitzenfluids, Egalisie- rungsmittels für Dauerwellen, Haarfärbe- und -bleichmittels oder "Hot-Oil-Treatments" vor. Je nach Anwendungsgebiet können die haarkosmetischen Zubereitungen als (Aerosol-) Spray, (Aerosol-) Schaum, Gel, Gelspray, Creme, Lotion oder Wachs appliziert werden. Haarsprays umfassen dabei sowohl Aerosolsprays als auch Pumpsprays ohne Treibgas. Haarschäume umfassen sowohl Aerosolschäume wie auch Pumpschäume ohne Treibgas. Haarsprays und Haarschäume umfassen vorzugsweise überwiegend oder ausschließlich wasserlösliche oder wasserdispergierbare Komponenten. Sind die in den erfindungsgemäßen Haarsprays und Haarschäumen eingesetzten Verbindungen wasserdispergierbar, können sie in Form von wäss- rigen Mikrodispersionen mit Teilchendurchmessern von üblicherweise 1 bis 350 nm, bevorzugt 1 bis 250 nm, zur Anwendung gebracht werden. Die Feststoffgehalte dieser Präparate liegen dabei üblicherweise in einem Bereich von etwa 0,5 bis 20 Gew.-%. Diese Mikrodispersionen benötigen in der Regel keine Emulgatoren oder Tenside zu ihrer Stabilisierung.
Unter weiteren Bestandteilen sind die in der Kosmetik üblichen Zusätze zu verstehen, beispielsweise Treibmittel, Entschäumer, grenzflächenaktive Verbindungen, d.h. Tenside, Emulga- toren, Schaumbildner und Solubilisatoren. Die eingesetzten grenzflächenaktiven Verbindungen können anionisch, kationisch, amphoter oder neutral sein. Weitere übliche Bestandteile können ferner sein z.B. Konservierungsmittel, Parfümöle, Trübungsmittel, Wirkstoffe, UV-Filter, Pflegestoffe wie Panthenol, Collagen, Vitamine, Eiweisshydrolysate, Alpha- und Beta- Hydroxycarbonsäuren, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Farbstoffe, Viskositätsregulierer, Gelbildner, Salze, Feuchthaltemittel, Rückfetter, Komplexbildner und weitere übliche Additive.
Weiterhin zählen hierzu alle in der Kosmetik bekannten Styling- und Conditioner-Polymere, die in Kombination mit den erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormolekülen eingesetzt werden können, falls ganz spezielle Eigenschaften eingestellt werden sollen.
Als herkömmliche Haarkosmetik-Polymere eignen sich beispielsweise die zuvor genannten kationischen, anionischen, neutralen, nichtionischen und amphoteren Polymere, auf die hier Bezug genommen wird.
Zur Einstellung bestimmter Eigenschaften können die Zubereitungen zusätzlich auch konditio- nierende Substanzen auf Basis von Silikonverbindungen enthalten. Geeignete Silikonverbindungen sind beispielsweise Polyalkylsiloxane, Polyarylsiloxane, Polyarylalkylsiloxane, Polye- thersiloxane, Silikonharze oder Dimethicon Copolyole (CTFA) und aminofunktionelle Silikonverbindungen wie Amodimethicone (CTFA).
Treibmittel sind die für Haarsprays oder Aerosolschäume üblich verwendeten Treibmittel. Bevorzugt sind Gemische aus Propan/Butan, Pentan, Dimethylether, 1 ,1-Difluorethan (HFC-152 a), Kohlendioxid, Stickstoff oder Druckluft.
Als Emulgatoren können alle in Haarschäumen üblicherweise eingesetzten Emulgatoren ver- wendet werden. Geeignete Emulgatoren können nichtionisch, kationisch bzw. anionisch oder amphoter sein. Beispiele für nichtionische Emulgatoren (INCI-Nomenklatur) sind Laurethe, z.B.
Lau- reth-4 ; Cetethe, z.B. Cetheth-1 , Polyethylenglycolcetylether, Cetearethe, z.B. Cetheareth-
25, Polyglycolfettsäureglyceride, hydroxyliertes Lecithin, Lactylester von Fettsäuren, Alkylpo- lyglycoside.
Beispiele für kationische Emulgatoren sind Cetyldimethyl-2-hydroxyethylammonium- dihydro- genphosphat, Cetyltrimoniumchlorid, Cetyltrimmoniumbromid, Cocotrimoniummethylsulfat, Qua- ternium-1 bis x (INCI).
Anionische Emulgatoren können beispielsweise ausgewählt werden aus der Gruppe der Alkyl- sulfate, Alkylethersulfate, Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkoylsarkosinate, Acyltaurate, Acylisethionate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alky- lethercarboxylate, Alpha-Olefinsulfonate, insbesondere die Alkali- und Erdalkalimetallsalze, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, sowie Ammonium- und Triethanolamin-Salze. Die Alky- lethersulfate, Alkyletherphosphate und Alkylethercarboxylate können zwischen 1 bis 10 Ethy- lenoxid oder Propylenoxid-Einheiten, bevorzugt 1 bis 3 Ethylenoxid-Einheiten im Molekül aufweisen.
Als Gelbildner können alle in der Kosmetik üblichen Gelbildner eingesetzt werden. Hierzu zählen leicht vernetzte Polyacrylsäure, beispielsweise Carbomer (INCI), Cellulosederivate, z.B. Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose, kationisch modifizierte Cellulosen, Polysaccharide, z.B. Xanthangummi, Capryl/Caprin-Triglycerid, Natriumacrylat-Copolymere, Polyquaterni- um-32 (und) Paraffinum Liquidum (INCI), Natriumacrylat-Copolymere (und) Paraffinum Liquidum (und) PPG-1 Trideceth-6, Acrylamidopropyltrimoniumchlorid / Acrylamid-Copolymere, Steareth-10-Allylether, Acrylat-Copolymere, Polyquaternium-37 (und) Paraffinum Liquidum (und) PPG-1 Trideceth-6, Polyquaternium 37 (und) Propylenglycoldicapratdicaprylat (und) PPG- 1 Trideceth-6, Polyquaternium-7, Polyquaternium-44.
In den Shampooformulierungen können alle in Shampoos üblicherweise eingesetzten anionischen, neutralen, amphoteren oder kationischen Tenside verwendet werden.
Geeignete anionische Tenside sind beispielsweise Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkoylsarkosinate, A- cyltaurate, Acylisothionate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylethercarboxylate, Alpha- Olefinsulfonate, insbesondere die Alkali- und Erdalkalimetallsalze, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, sowie Ammonium- und Triethanolamin-Salze. Die Alkylethersulfate, Alkyletherphosphate und Alkylethercarboxylate können zwischen 1 bis 10 Ethylenoxid- oder Propy- lenoxid-Einheiten, bevorzugt 1 bis 3 Ethylenoxid-Einheiten im Molekül aufweisen.
Geeignet sind zum Beispiel Natriumlaurylsulfat, Ammoniumlaurysulfat, Natriumlaurylethersulfat, Ammoniumlaurylethersulfat, Natriumlauroylsarkosinat, Natriumoleylsuccinat, Ammoniumlauryl- sulfosuccinat, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Triethanolamindodecylbenzolsulfonat.
Geeignete amphotere Tenside sind zum Beispiel Alkylbetaine, Alkylamidopropylbetai- ne, Alkyl- sulfobetaine, Alkylglycinate, Alkylcarboxyglycinate, Alkylamphoacetate oder -propionate, Alky- lamphodiacetate oder -dipropionate.
Beispielsweise können Cocodimethylsulfopropylbetain, Laurylbetain, Cocamidopropylbetain oder Natriumcocamphopropionat eingesetzt werden.
Als nichtionische Tenside sind beispielsweise geeignet die Umsetzungsprodukte von aliphati- schen Alkoholen oder Alkylphenolen mit 6 bis 20 C-Atomen in der Alkylkette, die linear oder verzweigt sein kann, mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid. Die Menge Alkylenoxid beträgt ca. 6 bis 60 Mole auf ein Mol Alkohol. Ferner sind Alkylaminoxide, Mono- oder Dialkylalkanolamide, Fettsäureester von Polyethylenglykolen, Alkylpolyglykoside oder Sorbitanetherester geeignet.
Außerdem können die Shampooformulierungen übliche kationische Tenside enthalten, wie z.B. quaternäre Ammoniumverbindungen, beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid.
In den Shampooformulierungen können zur Erzielung bestimmter Effekte übliche Konditionier- mittel in Kombination mit den erfindungsgemäßen keratinbindenden Effektormolekülen eingesetzt werden.
Hierzu zählen beispielsweise die zuvor genannten kationischen Polymere mit der Bezeichnung Polyquaternium nach INCI, insbesondere Copolymere aus Vinylpyrrolidon/ N-Vinylimidazoliumsalzen (Luviquat FC, Luviquat MS, Luviquat Care), Copolymere aus N-
Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat, quaternisiert mit Diethylsulfat (Luviquat D PQ 11), Copolymere aus N-Vinylcaprolactam/N-Vinylpyrrolidon/N-Vinylimidazoliumsalzen (Luviquat D Hold), kationische Cellulosederivate (Polyquaternium-4 und -10), Acrylamidcopolymere (Po- lyquaternium-7). Ferner können Eiweißhydrolysate verwendet werden, sowie konditionierende Substanzen auf Basis von Silikonverbindungen, beispielsweise Polyalkylsiloxane, Polyarylsilo- xane, Polyarylalkylsiloxane, Polyethersiloxane oder Silikonharze. Weitere geeignete Silikonverbindungen sind Dimethicon Copolyole (CTFA) und aminofunktionelle Silikonverbindungen wie Amodimethicone (CTFA). Ferner können kationische Guarderivate wie Guarhydroxypropyltri- moniumchlorid (INCI) verwendet werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform dient diese haarkosmetische oder haut-kosmetische Zubereitung der Pflege oder dem Schutz der Haut oder Haars und liegt in Form einer Emulsion, einer Dispersion, einer Suspension, einer wässrigen Tensidzubereitung, einer Milch, einer Lotion, einer Creme, eines Balsams, einer Salbe, eines Gels, eines Granulats, eines Puders, ei- nes Stiftpräparates, wie z.B. eines Lippenstifts, eines Schaums, eines Aerosols oder eines Sprays vor. Solche Formulierungen sind gut geeignet für topische Zubereitungen. Als Emulsionen kommen ÖI-in-Wasser-Emulsionen und Wasser-in-ÖI-Emulsionen oder Mikroemulsionen in Frage.
Im Regelfall wird die haarkosmetische oder hautkosmetische Zubereitung zur Applikation auf der Haut (topisch) oder Haar verwendet. Unter topischen Zubereitungen sind dabei solche Zubereitungen zu verstehen, die dazu geeignet sind, die Wirkstoffe in feiner Verteilung und bevorzugt in einer durch die Haut resorbierbaren Form auf die Haut aufzubringen. Hierfür eignen sich z.B. wässrige und wässrig-alkoholische Lösungen, Sprays, Schäume, Schaumaerosole, SaI- ben, wässrige Gele, Emulsionen vom O/W- oder W/O-Typ, Mikroemulsionen oder kosmetische Stiftpräparate.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen kosmetischen Mittels enthält das Mittel einen Träger. Bevorzugt als Träger ist Wasser, ein Gas, eine Wasser-basierte Flüs- sigkeit, ein Öl, ein Gel, eine Emulsion oder Mikroemulsion, eine Dispersion oder eine Mischung davon. Die genannten Träger zeigen eine gute Hautverträglichkeit. Besonders vorteilhaft für topische Zubereitungen sind wässrige Gele, Emulsionen oder Mikroemulsionen.
Als Emulgatoren können nichtionogene Tenside, zwitterionische Tenside, ampholytische Tensi- de oder anionische Emulgatoren verwendet werden. Die Emulgatoren können in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in Mengen von 0,1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Zusammensetzung, enthalten sein.
Als nichtionogenes Tensid kann beispielsweise ein Tensid aus mindestens einer der folgenden Gruppen verwendet werden:
Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen und an Alkylphe- nole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe;
Ci2/18-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid an Glycerin; Glycerinmono- und -diester und Sorbitanmono- und -diester von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und deren Ethylenoxidanlagerungspro-
dukte; Alkylmono- und -oligoglycoside mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und deren ethoxylierte Analoga; Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes Ricinusöl; Polyol- und insbesondere Polyglycerinester, wie z.B. Polyglyce- rinpolyricinoleat, Polyglycerinpoly-12-hydroxystearat oder Polyglycerindimerat. Ebenfalls geeig- net sind Gemische von Verbindungen aus mehreren dieser Substanzklassen;
Anlagerungsprodukte von 2 bis 15 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes Ricinusöl; Partialester auf Basis linearer, verzweigter, ungesättigter bzw. gesättigter Cβ/22 -Fettsäuren, Ricinolsäure sowie 12-Hydroxystearinsäure und Glycerin, Polyglycerin, Pentaerythrit, Dipenta- erythrit, Zuckeralkohole (z. B. Sorbit), Alkylglucoside (z.B. Methylglucosid, Butylglucosid, Lauryl- glucosid) sowie Polyglucoside (z.B. Cellulose); Mono-, Di- und Trialkylphosphate sowie Mono-, Di- und/oder Tri-PEG-alkylphosphate und deren Salze;
Wollwachsalkohole;
Polysiloxan-Polyalkyl-Polyether-Copolymere bzw. entsprechende Derivate; Mischester aus Pentaerythrit, Fettsäuren, Citronensäure und Fettalkohol gemäß DE PS 1165574 und/oder Mischester von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, Methylglucose und Polyolen, vorzugsweise Glycerin oder Polyglycerin sowie Polyalkylenglycole.
Weiterhin können als Emulgatoren zwitterionische Tenside verwendet werden. Als zwitterioni- sehe Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine Carboxylat- oder eine Sulfo- natgruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyldimethyl- ammoniumglycinat, N-Acylamino-propyl-N,N dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyldimethylammonium-glycinat, und 2-Alkyl-3-carboxylmethyl-3-hydroxy- ethylimidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosa- cylaminoethylhydroxyethyl-carboxymethylglycinat. Besonders bevorzugt ist das unter der CTFA Bezeichnung Cocamidopropyl Betaine bekannte Fettsäureamid-Derivat.
Ebenfalls geeignete Emulgatoren sind ampholytische Tenside. Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktive Verbindungen verstanden, die außer einer Cs.is-Alkyl- oder - Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Aminogruppe und mindestens eine -COOH- oder - SCbH-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N-Alkylglycine, N-Alkylpropionsäuren , N-Alkylamino-buttersäuren , N Alkyliminodipropionsäuren, N-Hydroxyethyl-N-alkylamido-propylglycine, N-Alkyltaurine, N Alkylsarcosine, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe.
Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat, Kokosa- cylaminoethylaminopropionat und das Ci2/is-Acylsarcosin. Neben den ampholytischen kommen auch quartäre Emulgatoren in Betracht, wobei solche vom Typ der Esterquats, vorzugsweise methyl-quaternierte Difettsäuretriethanolaminester-Salze, besonders bevorzugt sind. Des weiteren können als anionische Emulgatoren Alkylethersulfate, Monoglyceridsulfate, Fettsäuresulfate, Sulfosuccinate und/oder Ethercarbonsäuren eingesetzt werden.
Als Ölkörper kommen Guerbetalkohole auf Basis von Fettalkoholen mit 6 bis 18, vorzugsweise 8 bis 10 Kohlenstoffatomen, Ester von linearen Cβ-C∑∑-Fettsäuren mit linearen C6-C22- Fettaikohoien, Ester von verzweigten C6-Ci3-Carbonsäuren mit linearen Cβ-C∑∑-Fettalkoholen,
Ester von linearen Cβ-C∑∑-Fettsäuren mit verzweigten Alkoholen, insbesondere 2-Ethylhexanol, Ester von linearen und/oder verzweigten Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen (wie z.B. Pro- pylenglycol, Dimerdiol oder Trimertriol) und/oder Guerbetalkoholen, Triglyceride auf Basis Ce- Cio-Fettsäuren, flüssige Mono-/Di-, Triglyceridmischungen auf Basis von Cβ-ds-Fettsäuren, Ester von Cβ-C∑∑-Fettalkoholen und/oder Guerbetalkoholen mit aromatischen Carbonsäuren, insbesondere Benzoesäure, Ester von C∑-Ci∑-Dicarbonsäuren mit linearen oder verzweigten Alkoholen mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen oder Polyolen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und 2 bis 6 Hydroxylgruppen, pflanzliche Öle, verzweigte primäre Alkohole, substituierte Cyclohexane, lineare Cβ-C∑∑-Fettalkoholcarbonate, Guerbetcarbonate, Ester der Benzoesäure mit linearen und/oder verzweigten Cβ-C∑∑-Alkoholen (z.B. Finsolv® TN), Dialkylether, Ringöffnungsprodukte von epoxidierten Fettsäureestern mit Polyolen, Siliconöle und/oder aliphatische bzw. naphtheni- sche Kohlenwasserstoffe in Betracht. Als Ölkörper können ferner auch Siliconverbindungen eingesetzt werden, beispielsweise Dimethylpolysiloxane, Methylphenylpolysiloxane, cyclische Silicone sowie amino-, fettsäure-, alkohol-, polyether-, epoxy-, fluor-, alkyl- und/oder glykosid- modifizierte Siliconverbindungen, die bei Raumtemperatur sowohl flüssig als auch harzförmig vorliegen können. Die Ölkörper können in den erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen von 1 bis 90, vorzugsweise 5 bis 80, und insbesondere 10 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Zusammensetzung enthalten sein.
Die Liste der genannten Inhaltstoffe, die gemeinsam mit den erfindungsgemäßen bzw. gemäß dem erfinderischen Verfahren hergestellten keratinbindenden Effektormoleküle verwendet werden können, soll selbstverständlich nicht als abschließend oder limitierend betrachtet werden. Die Inhaltsstoffe können einzelnen oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Applikation von dermokosmetisch aktiven Wirkstoffen auf Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägeln, wobei
I) der dermokosmetisch aktive Wirkstoff an ein keratinbindendes Polypeptid gekoppelt wird, und m) das keratinbindende Effektormolekül gemäß (k) als Bestandteil einer dermokosmeti- schen Zubereitung auf Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel aufgetragen wird.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Erhöhung der Verweildauer eines dermokosme- tisch aktiven Wirkstoffes auf Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel, dadurch gekennzeichnet, dass
n) der dermokosmetisch aktive Wirkstoff an ein keratinbindendes Polypeptid gekoppelt wird, und o) das keratinbindende Effektormolekül gemäß (m) als Bestandteil einer dermokosmeti- schen Zubereitung auf Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel aufgetragen wird, p) und der Wirkstoff indirekt an Haut, Haar und/oder Finger- bzw. Fußnägel, vermittelt durch die Keratinbindedomäne, gebunden wird, wobei die Verweildauer des an das keratinbindende Polypeptid gebundenen aktiven Wirkstoffes im Vergleich zum freien Wirkstoff (nicht an ein keratinbindendes Polypeptid gebunden) unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen, um mindestens 20% oder 30%, bevorzugt mindestens um 40%, 50% oder 60%, besonders bevorzugt um mindestens 75%, 100% oder 125%, ganz
besonders bevorzugt um mindestens 150%, 200% oder 250%, am meisten bevorzugt um 500%, 750% oder 1000% gesteigert ist.
Ein weiterer Erfindungsgegenstand sind Verbindungen der Formeln 2, 4 und 5,
Formel 2
Formel 4
Formel 5
wobei „n" einer ganzen Zahl zwischen 0 bis 20, bevorzugt zwischen 3 bis 15, besonders bevorzugt zwischen 3 und 10, ganz besonders bevorzugt zwischen 3 und 8, am allermeisten bevorzugt 5 entspricht. Besonders bevorzugt sind dabei die Verbindungen der Formel 2.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können im erfindungsgemäßen Verfahren auch Mischungen der genannten Verbindungen verwendet werden. Dabei können auch die an den verbleibenden Hydroxygruppen höher veresterten Analoga und/oder Mischungen derselben verwendet werden.
Sequenzen
SEQ lC )
NO.: Sequenztyp Sequenzbeschreibung
1 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415
2 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415
3 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM 004415 Domäne B
4 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM 004415 Domäne B
5 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne B-1
6 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM 004415 Domäne B-1
7 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne B-2
8 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne B-2
9 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne C
10 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne C
11 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne C-1
12 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne C-1
13 Nukleinsäure Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM .004415 Domäne C-2
14 Protein Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM 004415 Domäne C-2
15 Nukleinsäure H.sapiens_Filaggrin_Accession No. CA119595
16 Protein H.sapiens_Filaggrin_Accession No. CAH 9596
17 Nukleinsäure Homo sapiens plakophilin 1 ACCESSION NM_ 001005337, transcript variant 1a
18 Protein Homo sapiens plakophilin 1 ACCESSION NM_ 001005337, transcript variant 1a
Nukleinsäure Homo sapiens plakophilin 1 ACCESSION NM_000299, transcript variant 1 b Protein Homo sapiens plakophilin 1 ACCESSION NM_000299, transcript variant 1 b Nukleinsäure Mus musculus plakophilin 2 ACCESSION NM_026163 NM_027894 Protein Mus musculus plakophilin 2 ACCESSION NM_026163 NM_027895 Nukleinsäure Mus musculus plakophilin 1 ACCESSION NM_019645 Protein Mus musculus plakophilin 1 ACCESSION NM_019646 Nukleinsäure Bos taurus plakophilin 1 partial mRNA, ACCESSION XM_868348 Protein Bos taurus plakophilin 1 partial mRNA, ACCESSION XM_868349 Nukleinsäure Canis familiaris similar to plakophilin 1 isoform 1a, ACCESSION XM_851528 Protein Canis familiaris similar to plakophilin 1 isoform 1a, ACCESSION XM_851529 Nukleinsäure Danio rerio similar to Plakophilin 1 ACCESSION XM_695832 Protein Danio rerio similar to Plakophilin 1 ACCESSION XM_695833 Nukleinsäure Rattus norvegicus similar to plakophilin 1 , ACCESSION XM_222666 Protein Rattus norvegicus similar to plakophilin 1 , ACCESSION XM_222667 Nukleinsäure Pan troglodytes similar to Plakophilin 1 , ACCESSION XM_514091 Protein Pan troglodytes similar to Plakophilin 1 , ACCESSION XM_514092 Nukleinsäure Gallus gallus similar to plakophilin 1 , ACCESSION XM_419240 Protein Gallus gallus similar to plakophilin 1 , ACCESSION XM_419241 Nukleinsäure Xenopus laevis similar to plakophilin 4, ACCESSION BI390496 Protein Xenopus laevis similar to plakophilin 4, ACCESSION BI390497 Nukleinsäure Homo sapiens desmoplakin, transcript variant 2, ACCESSION NM_001008844 Protein Homo sapiens desmoplakin, transcript variant 2, ACCESSION NM_001008845 Nukleinsäure Mus musculus desmoplakin, ACCESSION XM_621314 Protein Mus musculus desmoplakin, ACCESSION XM_621315 Nukleinsäure Rattus norvegicus similar to desmoplakin isoform II, ACCESSION XM_225259 Protein Rattus norvegicus similar to desmoplakin isoform II, ACCESSION XM_225260 Nukleinsäure Pan troglodytes desmoplakin, ACCESSION XM_518227 Protein Pan troglodytes desmoplakin, ACCESSION XM_518228 Nukleinsäure Gallus gallus similar to Desmoplakin, ACCESSION XM_418957 Protein Gallus gallus similar to Desmoplakin, ACCESSION XM_418958
Homo sapiens junction plakoglobin (JUP), transcript variant 2, ACCESSION Nukleinsäure NM_021991
Homo sapiens junction plakoglobin (JUP), transcript variant 2, ACCESSION Protein NM_021992 Nukleinsäure Mus musculus, plakoglobin; gamma-catenin, ACCESSION NM_010593 Protein Mus musculus, plakoglobin; gamma-catenin, ACCESSION NM_010594 Nukleinsäure Rattus norvegicus gamma-catenin (plakoglobin), ACCESSION NM_031047 Protein Rattus norvegicus gamma-catenin (plakoglobin), ACCESSION NM_031048 Nukleinsäure Danio rerio armadillo protein family; plakoglobin, ACCESSION NM_131177 Protein Danio rerio armadillo protein family; plakoglobin, ACCESSION NM_131178 Nukleinsäure Xenopus tropicalis junction plakoglobin, ACCESSION BC064717 Protein Xenopus tropicalis junction plakoglobin, ACCESSION BC064718
Canis familiaris similar to junction plakoglobin isoform 10, ACCESSION Nukleinsäure XM_856625
Canis familiaris similar to junction plakoglobin isoform 10, ACCESSION Protein XM_856626 Nukleinsäure Xenopus laevis Jup protein, ACCESSION BC094116 Protein Xenopus laevis Jup protein, ACCESSION BC094117
Nukleinsäure Bos taurus junction plakoglobin, ACCESSION N M_001004024 Protein Bos taurus junction plakoglobin, ACCESSION NM_001004025 Nukleinsäure Sus scrofa plakoglobin, ACCESSION NM_214323 Protein Sus scrofa plakoglobin, ACCESSION NM_214324 Nukleinsäure Danio rerio junction plakoglobin, ACCESSION BC058305 Protein Danio rerio junction plakoglobin, ACCESSION BC058306
Saccharomyces cerevisiae, plakoglobin/armadillo/beta-catenin, ACCESSION Nukleinsäure AF005267
Saccharomyces cerevisiae, plakoglobin/armadillo/beta-catenin, ACCESSION Protein AF005268
Homo sapiens plectin 1 , intermediate filament binding protein, ACCESSION Nukleinsäure NM_201380
Homo sapiens plectin 1 , intermediate filament binding protein, ACCESSION Protein NM_201381
Mus musculus plectin 1 (Pled ), transcript variant 11 , mRNA, ACCESSION Nukleinsäure NM_201394 XM
Mus musculus plectin 1 (Pled ), transcript variant 11 , mRNA, ACCESSION Protein NM_201394 XM
Bos taurus similar to plectin 1 isoform 1 (LOC510991 ), ACCESSION Nukleinsäure XM_588232
Bos taurus similar to plectin 1 isoform 1 (LOC510991 ), ACCESSION Protein XM_588233 Nukleinsäure Canis familiaris similar to plectin 1 isoform, ACCESSION XM_539204 Protein Canis familiaris similar to plectin 1 isoform, ACCESSION XM_539205 Nukleinsäure Trypanosoma cruzi, plectin-like protein, ACCESSION XM_809849 Protein Trypanosoma cruzi, plectin-like protein, ACCESSION XM_809850 Nukleinsäure Rattus norvegicus plectin, ACCESSION X59601 Protein Rattus norvegicus plectin, ACCESSION X59602 Nukleinsäure Cricetulus griseus plectin, ACCESSION AF260753 Protein Cricetulus griseus plectin, ACCESSION AF260754 Nukleinsäure Homo sapiens periplakin, ACCESSION NM_002705 Protein Homo sapiens periplakin, ACCESSION NM_002706 Nukleinsäure Mus musculus periplakin , ACCESSION NM_008909 XM_358905 Protein Mus musculus periplakin , ACCESSION NM_008909 XM_358906 Nukleinsäure Homo sapiens envoplakin, ACCESSION NM_001988 Protein Homo sapiens envoplakin, ACCESSION NM_001989 Nukleinsäure Mus musculus envoplakin, ACCESSION NM_025276 XM_283024 Protein Mus musculus envoplakin, ACCESSION NM_025276 XM_283025 Nukleinsäure Bos taurus similar to Envoplakin, ACCESSION XM_587641 Protein Bos taurus similar to Envoplakin, ACCESSION XM_587642 Nukleinsäure Canis familiaris similar to Envoplakin, ACCESSION XM_540443 Protein Canis familiaris similar to Envoplakin, ACCESSION XM_540444 Nukleinsäure Danio rerio similar to Envoplakin, ACCESSION XM_687958 Protein Danio rerio similar to Envoplakin, ACCESSION XM_687959 Nukleinsäure Rattus norvegicus, similar to envoplakin, db_xref GenelD:303687 Protein Rattus norvegicus, similar to envoplakin, db_xref GenelD:303688 Nukleinsäure Pan troglodytes similar to Envoplakin, ACCESSION XM_511692 Protein Pan troglodytes similar to Envoplakin, ACCESSION XM_511693 Nukleinsäure Human bullous pemphigoid antigen, ACCESSION M63618 Protein Human bullous pemphigoid antigen, ACCESSION M63619
105 Nukleinsäure Mus musculus bullous pemphigoid antigen 1 (Bpagi), ACCESSION AF396877
106 Protein Mus musculus bullous pemphigoid antigen 1 (Bpagi ), ACCESSION AF396878
107 Nukleinsäure Mus musculus trichohyalin-like 1 , ACCESSION NM_027762
108 Protein Mus musculus trichohyalin-like 1 , ACCESSION NM_027763
109 Nukleinsäure Bos taurus similar to trichohyalin-like 1 , ACCESSION XM_597026
110 Protein Bos taurus similar to trichohyalin-like 1 , ACCESSION XM_597027
111 Nukleinsäure Homo sapiens trichohyalin-like 1 , ACCESSION NM_001008536 XM_060104
112 Protein Homo sapiens trichohyalin-like 1 , ACCESSION NM_001008536 XM_060105
113 Nukleinsäure Strongylocentrotus purpuratus similar to Trichohyalin, ACCESSION XM_793822
114 Protein Strongylocentrotus purpuratus similar to Trichohyalin, ACCESSION XM_793823
115 Nukleinsäure Trypanosoma cruzi trichohyalin, putative, ACCESSION XM_809758
116 Protein Trypanosoma cruzi trichohyalin, putative, ACCESSION XM_809759
117 Nukleinsäure Giardia lamblia ATCC 50803 trichohyalin, ACCESSION XM_765825
118 Protein Giardia lamblia ATCC 50803 trichohyalin, ACCESSION XM_765826
119 Nukleinsäure Aspergillus fumigatus Af293, trichohyalin, ACCESSION XM_748643
120 Protein Aspergillus fumigatus Af293, trichohyalin, ACCESSION XM_748644
121 Nukleinsäure O. cuniculus trichohyalin, ACCESSION Z19092
122 Protein O.cuniculus trichohyalin, ACCESSION Z19093
123 Nukleinsäure Pan troglodytes similar to Trichohyalin, ACCESSION XM_526770
124 Protein Pan troglodytes similar to Trichohyalin, ACCESSION XM_526771
125 Nukleinsäure Human trichohyalin (TRHY), ACCESSION L09190
126 Protein Human trichohyalin (TRHY), ACCESSION L09191
127 Nukleinsäure Mus musculus small proline-rich protein 3, ACCESSION NM_011478
128 Protein Mus musculus small proline-rich protein 3, ACCESSION NM_011479
Homo sapiens small proline-rich protein 2B (SPRR2B), ACCESSION
129 Nukleinsäure NM_001017418
Homo sapiens small proline-rich protein 2B (SPRR2B), ACCESSION
130 Protein NM_001017419
131 Nukleinsäure Mus musculus hair follicle protein AHF, ACCESSION XM_485271
132 Protein Mus musculus hair follicle protein AHF, ACCESSION XM_485272
133 Nukleinsäure Homo sapiens epiplakin 1 (EPPK1), ACCESSION NM_031308 XM_372063
134 Protein Homo sapiens epiplakin 1 (EPPK1 ), ACCESSION NM_031308 XM_372064
135 Nukleinsäure Mus musculus epiplakin 1 , ACCESSION NM_144848 NM_173025
136 Protein Mus musculus epiplakin 1 , ACCESSION NM_144848 NM_173026
137 Nukleinsäure Mus musculus structural protein FBF1 , ACCESSION AF241249
138 Protein Mus musculus structural protein FBF1 , ACCESSION AF241250
139 Nukleinsäure Streptococcus mutans spaP gene for antigen l/ll, ACCESSION X17390
140 Protein Streptococcus mutans spaP gene for antigen l/ll, ACCESSION X17391
141 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Bag 43
142 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Bag 44
143 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Bag 53
144 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Bag 51
DNA-Fragment welches mittels der PCR-Primer Lib148 (SEQ ID No.: 147) und
145 Nukleinsäure Lib149 (SEQ ID No.: 148) amplifiziert wurde
146 Protein Translationsprodukt des Nukleinsäuremoleküls SEQ ID No.: 145
147 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Lib148
148 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Lib149
DNA-Fragment welches mittels der PCR-Primer Lib149 (SEQ ID NO.: 148) und
149 Nukleinsäure Lib150 (SEQ ID NO. :151) amplifiziert wurde.
150 Protein Translationsprodukt des Nukleinsäuremoleküls SEQ ID No.: 149
151 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Lib150
DNA-Fragment welches mittels der PCR-Primer Lib151 (SEQ ID No.:156 ) und
152 Nukleinsäure Lib152 (SEQ ID No.: 157) amplifiziert wurde
153 Protein Translationsprodukt des Nukleinsäuremoleküls SEQ ID No.: 152
154 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Lib151
155 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers Lib152
156 Protein KBD-B_3_Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-3
157 Protein KBD-B_4 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-4
158 Protein KBD-B_5 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-5
159 Nukleinsäure KBD-B_6 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-5
160 Protein KBD-B_6 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-5
161 Nukleinsäure Homo sapiens trichoplein, BC004285
162 Protein Homo sapiens trichoplein, BC004285
Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 mit Nukleinsäureaus- tauschen an den Positionen ca.2715, 8000 und 8000 im Verlgeich zu SEQ ID
163 Nukleinsäure No.: ID 1
Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 mit Aminosäureaustau-
164 Protein sehen an den Positionen 905, 2687 und 2688 im Verlgeich zu SEQ ID No.: ID 2
165 Nukleinsäure KBD-B_7 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-7
166 Protein KBD-B_7 Homo sapiens Desmoplakin_Accession No. NM_004415 Domäne B-7
KBD-D mit N-terminalem Histidinanker , H. sapiens Plakophilin 1a ACCESSION
167 Nukleinsäure NM_001005337
KBD-D mit N-terminalem Histidinanker , H. sapiens Plakophilin 1a ACCESSION
168 Protein NP_001005337
KBD-D Aminosäuren 1-273 mit C-terminalem Histidinanker , H. sapiens
169 Nukleinsäure Plakophilin 1a ACCESSION NM_001005337
BD-D Aminosäuren 1-273 mit C-terminalem Histidinanker , H. sapiens Plakophi-
170 Protein lin 1a ACCESSION NP_001005337
171 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers H Re6
172 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers HRe9
173 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers H Re7
174 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers H Re8
175 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers H Re26
176 Nukleinsäure Sequenz des PCR-Primers H Re27
Experimentelle Beispiele
Die folgenden Beispiele werden offenbart um bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu illustrieren. Diese Beispiele sind nicht als abschließend oder den Erfindungsge- genstand limitierend zu betrachten.
In der experimentellen Beschreibung werden folgende Abkürzungen verwendet: (2-Amino-2-Methyl-Propanol) AMP, (Grad Celsius) C°, (Ethylendiamintetraessigsäure) EDTA, (hindered amine stabilizer) HAS, (1 ,1-Difluorethan) HFC 152, (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) INCI, (Milliliter) ml_, (Minuten) min., (Öl/Wasser) O/W, (Polyethylenglykol) PEG-25, (Para Amino Benzoesäure) PABA, (parts per million) ppm, (quantum satis) q.s, (Vinyl- pyrrolidone) VP, (Wasser/Öl) W/O, (Wirkstoff) WS, (Polyvinylpyrrolydone) PVP, (Keratin bindende Domäne) KBD, (Keratin bindende Domäne B des humanen Desmoplakin) KBD-B , (Keratin bindende Domäne C des humanen Desmoplakin) KBD-C, (Keratin bindende Domäne des humanen Plakophilin) KBD-D.
Beispiel 1 : Expressionsvektoren und Produktionsstämme
Es wurden verschiedene Expressionsvektoren für die Expression der keratinbindenden Domä- nen (KBD) getestet. Dabei kamen verschiedene Promotoren (z.B. IPTG-induzierbar, Rhamno- se-induzierbar, Arabindose-induzierbar, Methanol-induzierbar, konstitutive Promotoren, u.a.) zum Einsatz. Ebenso wurden Konstrukte getestet, bei denen die KBD als Fusionsproteine exprimiert wurden (z.B. als Fusion mit Thioredoxin, oder eGFP, oder YaaD [B. subtilis, SWISS- PROT: P37527, PDX1], u.a.). Dabei wurden sowohl die beschriebene KBD-B (keratinbindende Domäne B, SEQ ID No.: 4), als auch KBD-C (keratinbindende Domäne C, SEQ ID No.: 10), sowie die Kombination aus beiden Domänen KBD-BC mit den verschiedenen Expressionssystemen exprimiert. Die erwähnten Vektor-Konstrukte sind nicht limitierend für die Beanspruchung.
Stellvertretend als Beispiel ist die Vektorkarte des IPTG-induzierbaren Vektors pQE30-KBD-B (Abbildung 1), der Methanol-induzierbaren Vektoren pLib15 (Abbildung 2) und pLib16 (Abbildung 3) sowie des induzierbaren Vektors pl_ib19 (Abbildung 4) angegeben. Analog zu den beschriebenen Vektorkonstruktionen und Expressionen kann auch für KBD-C vorgegangen werden.
Für die Expression der KBD wurden verschiedene Produktionswirte genutzt, wie z.B. E. coli- Stämme (siehe Bsp. 2; z.B. XHO-GoId [Firma Stratagene], BL21-CodonPlus [Firma Stratage- ne], und andere). Es wurden aber auch andere bakterielle Produktionswirte, wie z.B. Badllus megaterium oder Bacillus subtilis genutzt. Bei der KBD-Expression in B. megaterium wurde analog zu: Barg, H., Malten, M. & Jahn, D. (2005). Protein and Vitamin production in Bacillus megaterium. In Methods in Biotechnology-Micobial Products and Biotransformations (Barredo, J. -L., ed, 205-224) vorgegangen.
Als pilzliche Produktionsstämme kamen Pichia pastoris (siehe Bsp. 3; z.B. GS115 und KM71 [beide Firma Invitrogen]; und andere) und Aspergillus nidulans (siehe Bsp. 4; z.B. RMS011 [Stringer, MA, Dean, RA, Sewall, TC, Timberlake, WE (1991) Rodletless, a new Aspergillus developmental mutant induced by direct gene activation. Genes Dev 5:1161-1171] und SRF200 [Karos, M, Fischer, R (1999) Molecular characterization of HymA, an evolutionarily highly conserved and highly expressed protein of Aspergillus nidulans. Mol Genet Genomics 260:510-
521], und andere) zum Einsatz. Es könnten aber auch andere pilzliche Produktionswirte, wie z.B. Aspergillus niger (KBD-Expression analog zu EP 0635574A1 und/oder WO 98/46772) zur KBD-Expression genutzt werden.
Beispiel 2: KBD-Expression in E. coli-Stämmen mit IPTG induzierbaren Promotoren, z.B. durch das Expressionsplasmid pQE30-KBD-B
Für die Expression wurden verschiedene Produktionswirte eingesetzt, wie z.B. verschiedene E. coli-Stämme (z.B. XLIO-GoId [Firma Stratagene], BL21-CodonPlus [Firma Stratagene], und andere), Bacillus megaterium, Bacillus subtilis u.a.. Hier wird - stellvertretend als Beispiel - die Klonierung und Expression von KBD-B durch E. coli, transformiert mit pQE30-KBD-B beschrieben:
Klonierung von pQE30-KBD-B
Lambda-MaxiDNA (DNA-Lambda Maxi Kit, Firma Qiagen) wurde aus einer cDNA-Bank von humanen Keratinozyten hergestellt (Firma BD Bioscience, Clontech, Human Kerati- nocyte cDNA, foreskin, primary culture in log phase, Vektor: λgt11).
Die PCR wurde unter Verwendung der folgenden Oligonukleotide durchgeführt: Bag 43 (5'- GGTCAGTTACGTGCAGCTGAAGG -3') (SEQ ID No.: 141 )und Bag 44 (5' GCTGAGGCTGCCGGATCG -3') (SEQ ID No.: 142)
50 μl PCR-Ansatz:
1Ox PCR-Puffer Pfu Ultra High Fidelity: 5μl
Lambda DNA(744ng/μl) 1μl (1 :30 Verd.) dNTP's.-Mix (IOmM) 1 μl
Oligo Bag 43 (192ng/μl) 0,5μl
Oligo Bag 44 (181 ng/μl) 0,5μl
Pfu Ultra High Fidelity Polymerase 1 μl
H2O 41 μl
Temperaturprogramm:
2 Min. - 95°C f 30 Sek. - 95°C
3Ox i 30 Sek. - Gradient 500C -> 600C L 2 Min. 30 Sek. - 72°C
10 Min - 72°C
Das entstandene etwa 1102 bp große PCR-Produkt wurde aus einem Agarosegel ausgeschnitten und aufgereinigt. - Anschließend wurde mit dem gereinigten PCR-Produkt als Templat eine 2. PCR durchgeführt:
Verwendete Oligonukleotide:
Bag 53: (5'- CGCGCCTCGAGCCACATACTGGTCTGC -3') (SEQ ID No.: 143) und Bag 51 (5'- GCTTAGCTGAGGCTGCCGGATCG -3') (SEQ ID No.: 144)
50 μl PCR-Ansatz:
10x PCR-Puffer TAQ: 5μl
Template aus obiger PCR 3,5μl
dNTP's.-Mix (1OmM) 1μl
Oligo Bag 53 (345ng/μl) 0,5μl
Oligo Bag 51 (157ng/μl) 0,5μl
TAQ Polymerase 1 μl H2O 39μl
Temperaturprogramm:
2 Min. - 95°C f 30 Sek. - 95°C 3Ox S 30 Sek. - 58°C
[ 3 Min. - 72°C
10 Min - 72°C
Das entstandene etwa 1073 bp große PCR-Produkt wurde aus einem Agarosegel ausge- schnitten, aufgereinigt und in folgenden Vektor kloniert: pCR2.1-TOPO (Firma Invitrogen).
Der entstehende Vektor pCR2.1-TOPO+KBD-B (5027 bp) wurde anschließend transformiert, amplifiziert in E. coli, dann mit Xhol und EcoRI geschnitten und das entstandene KBD-B-Fragment in pBAD/HisA (Firma Invitrogen; ebenfalls geschnitten mit Xhol und E- coRI) kloniert.
Der neu entstandene Vektor pBAD/HisA+KBD-B (5171 bp) wurde erneut geschnitten mit Sacl und Stul und das entstandene KBD-B-Fragment in pQE30 (Firma Qiagen; geschnitten mit Sacl und Smal) kloniert. Der daraus entstandene Expressionsvektor pQE30-KBD- B (4321 bp; siehe auch Abbildung 1) wurde für die folgenden KBD-B-Expressionen verwendet.
Die durch den Vektor pQE30-KBD-B in E. coli expremierte KBD-B (SEQ ID No.: 4) beinhaltete zusätzlich am N-Terminus die Aminosäuren MRGSHHHHHHGSACEL sowie am C-Terminus die Aminosäuren GVDLQPSLIS (SEQ ID No.: 166) .
Expression von KBD-B durch pQE30-KBD-B in E. coli
- Vorkulturen wurden von Platte oder Glycerinkultur mit pQE30-KBD-B transformierten E. coli Stämmen (z.B. XLIO-GoId [Firma Stratagene]) angeimpft. Je nach Größe der Hauptkultur wurde in einem Röhrchen oder einem kleinen Kolben mit LB-Medium angeimpft (ca. 1 :100).
- Antibiotika wurden je nach verwendetem Stamm eingesetzt (für pQE30-KBD-B Ampicillin 100 μg/ml).
- Es wurde bei 250 rpm und 37°C inkubiert. - Die Hauptkultur wurde ca. 1 :100 mit Vorkultur angeimpft, Hauptkultur: LB-Medium oder geeignetes Minimalmedium mit den jeweiligen Antibiotika. Inkubation bei 250 rpm und 37°C.
- Die Induktion erfolgte mit 1 mM IPTG ab einer OD(600nm) von 0,5.
- Die Zellen wurden nach 4 h Induktion abzentrifugiert.
In Fermentern wurde analog vorgegangen, jedoch konnte bei sehr viel höheren OD-Einheiten induziert werden und damit die Zell- und Protein-Ausbeute erheblich gesteigert werden.
Beispiel 3: Intrazelluläre und sekretorische Expression von KBD mittels Pichia pastoris- Stämmen unter Verwendung von Methanol-induzierbaren Promotoren, z.B. durch die Expressionsplasmide pLib 15 und pLib 16 (Schüttelkolben)
Für die KBD-Expression wurden verschiedene Pichia pastoris-Stämme eingesetzt, wie z.B. GS1 15 und KM71 (Pichia Expression Kit, Version M; Invitrogen Life Technologies).
Hier wird - stellvertretend als Beispiel - die Expression von KBD-B durch P. pastoris, transformiert mit pLib15 (intrazelluläre Expression, Vektor siehe Abbildung 2) oder pLib16 (sekretorische Expression, Vektor siehe Abbildung 3) beschrieben.
Zur Konstruktion von pLib15 wurde ein 948 bp großes, KBD-B-kodierendes DNA- Fragment (SEQ ID No.: 145) mittels PCR unter Verwendung der Oligonukleotide Lib148 (5'-
GCTAAGGAATTCACCATGCATCACCATCACCATCACGAGCCACATACTGGTCTGCT-S' (SEQ ID No.: 147) und Lib149
(5'-GCTGGAGAATTCTCAGCTAATTAAGCTTGGCTGCA-S' SEQ ID NO.: 148) sowie des Vektors pQE30-KBD-B (Beispiel 2, Abb. 1) als Template amplifiziert. Dabei wurden Eco- Rl-Restriktionsschnittstellen an beiden Enden der PCR-Produkte eingebracht.
- Zur Konstruktion von pl_ib16 wurde ein 942 bp großes, KBD-B-kodierendes DNA- Fragment (SEQ ID No.:149) mittels PCR unter Verwendung der Oligonukleotide Lib149 (5'-GCTGGAGAATTCTCAGCTAATTAAGCTTGGCTGCA-S' (SEQ ID NO. : 148)) und Lib150 (5'- GCTAAGGAATTCCATCACCATCACCATCACGAGCCACATACTGGTCTGCT-S' (SEQ ID No.: 151) sowie des Vektors pQE30-KBD-B (Beispiel 2, Abbildung 1) als Template amplifiziert. Dabei wurden EcoRI-Restriktionsschnittstellen an beiden Enden der PCR-Produkte eingebracht.
Die PCR wurden in 50 μl Reaktionsansätzen durchgeführt, welche wie folgt zusammen- gesetzt waren:
1 μl Plasmid-DNA pQE30-KBD-B
1 μl dNTP-Mix (jedes 10 mM; Fa. Eppendorf)
5 μl 10 x PCR-Puffer + MgCI2 (Fa. Roche)
1 μl Lib148 oder Lib150 5'Primer (entspricht 50 pmol) 1 μl Lib149 3'Primer (entspricht 50 pmol)
5 U Pwo-Polymerase (Fa. Roche)
Die PCR-Reaktionen wurden unter folgenden Zyklusbedingungen durchgeführt:
Schritt 1 : 5 Minuten 95 0C (Denaturierung)
Schritt 2: 45 Sekunden 95 0C
Schritt 3: 45 Sekunden 50 0C (Annealing)
Schritt 4: 2 Minuten 72 0C (Elongation)
30 Zyklen der Schritte 2-4 Schritt 5: 10 Minuten 72 0C (Post- Elongation)
Schritt 6: 4 0C (Pause)
Das PCR-Produkt, welches mit den Oligonukleotiden Lib148/Lib149 amplifiziert wurde (SEQ ID No.: 145), wurde mit EcoRI verdaut und in den EcoRI-geschnittenen Vektor pPIC3.5 (Pichia Expression Kit, Version M, Firma Invitrogen) ligiert. Die korrekte KBD-B Amplifizierung wurde durch Sequenzierung des aus der Ligation resultierenden Vektors pLib15 (Abbildung 2) überprüft.
Das PCR-Produkt, welches mit den Oligonukleotiden Lib149/üb150 amplifiziert wurde, (SEQ ID No.: 149) wurde mit EcoRI verdaut und in den EcoRI-geschnittenen Vektor pPIC9 (Pichia Expression Kit, Version M, Firma Invitrogen) ligiert. Die korrekte KBD-B Amplifizierung wurde durch Sequenzierung des aus der Ligation resultierenden Vektors pLib16 (Abbildung 3) überprüft.
Elektrokompetente Zellen und Spheroplasten der P. pastoris-Stämme wurden mit den zirkulären und Stul-Iinearisierten Vektoren pLib15 bzw. pLib16 gemäß der Vorgaben des Herstellers (Pichia Expression Kit, Version M, Firma Invitrogen) transformiert.
Die Analyse der Transformanten erfolgte mittels PCR und Southern Blot unter Verwendung chromosomaler DNA.
Zur Vorkultur wurden KBD-B-expremierende P. pastoris-Transformanten von Platte oder Glycerinkultur angeimpft. Je nach Größe der Hauptkultur wurde ein Röhrchen oder ein kleiner Kolben mit MGY-, BMG- oder BMGY-Medium (Pichia-Expression-Kit, Version M,
Firma Invitrogen) angeimpft (ca. 1 :100).
Die Kultur wurde bei 250-300 rpm und 300C bis zur ODeoo=2-6 inkubiert. Die Zellen wurden mit 1500-3000 x g für 5 min bei Raumtemperatur geerntet. Zur Hauptkultur wurde das geerntete Zeüpeüet auf eine OD6oo=1 in Methanol- enthaltendem mM-, BMM- oder BMMY-Medium (Pichia-Expression-Kit, Version M, Firma
Invitrogen) aufgenommen, um die Expression zu induzieren. Die Inkubation der Hauptkultur erfolgte bei 250-300 rpm und 300C für 1-96 h. Die Aufrechterhaltung der Induktion erfolgte alle 24 h durch Zugabe von 100 % Methanol bei einer Methanol-Endkonzentration von 0,5 %. Bei intrazellulärer Expression erfolgte die Ernte und der Aufschluss der Zellen nach Ende der Hauptkultur mittels eines Menton-Gaulin.
Bei sekretorischer Expression wurde der Kulturüberstand gesammelt und die KBD-B direkt daraus gereinigt. Die intrazellulär in P. pastoris expremierte KBD-B (SEQ ID No.: 145) (pLib15) beinhaltete neben der Polypeptidsequenz SEQ ID No.: 4 zusätzlich am N-Terminus die Aminosäuren
MHHHHHH sowie am C-Terminus die Aminosäuren GVDLQPSLIS. Die sekretorisch in P. pastoris expremierte KBD-B (SEQ ID No.: 149) (pLib16) beinhaltete vor der Prozessierung neben der Polypeptidsequenz SEQ ID No.: 4 zusätzlich am N- Terminus die Aminosäuren MRFPSIFTAVLFAASSALAAPVNTTTEDETAQIPAEAVI- GYSDLEGDFDVAVLPFSNSTNNGLLFINTTIASIAAKEEGVSLEKREAEAYVEFHHHHHH sowie am C-Terminus die Aminosäuren GVDLQPSLIS.
Die mittels P. pastoris sekretierte und prozessierte KBD-B (SEQ ID No.: 149) (pLib16) beinhaltete neben der Polypeptidsequenz SEQ ID No.: 4 zusätzlich am N-Terminus die Aminosäuren YVEFHHHHHH sowie am C-Terminus die Aminosäuren GVDLQPSLIS.
Beispiel 4: Expression von KBD mittels Aspergillus nidulans-Stämmen unter Verwendung des induzierbaren alcA-Promotors, z.B. durch das Expressionsplasmid pLib 19 (Schüttelkolben) Für die Expression wurden A. nidulans-Wildtypstämme eingesetzt, wie z.B. RMS011 oder SRF200. Hier wird - stellvertretend als Beispiel - die Expression von KBD-B durch A. nidulans, transformiert mit pLib19 (Abbildung 4) beschrieben.
Zur Konstruktion von pLib19 wurde ein 922 bp (SEQ ID No.: 152) großes, KBD-B- kodierendes DNA-Fragment mittels PCR unter Verwendung der Oligonukleotide Lib151 (5'-CACCATGCATCACCATCACCATCACGAGCCACATACTGGTCTGCT-S' (SEQ ID No.: 154) und Lib152 (5'- GCTAATTAAGCTTGGCTGCA-3' (SEQ ID No.: 155) sowie des
Vektors pQE30-KBD-B (Beispiel 2, Abbildung 1) als Template (unter Verwendung der o- ben genannten PCR Bedingungen, wobei die Annealing Temperatur des PCR Programms mit 53 0C an die Tm-Werte der Primer Lib151 und Lib152 angepasst wurden) amplifiziert . Das PCR-Produkt wurde in den Vektor pENTR/D (pENTR™ Directional TOPO® Cloning Kit, Version E, Firma Invitrogen) ligiert. Die korrekte KBD-B Amplifizierung wurde durch
Sequenzierung überprüft.
Die Rekombination des KBD-B kodierenden DNA-Fragmentes erfolgte in den Vektor pMT- OvE (Toews MW, Warmbold J, Konzack S, Rischitor P, Veith D, Vienken K, Vinuesa C, Wei H, Fischer R; Establishment of mRFP1 as a fluorescent marker in Aspergillus nidu- lans and construction of expression vectors for high-throughput protein tagging using re- combination in vitro (GATEWAY). (2004) Curr Genet 45: 383-389) unter Verwendung des „Gateway® LR clonase™ enzyme mix" (Firma Invitrogen). Dabei entstand der Vektor püb19 (Abbildung 4 ).
- Protoplasten der A. nidulans Wildtyp-Stämme wurden mit dem zirkulären Vektor pLib19 in transformiert (Yelton MM, Hamer JE, Timberlake WE; Transformation of Aspergillus nidulans by using a trpC plasmid., (1984) Proc Natl Acad Sei USA 81 : 1479-1474). Die Analyse der Transformanten erfolgte mittels PCR und Southern Blot unter Verwendung chromosomaler DNA.
Zur Vorkultur von KBD-B-expremierenden A. nidulans-Transformanten wurden 100 ml Minimalmedium (0,6 % NaNO3; 0,152 % KH2PO4; 0,052 % KCl [pH 6,5]; 0,8 % Glukose; 0,05 % MgSO4; 1 ml Spurenelementelösung [1 g/l FeSO4 x 7 H2O; 8,8 g/l ZnSO4 x 7 H2O; 0,4 g/l CuSO4 x 5 H2O; 0,15 g/l MnSO4 x 4 H2O; 0,1 g/l Na2B4O7 x 10 H2O; 0,05 g/l (NH4)δMθ7θ24 x 4 H2O], + stammspezifische Supplemente) oder 100 ml Komplettmedium
(2 % Malzextrakt; 0,1 % Pepton; 2 % Glukose; + stammspezifische Supplemente) in 500 ml Kolben mit 106-107 Sporen angeimpft und für 16-24 h bei 200-250 rpm und 37°C inkubiert.
- Nach der Vorkultur wurde das Pilzmyzel durch Filtration geerntet, mit destilliertem Wasser gewaschen und in Kolben mit 100-500 ml frischem Minimalmedium überführt. In diesem Hauptkulturmedium wurde 0,1 % Fructose statt Glukose als C-Quelle verwendet. Zur Induktion der KBD-Expression wurde dem Medium zusätzlich Ethanol (1 % Endkonzentration) oder Glycerol (50 mM) oder Natriumacetat (50 mM) oder Ethylamin oder Threonin zu- gegeben. Die erwähnten Zusätze zur Expressionsinduktion sind nicht limitierend für die
Beanspruchung. Die Hauptkultur wurde für weitere 5-48 h bei 200-250 rpm und 37°C inkubiert.
Nach Kulturende wurde das Pilzmyzel mit 1500-3000 x g für 5 min bei Raumtemperatur geerntet und mittels eines Menton-Gaulin aufgeschlossen.
Die in A. nidulans expremierte KBD-B (SEQ ID No.: 152) (pLib19) beinhaltete neben der Polypeptidsequenz SEQ ID No.: 4 zusätzlich am N-Terminus die Aminosäuren
MHHHHHH sowie am C-Terminus die Aminosäuren GVDLQPSLISKGGRADPAFLYKVV-
MIRLLTKPERKLLEGGPGTQLLFPLVRVNCALGVIMVIAVSCVKLLSAHNSTQHTSRKHKV.
Beispiel 5: Zell-Aufschluss und Inclusion-Body-Reinigung (pQE30-KBD-B). Löslich exprimierte KBD konnte nach Zellaufschluss (z.B. mittels Menton-Gaulin) direkt verwendet bzw. chromatographisch gereinigt werden (siehe Beispiel 6). Unlöslich exprimierte KBD (z.B. in Inclusion Bodies) wurde folgendermaßen gereinigt:
Der Fermenterinhalt wurde zentrifugiert, das Pellet in 20 mM Phosphatpuffer pH = 7,5 suspendiert und mittels eines Menton-Gaulin aufgeschlossen.
Der Aufschluss wurde erneut zentrifugiert (15000g), das Pellet hiervon mit 20 mM Phosphat, 500 mM NaCI und 8 M Harnstoff versetzt und so gerührt. (Lösen der Inclusion- Bodies) Der pH-Wert des Überstandes wurde auf 7,5 eingestellt - Danach wurde nochmals zentrifugiert und der Überstandes auf eine Ni-Chelat Sepharose Säule aufgetragen und wie in Beispiel 6 beschrieben aufgereinigt.
Beispiel 6: Reinigung von Keratin-Binde-Domäne B über Ni-Chelat-Sepharose. Die Reinigung der KBD konnte durch das angehängte His-Tag über eine Ni-Säule chroma- tographisch gereinigt werden.
Säulenmaterial: Ni-Sepharose High Performance
Firma Amersham Biosciences Best. Nr.: 17-5268-02
Das Material wurde in eine Säule gepackt (z.B. Durchmesser 2,6 cm, Höhe 10 cm) und mit Puffer A + 4 % Puffer B (entspricht 20 mM Imidazol) äquilibriert.
Der Proteinextrakt (siehe z.B. Zell-Aufschluss und Inclusion-Body-Reinigung) wurde mit pH 7,5 über einen Superloop (ÄKTA-System) auf die Säule auftragen (Flow ca. 5 ml/Min).
Nach dem Auftrag wurde mit Puffer A + 2OmM Imidazol gewaschen.
Elution erfolgte mit Puffer B (50OmM Imidazol in Puffer A).
Das Eluat wurde mittels eines Fraktionssammlers fraktioniert aufgefangen.
Anschließend konnte das Eluat entsalzt werden (vorteilhaft für Proben die konzentriert werden sollen). Dazu wurde das Eluat z.B. über eine Sephadex G25 Medium Säule (Firma Amersham) entsalzt. Danach konnte zum Konzentrieren z.B eine Amicon-Kammer (Stirred Ultrafiltration Cell, Firma Millipore).
Puffer A: 20 mM Natriumdihydrogenphosphat
500 mM NaCI (es können wahlweise auch Puffer mit geringeren NaCI-
Konzentrationen verwendet werden) 8M Harnstoff (Harnstoff braucht nicht verwendet werden, wenn „aktive" KBD
chromatographiert wird, die bereits löslich exprimiert worden ist. Ohne Harnstoff braucht keine Renaturierung des Proteins folgen.) pH = 7,50
Puffer B: 20 mM Natriumdihydrogenphosphat
500 mM NaCI (es können wahlweise auch Puffer mit geringeren NaCI- Konzentrationen verwendet werden)
8M Harnstoff
500 mM Imidazol pH = 7,50
Beispiel 7: Renaturierung von Keratin-Binde-Domäne B. Unlöslich exprimierte Keratin-Binde-Domäne (z.B. aus Inclusion Bodies) kann folgendermaßen renaturiert und damit aktiviert werden:
Methode 1 : diskontinuierliche Dialyse
Zu 6,5 ml KBD-B-Inclusion-Bodies in 8M Harnstoff (Ni-Chelat-Eluat, HiTrap) wurden 6,5 ml CeI- lytic IB (Firma Sigma, Bestellnr. C5236) und 5 mM DTT gegeben. Danach wurde die zu renaturierende Lösung in einen Dialyseschlauch gefüllt (Firma Spectrum: Spectra Por MWC0:12- 14kD).
Ca. 12 Stunden gegen 1 L 6M Harnstofflsg. bei 4°C unter vorsichtigem Rühren dialysieren.
Es wurden 500 ml 25 mM Tris/HCI pH = 7,50 zugegeben und so für 9 Stunden bei 4°C dialy- siert. Anschließend Zugabe von weiteren 250 ml des Trispuffers (s.o) und weitere 12 Stunden dialysiert.
Anschließend wurden erneut 500 ml 25 mM Tris/HCI pH = 7,50 zugegeben und so für 9 Stunden bei 4°C dialysiert. Anschließend Zugabe von weiteren 250 ml des Trispuffers (s.o.) und weitere 12 Stunden dialysiert.
Anschließend wurden erneut 500 ml 25 mM Tris/HCI pH = 7,50 zugegeben und so für 9 Stunden bei 4°C dialysiert. Dann wurde der Dialyseschlauch mit dem Dialysat in 2L: 25 mM Tris + 150 mM NaCI pH= 7,50 gegeben. So wurde erneut bei 4°C für 12 Stunden dialysiert.
Anschließend wurde der Inhalt des Dialyseschlauches entnommen.
Methode 2: kontinuierliche Dialyse
20 ml KBD-B-Inclusion-Bodies in 8 M Harnstoff (Ni-Chelat-Eluat, HiTrap) wurden mit 10 ml Cellytic IB (Firma Sigma, Bestellnr. C5236) und 5 mM DTT versetzt. Danach wurde die Lösung in eine Dialysekammer: Slide-A-Lyzer Dialyses Cassette Firma PIERCE, MWCO: 10 kD. Bestellnr.: 66830, eingefüllt.
Anschließend wurde für ca. 1 Stunde gegen 1 L 6 M Harnstofflsg. bei 4°C dialysiert.
Danach wurden über einen Zeitraum von 48 h kontinuierlich 2 L des folgenden Puffers mittels einer Schlauchpumpe zudosiert: 25 mM Tris/HCI pH = 7,5.
Anschließend wurde der Dialyseschlauch mit dem Dialysat in 2 L des Endpuffers gegeben:
25 mM Tris + 150 mM NaCI pH= 7,50 und für ca. 12 Stunden bei 40C dialysiert.
Anschließend wurde der Inhalt des Dialyseschlauches entnommen.
Beispiel 8: Bindung an Haut 1 (Qualitativ)
Es wurde ein visueller qualitativer Test entwickelt, um zu überprüfen, ob KBD an Haut bindet.
Verwendete Lösungen:
Blockierungslsg: Western Blocking Reagent 1921673 Roche (10 x Lsg) in TBS verdünnt
TBS: 20 mM Tris; 150 mM NaCI pH 7,5 TTBS: TBS + 0,05% Tween20
Der erste Schritt ist der Transfer der äußeren Keratinschicht von der Haut auf einen stabilen Träger. Dazu wurde ein Klarsichtklebestreifen fest auf enthaarte menschliche Haut aufgebracht und wieder entfernt. Der Test kann direkt auf dem Klarsichtklebestreifen durchgeführt werden oder die anhaftende Keratinschicht durch erneutes Aufkleben auf einen Glasobjektträger über- führt werden. Der Nachweis von Bindung wurde wie folgt vorgenommen:
zur Inkubation mit den verschiedenen Reagentien, Transfer in ein Falcongefäß ggf. Zugabe von Ethanol zur Entfettung, Entfernung von Ethanol und Trocknung der Objektträger - 1h bei Raumtemperatur inkubiert mit Blocking Puffer 2x 5 min gewaschen mit TTBS 1x 5 min gewaschen mit TBS
Inkubation mit der zu testenden KBD (gekoppelt an tag - z.B. Hisβ, HA etc.) bzw. Kontrollprotein in TBS / 0,05% Tween 20 während 2-4 h bei Raumtemperatur - Entfernung des Überstands 3x Waschen mit TBS
1 h bei Raumtemperatur Inkubation mit Monoclonal Anti-polyHistidin (oder spezifischen KBD Rabbit) Antikörper, verdünnt 1 :2000 in TBS + 0,01% Blocking 2x 5min gewaschen mit TTBS - 1x 5 min gewaschen mit TBS
1 h bei Raumtemperatur Inkubation mit Anti-Mouse IgG Alkalische-Phosphatase-Conjugate, verdünnt 1 :5000 in TBS + 0,01 % Blocking 2x 5 min gewaschen mit TTBS 1x 5 min gewaschen mit TBS - Zugabe von Phosphatasesubstrat (NBT-BCIP; Boehringer MA 1Tablette/40 ml Wasser 2,5 min; Stopp: mit Wasser)
Optische Detektion des Farbniederschlages mit bloßem Auge oder im Mikroskop. Ein blauer Farbniederschlag zeigt an, dass KBD an die Haut gebunden hat.
Beispiel 9: Bindung an Haut 2 (Quantitativ)
Es wurde ein quantitativer Test entwickelt, mit dem sich die Haar/Haut-Bindungsstärke der KBD mit unspezifischen Proteinen vergleichen lässt.
Aus einem aufgetauten trockenen Stück Haut ohne Haare (human oder Schwein), wurde mit einem 5 mm Korkbohrer ein Stück herausgebohrt (bzw. bei einem Oberflächentest ein Stück Haut in ein Falcondeckel eingepasst). Die Hautprobe wurde dann auf eine Dicke von 2-3 mm gebracht um evt. vorhandenes Gewebe zu entfernen. Die Hautprobe wurde anschließend in ein Eppendorfgefäß (Protein-Lowbind) überführt, um den Bindungsnachweis durchzuführen (siehe auch Abbildung 6; Alternativ kann auch das Episkin-System [rekonstituierte humane Haut] von L'Oreal verwendet werden):
2 x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20 - Zugabe von 1 ml 1 % BSA in PBS und Inkubation während 1 h bei Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegungen (900 rpm). Entfernung des Überstands
Zugabe von 100 μg KBD in PBS mit 0,05 % Tween 20; Inkubation 2 h bei Raumtempera- tur und leichten Schwenkbewegungen (900 rpm).
Entfernung des Überstands
3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Inkubation mit 1 ml monoklonalen Maus anti-tag-(His6 bzw. HA oder spezifischen KBD)-
Antikörper mit Peroxidase Conjugate (1:2000 in PBS mit 0,05 % Tween 20) [Monoclonal AntipolyHistidin Peroxidase Conjugate, produced in mouse, lyophilized powder, Firma
Sigma] während 2-4 h bei Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegung (900 rpm)
3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Zugabe von Peroxidasesubstrat (1 ml / Eppendorfgefäß; Zusammensetzung s.u.)
Reaktion bis zur Blaufärbung laufen lassen (ca. 90 Sekunden). - Mit 100 μl 2 M H2SO4 die Reaktion abstoppen.
Die Absorption wurde bei 405 nm gemessen
Peroxidasesubstrat (kurz vorher ansetzten): 0,1 ml TMB-Lösung (42 mM TMB in DMSO) + 10 ml Substratpuffer (0,1 M Natriumacetat pH 4,9) + 14,7 μl H2O2 3%ig
Beispiel 10: Bindung an Haar (Quantitativ)
Um die Bindungsstärke der KBD an Haar auch im Vergleich zu anderen Proteinen nachweisen zu können, wurde ein quantitativer Assay entwickelt (siehe auch Abbildung 6). Bei diesem Test wurde zunächst Haar mit KBD inkubiert und überschüssige KBD abgewaschen. Anschließend wurde eine Antikörper-Peroxidase-Konjugat über das His-Tag der KBD gekoppelt. Nicht gebundene Antikörper-Peroxidase-Konjugat wurde erneut abgewaschen. Das gebundene Antikörper- Peroxidase-Konjugat [Monoclonal AntipolyHistidin Peroxidase Conjugate, produced in mouse, lyophilized powder, Firma Sigma] kann ein farbloses Substrat (TMB) in ein farbiges Produkt umsetzen, das photometrisch bei 405 nm vermessen wurde. Die Stärke der Absorption zeigt die Menge an gebundenem KBD bzw. Vergleichsprotein an. Als Vergleichsprotein wurde z.B. YaaD aus B. subtilis gewählt, das ebenfalls - wie es für diesen Test nötig ist - ein His-Tag zur Detekti-
on aufwies. Anstatt des His-Tag können auch andere, spezifische Antikörper konjugiert mit Pe- roxidase verwendet werden.
5 mg Haare (human) werden in 5 mm lange Stücke geschnitten und in Eppendorfgefäße (Prote- in-Lowbind) überführt, um den Bindungsnachweis durchzuführen:
Zugabe von 1 ml Ethanol zur Entfettung
Zentrifugation, Entfernung von Ethanol und Waschung der Haare mit H2O
Zugabe von 1 ml 1 % BSA in PBS und Inkubation während 1 h bei Raumtemperatur, leich- te Schwenkbewegungen.
Zentrifugation, Entfernung des Überstands
Zugabe der zu testenden Keratinbindedomäne (gekoppelt an tag - z.B. Hisβ, HA etc.) bzw. Kontrollprotein in 1 ml PBS / 0,05 % Tween 20; Inkubation für 16 h bei 4°C (oder mindestens 2 h bei Raumtemperatur) bei leichten Schwenkbewegungen. - Zentrifugation, Entfernung des Überstands
3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Inkubation mit 1 ml monoklonalen Maus anti-tag-(His6 bzw. HA)-Antikörper mit Peroxida- se-Konjugat (1 :2000 in PBS / 0,05 % Tween 20) [Monoclonal AntipolyHistidin Peroxidase Conjugate, produced in mouse, lyophilized powder, Firma Sigma] während 2-4 h bei
Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegung
3 x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Zugabe von Peroxidasesubstrat (1 ml / Eppendorfgefäß)
Reaktion bis zur Blaufärbung laufen lassen (ca. 2 Minuten). - Mit 100 μl 2 M H2SO4 die Reaktion abstoppen.
Die Absorption wird bei 405 nm gemessen
Peroxidasesubstrat (kurz vorher ansetzten): 0,1 ml TMB-Lösung (42 mM TMB in DMSO) + 10 ml Substratpuffer (0,1 M Natriumacetat pH 4,9) + 14,7 μl H2O2 3%ig
BSA = Bovine serum albumin PBS = Phosphat gepufferte Salzlösung Tween 20 = Polyoxyethylene sorbitan monolaureate, n ca. 20 TMB = 3,5,3,'5' Tetramethylbenzidin
Ein beispielhaft für KBD-B durchgeführter Bindungs-Test an Haar zeigte eine deutliche Überlegenheit der Bindung von KBD-B (SEQ ID No.: 166) an Haar gegenüber einer wesentlichen schlechteren Bindung des Vergleichsproteins YaaD:
Tabelle 9.: Quantitativer KBD Aktivitäts-Test Haar: 1) Puffer; 2) Vergleichsprotein YaaD; 3) KBD-B denaturiert; 4) KBD-B renaturiert. Die Tabelle zeigt die gemessenen Absorptionswerte bei 405 nm.
Beispiel 1 1 : Expression von KBD-D (SEQ ID No.: 167) mittels Escherichia coli -Stämmen unter Verwendung des Expressionsplasmids pReeO24 mit einem IPTG induzierbaren Promotor (Abbildung 8)
Für die Expression wurde der E. coli Stamm XL10 Gold [Stratagene] verwendet. Hier wird, stellvertretend als Beispiel, die Klonierung von KBD-D (SEQ ID No.:167) und die an- schließende Expression des KBD-D Proteins (SEQ ID No.: 168) in E. coli, transformiert mit pReeO24 (Abbildung 8) beschrieben:
Klonierung von pReeO24:
- Lambda-MaxiDNA (DNA-Lambda Maxi Kit, Firma Qiagen) wurde aus einer cDNA-Bank von humanen Keratinozyten hergestellt (Firma BD Bioscience, Clontech, Human Keratinocyte cDNA, foreskin, primary culture in log phase, Vektor: λgt11).
Die PCR zur Amplifikation des KBD-D Gens wurde in zwei Schritten durchgeführt. Zunächst wurde das 5'Ende und 3'Ende unabhängig amplifiziert. Diese Fragmente waren die Matrize für die Amplifikation des gesamten KBD-D Gens.
Die PCR zur Amplifikation des 5'Endes wurde wie folgt durchgeführt: Die Primer hatten die folgende Sequenz:
HRe6: 5'- ATGAACCACTCGCCGCTCAAGACCGCCTTG - 3' (SEQ ID No.: 171) HRe9: 5' - CGTTCCCGGTTCTCCTCAGGAGGCTGACTG - 3' (SEQ ID No.: 172)
100 μl PCR-Ansatz:
1Ox PCR-Puffer Pfu Ultra High Fidelity: 10μl
Lambda DNA(744ng/μl) 1 μl (1 :10 Verd.) dNTP's.-Mix (1OmM) 10μl
HRe6 (196ng/μl) 1 μl
HRe9 (201ng/μl) 1 μl
Pfu Ultra High Fidelity Polymerase 1 μl
H2O bidest 76μl
Temperaturprogramm:
Im Agarosegel wurde ein etwa 1 kb großes Fragment detektiert. Die Reaktion wurde gereinigt und im folgenden als 5'-Ende-Template für die Amplifikation des KBD-D Gens eingesetzt.
Die PCR zur Amplifikation des 3'Endes wurde wie folgt durchgeführt: Die Primer hatten die folgende Sequenz:
HRe7: 5'- TTAGAATCGGGAGGTGAAGTTCCTGAGGCT - 3' (SEQ ID No.: 173) HReδ: 5' - CACCACCAACAAGCTGGAGACCCGGAG - 3' (SEQ ID No.: 174)
100 μl PCR-Ansatz:
1Ox PCR-Puffer Pfu Ultra High Fidelity: 10μl Lambda DNA(744ng/μl) 1 μl (1 :10 Verd.) dNTP's.-Mix (IOmM) 10μl HRe7 (201 ng/μl) 1 μl
HReδ (209ng/μl) 1 μl
Pfu Ultra High Fidelity Polymerase 1μl
H2O bidest 76μl
Temperaturprogramm:
Im Agarosegel wurde ein etwa 1 ,2 kb großes Fragment detektiert. Die Reaktion wurde gereinigt und im folgenden als 3'- Ende -Template für die Amplifikation des KBD-D Gens eingesetzt.
- Zur Amplifikation des KBD-D Gens wurde das 5'Ende-Template und das 3'Ende- Template als Matrize eingesetzt. Die PCR wurde wie folgt durchgeführt:
100 μl PCR-Ansatz:
10x PCR-Puffer Pfu Ultra High Fidelity: 10μl dNTP - Mix (1O mM) 10μl
H2O bidest 75μl
5'Ende-Template 1 μl
3'Ende-Template 1 μl
Pfu Ultra High Fidelity Polymerase 1 μl H2O 76μl
Temperaturprogramm:
f 60 Sek. 940C 10x 1 300 Sek. 720C
nach den 10 Zyklen wurde 1 μl Primer HRe6 (196μg/ml) und HRe7 (206μg/ml) und 1 μl Pfu Ultra High Fidelity Polymerase zugegeben und mit der Reaktion das folgende Temperaturprogramm durchgeführt:
emperaturprogramm:
Anschließend wurde 1 μl Taq-Polymerase dazugegeben und für 10 Minuten bei 72°C inkubiert.
Das entstandene etwa 2150 bp große PCR-Produkt wurde aus einem Agarosegel ausge- schnitten, aufgereinigt und in folgenden Vektor kloniert: pCR2.1-TOPO (Firma Invitrogen).
Der so erhaltene Vektor pReeO19 (6112 bp) wurde anschließend transformiert, in E. coli amplifiziert. und das KBD-D Gen durch eine Sequenzierung überprüft.
Im folgenden wurde das KBD-D Gen in den Expressionsvektor kloniert. Dazu wurde mit dem Vektor pReeO19 als Templat eine weitere PCR durchgeführt:
Verwendete Oligonukleotide:
HRe26: 5'- CTCGGTACCAACCACTCGCCGCTCAAGACCGCCTTGGCG - 3' (SEQ ID No.: 175)
HRe27: 5'- ATTAAGCTTTTAGAATCGGGAGGTGAAGTTCCTGAGGCT- 3' (SEQ ID No.: 176)
100 μl PCR-Ansatz:
10x PCR-Puffer Pfu Ultra High Fidelity: 10μl pReeO19 (25ng/μl) 1 μl dNTP's.-Mix (IOmM) 10μl
HRe26 (287ng/μl) 1 μl
HRe27 (354ng/μl) 1 μl
Pfu Ultra High Fidelity Polymerase 1 μl H2O bidest 76μl
Temperaturprogramm:
Im Agarosegel wurde ein etwa 2,2 kb großes Fragment detektiert. Die Reaktion wurde gereinigt und im folgenden mit den Restriktionsendonucleasen Kpnl und Hindi Il geschnitten; das entstandene Fragment wurde in den Expressionsvektor kloniert. So wurde der Vektor pReeO24 erhalten, der im weiteren für die KBD-D Expression eingesetzt wurde.
Expression von KBD-D (SEQ ID No.:167) durch pReeO24 in E. coli
Vorkulturen wurden von Platte oder Glycerinkultur mit pReeO24 transformierten E. coli Stämmen (z.B. TG10) angeimpft. Je nach Größe der Hauptkultur wurde in einem Röhrchen oder einem kleinen Kolben mit LB-Medium angeimpft (ca. 1 :100).
Antibiotika wurden je nach verwendetem Stamm eingesetzt (für mit pReeO24 transformierte E. coli TG10 Ampicillin 100 μg/ml).
Es wurde bei 250 rpm und 37°C inkubiert.
Die Hauptkultur wurde ca. 1 :100 mit Vorkultur angeimpft, Hauptkultur: LB-Medium oder geeignetes Minimalmedium mit den jeweiligen Antibiotika. Inkubation bei 250 rpm und 37°C.
Die Induktion erfolgte mit 1 mM IPTG ab einer ODszsnm Von 1. Dann wurde die Inkubationstemperatur abgesenkt auf Raumtemperatur (etwa 200C). Die Zellen wurden 2 Stunden nach Induktion abzentrifugiert. (Siehe Abbildung 9)
Beispiel 12: Zell-Aufschluss und Inclusion-Body-Reinigung (pReeO24) Unlöslich exprimierte KBD-D (SEQ ID No.:168) (z.B. in Inclusion Bodies) wurde folgendermaßen gereinigt:
Das Zellsediment aus Beispiel 2 wurde in 2OmM Phosphatpuffer mit 100 mM NaCI pH = 7,5 resuspendiert und durch Ultraschallbehandlung aufgeschlossen.
Der Aufschluss wurde erneut zentrifugiert (4°C, 12 000g, 20 Minuten). Der Überstnad wurde verworfen. Das Sediment wurde in Puffer A (1OmM NaH2PO4, 2mM KH2PO4, 10OmM NaCI, 8 M Harnstoff, 5mM DTT) gelöst. Danach wurde nochmals zentrifugiert und der Überstand auf eine Ni-Chelat-Sepharose aufgetragen. Nach dem Auftrag wurde mit Puffer A und 2OmM Imidazol gewaschen. Die Elution von der Säule erfolgte mit Puffer B (1OmM NaH2PO4, 2mM KH2PO4, 10OmM NaCI, 8 M Harnstoff, 5mM DTT, 50OmM Imidazol). Das Eluat wurde fraktioniert aufgefangen und mittels SDS-PAGE analysiert. Fraktionen, die gereinigte KBD-D enthielten, wurden renaturiert, wie in Beispiel 13 beschrieben.
Beispiel 13: Renaturierung von Keratin-Bindedomäne D (SEQ ID No.:168)
Unlöslich exprimierte Keratin-Bindedomäne D (z.B. aus Inclusion Bodies) konnte durch eine
Dialyse renaturiert und damit aktiviert werden. Es wurde folgendermaßen vorgegangen:
Die Fraktionen aus Beispiel 12, die gereinigte KBD-D enthielten, wurden in einen Dialyseschlauch (MWCO 12-14KD) gefüllt.
Anschließend wurde für ca. 1 Stunde gegen 1 L 8 M Harnstofflsg. dialysiert. Danach wurde über einen Zeitraum von 12 Stunden kontinuierlich 2 L deionisiertes Wasser mittels einer Schlauchpumpe zudosiert. Anschließend wurde der Inhalt des Dialyseschlauchs entnommen. Die so aktivierte KBD-D wurde für folgende Aktivitätstests eingesetzt.
Beispiel 14: Qualitative Bindung an Haut
Es wurde ein visueller qualitativer Test eingesetzt, um zu überprüfen, ob die KBD-D (SEQ ID No.:168) an Haut bindet.
Verwendete Lösungen:
Blockierungslsg: Western Blocking Reagent 1921673 Roche (10 x Lsg) in TBS verdünnt
TBS: 20 mM Tris; 15O mM NaCI pH 7,5 TTBS: TBS + 0,05% Tween20
Der erste Schritt ist der Transfer der äußeren Keratinschicht von der Haut auf einen stabilen Träger. Dazu wurde ein Klarsichtklebestreifen fest auf enthaarte menschliche Haut aufgebracht und wieder entfernt. Der Test kann direkt auf dem Klarsichtklebestreifen durchgeführt werden oder die anhaftende Keratinschicht durch erneutes Aufkleben auf einen Glasobjektträger über- führt werden. Der Nachweis von Bindung wurde wie folgt vorgenommen:
-zur Inkubation mit den verschiedenen Reagentien, Transfer in ein Falcongefäß ggf. Zugabe von Ethanol zur Entfettung, Entfernung von Ethanol und Trocknung der Objektträger -1 h bei Raumtemperatur inkubiert mit Blocking Puffer -2x 5 min gewaschen mit TTBS -1x 5 min gewaschen mit TBS
-Inkubation mit der zu testenden KBD (gekoppelt an tag - z.B. Hisβ, HA etc.) in TBS / 0,05% Tween 20 während 2-4 h bei Raumtemperatur -Entfernung des Überstands -3x Waschen mit TBS
-1 h bei Raumtemperatur Inkubation mit monoklonalen Maus anti-tag-(His6 bzw. HA)-Antikörper mit Peroxidase-Konjugat (1 :2000 in in TBS + 0,01 % Blocking) [Monoclonal AntipolyHistidin Pe- roxidase Conjugate, produced in mouse, lyophilized powder, Firma Sigma] -2x 5min gewaschen mit TTBS -1x 5 min gewaschen mit TBS
-Zugabe von Phosphatasesubstrat (NBT-BCIP; Boehringer MA 1Tablette/40 ml Wasser 2,5 min; Stopp: mit Wasser) -Optische Detektion des Farbniederschlages mit bloßem Auge oder im Mikroskop. Ein blauer Farbniederschlag, als Reaktion des mit der KBD-D wechselwirkenden Anti-
Polyhistidin-AP-Conjugats, wurde auf dem mit KBD-D behandelten Klarsichtklebestreifen sichtbar. Als Negativkontrolle wurde ein Klarsichtklebestreifen nur mit Puffer behandelt. Hier war keine signifikante Blaufärbung zu erkennen. Diese Ergebnisse zeigen, dass KBD-D an das Hautkeratin auf dem Klarsichtklebestreifen gebunden hat.
Beispiel 15: Quantitative Bindung an Haut und Haar
Um die Bindungsstärke der KBD-D (SEQ ID No.:168) an Haut und Haar im Vergleich zur KBD- B (SEQ ID No.:166) zu untersuchen, wurde ein quantitativer Test durchgeführt. Bei diesem Test wurde zunächst Haar mit KBD-B bzw. KBD-D inkubiert und überschüssige KBD-B bzw. -D abgewaschen. Anschließend wurde ein Antikörper-Peroxidase-Konjugat über das His-Tag der KBD-B bzw. -D gekoppelt. Nicht gebundenes Antikörper-Peroxidase-Konjugat wurde erneut abgewaschen. Das gebundene Antikörper-Peroxidase-Konjugat kann ein farbloses Substrat (TMB) in ein farbiges Produkt umsetzen, das photometrisch bei 405 nm vermessen wurde. Die Stärke der Absorption zeigt die Menge an gebundener KBD-B bzw. -D an.
Der Test auf Bindung an Haur wurde mit humanen Keratinocyten in Mikrotiterplatten folgendermaßen durchgeführt.
- 2 x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
- Zugabe von 1 ml 1 % BSA in PBS und Inkubation während 1 h bei Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegungen (900 rpm).
- Entfernung des Überstands
- Zugabe von 100 μg KBD in PBS mit 0,05 % Tween 20; Inkubation 2 h bei Raumtemperatur und leichten Schwenkbewegungen (900 rpm).
-Entfernung des Überstands
- 3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20 - Inkubation mit 1 ml monoklonalen Maus anti-tag-His6-Antikörper während 2-4 h bei Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegung (900 rpm)
- 3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
- Zugabe von Peroxidasesubstrat (1 ml / Eppendorfgefäß; Zusammensetzung s.u.) Reaktion bis zur Blaufärbung (ca. 90 Sekunden). - Mit 100 μl 2 M H2SCU die Reaktion abgestoppt.
- Die Absorption wurde bei 405 nm gemessen
Peroxidasesubstrat (kurz vorher angesetzt): 0,1 ml TMB-Lösung (42 mM TMB in DMSO) + 10 ml Substratpuffer (0,1 M Natriumacetat pH 4,9) + 14,7 μl H2O2 3%ig
Um die Haarbindung der KBD-D im Vergleich zur KBD-B zu charakterisieren, wurde der folgende Bindungsassay durchgeführt:
5 mg Haare (human) wurden in 5 mm lange Stücke geschnitten und in Eppendorfgefäße (Prote- in-Lowbind) überführt.
Zugabe von 1 ml Ethanol zur Entfettung - Zentrifugation, Entfernung von Ethanol und Waschung der Haare mit H2O
Zentrifugation, Entfernung des Überstands
Zugabe der zu testenden Keratinbindedomäne (gekoppelt an tag - z.B. Hisβ, HA etc.) in 1 ml PBS / 0,05 % Tween 20; Inkubation für 2 h bei Raumtemperatur bei leichten Schwenkbewegungen. - Zentrifugation, Entfernung des Überstands
3x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Inkubation mit 1 ml monoklonalen Maus anti-tag-(His6 bzw. HA)-Antikörper mit Peroxi- dase-Konjugat (1 :2000 in PBS / 0,05 % Tween 20) [Monoclonal AntipolyHistidin Peroxi- dase Conjugate, produced in mouse, lyophilized powder, Firma Sigma] während 2-4 h bei Raumtemperatur, leichte Schwenkbewegung
3 x Waschen mit PBS / 0,05 % Tween 20
Zugabe von Peroxidasesubstrat (1 ml / Eppendorfgefäß)
Reaktion bis zur Blaufärbung laufen lassen (90 Sekunden).
Mit 100 μl 2 M H2SO4 die Reaktion abstoppen. Die Absorption wurde bei 405 nm gemessen
Peroxidasesubstrat (kurz vorher ansetzten): 0,1 ml TMB-Lösung (42 mM TMB in DMSO) + 10 ml Substratpuffer (0,1 M Natriumacetat pH 4,9) + 14,7 μl H2O2 3%ig
BSA = Bovine serum albumin
PBS = Phosphat gepufferte Salzlösung
Tween 20 = Polyoxyethylene sorbitan monolaureate, n ca. 20
TMB = 3,5,3,'5' Tetramethylbenzidin
Keratin-Bindedomäne Absorption bei 405nm
KBD-D an Haut 3,69
KBD-D an Haut nach 10%iger SDS-Behandlung 3,15
KBD-B an Haut 0,93
KBD-B an Haut nach 10%iger SDS-Behandlung 0,185
Tab.10 a: Quantitative Bindung von KBD-D bzw. KBD-B an Haut. Die aufgeführten Absorptionswerte sind auf die Oberfläche (von Haut bzw. Haar) normierte Werte
Keratin-Bindedomäne Absorption bei 405nm
KBD-D an Haar 0,88
KBD-D an Haar nach 10%iger SDS-Behandlung 0,62
Tab.10 b
Quantitative Bindung von KBD-D an Haar. Die aufgeführten Absorptionswerte sind auf die Oberfläche normierte Werte
relativer Absorptionsverlust
Keratin-Bindedomäne nach 10% iger SDS-
Behandlung in %
KBD-D an Haut nach 10%iger SDS-Behandlung 15
KBD-B an Haut nach 10%iger SDS-Behandlung 80 KBD-D an Haar nach 10%iger SDS-Behandlung 30
KBD-B an Haar nach 10%iger SDS-Behandlung 86
Tab.10 c: Quantitative Bindung von KBD-D und KBD-B an Haut und Haar nach 10% iger SDS- Behandlung in % relativ zum KBD-D und KBD-B unbehandeltem Haar bzw. Haut.
Diese Ergebnisse zeigen, dass das Protein KBD-D an Haar und stärker an Haut binden kann (siehe Tab. 10). Die Bindung der KBD-D (SEQ ID No.: 168) wird im Gegenteil zur KBD-B (SEQ ID No.: 166) durch eine Waschung mit einer bis zu 10%igen SDS-Lösung nur schwächer beein- flusst (siehe Tab. 10a).
Beispiel 16 : Herstellung von Maleinimidocapronsäure
Die Synthese von Maleinimidocapronsäure sowie deren Analoga mit N=1-4, 7, 10 und 11 wurde gemäß der bei Rieh, D. H et al. beschreibenen Methode durchgeführt (Rieh, D. H et al. J. Med. Chem- 1975, 18 (10), 1004-1010).
Beispiel 17 Carbodiimidvermittelte Kopplung der Maleinimidocapronsäure mit Panthenol- Methode A:
Zu 3.14 g D-Panthenol in 30 ml_ Methylenchlorid wurden 1.11 g Maleinimidohexansäure und 0.03 g DMAP gegeben. Bei Raumtemperatur wurden binnen einer Stunde 1.05 g EDC in 25 mL Methylenchlorid zugetropft und 2,5h bei RT nachgerührt. Die resultierende Lösung wurde zwei Mal mit je 25ml_ 2N HCl gewaschen. Die organische Phase wurde über Natriumsulfat getrocknet und am Rotationsverdampfer bei 40°C/4mbar eingeengt, erhalten wurden 1.5 g eines leicht gelben, zähen Rückstands. Die Analyse des Reaktionsprodukts erfolgte mittels HPLC nach folgender Methode: Säule: Waters Symmetry C18 5μm 250 * 4.6 mm
Eluent A: 0.1 Vol.-% H3PO4 in Wasser, Eluent B: 0.1 Vol-% H3PO4 in CH3CN Gradient (bezogen auf Eluent B): 0 Min (10 %), 10 Min (100 %), 20 Min (100 %), 22 Min (10 %). Fluss: 1 mL/Min, Temperatur 20 0C, Injektionsvolumen 5 μL Detektion: UV-Detektor bei 205 nm, BW = 4nm
Bei dieser Methode eluieren die drei einfach aeylierten Panthenole bei 7.0, 7.5 und 7.6 Minuten, die doppelt aeylierten Panthenole bei 9.0, 9.2 und 9.6 Minuten sowie das dreifach aeylierte Panthenol bei 10.7 Minuten. Das erhaltene Produkt enthielt (angegeben in FI.-% der HPLC-Peaks): die einfachen Isomere zu 22,2, 23,1 und 24,7 %, doppelt aeylierte Isomere zu 4.4, 8.5 und 5.7 %, die dreifach aeylierte Verbindung zu 0.9 %, restliche Komponenten nicht zugeordnet.
Beispiel 18: Kopplung von Maleinimido-N-hexansäure mit Panthenol nach Aktivierung als Säurechlorid- Methode B:
Zu 8.0 g Maleinimidohexansäure in 100 mL Toluol wurden 13.4 g Thionylchlorid gegeben und für 3 h auf 800C erwärmt. Die Lösung wurde am Rotationsverdampfer bei 70°C/3mbar eingeengt und 8,7g einer gelben Flüssigkeit erhalten, die beim stehen über Nacht zu hellgelben Kristallen erstarrte (13CNMR (500 MHz, CDCI3): 173.4, 170.7 (2C), 134.1 (2C), 46.8, 37,3, 28.0, 25.5, 24.5 ppm).
Eine Lösung von 8.5 g Maleinimidocaproylchlorid in 100 mL Methylenchlorid wurde binnen 1 h bei Raumtemperatur zu 36.9 g D-Panthenol und 4.32 g Triethylamin 250 mL Methylenchlorid zugetropft und 2h bei RT gerührt. Die Lösung wurde 3x mit je 6OmL 2N HCl und 2x mit je 6OmL Wasser gewaschen, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und am Rotationsver- dampfer bei 40°C/2mbar eingeengt. Es wurden 14g eines orangebraunen Öls erhalten.
Nach der im Beispiel 17 beschriebenen HPLC-Methode wurde folgende Produktverteilung bestimmt: (angegeben in FI.-% der HPLC-Peaks): die einfachen Isomere zu 1.3, 39.5 und 32.8 %, doppelt aeylierte Isomere zu 0.5, 0.7 und 9.9 %, die dreifach aeylierte Verbindung zu 0.1 %, restliche Komponenten nicht zugeordnet.
Beispiel 19: Kopplung von Maleinimidocapronsäure mit Tocopherol
Analog zu Beispiel 17 wurden 2.2 g α-Tocopherol und 1 g Triethylamin mit 1.5 g MIC-CI umgesetzt und 2 g α-Tocopherol-Maleinimidocaproylat erhalten .
Beispiel 20: Kopplung von Maleinimidocapronsäure mit Ascorbinsäure
Analog zu Beispiel 18 wurden 0.9 g α-Tocopherol und 1 g NEt3 mit 1.3 g MIC-CI umgesetzt und
1.6 g Ascorbinsäure-Maleinimidocaproylat als Isomerengemisch erhalten.
Beispiel 21 : Kopplung von Maleinimidocapronsäure mit Astaxanthin
Analog zu Beispiel 18 wurden 0.2 g Astaxanthin mit 0.3 g EDC und 0.01 g DMAP mit 0.35 g Maleinimidocapronsäure umgesetzt und 0.2 g Maleinimidocaproyl-Astaxanthin als Isomerengemisch erhalten.
Die in der folgenden Tabelle 11 gelisteten Effektor-Linkermoleküle konnten und können gemäß den Beispielen 17 bis 21 hergestellt werden. Alle in Tabelle 1 1 aufgeführten Effektormoleküle können bevorzugt in analogerweise an ein Linkermolekül gemäß der allgemeinen Formeln 1 , 1 b, 1c, 2, 4 oder 5 gekoppelt werden.
Tabelle n
Beispiel 22: Effektorkopplung Panthenol an KBD-B (SEQ ID No.: 166) Zur Kopplung von Panthenol über den Maleinimidocapronsäure-Linker (MIC-Linker) wurden Cysteine in der KBD-B (SEQ ID No.: 166) genutzt. So verfügt KBD-B (SEQ ID No.: 166) über vier Cysteine. Davon liegen zwei Cysteine im Inneren der Struktur und sind für die Kopplung eines Effektors nicht zugänglich (erkennbar an der Kristallstruktur). Die zwei verbleibenden Cysteine nahe des N-Terminus (Aminosäure Positionen 14 und 83; siehe Sequenz KBD-B (SEQ ID No.: 166) sind für eine Effektorkopplung zugänglich. Das kopplungsfähige Panthenol-MIC wurde an die KBD-B (SEQ ID No.: 166) über mindestens eine der beiden freien SH-Gruppen eines Cysteins gekoppelt. Dabei kommt es zu einem nukle- ophilen Angriff des Cysteins auf die Doppelbindung des Maleinsäurediimids (Abb.5).
Nach verschiedenen Testansätzen (siehe Beispiel 24), wurde ein effizientes Kopplungsverfah- ren etabliert, das für einen 5 g Kopplungsansatz verwendet wurde: Dabei wurden zu 250 ml einer 20 mg/ml KBD-B-Lösung (es können auch niedrigere Konzentrationen von ca. 1 mg/mL verwendet werden) in Phosphatpuffer (pH 7,5) 1 ml_ 10%ige MIC-Panthenol-Lösung in Ethanol (Verhältnis KBD-B : MIC-Panthenol » 1 :2) gegeben und 1 h bei Raumtemperatur vorsichtig geschüttelt.
Beispiel 23: Effektorkopplung Panthenol an KBD-D (SEQ ID No.: 168) Zur Kopplung von Panthenol über den Maleinimidocapronsäure-Linker (MIC-Linker) können analog zur KBD-B auch Cysteine in der KBD-D (SEQ ID No.: 168) genutzt werden. So verfügt KBD-D (SEQ ID No.: 168) über 24 Cysteine. Weiterhin können durch eine gerichtete Mutage- nese gezielt kopplungsfähige Cysteinreste eingefügt werden.
Das kopplungsfähige Panthenol-MIC könnte somit an die KBD-D (SEQ ID No.: 168) über mindestens eine freie SH-Gruppe eines Cysteins gekoppelt werden. Das so gewonnene KDB-D- Panthenol-Effektormolekül könnte wie in den Besispielen 58 bis 75 beschrieben in kosmetischen Formulierungen ei ngsetzt werden.
Die in der folgenden Tabellen 12 und 12 a gelisteten keratinbindenden Effektormoleküle konnten und können gemäß den Beispielen 17 bis 23 hergestellt werden. Alle dort aufgeführten Effektorlinkermoleküle können bevorzugt in analogerweise an die keratinbindenden Proteine gemäß der SEQ ID No.: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 40, 42, 44, 46, 48, 146, 150, 153, 156, 157, 158, 160, 162 oder 164, inbesondere bevorzugt an das KBD-D Protein gemäß SEQ ID No.:168 gekoppelt werden.
Tabelle 12:
Tabelle 12a :
Beispiel 24: Überprüfung des Kopplungserfolges (Ellmanntest)
Der Erfolg der Effektorkopplung wurde über zwei verschiedene Tests verfolgt:
(iii) Ellmanntest, bei dem die Anzahl freier Cys-SH-Gruppen im Protein vor und nach der Effektorkopplung bestimmt werden kann. Hier zeigt eine starke Reduzierung der freien SH-Gruppen nach der Kopplung einen guten Reaktionsablauf an.
(iv) Aktivitätstest, bei dem die Bindung der KBD-B mit und ohne gekoppeltes Panthenol an Haar gemessen werden kann. Eine gute Reaktionsführung sollte die Aktivität
von KBD-Panthenol gegenüber ungekoppelter KBD nicht vermindern (siehe Beispiel 22).
Um eine effiziente Kopplung sicherzustellen, wurden verschiedene Test-Ansätze gefahren, bei denen unterschiedliche Temperaturen und KBD-B / Panthenol-MIC Mischungsverhältnisse ausgetestet wurden. Diese Ansätze wurden dann mittels Ellmanntest folgendermaßen geprüft:
Benötigte Materialien: - Ellmannsreagenz: 5,5'-Dithiobis(2-nitrobenzoesäure) (DTNB); 4mg / 1 ml in 0,1 M Na- Phosphat Puffer
- 0,1 M Na-Phosphat Puffer pH 8,0
- Cysteinlösung (26,3 mg Cystein hydrochlorid monohydrate / 100ml Na-Phosphat Puffer) Die Lösungen wurden und dürfen erst kurz vor dem Gebrauch angesetzt werden.
1. Jeweils 25 μl, 50 μl, 100 μl, 150 μl 200 μl und 250 μl Cysteinlösung wurden in Reagenzgläser (13 x 100 mm) für eine Eichgerade pipettiert. Die zu bestimmenden Proteinproben wurden in separate Reagenzgläser abgefüllt (Volumen <= 250 μl). Von der zu testenden KBD wurden mindestens eine Menge von 1 mg pro Reaktionsansatz abgefüllt. Bei den Reagenzgläsern wur- de nun das Gesamtvolumen auf jeweils 250 μl mit Na-Phosphat Puffer eingestellt. Wenn das Volumen von 250 μl Probe überschritten war (aufgrund der benötigten 1 mg KBD), wurde dies beim Auffüllen bei Punkt 2 mit 2,5 ml Na-Phosphat Puffer berücksichtigt.
2. Zugabe von je 50 μl Ellmannsreagenz und 2,5 ml Na-Phosphat Puffer. Kurz mischen und 15 Min bei RT inkubieren.
3. Messen der Absorbtion bei 412nm
4. Erstellen der Eichgeraden, eintragen und ablesen der Werte der zu bestimmenden Proteinproben.
Die Auswertung der Ellmanntests (Tabelle 13) zeigt, dass 2/3 der freien Thiolgruppen an ein MIC-Panthenol gekoppelt werden können, wenn das Mischungsverhältnis KBD-B:MIC- Panthenol bei 1 : 2 liegt. Die Temperatur scheint den Reaktionsverlauf kaum zu beeinflussen.
Tab. 13: Ellmanntest von KBD-B-Panthenol nach verschiedenen Kopplungsbedingungen.
Beispiel 24a: Haarbindeaktivität von KBD-B-Panthenol
Um zu über prüfen, ob KBD-B auch mit gekoppeltem Panthenol an Haar bindet, wurde ein quantitativer Bindungsassay durchgeführt (siehe Abb. 6): Bei diesem Test wurde zunächst Haar mit KBD-B-Panthenol inkubiert und nicht gebundenes KBD-B-Panthenol abgewaschen. Anschließend wurde eine Peroxidase über das His-Tag der KBD-B gekoppelt. Nicht gebundene Peroxidase wurde erneut abgewaschen. Die gebundene Peroxidase kann ein farbloses Substrat (TMB) in ein farbiges Produkt umsetzen, das photometrisch bei 405 nm vermessen wurde. Die Stärke der Absorption zeigt die Menge an gebundenem KBD-B-Panthenol an. Als Vergleichsprobe wurde KBD-B ohne Panthenol gewählt. Das Testergebnis zeigt die Abbildung 7.
Die Abbildung 7 zeigt, dass die Reaktionstemperatur auch auf die Aktivität des Panthenol gekoppelten KBD-B keinen entscheidenden Einfluss hat. Bis zu einem KBD-B:Panthenol-Mischungsverhältnis von 1 :2 bleibt die Aktivität des gekoppelten Proteins nahezu konstant. Erst ab einem Mischungsverhältnis von 1 :4 fällt die Haar-Bindungsaktivität. Dafür verantwortlich könnte eine nicht mehr selektive Kopplung an Lysine oder in der Proteinstruktur liegende Cysteine sein, die zu einer Entfaltung und damit schlechteren Haar-Kopplung des Proteins führen könnten.
Insgesamt zeigen die Daten der Aktivitätstests und des Ellmanntests, dass eine KBD-B- Panthenol-Kopplung bei einem Reaktionsverhältnis von KBD-B: MIC-Panthenol von 1 :2 bei Raumtemperatur sehr gut abläuft und das KBD-B-Panthenol in großen Mengen hergestellt werden kann.
Erfindungsgemäße dermokosmetische Zubereitungen
Im Folgenden sind erfindungsgemäße dermokosmetische Zubereitungen beschrieben, enthaltend das gemäß Beispiel 22 hergestellte keratinbindende Effektormolekül (Keratinbindedomäne gemäß SEQ ID No.: ID 166) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Linker mit Panthenol. Besagtes keratinbindendes Effektormolekül wird in den folgenden Beispielen als Keratin- Bindedomäne-MIC-Panthenol bezeichnet. Das Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol wird in den folgenden Beispielen stellvertretend für alle anderen oben beschriebenen keratinbindenden Effektormoleküle genannt. Es ist für den Fachmann selbstverständlich, dass auch alle anderen genannten keratinbindenden Effektormoleküle gemäß Beispiel 22 hergestellt und in den unten genannten Zubereitungen verwendet werden können.
Beispiel 25: Verwendung der KBD in einer Emulsion zur Tagespflege - Typ O/W
WS 1 %:
%lnhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
67,8 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 0,2 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
1 ,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Ascorbate, Tocopherol, Retinol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
Eq. s. Sodium Hydroxide
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
63,8 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 0,2 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
1 ,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Ascorbate, Tocopherol, Retinol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
E q.s. Sodium Hydroxide
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in
Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C in die kombinierten Phasen A und B einrühren und nochmals homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase D zugeben,
den pH-Wert mit Phase E auf etwa 6.5 einstellen, homogenisieren und unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Hinweis: Die Formulierung wird ohne Schutzgas hergestellt. Die Abfüllung muß in sauerstoffun- durchlässige Verpackungen, z.B. Aluminiumtuben erfolgen.
Beispiel 26: Verwendung der KBD in einer schützenden Tagescreme - Typ O/W
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
68,6 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 1 ,0 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
E q.s. Sodium Hydroxide
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
64,6 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 1 ,0 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0.2 Bisabolol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol E q.s. Sodium Hydroxide
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C in die kombinierten Phasen A und B einarbeiten und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen. Phase D hinzugeben, den pH- Wert mit Phase E auf ca. 6.5 einstellen und homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Beispiel 27: Verwendung der KBD in einer Gesichtsreinigungslotion - Typ O/W WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
1 ,5 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasilosane
2,0 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
B 3,5 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
C 1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Konservierungsmittel q.s. Parfümöl
D 3,0 Polyquaternium-44
0,5 Cocotrimonium Methosulfate
0,5 Ceteareth-25
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
4,0 Propylene Glycol
0,1 Disodium EDTA
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
60,7 Aqua dem.
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
1 ,5 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasilosane
2,0 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
B 3,5 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
C 1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Konservierungsmittel q.s. Parfümöl
D 3,0 Polyquaternium-44
0,5 Cocotrimonium Methosulfate
0,5 Ceteareth-25
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
4,0 Propylene Glycol
0,1 Disodium EDTA
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5 % Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 56,7 Aqua dem.
Herstellung: Phase A lösen. Phase B in Phase A einrühren, Phase C in die kombinierten Pha- sen A und B einarbeiten. Phase D lösen, in die kombinierten Phasen A, B und C einrühren und homogenisieren. 15min nachrühren.
Beispiel 27a: Verwendung der KBD in einem Daily Care Body Spray
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
1 ,0 Polyquaternium-44
3,0 Propylene Glycol
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
1 ,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
10,0 Octyldodecanol
0,5 PVP
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
3,0 C12-15 Alkyl Benzoate
3,0 Glycerin
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,3 Bisabolol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
59,2 Alcohol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
1 ,0 Polyquaternium-44
3,0 Propylene Glycol
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
1 ,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
10,0 Octyldodecanol
0,5 PVP
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
3,0 C 12- 15 Alkyl Benzoate
3,0 Glycerin
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,3 Bisabolol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
55,2 Alcohol
Herstellung: Die Komponenten der Phase A einwiegen und klar lösen.
Beispiel 28: Verwendung der KBD in einem Hautpflegegel
WS 1%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,6 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
15,0 Alcohol 0,1 Bisabolol
0,5 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 3,0 Panthenol
0,6 Carbomer 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
75,4 Aqua dem,
C 0,8 Triethanolamine
WS 5%: % Inhaltsstoff (INCI)
A 3,6 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
15,0 Alcohol
0,1 Bisabolol
0,5 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 3,0 Panthenol
0,6 Carbomer
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
71.4 Aqua dem, C 0,8 Triethanolamine
Herstellung: Die Phase A klar lösen. Phase B quellen lassen und mit Phase C neutralisieren.
Phase A in die homogenisierte Phase B einrühren und homogenisieren.
Beispiel 29: Verwendung der KBD in einer After Shave Lotion
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate 5,0 Tocopheryl Acetate
1 ,0 Bisabolol
0,1 Parfümöl
0,3 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
B 15,0 Alcohol 1 ,0 Panthenol
3,0 Glycerin
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,1 Triethanolamine
63.5 Aqua dem.
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Tocopheryl Acetate
1 ,0 Bisabolol
0,1 Parfümöl
0,3 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
B 15,0 Alcohol
1 ,0 Panthenol
3,0 Glycerin
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,1 Triethanolamine
59,5 Aqua dem.
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Phase B lösen, in Phase A einarbeiten und homogenisieren.
Beispiel 30: Verwendung der KBD in einer After Sun Lotion WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 0,4 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
15,0 Cetearyl Ethylhexanoate 0,2 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 1 ,0 Panthenol
15,0 Alcohol 3,0 Glycerin
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
63,2 Aqua dem,
C 0,2 Triethanolamine
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 0,4 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
15,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Bisabolol 1 ,0 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 1 ,0 Panthenol
15,0 Alcohol
3,0 Glycerin 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
59,2 Aqua dem,
C 0,2 Triethanolamine
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Phase B unter Homogenisieren in Phase A einrühren. Mit Phase C neutralisieren und erneut homogenisieren.
Beispiel 31 : Verwendung der KBD in einer Sonnenschutzlotion WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 4,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
3,0 Octocrylene 2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
0,5 Tocopheryl Acetate
4,0 Polyglyceryl-3 Methyl Glucose Distearate
B 3,5 Cetearyl Isononanoate
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer 5,0 Isohexadecane
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
3,0 Titanium Dioxide, Trimethoxycaprylylsilane
C 5,0 Glycerin
1 ,0 Sodium Cetearyl Sulfate 0,5 Xanthan Gum
59,7 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Propyl- paraben, Isobutylparaben 0,3 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 4,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate 2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
3,0 Octocrylene
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
0,5 Tocopheryl Acetate
4,0 Polyglyceryl-3 Methyl Glucose Distearate B 3,5 Cetearyl Isononanoate
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
5,0 Isohexadecane
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
3,0 Titanium Dioxide, Trimethoxycaprylylsilane C 5,0 Glycerin
1 ,0 Sodium Cetearyl Sulfate
0,5 Xanthan Gum
55,7 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 1 ,0 Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Propyl- paraben, Isobutylparaben
0,3 Bisabolol
Herstellung: Die Komponenten der Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwär- men. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C auf ca. 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Unter Rühren auf ca. 40°C abkühlen, Phase D zugeben und nochmals homogenisieren.
Beispiel 32: Verwendung der KBD in einer Sonnenschutzlotion - Typ O/W WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
3,0 Tribehenin
2,0 Cetearyl Alcohol
2,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
1 ,0 Ethylhexyl Triazone
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
7,0 Isopropyl Myristate
B 5,0 Zinc Oxide, Triethoxycaprylylsilane
C 0,2 Xanthan Gum
0,5 Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer,
Squalane, Polysorbate 60
0,2 Disodium EDTA
5,0 Propylene Glycol
0,5 Panthenol
60,9 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Phenoxyethanol, Methylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Propylpa- raben, Isopropylparaben
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
3,0 Tribehenin
2,0 Cetearyl Alcohol
2,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
1 ,0 Ethylhexyl Triazone
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
7,0 Isopropyl Myristate
B 5,0 Zinc Oxide, Triethoxycaprylylsilane
C 0,2 Xanthan Gum
0,5 Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer,
Squalane, Polysorbate 60
0,2 Disodium EDTA
5,0 Propylene Glycol
0,5 Panthenol
56,9 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Phenoxyethanol, Methylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Propylpa- raben, Isopropylparaben
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
Herstellung: Phase A auf ca. 800C erwärmen, Phase B einrühren und 3min homogenisieren. Phase C ebenfalls auf 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Abkühlen auf ca. 40°C, Phase D einrühren und nochmals homogenisieren.
Beispiel 33: Verwendung der KBD in einer Sonnenschutlotion - Typ O/W
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,5 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
1 ,5 Ceteareth-25
7,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate 2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
0,5 Bees Wax
3,0 Cetearyl Alcohol
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride B 5,0 Titanium Dioxide, Silica, Methicone, Alumina
C 3,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
0,3 Xanthan Gum
1 ,0 Decyl Glucoside 2,0 Panthenol, Propylene Glycol
56,3 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI) A 3,5 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
1 ,5 Ceteareth-25
7,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane 0,5 Bees Wax
3,0 Cetearyl Alcohol
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
B 5,0 Titanium Dioxide, Silica, Methicone, Alumina
C 3,0 Glycerin 0,2 Disodium EDTA
0,3 Xanthan Gum
1 ,0 Decyl Glucoside
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
52,3 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
Herstellung: Phase A auf ca. 800C erwärmen, Phase B einrühren und 3min homogenisieren. Phase C ebenfalls auf 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Abkühlen auf ca. 40°C, Phase D einrühren und nochmals homogenisieren.
Beispiel 34: Verwendung der KBD in einem Fußbalsam
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
5,0 Cetearyl Ethylhexanoate
4,0 Cetyl Alcohol
4,0 Glyceryl Stearate
5,0 Mineral OiI
0,2 Menthol
0,5 Camphor
B 69,3 Aqua dem. q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
5,0 Witch Hazel Extract
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
5,0 Cetearyl Ethylhexanoate
4,0 Cetyl Alcohol
4,0 Glyceryl Stearate
5,0 Mineral OiI
0,2 Menthol
0,5 Camphor
B 65,3 Aqua dem. q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
5,0 Witch Hazel Extract
Herstellung: Die Komponenten der Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A unter Homogenisieren einrühren. Unter Rühren abkühlen auf ca. 400C, die Phasen C und D hinzugeben und kurz nachhomogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Beispiel 35: Verwendung der KBD in einer W/O Emulsion mit Bisabolol
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
8,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
15,0 Mineral OiI
0,3 Magnesium Stearate
0,3 Aluminum Stearate
2,0 PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer
B 5,0 Glycerin
0,7 Magnesium Sulfate
55,6 Aqua dem.
C 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Tocopheryl Acetate
0,6 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
8,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
15,0 Mineral OiI
0,3 Magnesium Stearate
0,3 Aluminum Stearate
2,0 PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer
B 5,0 Glycerin
0,7 Magnesium Sulfate
51 ,6 Aqua dem.
C 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Tocopheryl Acetate
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 85°C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase C hinzugeben und nochmals kurz homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen. Zusammenstellung Rezepturen für Patent Keratin-Bindedomäne - Haircare
Beispiel 36: Schaumconditioner mit Festiger
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 PVP/VA Copolymer
0,2 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
0,2 Ceteareth-25
0,5 Dimethicone Copolyol q.s. Parfümöl
10.0 Alcohol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
68.1 Aqua dem. 10,0 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 PVP/VA Copolymer 0,2 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
0,2 Ceteareth-25
0,5 Dimethicone Copolyol q.s. Parfümöl
10.0 Alcohol 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
64.1 Aqua dem. 10,0 Propane/Butane
Herstellung: Die Komponenten der Phase A zusammenwiegen, rühren bis alles gelöst ist und abfüllen.
Beispiel 37: Schaumconditioner
WS 1 % % Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,0 Polyquaternium-4
0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
91 ,5 Aqua dem.
6,0 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,0 Polyquaternium-4
0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
87,5 Aqua dem.
6,0 Propane/Butane
Herstellung: Die Komponenten der Phase A zusammenwiegen, rühren bis alles klar gelöst ist und abfüllen. 5
Beispiel 38: Schaumconditioner
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI) 10
A 1 ,0 Polyquaternium-11
0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl
15 q.s. Konservierungsmittel
91 ,5 Aqua dem.
6,0 Propane/Butane
WS 5% 20 % Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,0 Polyquaternium-11
0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
25 q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
87,5 Aqua dem.
6,0 Propane/Butane
30 Herstellung: Die Komponenten der Phase A zusammenwiegen, rühren bis alles klar gelöst ist und abfüllen.
Beispiel 39: Styling Schaum
35 WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 0,5 Laureth-4 q.s. Parfümöl tu
B 77,3 Aqua dem.
10,0 Polyquaternium-28
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol
45 0,2 Ceteareth-25
0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA
0,2 Hydroxyethylcellulose
C 10,0 HFC 152 A
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A 0,5 Laureth-4 q.s. Parfümöl
B 73,3 Aqua dem.
10,0 Polyquaternium-28
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol
0,2 Ceteareth-25 0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA
0,2 Hydroxyethylcellulose
C 10,0 HFC 152 A
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B eine nach der anderen zugeben und lösen. Mit Phase C abfüllen.
Beispiel 40: Styling Schaum
WS 1%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 78,5 Aqua dem.
6,7 Acrylates Copolymer
0,6 AMP 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol
0,2 Ceteareth-25
0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA 0,2 Hydroxyethylcellulose
C 10,0 HFC 152 A
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 74,5 Aqua dem.
6,7 Acrylates Copolymer
0,6 AMP 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol
0,2 Ceteareth-25
0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA 0,2 Hydroxyethylcellulose
C 10,0 HFC 152 A
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B eine nach der anderen zugeben und lösen. Mit Phase C abfüllen.
Beispiel 41 : Styling Schaum
WS 1 % % Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 7,70 Polyquaternium-44
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Konservierungsmittel
79,3 Aqua dem.
C 10,0 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 7,70 Polyquaternium-44
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Konservierungsmittel
75,3 Aqua dem.
C 10,0 Propane/Butane
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B klar lösen, dann Phase B in Phase A einrühren. Den pH-Wert auf 6-7 einstellen, mit Phase C abfüllen.
Beispiel 42: Styling Schaum
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,00 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 72,32 Aqua dem.
2,00 VP/Acrylates/Lauryl Methacrylate Copolymer 0,53 AMP
1 ,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,20 Ceteareth-25
0,50 Panthenol
0,05 Benzophenone-4 0,20 Amodimethicone, Cetrimonium Chloride, Trideceth-12
15,00 Alcohol
C 0,20 Hydroxyethylcellulose
D 6,00 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,00 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 68,32 Aqua dem.
2,00 VP/Acrylates/Lauryl Methacrylate Copolymer 0,53 AMP
5,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,20 Ceteareth-25
0,50 Panthenol
0,05 Benzophenone-4 0,20 Amodimethicone, Cetrimonium Chloride, Trideceth-12
15,00 Alcohol
C 0,20 Hydroxyethylcellulose
D 6,00 Propane/Butane
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B eine nach der anderen zugeben und lösen. Phase C in der Mischung aus A und B lösen, dann den pH- Wert auf 6-7 einstellen. Mit Phase D abfüllen
Beispiel 43: Styling Schaum
WS 1%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,00 Cetrimonium Chloride q.s. Parfümöl
B 67,85 Aqua dem.
7,00 Polyquaternium-46
1 ,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 0,20 Ceteareth-25
0,50 Panthenol
0,05 Benzophenone-4
0,20 Amodimethicone, Cetrimonium Chloride, Trideceth-12
15,00 Alcohol
C 0,20 Hydroxyethylcellulose
D 6,00 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,00 Cetrimonium Chloride q.s. Parfümöl
B 63,85 Aqua dem.
7,00 Polyquaternium-46
5,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,20 Ceteareth-25
0,50 Panthenol
0,05 Benzophenone-4
0,20 Amodimethicone, Cetrimonium Chloride, Trideceth-12
15,00 Alcohol
C 0,20 Hydroxyethylcellulose
D 6,00 Propane/Butane
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B eine nach der anderen zugeben und lösen. Phase C in der Mischung aus A und B lösen, dann den pH- Wert auf 6-7 einstellen. Mit Phase D abfüllen.
Beispiel 44: Styling Schaum
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A q- S. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q- S. Parfümöl
85 ,5 Aqua dem.
B 7,0 Sodium Polystyrene Sulfonate
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Cetrimonium Bromide q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
Styling Schaum
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A q.s. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q.s. Parfümöl
81 ,5 Aqua dem.
B 7,0 Sodium Polystyrene Sulfonate
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Cetrimonium Bromide q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
Herstellung: Phase A solubilisieren. Phase B in Phase A einwiegen und klar lösen. Den pH- Wert auf 6-7 einstellen, mit Phase C abfüllen.
Beispiel 45: Styling Schaum
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A q.s. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q.s. Parfümöl
92,0 Aqua dem.
B 0,5 Polyquaternium-10
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Cetrimonium Bromide q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A q.s. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q.s. Parfümöl
88,0 Aqua dem.
B 0,5 Polyquaternium-10
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Cetrimonium Bromide q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
Herstellung: Phase A solubilisieren. Phase B in Phase A einwiegen und klar lösen. Den pH- Wert auf 6-7 einstellen, mit Phase C abfüllen.
Beispiel 46: Styling Schaum
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A q.s. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q.s. Parfümöl
82,5 Aqua dem.
B 10,0 Polyquatemium-16
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A q.s. PEG-40 Hydrogenated Castor OiI q.s. Parfümöl
78,5 Aqua dem.
B 10,0 Polyquaternium-16
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 0,5 Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate q.s. Konservierungsmittel
C 6,0 Propane/Butane
Herstellung: Phase A solubilisieren. Phase B in Phase A einwiegen und klar lösen. Den pH- Wert auf 6-7 einstellen, mit Phase C abfüllen.
Beispiel 47: Styling Schaum
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 84,0 Aqua dem.
2,0 Chitosan
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol 0,2 Ceteareth-25
0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA
C 10,0 HFC 152 A
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Cocotrimonium Methosulfate q.s. Parfümöl
B 80,0 Aqua dem.
2,0 Chitosan
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Dimethicone Copolyol
0,2 Ceteareth-25
0,2 Panthenol
0,1 PEG-25 PABA
C 10,0 HFC 152 A
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Die Komponenten der Phase B eine nach der anderen zugeben und lösen. Mit Phase C abfüllen.
Beispiel 48: Pflegeshampoo
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 30,0 Sodium Laureth Sulfate
6,0 Sodium Cocoamphoacetate 6,0 Cocamidopropyl Betaine
3,0 Sodium Laureth Sulfate, Glycol Distearate, Cocamide MEA, Laureth-10
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
7,7 Polyquaternium-44
2,0 Amodimethicone q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Sodium Chloride
43,3 Aqua dem.
B q.s. Citric Acid
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 30,0 Sodium Laureth Sulfate
6,0 Sodium Cocoamphoacetate
6,0 Cocamidopropyl Betaine
3,0 Sodium Laureth Sulfate, Glycol Distearate, Cocamide MEA, Laureth-10
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 7,7 Polyquaternium-44
2,0 Amodimethicone q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Sodium Chloride 39,3 Aqua dem.
B q.s. Citric Acid
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen und lösen. Den pH-Wert mit Citronensäu- re auf 6-7 einstellen.
Beispiel 49: Duschgel
WS 1%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 40,0 Sodium Laureth Sulfate
5,0 Decyl Glucoside
5,0 Cocamidopropyl Betaine
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
2,0 Sodium Chloride
46,0 Aqua dem.
B q.s. Citric Acid
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 40,0 Sodium Laureth Sulfate
5,0 Decyl Glucoside
5,0 Cocamidopropyl Betaine
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
2,0 Sodium Chloride
42,0 Aqua dem.
B q.s. Citric Acid
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen und lösen. Den pH-Wert mit Citronensäu- re auf 6-7 einstellen.
Beispiel 50: Shampoo
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 40,0 Sodium Laureth Sulfate
5,0 Sodium C12-15 Pareth-15 Sulfonate
5,0 Decyl Glucoside q.s. Parfümöl
0,1 Phytantriol
44,6 Aqua dem.
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 0,3 Polyquaternium-10 1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Laureth-3 2,0 Sodium Chloride
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A 40,0 Sodium Laureth Sulfate
5,0 Sodium C12-15 Pareth-15 Sulfonate
5,0 Decyl Glucoside q.s. Parfümöl
0,1 Phytantriol
40,6 Aqua dem.
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,3 Polyquaternium-10 1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Laureth-3
2,0 Sodium Chloride
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen und lösen. Den pH-Wert mit Citronensäu- re auf 6-7 einstellen.
Beispiel 51 : Shampoo
WS 1%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 15,00 Cocamidopropyl Betaine
10,00 Disodium Cocoamphodiacetate
5,00 Polysorbate 20
5,00 Decyl Glucoside q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
1 ,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,15 Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride
2,00 Laureth-3
58,00 Aqua dem. q.s. Citric Acid
B 3,00 PEG-150 Distearate
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 15,00 Cocamidopropyl Betaine
10,00 Disodium Cocoamphodiacetate
5,00 Polysorbate 20
5,00 Decyl Glucoside q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
5,00 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,15 Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride
2,00 Laureth-3
54,00 Aqua dem. q.s. Citric Acid
B 3,00 PEG-150 Distearate
Herstellung: Die Komponenten der Phase A einwiegen und lösen. Den pH-Wert auf 6-7 einstellen. Phase B zugeben und auf ca. 500C erwärmen. Unter Rühren auf Raumtemperatur abküh- len.
Beispiel 52: Feuchtigkeitsspendende Körperpflegecreme
WS 1% % Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-25
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
3,0 Cetearyl Ethylhexanoate
1 ,0 Dimethicone
4,0 Cetearyl Alcohol
3,0 Glyceryl Stearate SE
5,0 Mineral OiI
4,0 Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed OiI
3,0 Mineral OiI, Lanolin Alcohol
B 5,0 Propylene Glycol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol
0,5 Magnesium Aluminum Silicate q.s Konservierungsmittel
65,5 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
D q.s. Citric Acid
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-25
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
3,0 Cetearyl Ethylhexanoate
1 ,0 Dimethicone
4,0 Cetearyl Alcohol
3,0 Glyceryl Stearate SE
5,0 Mineral OiI
4,0 Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed OiI
3,0 Mineral OiI, Lanolin Alcohol
B 5,0 Propylene Glycol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol
0,5 Magnesium Aluminum Silicate q.s Konservierungsmittel
61 ,5 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
D α.s. Citric Acid
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B kurz vorhomogenisieren, dann Phase B in Phase A einrühren und erneut homogenisieren.Abkühlen auf ca. 400C, Phase C zugeben und nochmals gut homogenisieren. Den pH-Wert mit Citronensäure auf 6-7 einstellen.
Beispiel 53: Feuchtigkeitsspendende Körperpflegecreme
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
7,0 Mineral OiI
0,5 Shea Butter (Butyrospermum Parkii)
0,5 Aluminum Stearate
0,5 Magnesium Stearate
0,2 Bisabolol
0,7 Quaternium-18-Hectorite
B 5,0 Dipropylene Glycol
0,7 Magnesium Sulfate q.s. Konservierungsmittel
62,9 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
7,0 Mineral OiI
0,5 Shea Butter (Butyrospermum Parkii)
0,5 Aluminum Stearate
0,5 Magnesium Stearate
0,2 Bisabolol
0,7 Quaternium-18-Hectorite
B 5,0 Dipropylene Glycol
0,7 Magnesium Sulfate q.s. Konservierungsmittel
58,9 Aqua dem.
q.s. Parfümöl
5,0 wässriqe Lösung mit ca. 5% Keratin-
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase C zugeben und nochmals homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Beispiel 54: Flüssiges Make-up - Typ O/W
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
6,0 Glyceryl Stearate
1 ,0 Cetyl Alcohol
8,0 Mineral OiI
7,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Dimethicone
B 3,0 Propylene Glycol
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
61 ,9 Aqua dem.
C 0,1 Bisabolol
1.0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl
D 5,7 C. I. 77 891 , Titanium Dioxide
1.1 Iran Oxides
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
6,0 Glyceryl Stearate
1 ,0 Cetyl Alcohol
8,0 Mineral OiI
7,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Dimethicone
B 3,0 Propylene Glycol
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
57,9 Aqua dem.
C 0,1 Bisabolol 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl
D 5,7 C. I. 77 891 , Titanium Dioxide
1 ,1 Iran Oxides
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phasen C und D zugeben und nochmals gründlich homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Beispiel 55
Im Folgenden sind erfindungesgemäße dermokosmetische Zubereitungen beschrieben, enthaltend das gemäß der Beispiel 23 hergestellte keratinbindende Effektormoleküle (Keratinbinde- domäne gemäß SEQ ID No.: ID 166) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Linker mit Panthenol. Das genannte keratinbindende Effektormolekül wird in den folgenden Beispielen als Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol bezeichnet.
Das genannte keratinbindende Effektormolekül wird als ca. 5 Gew.-% ige wäßrige Lösung eingesetzt. Die folgenden Angaben sind Gewichtsteile.
Klares Shampoo
Klares Conditioner Shampoo
Schaum O/W-Emulsionen
Conditioner Shampoo mit Perlglanz
pH einstellen auf 6,0
Klares Conditioner Shampoo
pH einstellen auf 6,0
Klares Conditioner Shampoo mit Volumen Effekt
pH einstellen auf 6,0
Gelcreme
OW Sunscreenformulation
Hydrodispersion
WO Sunscreen Emulsion
Sticks
PIT-Emulsion
OW Formulations Selbstbräu- ner
OW Make Up
Hydrodispersion Selbstbräuner
Sticks
PIT-Emulsionen Selbstbräuner
Beispiel 56
100 mg der Emulsion zur Tagespflege aus Beispiel 19 wurden mit einem WS von 5% und als Placebo ohne Keratinbindedomäne-MIC-Panthenol (add. 100 mit Wasser) auf jeweils eine Innenseite des Unterarms aufgetragen. Von 5 Probanden fanden 4 nach einer halben Stunden ein deutlich besseres Hautgefühl auf der Innenseite des Unterarms welcher mit Keratinbinde- domöne-MIC-Panthenol behandelt wurde. Alle 5 Probanden empfanden die mit dem erfindungsgemäßen Wirkstoff behandelte Seite deutlich feuchter, d.h.weniger trocken.
Beispiel 57
In den folgenden Rezepturen werden kosmetische Sonnenschutzzubereitungen, enthaltend eine Kombination aus mindestens einem anorganischen Pigment, bevorzugt Zinkoxid und/oder Titandioxid und organische UV-A- und UV-B-Filter beschrieben.
Die Herstellung der nachfolgend genanntenen Formulierungen erfolgt auf übliche, dem Fachmann bekannte Art und Weise.
Der Gehalt gemäß Beispiel 23 hergestellte keratinbindende Effektormolekül (Keratinbindedo- mäne gemäß SEQ ID No.: ID 166) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Linker mit Panthenol bezieht sich auf 100% Wirkstoff. Der erfindungsgemäße Wirkstoff kann sowohl in reiner Form als auch als wässerige Lösung eingesetzt werden. Im Falle der wässerigen Lösung muss der Gehalt an Wasser dem. in der jeweiligen Formulierung angepasst werden.
q.s. Konservierungsmittel
Im Folgenden sind erfindungsgemäße dermokosmetische Zubereitungen beschrieben, enthaltend das gemäß Beispiel 23 hergestellte keratinbindende Effektormolekül (Keratinbindedomäne gemäß SEQ ID No.: ID 168) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Linker mit Panthenol. Besagtes keratinbindendes Effektormolekül wird in den folgenden Beispielen als Keratin- Bindedomäne-MIC-Panthenol bezeichnet. Das Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol wird in den folgenden Beispielen stellvertretend für alle anderen oben beschriebenen keratinbindenden Effektormoleküle genannt. Es ist für den Fachmann selbstverständlich, dass auch alle anderen genannten keratinbindenden Effektormoleküle gemäß Beispiel 23 hergestellt und in den unten genannten Zubereitungen verwendet werden können.
Beispiel 58: Verwendung der KBD in einer Emulsion zur Tagespflege - Typ O/W
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol 0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate 2,0 Dibutyl Adipate
B5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel 67,8 Aqua dem.
C4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
DO, 2 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol 1 ,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Ascorbate, Tocopherol, Retinol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
Eq. s. Sodium Hydroxide
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
63,8 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 0,2 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
1 ,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Ascorbate, Tocopherol, Retinol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
E q.s. Sodium Hydroxide
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C in die kombinierten Phasen A und B einrüh-
ren und nochmals homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase D zugeben, den pH-Wert mit Phase E auf etwa 6.5 einstellen, homogenisieren und unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Hinweis: Die Formulierung wird ohne Schutzgas hergestellt. Die Abfüllung muß in sauerstoffundurchlässige Verpackungen, z.B. Aluminiumtuben erfolgen.
Beispiel 59: Verwendung der KBD in einer schützenden Tagescreme - Typ O/W WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
68,6 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 1 ,0 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
E q.s. Sodium Hydroxide
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 1 ,7 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
0,7 Ceteareth-25
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 PEG-14 Dimethicone
3,6 Cetearyl Alcohol
6,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Dibutyl Adipate
B 5,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
64,6 Aqua dem.
C 4,0 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
D 1 ,0 Sodium Ascorbyl Phosphate
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol E q.s. Sodium Hydroxide
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C in die kombinierten Phasen A und B einarbeiten und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen. Phase D hinzugeben, den pH- Wert mit Phase E auf ca. 6.5 einstellen und homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Beispiel 60: Verwendung der KBD in einer Gesichtsreinigungslotion - Typ O/W WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
1 ,5 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasilosane
2,0 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
B 3,5 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
C 1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Konservierungsmittel q.s. Parfümöl
D 3,0 Polyquaternium-44
0,5 Cocotrimonium Methosulfate
0,5 Ceteareth-25
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
4,0 Propylene Glycol
0,1 Disodium EDTA
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
60,7 Aqua dem.
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
1 ,5 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasilosane
2,0 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
B 3,5 Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Acrylates Copolymer
C 1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Konservierungsmittel q.s. Parfümöl
D 3,0 Polyquaternium-44
0,5 Cocotrimonium Methosulfate
0,5 Ceteareth-25
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
4,0 Propylene Glycol
0,1 Disodium EDTA
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5 % Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 56,7 Aqua dem.
Herstellung: Phase A lösen. Phase B in Phase A einrühren, Phase C in die kombinierten Pha- sen A und B einarbeiten. Phase D lösen, in die kombinierten Phasen A, B und C einrühren und homogenisieren. 15min nachrühren.
Beispiel 60a: Verwendung der KBD in einem Daily Care Body Spray
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
1 ,0 Polyquaternium-44
3,0 Propylene Glycol
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
1 ,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
10,0 Octyldodecanol
0,5 PVP
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
3,0 C12-15 Alkyl Benzoate
3,0 Glycerin
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,3 Bisabolol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
59,2 Alcohol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
1 ,0 Polyquaternium-44
3,0 Propylene Glycol
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
1 ,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
10,0 Octyldodecanol
0,5 PVP
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
3,0 C 12- 15 Alkyl Benzoate
3,0 Glycerin
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,3 Bisabolol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
55,2 Alcohol
Herstellung: Die Komponenten der Phase A einwiegen und klar lösen.
Beispiel 61 : Verwendung der KBD in einem Hautpflegegel
WS 1%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,6 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
15,0 Alcohol 0,1 Bisabolol
0,5 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 3,0 Panthenol
0,6 Carbomer 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
75,4 Aqua dem,
C 0,8 Triethanolamine
WS 5%: % Inhaltsstoff (INCI)
A 3,6 PEG-40 Hydrogenated Castor OiI
15,0 Alcohol
0,1 Bisabolol
0,5 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 3,0 Panthenol
0,6 Carbomer
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
71.4 Aqua dem, C 0,8 Triethanolamine
Herstellung: Die Phase A klar lösen. Phase B quellen lassen und mit Phase C neutralisieren.
Phase A in die homogenisierte Phase B einrühren und homogenisieren.
Beispiel 62: Verwendung der KBD in einer After Shave Lotion
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate 5,0 Tocopheryl Acetate
1 ,0 Bisabolol
0,1 Parfümöl
0,3 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
B 15,0 Alcohol 1 ,0 Panthenol
3,0 Glycerin
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,1 Triethanolamine
63.5 Aqua dem.
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Tocopheryl Acetate
1 ,0 Bisabolol
0,1 Parfümöl
0,3 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
B 15,0 Alcohol
1 ,0 Panthenol
3,0 Glycerin
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,1 Triethanolamine
59,5 Aqua dem.
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Phase B lösen, in Phase A einarbeiten und homogenisieren.
Beispiel 63: Verwendung der KBD in einer After Sun Lotion WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 0,4 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
15,0 Cetearyl Ethylhexanoate 0,2 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 1 ,0 Panthenol
15,0 Alcohol 3,0 Glycerin
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
63,2 Aqua dem,
C 0,2 Triethanolamine
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 0,4 Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
15,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Bisabolol 1 ,0 Tocopheryl Acetate q.s. Parfümöl
B 1 ,0 Panthenol
15,0 Alcohol
3,0 Glycerin 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
59,2 Aqua dem,
C 0,2 Triethanolamine
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen. Phase B unter Homogenisieren in Phase A einrühren. Mit Phase C neutralisieren und erneut homogenisieren.
Beispiel 64: Verwendung der KBD in einer Sonnenschutzlotion WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 4,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
3,0 Octocrylene 2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
0,5 Tocopheryl Acetate
4,0 Polyglyceryl-3 Methyl Glucose Distearate
B 3,5 Cetearyl Isononanoate
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer 5,0 Isohexadecane
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
3,0 Titanium Dioxide, Trimethoxycaprylylsilane
C 5,0 Glycerin
1 ,0 Sodium Cetearyl Sulfate 0,5 Xanthan Gum
59,7 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Propyl- paraben, Isobutylparaben 0,3 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 4,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate 2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
3,0 Octocrylene
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
0,5 Tocopheryl Acetate
4,0 Polyglyceryl-3 Methyl Glucose Distearate B 3,5 Cetearyl Isononanoate
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
5,0 Isohexadecane
2,5 Di-C12-13 Alkyl Malate
3,0 Titanium Dioxide, Trimethoxycaprylylsilane C 5,0 Glycerin
1 ,0 Sodium Cetearyl Sulfate
0,5 Xanthan Gum
55,7 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 1 ,0 Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Propyl- paraben, Isobutylparaben
0,3 Bisabolol
Herstellung: Die Komponenten der Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwär- men. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Phase C auf ca. 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Unter Rühren auf ca. 40°C abkühlen, Phase D zugeben und nochmals homogenisieren.
Beispiel 65: Verwendung der KBD in einer Sonnenschutzlotion - Typ O/W WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
3,0 Tribehenin
2,0 Cetearyl Alcohol
2,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
1 ,0 Ethylhexyl Triazone
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
7,0 Isopropyl Myristate
B 5,0 Zinc Oxide, Triethoxycaprylylsilane
C 0,2 Xanthan Gum
0,5 Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer,
Squalane, Polysorbate 60
0,2 Disodium EDTA
5,0 Propylene Glycol
0,5 Panthenol
60,9 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Phenoxyethanol, Methylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Propylpa- raben, Isopropylparaben
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
3,0 Tribehenin
2,0 Cetearyl Alcohol
2,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Ethylhexyl Methoxycinnamate
1 ,0 Ethylhexyl Triazone
1 ,0 VP/Eicosene Copolymer
7,0 Isopropyl Myristate
B 5,0 Zinc Oxide, Triethoxycaprylylsilane
C 0,2 Xanthan Gum
0,5 Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer,
Squalane, Polysorbate 60
0,2 Disodium EDTA
5,0 Propylene Glycol
0,5 Panthenol
56,9 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Phenoxyethanol, Methylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Propylpa- raben, Isopropylparaben
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol
Herstellung: Phase A auf ca. 800C erwärmen, Phase B einrühren und 3min homogenisieren. Phase C ebenfalls auf 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Abkühlen auf ca. 40°C, Phase D einrühren und nochmals homogenisieren.
Beispiel 66: Verwendung der KBD in einer Sonnenschutlotion - Typ O/W
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 3,5 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
1 ,5 Ceteareth-25
7,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate 2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane
0,5 Bees Wax
3,0 Cetearyl Alcohol
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride B 5,0 Titanium Dioxide, Silica, Methicone, Alumina
C 3,0 Glycerin
0,2 Disodium EDTA
0,3 Xanthan Gum
1 ,0 Decyl Glucoside 2,0 Panthenol, Propylene Glycol
56,3 Aqua dem.
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI) A 3,5 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
1 ,5 Ceteareth-25
7,5 Ethylhexyl Methoxycinnamate
2,0 Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
2,0 Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane 0,5 Bees Wax
3,0 Cetearyl Alcohol
10,0 Caprylic/Capric Triglyceride
B 5,0 Titanium Dioxide, Silica, Methicone, Alumina
C 3,0 Glycerin 0,2 Disodium EDTA
0,3 Xanthan Gum
1 ,0 Decyl Glucoside
2,0 Panthenol, Propylene Glycol
52,3 Aqua dem.
D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
0,2 Bisabolol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
Herstellung: Phase A auf ca. 800C erwärmen, Phase B einrühren und 3min homogenisieren. Phase C ebenfalls auf 800C erwärmen und unter Homogenisieren in die kombinierten Phasen A und B einrühren. Abkühlen auf ca. 40°C, Phase D einrühren und nochmals homogenisieren.
Beispiel 67: Verwendung der KBD in einem Fußbalsam
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
5,0 Cetearyl Ethylhexanoate
4,0 Cetyl Alcohol
4,0 Glyceryl Stearate
5,0 Mineral OiI
0,2 Menthol
0,5 Camphor
B 69,3 Aqua dem. q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate
D 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
5,0 Witch Hazel Extract
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
5,0 Cetearyl Ethylhexanoate
4,0 Cetyl Alcohol
4,0 Glyceryl Stearate
5,0 Mineral OiI
0,2 Menthol
0,5 Camphor
B 65,3 Aqua dem. q.s. Konservierungsmittel
1 ,0 Bisabolol
1 ,0 Tocopheryl Acetate D 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
5,0 Witch Hazel Extract
Herstellung: Die Komponenten der Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A unter Homogenisieren einrühren. Unter Rühren abkühlen auf ca. 400C, die Phasen C und D hinzugeben und kurz nachhomogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen.
Beispiel 68: Verwendung der KBD in einer W/O Emulsion mit Bisabolol
WS 1 %:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
8,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
15,0 Mineral OiI
0,3 Magnesium Stearate
0,3 Aluminum Stearate
2,0 PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer
B 5,0 Glycerin
0,7 Magnesium Sulfate
55,6 Aqua dem.
C 1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Tocopheryl Acetate
0,6 Bisabolol
WS 5%:
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
8,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
15,0 Mineral OiI
0,3 Magnesium Stearate
0,3 Aluminum Stearate
2,0 PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer
B 5,0 Glycerin
0,7 Magnesium Sulfate
51 ,6 Aqua dem.
C 5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
0,5 Tocopheryl Acetate
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt voneinander auf ca. 85°C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase C hinzugeben und nochmals kurz homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen. Zusammenstellung Rezepturen für Patent Keratin-Bindedomäne - Haircare
Beispiel 69: Duschgel
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 40 ,0 Sodium Laureth Sulfate
5 ,0 Decyl Glucoside
5 ,0 Cocamidopropyl Betaine
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol q- S. Parfümöl q- S. Konservierungsmittel
2 ,0 Sodium Chloride
46 ,0 Aqua dem.
B q. S. Citric Acid
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 40,0 Sodium Laureth Sulfate
5,0 Decyl Glucoside
5,0 Cocamidopropyl Betaine
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol 1 ,0 Panthenol q.s. Parfümöl q.s. Konservierungsmittel
2,0 Sodium Chloride
42,0 Aqua dem.
B q.s. Citric Acid
Herstellung: Die Komponenten der Phase A mischen und lösen. Den pH-Wert mit Citronensäu- re auf 6-7 einstellen.
Beispiel 70: Feuchtigkeitsspendende Körperpflegecreme
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-25
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
3,0 Cetearyl Ethylhexanoate
1 ,0 Dimethicone 4,0 Cetearyl Alcohol
3,0 Glyceryl Stearate SE
5,0 Mineral OiI
4,0 Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed OiI
3,0 Mineral OiI, Lanolin Alcohol
B 5,0 Propylene Glycol
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol
0,5 Magnesium Aluminium Silicate q.s Konservierungsmittel 65,5 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
D q.s. Citric Acid
WS 5% % Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-25
2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
3,0 Cetearyl Ethylhexanoate
1 ,0 Dimethicone
4,0 Cetearyl Alcohol
3,0 Glyceryl Stearate SE
5,0 Mineral OiI
4,0 Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed OiI
3,0 Mineral OiI, Lanolin Alcohol
B 5,0 Propylene Glycol
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
1 ,0 Panthenol
0,5 Magnesium Aluminum Silicate q.s Konservierungsmittel
61 ,5 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
D q.s. Citric Acid
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B kurz vorhomogenisieren, dann Phase B in Phase A einrühren und erneut homogenisieren.Abkühlen auf ca. 400C, Phase C zugeben und nochmals gut homogenisieren. Den pH-Wert mit Citronensäure auf 6-7 einstellen.
Beispiel 71 : Feuchtigkeitsspendende Körperpflegecreme
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6 ,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
10 ,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5 ,0 Isopropyl Myristate
7 ,0 Mineral OiI
0 ,5 Shea Butter (Butyrospermum Parkii)
0 ,5 Aluminum Stearate
0,5 Magnesium Stearate
0,2 Bisabolol
0,7 Quaternium-18-Hectorite
B 5,0 Dipropylene Glycol
0,7 Magnesium Sulfate q.s. Konservierungsmittel
62,9 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
1 ,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 6,0 PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
10,0 Cetearyl Ethylhexanoate
5,0 Isopropyl Myristate
7,0 Mineral OiI 0,5 Shea Butter (Butyrospermum Parkii)
0,5 Aluminum Stearate
0,5 Magnesium Stearate
0,2 Bisabolol
0,7 Quaternium-18-Hectorite
B 5,0 Dipropylene Glycol
0,7 Magnesium Sulfate q.s. Konservierungsmittel
58,9 Aqua dem.
C q.s. Parfümöl
5,0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrüh- ren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phase C zugeben und nochmals homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Beispiel 72: Flüssiges Make-up - Typ O/W
WS 1 %
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25
6,0 Glyceryl Stearate
1 ,0 Cetyl Alcohol
8,0 Mineral OiI
7,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Dimeticone
B 3,0 Propylene Glycol
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
61 ,9 Aqua dem.
C 0,1 Bisabolol
1.0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl
D 5,7 C. I. 77 891 , Titanium Dioxide
1.1 Iran Oxides
WS 5%
% Inhaltsstoff (INCI)
A 2,0 Ceteareth-6, Stearyl Alcohol
2,0 Ceteareth-25 6,0 Glyceryl Stearate
1 ,0 Cetyl Alcohol
8,0 Mineral OiI
7,0 Cetearyl Ethylhexanoate
0,2 Dimethicone
B 3,0 Propylene Glycol
1 ,0 Panthenol q.s. Konservierungsmittel
57,9 Aqua dem.
C 0,1 Bisabolol
5.0 wässrige Lösung mit ca. 5% Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Parfümöl
D 5,7 C. I. 77 891 , Titanium Dioxide
1.1 Iran Oxides
Herstellung: Die Phasen A und B getrennt auf ca. 800C erwärmen. Phase B in Phase A einrühren und homogenisieren. Unter Rühren auf ca. 400C abkühlen, Phasen C und D zugeben und nochmals gründlich homogenisieren. Unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Beispiel 73
Im Folgenden sind erfindungesgemäße dermokosmetische Zubereitungen beschrieben, enthal- tend das gemäß der Beispiel 23 hergestellte keratinbindende Effektormoleküle (Keratinbinde- domäne gemäß SEQ ID No.: ID 168) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Linker mit Panthenol. Das genannte keratinbindende Effektormolekül wird in den folgenden Beispielen als Keratin-Bindedomäne-MIC-Panthenol bezeichnet.
Das genannte keratinbindende Effektormolekül wird als ca. 5 Gew.-% ige wäßrige Lösung eingesetzt. Die folgenden Angaben sind Gewichtsteile.
Gelcreme
OW Sunscreenformulation
1 2 3 4 5 6 7
Glyceryl Stearate SE 0 50 1 00 3,00 1 ,50
Hydrodispersion
Sticks
PIT-Emulsion
Gelcreme
OW Formulations Selbstbräu- ner
Hydrodispersion Selbstbräuner
Feststoff stabilisierte Emulsion (Pickering Emulsions)
Sticks
PIT-Emulsionen Selbstbräuner
Ölgel
Beispiel 74
100 mg der Emulsion zur Tagespflege aus Beispiel 19 wurden mit einem WS von 5% und als Placebo ohne Keratinbindedomäne-MIC-Panthenol (add. 100 mit Wasser) auf jeweils eine Innenseite des Unterarms aufgetragen. Von 5 Probanden fanden 4 nach einer halben Stunden ein deutlich besseres Hautgefühl auf der Innenseite des Unterarms welcher mit Keratinbinde- domöne-MIC-Panthenol behandelt wurde. Alle 5 Probanden empfanden die mit dem erfindungsgemäßen Wirkstoff behandelte Seite deutlich feuchter, d.h.weniger trocken.
Beispiel 75
In den folgenden Rezepturen werden kosmetische Sonnenschutzzubereitungen, enthaltend eine Kombination aus mindestens einem anorganischen Pigment, bevorzugt Zinkoxid und/oder Titandioxid und organische UV-A- und UV-B-Fιlter beschrieben.
Die Herstellung der nachfolgend genanntenen Formulierungen erfolgt auf übliche, dem Fachmann bekannte Art und Weise.
Der Gehalt gemäß Beispiel J 5 hergestellte keratinbmdende Effektormolekül (Keratmbindedo- mäne gemäß SEQ ID No.: ID 168) gekoppelt über den Maleinimidocapronsäure-Lmker mit Panthenol bezieht sich auf 100% Wirkstoff. Der erfindungsgemäße Wirkstoff kann sowohl in reiner Form als auch als wässerige Lösung eingesetzt werden. Im Falle der wässerigen Lösung muss der Gehalt an Wasser dem. in der jeweiligen Formulierung angepasst werden.
0,50 Simulgel NS Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer, Squalane, Polysorbate 60
65,10 Wasser dem. Aqua dem.
0,20 Edeta BD Disodium EDTA
5,00 1 ,2-Propylenglykol Care Propylene Glycol
D 1 ,00 Vitamin E-Acetat Tocopheryl Acetate ,5% Keratinbindedomäne-MIC-Panthenol q.s. Konservierungsmittel
q.s. Konservierungsmittel