Vorrichtung und Verfahren zur Photokoagulation der Netzhaut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Photokoagulation der Netzhaut.
Die Lichtkoagulation wurde erstmals Ende der 40er Jahre durch das fokussierte Licht einer axialen Hochdrucklampe zur Behandlung verschiedener Erkrankungen der Netzhaut — beispiels- weise der diabetischen Retinopathie — eingesetzt. Durch Absorption des Laserstrahls insbesondere im Pigmentepithel, einer in der Netzhaut liegenden, einen dunklen Farbstoff tragenden Schicht, wird die Netzhaut erwärmt und koaguliert. Dadurch wird der Stoffwechsel auf die noch gesunden Bereiche der Netzhaut fokussiert. Außerdem werden biochemische Kofak- toren stimuliert. Der Krankheitsverlauf wird so deutlich verlangsamt oder gestoppt.
Als Lichtquelle werden heutzutage zumeist Laser eingesetzt. Bisherige Systeme zur Photokoagulation der Netzhaut beruhen auf der visuellen Kontrolle von sogenannten Koagulationsherden. Die Strahlungsdosis des Lasers wird dabei so hoch eingestellt, dass eine visuelle erkennbare Verfärbung der Netzhaut entsteht. Dabei werden die Rezeptoren und Nervenfasern im Ko- agulationsherd zerstört. Für den therapeutischen Effekt reicht jedoch bereits eine kleinere Dosis aus. Bei kleineren Dosen könnte eine Rest Sehfähigkeit erhalten werden — Versuche über entsprechende Systeme, die eine Rückmeldung bezüglich der eingebrachten Dosis umfassen, um die sogenannte un- terschwellige Koagulation zu steuern, konnten bis heute nicht in stabile Lösungen umgesetzt werden. Unterschwellig koagulierte Bereiche der Netzhaut können ophthalmoskopisch nicht erkannt werden. Ein Sichtbarmachen unterschwellig koagulier-
ter Bereiche der Netzhaut ist nur mit aufwendigen Verfahren, wie beispielsweise der Fluoreszenzangiographie möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Vorrich- tung und ein Verfahren zur Photokoagulation der Netzhaut bereitzustellen, das über unterschwellig koagulierte Bereiche der Netzhaut und deren Position informiert.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Photokoa- gulation der Netzhaut umfassend eine Strahlungsquelle und ein optisches Applikationssystem, wobei das optische Applikationssystem eine Darstellungseinrichtung zur Darstellung von unterschwellig koagulierten Bereichen der Netzhaut aufweist. Als Strahlungsquelle kommen bevorzugt insbesondere Laser in Betracht. Bevorzugt werden Argonlaser, Dioden-Laser, diodengepumpte Festkörperlaser, diodengepumpte Halbleiterlaser, Yag-Laser, Excimer-Laser, etc. eingesetzt. Die Laser können gepulst oder als CW-Laser eingesetzt werden. Daneben sind auch weitere Lichtquellen denkbar, wie beispielsweise fokus- siertes Licht einer Xenonlampe,von Licht emittierenden Dioden (LED's), Superlumineszenzdioden (SLD's), etc.
Als optisches Applikationssystem ist jede Einrichtung geeignet, die eine Strahlung der Strahlungsquelle leiten bzw. aus- richten kann. Ein solches optisches Applikationssystem kann bevorzugt eine Optik sein, die Blenden mit entsprechenden Profilen umfassen kann. Besonders bevorzugt können auch mikrostrukturierte Beschichtungen auf einem Glassubstrat vom optischen Applikationssystem umfasst sein. Das optische Ap- plikationssystem kann auch Lichtwellenleiter umfassen, steuerbare Elemente wie beispielsweise kleine transmittive LCD- Panels, Mikrospiegelelemente, Blenden, Umlenkspiegel, Vergrö- ßerungs- und/oder Verkleinerungsoptiken, Optiken mit Freiformflächen, diffraktive Optiken, GRIN-Optik (Gra-
dient/Index), bevorzugt am Ende der Lichtleitphase (ähnlich einem Adapter), aktive Elemente wie beispielsweise ein Digital Mirror Device (DMD), etc. Durch das optische Applikationssystem wird der Strahl der Strahlungsquelle ausrichtbar und in ein vordefiniert räumlich verteiltes Intensitätsprofil abbildbar.
Besonders bevorzugt umfasst die Vorrichtung auch eine Darstellungseinrichtung. Mit dieser Darstellungseinrichtung kann das Ergebnis der Photokoagulation überprüft werden — besonders bevorzugt optisch überprüft werden. Durch diese Darstellungseinrichtung ist es daher möglich, dass das Ergebnis der Photokoagulation optisch — durch Augenschein oder durch das Vorsehen von Markierungen — überprüft wird. Als Darstellungs- einrichtung kann beispielsweise eine dauerhafte, sichtbare Veränderung der Netzhaut in den Bereichen, in denen sie behandelt worden ist, vorgesehen werden. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass in den behandelten Bereichen zumindest teilweise eine visuelle Koagulation erzeugt wird. Dabei werden die in den bestrahlten Bereichen befindlichen organischen Substanzen derart verändert, dass diese Bereiche ophthalmoskopisch erkennbar sind. Als Darstellungseinrichtung wird insbesondere eine Einblendung von Markierungen in ein Ophthalmoskop, vorzugsweise eine Projektion auf die Netzhaut und besonders bevorzugt eine Anzeige auf einem Bildschirm eingesetzt.
Unterschwellig koagulierte Bereiche sind Bereiche, in denen die Intensität des Lasers dazu ausreicht, im Pigmentepithel eine der sichtbaren Koagulation ähnliche therapeutische Wirkung zu erzielen, jedoch nicht dazu, diese Bereiche ophthalmoskopisch erkennbar zu machen. Es kann daher nach der Behandlung nicht mehr ophthalmoskopisch erkannt werden, welche Bereiche behandelt worden sind. Die Netzhaut ist in Berei-
chen, in denen eine unterschwellige Koagulation vorliegt, partiell funktionsfähig.
Vorzugsweise weist die Darstellungseinrichtung eine Strahlmo- difikationseinrichtung auf, über die ein Strahl der Strahlungsquelle in ein vordefiniertes räumlich verteiltes Intensitätsprofil über die projizierte Fläche des Strahles auf der Netzhautebene einstellbar ist.
Hierdurch erhält der im Stand der Technik üblicherweise große homogene Koagulationsspot ein räumlich verteiltes Intensitätsprofil. Nur an einer oder wenigen Stellen reicht die Intensität zur visuellen Koagulation. Im Restbereich bleibt die Koagulation unterschwellig, bevorzugt mit einem festen Ver- hältnis zum visuell erkennbaren Bereich. Die unterschwellige Koagulation ist ophthalmoskopisch nicht erkennbar, die Rezeptoren und Nervenfasern werden nicht oder nur partiell zerstört. Nur an dieser einen oder an wenigen Stellen, an denen eine visuelle Koagulation vorliegt, werden die Rezeptoren und Nervenfasern vollständig zerstört. Diese Stellen dienen zur Dosiskontrolle .
Die Vorrichtung zur Photokoagulation der Netzhaut gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst besonders bevorzugt eine Strahlmodifikationseinrichtung. Eine solche Strahlmodifikationseinrichtung wird eingesetzt, um den Strahl der Strahlungsquelle in ein vordefiniertes räumlich verteiltes Intensitätsprofil über die projizierte Fläche des Strahles auf der Netzhautebene einzustellen. Eine solche Strahlmodifikationsein- richtung kann die oben bezeichneten optischen Elemente umfassen.
Der Strahl der Strahlungsquelle ist beispielsweise ein Lichtstrahl oder Laserstrahl, der aus der Strahlungsquelle heraus
durch das optische Applikationssystem ausgerichtet wird und durch die Strahlmodifikationseinrichtung die erforderlichen Modifikationen erfährt, durch die das gewünschte Intensitätsprofil dann abbildbar sind.
Auf der Netzhautebene, auf der der Strahl, der durch das optische Applikationssystem bzw. die Strahlmodifikationseinrichtung hindurchgetreten ist, wirken soll, wird dann ein vordefiniertes räumlich verteiltes Intensitätsprofil abgebil- det. Dieses räumlich verteilte Intensitätsprofil ist über die projizierte Fläche des Strahls auf der Netzhautebene definiert. Auf diese Weise wird ein Strahl nicht nur einheitlich weitgehend homogen auf die Netzhautebene aufgebracht, sondern weist eine Verteilung der Intensität auf. Eine solche Vertei- lung kann entweder statisch direkt vorliegen oder dynamisch über die Bestrahlungszeit hin ausgebildet werden.
Vorzugsweise ist das räumlich verteilte Intensitätsprofil so einstellbar, dass auf der Netzhautebene mindestens in einem Bereich eine visuelle Koagulation erzeugbar ist.
Das räumlich verteilte Intensitätsprofil erzeugt in der Netzhaut unterschiedlich starke Koagulationen. Diese sind vorzugsweise nur zum Teil ophthalmoskopisch erkennbar. Das heißt, es liegt zum Teil eine unterschwellige und zum Teil eine visuelle Koagulation vor. Die Bereiche, die ophthalmoskopisch erkennbar sind, kennzeichnen idealerweise die Bereiche, die ophthalmoskopisch nicht erkennbar sind. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die visuell koagulier- ten Bereiche einen Kreisring bilden, in dem sich die unterschwellig koagulierten Bereiche befinden. Bevorzugt weist das Intenstätsprofil zwei unterschiedlich hohe Maxima auf. Wenn der Bereich der Netzhaut, der mit dem höchsten Maximum beaufschlagt wird, sichtbar koaguliert, ist dies vorzugsweise das
Signal für den Operateur, dass der Bereich der Netzhaut ausreichend koaguliert ist. Wenn der Bereich, der mit dem zweithöchsten Maximum beaufschlagt wird, koaguliert, ist das Vorzugsweise ein Signal für den Operateur, schnellstmöglich mit dem Bestrahlen zu Netzhaut aufzuhören. Bevorzugt ist die Intensitätsverteilung einstellbar. Besonders bevorzugt ist das Verhältnis der verschiedenen Intensitäten des Intensitätsprofils zueinander veränderlich. Besonders bevorzugt ist auch das Verhältnis der Intensitäten des Strahls, die eine visuel- Ie bzw. unterschwellige Koagulation hervorrufen sollen, einstellbar. Dadurch kann das Intensitätsprofil derart an verschiedene Netzhäute angepasst werden, dass bei einer Operation die Bereiche, die dazu bestimmt sind, unterschwellig zu koagulieren, mit einer optimalen Intensität bestrahlt werden. Dadurch, dass die Intensität des Strahls, die eine visuelle Koagulation hervorrufen soll, unabhängig einstellbar ist, kann die Bestrahlungsdauer, die der Operateur einhalten wird, optimal angepasst werden. Die unterschwellige Koagulation kann so sicher reproduziert werden.
Eine visuelle Koagulation ist ophthalmoskopisch erkennbar. In den Bereichen der Netzhaut, in denen eine visuelle Koagulation vorliegt, sind die Rezeptoren und Nervenfasern zerstört. Ein therapeutischer Effekt wird erzielt. Der Operateur kann ophthalmoskopisch ohne weitere Hilfsmittel erkennen, welche Bereiche behandelt worden sind. Jedoch ist die Funktionsfähigkeit der Netzhaut in visuell koagulierten Bereichen zerstört.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst das Intensitätsprofil ein oder mehrere definierte Maxima, die in der Summe eine Fläche von weniger als 20 %, bevorzugt weniger als 10 %, besonders bevorzugt von we-
niger als 5 % der durch die projizierte Fläche des Strahles auf der Netzhautebene umfassten Fläche ausmachen.
Besonders bevorzugt umfasst das Intensitätsprofil damit defi- nierte Maxima, die eine höhere Intensität aufweisen, als der restliche durch den Strahl der Strahlungsquelle abgedeckte Bereich. Die Fläche, die von den Maxima in Bezug auf die gesamte bestrahlte Fläche durch den Strahl einnehmen, beträgt dabei weniger als 20 %, bevorzugt weniger als 10 % und beson- ders bevorzugt weniger als 5 %. Auf diese Weise wird lediglich ein kleiner Teil der bestrahlten Netzhaut verletzt, um einen optischen Nachweis der Koagulation zu liefern, während der restliche Bereich lediglich unterschwellig koaguliert und damit noch gewisse Sehfähigkeiten beibehält. Durch die Be- schränkung der mit den Maxima bestrahlten Flächen kann damit der Anteil der durch die Koagulation nicht vollständig zerstörten Netzhaut innerhalb der bestrahlten Fläche vorbestimmt werden. Wenn mehrere Maxima in dem Intensitätsprofil umfasst sind, wird die Fläche durch die Summe der entsprechenden Ma- xima gebildet.
Durch die Wahl von mehr als einem Maximum können bevorzugt der Mittelpunkt des auf die Netzhaut gerichteten Strahlbereiches der spezielle Eckpunkte der bestrahlten Fläche gekenn- zeichnet werden — auf diese Weise ist dann eine visuelle Ü- berprüfung auch des bereits bestrahlten Bereichs der Netzhaut möglich. So können beispielsweise vier Maxima im gleichen Abstand auf den äußeren Rand der als Kreisfläche ausgebildeten Bestrahlungsfläche dargestellt werden, die dann die Bestrah- lung in diesem speziellen Bereich visualisieren.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Intensität des mindestens einen Ma-
ximums in einem festen Verhältnis zur Intensität des Restbereiches des Intensitätsprofils einstellbar.
Durch dieses weitgehend feste Verhältnis zur Intensität des Maximums zum Restbereich des Intensitätsprofils wird bevorzugt eine definierte Beziehung zwischen dem Grad der erreichten Koagulation zwischen den mit Maxima bestrahlten Bereichen und dem übrigen Bereich vordefiniert. Auf diese Weise ist es möglich, eine gleichmäßige vorbestimmte Dosis der Strahlung auf die Netzhaut zu applizieren, die eine unterschwellige Koagulation bewirkt. Die nun auftretenden visuellen Koagulationspunkte, die durch die Maxima erzeugt werden, dienen damit dem Nachweis, dass eine vorbestimmte Dosis gleichmäßig auf den Rest der bestrahlten Fläche eingewirkt hat.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung reicht die Intensität der Maxima zur visuell sichtbaren Koagulation aus, während die Intensität des Restbereiches des Intensitätsprofils weniger als 80%, bevorzugt weniger als 60 %, insbesondere bevorzugt weniger als 50 % der Intensität der Maxima beträgt.
Die Intensität der Maxima wird bevorzugt so ausgewählt, dass sie zur visuellen Kontrolle der Koagulation ausreichen, wäh- rend die Intensität des Restbereiches des Intensitätsprofils weniger intensiv bestrahlt wird. Durch diesen Unterschied in der Bestrahlungsintensität kann eine Bestrahlung optisch ü- berprüft bzw. detektiert werden, wobei für den Bereich außerhalb des Maximums eine feste Beziehung bezüglich der Bestrah- lungsintensität gilt. Auf diese Weise kann bei einer Bestrahlung mit einem vorgewählten Verhältnis zwischen Maximum und Rest davon ausgegangen werden, dass bei Erreichen der optischen Koagulation der Restbereich mit einem speziellen (optisch nicht direkt verifizierbaren) Dosis bestrahlt worden
ist. Dieses Verhältnis kann auch individuell an die Gegebenheiten des speziellen Patienten angepasst werden, so dass bei dem einen Patient ein anderes Verhältnis hergenommen wird, als dies bei einem anderen Patienten erforderlich ist. Dieses Verhältnis kann in einer Voruntersuchung testweise ermittelt werden. Besonders bevorzugt geschieht dies in einem Kalibriermodus vor der eigentlichen Behandlung. Die so gewonnenen Verhältnisse zwischen dem Maximum einerseits und der Dosis zur Bestrahlung der Restfläche andererseits wird dann bevor- zugt patientenspezifisch beibehalten. Eine solche Kalibrierung erfolgt besonders bevorzugt in einem Netzhautbereich, der für das eigentliche Sehen nicht besonders ausschlaggebend ist.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weisen verschiedene Maxima voneinander unterschiedliche vordefinierte Intensitäten auf.
Durch die Ausbildung verschiedener Maxima mit unterschiedli- chen vordefinierten Bestrahlungsintensitäten ist es möglich, die Bestrahlung nochmals genauer anzupassen. So kann durch die Wahl von beispielsweise drei Maxima eine Behandlung derart ausgerichtet sein, dass nach dem visuellen Erscheinen von zwei Maxima die Bestrahlung eingestellt wird — das Auftreten eines Maximum ist damit ein Anzeichen für den Operateur, dass die Dosis noch erhöht werden kann, während das Vorliegen von drei Maxima das Zeichen für den Operateur ist, die Behandlung nun spätestens zu beenden. Durch die Wahl entsprechender Abstufungen zwischen den Maxima kann damit eine zusätzliche op- tische Hilfe zum Fortschritt der Bestrahlung des entsprechenden Gebiets gegeben werden.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Intensitätsprofil statisch oder dynamisch erzeugbar.
Die Erzeugung eines Intensitätsprofils kann einerseits statisch oder aber auch dynamisch erfolgen. Eine statische Realisierung des Intensitätsprofils kann beispielsweise durch entsprechende Optiken, Linsensysteme oder Freiformflächen erfolgen, über die der Strahl über die gesamte Zeit der Behand- lung in seiner Intensität konstant gehalten wird. Es kann sich hierbei auch um eine Reihe von sehr kurzen Pulsen handeln, die durch entsprechende Optiken in ihrem Intensitätsprofil geformt werden.
Genauso ist es denkbar, das Intensitätsprofil dynamisch zu erzeugen. Ein dynamisches Erzeugen eines Intensitätsprofils kann beispielsweise durch einen zeitlichen Verlauf der Intensität des Strahles erfolgen, so dass durch ein Ansteigen der Intensität in speziellen Bereichen der durch den Strahl auf die Netzhaut projizierten Fläche eine erhöhte Dosierung und damit ein entsprechendes Profil aufgebracht werden kann. So ist es beispielsweise auch möglich, durch Scanner oder Blenden, diffraktive Optiken oder digitale Spiegelvorrichtungen den Intensitätsverlauf einer Bestrahlung über die Zeit zu än- dern, so dass nur an speziellen vordefinierten Bereichen ein höheres Intensitätsprofil appliziert wird, als in den übrigen Bereichen.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorlie- genden Erfindung umfasst die Strahlmodifikationseinrichtung eine Blende mit einem definierten Profil.
Durch eine Blende mit einem definierten Profil kann durch Zuschalten der Blende oder durch teilweise Absorption des
Strahls innerhalb der Blende ein entsprechendes Intensitätsprofil vorgegeben werden. Besonders bevorzugt sind hierbei mikrostrukturierte Beschichtungen auf beispielsweise einem Glassubstrat. Durch derartige Beschichtungen ist es möglich, bestimmte Intensitätsprofile durch Absorption des Strahles bzw. Ausblenden von Teilstrahlen zu erzeugen.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind die Maxima auf einem konzentrischen Ring rund um den Mittelpunkt der projizierten Fläche des Strahles auf der Netzhautebene einstellbar.
Durch die räumliche Ausgestaltung der Maxima auf der projizierten Fläche lassen sich geometrisch einfach erfassbare Fi- guren darstellen, die bei der optischen Kontrolle nicht nur das Erreichen der optischen Koagulation visualisieren, sondern gleichzeitig noch den Bereich markieren, in dem die nicht sichtbare Bestrahlung des Restbereiches stattgefunden hat. So ist es beispielsweise möglich, durch kreisförmige Segmente oder einen Vollkreis den Bereich darzustellen, in dem eine Koagulation stattgefunden hat. Ebenso ist es möglich, durch verschiedene Maxima auf einem Kreis punktweise den Bereich zu markieren, der insgesamt bestrahlt worden ist. Durch beispielsweise die Markierung von drei Maxima auf einem Kreisumfang lässt sich somit bereits zuverlässig angeben, in welchem (Rest-)Bereich eine Bestrahlung stattgefunden hat.
Besonders bevorzugt wird ein konzentrischer Ring rund um den Mittelpunkt der Bestrahlungsfläche gewählt. Daneben ist es auch möglich, keilförmige Figuren zu realisieren.
In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind die Maxima zeitlich veränderbar in einem Kalibriermodus erzeugbar.
Besonders bevorzugt kann durch die Variation der Intensität der Bestrahlung in einem Kalibriermodus vor der eigentlichen Behandlung erkannt werden, bei welcher Leistungsdichte die Koagulationsschwelle überschritten wird. Die nachfolgenden Koagulationen zur Behandlung der weiteren Netzhaut werden dann im unterschwelligen Bereich mit homogenem Spot bzw. bestrahlter Fläche durchgeführt. Damit wird lediglich im Kalibriermodus ein beispielsweise keilförmiger Intensitätsabschwä- eher in den Strahlengang eingeschwenkt. Dieser kann bevorzugt als Graukeil, dielektrische Verlaufsbeschichtung, ein mikrooptisch diffraktives oder refraktives Element oder auch mit Hilfe aktiver Elemente wie Digital Mirror Devices (DMD) etc. realisiert werden. Dieser Kalibrierschritt kann in der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung bevorzugt wiederholt an verschiedenen Stellen ausgeführt werden. Besonders bevorzugt wird der Kalibrierschritt immer am Beginn einer Behandlung durchgeführt und bei Bedarf bei zum Beispiel signifikant anders absorbierenden Netzhautrealen zwischendurch wiederholt. Beson- ders bevorzugt wird die Kalibrierung an funktionell weniger wichtigen Netzhautarealen durchgeführt, während die reine unterschwellige Koagulationsbehandlung in funktionell wichtigen Netzhautarealen durchgeführt wird.
Durch diese erfindungsgemäße Vorrichtung ist die Netzhautbehandlung mit der Sicherheit einer Kalibrierung ermöglicht, die zudem dem Operateur den Grad der unterschwelligen Koagulation über die Leistungseinstellung wählbar ausgestaltet. Durch eine derartige Möglichkeit der Kalibrierung der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung wird damit eine Vorrichtung zur Koagulation bereitgestellt, die eine besonders schonende Bestrahlung und Behandlung der Netzhaut bietet.
Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung eine Darstellungseinrichtung, durch die mindestens eine Markierung darstellbar ist. Unterschwellig koagulierte Bereiche sind für einen Operateur nicht sichtbar. Indem sie mit einer Markierung verse- hen werden, können einem Operateur die Positionen dieser Bereiche angezeigt werden. Dadurch können Bereiche der Netzhaut so markiert werden, dass die Markierungen einem Operateur bei einer Operation als Gedankenstütze dienen.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation der Netzhaut derart, dass die Koagulation nur an einer oder wenigen Stellen des Koagulationsspots zur visuellen Koagulation ausreicht, kann die Darstellungseinrichtung durch die mindestens eine Markierung darstellbar ist, zur zu- sätzlichen Darstellung von Koagulationsspots eingesetzt werden. Daher kann ein Operateur während und nach der Behandlung ophthalmoskopisch noch besser erkennen, an welchen Stellen der Netzhaut eine Koagulation vorliegt. Dadurch verliert der Operateur während der Behandlung den Überblick über die be- handelten Stellen der Netzhaut nicht. Sonst bestünde etwa die Gefahr, dass der Operateur einzelne Stellen mehrfach behandelt, oder Bereiche, die behandelt werden müssten, unbehandelt lässt. Wenn die Behandlung in mehreren Sitzungen durchgeführt wird, oder mehrere Operateure nacheinander arbeiten, ist es für den Operateur noch besser, den Überblick über die behandelten Stellen zu behalten. Es entfällt damit das Erfo- dernis, dass sich ein Operateur die behandelten Stellen merkt und nach dem Eingriff auf einem Formular notiert.
Als Darstellungseinrichtung wird bevorzugt eine Computeranimation eingesetzt. In einer Computeranimation können Markierungen mit einem bestimmten Abstand zueinander angezeigt werden. Dabei können eine 3D-Computergrafik oder eine 2D- Computergrafik eingesetzt werden. Eine 2D-Computergrafik wird
bevorzugt als Vektorgrafik erstellt. Diese besteht aus geometrischen Formen, und ist daher beliebig skalierbar. Eine 2D-Computergrafik könnte auch als Rastergrafik vorliegen. Rastergrafiken bestehen aus Punkten, die sich mit Qualitäts- Verlusten skalieren lassen. Kompliziertere Bilder lassen sich mit Rastergrafiken noch besser beschreiben.
Vorzugsweise werden die Positionen der unterschwelligen koagulierenden Laserspots durch eine Kamera während der Koagu- lation erfasst, einem Computer zugeführt, welcher das Bild der koagulierten Netzhaut zum Zeitpunkt der Laserauslösung mit einem zuvor getrennt gewonnenen Bild der Netzhaut registriert und dort die Position der Laserkoagulation und ihres Spotdurchmessers speichert. Diese Position kann entweder auf einem separaten Bildschirm dargestellt, in das Applikationssystem eingeblendet oder auf die Netzhaut projiziert werden.
Bevorzugt ist auch, die Koordinaten des LaserScanners einem Computer zuzuführen, der daraus die Position der Laserkoagu- lation bestimmt.
Vorzugsweise umfasst die Darstellungseinrichtung eine Ausgabeeinrichtung. Als Ausgabeeinrichtung können Einrichtungen eingesetzt werden, die geeignet sind, Markierungen zu visua- lisieren. Die Ausgabe der Markierungen kann temporär oder permanent erfolgen. Vorzugsweise ist die Ausgabeeinrichtung dazu eingerichtet, Markierungen in verschiedenen Farben anzuzeigen. Besonders bevorzugt sind Ausgabeeinrichtungen, die Markierungen dreidimensional darstellen können. Besonders be- vorzugt sind auch Ausgabeeinrichtungen, die Markierungen bewegt darstellen können. Als Ausgabeeinrichtung wird vorzugsweise ein Bildschirm, bevorzugt ein Farbbildschirm verwendet. Als Bildschirme können beispielsweise Kathodenstrahlröhrenbildschirme, Flüssigkristallbildschirme oder Plasmabildschir-
me verwendet werden. Als Ausgabeeinrichtung können auch Einrichtungen zum Erzeugen von Hologrammen, Drucker oder Plotter eingesetzt werden.
Als Ausgabeeinrichtung wird vorzugsweise auch ein Ophthalmoskop eingesetzt, in das Markierungen eingeblendet werden. Die Markierungen können sowohl in ein direktes Ophthalmoskop als auch in ein indirektes Ophthalmoskop eingeblendet werden. Ein direktes Ophthalmoskop enthält ein Beleuchtungssystem, ein BeobachtungsSystem und Korrektionslinsen, und ist so eingerichtet, dass ein Untersucher ein Patientenauge direkt, ohne dass ein Zwischenbild erzeugt wird, betrachten kann.
Vorzugsweise werden die Markierungen in ein indirektes Ophthalmoskop eingeblendet. Bei einem indirekten Ophthalmoskop wird ein Zwischenbild erzeugt, das vom Untersucher betrachtet wird. Hierbei wird mit einer Lichtquelle, die aus ca. 50 cm Entfernung auf das Patientenauge gerichtet ist, und einer Lupe, die ca. 2 bis 10 cm von dem Patientenauge ent- fernt gehalten wird, die Netzhaut betrachtet.
Vorzugsweise werden die Markierungen auf die Netzhaut projiziert. Ein Operateur kann die Markierungen auf diese Weise zusammen mit der Netzhaut ophthalmoskopisch betrachten.
Markierungen sind bevorzugt gut erkennbar. Als Markierungen können beispielsweise Lichtpunkte angesetzt werden. Es können verschieden geformte, unterschiedlich gefärbte, dreidimensionale, blinkende oder sich bewegende Markierungen eingesetzt werden.
Eine dreidimensionale Anzeige der Markierungen wird vorzugsweise durch die Anzeige von zwei Halbbildern beziehungsweise einem Bildpaar in stereoskopischer Anordnung oder mit Stereo-
skopischer Bildinformation erreicht. Im Folgenden wird zur Vereinfachung ausschließlich die Bezeichnung „Halbbilder" verwendet. Damit ist jedoch jeweils auch ein Bildpaar in stereoskopischer Anordnung oder mit stereoskopischer Bildinfor- mation gemeint. Jedes der beiden Halbbilder wird einem Auge zugänglich gemacht. Dies kann durch Einblenden der Halbbilder in die entsprechenden Strahlengänge einer Spaltlampe bzw. eines Ophthalmoskops, oder durch die Betrachtung der Halbbilder mit einem Hilfsmittel, das jedes der beiden Halbbilder einem bestimmten Auge zugänglich macht, erreicht werden. Die Hilfsmittel können beispielsweise auf Farbfiltern, Polfiltern oder dem abwechselnden Abdecken eines Auges beruhen. Bei einer Projektion der Markierungen auf die Netzhaut wird vorzugsweise die Fokuslage der projizierten Markierungen an die ge- krümmte Netzhaut angepasst.
Vorzugsweise ist durch eine Markierung eines ersten Typs ein Bereich der Netzhaut, der mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt worden ist, kennzeichenbar. Dadurch ist es für den Operateur einfach, den Überblick über behandelte Bereiche zu behalten.
Als Markierung eines ersten Typs kann eine Markierung wie o- ben beschrieben eingesetzt werden.
Die Darstellungseinrichtung ist bevorzugt dazu eingerichtet, Bereiche der Netzhaut, die dafür vorgesehen sind, mit dem Strahl behandelt zu werden, mit einer Markierung eines zweiten Typs zu kennzeichnen. Der Operateur kann sich so auf ein- fache Weise einen Überblick über die Stellen der Netzhaut verschaffen, deren Behandlung geplant ist.
Als Markierung eines zweiten Typs kann ebenfalls eine Markierung wie oben beschrieben eingesetzt werden. Wenn Markierun-
gen verschiedener Typen gleichzeitig eingesetzt werden, unterscheiden sich die Markierungen bevorzugt deutlich voneinander. Dies kann beispielsweise durch das Wählen von unterschiedlichen Farben, Formen, eine unterschiedliche Größe, Ge- ometrie oder sich über die Zeit ändernde visuelle Merkmale erreicht werden. Es ist auch möglich, dass eine Markierung des zweiten Typs blinkend gezeigt wird und nach der Behandlung als Markierung ersten Typs in gleicher Weise permanent angezeigt wird. Ebenso könnte eine Markierung eines zweiten Typs, wenn der entsprechende Bereich der Netzhaut behandelt worden ist, gedreht angezeigt werden.
Insbesondere wird es bevorzugt, wenn die Darstellungseinrichtung eingerichtet ist, die Markierung mit einem Hintergrund- bild zu hinterlegen. Dadurch kann die Position der Markierung eindeutig bestimmt werden.
Das Hintergrundbild sollte die Orientierung des Operateurs über die Markierungen erleichtern. Dies wird vorzugsweise durch die Verwendung eines deutlich strukturieren Hintergrundbildes, durch das der Hintergrund in einzelne Bereiche unterteilt wird, oder eine Darstellung einer Netzhaut erreicht werden. Dazu kann beispielsweise ein Foto, eine Grafik, ein Film oder eine Animation angesetzt werden. Vorzugs- weise lässt das Hintergrundbild die Markierungen deutlich hervortreten. Dazu können Hintergrundbild und Markierungen beispielsweise in Komplementärfarben vorgesehen werden. Vorzugsweise werden verschiedene Hintergrundbilder abwechselnd hinter den Markierungen gezeigt.
Besonders bevorzugt ist es, als Hintergrundbild ein Koordinatensystem einzusetzen. So wird die Lage der einzelnen Markierungen auf einfache Weise eindeutig bestimmt.
Als Koordinatensystem könnte beispielsweise ein kartesisches Koordinatensystem oder ein Polarkoordinatensystem gewählt werden.
Besonders bevorzugt ist die Verwendung einer Fundusaufnähme als Hintergrundbild. Dadurch ist es für einen Operateur besonders leicht, die Markierungen gedanklich auf das ihm vorliegende reale Fundusbild zu übertragen.
Als Fundusaufnähme wird bevorzugt eine Aufnahme der Netzhaut des zu behandelnden Patienten eingesetzt. Es könnte auch eine Aufnahme einer anderen Netzhaut eingesetzt werden. Dadurch könnte der Operateur die Netzhaut des zu behandelnden Patienten mit einer anderen Netzhaut vergleichen. Vorzugsweise wer- den die Aufnahmen von verschiedenen Netzhäuten nacheinander gezeigt.
Besonders bevorzugt ist das Hintergrundbild dreidimensional. Dadurch kann das Hintergrundbild an die Netzhaut angepasst werden. Die Lage der Markierungen kann so besonders genau wiedergegeben werden. Für den Operateur ist es so besonders einfach, die Markierungen gedanklich in die Realität zu übertragen.
Ein dreidimensionales Hintergrundbild ist ein Bild, das dem Betrachter für jeden Punkt des Bildes zusätzlich eine Tiefeninformation liefert. Vorzugsweise besteht ein dreidimensionales Hintergrundbild aus zwei Halbbildern, die direkt oder mit geeigneten Hilfsmitteln so betrachtet werden können, dass je- des nur von einem Auge wahrgenommen wird. Eine bevorzugte
Möglichkeit, das Bild mit Hilfsmitteln zu betrachten, besteht darin, die beiden Fotos unterschiedlich einzufärben und mit einer Farbfilterbrille zu betrachten. Die Farben und Farbfilter werden dabei so gewählt, dass jeweils ein Halbbild durch
einen Farbfilter gesehen werden kann. Eine weitere Möglichkeit, jedem Auge ein bestimmtes Halbbild sichtbar zu machen ist die Polarisationsfiltertechnik. Hierbei werden die beiden Halbbilder vorzugsweise mit Projektoren auf die gleiche Stel- Ie projiziert. Dabei befinden sich jeweils um 90° verdrehte Polfilterfolien vor den Projektionsobjektiven. Der Betrachter betrachtet das projizierte Bild durch eine Polfilterbrille, in der Polfilterfolien entsprechend vorgesehen sind. Bevorzugt werden 3D-Bilder mit einer Shutterbrille betrachtet. Da- für wird beispielsweise von einem Monitor abwechselnd das Bild für das rechte und das linke Auge gezeigt. Die Shutterbrille deckt entsprechend abwechselnd das rechte und linke Auge ab .
Besonders bevorzugt ist das Hintergrundbild ein Lifebild. Dadurch kann der Operateur Veränderungen, die während der Operation auftreten zusammen mit den Markierungen betrachten.
Als Lifebild wird vorzugsweise das aktuelle Bild der Netzhaut des Patienten gezeigt.
Bevorzugt ist die Darstellungseinrichtung dazu eingerichtet, eine Anzahl der Bereiche der Netzhaut, die mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt worden sind, anzuzeigen. Der Ope- rateur kann sich so schnell ein Bild davon machen, wie viele Bereiche der Netzhaut er behandelt hat.
Diese Anzahl wird bevorzugt in einer Ecke angezeigt. Dadurch wird die Darstellung der Markierungen wenig beeinträchtigt.
Diese Anzahl wird bevorzugt als Zahl oder als Strichliste angezeigt. Die Zahl wird vorzugsweise aufsteigend angezeigt. Es ist aber auch möglich, am Anfang der Operation die Anzahl der
geplanten Behandlungsbereiche anzuzeigen und während der Operation herunter zu zählen.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Darstellungseinrichtung da- zu eingerichtet ist, Markierungen und deren Abarbeitung online zu zeigen. So kann sich ein Operateur während der Operation jederzeit über den aktuellen Stand informieren.
Dabei wird die Information, dass eine Markierung gesetzt wer- den soll, beim Behandeln der Netzhaut direkt an die Darstellungseinrichtung geleitet.
Zum Bestimmen der Bereiche, die markiert werden sollen, kann beispielsweise ein Rechner die Information bekommen, dass ein Strahl auf die Netzhaut gerichtet worden ist. Zusammen mit dieser Information könnten Ausgangsort und Richtung des Strahls angegeben werden. Aus diesen drei Informationen kann der Rechner den Punkt bestimmen, an dem in der Netzhaut ein Koagulationspunkt vorliegt. Daraufhin kann der Rechner die Darstellungseinrichtung veranlassen, hier eine Markierung zu zeigen.
Die zu markierenden Bereiche können auch durch eine Kamera, die die Netzhaut während der Behandlung erfasst, und einen Rechner, der anhand der erfassten Bilder die behandelten Bereiche erkennt, bestimmt werden. Die Kamera könnte beispielsweise an einer Laserspaltlampe oder einer Spaltlampe mit Laserlink befestigt sein.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Vorrichtung mit einer Speichereinrichtung zum Speichern der Markierungen, der Fundusaufnahme und/oder des Koordinatensystems versehen ist. Bei einer erneuten Behandlung können die Markierungen so wieder eingeblendet werden.
Als Speichermedium können beispielsweise Halbleiterspeicher wie Flashspeicher, magnetische Speicher, wie Festplatten, oder optische Speicher, wie CD's, verwendet werden.
Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Photokoagulation der Netzhaut, wobei eine Darstellungseinrichtung unterschwellig koagulierte Bereiche der Netzhaut darstellt.
Bevorzugt weist die Darstellungseinrichtung eine Strahlmodifikationseinrichtung auf, über die ein Strahl einer Strahlungsquelle mit einem verteilten Intensitätsprofil auf die Netzhaut gerichtet wird, wodurch eine visuell erkennbare Koagulation nur in Bereichen eines Maximums des Intensitätspro- fils erkennbar wird.
Vorzugsweise markiert die Darstellungseinrichtung unterschwellig koagulierte Bereiche der Netzhaut.
Bevorzugt weist die Darstellunseinrichtung eine Kamera auf, durch die Bereiche der Netzhaut, die mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt werden, erfassbar sind. So sind die behandelten Bereiche auf einfache Weise erfassbar.
Als Kamera wird vorzugsweise ein Gerät eingesetzt, das Bilder als stille Bilder oder bewegte Bilder erfassen kann.
Die Kamera ist vorzugsweise eine Fotokamera. Die Fotokamera macht vorzugsweise zu dem Zeitpunkt, zu dem die Netzhaut mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt wird, ein Bild der Netzhaut. Dadurch wird jeweils genau die Information erfasst, die für einen Operateur interessant ist. Als Fotokamera kann beispielsweise eine Digitalkamera oder eine Analogkamera eingesetzt werden. Der Einsatz einer Digitalkamera hat den Vor-
teil, dass die Bilder von einem Rechner sofort weiterverarbeitet werden können. Der Einsatz einer Analogkamera hat den Vorteil, dass die Bilder auf einem Fotofilm besonders gut erfassbar sind.
Besonders bevorzugt ist die Kamera eine Filmkamera. Mit der Filmkamera wird die Netzhaut vorzugsweise vom Anfang bis zum Ende einer Operation aufgenommen. Dadurch wird noch besser sichergestellt, dass von allen Behandlungen der Netzhaut wäh- rend einer Operation ein Bild vorhanden ist. Vorzugsweise wird als Kamera eine elektronische Kamera eingesetzt. Dadurch können die erfassten Bilder qualitativ hochwertig erfasst werden. Besonders bevorzugt wird als Kamera eine Videokamera eingesetzt. Dadurch können die Bilder kostengünstig erfasst werden.
Vorzugsweise weist die Darstellungseinrichtung einen Rechner auf, durch den die Bereiche der Netzhaut, die mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt worden sind, in einem Koordi- natensystem oder einer Fundusaufnähme markierbar sind. In einen Rechner Computer kann die Information, dass ein Bereich der Netzhaut mit dem Strahl der Strahlungsquelle behandelt worden ist, beispielsweise in Form eines Bildes oder durch die Angabe von Koordinaten eingegeben werden. Diese Informa- tion kann ein Rechner dann verarbeiten und ausgeben. Zur Ausgabe kann ein Rechner die Bereiche in einem Koordinatensystem oder auf einer Fundusaufnahme markieren. Als Rechner wird vorzugsweise eine elektronische Schaltung, besonders bevorzugt ein Computer eingesetzt.
Bevorzugt ist der Rechner derart eingerichtet, dass Markierungen in den Beobachtungsstrahlengang eines Operateurs einblendbar sind. So werden einem Operateur die Markierungen auf besonders komfortable Weise angezeigt. Der Beobachtungs-
strahlengang eines Operateurs, in den die Markierungen eingeblendet werden, befindet sich vorzugsweise in einer Spaltlampe, besonders bevorzugt in einem Ophthalmoskop. In eine Spaltlampe kann eine Markierung auf besonders einfache Weise eingeblendet werden. Die Einblendung in ein Ophthalmoskop ist besonders zweckmäßig, da bei Laseroperationen üblicherweise Ophthalmoskope eingesetzt werden.
Die Erfindung soll nun anhand von Figuren veranschaulicht werden, in denen weitere vorteilhafte Ausführungsformen dargestellt sind. In den Figuren zeigt:
Fig. 1 eine schematische Aufsicht auf eine projizierte
Fläche und Schaubilder zur Intensitätsverteilung;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Intensitätsprofils auf einer projizierten Fläche;
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbei- spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation;
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Strahlmodifikationseinrichtung;
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines Diagramms mit einem Intensitätsprofil und zweier Beispiele projizierter Flächen;
Fig. 7 eine schematische Darstellung von Markierungen ex- nes ersten und eines zweiten Typs und
Fig. 8 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation.
In Fig. 1 ist mit A eine projizierte Fläche 12 dargestellt, auf der ein Intensitätsmaximum 16 umfasst ist. Das homogene Intensitätsprofil des Laserspots hat damit einen Bereich höherer Intensität 16, welcher bei der Koagulation visuell er- kannt werden kann. In der Abbildung A ist die Intensitätsverteilung in der Draufsicht auf die projizierte Fläche 12 auf einer Netzhautebene dargestellt. Das dunkle Maximum 16 weist auf eine hohe BeStrahlungsintensität hin.
In der Abbildung Bl ist das Intensitätsprofil entlang eines Schnitts durch den in Abbildung A dargestellten Spot entlang der angedeuteten Mittellinie dargestellt. Die Intensität ist in diesem Querschnitt über eine große Fläche hin niedrig und konstant und wächst im Bereich des Maximums 16 an. Es handelt sich bei der Abbildung Bl um eine ideale Intensitätsverteilung, wie sie auf der Netzhaut dargestellt sein soll.
In der Realität kann es aufgrund der thermischen Leitung in der Retina bzw. Netzhaut angezeigt sein, eine von diesem Ide- alfall abweichende Intensitätsverteilung zu berechnen, die im Ergebnis dann zu einer Intensitätsverteilung auf der Netzhaut nach den thermischen Ausgleichseffekten realisiert wird. Es kann also beispielsweise nötig sein, ein entsprechendes Maximum benachbart an einem Minimum zu legen, das unter der er- wünschten BeStrahlungsintensität bleibt, da thermische Ausgleichseffekte mitberücksichtigt werden, die von dem angestrebten Maximum aus noch nachwirken.
Die Netzhaut ist nun nur an der Stelle des Maximums 16 zerstört. Diese Stelle dient zur Dosiskontrolle. Im Restbereich der bestrahlten Fläche 12 bleibt die Koagulation unterschwellig, d.h. die Netzhaut bleibt in ihrer Funktion weitgehend erhalten.
In Fig. 2 ist eine projizierte Fläche 12 dargestellt, auf der mehrere Intensitätsmaxima 16.1 bis 16.4 abgebildet sind. Die Intensitätsmaxima 16.1 bis 16.4 sind entlang der kreisrunden projizierten Fläche 12 an deren Umkreis angeordnet. Durch diese Maxima 16.1 bis 16.4 wird damit nicht nur das Erreichen der Bestrahlungsintensität signalisiert sondern auch der Ort markiert, an dem die projizierte Fläche appliziert wurde. Auch hier dominiert die Fläche der unterschwelligen Koagula- tion (gestrichelt eingezeichnet), während die einzelnen Maxima 16i nur einen kleinen Teil der Fläche einnehmen. Es ist auch möglich, drei Maxima zu wählen, die auf der Kreisebene angeordnet ebenfalls den Bereich der projizierten Fläche 12 visualisieren. Ebenfalls ist es denkbar, dass ein Maximum ringförmig weitgehend durchgehend angeordnet ist, wobei der Ring bevorzugt um den Mittelpunkt der projizierten Fläche 12 angeordnet ist. Die in Fig. 2 abgebildeten vier Punkte könnten damit, wenn sie miteinander auf einem Kreis verbunden würden, einen derartigen Ring darstellen. Auf diese Weise kann der eigentliche Ort der Koagulation nach der Behandlung gut erkannt werden, obwohl die unterschwellige Koagulation optisch nicht dargestellt werden kann. Dadurch wird eine spätere Nachbehandlung und Lokalisierung bereits koagulierter Stellen vereinfacht. Bevorzugt kann das Maximum damit auch als Ring oder in Form eines Donut-Profils realisiert werden. Gerade bei kleineren Spots wird dadurch eine bessere Lokalisierung ermöglicht.
In Fig. 3 ist ein schematischer Aufbau einer Vorrichtung zur Photokoagulation 1 dargestellt. Die Vorrichtung zur Photokoagulation 1 umfasst einen Lichtwellenleiter 21 sowie ein optisches Applikationssystem 20. Das optische Applikationssystem 20 besteht aus einer ersten Linse 22.1, einer Blende 23 und einer zweiten Linse 22.2.
Eine Strahlungsquelle 10 wird an den Lichtwellenleiter 21 eingekoppelt und emittiert ein Strahl 11. Dieser Strahl 11 wird durch das optische Applikationssystem 20 geleitet und durch die erste Linse 22.1 auf die Blende 23 projiziert. Dort tritt der Strahl 11 hindurch und wird durch die zweite Linse 22.2 auf die Retina bzw. Netzhaut 5 fokussiert. Auf der Blende 23, die in diesem Fall eine mikrostrukturierte Beschich- tung auf einem Glassubstrat umfasst, wird hierdurch in der
Nähe einer Zwischenbildebene des auf die Netzhaut gestrahlten Lasers im Laserzoom ein entsprechendes Profil eingebracht. Der Strahl wird entsprechend dem hier vorgegebenen Profil geformt bzw. mit einem entsprechenden Intensitätsprofil ge- prägt. Bevorzugt ist die Blende 23 austauschbar, so dass verschiedene Profile in Form und Transmissionsverlauf vorgegeben werden können. Die Blende 23 kann auch steuerbare Elemente umfassen, wie kleine transmittive LCD-Panels, die ein hohes Maß an Flexibilität in der Gestaltung von Form und Intensi- tätverhältnissen erlauben. Hierbei kann bevorzugt die Zwischenbildebene nochmals aufgeweitet werden, damit durch die Laserintensität die LCD-Panels nicht zerstört werden. Ebenso ist es möglich, Mikrospiegelelemente wie zum Beispiel Digital Mirror Devices (DMD) zu verwenden. Hierbei wird bevorzugt der optische Strahlengang aufgefaltet, da diese Elemente in Reflexion arbeiten. Das optische Applikationssystem 20 ist hier bevorzugt als Zoomsystem ausgebildet. Der Strahl 11 wird damit durch das über die Blende 23 aufgeprägte Profil in der
entsprechenden Intensitätsverteilung auf die Retina 5 appliziert.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation dargestellt. Hierbei ist ein Lichtwellenleiter 21 vorgesehen, über den der Strahl 11 durch eine Linse 22 gleichgerichtet wird und auf eine Freiformfläche 24 gelenkt wird, der als Umlenkspiegel ausgebildet ist. Auf der Freiformfläche ist damit ein ent- sprechendes Profil vorgegeben, das der nun umgelenkte Strahl 11 aufweist und damit ein Intensitätsprofil 15 auf der Retina 5 bewirkt, wie dies beispielhaft mit dem Bezugszeichen 15 in Fig. 4 angedeutet ist. Durch die Optik mit Freiformflächen ist damit eine weitere Möglichkeit gegeben, verschiedene In- tensitätsprofile zu erzeugen. Der Umlenkspiegel könnte auch umschaltbar ausgebildet sein. Eine nachfolgende Vergröße- rungs-/Verkleinerungsoptik könnte den Maßstab kontinuierlich verändern und damit das Profil ein- und ausschalten. Eine andere als runde Begrenzung wäre mit dieser Methode ebenfalls erzeugbar.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer möglichen Strahlmodifikationseinrichtung 25 gezeigt. Ein Lichtwellenleiter 21 weist an seinem Ende als Adapter ausgebildet eine GRIN-Optik 26 auf. GRIN steht hier als Abkürzung für "Gra- ded/Index" oder "Gradient/Index". In diesem optischen Element ist der Refraktionsindex ortsabhängig. Bei einer GRIN-Linse verändert sich der Refraktionsindex kontinuierlich als eine Funktion des Wegs in dem Medium. In der GRIN-Optik 26 in Fig. 5 werden auf diese Weise zwei kleine Maxima gebildet, die im Schnitt um den Mittelpunkt der dann bestrahlten Fläche angeordnet sind. Die Intensitätsverteilung wird damit am Ende der Faser in die gewünschte Intensitätsverteilung durch die GRIN- Optik 26 transformiert. Diese Intensitätsverteilung kann dann
durch das bisherige optische System weiter abgebildet werden und damit auf die Netzhaut 5 übertragen werden.
In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem in einem anfänglichen Kalibrierschritt ein über den Strahlquerschnitt keilförmiger Intensitätsverlauf auf der Netzhaut appliziert wird. In dem Diagramm wird die Intensitätsverteilung und dieser keilförmige Intensitätsverlauf dargestellt, der über den Durchmesser des applizierten Spots von 100 % auf 50 % Intensität abfällt. In den Abbildungen A und B werden dann projizierte Flächen 12a und 12b dargestellt, die zwei verschiedene Ergebnisse auf zwei verschiedenen Netzhäuten darstellen. Bei der Abbildung A ist zu erkennen, dass der koagulierte Bereich, der visuell erkannt werden kann, ca. 50 % der Fläche ausmacht. Dieser Bereich ist gestrichelt eingezeichnet und auf der linken Seite in Figur A zu erkennen. Die rechte Seite ist nicht erkennbar koaguliert. Unter Berücksichtigung, dass die Intensität von der linken Seite des auf die projizierte Fläche 12a wirkenden Intensitätsprofils von 100 % auf 50 % auf der rechten Seite abfiel kann gefolgert werden, dass die sichtbare Koagulation bei Intensitäten von mehr als 75 % der vorgewählten Intensität eingetreten ist. Um nun einen Wert zu wählen, bei dem keine sichtbare Koagulation auftritt, wird der Operateur einen Wert von weniger als 75 % wählen wollen.
In der weiteren bestrahlten projizierten Fläche 12b sind ca. 80 % entlang der keilförmigen Intensitätsverteilung koaguliert. Lediglich 20 % danach sind nicht koaguliert. Der Ope- rateur kann daher ablesen, dass bei seinem keilförmigen Intensitätsverlauf von 100 % auf 50 % in diesem Fall lediglich eine Intensität von weniger als 60 % gewählt werden darf, damit keine sichtbare Koagulation auftritt.
Durch diesen über den Strahlquerschnitt keilförmigen Intensitätsverlauf, der auf die Netzhaut appliziert wird, kann patientenspezifisch erkannt werden, bei welcher Leistungsdichte die Koagulationsschwelle überschritten wird. Die nachfolgen- den Koagulationen werden dann im unterschwelligen Bereich mit einem homogenen Spot durchgeführt. Lediglich im Kalibriermodus wird ein keilförmiger Intensitätsabschwächer in den Strahlengang eingeschwenkt. Dieser kann beispielsweise als Graukeil, dielektrische Verlaufsbeschichtung, mikrooptisch diffraktives oder refraktives Element oder auch mit Hilfe aktiver Elemente wie Digital Mirror Devices (DMD) erfolgen. Der Kalibrierschritt wird dabei bevorzugt am Beginn einer Behandlung durchgeführt und kann bei Bedarf — beispielsweise bei signifikant anders absorbierenden Netzhautareal — zwischen- durch wiederholt werden. Die Kalibrierung wird bevorzugt in funktionell weniger wichtigen Netzhautarealen durchgeführt, während die reine unterschwellige Behandlung in funktionell wichtigen Netzhautarealen bevorzugt eingesetzt wird.
Der Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung ist damit die unterschwellig koagulierende, therapeutisch wirksame Netzhautbehandlung mit der Sicherheit einer zuvor durchgeführten Kalibrierung, die zudem vom Operateur in dem applizierten Grad der unterschwelligen Koagulation über die vorher gewählte Leistungseinstellung wählbar ausgestaltet ist.
Mit der hier dargestellten Lösung ist damit eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitgestellt worden, mit dem schonender eine Netzhautkoagulation durchgeführt werden kann, so dass durch die Behandlung und die entsprechende Rückkopplung über visuell erkennbare Koagulationszentren die Netzhaut weitgehend in ihrer Funktion an den bestrahlten Bereichen erhalten bleiben kann.
Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung von Markierungen eines ersten und eines zweiten Typs. Dabei kennzeichnen die Markierungen eines ersten Typs Bereiche der Netzhaut, die mit einem Laser behandelt worden sind. Die Markierungen eines zweiten Typs kennzeichnen Bereiche der Netzhaut, die für eine Behandlung vorgesehen sind. Die Markierungen werden einem O- perateur bei einer Operation durch ein Ophthalmoskop angezeigt.
Die in Figur 7a gezeigte Darstellung entspricht einem Bild, das einem Operateur zu Beginn einer Operation angezeigt wird. Die in Figur 7b gezeigte Darstellung entspricht einem Bild, das während einer Operation angezeigt wird. Die in Figur 7c gezeigte Darstellung entspricht einem Bild, das einem Opera- teur am Ende einer Operation angezeigt wird.
Figur 7a zeigt ein Polarkoordinatensystem 31. Das Polarkoordinatensystem 31 kennzeichnet verschiedene Bereiche der Netzhaut eines zu behandelnden Patienten. Auf dem Polarkoordina- tensystem sind als Markierungen eines zweiten Typs, zwölf
Dreiecke verteilt. Die Dreiecke sind hier nur als Umriss angezeigt. Der Operateur würde sie durch das Ophthalmoskop als rot gefüllte Dreiecke sehen. Links neben dem Koordinatensystem sind zwei nebeneinander stehende Zahlen gezeigt. Dabei steht die linke Zahl für die Anzahl der behandelten Bereiche und die rechte Zahl für die insgesamt zu behandelnden Bereiche. Hier ist links die Zahl „0" und rechts davon die Zahl „12" gezeigt. Da Figur 7a das Bild zu Anfang der Operation zeigt, werden hier noch keine behandelten Bereiche, sondern nur zwölf zur Behandlung vorgesehene Bereiche angezeigt.
Figur 7b zeigt abweichend von Figur 7a nur fünf rote Dreiecke. An den Stellen des Koordinatensystems, an denen in Figur 7a die restlichen Dreiecke gezeigt werden, sind hier
schwarz gefüllte Quadrate als Markierungen zweiten Typs zu sehen. Die schwarz gefüllten Quadrate sind durch das Ophthalmoskop in der Farbe grün zu sehen. Links neben dem Koordinatensystem sind die Zahlen „7" und „12" gezeigt. In dem in Fi- gur 7b gezeigten Zustand sind 7 von 12 Bereichen, die zur Behandlung vorgesehen waren, behandelt worden.
Figur 7c zeigt abweichend von Figur 7b schwarz gefüllte Quadrate an den Stellen, an denen in Figur 7b die Dreiecke zu se- hen sind. Weiterhin ist in Figur 7c links neben dem Koordinatensystem zweimal die Zahl „12" angezeigt. In dem in Figur 7c gezeigten Zustand sind alle zwölf Bereiche, die zur Behandlung vorgesehen waren, behandelt worden.
Jeweils eines der in den Figuren 7a und 7b gezeigten Dreiecke wird dem Operateur blinkend angezeigt. Das blinkende Dreieck kennzeichnet einen Bereich der Netzhaut, der in einer vorab geplanten Behandlungsreihenfolge als nächstes zur Behandlung vorgesehen ist.
Das Anzeigen dieser Markierungen ermöglicht es dem Operateur, während der Operation deutlich zu sehen, welche Bereiche schon behandelt worden sind. Er kann auch sehen, welche Bereiche noch behandelt werden sollen und welcher Bereich als nächster zur Behandlung vorgesehen ist. Durch die Anzeige der Zahlen links neben dem Polarkoordinatensystem kann sich der Operateur schnell einen Überblick über den Operationsfortschritt verschaffen. Für die beiden Markierungen sind die Farben rot und grün gewählt worden, da sie gut voneinander zu entscheiden sind. Das rote Dreieck, das den Bereich kennzeichnet, der als nächster zur Behandlung vorgesehen ist, blinkt, weil es so besonders auffällig ist. Außerdem ist dies eine Möglichkeit, deutlich zu machen, dass der damit markierte Bereich zu der Gruppe der noch nicht behandelten Bereiche
gehört, und ihn trotzdem hervorzuheben. Für das Polarkoordinatensystem 30 ist die Farbe Schwarz gewählt worden, da es so gut sichtbar ist, aber die Aufmerksamkeit des Operateurs nicht von den roten Dreiecken 27 und den grünen Quadraten 28 ablenkt .
Figur 8 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Photokoagulation. Auf der rechten Seite ist ein Auge eines Patien- ten 32 dargestellt. Über einen Beobachtungsstrahlengang 39 ist ein Auge eines Operateurs bzw. eines behandelnden Arztes 38 auf die Netzhaut bzw. Retina 5 des Auges 32 gerichtet. Ü- ber eine erste Umlenkeinrichtung 34 ist ein Laser 10 auf die Netzhaut 5 gerichtet. Über eine zweite Umlenkeinrichtung 36 ist eine Kamera 35 auf die Netzhaut 5 gerichtet. Die Kamera 35 ist hier an einer nicht gezeigten Laserspaltlampe bzw. einer Spaltlampe mit Laserlink angebracht. Die Kamera 35 ist mit einem Rechner 37 verbunden. Der Rechner 37 weist eine Verbindung zu dem Beobachtungsstrahlengang 39 auf.
Die Netzhaut bzw. Retina 5 wird bei der Operation bzw. der Behandlung über die zweite Umlenkeinrichtung 36 von der Kamera 35 beobachtet. Dadurch wird ein Live-Bild von der Retina erzeugt. Das Live-Bild wird an den Rechner 37 weitergeleitet. Anhand dieser Information detektiert der Rechner 37 automatisch die Lage behandelter Bereiche der Netzhaut bzw. des Behandlungspunktes oder behandelte Gebiete zum Zeitpunkt der Bestrahlung mit dem Laser 10 bzw. des Laserschusses. Die de- tektierte Lage des Behandlungspunktes bzw. der Ort der Be- handlung wird dann in einem Koordinatensystem bzw. einem Standard Orientierungssystem oder einer Fundusaufnähme des Patienten markiert, bzw. eingezeichnet. Dies ist in diesem Ausführungsbeispiel dadurch realisiert, dass das Standard-
Orientierungssystem für die Retina mit einer Fundusaufnahme des Patienten live überlagert wird.
Durch den Rechner 37 wird die Markierung bzw. der Punkt oder die Einzeichnung in den Beobachtungsstrahlengang 39 des be- handelnden Arztes 38 eingeblendet bzw. eingespiegelt. Zusätzlich wird das Koordinatensystem bzw. Standard Orientierungssystem in den Beobachtungsstrahlengang 39 eingeblendet. Außerdem werden die aktuell getätigte Schusszahl 30 und weitere Behandlungsparameter in einer Ecke des Sehfeldes eingeblen- det.
Bei der hier dargestellten Behandlung sind bereits behandelte Bereiche in den Rechner 37 eingelesen worden und mit der live Fundusaufnähme bzw. einer neuen Fundusaufnähme überlagert worden. Bereiche der Netzhaut 5, die für eine Behandlung vorgesehen worden waren, bzw. Laserherde, die vor der Behandlung mit Hilfe einer Fundusaufnahme geplant worden sind, werden während der Operation bzw. Behandlung in den Beobachtungsstrahlengang eingeblendet. Bei späteren Behandlungen werden weitere Behandlungspunkte in die Fundusaufnahme bzw. das Bild eingeblendet. Zur Unterscheidung der Markierungen für verschiedene Behandlungen und für die Behandlungsplanung sind die Markierungen farblich kodiert und weisen verschiedene Formen auf. Markierungen für die Behandlungsplanung sind als rote Kreuze dargestellt. Bei der laufenden Behandlung behandelte Bereiche werden mit grünen Kreisen markiert. Bereiche, die bei vorherigen Operationen behandelt worden sind, werden mit schwarzen Punkten markiert.
Nach der Behandlung werden die Markierungen bzw. das aufgezeichnete Behandlungsmuster oder die Behandlungsorte von dem Rechner 37 in einer Patientendatenbank abgespeichert.
Dadurch, dass die behandelten Orte abgespeichert werden, können sie bei einer späteren Behandlung wieder aufgerufen und erneut eingeblendet werden. Ein Operateur kann sich so einen Überblick über sämtliche an einem Auge 32 vorgenommenen Be- handlungen verschaffen. Ein Wechsel des Operateurs ist auf diese Weise problemlos möglich.
Dadurch, dass eine markierte Fundusaufnähme bzw. ein markiertes Standard Orientierungssystem mit dem aktuellen Fundusbild mitgeführt wird, erhält ein Operateur ständig eine Rückmeldung über die Lage der behandelten Bereiche bzw. die Positionen der bereits gesetzten Schüsse. Der Operateur hat so jederzeit einen aktuellen Überblick über bereits behandelte Bereiche.
Die Erfassung der behandelten Bereiche mit einer Kamera 35 ist eine effiziente und kostengünstige Lösung zur Erfassung der behandelten Bereiche. Außerdem können die erfassten Daten auf einfache Weise an einen Rechner 37 weitergegeben werden.
Die Einblendung der Markierungen in den Beobachtungsstrahlengang 39 eines Auges eines Operateurs 38 ist für den Operateur besonders komfortabel. Er kann bei der Betrachtung der Netzhaut 5 gleichzeitig die Markierungen sehen.
Bezugszeichenliste
Vorrichtung zur Photokoagulation Netzhaut Strahlungsquelle Strahl Projizierte Fläche Intensitätsprofil Intensitätsmaximum Optisches Applikationssystem Lichtwellenleiter Linse Blende Freiformfläche Strahlmodifikationseinrichtung GRIN-Optik Rotes Dreieck Rotes, blinkendes Dreieck Grünes Quadrat Anzahl der behandelten/zu behandelnden Bereiche Polarkoordinatensystem Auge eines Patienten Erste Umlenkeinrichtung Kamera Zweite Umlenkeinrichtung Rechner Auge eines Operateurs Beobachtungsstrahlengang