Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Walze einer Papiermaschine,
bei dem in der Walzenoberfläche Entwässerungsöffnungen ausgebildet
werden. Die Erfindung betrifft ferner eine Walze.
So genannte "offene" Walzen wie z.B. Formierwalzen und Siebsaugwalzen dienen
zum Entwässern einer Papierbahn, die gemeinsam mit einem Sieb entlang
der Walze geführt oder von der Walze umgelenkt wird. Zu diesem Zweck ist die
Oberfläche der Walze mit Entwässerungsöffnungen versehen, die bezüglich der
Walzenachse üblicherweise in radialer Richtung verlaufen und in denen Flüssigkeit
aus der Papierbahn aufgenommen werden kann. Diese Entwässerungsöffnungen
können als durchgehende Durchbrechungen ausgebildet sein, so dass
die Flüssigkeit in das Walzeninnere abgesaugt werden kann. Bei den Entwässerungsöffnungen
kann es sich auch um Blindbohrungen begrenzter Tiefe handeln,
in denen die Flüssigkeit vorübergehend aufgenommen wird, um später wieder -
beispielsweise durch Abschleudern - abgegeben zu werden.
Ein Problem bei dem Einsatz derartiger Walzen besteht darin, dass die Entwässerungsöffnungen
in manchen Fällen Lochschattenmarkierungen an der Papierbahn
hinterlassen.
Um derartige Markierungen zu vermeiden, ist es bekannt, einen Schrumpfsiebbezug
auf eine Formierwalze aufzuziehen. Allerdings macht ein derartiger
Bezug aufgrund seines Verschleißes einen häufigen regelmäßigen Walzenwechsel
erforderlich. Ferner können unvorhergesehene Schäden an dem Schrumpfsiebbezug
ein ungeplantes Auswechseln der Formierwalze erforderlich machen.
Dadurch ergeben sich unerwünscht hohe Stillstandszeiten der Walze und somit
der Papiermaschine. Schließlich bestehen aufgrund der Materialeigenschaften
des Schrumpfsiebbezugs auch Einschränkungen hinsichtlich der für die Walze
verwendbaren Reinigungsmittel.
Um aufgrund dieser Nachteile auf einen Schrumpfsiebbezug verzichten zu können,
ist außerdem versucht worden, die Struktur der Walzenoberfläche zu modifizieren,
um die Landflächen zu verkleinern, also diejenigen Abschnitte der Walzenoberfläche,
an denen die Papierbahn bzw. das Sieb anliegt.
Problematisch ist hierbei, dass diese bekannten Modifikationen der Walzenoberfläche
entweder nicht geeignet sind, um die Bildung der erläuterten Lochschattenmarkierungen
in dem erwünschten Ausmaß zu verringern, oder nur durch
technisch schwierige Bearbeitungsprozesse und/oder unter ungünstigen wirtschaftlichen
Bedingungen hergestellt werden können.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich insbesondere mit der Herstellung der
Oberflächenstrukturen an so genannten "offenen" Walzen wie Formierwalzen und
Siebsaugwalzen.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, auf möglichst einfache und wirtschaftliche
Weise eine Walze mit einer Walzenoberfläche herzustellen, mit der eine
möglichst weitgehende Verringerung der Bildung von Lochschattenmarkierungen
erzielt werden kann, ohne dass hierzu die Walze mit einem Schrumpfsiebbezug
ausgestattet sein muss.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt zum einen durch die Merkmale des Anspruchs
1 und insbesondere dadurch, dass vor der Ausbildung der Entwässerungsöffnungen
die zumindest im Wesentlichen glatte Walzenoberfläche mit einer Erhebungen
und Senken aufweisenden Oberflächenstruktur versehen wird.
Erfindungsgemäß wird die Oberflächenstruktur gebildet, bevor die Entwässerungsöffnungen
in die Walzenoberfläche eingebracht werden. Diese Reihenfolge
der Walzenbearbeitung hat den Vorteil, dass bei der Ausbildung der Oberflächenstruktur
auf die Entwässerungsöffnungen keine Rücksicht genommen zu
werden braucht. Ferner ist es möglich, bei der Ausbildung der Entwässerungsöffnungen
deren Anordnung gezielt auf die zu diesem Zeitpunkt bereits vorhandene
Oberflächenstruktur und insbesondere an die Lage, Größe und Form der Erhebungen
und Senken abzustimmen, sofern die jeweils gewählte Oberflächenstruktur
eine hierfür geeignete konkrete Ausgestaltung aufweist.
Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe erfolgt zum anderen
durch die Merkmale des Anspruchs 6 und insbesondere dadurch, dass nach der
Ausbildung der Entwässerungsöffnungen die Walzenoberfläche mit einer Erhebungen
und Senken aufweisenden Oberflächenstruktur versehen wird, wobei die
Erhebungen über das Ausgangsniveau der Walzenoberfläche hinaus vorstehen.
Hierdurch lassen sich bisher nicht bekannte Entwässerungswirkungen und Tragbilder,
d.h. von der Gesamtheit der Erhebungen gebildete, über dem Ausgangsniveau
liegende Tragebereiche, für das Sieb bzw. die Papierbahn erzielen. Des
Weiteren ist von Vorteil, dass die Erhebungen Landflächen bilden, die von tiefer
liegenden Oberflächenbereichen umgeben sind, wobei die vorstehenden Erhebungen
eine einzige zusammenhängende oder mehrere große Landflächen oder
eine Vielzahl von kleinen Landflächen umfassen können. Die tiefer liegenden
Bereiche bilden gewissermaßen "Wasserwege" um die erhabenen Inseln herum,
wobei die Oberflächenstruktur insgesamt derart ausgebildet werden kann, dass
zumindest einige der Wasserwege miteinander und/oder mit wenigstens einigen
der zwischen den Erhebungen liegenden Entwässerungsöffnungen verbunden
sind. Auf diese Weise lässt sich eine besonders effektive und gleichmäßige
Entwässerung erreichen.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung
sowie der Zeichnung angegeben.
So kann auch bei dem Herstellungsverfahren gemäß dem erstgenannten Aspekt
der Erfindung (Oberflächenstruktur vor Entwässerungsöffnungen) die Bildung der
Erhebungen derart erfolgen, dass die Erhebungen über das Ausgangsniveau der
zumindest im Wesentlichen glatten Walzenoberfläche hinaus vorstehen.
Ferner wird vorgeschlagen, zur Herstellung der Oberflächenstruktur von der
Walzenoberfläche Material abzunehmen. Die Materialabnahme kann beispielsweise
durch mechanische und/oder chemische Materialbearbeitung erfolgen. In
Frage kommen z.B. Drehen, Fräsen, Bohren, Rillen, Erodieren und/oder Ätzen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel sieht vor, dass nach der Ausbildung der Entwässerungsöffnungen
die zuvor hergestellte Oberflächenstruktur weiter verändert
wird. Die Bearbeitung der Walzenoberfläche erfolgt hierbei also sowohl vor als
auch nach der Herstellung der Entwässerungsöffnungen.
Die Bearbeitung der Walzenoberfläche zur Herstellung der jeweils gewünschten
Oberflächenstruktur sowohl vor als auch nach der Ausbildung der Entwässerungsöffnungen
kann erfindungsgemäß auf verschiedene Arten erfolgen, auf die
nachstehend näher eingegangen wird, wobei die beschriebenen Möglichkeiten
sowohl für das Herstellungsverfahren gemäß dem ersten Aspekt (Oberflächenstruktur
vor Entwässerungsöffnungen) als auch für das Herstellungsverfahren
gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung (vorstehende Erhebungen nach Entwässerungsöffnungen)
mögliche Ausführungsbeispiele darstellen.
So wird gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
vorgeschlagen, dass zur Herstellung der Oberflächenstruktur an der Walzenoberfläche
Material umgeformt wird.
Vorzugsweise erfolgt die Materialumformung derart, dass Material bereichsweise
über das Ausgangsniveau der Walzenoberfläche hinaus gedrückt wird.
Die Materialumformung kann durch Kaltumformen und/oder Warmumformen
erfolgen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine dem Molettieren von Gravuren
entsprechende oder ähnliche Bearbeitung vorzusehen. Ein weiteres Beispiel ist
das Prägen von Vertiefungen unter gleichzeitigem Aufwölben der die Vertiefungen
begrenzenden Randbereiche. Die Randbereiche bilden die über das Ausgangsniveau
der Walzenoberfläche hinaus vorstehenden Erhebungen, während
die Vertiefungen die Senken darstellen.
Besteht der Walzenmantel bzw. der Oberflächenbereich des Walzenmantels oder
der Walze aus einem nicht-metallischen Werkstoff wie z.B. Kunststoff, so kann
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel die Materialumformung durch thermisches
Plastifizieren erfolgen.
Eine weitere erfindungsgemäße Möglichkeit zur Bildung der Erhebungen besteht
darin, die Erhebungen ausgehend von dem Ausgangsniveau der Walzenoberfläche
aufzubauen. Insbesondere werden hierbei die Erhebungen durch Aufbringen
zusätzlichen Materials auf die Walzenoberfläche gebildet.
Der Materialauftrag kann beispielsweise durch ein Metallaufspritzverfahren, durch
galvanisches Beschichten, durch Plattieren und/oder durch Aufschweißen mit
bzw. von Zusatzmaterial erfolgen.
Ferner wird vorgeschlagen, die Erhebungen dadurch zu bilden, dass auf die
Walzenoberfläche separate Strukturteile aufgebracht und mit der Walzenoberfläche
fest verbunden werden. Die Strukturteile weisen bevorzugt eine Noppenform
oder noppenförmige Abschnitte auf. Dabei kann eine Vielzahl von kleinen Strukturteilen
auf die Walzenoberfläche aufgebracht werden. Alternativ oder zusätzlich
ist es möglich, Strukturteile in Form von größeren, insbesondere verzweigten
Strukturgebilden vorzusehen, wobei beispielsweise jedes Zweigende eine noppenförmige
Erhebung bildet.
Die Verbindung der Strukturteile mit der Walzenoberfläche kann beispielsweise
durch Verkleben, Verschrauben, Vernieten, Eingießen und/oder Einwalzen erfolgen.
Das Aufbauen der Erhebungen ausgehend von dem Ausgangsniveau der Walzenoberfläche
hat den Vorteil, dass zur Bildung der Senken keine zusätzliche
Bearbeitung der Walzenoberfläche erforderlich ist, sondern die zwischen den zum
Materialaufbau bzw. Materialauftrag für die Erhebungen vorgesehenen Bereichen
liegenden Oberflächenbereiche einfach auf dem Ausgangsniveau der Walzenoberfläche
belassen werden, um die Senken zu bilden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Entwässerungsöffnungen
in der zumindest im Wesentlichen glatten Walzenoberfläche
ausgebildet. Die Herstellung der Entwässerungsöffnungen stellt hier also den
ersten Bearbeitungsschritt dar, an den sich die Oberflächenstrukturierung anschließt.
Alternativ ist es möglich, vor der Ausbildung der Entwässerungsöffnungen die
zumindest im Wesentlichen glatte Walzenoberfläche mit einer Erhebungen und
Senken aufweisenden Oberflächen-Vorstruktur zu versehen.
Des Weiteren wird vorgeschlagen, die Oberflächenstruktur in Form eines regelmäßigen
oder systematischen Musters herzustellen, wobei vorzugsweise die
Erhebungen und Senken gemäß einer vorgegebenen Anordnungsregel auf der
Walzenoberfläche positioniert werden.
Alternativ ist es möglich, eine unregelmäßige oder unsystematische Oberflächenstruktur
herzustellen. Dabei können die Erhebungen und Senken nach einem
Zufallsprinzip auf der Walzenoberfläche verteilt werden.
Eine mögliche konkrete Oberflächenstrukturierung besteht z.B. in der Herstellung
einer welligen Walzenoberfläche, wobei die Oberflächenwelligkeit entweder
einem regelmäßigen Muster folgt oder unregelmäßig ausgeführt.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Entwässerungsöffnungen und die Oberflächenstruktur
derart relativ zueinander positioniert werden, dass zumindest einige
der Entwässerungsöffnungen über die Senken der Oberflächenstruktur miteinander
verbunden werden.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden
die Herstellung der Oberflächenstruktur und die Ausbildung der Entwässerungsöffnungen
derart aufeinander abgestimmt, dass an der Walzenoberfläche ein
zumindest bereichsweise zusammenhängendes, insbesondere regelmäßiges
Kanalsystem oder Entwässerungsnetzwerk aus Entwässerungsöffnungen und
diese verbindenden Senken geschaffen wird.
Hierdurch kann eine vorteilhafte Vergleichmäßigung der Entwässerungswirkung
erzielt werden.
Ferner wird vorgeschlagen, die Herstellung der Oberflächenstruktur und die
Ausbildung der Entwässerungsöffnungen derart aufeinander abzustimmen, dass
die Verbindung von Entwässerungsöffnungen gemäß einem vorgegebenen Muster
erfolgt.
Des Weiteren ist es bevorzugt, wenn die Entwässerungsöffnungen gemäß einem
vorgegebenen Muster entlang der Walzenoberfläche angeordnet werden.
Für die Herstellung der Oberflächenstruktur kommen grundsätzlich alle bekannten
Mittel und Werkzeuge in Frage, mit denen eine Oberflächenbearbeitung erfolgen
kann.
Die Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe erfolgt des Weiteren
durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 27 und insbesondere durch
eine Walze einer Papiermaschine mit einem Muster von Entwässerungsöffnungen
sowie mit einer Erhebungen und Senken aufweisenden Oberflächenstruktur an
der Walzenoberfläche, wobei die Erhebungen über das durch die zumindest im
Wesentlichen glatten Walzenoberfläche definierte Ausgangsniveau hinaus vorstehen.
Die Oberflächenstruktur ist vorzugsweise durch Materialumformung an der Walzenoberfläche
hergestellt. Des Weiteren ist es bevorzugt, wenn die Erhebungen
durch Materialumformung über das Ausgangsniveau hinaus gedrückt werden. In
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Senken durch auf dem Ausgangsniveau
liegende Oberflächenbereiche gebildet.
Ferner wird vorgeschlagen, dass die Erhebungen durch Aufbringen zusätzlichen
Materials auf die Walzenoberfläche gebildet sind.
Die Erhebungen können in Form von separaten, insbesondere noppenförmigen
und/oder noppenförmige Abschnitte aufweisenden Strukturteilen vorgesehen sein,
die auf die Walzenoberfläche aufgebracht und mit der Walzenoberfläche fest
verbunden sind.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Erhebungen
voneinander getrennte, jeweils vollständig von Senken umgebende Materialinseln
sind.
Des Weiteren ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Oberflächen der Erhebungen
als Tragebereiche für ein Sieb ausgebildet sind.
Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben, deren einzige Figur schematisch an der Oberfläche einer
Formierwalze 15 mehrere erfindungsgemäße Möglichkeiten (a) bis (f) zur Herstellung
einer Oberflächenstruktur veranschaulicht.
In der Praxis sind die Walzen 15 vorzugsweise lediglich mit einer einzigen Art
oder "Sorte" von Oberflächenstruktur versehen. Insofern ist die Figur derart zu
verstehen, dass sie gleichzeitig mehrere erfindungsgemäße Oberflächenstrukturen
(a) bis (f) zeigt, die mittels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
in der Walzenoberfläche 13 ausgebildet werden können. Grundsätzlich können
verschiedenartige Oberflächenstrukturen aber auch an einer einzigen Walze 15
miteinander kombiniert werden.
Die jeweilige Oberflächenstruktur erstreckt sich bereichsweise über die Walzenoberfläche
13 oder über die gesamte Walzenoberfläche 13, und zwar jeweils
entweder gemäß einem regelmäßigen Muster oder in einer unregelmäßigen
Anordnung.
In der Walze 15 sind in radialer Richtung verlaufende Entwässerungsöffnungen
11 vorgesehen, die durch Bohren hergestellt werden. Die Entwässerungsöffnungen
11 weisen jeweils eine zylindrische Grundform auf und umfassen jeweils zwei
zylindrische Abschnitte unterschiedlichen Durchmessers, wobei der Abschnitt
größeren Durchmessers näher an der Walzenoberfläche 13 gelegen ist und
zwischen den beiden zylindrischen Abschnitten eine Senkung 31 ausgebildet ist.
Um an der Walzenoberfläche 13 den Anteil der offenen Fläche zu vergrößern und
damit die zwischen den Entwässerungsöffnungen 11 befindlichen, so genannten
Landflächen zu verkleinern, können einige oder alle Entwässerungsöffnungen 11
an der Walzenoberfläche 13 mit einer weiteren Senkung 31 versehen sein, wie es
in der Figur an einigen Entwässerungsöffnungen 11 gezeigt ist.
Bei Betrachtung der Figur von links nach rechts ist zunächst als ein Beispiel (a)
für die Ausbildung einer Erhebungen 17 und Senken 19 aufweisenden Oberflächenstruktur
eine Aussparung oder Ausnehmung 33 gezeigt, die durch Materialabnahme
von der Walzenoberfläche 13 hergestellt wird.
Die Form und der Verlauf der Ausnehmung 33 ist grundsätzlich beliebig und wird
entsprechend der gewünschten Entwässerungswirkung und insbesondere auch in
Abhängigkeit von der Art und der Anzahl der Entwässerungsöffnungen 11 gewählt.
So kann die Ausnehmung 33 beispielsweise Bestandteil einer Rille sein,
die sich parallel zur Längsachse der Walze 15 erstreckt. In dem dargestellten
Beispiel werden zwei benachbarte Entwässerungsöffnungen 11 durch die Aussparung
33 miteinander verbunden.
Während die Aussparung 33 eine Senke 19 der Oberflächenstruktur bildet, werden
deren Erhebungen 17 von den zwischen den Aussparungen 33 verbleibenden,
beispielsweise stegförmigen Materialabschnitten gebildet. Die als Tragefläche
für ein Sieb oder eine Papierbahn dienenden Oberflächen der Erhebungen
17 liegen folglich auf dem Ausgangsniveau 21 der zumindest im Wesentlichen
glatten Walzenoberfläche 13.
Die Materialabnahme zur Ausbildung der Ausnehmungen 33 erfolgt beispielsweise
durch mechanische oder chemische Materialbearbeitung, wofür beispielsweise
Drehen, Fräsen, Bohren, Rillen Erodieren oder Ätzen in Frage kommt.
Die beiden nächsten Ausführungsbeispiele (b) und (c) zeigen jeweils eine Oberflächenstruktur,
die durch Materialumformung an der Walzenoberfläche 13 hergestellt
wird. Hierbei wird z.B. durch Kaltumformen oder Warmumformen Material
bereichsweise bzw. partiell über das Ausgangsniveau 21 der Walzenoberfläche
13 hinaus gedrückt, wodurch über das Ausgangsniveau 21 hinaus vorstehende
Erhebungen 17 in Form von aufgewölbten Randbereichen 25 erzeugt werden,
welche die Senken 19 bildende Vertiefungen 23 begrenzen, deren tiefste Stelle
jeweils unterhalb des Ausgangsniveaus 21 der Walzenoberfläche 13 liegt.
Wie die Figur zeigt, können die Entwässerungsöffnungen 11 entweder gemäß
Beispiel (b) im Bereich der Vertiefungen 23 oder gemäß Beispiel (c) in einem
durch die vorstehenden Randbereiche 25 von den Vertiefungen 23 getrennten
Bereich in die Walzenoberfläche 13 münden.
Die Materialumformung zur Herstellung dieser Oberflächenstrukturen (b) und (c)
kann beispielsweise durch eine Oberflächenbearbeitung erfolgen, die dem Molettieren
von Gravuren entspricht oder ähnlich ist. Die Oberflächenstrukturen können
auch durch Prägen der Walzenoberfläche 13 gebildet werden. Besteht der Walzenmantel
aus Kunststoff, so kann die Materialumformung durch thermisches
Plastifizieren erfolgen.
Die nächsten drei Ausführungsbeispiele (d), (e) und (f) haben gemeinsam, dass
zur Herstellung der Oberflächenstrukturen deren Erhebungen 17 jeweils durch
Aufbringen zusätzlichen Materials auf die Walzenoberfläche 13 gebildet werden,
wobei zur Bildung der Senken 19 die entsprechenden Oberflächenbereiche auf
dem Ausgangsniveau 21 der Walzenoberfläche 13 belassen werden, d.h. von der
im Wesentlichen glatten Walzenoberfläche 13 selbst gebildet werden.
Zur Bildung der Erhebungen 17 werden separate Strukturteile 27 auf die Walzenoberfläche
13 aufgebracht und mit der Walzenoberfläche 13 fest verbunden. In
dem Ausführungsbeispiel (d) liegt der Verbindungsbereich auf dem Ausgangsniveau
21 der Walzenoberfläche 13, d.h. die Walzenoberfläche 13 bleibt insofern
intakt, als die Strukturteile 27 lediglich auf die Walzenoberfläche 13 aufgesetzt
werden.
Die Verbindung zwischen den Strukturteilen 27 und der Walze 15 erfolgt beispielsweise
durch Verkleben, Verschrauben, Vernieten oder Verschweißen. Die
Form der Strukturteile 27 ist grundsätzlich beliebig und wird entsprechend der
jeweils gewünschten Entwässerungswirkung gewählt. Bevorzugt sind noppenförmige
Strukturteile 27, deren Kanten und Flächen abgerundet sein können.
Das Ausführungsbeispiel (e) zeigt Strukturteile 27, die nach wie vor über das
Ausgangsniveau 21 der Walzenoberfläche 13 hinaus vorstehen, jedoch bis
unterhalb des Ausgangsniveaus 21 in die Walze 15 hinein ragen und an der
Walzenoberfläche befestigt sind. Die Befestigung oder Verankerung der Strukturteile
27 kann mit oder ohne vorherige Ausbildung entsprechender Aufnahmevertiefungen
an der Walzenoberfläche 13 erfolgen. Wenn derartige Aufnahmevertiefungen
vorgesehen sind, erfolgt die Befestigung beispielsweise durch
Verkleben, Verschrauben, Vernieten, Verschweißen oder Eingießen. Auf die
vorherige Ausbildung der Aufnahmevertiefungen kann auch verzichtet werden,
indem beispielsweise die Strukturteile 27 in die Walzenoberfläche 13 eingewalzt
oder auf andere Art und Weise in die Walzenoberfläche 13 hinein gedrückt
werden.
Ausführungsbeispiel (f) entspricht Ausführungsbeispiel (e) mit dem Unterschied,
dass die Strukturteile 27 jeweils mehr als eine Erhebung 17 bilden und in Form
von größeren, verzweigten Strukturgebilden vorgesehen sind, die eine Mehrzahl
von beispielsweise noppenförmigen, jeweils eine Erhebung 17 bildenden Abschnitten
29 aufweisen.
Hinsichtlich weiterer Varianten, insbesondere auch betreffend die Anordnung
sowohl der Entwässerungsöffnungen 11 als auch der die Oberflächenstrukturen
bildenden Erhebungen 17 und Senken 19 wird auf die allgemeinen Ausführungen
im Einleitungsteil verwiesen. Einander nicht widersprechende Varianten können
erfindungsgemäß an einer einzigen Formierwalze 15 miteinander kombiniert
werden.
Bezugszeichenliste
- 11
- Entwässerungsöffnung
- 13
- Walzenoberfläche
- 15
- Walze
- 17
- Erhebung
- 19
- Senke
- 21
- Ausgangsniveau
- 23
- Vertiefung
- 25
- Randbereich
- 27
- Strukturteil
- 29
- noppenförmiger Abschnitt
- 31
- Senkung
- 33
- Ausnehmung, Aussparung