Die Erfindung richtet sich auf ein Möbel zur Verwendung in Festzelten,
insbesondere Bierzelten, sowie im Freien, bspw. in Biergärten, mit einer
langgestreckten, durch Standfüße abgestützten, horizontalen Platte nach Art
eines Tischs oder einer Sitzbank, auf eine aus diesen Möbeln gebildete
Festzeltgarnitur und einen Bausatz sowie ein Herstellungsverfahren dafür.
Festzeltgarnituren, im Volksmund auch als Biergartenbänke bezeichnet, sind
bereits seit vielen Jahren bekannt und erfreuen sich in der Praxis einer
ungebrochenen Beliebtheit, da sie die Möglichkeit schaffen, auf möglichst kleinem
Raum eine möglichst große Anzahl von Sitzplätzen anzuordnen. Dadurch können
alle an einer Veranstaltung interessierten Besucher untergebracht werden, und
die Verpflegungsnachfrage steigt entsprechend an.
Da eine derartige Sitzbank von bis zu zehn Personen benutzt werden kann, so
kann ihre Belastung bis zu etwa einer Tonne betragen, und das bei einer
Gesamtlänge von bspw. 2,2 m mit nur zwei Standfüßen, zwischen denen sich
eine Spannweite von bspw. 1,6 m befindet. Dieses Problem ist bspw. in dem
deutschen Gebrauchsmuster 297 18 250 behandelt worden. Um derartige Kräfte
zu beherrschen, wird dort - wie dies auch allgemein üblich ist - vorgeschlagen, die
Platte eines derartigen Möbels aus Holz anzufertigen. Zwar lässt sich durch
derartige, bohlenartige Holzbretter mit einer Stärke von bspw. 3 cm auch eine
schwere Last mehrerer Personen einigermaßen sicher abstützen, wenn das Holz
neu ist. Jedoch werden derartige Sitzbänke und Tische auch sehr häufig im Freien
benutzt, insbesondere in Biergärten, wo sie dann bspw. während des gesamten
Sommers stehen bleiben und allen Angriffen der Witterung weitgehend schutzlos
preisgegeben sind. Nach einer gewissen Zeit kann das Holz auch trotz einer
ursprünglichen Imprägnierung dem Eindringen von Regenwasser keinen
Widerstand mehr entgegensetzen, wodurch eine Schwächung des Holzes eintritt
und sich damit die Stabilität einer derartigen Sitzbank allmählich reduziert. Dies
führt nicht nur zu einer starken Begrenzung der Betriebsdauer eines derartigen
Möbels, sondern bringt auch die Gefahr mit sich, dass eine vollbesetzte Bank
unter der übermäßigen Last zusammenbricht und damit bei den Betroffenen
beträchtliche Verletzungen hervorrufen kann.
Aus dem beschriebene Stand der Technik resultiert das die Erfindung initiierende
Problem, ein gattungsgemäßes Möbel für Festzelte und Biergärten derart
weiterzubilden, dass auch bei einem langjährigen Gebrauch im Freien die
Stabilität des Möbels nicht leidet, so dass die Sicherheit von Festzelt- und
Biergartenbesuchern stets gewährleistet ist.
Die Lösung dieses Problems gelingt dadurch, dass die horizontale Platte aus
mehreren miteinander verbundenen, flächigen, insbesondere plattenförmigen
Kunststoffelementen zusammengesetzt ist.
Da Kunststoff im Gegensatz zu Holz eine porenfreie Oberfläche hat, und selbst
bei Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, etc. keine Risse ausbildet, ist eine
Erosion von Kunststoffelementen im Gegensatz zu Holzbänken nicht zu
befürchten. Andererseits haben die in Festzelten und Biergärten üblicherweise
verwendeten Tische und Sitzbänke mit einer Länge von bspw. 2,2 m ein Ausmaß,
welches sich für die Spritzgußtechnik wenig eignet, da solchenfalls ein erhebliches
Volumen vollständig zu füllen wäre. Deshalb sieht die Erfindung vor, die Platte des
betreffenden Möbels aus mehreren Kunststoffelementen zusammenzusetzen, die
wiederum aufgrund ihrer reduzierten Größe für den Spritzgußvorgang besser
geeignet sind. Dadurch ist es möglich, von anderen, deutlich teureren
Herstellungsverfahren wie bspw. einem Laminieren von Folien bzw. einem
Tränken von entsprechenden Gewebeeinlagen mit einem flüssigen Kunststoff, wie
es bspw. bei der Anfertigung von Kunststoff-Bootsrümpfen üblich ist, zu einem für
große Stückzahlen besser geeigneten Herstellungsverfahren in Form der
Spritzgußtechnik überzugehen und hierbei mit aufgrund der herzustellenden
Abmessungen verwendbaren, standardisierten und dadurch preiswerteren
Spritzgußmaschinen arbeiten zu können.
Es hat sich als günstig erwiesen, dass die flächigen Plattenelemente aus einem
Recycling-Kunststoff hergestellt sind. Dies ist insofern ein entscheidender Vorteil
des erfindungsgemäßen Verfahrens, als hierdurch einerseits Kosten gespart
werden können und andererseits ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird,
was bei den für andere Herstellungsverfahren wie Laminieren erforderlichen,
hochwertigen Kunststoffen nicht möglich ist.
Die Erfindung erfährt eine vorteilhafte Ausgestaltung dadurch, dass zwei,
vorzugsweise alle flächigen Plattenelemente eines Möbels identisch sind. Durch
diese Maßnahme kann erreicht werden, dass mit einer einzigen Spritzgußform alle
für die Anfertigung einer Möbelplatte erforderlichen Kunststoffelemente hergestellt
werden können, so dass die Aufwendungen für den Formenbau minimiert werden
können. Erreicht werden kann dies aufgrund der Erkenntnis, dass die Platten von
Biergartentischen und -sitzbänken üblicherweise eine rechteckige Gestalt
aufweisen und somit bezüglich zweier, zueinander lotrechter Mittellinien
symmetrisch aufgebaut sind. Aufgrund dieser Symmetrie kann bspw. eine
Tischplatte in vier untereinander identische Teile aufgeteilt werden, die sodann
allesamt mit derselben Spritzgußform hergestellt werden können.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass eine gerade Anzahl (bspw. zwei oder vier)
von flächigen Plattenelementen zu der etwa rechteckigen Gesamtfläche der Platte
eines Möbels aneinandergesetzt ist. Dieses Merkmal resultiert aus dem
geometrischen Symmetriebegriff, wonach - insbesondere bei der
Achsensymmetrie - zueinander symmetrische Elemente stets paarweise auftreten.
Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass eine Stoßfuge zwischen zwei
benachbarten Kunststoffelementen etwa mittig zwischen den beiden
Schmalseiten der Platte verläuft. Hierdurch kann die Länge, als größte
Abmessung eines Spritzgußteils von bspw. 2,2 m auf etwa 1,1 m reduziert
werden, was für die Herstellung eines Spritzgußteils bedeutend günstiger ist als
die Füllung eines langgestreckten Teiles mit einer entsprechend langen
Strömungsdauer.
Weitere Vorzüge ergeben sich dadurch, dass die Kunststoffelemente
zusammensteckbar sind. Diese Technik ist für das Verbinden von Kunststoffteilen
besonders geeignet, da sich entsprechende Steckelemente in einem Arbeitsgang
gemeinsam mit den übrigen Teilen eines Kunststoffelements herstellen lassen.
Der Erfindungsgedanke erlaubt eine Weiterbildung dahingehend, dass die
flächigen Plattenelemente im Bereich der Stoßfuge abwechselnd zapfenförmige
Erhebungen und dazu komplementäre, buchsenförmige Vertiefungen aufweisen.
Indem diese Steckelemente zweier identischer Plattenelemente wie bei einer
Verzahnung ineinandergreifen, kann bereits ein Mindestmaß an Stabilität erreicht
werden. Um ein derartiges Zusammenfügen zweier identischer Plattenelemente
zu erlauben, müssen die Steckbuchsen und -zapfen asymmetrisch bezüglich der
Mitte der betreffenden Plattenstirnseite angeordnet sein, d. h., zu beiden Seiten
der betreffenden Seitenmitte muss in einander entsprechenden Abständen von
der Mitte einerseits ein Zapfen und andererseits eine Buchse vorgesehen sein.
Die Gesamtzahl der Zapfen und Buchsen muss daher gleich groß sein. Ferner
können die Zapfen mit federnden Rastzungen versehen sein, welche in
entsprechende Hinterschneidungen der Buchsen eingreifen, so dass sich die
zusammengesteckten Elemente nicht versehentlich voneinander lösen können.
Die Erfindung läßt sich dahingehend weiterbilden, dass zusammengesteckte
Kunststoffelemente durch einen etwa parallel zu der Stoßfuge insbesondere durch
die zusammengesteckten Zapfen und Buchsen einschiebbaren Arretierungsstift
od. dgl. aneinander festgelegt sind. Dieses Merkmal bietet eine Sicherung der
zusammengesteckten Elemente gegenüber einem versehentlichen Lösen, welche
jederzeit wieder aufgehoben werden kann, indem der Arretierungsstift
herausgezogen oder vollständig hindurchgeschoben wird. Dadurch ist es möglich,
ein erfindungsgemäßes Möbel ordnungsgemäß zu zerlegen, bspw. wenn
dasselbe transportiert, repariert oder recycelt werden soll. In diesem Falle ist es
nicht erforderlich, an den Zapfen oder Buchsen hakenförmig ineinandergreifende
Teile vorzusehen.
Die Erfindung zeichnet sich ferner aus durch eine Einrichtung, welche auch unter
Belastung sowie in unebenem Gelände die gemeinsame Flucht
aneinandergesetzter, flächiger Plattenelemente gewährleistet. Wie oben bereits
ausgeführt, muss die Platte eines Biergartenmöbels unter Umständen sehr große
Kräfte aushalten, was allein durch das Zusammenstecken von Kunststoffzapfen
und -buchsen nicht bewerkstelligt werden kann. Hier sieht die Erfindung eine
Zusatzkonstruktion vor, die auch auf andere Werkstoffe wie bspw. Eisen oder
Stahl zurückgreifen kann, um dem erfindungsgemäßen Möbel eine ausreichende
Stabilität zu erteilen.
Zur Perfektionierung der erfindungsgemäßen Konstruktion kann vorgesehen sein,
dass die aneinandergesetzten Kunststoffelemente durch wenigstens eine etwa
lotrecht zu der Stoßfuge verlaufende Horizontalschiene stabilisiert und fluchtend
miteinander versteift sind. Eine derartige Horizontalschiene, welche aus
Stabilitätsgründen aus einem steifen Werkstoff gefertigt wird, hat ein bedeutend
geringeres Gewicht als ein entsprechend versteifter Tragrahmen, so dass ein
erfindungsgemäßes Möbelstück trotz seiner hohen Stabilität ein vergleichsweise
niedriges Gewicht aufweist und deshalb bequem transportiert, aufgestellt und
abgebaut werden kann. Hierbei profitiert das erfindungsgemäße Möbel
insbesondere an der Tatsache, dass der überwiegend verwendete Kunststoff
vergleichsweise leicht ist.
Es hat sich bewährt, dass die Stabilisierungsschiene(n) innerhalb der Möbelplatte
angeordnet, insbesondere in eine langgestreckte Ausnehmung entsprechenden
Querschnitts eingeschoben ist (sind). Bei einer derartigen Anordnung übernimmt
die Kunststoff-Möbelplatte die Funktion einer Lagefixierung der
Stabilisierungsschiene(n), was dadurch möglich ist, dass bspw. durch einen
Einschubkanal in der Kunststoffplatte oder deren Elementen mit einem der
Stabilisierungsschiene entsprechenden Querschnitt eine große Berührungsfläche
zwischen diesen Elementen geschaffen wird, auf welche sich die auf die Schiene
einwirkenden Kräfte verteilen, so dass keine lokalen Verformungen des
vergleichsweise weichen Kunststoffs zu befürchten sind.
Eine vorteilhafte Anordnung läßt sich dadurch finden, dass die
Stabilisierungsschiene(n) einen langgestreckten, hochkantgestellten bzw.
überwiegend vertikal ausgerichteten Querschnitt aufweist (-en). Diese
Konstruktionsanweisung folgt dem Gedanken, dass bei der Verbiegung eines
langgestreckten, nicht beidseitig fixierten Elements sich eine neutrale Faser
unveränderter Länge ergibt, während ober- und unterhalb dieser neutralen Faser
eine Dehnung bzw. Streckung des Materials stattfindet, woraus die rückstellenden
Kräfte resultieren. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden die bei einer
Biegung stark verformten Bereiche mit einem vergleichsweise großen Querschnitt
ausgeführt, so dass hohe, rückstellende Kräfte erzeugt werden können, wie dies
bspw. bei einer gleichzeitigen Benutzung einer Festzeltbank durch viele Personen
erforderlich ist.
Besondere Vorteile bietet eine Anordnung mit zwei im Bereich der Längsseiten
der Platte entlanglaufenden Stabilisierungsschienen; diese können einen ggf. an
der Stoßfuge eingesteckten Arretierungsstift stirnseitig umgreifen und dadurch vor
einem Herausfallen sichern. Derartige Stabilisierungsschienen übernehmen
ähnlich der beiden Längsholme einer Leiter die Funktion einer Stabilisierung
gegenüber Biegekräften, welche innerhalb einer zu der betreffenden Plattenfläche
lotrechten Längsebene angreifen, und können außerdem dazu verwendet werden,
um einen das Lösen der Plattenelemente verhindernden Arretierungsstift
beidseitig zu umgreifen und dadurch festzuhalten. Die Stabilisierungsschienen
wiederum können reibschlüssig innerhalb eines querschnittlich bspw. nach Art
einer Übergangs- oder Preßpassung gestalteten Kanals der Kunststoff-Plattenelemente
fixiert sein.
Die Erfindung bietet ferner die Möglichkeit, dass der Arretierungsstift und/oder die
Stabilisierungsschiene(n) aus Metall, insbesondere Eisen oder Stahl, gefertigt ist
(sind). Derartige Werkstoffe verbinden eine hohe, mechanische Stabilität
insbesondere gegenüber Verbiegungen mit einem vergleichsweise mäßigen
Gewicht, so dass die verbesserte Festigkeit eines derartigen Möbels nicht zu
Lasten eines die Handhabbarkeit beeinträchtigenden Gewichts geht.
Eine weitere Optimierung läßt sich dadurch erreichen, dass eine Stoßfuge
zwischen zwei benachbarten Kunststoffelementen etwa mittig zwischen den
beiden Längsseiten der Platte verläuft. Hierdurch lässt sich die Breite eines
Möbels gegenüber den zu deren Anfertigung verwendeten Kunststoffplatten
verdoppeln, was insbesondere bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen
Tischs vorteilhaft ist, da ein solcher jeweils von zwei Reihen einander
gegenübersitzender Personen verwendet wird und daher breiter sein sollte als
eine Sitzbank. Dieses Merkmal begünstigt somit den modularen Aufbau einer
gesamten Festzeltgarnitur aus einer Vielzahl untereinander völlig gleicher
Kunststoff-Plattenelemente, von denen zur Bildung einer Sitzbank jeweils zwei
Elemente stirnseitig zusammengesteckt werden, während zur Bildung eines
Tischs zwei solchermaßen zusammengesteckte Sitzbankeinheiten nebeneinander
gelegt und miteinander verbunden werden. Die Breite einer Tischplatte ist damit
doppelt so groß wie die Breite einer Sitzbank. Die durch Verwendung identischer
Teile vergleichsweise hohe Stabilität der Tischplatte ist auch in der Praxis sehr
wichtig, da gerade bei ausgelassener Stimmung die Besucher von
Großveranstaltungen dazu neigen, die aufgestellten Biertische zu erklimmen und
als Tanzfläche zu benutzen.
Die erfindungsgemäße Konstruktion wird vervollständigt durch ein oder mehrere
Elemente zum Verbinden zweier benachbarter, mit ihren Längsseiten
aneinanderliegender Kunststoffelemente. Diesen Elementen obliegt es, eine
bspw. aus vier Kunststoff-Plattenelementen zusammengefügte Tischplatte derart
zu stabilisieren, dass sie weder beim Transport noch bei Gebrauch, Lagerung,
Auf- oder Abbau irgendwelche Verformungstendenzen oder sonstige Instabilitäten
zeigt.
Ein weiteres, erfindungsgemäßes Merkmal liegt darin, dass die
Verbindungselemente durch an den flächigen Plattenelementen festlegbare
Querstreben gebildet sind. Die Funktion derartiger Querstreben ist etwa
vergleichbar mit den oben beschriebenen Horizontalschienen, wobei jedoch die
von den Querstreben aufzunehmenden Kräfte aufgrund der geringen
Quererstreckung des erfindungsgemäßen Möbels verhältnismäßig niedrig sind.
Deshalb ist es denkbar, hierfür auch ein Kunststoffelement mit einem
ausreichenden Querschnitt zu verwenden.
Die Erfindung läßt sich dadurch ergänzen, dass die Querstreben an den
Unterseiten der flächigen Plattenelemente festlegbar, insbesondere anschraubbar
oder -steckbar, sind. Indem auf eine Integration dieser Querstreben in die
betreffende Möbelplatte verzichtet wird, so wird ein Konflikt mit den in
Längsrichtung des betreffenden Möbels verlaufenden Stabilisierungsschienen
vermieden. An der Unterseite der betreffenden Möbelplatte können zudem
verschiedene Elemente zum Befestigen der Querstreben vorgesehen sein, bspw.
Buchsen zur Aufnahme von an die Querstreben angeformten Steckzapfen,
schwalbenschwanzförmige Hinterschneidungen zum Einschieben dazu
komplementärer Querstreben oder hohlzylindrische Elemente zum Einschrauben
von Schrauben mit selbstschraubendem Gewinde, od. dgl.
Mit großem Vorteil ist die Platte aus einer stabilen Unterkonstruktion aus
vorzugsweise mehreren zusammengesteckten Kunststoffelementen und aus einer
darauf festgelegten, dünneren Kunststoffabdeckfläche gebildet. Hierbei ist die
Funktion der großräumigen Abstützung von der Funktion einer durchgehenden
Tisch- oder Bankoberfläche getrennt, wodurch sich die Spritzgußform für ein
plattenförmiges Kunststoffelement weiter vereinfachen lässt. Dieses kann aus
Stabilitätsgründen eine filigrane Struktur aufweisen mit bspw. dreieckigen oder
anders geformten Ausnehmungen, die von zusammengeformten
Versteifungsrippen der Unterkonstruktion eingerahmt werden. Es kann sich
hierbei um eine fachwerkartige Konstruktion handeln, wie sie bspw. aus der
Konstruktion von Krantürmen und -auslegern bekannt ist. Insbesondere kann die
Unterkonstruktion eine leiterartige Anordnung aufweisen, in deren Längsholmen
sich je ein Kanal für eine Stabilisierungsschiene befindet, und deren
Verbindungssprossen ggf. aus jeweils zwei voneinander beabstandeten und durch
etwa diagonal oder in einem anderen Winkel verlaufende Rippen miteinander
versteiften Profilen gebildet sind. Ggf. können diese quer verlaufenden Sprossen
wiederum durch einen oder mehrere mittige Kunststoff-Längsträger untereinander
verbunden sein, wobei diese Längsträger abermals aus zwei voneinander
beabstandeten und durch diagonal oder schräg verlaufende Rippen miteinander
verbundenen Holmen bestehen können. Es ist ersichtlich, dass dieses Prinzip der
Verwendung von quer, schräg und/oder längs verlaufenden Verstrebungen sich
nahezu beliebig verfeinern lässt. Wichtig ist hierbei jedoch vor allem, dass die
zwischen den jeweils benachbarten Rippen, Holmen, od. dgl. verbleibenden
Räume ausreichend klein sind, damit sie auch das Gewicht einer oder mehrerer
auf der betreffenden Platte stehenden Personen an jeder Stelle sicher
abzustützen vermögen. Während die solchermaßen gebildete Unterkonstruktion
der Versteifung der Tischplatte dient, kann deren Ober- oder Sichtseite durch eine
vorzugsweise getrennt hergestellte und auf der Unterkonstruktion festgelegte
Kunststoffabdeckfläche gebildet sein. Diese Kunststoffabdeckfläche verdeckt die
verschiedenen Verstrebungen der Unterkonstruktion und schafft gleichzeitig eine
ebene Aufstandsfläche für die verschiedensten Gegenstände, insbesondere mit
Flüssigkeiten gefüllte Gläser, um dadurch jeglichem Kippen derselben
entgegenzuwirken.
Im Rahmen der Erfindung erstreckt sich eine Bemessung der Abdeckfläche mit
einer Stärke von 0,2 bis 6 mm, vorzugsweise von 0,5 bis 3 mm, insbesondere von
1 bis 2 mm. Ihre Aufgabe des Schließens der Lücken zwischen den
Verstrebungen der Plattenunterkonstruktion kann die erfindungsgemäße
Abdeckfläche auch mit einer derart geringen Stärke zuverlässig erfüllen.
Andererseits wird durch eine möglichst dünne Abdeckfläche Material und damit
Kosten sowie Gewicht eingespart, darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die
Abdeckfläche in deren Längsrichtung bspw. zu Lagerungs- und Transportzwecken
aufzurollen, so dass diese erst nach ihrer Montage auf einer
Plattenunterkonstruktion passend zerschnitten werden muss.
Bevorzugt weist die Abdeckfläche an ihren Längskanten eine Profilierung auf, die
mit einer dazu komplementären Profilierung entlang der Längskanten der
Unterkonstruktion zur gegenseitigen Fixierung zusammenwirkt. Dadurch kann die
Abdeckfläche in Längsrichtung auf die Plattenunterkonstruktion aufgeschoben
werden und erfährt dadurch gleichzeitig eine form- und reibschlüssige Festlegung,
so dass im Idealfall weitere Befestigungsmaßnahmen entbehrlich sind.
Die Profilierung kann nach Art einer schwalbenschwanzförmigen
Hinterschneidung gestaltet sein. Hierbei können an den innenliegenden Seiten der
über die Unterkonstruktion hochgezogenen Längskanten derselben nach innen
vorstehende bzw. überhängende Bereiche vorgesehen sein, unter die ein
komplementär profilierter Bereich der Abdeckplattenlängskanten eingreift. Dies
hat den weiteren Vorteil, dass die Abdeckfläche völlig eben ist, so dass sie ein
Höchstmaß an Flexibilität aufweist und daher zu Transportzwecken optimal
auf gewickelt werden kann.
Bei einer anderen Ausführungsform ist die Profilierung als die Außenseite der
Unterkonstruktion (teilweise) um- und/oder hintergreifender Profilquerschnitt
ausgebildet. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass an aus vier
erfindungsgemäßen Plattenelementen hergestellten Tischen eine gemeinsame
Abdeckfläche mit einer geringen Stärke verwendbar ist, die nur an den beiden
äußeren Längskanten der Tischelemente fixiert wird. Da an den Unterbauteilen
keine Erhebungen vorgesehen sind, kann eine derartige Abdeckfläche überall
gleichmäßig anliegen. Damit die Abdeckfläche dennoch zusammenrollbar ist,
kann die Tiefe der randseitigen Profilierung vergleichsweise gering gewählt
werden, wenn an den Außenseiten der erfindungsgemäßen Plattenelemente in
einem entsprechenden Abstand von deren Oberseite eine nutartige Einkerbung
zur Aufnahme eines entsprechend nach innen umgebogenen Fortsatzes der
Abdeckfläche vorgesehen ist.
Die Herstellungskosten lassen sich weiter senken, indem die Abdeckfläche endlos
hergestellt ist, bspw. extrudiert. Im Gegensatz zu der Spritzgußtechnik ist das
Extrudieren ein kontinuierlicher Vorgang, der anstelle einer verhältnismäßig
großen Spritzgußform mit einer kleinen und daher preiswerteren Düse
durchgeführt werden kann. Durch eine geeignete Gestaltung der Düse kann der
erfindungsgemäßen Abdeckfläche zusätzlich eine geringfügige Durchwölbung in
Querrichtung erteilt werden bspw. mit einer konkaven Oberseite, so dass diese
nach dem Aufschieben auf eine Tischunterkonstruktion stets auch in ihrem
mittleren Bereich fest auf der Unterkonstruktion aufliegt.
Die erfindungsgemäße Abdeckfläche läßt sich in großen Längen aufrollen und
nach der Montage auf der Unterkonstruktion passend abschneiden. Dadurch ist
es möglich, mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand Festzeltgarnituren mit
unterschiedlicher Länge herzustellen, bspw. unter wahlweiser Einfügung eines
mittleren Steckteils, wobei für alle Ausführungsformen dasselbe Abdeckflächen-Profil
verwendet werden kann.
Zur Vermeidung störender Fugen kann die auf der Unterkonstruktion applizierte
Abdeckfläche an ihren Schmalseiten mit der Unterkonstruktion verbunden sein,
bspw. mit einem beide Teile umgreifenden Klebeband. Die Verwendung eines
festen, vorzugsweise transparenten, selbstklebenden Bandes bildet eine
preiswerte Möglichkeit, trotz einer preiswerten Herstellungstechnologie ein
hochwertiges Möbel mit ansprechender Ästhetik zu schaffen.
Die erfindungsgemäße Abdeckfläche kann bedruckt und/oder mit Aufklebern
versehen sein oder werden, wobei je nach Anwendungsfall bspw. ein Wappen
oder sonstiges Firmenzeichen einer Brauerei aufgedruckt sein kann, oder es
können zu besonderen Anlässen spezielle Abdeckflächen bereitgehalten werden
mit Aufdrucken wie
Oktoberfest",
Volksfest",
Richtfest", ferner mit
Glückwünschen zu Firmenjubiläen, Geburtstagen, sonstigen Familienfeiern, aber
auch mit Vereinsabzeichen, Partei- oder sonstigen Firmenbezeichnungen.
Dadurch wird ein Werbeeffekt mit der Kennzeichnung des betreffenden Tischs
durch den Eigentümer verbunden, so dass auch die Gefahr eines Diebstahls
weiter herabgesetzt ist.
Zur Abstützung der fertigen Möbelplatte dienen zwei Standfüße, die sich im
Bereich je einer Schmalseite der Möbelplatte befinden. Durch die Verwendung
von nur zwei Standfüßen wird der Gefahr eines Wackelns auf unebenem Gelände
vorgebeugt, gleichzeitig ist die Gefahr des Kippens auch bei ansteigendem
Gelände auf ein Minimum reduziert. Die Standfüße sollten so weit als möglich
außen plaziert werden, damit sich keine Person außerhalb eines Standfußes auf
eine Bank setzen kann, denn solchenfalls besteht die Gefahr, dass der entferntere
Standfuß vom Boden abgehoben wird und infolge eines Hochschwenkens der
Sitzbank die betreffende Person herabrutscht. Zwar könnten die Standfüße im
Rahmen der erfindungsgemäßen Konstruktion auch vollständig an die
Schmalseiten der Möbelplatte herausgerückt werden, jedoch lässt sich durch eine
geringfügige Verschiebung zur Möbelmitte hin die Spannweite zwischen den
beiden Standfüßen reduzieren, wodurch die Stabilisierungsschienen erheblich
entlastet werden.
Indem die Möbelplatte zwischen den beiden endseitigen Standfüßen freitragend
ausgebildet ist, kann die Konstruktion erheblich vereinfacht werden. Diese
Maßnahme, welche vor allem durch die Verwendung der in Längsrichtung
verlaufenden Stabilisierungsschienen ermöglicht wird, mindert darüber hinaus das
Unfallrisiko, welches bei einem Möbel mit mehr als zwei Standfüßen aus einem
unachtsamem Aufbau ohne Herausklappen eines mittleren Standfußes resultieren
könnte.
Sofern die Breite eines Standfußes etwa der Breite der betreffenden Möbelplatte
entspricht oder geringfügig kleiner als diese ist, so kann zusätzlich auch einem
Kippen des betreffenden Möbels um eine vertikale Längsachse vorgebeugt
werden.
Die Verbindung zwischen der Möbelplatte und den Standfüßen erfolgt über
unterseitige Anschlüsse an den Kunststoffelementen. Vorzugsweise sind diese
Anschlüsse direkt an die Kunststoff-Unterkonstruktion angeformt, so dass sich
eine besonders innige Verbindung ergibt. Die Anschlußbereiche an den
Kunststoffelementen müssen in verstärkten Bereichen derselben angeordnet
werden, insbesondere unterhalb der horizontalen Stabilisierungsschienen,
vorzugsweise jeweils im Bereich einer Quersprosse.
Eine die Transport- und Lagerungsfähigkeit begünstigende Erweiterung des
Erfindungsgedankens sieht vor, dass die Standfüße verschwenkbar und/oder
demontierbar an der Unterseite der Kunststoffelemente festgelegt und/oder
festlegbar sind. Damit lassen sich in aufgebautem Zustand vergleichsweise
sperrige Möbel in platzsparender Weise zusammenlegen und können sodann
bspw. aufeinander gestapelt werden.
In Fortsetzung des eingeschlagenen Konstruktionsweges sollte ein Standfuß eine
überwiegend flächige Erstreckung aufweisen, so dass er parallel an die Unterseite
der Möbelplatte heranschwenkbar ist. Vorzugsweise ist ein Standfuß ähnlich der
erfindungsgemäßen Plattenunterkonstruktion aus zwei vertikalen Holmen gebildet,
die etwa entsprechend der Breite des betreffenden Möbels voneinander
beabstandet sind und durch Querstreben zu einer rahmenartigen Konstruktion
miteinander verbunden sind. Diese Verstrebungen können wiederum durch
Rippen versteift sein, so dass sich insgesamt eine fachwerkartige, jedoch
weitgehend flächige Anordnung ergibt. Eine besonders stabile Anordnung lässt
sich auch mit einem Diagonalkreuz erreichen.
Dem angestrebten Ziel einer verschwenkbaren Lagerung eines Standfußes
förderlich ist eine von an der Plattenunterseite angeordneten Elementen
gehaltene Schwenkachse. Eine derartige Schwenkachse kann an mehreren
Stellen von einem Standfuß umgriffen sein, so dass jener von der Achse in einer
definierten Lage ausgerichtet wird. Die Schwenkachse wiederum kann im Bereich
je einer Längsseite der betreffenden Möbelplatte, bei aus nebeneinander
gesetzten Kunststoffteilen auch an der Längskante jedes Kunststoffteils
abgestützt sein, insbesondere in Bereichen unterhalb einer vorzugsweise
metallischen Stabilisierungsschiene der betreffenden Möbelplatte.
Weitere Vorteile bietet eine Realisierung der Schwenkachse aus Metall,
insbesondere Eisen oder Stahl. Dieses Merkmal sorgt einerseits für eine hohe
Biegefestigkeit der Schwenkachse, so dass auch bei einer nur endseitigen
Lagerung derselben an der betreffenden Plattenunterseite ein Standfuß auch an
mittigen Bereichen mit der Schwenkachse verbunden sein kann, andererseits ist
der durch Reibung hervorgerufene Verschleiß bei einer metallischen
Schwenkachse minimal, so dass diese keine zeitliche Begrenzung für die
Betriebsdauer eines erfindungsgemäßen Möbels darstellt.
Einen weiteren Fortschritt bei der Vereinfachung der Handhabung eines
erfindungsgemäßen Möbels bildet eine Vorrichtung zur Arretierung eines
Standfußes in ausgeklappter, d.h., etwa lotrechter Ausrichtung gegenüber der
Möbelplatte, und/oder in eingeklappter, d.h., zur Möbelplatte paralleler
Ausrichtung. Eine derartige Arretierung ist einerseits für die Standsicherheit des
betreffenden Möbels während dessen Gebrauchs unabdingbar und vermindert in
eingeklapptem Zustand die Verletzungsgefahr beim Handhaben eines
betreffenden Möbels, da versehentliche Quetschungen ausgeschlossen sind.
Weitere, vorteilhafte Wirkungen resultieren daraus, dass die
Arretierungsvorrichtung eine exzentrisch zu der Schwenkachse angeordnete
Verbindung mit der Plattenunterseite herstellt. Eine derartige, horizontal und etwa
lotrecht gegenüber der Schwenkachse verschobene Arretierungsvorrichtung kann
einerseits beim Heranschwenken des betreffenden Standfußes eine direkte
Verbindung mit diesem herstellen und dadurch ein Zurückschwingen desselben
vermeiden, während in ausgeklapptern Zustand des Standfußes eine Verbindung
über ein sowohl schräg zur Ebene der Tischplatte als auch zur Ebene des
ausgeschwenkten Standfußes verlaufendes Verstrebungsteil vorgenommen wird,
um den ausgeschwenkten Zustand des Standfußes zu stabilisieren.
Die erfindungsgemäße Arretierungsvorrichtung umfaßt ein an der
Plattenunterseite festgelegtes, insbesondere angeformtes oder angeschraubtes
Element zur fixierenden Aufnahme eines Anschlußteils des Standfußes.
Grundsätzlich kann die Arretierungsvorrichtung durch eine Steckverbindung im
weitesten Sinne gebildet sein, die sowohl auf Zug als auch auf Druck
beanspruchbar ist. Dabei kann insbesondere die Zugbeanspruchung durch ein
Rastelement herbeigeführt werden, welches sich vorzugsweise an der
Plattenunterseite befindet und nach dem Zusammenstecken der betreffenden
Teile ein Element des Standfußes hintergreift und allenfalls manuell gelöst werden
kann, um das betreffende Möbel zusammenzuklappen.
Im Rahmen einer ersten Ausführungsform der Arretierungsvorrichtung kann ein
Anschlußteil eines Standfußes durch eine etwa in der Ebene des flächigen
Standfußes liegende Horizontalstrebe gebildet sein. Dieses Anschlußteil dient der
Fixierung eines Standfußes in zusammengelegtem Zustand des betreffenden
Möbels, wobei der Standfuß an die Unterseite der Möbelplatte herangeschwenkt
ist, so dass das betreffende Anschlußteil exakt an die dazu komplementäre
Aufnahme an der Plattenunterseite herangeführt wird.
Andererseits ist es auch möglich, dass ein Anschlußteil eines Standfußes durch
ein aus der Ebene des flächigen Standfußes herauschwenkbares Verstrebungsteil
gebildet ist. Dieses Verstrebungsteil kann beim Zusammenlegen des Möbels
zunächst an den Standfuß heran oder sogar in dessen Ebene hineingeschwenkt
werden und wird sodann zwischen der Plattenunterseite und inneren
Verstrebungen des betreffenden Standfußes eingeschlossen. Beim Aufbau des
Möbels kann das Verstrebungsteil nach Aufklappen des betreffenden Standfußes
herausgeschwenkt werden und mit der dafür vorgesehenen Aufnahme an der
Unterseite der Möbelplatte zusammengesteckt werden, um den dabei erreichten
Winkel zwischen der Möbelplatte und dem Standfuß zu fixieren.
Aus mehreren erfindungsgemäßen Möbeln läßt sich eine Garnitur mit einem Tisch
und zwei Bänken bilden, wobei die Tisch- und Sitzbankplatten aus denselben
flächigen, insbesondere plattenförmigen Kunststoffelementen gebildet sind, indem
zur Bildung einer Sitzbank zwei und zur Bildung des Tischs vier identische
flächige Plattenelemente verwendet sind. Solchermaßen ist es nicht nur möglich,
sämtliche Elemente einer Festzeltgarnitur aus einer Hand zu liefern, sondern
hierbei können auch durch eine Mehrfachnutzung derselben Spritzgußform die
Zusatzkosten minimiert werden. Eine weitere Kostenreduzierung ist evtl. auch bei
gemeinsamer Nutzung identischer Versteifungsschienen, Arretierungsstifte sowie
u.U. auch anderer Konstruktionselemente möglich.
Aus Stabilitätsgründen empfiehlt es sich, die Standfüße des Tischs etwa mit der
doppelten Breite auszuführen wie die Standfüße einer Sitzbank. Diese
Konstruktionsempfehlung gründet auf der Erkenntnis, dass auf dem Höhepunkt
von Veranstaltungen, Festen, etc. viele Personen keine Scheue davor empfinden,
die Tischplatten als Tanzfläche zu verwenden, und daher könnten bei einem
weniger standfesten Tisch größte Verletzungen insbesondere bei Personen mit
eingeschränktem Gleichgewichtssinn die nachteilige Folge sein.
Eine optimale Sitzposition läßt sich dadurch erreichen, dass die Standfüße des
Tischs etwa die doppelte Höhe aufweisen wie die Standfüße einer Sitzbank. Eine
derartige Bemessung erlaubt Personen mit einer durchschnittlichen Körpergröße
eine aufrechte, angenehme Sitzhaltung trotz auf dem Tisch aufgestützter Arme,
und gleichzeitig bleibt infolge der verbreiterten Standfüße eine ausreichende
Stabilität eines derartigen Tischs gewährleistet.
Das Modulkonzept der Tischplattenkonstruktion kann auf die Standfüße des
Tischs übertragen werden, indem diese aus jeweils vier Sitzbank-Standfüßen
zusammengesetzt, insbesondere -gesteckt sind. Hierdurch kann auch die
Spritzgußform für die Herstellung von Standfüßen für eine Sitzbank bei der
Anfertigung von Tisch-Standfüßen verwendet werden, so dass im Idealfall mit
zwei Spritzgußformen (und ggf. einer dritten für ein herausschwenkbares Fuß-Verstrebungsteil)
eine gesamte Festzeltgarnitur hergestellt werden kann.
Zusammengesteckte Standfüße können durch eingeschobene Eisenprofile
versteift werden, wobei diese Profile im aufgestellten Zustand eines
erfindungsgemäßen Möbels vorzugsweise vertikal verlaufen und dadurch
gleichzeitig auch die Gewichtskraft abstützen können.
Ein Bausatz für eine erfindungsgemäße Garnitur umfaßt folgende Teile:
- 8
- zusammensteckbare flächige, insbesondere plattenförmige
Plattenunterbauelemente mit (effekiven) Längskanten der Länge l und
Stirnseitenkanten der Länge b;
- 4
- Arretierungsstifte der Länge b
(oder: - 2
- Arretierungsstifte etwa der Länge b und
- 1
- Arretierungsstift etwa der Länge 2b);
- 8
- Versteifungsschienen der Länge 2l;
- 2 - 4
- Querverbindungselemente etwa der Länge 2b;
- 4 x l
- Abdeckfläche der Breite b;
- 2 x l
- Abdeckfläche der Breite 2b;
- 12
- Sitzbank-Standfußelemente
(oder: - 2
- Tisch-Standfußelemente und
- 4
- Sitzbank-Standfußelemente);
- 16
- Schwenkachsen etwa der Länge b;
(oder: - 8
- Schwenkachsen etwa der Länge b;
- 4
- Schwenkachsen etwa der Länge 2b); sowie
- 6 - 8
- herausschwenkbare Verstrebungsteile.
Zwar kann der Zusammenbau der einzelnen Möbel bereits werkseitig erfolgen, so
dass vor Ort fertige Tische und Sitzbänke angeliefert werden und nur noch
aufgestellt werden müssen, in anderen Fällen kann jedoch aus Platzgründen oder
zur Senkung des Verkaufspreises der Zusammenbau auch dem Kunden
überlassen sein, der sodann mit wenigen Handgriffen unter Beachtung einer
mitgelieferten Zusammenbauanleitung die fertigen Möbel fachgemäß
zusammenstecken kann. Hierbei ist das erfindungsgemäße Modularkonzept
besonders vorteilhaft, da es dem Anwender überlassen bleibt, ob er überwiegend
Tische oder Sitzbänke bauen möchte oder die Möbel in dem üblichen
Stückzahlenverhältnis montiert.
Ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßem Möbels zeichnet sich
dadurch aus, dass zur Bildung der Möbelplatte oder einer Unterkonstruktion
derselben mit einer Spritzgußform mehrere identische flächige, insbesondere
plattenförmige Kunststoffspritzgußteile mit je einer stirnseitigen Anschlußfläche
hergestellt werden, welche anschließend paarweise nach antiparalleler
Ausrichtung mit ihren Anschlußflächen aneinandergesetzt und miteinander
verbunden, insbesondere zusammengesteckt werden.
Besondere Beachtung verdient bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das
Merkmal, dass möglichst identische Spritzgußteile verwendet werden, da
naturgemäß die mit Abstand teuerste Komponente bei diesem
Herstellungsverfahren die Spritzgußform ist und allenfalls die Spritzgußmaschine
selbst. Bei der Reduzierung auf wenige, möglichst kleine Spritzgußformen können
einerseits die Investitionskosten auf ein Minimum gesenkt werden, andererseits
sind keine Umrüstungen an den Maschinen erforderlich, um sämtliche benötigte
Teile herstellen zu können. Sofern die verwendeten Teile sogleich fachgerecht
zusammengebaut werden, kann ein optimales Ergebnis, d. h., ein formschönes
und einwandfrei funktionierendes Mobiliar erstellt werden.
Im Bereich der Stoßstelle zwischen zwei Kunststoffspritzgußteilen sollte durch
Formschluß-Elemente eine Arretierung und/oder eine versteifende Stabilisierung
herbeigeführt werden. Diese Maßnahme dient der Entlastung der Fügestelle
zwischen den betreffenden Kunststoffspritzgußteilen, so dass auch bei einer
starken Belastung bspw. durch das Gewicht mehrerer Personen keine
Beschädigung des erfindungsgemäßen Möbels zu befürchten ist.
Eine solchermaßen fertiggestellte Platten-Unterkonstruktion wird durch eine
aufgesetzte, insbesondere aufgeschobene Abdeckfläche vervollständigt. Diese
Abdeckfläche dient vorwiegend dem Zweck, die Fügestelle zwischen zwei
aneinandergrenzenden Kunststoffspritzgußteilen zu verdecken und eine
einheitliche Tisch- oder Sitzfläche zu schaffen. Sofern die Außenseiten der
Platten-Unterkonstruktion von der Abdeckfläche umgriffen werden, so ist ein
seitliches Lösen nebeneinander plazierter Plattenteile unmöglich, wodurch eine
evtl. vorhandene Querverstrebung entlastet wird. Darüber hinaus kann die
Abdeckfläche mit individuellen Texten oder Symbolen versehen, insbesondere
bedruckt sein, wodurch sowohl ein Werbe- wie auch ein Kennzeichnungseffekt
erzielt wird.
Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, dass vor oder nach dem
Zusammenbau der Plattenteile im Bereich der Plattenschmalseiten je ein
verschwenkbarer und/oder demontierbarer Standfuß angebaut wird. Während
dieser Zusammenbau bei Sitzmöbeln auch vor dem Zusammenstecken erfolgen
kann, so muss im Fall einer aus vier Kunststoffelementen zusammengesetzten
Tischplatte mit dem Anbau der Standfüße bis nach deren Zusammenbau gewartet
werden, damit sodann die Schwenkachsen durch jeweils zwei
Tischplattenelemente gemeinsam hindurchgesteckt werden können.
Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Elementes einer Festzeltgarnitur,
nämlich eines erfindungsgemäßen Tischs;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer den dortigen Tisch
zu einer Festzettgarnitur vervollständigenden, erfindungsgemäßen
Sitzbank;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Sitzbankplatte aus Fig. 2 entlang der Linie III
- III;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch die Tischplatte aus Fig. 1 entlang der Linie IV -
IV gemäß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 5
- ein Element der Sitzbank aus Fig. 2 in der Seitenansicht;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht auf das Sitzbankelement aus Fig. 5;
- Fig. 7
- einen Blick auf die Fig. 5 in Richtung des Pfeils VII, teilweise
abgebrochen;
- Fig. 8
- das Detail VIII aus Fig. 5 in einer vergrößerten Darstellung sowie
teilweise aufgeschnitten;
- Fig. 9
- eine der Fig. 8 entsprechende Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht etwa von unten auf das
Sitzbankelement aus Fig. 5 bei zusammengelegtem Standfuß;
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf die zu einer Sitzbank (gemäß den
durchgezogenen Linien) oder zu einem Tisch (gemäß den
durchgezogenen und gestrichelten Linien) zusammenzufügenden
Sitzbankelemente aus Fig. 10;
Jeweils ein Tisch 1 aus Fig. 1 sowie zwei Sitzbänke 2 gemäß Fig. 2 bilden
zusammen eine Sitzgarnitur insbesondere für die Verwendung in Festzelten, aber
auch bei sonstigen Veranstaltungen. Der Tisch 1 wie auch die Sitzbank 2 haben
grundsätzlich einen ähnlichen Aufbau mit einer langgestreckten, schmalen Platte
3, 4, welche von einem Paar von jeweils im Bereich einer Schmalseite 5, 6
angeordneten Standfüßen 7, 8 getragen wird. Die Standfüße 7, 8 können für
Transport und/oder Lagerung an die Unterseite 9, 10 der betreffenden Möbelplatte
3, 4 herangeschwenkt und zum Aufstellen des betreffenden Möbels 1, 2 in die
dargestellte, vertikale Position herausgeklappt und durch je eine Verstrebung 11,
12 in der betreffenden Position arretiert werden. Die Tischplatte 3 und
Sitzbankplatte 4 haben eine identische Gesamtlänge von jeweils etwa 2,2 m. Die
Breite der Tischplatte 3 ist doppelt so groß wie die Breite der Sitzbankplatte 4 mit
etwa 20 cm.
Im Unterschied zu bisher bekannten Bierzeltgarnituren ist jedoch der Tisch 1 wie
auch die Sitzbank 2 größtenteils aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt.
Damit hierbei die Kosten für die Anfertigung einer Spritzgußform so klein als
möglich gehalten werden, so werden für die Tischplatte 3 zwei Sitzbankplatten 4
mit ihren Längskanten 13 aneinander gelegt. Sodann wird die Tischplatte 3 im
Bereich der Stoßfuge 14 durch unterseitige, horizontale Querverstrebungen 15 als
flächige Einheit stabilisiert. Die Querverstrebungen 15 können auf
unterschiedlichem Weg mit den Unterseiten 9 bzw. 10 der aneinandergesetzten
(Sitzbank-)Platten 4 verbunden werden, bspw. durch Verschrauben oder mittels
Steckverbindungen.
Um die Kosten für anzufertigende Spritzgußformen weiter zu minimieren, werden
ferner die Symmetrieeigenschaften der Sitzbankplatte 4 genutzt, die - wie auch
die Tischplatte 3 - achsensymmetrisch zu einer quer verlaufenden Mittelebene 16,
17 ist. Die Sitzbankplatte 4 wird deshalb für das Spritzgußverfahren in zwei
plattenförmige Kunststoffelemente 18 aufgetrennt, die in den Figuren 5 bis 11
zusammen mit einem anmontierten Standfuß 8 samt Verstrebung 12 in
verschiedenen Perspektiven, Zuständen und Ausführungsformen wiedergegeben
sind.
Wie den Figuren 6, 10 und 11 zu entnehmen ist, hat ein plattenförmiges
Kunststoffelement 18 einen Rahmen mit zwei Längsholmen 19, zwei endseitigen
Querstreben 20, 21 sowie mit - in der dargestellten Ausführungsform - vier, die
beiden Längsholme 19 in etwa gleichen Abständen miteinander verbindenden
Sprossen 22, die wiederum untereinander sowie mit den endseitigen Querstreben
20, 21 durch mittig zwischen den beiden Längsholmen 19 verlaufende
Längsstreben 23 miteinander verbunden und dadurch stabilisiert sind. Dieser
Aufbau, der sich besonders deutlich an der Unterseite 10 gemäß den
Darstellungen aus Fig. 6 und Fig. 10 zu erkennen lässt, ist jedoch nicht massiv.
Vielmehr ist der Rahmen, der eine Höhe von bspw. 3 - 5 cm aufweist, innen sowie
an der Oberseite hohl, wie dies die Draufsicht aus Fig. 11 zeigt. Sämtliche Holme
19, Streben 20, 21, 23 und Sprossen 22 bestehen ausschließlich aus einem
unterseitigen Profil 24 und zwei Seitenprofilen 25, welche durch in dem nutartigen,
von oben offenen Hohlraum durch vertikale, vorzugsweise in Winkeln von etwa
45° gegenüber der Längsrichtung 19, 23 verlaufende Rippen 26 versteift sind. Die
Rippen 26 laufen zick-zack-förmig entlang der Holme und Verstrebungen 19 - 23
und sind jeweils mit der Unterseite 24 und den Seitenflächen 25 verbunden, d.h.
zusammengeformt. Durch diese filigranartige Konstruktion, wie sie bspw. auch
von Kranauslegern etc. bekannt ist, erhält das plattenförmige Element 18 einen
rahmenartigen Aufbau mit fensterartigen Durchbrechungen und somit eine hohe
Stabilität bei dennoch geringem Gewicht.
Aus spritzgußtechnischen Gründen ist das plattenförmige und/oder rahmenartige
Kunststoffelement 18 an seiner Oberseite 27 offen, wie dies in Fig. 11 zu sehen
ist; jedoch liegen die Oberkanten der Seitenprofile 25 wie auch der
Versteifungsrippen 26 in einer gemeinsamen Ebene und sind daher in der Lage,
eine oberseitig aufgesetzte Abdeckplatte 28, 29 derart abzustützen, dass auf der
Bank 2 sitzende oder auf dem Tisch 1 tanzende Personen sicher getragen
werden. Da die Öffnungen zwischen den Verstrebungsoberkanten 25, 26 nur eine
jeweils relativ kleine Fläche haben, können auch Kunststoff-Abdeckplatten mit
einer geringen Stärke von bspw. 1 - 4 mm verwendet werden, wodurch sich
weiteres Gewicht einsparen lässt.
Vor dem Auflegen der Abdeckflächen 28, 29 werden jedoch die plattenförmigen
Kunststoff-Unterbauelemente 18, deren Länge nur jeweils etwa 1,1 m aufweist,
zusammengesteckt 31, wie dies Fig. 11 zeigt. Zu diesem Zweck verfügen die
plattenförmigen Unterbauelemente 18 im Bereich einer schmalen Stirnseite 32
über querschnittlich miteinander korrespondierende Steckzapfen 33 und
Vertiefungen 34, die in jeweils gleicher Anzahl vorhanden sind. Je ein
Steckzapfen 33 korrespondiert mit einer Vertiefung 34 derart, dass das
betreffende Zapfen/Vertiefungs-Paar symmetrisch zu der Längsmittellinie
(entsprechend etwa dem mittigen Längsträger 23) angeordnet ist, d. h., während
ein Steckzapfen 33 an einer Seite dieser Längsmittelebene 23 angeordnet ist,
befindet sich die entsprechende Vertiefung 34 an der anderen Seite dieser
Längsmittelebene 23, und zwar in demselben Mittenabstand wie der betreffende
Zapfen 33. Dadurch ist es möglich, nach antiparalleler Ausrichtung zweier
plattenförmiger Kunststoff-Unterbauelemente 18, wie dies in Fig. 11 bspw. bei den
beiden oberen Elementen vorgenommen wurde, jeweils einen Zapfen 33 je einer
Vertiefung 34 des anderen Elements 18 derart gegenüberzustellen, dass die
betreffenden Steckvorrichtungen exakt ineinandergreifen, wenn die beiden
plattenförmigen Unterbauelemente 18 zusammengeschoben 31 werden, wobei
gleichzeitig die Längskanten 13 dieser Unterbauelemente 18 miteinander fluchten.
Damit sich die zusammengesteckten Kunststoffelemente 18 nicht mehr
voneinander lösen können, werden sie in dieser Position arretiert. Zu diesem
Zweck sind in dem Bereich der nach außen ragenden Zapfen 33 sowie in dem
zwischen je zwei Vertiefungen 34 verbleibenden Stegbereich 35 quer zu der
Plattenlängsrichtung verlaufende und bei zusammengesteckten
Kunststoffelementen 18 in einer gemeinsamen Flucht liegende Ausnehmungen 36
vorgesehen, durch welche sodann ein Arretierungsstift 37 hindurchgeschoben
werden kann. Somit können im Bereich einer querverlaufenden Stoßfuge 38
insgesamt zwei Arretierungsstifte 37 eingeschoben werden, was der
Sitzbankplatte 4 bereits eine hohe Stabilität verleiht.
Andererseits ist die quer verlaufende Stoßfuge 38 jeweils maximal von den beiden
Standfüßen 8 entfernt, so dass durch eine hier sitzende Person eine hohe
Biegebeanspruchung auf die Sitzbankplatte 4 ausgeübt wird. Damit sich unter
dieser äußeren Kraft der Kunststoff der Möbelplatte 4 nicht verformt, sieht die
Erfindung vor, dass im Bereich der beiden Längsholme 19 je ein rechteckförmiger
Längsschlitz 39 mit überwiegend vertikaler Erstreckung eingeformt ist, in den
sodann je eine horizontale Stabilisierungsschiene 40 einschiebbar ist. Diese
Schienen 40 haben mehrere Funktionen: Einerseits gewährleisten sie eine
planparallele bzw. ebene Ausrichtung der beiden Kunststoffelemente 18 auch bei
einer starken Belastung in dem Bereich der Stoßfuge 38, andererseits verlaufen
sie außerhalb der beiden Stirnseiten eines Arretierungsstifts 37, so dass dieser
nicht aus den für diesen vorgesehenen Ausnehmungen 36 mehr herausrutschen
kann. Zwar können die Längsschlitze 39 primär nur im Bereich der
querverlaufenden Stoßfuge 38 vorgesehen sein, wie dies Fig. 11 zeigt, da an
dieser Stelle die Versteifung der Wirkung der horizontalen Stabilisierungsschienen
40 besonders wichtig ist; vorzugsweise erstrecken sich jedoch die Schlitze 39
über die gesamte Länge eines plattenförmigen Kunststoff-Unterbauelements 18,
so dass auch die einzuschiebenden Stabilisierungsschienen 40 sich entlang der
gesamten Längsseiten 13 innerhalb der dortigen Längsholme 19 erstrecken
können, wodurch eine Sitzbank, aber auch ein Tisch eine maximale Stabilität
erfährt.
Die Festlegung der oberseitigen Abdeckplatte 28 auf der zusammengesteckten
Unterbaukonstruktion 18 kann bspw. mittels entlang der Längskanten 13
verlaufender Erhebungen 41 der Unterbau-Konstruktionselemente 18 erfolgen,
welche nach innen schwalbenschwanzförmig überhängend ausgebildet sind und
damit in der Mitte eine flache Vertiefung umschließen, in die eine entsprechend
geformte Abdeckplatte 28 von einer Stirnseite 6 der Sitzbankplatte 4 her
eingeschoben werden kann. Damit die gesamte, aus zwei nebeneinander
plazierten Sitzbankplatten 4 gebildete Tischplatte 3 mit einer gemeinsamen,
dünnen Abdeckplatte 29 versehen werden kann, empfiehlt sich jedoch, die
randseitigen Erhebungen 41 durch entlang der Längsseiten 42 der Tisch-Abdeckfläche
29 verlaufende und nach innen umgebogene
Hinterschneidungsbereiche 43 zu ersetzen, welche ebenfalls ein stirnseitiges 5
Aufschieben der Abdeckplatte 29 erlauben und dabei entweder unter die
Unterseite 9 der Tischplatte 3 oder in stirnseitige, nutförmige Vertiefungen 44
derselben eingreifen. Dadurch ergibt sich eine einheitliche Tischoberfläche 29, die
mit einer Information 71, bspw. dem Wappen oder sonstigen Zeichen einer
Bierbrauerei, versehen sein kann. Diese Abdeckfläche 29 wird vorzugsweise
ausschließlich formschlüssig gehalten und kann daher jederzeit, bspw. für
besondere Anlässe, durch eine andere Abdeckfläche ersetzt werden, bspw. mit
einer aufgedruckten Information wie
50. Firmenjubiläum" o. ä.
Wie die Figuren 6 und 7 zeigen, sind die Standfüße 7, 8 ebenfalls aus einem
Kunststoff-Spritzgußteil mit einer rahmenartigen und versteiften Konstruktion
gebildet. Der Grundaufbau eines derartigen Standfußes 7, 8 kann ähnlich dem
eines Kunststoff-Unterbauelements 18 sein, wobei insbesondere die beiden
vertikalen Holme 45 eines Standfußes 7, 8 einen U-förmigen Querschnitt mit
zusätzlichen, etwa horizontalen und/oder gegenüber der Vertikalen geneigten
Verstrebungen 46 aufweisen kann. Ein aus Kunststoff bestehendes und
angespritztes Diagonalkreuz 47 sorgt für eine Versteifung des Fußrahmens 7, 8,
insbesondere von dessen vertikalen Tragsäulen 45. Am oberen Ende jeder
Tragsäule 45 sind deren zu der Fußebene lotrechte Seitenschenkel 48 nach oben
verlängert 49 und von miteinander fluchtenden Bohrungen 50 durchsetzt. Diese
Bohrungen können in eine gemeinsame Flucht mit weiteren Bohrungen von an
der Unterseite 10 eines plattenförmigen Kunststoff-Unterbauelements 18
angeformten Lagerböcken 51 verbracht werden, so dass hier eine metallische
Schwenkachse 52 hindurchgesteckt und bspw. mittels Splinten in dieser Position
gesichert werden kann. Dadurch ist es möglich, die Standfüße 7, 8 gegenüber der
betreffenden Möbelplatte 3, 4 von der ausgeklappten Stellung gemäß den Figuren
5 bis 7 in die eingeklappte Position gemäß Fig. 10 zu verschwenken.
Um das Möbel 1, 2 in dem aufgestellten Zustand gemäß Fig. 1 bzw. 2 zu
stabilisieren, ist zwischen den beiden Vertikalsäulen 45 eines Standfußes 7, 8
etwa auf halber Höhe oder etwas darüber eine weitere, metallische Achse 53 in
miteinander fluchtenden Bohrungen 54 der Seitenschenkel 48 aufgenommen. An
dieser Achse 53 ist ein etwa Y-förmiges Verbindungsteil 55 mit seinen beiden
symmetrischen Schenkeln 56 gelagert, die ebenfalls querschnittlich U-förmig
gestaltet und durch eingeformte Rippen versteift sein können. An dem dritten
Ende 57 des Verbindungsteils 55 ist zwischen zwei Seitenplatten 58 eine weitere
Metallstange 59 gehalten, die bei einer entsprechenden Winkelstellung von
Standfuß 7, 8 und Verbindungsteil 55 in eine dafür vorgesehene Aufnahme an der
Unterseite 10 des betreffenden plattenförmigen Kunststoff-Unterbauelements 18
eingelegt werden kann.
Eine erste Ausführungsform des Aufnahmeelements 60 ist in Fig. 8 in einem
Längsschnitt wiedergegeben. Man erkennt einen an der Unterseite 10 der
Möbelplatte 4 angeschraubten 61 Metallwinkel 62 mit ein oder zwei vertikalen
Seitenschenkeln 63, welche jeweils eine zur Unterseite hin offene, schlitzförmige
Ausnehmung 64 zum Einlegen der Metallstange 59 des Verbindungsteils 55
aufweist(-en). Die eingelegte Metallstange 59 kann von einem in Längsrichtung
des Metallwinkels 62 bzw. der betreffenden Möbelplatte 3, 4 verschiebbar
gelagerten, bolzenförmigen Metallelement 65 untergriffen werden, das von einer
Spiralfeder 66 derart in den Bereich der schlitzförmigen Ausnehmung 64
hineingedrückt wird, dass sich die Metallstange 59 von selbst nicht aus der
Ausnehmung 64 mehr lösen kann.
Eine ähnliche Wirkung zeigt ein an der Unterseite 10 festgeschraubter 61 W-förmig
gebogener Metallbügel 66, dessen nach unten offene Ausnehmung 67
einen rückwärtigen, erweiterten Bereich 68 sowie eine unterseitige Verengung 69
aufweist, welche von der Metallstange 59 nur passiert werden kann, indem der
Metallbügel 66 vorübergehend elastisch verformt wird. Durch den anschließend
wieder nach innen federnden Verengungsbereich 67 wird die Metallstange 68
sehr fest gehalten und kann nur durch gezielte Krafteinwirkung wieder gelöst
werden.
Anstelle des etwa W-förmigen Metallbügels 66 könnte auch eine an der Unterseite
10 der betreffenden Platte 4 angeformte, steife Kunststoffplatte mit W-förmiger
Grundform verwendet werden, deren mittlere Ausnehmung ebenfalls
hinterschnitten ist, so dass der Kunststoff zum Hindurchtritt der Metallstange 59
elastisch verformt werden muss.
Wie Fig. 10 zeigt, kann der Standfuß 7, 8 auch an die Unterseite 10 der
betreffenden Möbelplatte 4 herangeschwenkt werden, wobei das Y-förmige
Verbindungsteil 55 in den Raum zwischen den beiden Tragsäulen 45 des
Standfußes 7, 8 eintauchen kann. Dies wird dadurch ermöglicht, dass das
Diagonalkreuz 47 überwiegend im Bereich der außenliegenden Seite des
Standfußes 7, 8 angeformt ist, so dass innerhalb desselben genügend Raum zur
Aufnahme des Y-förmigen Verbindungsteils 55 verbleibt. Ggf. kann zu diesem
Zweck auch die untere Horizontalstrebe 70 in ihrer Mitte eine Verjüngung zur
Aufnahme des freien Endes 57 des Verbindungsteils 55 aufweisen.
Damit andererseits der an die Unterseite 10 der Möbelplatte 3, 4
herangeschwenkte Standfuß 7, 8 in dieser Position verharrt, wird nun anstelle der
Metallstange 59 die Achse 53, an der das Verbindungsteil 55 angelenkt ist, in die
Ausnehmung 64, 67 des Aufnahmeelements 60 an der Unterseite 10 der
Möbelptatte 3, 4 eingeschnappt. Zu diesem Zweck ist der Abstand dieser Achse
53 zu der Schwenkachse 52 entlang der Vertikalsäulen 45 identisch mit dem
Abstand des Aufnahmeelements 60 gegenüber der in den Lagerböcken 51
aufgenommenen Schwenkachse 52.
Die Standfüße 7 des Tischs 1 können entweder aus jeweils zwei
Standfußelementen 8 der Sitzbank 2 gebildet sein, die sodann durch
Querverstrebungen ähnlich der Verstrebungen 15 unterhalb der Tischplatte 3
miteinander verbunden und nach unten verlängert sind. Andererseits ist es auch
möglich, hier einen speziellen Standfuß zu verwenden, der insgesamt größer ist
als ein Sitzbank-Standfuß 8. Auch die Standfüße 7, 8 können im Bereich der
Vertikalsäulen 45 durch in entsprechende Schlitze aufgenommene Eisen- oder
Stahlschienen versteift und hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit verbessert sein.