EP0309781A1 - Verfahren zur Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in geschmolzene Eisenlegierungen und Einrichtung zu dessen Durchführung - Google Patents

Verfahren zur Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in geschmolzene Eisenlegierungen und Einrichtung zu dessen Durchführung Download PDF

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/10Making spheroidal graphite cast-iron

Abstract

Das Verfahren der Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in die geschmolzenen Eisenlegierungen in einer Aufbereitsungspfanne (8) in einer Überdruckkammer (6) eines Autoklaven mittels einer tauchbaren Modifizierglocke (1) gewährleistet die Herstellung des sphärolitischen Gußeisens, des mit Vermikulargraphit oder des mit Magnesium modifizierten Gußeisens und/oder die Herstellung von Vorlegierungen mit Magnesium und mit Zer und/oder die Entschwefelung und die Desoxydation der Eisenlegierungen durch eine Absenkungsdauer der Modifizerglocke (1) in eine untere Stellung von höchstens 50 mm oberhalb des Aufbereitungspfannenbodens von höchstens 3 Sekunden. Die an einer Metallhaltestange (3) aufgehängte Modifizierglocke (1) ist mit mindestens einer unteren Öffnung (4) und mindestens einer oberen Öffnung (5) versehen. Das Verhältnis des Rauminhalts der Modifizierglocke (1) zu dem Rauminhalt der Überdruckkammer (6) ist 2 bis 4 : 1000. Das Verhältnis der Flächensumme der unteren Öffnungen (4) und oberen Öffnungen (5) zum inneren Rauminhalt der Modifizierglocke (1) ist 1 : 100 bis 1 : 200.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in geschmol­zene Eisenlegierungen in einer Aufbereitungspfanne in einer Überdruckkammer eines Autoklaven, wobei diese Zu­sätze in einer tauchbaren Modifizierglocke untergebracht sind, die in die Schmelze zur Herstellung von sphäro­lithischem Gußeisen oder Gußeisen mit Vermikulargraphit oder von mit Magnesium modifiziertem Gußeisen und/oder zur Herstellung von Vorlegierungen mit Magnesium und mit Zer und/oder zur Entschwefelung und zur Desoxydation der Eisenlegierungen eingetaucht wird sowie auf eine Einrich­tung zu dessen Durchführung.
  • Für die Einbringung von Magnesium, Zer und anderen ver­dampfbaren oder schmelzbaren Stoffen in die geschmolzenen Metallegierungen ist es bekannt, Autoklaven mit einer Überdruckkammer anzuwenden, wo das physikalische Gesetz ausgenützt wird, daß sich die Siedetemperatur mit stei­gendem Überdruck erhöht. In die Überdruckkammer mit der darin eingesetzten, die Schmelze enthaltenden Aufbereitungspfanne wird die Luft mit einem solchen Über­druck eingeblasen, der der Temperatur des flüssigen Metalls und also auch des z. B. Magnesiums proportional ist und seine Verdampfung verzögert. Für die Erfüllung der angeführten Funktionen werden verschiedene Verfahren der Einbringung der angeführten Stoffe verwendet. Z. B. wird das metallische Magnesium auf einer Stange befestigt und entweder blank oder mit Isolationsschichten versehen ein­getaucht, welche die Erwärmung und die Verdampfung be­hindern, Raffinationszusätze werden frei in die Pfanne geworfen, oder es werden tauchbare Modifizierglocken ver­schiedener Konstruktionen von verschiedenen Materialien und Ausführungen angewendet, in welche die Zusätze einge­legt werden. Demzufolge sind auch die Ausnutzungsstufe des Magnesiums und der weiteren Zusätze und die Reproduzier­barkeit dieser Werte und dadurch auch die Herstellungs­qualität verschieden.
  • Es ist bekannt, wie z. B. "Technický naucný slovník" (Technisches Lehrlexikon), Teil I SNTL 1981 (= Staatlicher Verlag der technischen Literatur 1981), Seite 125 und 126 zeigt, einen Autoklav auszubilden, dessen tauchbare Glocke mit zwei Öffnungsreihen versehen ist, welche oberhalb gegeneinander nicht in einer Mantellinie untergebracht sind. Das Verfahren der Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen enthält keine Angaben, zu den Absen­kungsdauern und -stellungen sowie den Verhältnisparametern der Überdruckkammer und der tauchbaren Modifizierglocke. Ähnlich ist es auch in dem Buch "Magnesiumbehandeltes Guß­eisen" der Autoren Prof. K.J.Vascenko und L. Sofroni (VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzip 1960) auf den Seiten 130 bis 135 und 146, 157.
  • Ähnlich ist aus dem SU-Urheberschein 142 665 zwar der Rauminhalt 3,7 m³ der Überdruckkammer bekannt, aber weder das Einbringungsverfahren der Zusätze noch der Rauminhalt der tauchbaren Modifizierglocke sind hier angeführt.
  • Aus dem SU-Urheberschein 817 061 und aus der DE-AS 1 168 458 ist ersichtlich, daß es bekannt ist, eine tauchbare Modifizierglocke mit den oberhalb gegeneinander angeord­neten Öffnungsreihen auszubilden, wobei diese Öffnungen gegen die Längsachse der tauchbaren Modifizierglocke immer in derselben Richtung geneigt sind, was sich als nach­teilig erwiesen hat.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Überwin­dung einiger der oben angeführten Nachteile ein Verfahren und eine Einrichtung der eingangs vorausgesetzten Art zu entwickeln, welche die optimalen Bedingungen für den Ver­lauf des technologischen Prozesses, d. h. für die maximale Ausnutzung aller Zusätze, für die optimale Durchmischung der Zusätze mit der Schmelze und die Verbesserung der Regulierbarkeit des Prozesses und seine Reproduzierbarkeit ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gelöst, daß die Absenkungsdauer der tauchbaren Modifizierglocke in der Schmelze in eine untere Stellung, welche höchstens 50 mm oberhalb des Bodens der Aufberei­tungspfanne liegt, höchstens 3 Sekunden beträgt.
  • Die genannte Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Ein­richtung mit einer Autoklav-Überdruckkammer, einer darin angeordneten Aufbereitungspfanne für Eisenlegierungs­schmelzen und einer tauchbaren Modifizierglocke zur Aufnahme von Zusätzen dadurch gelöst, daß einerseits das Verhältnis des effektiven Rauminhalts der tauchbaren Modifizierglocke, wobei der effektive Rauminhalt der tauchbaren Modifizierglocke aus dem Innendurchmesser Dn der tauchbaren Modifizierglocke und der effektiven Höhe Vef errechnet wird, zu dem Rauminhalt der Überdruckkammer den Wert 2 bis4 : 1000 in der Abhängigkeit vom Schwefelin­halt aufweist und andererseits das Verhältnis der Flächen­summe mindestens einer oberen Öffnung zu dem inneren Raum­inhalt der tauchbaren Modifizierglocke den Wert 1 : 100 bis 1 : 200 aufweist. Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung sieht vor, daß die effektive Höhe zwischen mindestens einer unteren Öffnung und mindestens einer oberen Öffnung der tauchbaren Modi­fizierglocke gleich dem oder kleiner als der Innendurch­messer der tauchbaren Modifizierglocke ist, eine andere, daß die Gesamtfläche mindestens einer unteren Öffnung der tauchbaren Modifizierglocke gleich der oder größer als die Gesamtfläche mindestens einer oberen Öffnung der tauchbaren Modifizierglocke ist. Weitere vorteilhafte Ausbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sehen vor,
    • a) daß mindestens eine obere Öffnung der tauchbaren Modi­fizierglocke durch ihr inneres Ende in Richtung zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke geneigt ist und mindestens eine untere Öffnung der tauchbaren Modifizierglocke durch ihr äußeres Ende in Richtung zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke geneigt ist,
    • b) daß das Verhältnis des Innendurchmessers des Bodens der Aufbereitungspfanne zu dem Innendurchmesser der tauchbaren Modifizierglocke den Wert 2 : 1 bis 4 : 1 aufweist und
    • c) daß die tauchbare Modifizierglocke im oberen Querteil mit einer Durchgangsöffnung für eine Metallhaltestange und mit einer dazu konzentrischen größeren Blindöffnung für ein Schutzrohr der Metallhaltestange versehen ist, wobei das untere Ende der Metallhaltestange mit deren Befesti­gungselement im Innenteil des oberen Querteils der tauch­baren Modifizierglocke durch eine Schutzansatzfüllung ab­gedeckt ist.
  • Die Hauptvorteile des Verfahrens und der Einrichtung gemäß der Erfindung liegen darin, daß die vollkommenen Bedingun­gen für den Verlauf des ganzen technologischen Prozesses erzielt werden, das heißt, daß die maximale Ausnutzung aller Zusätze ermöglicht wird, daß die beste Durchmischung der Zusätze mit der Schmelze gewährleistet wird, daß die Regulierbarkeit des ganzen Prozesses verbessert wird und daß seine sehr gute Reproduzierbarkeit ermöglicht wird. Ebenfalls wird die Verdampfung mit der optimalen Geschwin­digkeit gewährleistet, und für die Bereitstellung der maximalen Ausnutzung der Zusätze in der Schmelze wird die Dauer der Absenkung der tauchbaren Modifizierglocke in die tiefste Stellung in der Aufbereitungspfanne gleich oder kleiner als drei Sekunden gewählt, weil so die Zusätze durch die Schmelze schneller durchgehen, bevor sie sich auf die Verdampfungstemperatur erhitzen, so daß sie bei dem Eintauchen der tauchbaren Modifizierglocke nicht ver­dampfen. Der Boden der tauchbaren Modifizierglocke soll bei diesem Prozeß von dem Boden der Aufbereitungspfanne nicht mehr als 50 mm entfernt sein. Dadurch tritt die Ver­dampfung der Zusätze in der niedrigsten Stellung ein, und der längste Weg des vergasten Magnesiums, Zers und der Raffinationsstoffe durch das Metall wird ausgenutzt. Wei­ter werden die gleichlaufende Modifizierung und Raffi­nation der Metallegierung gesichert. Bei dem Modifizie­rungsprozeß entsteht eine beträchtliche Menge der Magnesium- und Zerreaktionsprodukte. Es sind zum Beispiel MgO, MgS, Mg-Mn-Fe-Silikate, welche, wenn sie in die Guß­stücke eindringen, ihre mechanischen und andere Eigen­schaften erniedrigen und zum Ausschuß führen können. Der Zusatz von verflüssigbaren Stoffen, welche sich gleichzei­tig mit dem Magnesium und mit dem Zer lösen oder ver­dampfen und durch ihre Dämpfe in das ganze Metallvolumen zerstreut werden, wirkt auf die Verflüssigung und auf die Koagulation der Reaktionsprodukte ein, welche dann leich­ter zur Schlackenoberfläche herausschwimmen und mit der Schlacke entfernt werden. Weiter wird gesichert, daß die Verdampfung der eingeführten Zusätze mit einer optimalen Geschwindigkeit verläuft, welche ihre maximale Ausnutzung gewährleistet und die Rührfunktion am besten erfüllt. Die Vorteile verstärken sich noch aufgrund der weiter ange­führten Einzelheiten. Bei dem Eintauchen werden die freien Räume der tauchbaren Modifizierglocke, solange sie nicht mit den Zusätzen gefüllt sind, durch das flüssige Metall gefüllt. Die Glockengröße muß also derart werden, daß sie alle unumgänglich notwendigen Zusätze für die Erfüllung der Modifizierung aufnimmt, aber keine überflüssigen großen Räume entstehen, wohin schon beim Eintauchen zuviel Metall eindringt, welches den Inhalt vorzeitig auf die Verdampfungstemperaturen erwärmt. Nicht einmal in dem wei­teren Modifizierungsprozeß ist es wünschenswert, daß in der tauchbaren Modifizierglocke überflüssig große Räume auftreten, welche zur beträchtlichen Metallanhäufung und einer unerwünschten Reaktionsbeschleunigung führen. Die Größe der tauchbaren Modifizierglocke kann also ihre Funk­tion dann fehlerlos erfüllen, wenn sie in einem bestimmten Verhältnis zu der Größe der Autoklavüberdruckkammer liegt. Dadurch ist es möglich, den Modifiziervorgang zu steuern und die guten und reproduzierbaren Ergebnisse zu erzielen.
  • Aus denselben Gründen sind die Größen der Öffnungen für den Metalleintritt in die tauchbare Modizierglocke und für das Entweichen der Gasprodukte so gewählt, daß der ganze Vorgang mit einer gewissen Intensität abläuft und gut regulierbar ist. Die Zusätzeausnutzung ist umso größer, je länger der Weg der Zusätze durch das Metall bei ihrem Ver­dampfen oder Schmelzen ist. Es ist deshalb wichtig, daß die maximale Menge dieser Zusätze in das Metall möglichst weit unten in der Pfanne hineingerät. Aus diesen Gründen wird vorgeschlagen, die tauchbare Modifizierglocke so an­zuordnen, daß die effektive Höhe, d. h. die Höhe von der unteren Öffnungsreihe zu der oberen Öffnungsreihe gleich dem oder kleiner als der Innendurchmesser der tauchbaren Modifizierglocke ist. Aus denselben Gründen wird vorge­schlagen, daß die Gesamtfläche der unteren Öffnungen größer als die Gesamtfläche der oberen Öffnungen ist, weil dadurch in den unteren Öffnungen ein kleinerer Widerstand gegen die Dampfentweichung aus der tauchbaren Modifizier­glocke in das Metall gebildet wird. Dem Gaseintritt mög­lichst weit unten in das Metall hilft auch die Neigung der unteren Öffnungen mit ihrem inneren Ende in Richtung zum Boden. Dagegen sind in dem oberen Teil die Öffnungen im Mantel der tauchbaren Modifizierglocke mit ihren äußeren Enden zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke so geneigt ausgebildet, daß sich dort kein Gaspolster ausbildet, wel­ches das Metalleindringen bis zum Boden und die Zusatz­schmelzung nicht erlaubt, wobei garantiert ist, daß die hier entwichenen Gase an dem Modifiziervorgang und der intensiven Metallwirbelung voll teilnehmen werden. Aus dem Grund, daß eine hohe Metallsäule ausgebildet wird, durch welche die vergasten oder geschmolzenen Zusätze durch­gehen, wird die Modifizierpfanne verhältnismäßig schlank vorgeschlagen, also mit dem Bodeninnendurchmesser der Aufbereitungspfanne zu dem Innendurchmesser der tauchbaren Modifizierglocke in dem Verhältnis 2 : 1 bis 4 : 1. Der obere Querteil der tauchbaren Modifizierglocke ist mit einer Durchgangsöffnung für eine Metallhaltestange und mit einer konzentrischen Aufweitung versehen. In diese wird ein Rohr aus feuerfestem Material eingelegt, und das ganze Rohr wird so abgedichtet, daß die Metallhaltestange beim Eintauchen bis zum Ende vor der Berührung mit dem ge­schmolzenen Metall geschützt wird. Durch eine Schutzan­satzfüllung wird auch die Stangenhalterung im inneren Teil der tauchbaren Modifizierglocke geschützt. Die Isolations­fähigkeit dieses feuerbeständigen Schutzes ist so gewählt, daß die Stange die Beanspruchung beim Eintauchen, die Auf­triebskräfte und Vibrationen aushält und daß sie auch die Biegebeanspruchung aushält, welche durch das Gesamtgewicht der Füllung der in der waagerechten Stellung eingespannten tauchbaren Modifizierglocke hervorgerufen wird. In dieser Stellung kann die Füllung der tauchbaren Modifizierglocke durchgeführt werden.
  • Die Erfindung wird im weiteren anhand eines Ausführungs­beispiels in Verbindung mit der Zeichnung ausführlich erläutert.
    • Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße tauchbare Modifizierglocke mit der schematisch dargestellten Aufbereitungspfanne; und
    • Fig. 2 stellt schematisch in einem kleineren Maßstab die erfindungsgemäßen Einrichtung mit einem Autoklav, der Überdruckkammer, der Aufbereitungspfanne und der tauchbaren Modifizierglocke dar.
  • Die tauchbare Modifizierglocke 1 ist an der Metallhalte­stange 3 aufgehängt, welche in dem Schutzrohr 2 gehalten ist. Dieses Schutzrohr 2 geht durch den Deckel der Über­druckkammer 6 des Autoklaven durch. Die tauchbare Modi­fizierglocke 1 ist in dem oberen Querteil mit einer Durch­gangsöffnung für die Metallhaltestange 3 und einer zu dieser konzentrischen oberen Blindöffnung für das Schutz­rohr 2 versehen, wobei das untere Ende der Metallhalte­stange 3 samt deren Befestigungselement, welches z. B. durch eine Mutter gebildet ist, in dem inneren Bereich des oberen Querteils der tauchbaren Modifizierglocke 1 mit einer Schutzansatzfüllung 7 abgedeckt ist. Die tauchbare Modifizierglocke 1 ist mit mindestens einer, vorteilhaft aber mit einer ganzen Reihe von oberen Öffnungen 5 und von untern Öffnungen 4 versehen. Diese unteren Öffnungen 4 und oberen Öffnungen 5 sind einerseits in unterschiedli­chen Mantellinien der tauchbaren Modifizierglocke 1 ange­ordnet, was bedeutet, daß sie nicht übereinander ange­ordnet sind, und andererseits sind sie geneigt ausgebil­det, wobei die oberen Öffnungen 5 zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke 1 mit ihrem inneren Ende geneigt sind und die unteren Öffnungen 4 zum Boden der tauchbaren Modifi­zierglocke 1 mit ihrem äußeren Ende geneigt sind. Das Ver­hältnis der Flächensumme der unteren Öffnungen 4 und obe­ren Öffnungen 5 zum inneren Rauminhalt der tauchbaren Mo­difizierglocke 1 weist dabei den Wert 1 : 100 bis 1 : 200 auf, und die effektive Höhe Vef zwischen den unteren Öff­nungen 4 und den oberen Öffnungen 5 ist gleich dem oder kleiner als der Innendurchmesser Dn der tauchbaren Modifi­zierglocke 1. Weiter ist es vorteilhaft, die angeführten Öffnungen so anzuordnen, daß die Gesamtfläche der unteren Öffnungen 4 gleich der oder größer als die Gesamtfläche der oberen Öffnungen 5 der tauchbaren Modifizierglocke 1 ist. Auf dem Boden der Überdruckkammer 6, durch deren Deckel die Metallhaltestange 3 für die Absenkung und für die Hebung der tauchbaren Modifizierglocke 1 durchgeht, ist die Aufbereitungspfanne 8 angeordnet, in welche die tauchbare Modifizierglocke 1 einschiebbar ist, wobei das Verhältnis des effektiven Rauminhalts der tauchbaren Modi­fizierglocke 1 zu dem Rauminhalt der Überdruckkammer 6 den Wert 2 bis 4 : 1000 aufweist und vorteilhaft das Verhält­nis des Innendurchmessers des Bodens der Aufbereitungs­pfanne 8 zu dem Innendurchmesser Dn der tauchbaren Modifi­zierglocke 1 den Wert 2 : 1 bis 4 : 1 aufweist.
  • Die tauchbare Modifizierglocke 1, welche mit dem zugehöri­gen verdampfbaren oder schmelzbaren Zusatz, z. B. mit Magnesium gefüllt ist, wird mittels der Metallhaltestange 3 in die Aufbereitungspfanne 8 gesenkt, wobei in der Über­druckkammer 6 des Autoklaven der erforderliche Druck herrscht. Für die Sicherstellung der Verdampfung mit opti­maler Geschwindigkeit und für die Sicherstellung der maxi­malen Ausnutzung der Zusätze in der Schmelze wird die Ab­senkungsdauer der tauchbaren Modifizierglocke 1 in die unterste Stellung in der Aufbereitungspfanne 8 gleich oder kleiner als drei Sekunden gewählt, weil die Zusätze so durch die Schmelze durchgehen, bevor sie sich auf die Verdampfungstemperatur erhitzen, so daß sie beim Ein­tauchen der tauchbaren Modifizierglocke 1 noch nicht ver­dampfen. Der Boden der tauchbaren Modifizierglocke 1 soll nach dem Absenken nicht mehr als 50 mm vom Boden der Auf­bereitungspfanne 8 entfernt sein. Dadurch setzt die Zu­satzverdampfung in der niedrigsten Stellung ein, und so wird der längste Weg des vergasten Magnesiums, Zers und der Raffinationsstoffe durch das Metall ausgenutzt. Die tauchbare Modifizierglocke 1 wird nach der Beendigung des Aufbereitungsprozesses aus der Schmelze herausgezogen und in der Überdruckkammer 6 des Autoklaven mit einer neuen Zusatzdosis gefüllt, wodurch diese zur wiederholten Anwen­dung vorbereitet ist. Die Füllung wird regelmäßig in der horizontalen Stellung der tauchbaren Modifizierglocke 1 durchgeführt.

Claims (7)

1. Verfahren zur Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in geschmolzene Eisenlegierungen in einer Auf­bereitungspfanne in einer Überdruckkammer eines Auto­klaven, wobei diese Zusätze in einer tauchbaren Modifi­zierglocke untergebracht sind, die in die Schmelze zur Herstellung von sphärolithischem Gußeisen oder Gußeisen mit Vermikulargraphit oder von mit Magnesium modifi­ziertem Gußeisen und/oder zur Herstellung von Vorlegie­rungen mit Magnesium und mit Zer und/oder zur Entschwe­felung und zur Desoxydation der Eisenlegierungen einge­taucht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Absenkungsdauer der tauchbaren Modifizierglocke in der Schmelze in eine untere Stellung, welche höchstens 50 mm oberhalb des Bodens der Aufbereitungs­pfanne liegt, höchstens 3 Sekunden beträgt.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Autoklav-Überdruckkammer, einer darin angeordneten Aufbereitungspfanne für Eisenlegie­rungsschmelzen und einer tauchbaren Modifizierglocke zur Aufnahme von Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß einerseits das Verhältnis des effektiven Raumin­halts der tauchbaren Modifizierglocke (1) zu dem Raum­inhalt der Überdruckkammer (6) den Wert 2 bis 4 : 1000 aufweist und andererseits das Verhältnis der Flächen­summe mindestens einer oberen Öffnung (5) zu dem inne­ren Rauminhalt der tauchbaren Modifizierglocke (1) den Wert 1 : 100 bis 1 : 200 aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die effektive Höhe (Vef) zwischen mindestens einer unteren Öffnung (4) und mindestens einer oberen Öffnung (5) der tauchbaren Modifizierglocke (1) gleich dem oder kleiner als der Innendurchmesser (Dn) der tauchbaren Modifizierglocke (1) ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gesamtfläche mindestens einer unteren Öffnung (4) der tauchbaren Modifizierglocke (1) gleich der oder größer als die Gesamtfläche mindestens einer oberen Öffnung (5) der tauchbaren Modifizierglocke (1) ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine obere Öffnung (5) der tauchbaren Modifizierglocke (1) durch ihr inneres Ende in Richtung zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke (1) geneigt ist und mindestens eine untere Öffnung (4) der tauch­baren Modifizierglocke (1) durch ihr äußeres Ende in Richtung zum Boden der tauchbaren Modifizierglocke (1) geneigt ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Innendurchmessers des Bodens der Aufbereitungspfanne (8) zu dem Innendurchmesser (Dn) der tauchbaren Modifizierglocke (1) den Wert 2 : 1 bis 4 : 1 aufweist.
7. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die tauchbare Modifizierglocke (1) im oberen Quer­teil mit einer Durchgangsöffnung für eine Metallhalte­stange (3) und mit einer dazu konzentrischen größeren Blindöffnung für ein Schutzrohr (2) der Metallhalte­stange (3) versehen ist, wobei das untere Ende der Me­tallhaltestange (3) mit deren Befestigungselement im Innenbereich des oberen Querteils der tauchbaren Modi­fizierglocke (1) durch eine Schutzansatzfüllung (7) ab­gedeckt ist.
EP88114526A 1987-09-24 1988-09-06 Verfahren zur Zugabe von verdampfbaren und schmelzbaren Zusätzen in geschmolzene Eisenlegierungen und Einrichtung zu dessen Durchführung Ceased EP0309781A1 (de)

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PL (1) PL274861A1 (de)
YU (1) YU170588A (de)

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