DEV0005581MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. März 1953 Bekanntgemacht am 20, Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur selbsttätigen Regelung eines von einer Heizungsanlage
beheizten Raumes, unter Verwendung eines mit zwei oder mehr Kontakten ausgerüsteten, elektrisch
beheizten Thermostaten.
Die bisher bekannten Einrichtungen unterscheiden sich in zwei Gruppen. Bei der ersten
Gruppe wird durch Thermometer oder Thermostat die Raumtemperatur überwacht und die Heizmittelzufuhr
mehr oder weniger fein geregelt, entweder dadurch, daß durch Verringerung der Heizfläche
oder durch Verringerung des Kesselzuges die Wärmezufuhr gedrosselt wird. Diesen Verfahren,
die nur von der Innentemperatur ausgehen, haften zwei wesentliche Mängel an: Sie neigen zu starken
Pendelungen, weil die Wärmeabgabe vom Heizkörper an den Raum nur langsam erfolgt und
bereits zuviel Wärme im Heizkörper steckt, bis der Thermostat, sofern er die Raumlufttemperatur
überwacht, die Heizmittelzufuhr drosselt. Überwacht der Thermostat aber die Heizmitteltemperatur,
z. B. dadurch, daß er am Vorlaufrohr angebracht wird, dann ergeben sich an kalten und
warmen Tagen infolge der unterschiedlichen Ab-
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kühlung durch die Wände ganz verschiedene Ansprechzeiten des Thermostaten für eine bestimmte
Raumtemperatur.
Durch zusätzliche Beheizung des Thermostaten wird versucht, die I'eiidelungen auszuschalten, wodurch
sich aber ein neuer Mangel ergibt, denn durch Zusatzhcizung des Thermostaten soll eine
höhere Raumtemperatur vorgetäuscht werden, um den zeitlichen Temperaturnachlauf infolge der
Trägheit der Heizungsanlage auszuschalten.
Der Thermostat muß also auf der Seite »Temperatur zu niedrig« beheizt werden und beim
Erreichen der gewünschten Temperatur am Thermostaten (nicht im Kaum) muß die Zusatzheizung
abgeschaltet werden; bis unter gegebenenfalls mehrfachem Ansprechen des Thermostaten die Zeit überbrückt
ist, die der Trägheit der Wärmeabgabe des Heizkörpers entspricht. Durch geringe Vorheizung
des Thermostaten über die ganze Zeit, in der die Raumtemperatur zu niedrig ist, wird die Temperatur
nach Erreichen der Raumtemperatur durch die Wärmeaufnahmefähigkeit der Heizkörper noch
über die gewünschte Raumtemperatur ansteigen und erst allmählich zurückpendeln, während bei zu
großer Vorheizung die Anheizzeit durch frühes Ansprechen des Thermostaten stark verzögert wird.
Diese Art von Thermostaten muß genau auf den beheizten Raum und seine besonderen Abkühlungsverhällnisse
angepaßt werden, was die serienmäßige 'Herstellung und die Verwendbarkeit erschwert.
Die zweite (iruppe der bekannten Einrichtungen berücksichtigt außer der Innentemperatur des beheizten
Raumes auch die Außentemperatur und steuert an kalten Tagen eine größere Wärmeabgabe
(\ιά Heizkörpers. Diese (iruppe erfordert umfangreiche
Einrichtungen, hält die Temperatur aber dafür genauer. Die Innen- und Außenthermostaten
müssen in Yergleichsräumen angeordnet sein, um die Abkühlung durch die Wände erfassen zu
können. Heide Thermostaten müssen zusätzlich beheizt sein. Der Außenthermostat bewirkt an kalten
Tagen eine geringere Beheizung des Innetivergleichsraumes,
so daß dem beheizten Raum entsprechend mehr Wärme zugeführt wird.
Diesel' (Iruppe haften zwei Mängel an: Erstens
gilt bei diesen Thermostaten wie bei der ersten (!nippe, daß das Anheizen des Raumes oder eine
Umstellung auf höhere Temperatur nur mit zeitlicher Verzögerung erfolgt, bis sich die Anlage
eingespielt hat. Zweitens müssen sowohl der Innenais auch der Außeiivergleichsraum in der Beheizung
genau auf die Raumgröße, Wärmeleitfähigkeit der Wände und Wärmeaufnahmefähigkeit des Heizkörpers
abgestimmt werden, was weniger rechnei'isch als empirisch an Tagen mit bestimmten
Teniperaturverhältnissen festgestellt werden muß, so daß dieser (iruppe kaum wirtschaftliche Bedeutung
zukommt.
I )io angeführten Nachteile werden nach der Erfindung dadurch behoben, daß bei einer Einrichtung
zur selbsttätigen Regelung einer Heizungsanlage der eingangs genannten (iattung durch Verwendung
eines mit zwei oder mehr Kontakten ausgerüsteten und elektrisch beheizten Thermostaten
die elektrische Beheizung nur in einem durch Kontakte je nach Wärmeaufnahmefähigkeit der
Anlage einstellbarem Bereich wirksam ist. Beim Erreichen des untersten und obersten Einstcllwertes
wird die zusätzliche Beheizung des Thermostaten abgeschaltet.
Beim Erreichen des obersten Einstellwcrtes wird durch Unterbrechung des Stromkreises die
Heizungsanlage außer Tätigkeit gesetzt, beim Erreichen des untersten Einstclhvertes die Anlage
eingeschaltet, ohne daß durch die Vorheizung ein Ansprechen des Thermostaten erfolgen könnte,
wenn die Raumtemperatur den untersten Einstellwert noch nicht erreicht hat. Zwischen dem obersten
und untersten Einstellwert kann durch zusätzliche Kontakte eine unterschiedliche Zusatzheizung je
nach bereits erreichter Raumtemperatur bewirkt werden.
In der Zeichnung ist ein Anführungsbeispiel einer Regeleinrichtung nach der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. ι ein Schaltbild der Regeleinrichtung und
Abb. 2 eine schaubildliche Darstellung des Thermostaten.
Ein aus einem Bimetallstreifen bestehender Thermostat ist mit drei Kontakten versehen,
welchen drei Gegenkontakte gegenüberstehen, die durch Einstellschrauben auf beliebige Temperaturen
gestellt werden können. Dieser Thermostat liegt in einem Stromkreis, der bei öffnung die Heizungsanlage
außer Betrieb setzt. Die drei Kontakte werden durch einen Widerstand 4 überbrückt, der
zugleich die zusätzliche Heizung des Thermostaten darstellt. Falls die Raumtemperatur zu gering ist,
sind die Kontakte alle geschlossen. Die Heizungsanlage wird dadurch so lange voll eingeschaltet, bis
der Raum eine solche Temperatur angenommen hat, daß der erste Kontakt 1 öffnet. Diese Temperatur
soll z. B. 2° unter der gewünschten Temperatur liegen.
Der Bimetallstreifen des Thermostaten wird durch die Zusatzheizung thermisch vorgespannt, so
daß von dem Kontakt 2 der entsprechende Temperaturwert von /.. B. i° 'höher erreicht wird. Steigt
die Temperatur weiter, dann öffnet auch Kontakt 2 und verstärkt die zusätzliche Heizung des Thermo- n0
staten, so daß der Endkontakt 3 öffnet und die Anlage abschaltet. Damit fällt die Vorheizung weg.
Ie nach der bereits erreichten Raumtemperatur schließt nach Abkühlung des Thermostaten der
Kontakt 3 wieder, der Thermostat wird wieder vorgeheizt und spricht so in bekannter Weise
laufend an, bis die Endtemperatur entsprechend der Einstellung des Kontaktes 3 erreicht ist.
Durch die Anordnung von zwei oder mehr Kontakten ist sichergestellt, daß die Heizungsanlage bis
zu einem unteren Wert hochheizt, ohne durch vorzeitiges Ansprechen des Thermostaten gestört zu
werden, wodurch die gewünschte Temperatur rasch erreicht wird. Durch Anordnung von drei Kontakten
ist der Thermostat bei kleinen und großen beheizten Räumen verwendbar, so daß die Einrich-
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tung auch durch Nichtfachleute leicht eingebaut werden kann. Durch gestuftes Hochheizen innerhalb
des Regelbereiches des Thermostaten werden Pendelungen weitgehend vermieden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Einrichtung zur selbsttätigen Regelung eines von einer Heizungsanlage beheizten Raumes, unter Verwendung eines mit zwei oder mehr Kontakten ausgerüsteten und elektrisch beheizten Thermostaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (i, 2, 3) je nach der Wärmeaufnahmefähigkeit der Anlage mit Abstand voneinander eingestellt sind und daß beim Erreichen des untersten und obersten Einstellwertes die zusätzliche Beheizung (4) des Thermostaten abgeschaltet und nur in dem zwischen den Einstellwerten liegenden Bereich mehr oder weniger stark eingeschaltet ist.Angezogene Druckschriften:
österreichische Patentschrift Nr. 134686;
französische Patentschrift Nr. 511 380;
deutsche Patentschrift Nr. 718483.Hierzu ι Blatt Zeichnungen1 509 576/149 10. 55
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