DEV0003407MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Mai 1951 Bekaiintgcmacht am 14. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, nach dem es gelingt,. Metallstäbe, die im Innern einen Füllstoff
enthalten, wie z. B. Schweißstäbe, Lötstäbe oder. Elektroden oder auch Stäbe aus nichtmetallisehen
Werkstoffen, dadurch herzustellen, daß die Stäbe nach Art metallischer Seile bzw. Hohlseile
aus Einzeldrähten, verdrillt werden und während
dieses Vorganges die Füllstoffe einschließen. Die Erfindung bezweckt, dieses in der Hauptpatentanmeldung
V33o8Ib/7,b angegebene Verfahren
einer weiteren Ausbildung zu unterwerfen.
Es ist bekannt, Schweiißstäbe Lötstäbe oder Elektroden für Schweißzwecke aus Metallegierungen
herzustelleil, um das metallische Verbinden zu erleichtern und der Verbindung hohe Zähigkeitseigenschaftein
zu verleihen. Derartige Stäbe können sowohl aus Eisen- als auch aus Nichteisenlegierungen
angefertigt sein. Es ist weiterhin auch nicht mehr neu, Elektroden aus Drähten verschiedener
metallurgischer Zusammensetzung zu schaffen und die Drähte, hierbei drahtseilartig miteinander zu
verdrillen.
Erfmdungsgemäß werden die aus verschiedenen Metallen bzw. Metallegierungen bestehenden Drähte,
so zu einem Stab miteinander verdrillt, daß sie entsprechend dem Verfahren nach der Hauptpatent-
609 530/272
V 3407 VI149h
anmeldungV33o8Ib/7b eine Füllmasse in ihrem
Innern aufnehmen können. Die letztere kann aus oxydlösenden und/oder das Legieren der Einzeldrähte
förderndem Stoffen bestehen, Die Drähte sind in ihrer Zusammensetzung ferner auf den zu verbindenden
Grundwerkstoff abgestimmt. Wird hierzu ein Bestandteil der zu verschweißenden Legierung
mit niedrigem Schmelzpunkt benutzt; kann der erfahrungsgemäß eintretende Abbrand dadurch ausgeglichen
werden, daß der Durchmesser der Einzeldrähte oder ihre Zahl entsprechend größer gewählt
wird.
Es besteht ferner die Möglichkeit, als Füllstoffe bei Elektroden für Lichtbogenscihweißung solche zu
verwenden., die die Eigenschaft besitzen, den Lichtbogen, zu stabilisieren. Zu dem gleichen Zweck
können beim Verdrillen der Einzeldrähte aber auch ein Draht oder mehrere, z.B. solche mit höherer
Verbrennungswärme;, mit eingedrillt werden. Die Auswahl der Einzeldrähte kann ferner so getroffen
werden,, daß der Schmelzpunkt des Zusatzwerksto'ffes
vorher bestimmt und beeinflußt wird. Ferner ist es möglich, den Schmelzpunkt des Zusatzwerkstoffes,
insbesondere bei der Lötung, der Notwendigkeit einer Diffusion in den Grundwerkstoff anzupassen.
Die Abbildungen veranschaulichen Ausführungsbeispiele von Sahweißstäben, Lötstäben und Elektroden,
die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt sind. Sie stellen im Querschnitt verdrillte
Stäbe dar.
Abb. ι zeigt einen einfachen. Stab, der aus drei
verschiedenen Drähten α, b und c runden Q'uer-
- schnittes besteht und im Innern einen Füllstoff (Zusatzstoff) d auf weist. Der letztere kann ein Flußmittel
sein, oder es können auch Stoffe verwendet werden, die den Lichtbogen stabilisieren oder die
Legierungsbildung fördern. Es besteht auch die Möglichkeit, derartige Stoffe zusätzlich als Ummantelung
e aufzubringen.
Entsprechend der Darstellung nach Abb. 2 sind sechs derartige Einzeldrähte f verdrillt, die einen
Draht g umschließen, der der Stabilisierung des
Lichtbogens dient. Der. Füllstoff ist wieder mit h bezeichnet. Die Ummantelung e kann gegebenenfalls
aus derartigen Füllstoffen aufgebaut sein.
Abb. 3 zeigt außer den drei Einzeldrähten / als
Betstandteile der zu bildenden Legierung noch einen vierten1 Draht g, der zur Stabilisierung des Lichtbogens
dient. Der von den Drähten eingeschlossene Raum h steht wieder zur Aufnahme oxydbildender
Mittel oder die Legierung begünstigender Stoffe zur Verfügung. . ■ -
In den Abb. 4 bis 6 sind Stäbe dargestellt, bei denen die einzelnen Legierungsbestandteüe aus
einer ganzen Anzahl dünner Einzeldrähte bestehen. Diese können nach Abb. 4 in einzelne Sektoren k, I,
m, η und 0, gemäß Abb. 5 aus einzelnen Drähten,
die konzentrisch angeordnet sind, für drei Legierungsbestandteile p, q und r aufgebaut sein. Entsprechend
der Darstellung nach Abb. 6 sind vier Legierungsbestandteile s, t, u, ν nach einem ganz bestimmten
Schema miteinander gemischt vorgesehen. Dabei kann der Legierungsbestandteil mit dem
niedrigsten Schmelzpunkt in Abb. 5 in der Mitte des gesamten Querschnittes angeordnet sein.
Claims (4)
- PATENTANSPRi'i C. II H :■i. Verfahren zur Herstellung von Metallstäben aus verschiedenen Werkstoffen, Vorzugsweise Metallegierungen, für Lot- oder Schweißzwecke oder in Form von Elektroden gemäß PatentanmeldungV33o8Ib/7b, wobei der Füllstoff während der Anfertigung der Drähte nach Art metallischer Seile bzw. Hohiseile in. das Innere eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe aus Drähten verschie^ dener Metalle, Metallegierungen, Vorlegierungen oder anderen Werkstoffen bestehen.
- 2. Metallstäbe, vorzugsweise Schweißstäbe, Lot stäbe oder Elektroden, die nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von Reinmetallen, Vorlegierungen oder Legierungen in Drahtform beliebiger Querschnitte die Wahl des Werkstoffes so getroffen ist, daß im niedergeschmolzenen Zustand eine Legierung für die-Schweiß- oder Lötnaht entsteht, die vorher bestimmte, in gewallter Beziehung zum Grundwerkstoff stehende chemische und physikaiische Eigenschaften hat.
- 3. Metallstäbe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff dxydlosen.de oder das Legieren der Einzeldrähte fördernde Mittel mit eingedrillt oder als Ummantelung außen auf die Stäbe aufgebracht enthält.
- 4. Schweißstäbe bzw. Elektroden für Lichtbogenschweißung, dadurch gekennzeichnet, daß denLichtbogen stabilisierende Stoffe, gegebenenfalls in Drahtform, vorgesehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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