DEST008923MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 13a GRUPPE 8u
St 8923 Ia/. 13a
und
. Friedrich Fikenscher
. Wilhelm Schreiter, Gummersbach (RhId.)
. Wilhelm Schreiter, Gummersbach (RhId.)
sind als Erfinder genannt worden
Wandkühlrohre
Die Erfindung betrifft die Zusammenfassung und
Wiederaufgabelung von Rohnen, insbesondere von
Wandkühlrohren in Dampfkesselfeuerungen, mit Hilfe sogenannter Doppelgabelungen,.
Rohrgabelungen mit zweit oder mehr Rohirzweigen sind, bereits in sehr vielen. Fällen an-,
gewendet worden, um einmaligen Verengungen oder Erweiterungen einer zu kühlenden, Feuerraumwand
zu folgen und,dabei gleichzeitig eine tunlichst gleichmäßige Verkleidung dieser Wände durch
Kühlrohre aufrechtzuerhalten. Es wurden auch schon vorübergehende Rohrzusammenfassungen —
wie sie gemäß der Anmeldung angestrebt werden — mit Hilfe von Gabeln ausgeführt, um beispielsweise
Platz für Wanddurchbrüche in Feuerräumen, z. B. für Kohlenstaubbrenner, Zweitluftdüsen,
Schauluken usw., zu schaffen. Bisher wurde dabei derart vorgegangen, daß entweder die im
Bereich dieser Wandöffnungen, vorzugsweise von unten nach oben, durchlaufenden Rohre seitlich
ausgebogen und vor bzw. hinter den anderen durchlaufenden Rohren an dar Öffnung vorbeigeführt
wurden. Eine andere Möglichkeit bestand darin, daß man die Rohrwände unter- und; oberhalb der
Wandöffnungen, beispielsweise mit Hilfe kurzer Rohrsammei- bzw. Verteilkammern, unterbrach.
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Diese Ausführungen sind jedoch teilweise wegen der räumlichen Unterbringiuing und der verwickeltenRohrausbieguingen
sehr stör end, teilweise wegen der erforderlichen Kammern sehr kostspielig. Die
an sich naheliegende Verringerung der Kühlrohre im Gebiet seitlich der Wandöffnungen war durch
einfache Zusammenfassung mittels Gabeln aus dem Grunde nicht durchführbar, weil oberhalb der Zusammenfassung,
d. h. nach der Auseinandergabelung, die Verteilung des Kühlmittels in den meisten
Fällen derart ungleichmäßig war, daß wegen zu geringer Kühlung einiger der anschließenden
Einzelrohre Rohrüberhitzungen und Rohrreißer unvermeidlich waren.
Erfindungsgemäß, wird vorgeschlagen, zur Ermöglichung
der vorübergehenden Rohrzusammenfassung mittels Gabeln in die zwischen den beiden
Gabeln verlaufenden Sammelrohr strecken ebene
Blechstreifen als Trennwände einzubauen, die die Kühlmittelwege der zusammengefaßten Einzelrohre
voneinander auch während der Zusammenfassung trennen. Diese Trennwände müssen natürlich von
der Zusammenfassungsgabel bis zur Trennungsgabel durchlaufen und hinreichend dicht an den
Rohr- bzw. Gabelaußenwänden anliegen. Die Trennwände müssen sich also insbesondere beiderseits
bis zu den Innenscheiteln der Gabeln erstrecken. Zur konstruktiven Ausführung erscheint es vorteilhaft,
die Trennwände durch Strecken- bzw. Punktschweißung mit der Rohraußenwand zu verbinden,
da eine völlig druckdichte Ausführung nicht notwendig ist.
Es ist auch möglich, die Trennwände nach dem Einbau von außen her mit Hilfe sogenannter
Stopfenschweißungen festzulegen und mit der Rohraußenwand zu verbinden, wobei die Stopfenschweißungen
durch (am besten vorher) in die Rohraußenwand eingebohrte Löcher geringen Durchmesssers angebracht werden.
Da die Rohrsammeistücke zwischen den beiden Gabeln gebogen werden müssen, so werden die
Trennwände bzw. Blechstreifen nach dem Einbau in die Rohre vorteilhaft gemeinsam mit dem
Sammelrohr stück zusammen so gebogen, daß sie danach annähernd Zylinderflächen darstellen, deren
Mantellinien parallel zur jeweiligen Rohrbiegeachse verlaufen.
Grundsätzlich kann die Reihenfolge der Arbeitsgänge Lochbohren, Blecheinlegen, Rohrbiegen ver-
schieden sein. Bei starken Biegungen und sonstigen schwierigen Verhältnissen erscheint es jedoch angebracht,
zuerst die Löcher zu bohren, das Blech einzulegen und mit leichten Heftschweißpunkten
von außen her durch die Löcher im Rohr festzulegen. Danach wird das Rohr gebogen und schließlich
die Stopfenschweißen endgültig und haltbar ausgeführt. Ein gelegentliches Anreißen der Heftschweißen
während des Biegens ist dann ohne Bedeutung.
Unter Umständen können die fertig gebogenen und geschweißten Rohre auch in an sich bekannter
Weise spannungsfrei geglüht oder sogar normalisiert werden.
Es ist selbstverständlich, daß die Rohrsammeistücke auch größeren oder kleineren Durchmesser
haben können als die zugehörigen .Einzelrohre.
In der Zeichnung sind die bisherigen und die mit der Erfindung vorgeschlagenen Ausführungen angedeutet.
Hierbei stellen
Abb. ι und 2 schematisch die bisher üblichen
Kühlrohranordnungen in der Ansicht auf die Feuerraumwand,
Abb. 3 in gleicher Ansicht die Rohranordnung gemäß der Erfindung dar;
Abb. 4, 5 und 6 zeigen Gestaltungseinzelheiten eines geraden Doppelgabelstückes, und zwar Abb. 4
im Axiallängsschnitt parallel zur Ebene der Feuerraumwand, Abb. 5 den zugehörigen Querschnitt
und Abb. 6 denselben in vergrößertem Maßstab. · · · ■
In den schon aus der Darstellung und der Beschreibung verständlichen Zeichnungen gelten folgende
Bezeichnungen: 1 die Wandöffnung bzw. die von den Kühlrohren freizuhaltende Wandfläche,
2 die von unten her auf die Wandöffnung 1 zulaufenden Rohre, 3 die seitlich mit oder ohne jede
Ausbiegung an. der Wandöffnung 1 vorbeilauf enden Kühlrohre, 4 die unteren Gabelstücke für die Zusammenfassung der von unten kommenden Rohre 2,
5 die Rohrsammeistücke (Stiel- oder Stammrohre) der Gabeln, 6 eine über der Wandöffnung 1 angeordnete
Rohrverteilkammer für das über der Wandöffnung angebrachte Kühlrohrelement, 7 die
über der Wandöffnung 1 nach oben verlaufenden Kühlrohre, 8 die oberen Gabelstücke zur Wiederaufgabelung
der Rohrsammeistücke 5, 9 die im Rohrsammeistück 5 befestigte Trennwand, 10 die
Stopfenschweißen zur Befestigung der Trennwand 9 im Rohrsammeistück 5.
Claims (4)
1. Zusammenfassung und Wiederaufgabelung
zweier oder mehrerer Wandkühlrohre, insbesondere in Dampfkesselfeuerungen, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Aufrechterhaltung der Kühlmittelverteilung in . den zwischen den
beiden Gabeln verlaufenden Sammelrohrstücken ebene Blechstreifen, die sich bis zu den Innenscheiteln
der Gabeln erstrecken, angeordnet sind.
2. Doppelgabelstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise aus
einem Blechstreifen bestehende Trennwand im Sammelrohrstück nicht druckdicht eingebaut,
sondern nur strecken- oder punktweise mit der Rohrwand verschweißt ist.
3. Doppelgabelstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand
mittels von außen her durch Bohrungen in der Rohrwand angebrachter Stopfenschweißen mit
dem Rohr verbunden ist.
4. Verfahren zur Herstellung der Doppelgabelstücke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennwand senkrecht zur Ebene der Gabelstücke bzw. der später auszu-
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führenden Biegungen in das für die Schweißungen vorgebohrte gerade Sammelrohrstück eingelegt
und durch leichte Heftschweißung darin festgelegt wird, daß anschließend das Rohrsammelstück
gebogen und danach die Stopfenschweißen unter Wiedereinschmelzung der Heftschweißpunkte
druckfest ausgeführt werden.
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung B 9680 Ia/13 a.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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