DEST006112MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. März 1953 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronisch entzerrenden Übertrager für Telegrafierzeichen in
einem Start-Stop-System.
Ausgangspunkt für die Erfindung ist ein entzerrender Übertrager, der als Bestandteile außer einer
Generatorschaltung mit Start-Stop-Schaltung und Kippschaltungen für die Bestimmung der Wirkungsdauer
der Generatorschaltung einen Verteiler besitzt, der eine Anzahl Röhren enthält, die mindestens der
Anzahl der zu verteilenden Schritte gleich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Bestimmung der Wirkungsdauer der Generatorschaltung
eines solchen Übertragers eine einfachere Schaltung anzuwenden, um damit einen denkbar einfachen
Aufbau des Übertragers zu schaffen, der gleichzeitig jede Gewähr für ein störungsfreies und sicheres Auftreten
gibt.
Diese Aufgabe wird durch Schaffung eines Übertragers gelöst, der aus den Bestandteilen einer Eingangsschaltung,
die dazu dient, das empfangene Telegrafierzeichen mit rechtwinkligen Flanken zu versehen
und der Amplitude einen bestimmten Wert zu geben, einer Start-Stop-Schaltung für das Anlassen
und Stillsetzen . des Generators, einer Generator-
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schaltung, die an ihren beiden Ausgängen Stromstöße für die Abtastung des empfangenen Telegrafierzeichens
und Synchronisierungsstöße gibt, einer Schaltung, die als Hilfsschaltung beim Anlassen und Stillsetzen
dient, einer Ausgangsschaltung, die das entzerrende Telegrafierzeichen sendet, aufgebaut ist.
In Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens ist eine Anordnung vorgesehen, gemäß deren die Polaritäten
der Schritte des eingehenden Telegrafierzeichens mittels ein und derselben Abtastvorrichtung nacheinander
den Eingang einer Speicherschaltung steuern, die als Ausgangsschaltung dient, wobei die zum Abtasten benötigten Stromstöße vom Generator geliefert
werden, und zwar die beiden ersten eine bestimmte Dauer nach dem ersten Moment der Ankunft des Anlaufschrittes
des eingehenden Telegrafierzeichens, und wobei die Wirkungsdauer des Generators dadurch bestimmt
wird, daß seine Stromstöße zugleich eine zweite Abtastvorrichtung steuern, .mit deren Eingang
ein Ausgang einer Schaltung derart verbunden ist, daß in der Ruhestellung dieser Schaltung zuerst eine
Spannung negativer Polarität abgetastet wird, wodurch ein negativer Stromstoß die Schaltung in die
Arbeitsstellung bringt, wonach der genannte Ausgang eine Spannung positiver Polarität aufweist, so daß nun
beim Abtasten positive Stromstöße für die Synchronisierung auf die Dauer der Arbeitsstellung der Schaltung
auftreten, wobei diese ihrerseits die Dauer der Wirkung des Generators bestimmt.
Die Erfindung wird an Hand der Fig. 1 bis 8 näher beschrieben.
Fig. ι zeigt ein Telegrafierzeichen in dem Fünf-
- schritt-Start-Stop-System;
Fig. 2 zeigt die sogenannte Normalschaltung (besondere Kippschaltung), die für die Bestandteile IS,
DS, IV und U benutzt wird;
Fig. 3 gibt den Gitterstrom und. Spannungen an verschiedenen Stellen der Normalschaltung als Funktion
der Eingangsspannung wieder;
Fig. 4 zeigt die Start-Stop-Schaltung;
Fig. 5 zeigt die Generatorschaltung;
Fig. ξ> gibt Spannungen an verschiedenen Stellen der Generat orschaltung als Funktion der Zeit wieder; Fig. 7 enthält das Schema des entzerrenden Überträgers, in dem die vorherigen, einzeln wiedergegebenen Schaltungen als kleine Rechtecke dargestellt sind;
Fig. 5 zeigt die Generatorschaltung;
Fig. ξ> gibt Spannungen an verschiedenen Stellen der Generat orschaltung als Funktion der Zeit wieder; Fig. 7 enthält das Schema des entzerrenden Überträgers, in dem die vorherigen, einzeln wiedergegebenen Schaltungen als kleine Rechtecke dargestellt sind;
Fig. 8 besteht aus Zeitschemas für Spannungen an verschiedenen Stellen in dem entzerrenden Übertrager.
Die Figuren sind gezeichnet für den Fall, daß die Telegrafierzeichen im Fünfschritt-Start-Stop-System
benutzt werden. Aus der gegebenen Beschreibung können jedoch ohne Schwierigkeiten Schaltungen für
Telegrafierzeichen in einem Start-Stop-System mit einer anderen Anzahl Gruppenschritte abgeleitet
werden. Die Telegrafierzeichen, die im Verkehr zwischen Fernschreibern benutzt werden, bestehen aus
je sieben Schritten mit einer Zeitdauer von 20 msec für jedem Schritt (Fig. 1).
Der erste Schritt des Telegrafierzeichens, der sogenannte Anlaufschritt, ist immer ein Zeichenschritt;
diesem Anlaufschritt folgen fünf sogenannte Gruppenschritte. : ■. '
Jeder Gruppenschritt kann ein Zeichen- oder ein Ruheschritt sein. Danach folgt der Sperrschritt, der
immer ein Ruheschritt ist.
Der entzerrende Übertrager muß ein empfangenes verzerrtes Telegrafierzeichen wieder unverzerrt senden.
Er wird vom Anlaufschritt des eingehenden Telegrafierzeichens in Tätigkeit gesetzt. Im Zusammenhang
mit Störungen auf der Leitung muß der Anlaufschritt eine längere Zeitdauer als 10 msec haben,
um den entzerrenden Übertrager in Tätigkeit zu setzen. Wenn der entzerrende Übertrager einen falschen
Anlaufschritt (kleiner als 10 msec) empfangen hat, so muß er unmittelbar darauf imstande sein, einen neuen
falschen Anlaufschritt zu vernachlässigen oder auf einen guten Anlaufschritt in der richtigen Weise zu
reagieren. 10 msec nach Anfang eines guten Anlaufschrittes findet die Momentabtastung desselben statt.
Dänach werden alle 20 msec die darauffolgenden Gruppenschritte und schließlich der Sperrschritt abgetastet.
Im Augenblick der Abtastung eines Schrittes beginnt zugleich die Wiederaussendung desselben
durch die Ausgangsschaltung U, wobei die Wiederaussendung während einer Zeitdauer von 20 msec
stattfindet.
Eine Beschreibung der Bestandteile, die in Fig. 7 durch kleine Rechtecke wiedergegeben werden, geht
der Beschreibung des entzerrenden Übertragers vorher. Für die Bestandteile I S, I V und U benutzt
man die sogenannte Normalschaltung. Für D S ist die Normalschaltung noch mit einigen Bestandteilen er-,
weitert; die Wirkung von D S soll daher für sich besprochen werden.
Diese Normalschaltung (Fig. 2) besteht aus einer Doppeltriode B1 a, B1 b, einer Anzahl Widerstände und
zwei Glimmlampen L1, L2. Die Röhren B1 a und B1 δ
haben einen gemeinsamen Kathodenwiderstand R15,
der mit dem negativen Pol der Batterie V verbunden
ist. Die Anodenwiderstände werden von den parallel stehenden Widerständen R1 und R2 bzw. R1 und R5
gebildet, die mit dem positiven Pol der Batterie V verbunden sind. Mit jeder Anode ist ein Spannungsteiler
RJR11 bzw. RJR19 verbunden, dessen andere
Seiten an dem negativen Pol der Batterie V liegen.'
Die Abzweigungen 9 und 4 sind die Ausgangsklemmen. Die Widerstände R12 und Rls sind in Reihe zwischen
die Ausgangsklemmen geschaltet; der Verbindungspunkt zwischen diesen Widerständen ist Punkt 6.
Ferner hat man noch zwei hochohmige Spannungsteiler RJR1S und RJR14, angebracht, die parallel zu
den Spannungsteilern RJR11 und RJR19 stehen. Die
Abzweigung auf dem Spannungsteiler RJR16 ist mit
dem Steuergitter der Röhre B1 h und zugleich über
den Widerstand R1^ mit Punkt 6 verbunden.
Die Abzweigung 5 auf dem Spannungsteiler RJR14,
ist über den Widerstand R13 mit Punkt 6 verbunden.
Das Steuergitter der Röhre JS1 α ist mit Punkt 8 und
über R10 mit Punkt 7 verbunden. Die Anode der
Röhre B1 a ist mit Punkt 10 und die Anode der
Röhre B1 6 mit Punkt 3 verbunden.
Mit diesen Punkten sind gleichfalls die Glimmlampen L1 und L2 verbunden. Diese Glimmlampen
werden über den Widerstand R3 aus dem positiven
Pol der Batterie V gespeist.
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Ist das Steuergitter der Röhre B1 a hinsichtlich der
Kathode stark negativ, so führt diese Röhre keinen Strom; über den Spannungsteiler R8IRm wird eine
positive Spannung an das Steuergitter der Röhre B16
gelegt. Die Röhre B16 ist dann leitend; dadurch ist
ihre Anodenspannung niedriger als diejenige der Röhre B1 a. Die Glimmlampe L2 glüht, während die
Glimmlampe L1 erloschen ist. Die Ausgangsklemme 9
hat eine höhere- Spannung als die Ausgangsklemme 4.
Die Ausgangsklemme 6 hat eine Spannung, die mitten zwischen den Spannungen der Ausgangsklemmen 9
und 4 liegt ( Zustand).
Falls nun das Potential des. Steuergitters der Röhre B1 a steigt, so wird diese Röhre bei einem
bestimmten Wert leitend und die Röhre B16 infolgedessen
nichtleitend.
Die Glimmlampe L1 zündet, und L2 erlischt; die
Ausgangsklemmen 9 und. 4 wechseln die Spannung (+-Zustand).
ao Die Schaltung ist so bemessen, daß der Übergang
von einem Zustand in den anderen bei einer kleinen Änderung des Eingangspotentials von Punkt 7 sprungweise
stattfindet. In den beiden Stellungen der Schaltung hat Punkt 6 stets dieselbe Spannung, weil
die Widerstände A12 und Rls einander gleich sind.
Wenn die Eingangsklemme 7 eine Spannung hat, die nahezu der Spannung von Punkt 6 gleich ist, so ändert
die Schaltung ihre Stellung.
Bei 39 kü für die Widerstände R1, R2, Ri: -R5,
R6, R9, R11, R12, R18 und A19, von ι Μ.Ω für die
Widerstände R7, R8, R13, A14 und R16, von 820 kü
für A3, 470 kÜ für R10, 15 kß für R16 und 270 kü
für R17 und einer Batterie V mit einer Spannung von
220 Volt und geerdetem Pol haben die Ausgangs-
klemmen 9 und 4 die Spannung von 80 Volt bzw. 60 Volt bei einer Eingangsspannung, die niedriger als
70 Volt ist; Klemme 6 hat eine Spannung von 70Volt. Wird die Eingangsspannung erhöht, so wechseln die
Ausgangsspannungen nach 60 und 80 Volt bei einer Eingangsspannung von etwa 70,5 Volt. Die
Ausgangsklemmen behalten bei weiterer Erhöhung der Eingangsspannung nahezu dieselben Ausgangsspannungen.
Wird die Eingangsspannung herabgesetzt, so kehrt die Schaltung bei etwa 69,5 Volt
wieder in die ursprüngliche Stellung zurück.
In Fig. 3 sind der Gitterstrom der Röhre B1 a und
Spannungen an verschiedenen Stellen der Schaltung als Funktion der Eingangsspannung dargestellt.
Werden die Ausgangsklemmen 9 und 4 belastet, so ändern sich die Spannungen an ihnen; ebenfalls ändert
sich die Spannung an Punkt 6. Infolge der Kopplung des Steuergitters der Röhre B16 über den Widerstand
R17 mit Punkt 6 tritt in diesem Falle auch eine
Änderung der Eingangsspannung ein, wobei die Stellung der Schaltung sich ändert, und zwar derart,
daß diese Eingangsspannung stets den mittleren Wert der Spannungen an. den Ausgangsklemmen 9 und 4
annimmt. . Müssen mehrere Schaltungen zusammenarbeiten, so werden die Punkte 6 miteinander verbunden,
wodurch die Potentiale so gut wie möglich einander gleich werden.
Die Ausgangsklemme 5 kann mit der Eingangsklemme 7 verbunden werden, wodurch die Stellung
der Schaltung aufrechterhalten bleibt, nachdem die steuernde Eingangsspannung beseitigt ist. Die Normalschaltung
ist nun eine sogenannte Gedächtnisschaltung bzw. ein binärer Speicher geworden.
Die Generatorschaltung ist eine normale Multivibratorschaltung
mit einer Frequenz von 50 Hz. Die Start-Stop-Schaltung wird benutzt, um den Generator
am Anfang eines Telegrafierzeichens anzulassen und am Ende eines Telegrafierzeichens stillzusetzen.
In Fig. 4 und 5 sind die Start-Stop-Schaltung und die Generatorschaltung dargestellt. In jeder Schaltung
befindet sich eine Doppeltriode. Die Werte der Widerstände betragen in Fig. 4: R20 = R23 = τ,ζΜΩ,
R21 = 820 kü und A22 = 27 kO, und in Fig. 5:
R21 = A26 = Rso = R31 = 10 kQ, A25 = 680 kß,
R27 = R29 = ι ΜΩ, R28 = R37 = 56 kÜ, R32 = R35
= 270 kß, A33 = R31 = 39 kü, R36 = R39 = 560 kü
und R38 = 47 kß.
C1 und C2 in Fig. 5. sind ungefähr 20 nF. Das
Potential an der Kathode der Doppeltriode aus der ■Start-Stop-Schaltung ist ungefähr 70 Volt. Hat das
Steuergitter der Röhre B2 a ein Potential, das niedriger
als 70 Volt ist, so führt diese Röhre keinen Strom; infolgedessen führt die Röhre B26 Strom. In der
Anodenleitung der letzteren Röhre · liegt der Widerstand R27 aus der Generatorschaltung. Hierdurch hat
nun das Steuergitter der ,Röhre B3 a aus dem Generator
das negative Potential hinsichtlich der Kathode, das auch vorhanden ist, wenn die Röhre B3 a während
der Wirkung des Generators nichtleitend ist. Das Steuergitter der Röhre B36 aus dem Generator liegt
über die Widerstände R3i und R2d an einer positiven
Spannung. Diese Röhre ist leitend; die Glimmlampe L4 glüht. Die Kondensatoren C1 und C2 sind
auf gleiche Spannungen geladen. Erhöht man nun die Spannung am Steuergitter der Röhre B2 a aus der
Start-Stop-Schaltung, so wird bei ungefähr 70 Volt diese Röhre leitend und die Röhre B26 nichtleitend.
Der Kondensator C1 entlädt sich über den Widerstand R27. Die Steuergitterspannung der Röhre B3„
steigt. Nach 10 msec wird die Röhre B3 a aus der
Generatorschaltung leitend; der Spannungsabfall in der Anodenleitung wird über den Kondensator C2 auf
das Steuergitter der Röhre B36 übertragen, wodurch
diese Röhre sperrt.
Der Kondensator C1 wird nun über die Anodenwiderstände
R26 und i?31 schnell bis zum Ursprungliehen
hohen Wert aufgeladen. Das Steuergitter der Röhre B36 wird durch Entladung des Kondensators C2
über den Widerstand R29 nach 10 msec wieder das
Potential der Kathode erreichen, wodurch diese Röhre wieder leitend wird und die Röhre B3 a nichtleitend usw.
Um den Generator stillzusetzen, muß die Röhre B2 a
in der Start-Stop-Schaltung wieder gesperrt werden, und zwar dadurch, daß die Steuergitterspannung
dieser Röhre unter 70 Volt gebracht wird. Es sei bemerkt, daß in dem Falle, daß die Röhre B2 a aus
der Start-Stop-Schaltung eine kürzere Zeit als 10 msec leitend wird, die Röhren aus dem Generator ihren
Zustand nicht ändern.
Diese Zeitdauer kann jedoch noch auf Wunsch auf zweierlei Weise . verkürzt oder verlängert werden,
nämlich
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ι. dadurch, daß die verschiedenen Bestandteile der Schaltung derart gewählt werden, daß bei stromführender
Röhre B26 das Steuergitter der Röhre B3 a
ein höheres oder ein niedrigeres Potential bekommt, als dieses Gitter bei Schließung der Röhre B3a während
der Wirkung des Generators hat, oder
2. dadurch, daß die Werte von C1 und C2 nicht
gleich genommen werden, jedoch, derart, daß der Generator mit einer Frequenz von 50 Hz schwingt;
ίο In Fig. 6 sind in der oberen Hälfte die Potentiale
der Punkte 3 oder 8 der Schaltung, in der unteren Hälfte die Potentiale der Punkte 10 und 15 derselben
Schaltung nach Fig. 5 bezeichnet, und zwar alle vier als Funktion der Zeit für die Dauer eines ganzen
Telegrafierzeichens. Den Unterschied zwischen den Potentialen der Punkte 3 und 8 gibt die Spannung
auf dem Kondensator C1 wieder. Der Unterschied zwischen den Potentialen der Punkte 10 und 5 ergibt
die Spannung am Kondensator C3. Das Potential der Kathode des Generators ist durch eine strichpunktierte
Linie wiedergegeben. Zugleich ist in Fig. 6 durch gestrichelte Linien angegeben, was bei einem falschen
Anlauf schritt stattfindet.
Die Frequenz des Generators kann mit dem Widerstand Ri0 eingestellt werden. Die Glimmlampen
L3 und L1 geben stets an, welche Röhre
; leitend ist.
In Fig. 7 ist der gesamte entzerrende Übertrager schematisch dargestellt. Die früher beschriebenen
Bestandteile sind der Einfachheit halber als kleine Rechtecke dargestellt; die Nummern in diesen kleinen
Rechtecken entsprechen den Nummern der vorhergehenden Figuren.
Es sei zunächst bemerkt, daß die Punkte 6 der Schaltungen geerdet sind. Dadurch ist das Eingangsniveau jeder Schaltung auf Erdpotential gebracht, und
die Ausgangsspannungen haben nun einen Wert von + 10 und — 10 Volt gegen Erde. Der positive
Pol der Batterie von 220 Volt ist mit allen von einem +-Zeichen markierten Punkten und der negative Pol
mit den von Zeichen markierten Klemmen verbunden. Die +-Klemmen haben nun eine Spannung
von + 150 Volt gegen Erde und die —-Klemmen eine Spannung von — 70 Volt gegen Erde.
Die Schaltungen IS1IV und U sind Normalschaltungen
nach Fig. 2.
! Die Schaltung SSS ist eine Schaltung nach Fig. 4.
Die Schaltung G ist nach Fig. 5 angelegt.
Die Schaltung D S ist eine Normalschaltung nach Fig. 2; jedoch ist hier das Steuergitter der im Ruhezustand leitenden linken Röhre über einen Kondensator C8 mit der Anode der im Ruhezustande nichtleitenden Röhre verbunden; dieses Steuergitter ist über die Widerstände Ri2 und Ri3 mit dem positiven Pol der Batterie verbunden.
Die Schaltung D S ist eine Normalschaltung nach Fig. 2; jedoch ist hier das Steuergitter der im Ruhezustand leitenden linken Röhre über einen Kondensator C8 mit der Anode der im Ruhezustande nichtleitenden Röhre verbunden; dieses Steuergitter ist über die Widerstände Ri2 und Ri3 mit dem positiven Pol der Batterie verbunden.
Deshalb gilt das Diagramm nach Fig. 3 für diese
Schaltung nicht. Ihre Funktion soll deshalb näher
erläutert werden: · . . ,
Das zu entzerrende Telegrafierzeichen trifft an der
Eingangsklemme ■/ eine Der Punkt α, der. über die Gleichrichterzellen G1 und G2 mit der Äusgangsklemme
9 von J S bzw mit Punkt r, der sich an der Ausgangsklemme 4 von D S befindet, verbunden ist,
nimmt das negativere Potential der beiden Punkte an und ist also in der Ruhelage negativ.
Hier und in den folgenden Darstellungen wird nach einem älteren Vorschlag die Wirkung einer sogenannten
Relaiszelle benutzt. Eine Relaiszelle besteht aus einem gemeinschaftlichen Punkt a, uni den Gleichrichterzellen
mit gleicher Leitungsrichtung G1, G2, G3
gruppiert sind. Durch die Polarität im Punkt α kann über die Gleichrichterzelle G3 eine Schaltung mit hoher
Impedanz SSS gesteuert werden.
Klemme 7 der SSS-Schaltung, die über die Gleichrichterzellen
G3 und G1 mit Punkt α bzw. Klemme 9
der Schaltung D S verbunden ist, nimmt das positivere Potential der beiden Punkte an und ist also auch
negativ. In der Ruhelage ist die linke Röhre von DS leitend; ihr Steuergitter ist nämlich über die Widerstände
Ri2 und Ri3 positiv. Die Röhre B2 a aus der
Start-Stop-Schaltung SSS ist also nichtleitend, und der Generator G steht still.
Trifft nun ein Telegrafierzeichen ein, so wird die Eingangsklemme J infolge des Anlaufschrittes negativ;
Punkt «"und dadurch auch Klemme 7 von SSS werden positiv. Nach 10 msec wechselt der Generator
seinen Zustand und gibt einen positiven Stromstoß über den Kondensator C4 und einen negativen über C3.
Diese Stromstöße werden nach zwei Abtastvorrichtungen geführt, die aus je sechs Gleichrichterzellen
bestehen, nämlich G16 bis einschließlich G20 und G9
bis einschließlich G14. Die Wirkung dieser Abtastvorrichtungen
kann z. B. für G15 bis einschließlich G20 folgendermaßen erklärt werden:
Die Spannungsteiler i?45/i?46 und Ri8jRi7 sind derart
gewählt, daß der Punkt c eine Spannung von — 10 Volt gegen Erde hat und Punkt d eine Spannung
von + 10 Volt gegen Erde. Die Spannung von Punkt e ist der negativeren Spannung der Punkte c und g
gleich. Unabhängig von der Spannung von Punkt i hat Punkt e also eine negative Spannung, solange e.
negativ bleibt; Punkt f hat eine Spannung, die der positiveren Spannung der Punkte d und g gleich ist.
Da d positiv ist, hat Punkt f eine positive Spannung gegen Erde. Auch diese Spannung ist von der Spannung
von Punkt i unabhängig, solange d positiv bleibt.
Da, wie angegeben, Punkt e eine negative und Punkt f eine positive Spannung besitzt, so sperren
die Gleichrichterzellen G16 und G17 in der Richtung f-e.
Der Verbindungspunkt h kann jedes Potential zwischen + 10 und — 10 Volt annehmen. In
der Ruhelage ist dies ein positives Potential, da D S und IV dann im +-Zustand stehen. 10 msec nach
Anfang des Anlauf Schrittes bekommt Punkt c jedoch einen positiven und Punkt d einen negativen Stromstoß.
Punkt i war negativ; ist doch die Ausgangsklemme9
von D S negativ. Punkt e bleibt also negativ; Punkt f
wird negativ. Über die Gleichrichterzelle G16 wird nun
der Impulsverstärker / V in den Zustand gebracht.
Dieser gibt unmittelbar an seiner Ausgangsklemme 3 über den Kondensator C6 einen verstärkten negativen
Stromstoß an den Kondensator C5 ab. Dies hat zur Folge, daß die linke Röhre weniger leitend, die rechte
Röhre leitend wird, wodurch wiederum das Steuergitter der linken Röhre negativer wird und die linke
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Röhre nichtleitend. Die negative Ladung auf diesem Steuergitter fließt über i?42 und R13 ab, wodurch die
alten Zustände der Röhren wiederhergestellt werden. Die Größe von ,R13 wird derart gewählt, daß die
benötigte Zeit für den Abfluß ungefähr 120 msec beträgt. Während dieser Zeit, steht D S im Zustand,
und infolgedessen, da die Ausgangsklemme 5 von D S mit der Eingangsklemme 7 von / V verbunden
ist, gilt dies auch für I V. Die Ausgangsklemme 9 von D S hat während dieser Zeit +-Polarität;
also wird die Eingangsklemme 7 der SSS-Schaltung über die Gleichrichterzelle G4 auch auf
+ -Polarität gehalten; der Generator G bleibt tätig, unabhängig von der Polarität an der Eingangsklemme
/.
20 msec nach Anfang des Anlaufschrittes gibt G einen negativen Stromstoß über C4, einen positiven
über C3, was Punkt c nur noch negativer und Punkt d
noch positiver macht als im Ruhezustand; dies hat also keine Auswirkung. 30 msec nach Anfang des Anlaufschrittes
kommt wieder ein positiver Stromstoß über C4, ein negativer über C3. Da D S jetzt im
—-Zustand steht, hat Punkt i nach einiger Verzögerung,
abhängig von der Größe des Widerstandes Ri9
und des Kondensators C9, eine positive Polarität erhalten und damit auch Punkt g. Im Augenblick
des Auftretens der Stromstöße wird nun Punkt e positiv; Punkt f bleibt positiv, und über G17 kommt
IV einen Augenblick in den +-Zustand und gibt C5 über C6 einen positiven Stromstoß. Dieser Stromstoß
ist jedoch nicht groß genug, um D S in den + -Zustand zu bringen.
In Fig. 8 ist für verschiedene Punkte im ent-
■ zerrenden Übertrager die Größe der Spannung als Funktion der Zeit angegeben. Die erste Linie zeigt
das verzerrte Telegrafierzeichen, wie es am Punkt 1 im entzerrenden Übertrager empfangen wird. Die
zweite Linie zeigt die Spannung am Punkt 10 des Generators G. Man sieht daraus, daß der Generator
in der Mitte des Anlaufschrittes zum erstenmal seinen Zustand wechselt. In der dritten Linie, die die
Spannung am Punkt 3 der Schaltung IV zeigt, sieht man, daß dies auch der Fall ist für diese Schaltung.
Ebenso wird in diesem Moment die Schaltung D S
in Zustand gebracht, wie man aus den beiden
folgenden Linien sieht, die die Spannungen am Punkt δ und am Punkt 4 der Schaltung D S zeigen.
Die unterste Linie zeigt das entzerrte Telegraflerzeichen.
Im Gegensatz zu dem obenerwähnten elektromechanisch entzerrenden Übertrager, wo D S 130 msec
im Zustand bleiben mußte, weil die Röhren im
Generator dort unmittelbar zu Anfang des Anlaufschrittes den Zustand wechseln, und wo also der
Stromstoß, der als Synchronisierungsstromstoß benutzt werden muß, von selbst die gute Polarität hat,
muß hier speziell dafür gesorgt werden, daß der Stromstoß 120 msec nach dem ersten die entgegengesetzte
Polarität bekommt, um zur Synchronisierung dienen zu können. Durch die bezeichnete Schaltung
ist, wie aus dem Vorhergehenden hervorgeht, tatsächlich erreicht worden, daß nach 120 msec ein positiver
Stromstoß DS wieder in den +-Zustand bringt.
Inzwischen hat auch die untere Abtastvorrichtung G9 bis einschließlich G14 alle 20 msec gearbeitet,
und zwar zunächst 10 msec nach Anfang des Anlaufschrittes; hier sind die aufeinanderfolgenden Polaritäten
der Ausgangsklemme 4 von / S, also auch die Polaritäten der Schritte des eingehenden Telegraflerzeichens,
von der Eingangsklemme 7 der Ausgangsschaltung U übernommen worden. Die Ausgangsklemme
4 von U nimmt, da U durch Verbindung der Klemmen 5 und 7 zu einer Gedächtnisschaltung
gemacht wurde, jedesmal während 20 msec die Polarität der aufeinanderfolgenden Zeichenschritte
an. Das Telegrafierzeichen wird unverzerrt wieder übertragen (Fig. 8, unterste Zeile). Nach 120 msec
kommt, wie oben erwähnt, D S wieder in den +-Zustand, I V also auch. Die Eingangsklemme 7 von SSS
wird nun negativ, unabhängig von der Polarität der Eingangsklemme /. Die Klemme 9 von D S wird
gleich negativ, und Punkt,. bleibt noch einen Augenblick
negativ dank dem Kondensator C7 und dem Widerstand A41, wodurch auch Punkt α unabhängig
von der Polarität der Eingangsklemme / noch einen Augenblick negativ bleibt. Der Generator steht also
still. Nach einer einstellbaren Zeit entsprechend der Größe des Kondensators C7 kommt Punkt d wieder
unter den Einfluß der Eingangsklemme I. Bekommt diese Klemme eine negative Spannung, so läuft der
Generator wieder an, bleibt aber stillstehen, solange die Eingangsklemme positiv ist.
C7 kann derart eingestellt werden, daß es z. B.
135 msec nach Anfang des Anlaufes wieder möglich ist, ein neues Telegrafierzeichen zu empfangen, was
beim Empfang von Telegrafierzeichen eines zu schnell arbeitenden Senders nötig sein könnte. In diesem
Fall wird also ein zu kurz dauernder Ruheschritt gesendet. In allen anderen Fällen kann C7 derart
eingestellt werden, daß 140 msec nach Anfang des Anlaufes wieder ein neues Telegrafierzeichen empfangen
werden kann. Es werden alle Schritte mit einer Dauer von 20 msec gesendet, mit der Ausnahme,
daß die Dauer des Sperrschrittes beim Empfang der Telegrafierzeichen eines zu langsam arbeitenden
Senders um den Zeitunterschied zwischen dem mit zu geringer und dem mit normaler Geschwindigkeit
gesendeten Telegrafierzeichen verlängert wird. Um dafür Sorge zu tragen, daß U im Ruhestand
nicht in den Zustand kommen kann, wodurch
Polarität auf der Ausgangsleitung stehen würde, was z. B. geschehen könnte, wenn fortwährend
Zeichenschritte empfangen worden wären, wie dies z. B. bei Schlußzeichengabe geschehen kann, ist noch
eine sogenannte Verriegelung angebracht, die die Gleichrichterzellen G5 bis einschließlich G8 enthält.
Die Wirkung dieser Verriegelung kann folgendermaßen erklärt werden:
In der Ruhelage sind von einer Relaiszelle mit positiver Polarität die Gleichrichterzellen G5, G6 und
G7 mit Punkten positiver Polarität verbunden, IS
ist dann ja im +-Zustand. Sogar wenn der zuletzt empfangene Schritt eine negative Polarität hätte,
müssen G6 und G7 nach einer Verzögerungszeit, die
durch R60 und C8 bestimmt wird, sich an die +-Seite
legen, während G5 mit Ausgangsklemme 4 von D S
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Claims (2)
- Si 6112 VIII a 121a'verbunden ist, welch letztere unmittelbar bei Stillsetzen positiv wird. Punkt j muß also positiv werden; U wird über die Gleichrichterzelle G8 in den +-Zustand gebracht. Beim Anlauf und während der weiteren Dauer des Zyklus gilt nicht mehr, daß G5, G6 und G1 alle mit Punkten von positiver Polarität verbunden sind; die Verriegelung ist also aufgehoben. Man kann auch in der üblichen Weise das Telegrafierzeichen mit einem polarisierten Relais 0 empfangen, das den Kontakt ο steuert (linke untere Ecke der Fig. 7). Die Größe der Widerstände kann derart gewählt werden, daß in der gezeichneten Stellung des Kontakts (Ruhelage) Punkt q positiv und Punkt ft negativ ist; nach Umlegung des Kontakts ist dies dann umgekehrt.Die beschriebene Schaltung kann statt der Ein-.·: gangsschaltung I S gebraucht werden. Dann sind die Punkte ft und q statt der Punkte k und I mit den Punkten m und η zu verbinden. Beim Ausgang kann man den üblichen Anschluß an die Leitung erhalten, indem man an den Ausgangsklemmen 4 von U in: , Fig. 7 ein polarisiertes Relais Z anschließt, das den Kontakt ζ am Anfang der Ausgangsleitung steuert.a5 PATENTANSPRÜCHE:I. Elektronisch entzerrender Übertrager für Telegrafierzeichen in einem Start-Stop-System, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung aus den Bestandteilen einer Eingangsschaltung (I S), die dazu dient, das empfangene Telegrafierzeichen mit rechtwinkligen Flanken zu versehen und der Amplitude einen bestimmten Wert zu . geben, einer Start-Stop-Schaltung (SSS) für das Anlassen und Stillsetzen des Generators, einer Generatorschaltung (G), die an ihren beiden Ausgängen Stromstöße für die Abtastung des empfangenen Telegrafierzeichens und Synchronisierungsstöße gibt, einer Schaltung (D S), die als Hilfsschaltung beim Anlassen und Stillsetzen dient, einer Ausgangsschaltung (U), die das entzerrende Telegrafierzeichen sendet, aufgebaut ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polaritäten der Schritte des eingehenden Telegrafierzeichens mittels ein und derselben Abtastvorrichtung (G9 bis G14) nacheinander den Eingang einer Speicherschaltung (U) steuern, die als Ausgangsschaltung dient, wobei die zum Abtasten benötigten Stromstöße vom Generator (G) geliefert werden, und zwar die beiden ersten eine bestimmte Dauer nach dem ersten Moment der Ankunft des Anlaufschrittes des eingehenden Telegrafierzeichens, und wobei die Wirkungsdauer des Generators (G) dadurch bestimmt wird, daß seine Stromstöße zugleich eine zweite Abtastvorrichtung (G15 bis G80) steuern, mit deren Eingang ein Ausgang einer Schaltung (D S) derart verbunden ist, daß in der Ruhestellung dieser Schaltung (D S) zuerst eine Spannung negativer Polarität abgetastet wird, wodurch ein negativer Stromstoß die Schaltung (D S) in die Arbeitsstellung bringt, wonach der genannte Ausgang eine Spannung positiver Polarität aufweist, so' daß nun beim Abtasten positive Stromstöße für die Synchronisierung auf die Dauer, der Arbeitsstellung der Schaltung (D S) auftreten, wobei diese ihrerseits die Dauer der Wirkung des Generators (G) bestimmt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 509 698/318 3.56
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