DEST003097MA - - Google Patents

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DEST003097MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Februar 1951 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine flüssigkeitsdruckbetätigte Reibungskupplung oder -bremse, insbesondere für Wechsel- und Wendegetriebe, deren Druckmittel durch eine vorzugsweise von der Antriebsseite der Kupplung angetriebene Pumpe mit durch Überdruckventil begrenzten Förderdruck geliefert wird und bei der der Druckaufbau an den Reibflächen nach öffnen einer Absperrvorrichtung mittels eines in die Druckleitung eingeschalteten Speicherzylinders mit federbelastetem Kolben selbsttätig verlangsamt wird, wobei der Zylinder und die Feder des Speicherzylinders so bemessen sind, daß die Feder bei Entlastung von Druckmittel so weit entspannt ist, daß sich nach dem Öffnen der Absperrvorrichtung gerade der zum ersten Fassen der Kupplung oder Bremse nötige Druck ergibt.
In dem Hauptpatent wurde vorgeschlagen, in die Druckleitung zwischen dem Überdruckventil und der Absperrvorrichtung für die Kupplung oder Bremse einen Speicherzylinder einzuschalten und außerdem zwischen dem Überdruckventil und dem Speicherzylinder eine Drosselstelle anzuordnen. Auf diese Weise ist dafür Sorge getragen, daß die Wiederauffüllung des Speicherzylinders in einem durch konstruktive Mittel bestimmten Zeitraum erfolgt, währenddessen der Druck in dem Speicher-
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zylinder und in dem hydraulischen Drucksystem ansteigt, : so daß die Weichheit des. Brems- oder Kupplungseingriffes entsprechend den jeweiligen Anforderungen bestimmt werden kann.
Es kann nun vorkommen, und dies ist z. B. besonders bei Kraftfahrzeugwechselgetrieben der Fall, daß es notwendig wird, die Weichheit oder Härte des Eingriffes der Kupplung oder Bremse während des Betriebes zu verändern. Im allgemeinen wird angestrebt, die Weichheit des Schalteingriffes entweder über die Vergaserstellung (bzw. Füllungsgradeinstellung) des Motors oder über den Unterdruck in der Saugleitung des Motors zu steuern.
Erfindungsgemäß ist zur Lösung dieser Aufgabe dem Speicherzylinder mindestens ein weiterer Speicherzylinder parallel geschaltet, dessen Feder eine sehr flache Kennlinie hat und der mit der Druckleitung sowohl über ein Rückschlagventil als auch über eine fremdbetätigte Absperrung verbunden ist. Wenn auch mehrere auf diese Weise gesteuerte weitere Zylinder vorgesehen werden können, so genügt es doch im allgemeinen, daß neben dem Speicherzylinder nur ejn weiterer Zylinder vorgesehen ist.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird bei dem Getriebe eines Fahrzeuges mit Brennkraftmaschinenantrieb die Absperrung des weiteren Speicherzylinders in Abhängigkeit von der Stellung der Drosselklappe bzw. der Einspritzpumpe der Brennkraftmaschine oder von dem Unterdruck in der Ansaugeleitung des Motors gesteuert.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch im. Schnitt eine Reibungskupplung i, der das von einer Zunge 2 geförderte Druckmittel über eine Drosselstelle 3, der ein Überdruckventil 4 parallel geschaltet ist und über eine Absperrvorrichtung 5 durch eine Leitung 6 zugeführt wird. Zwischen der Drosselstelle 3 und der Absperrvorrichtung 5 sind zwei Speicherzylinder 7 und 8 an die Druckleitung angeschlossen, in denen je ein federbelasteter Kolben angeordnet ist. Das Hubvolumen jedes Speicherzylinders entspricht etwa dem Hub raum des Kupplungszylinders. '
Der Speicherzylinder 7 ist durch eine freie Verbindungsleitung an die Druckleitung angeschlossen. Die Charakteristik und Vorspannung seiner Kolbenfeder ist so gewählt, daß sie in der Kolbenendstellung bei entleertem Zylinder nahezu ganz entspannt ist. Der weitere Speicherzylinder 8 ist an die Druckleitung erstens über ein Rückschlagventil 9, zweitens über einen gesteuerten Schieber 10 angeschlossen. Die Kolbenfeder dieses Speicherzylinders ist nach Charakteristik und Vorspannung SO1 gewählt, daß sie in der einen Kolbenendstellung bei gefülltem Zylinder dem vollen Öldruck die Waage hält, während sie in der anderen Kolbenendstellung bei entleertem Zylinder nur unwesentlich weniger Spannung hat. Der Schieber 10 kann mehrere Durchlaßschlitze haben, so daß der Austrittsquerschnitt beim Verstellen des Schiebers allmählich vergrößernd freigegeben wird. Der Schieber 10 kann von außen gesteuert werden, und zwar
z. B. in an sich bekannter Weise von der Vergaserstellung aus oder durch den. Unterdruck in der Motorsaugleitung.
Die Anordnung wirkt wie folgt: Die Absperrvorrichtung 5 sei zunächst geschlossen, die Kupplung also gelüftet. In der Leitung 6 herrscht dann der durch das Überdruckventil 4 bestimmte Arbeitsdruck, und die Kolbenfeder beider Speicherzylinder sind gespannt. Wird nun die Absperrvorrichtung S geöffnet, so wird das im Speicherzylinder 7 befindliche Druckmittel in die Kupplung gedrückt; da die Hubvolumina gleich sind, erfolgt die Füllung der Kupplung praktisch ohne Zeitverlust und unabhängig von der Liefermenge der Pumpe 2. Bei diesem Vorgang entspannt sich die Kolbenfeder des Speicherzylinders 7 bis auf den Druck, der für das erste Greifen der Kupplung notwendig ist. In diesem Augenblick ist also der Anpreßdruck auf die Reibflächen noch sehr klein. Von da an liefert jedoch die Pumpe 2 Druckmittel nach; hierbei wird der Speicherzylinder 7 wieder gefüllt, bis der normale Arbeitsdruck in dem Druckmittelsystem erreicht ist. Das bedeutet, daß während des Zeitraumes, der für die Füllung des Speicherzylinders benötigt wird, der Anpreßdruck der Kupplung von annähernd Null allmählich ansteigend auf den vollen Wert gebracht wird. Es wird auf diese Weise zwar ein sofortiger Einrückbeginn der Kupplung erzielt, aber das Einrücken selbst erfolgt weich.
Während dieses Vorganges hat der Schieber 10 die in der Zeichnung gezeigte Stellung, bei der er den weiteren Speicherzylinder 8 von der Druckmittelleitung 6 abschließt. Ist der Schieber'10 geöffnet, der die große Bohrung 25 der Leitung 21 freigibt, dann entleert sich der Speicherzylinder 8, in welchem während des Entleerungsvorganges der Öldruck nahezu gleich bleibt, plötzlich in die Druckmittelleitung 6 und beaufschlagt die Kupplung sogleich mit verhältnismäßig hohem Druck, so daß diese hart greift.
Nimmt der Schieber 10 eine Mittelstellung ein, bei der er beispielsweise nur einen sehr engen Querschnitt freigibt, dann wird wegen der Drosselwirkung die Kupplung aus beiden Speicherzylindern mit einem mittleren Anfangsdruck gefüllt. Es besteht also die Möglichkeit, die Härte des Eingriffes der Kupplung zu steuern.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    .1. Flüssigkeitsdruckbetätigte Reibungskupplung oder -bremse, insbesondere für Wechsel- und Wendegetriebe, deren Druckmittel durch eine vorzugsweise von der Antriebsseite der Kupplung angetriebene Pumpe mit durch Überdruckventil begrenztem Förderdruck geliefert wird und bei der der Druckaufbau an den Reibflächen nach Öffnen einer Absperrvorrichtung mittels eines in die Druckleitung eingeschalteten Speicherzylinders mit federbelastetem Kolben selbsttätig verlangsamt wird, wobei der Zylinder und die Feder des Speicherzylinders so bemessen sind, daß die Feder bei Entlastung von Druckmittel so weit entspannt ist, daß sich nach
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    dem Öffnen der Absperrvorrichtung gerade der zum ersten Fassen der Kupplung oder Bremse nötige Druck ergibt und wobei der Speicherzylinder in die Druckleitung zwischen dem Überdruckventil und der Absperrvorrichtung für die Kupplung oder Bremse eingeschaltet urid außerdem zwischen dem Überdruckventil und dem Speicherzylinder eine Drosselstelle angeordnet ist, nach Patent 933 186, dadurch gekennzeichnet, daß dem Speicherzylinder (14) mindestens ein weiterer Speicherzylinder (17) parallel geschaltet ist, dessen Feder (19) eine sehr flache Kennlinie hat und der mit der Druckleitung (20, 21) sowohl über ein Rückschlagventil (22) als auch über eine fremdbetätigte Absperrung (23) verbunden ist.
  2. 2. Kupplung oder Bremse nach Anspruch 1, für das Getriebe eines Fahrzeuges mit Brennkraftmaschinenantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrung des weiteren Speicherzylinders (17) in Abhängigkeit von der Stellung der Drosselklappe bzw. der Einspritzpumpe der Brennkraftmaschine oder von dem Unterdruck in der Ansaugleitung des Motors gesteuert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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