DESC019434MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Januar 1956 Bekanntgeniacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand, dies Hauptpatents ist eine Vorrichtung
zum Treiben und Kanten von Walzstäben,, die im wesentlichen aus zwei mit mehreren
Bundrollen versehenen, übereinander angeordneten Wellen besteht. Die wirksamen Flächen der Bund,-rollen
sind, von Kegelstumpf mänteln gebiädet. Die auf der oberen Welle angeordneten Treibrollen,
sind unabhängig voneinander axial verschiebbar und arbeiten mit den axial unverschiebbaren Bundrollen
der unteren, Welle: zusammen, wodurch ein gleichzeitiges Treiben und. Kanten mehrerer nebeneinander!
auf ender Stäbe möglich ist. Da aber die wirksamen Flächen, der Bundroläen beider Wellen
gleich, sind,, werden, die Stäbe beim Treiben, auf eine Längskante gestellt, so daß sie übereck zum
Anstich, gelangen,.
Je nach Walzprogramm ist eis jedoch erforderlich,
die aus dem Ofen austretenden Stäbe übereck oder flach zum Anstich in das erste Walzgerüst einzubringen.
Es muß also* dafür Sorge getragen werden, daß die flach aus dem Ofen austretenden Stäbe
unabhängig voneinander, entweder unter Bei-
609 619/136
Sch 19434 IbI7a
behaltung ihrer Lage oder um etwa 45 ° zu ihrer
Längsachse gekantet, in d!a,s erste Gerüst eingeführt werden, können,.
Um dies in einfacher Weise zu, ermöglichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, auf der unr
teren Well© zusätzlich Bundirollen mit zylinr
drischer Um fangs fläche anzuordnen, die zum Flachtreiben, der Stäbe mit zwei auf der oberen. Welle
angeordneten; Bundrolleni, deren wirksame Flächen
von, Kegelstutnpfmänitelni gebildet sind, zusammenwirken.
Da. die einzelnen Kaliber in, dien Gerüsten in
gleicher horizontaler Ebene; liegen, die Achsen der auf ihre: Längskante gesteinten, und der flach getriebenen
Stäbe jedoch einen, unterschiedlichen Abstand von, der Unterkanite aufweisen,, ist nach
einem weiteren, Merkmal der Erfindung der Durchmesser der unteren; Bundrollen, auf denen das
Walzgut aufliegt, so> bemessen, daß die Achsen der
ao flach getriebenen und der auf eine Längskante" ge-'
stellten, Stäbe in gleicher horizontaler Ebene· liegen. Weitere, Einzelheiten, der Erfindung werden
nachstehend, an Hand der Zeichnung und, der Beschreibung
näher erläutert.
In dem Gestell 1 sind die Wellen, 2 und, 3 drehbar
gelagert. Die auf der unteren, WeMe 2 angeordneten.
Bundrollen, 4, 5 und 6 sind axial unverschiebbar und drehfest mit der Welle 2 verbunden, während,
die auf der oberen Welle 3 drehtest gelagerten Bundrollen, 7 und, 8 axial verschiebbar sind,·. Die
axiale Verschiebung der Bundrollen, 7 und 8 erfolgt
bekannterweise durch, die Gabeilgestänge 9 und 10, die in, Ringnuten 11 der Bundirollen 7 und, 8 eingreifen,
und deren Verstellung durch nicht dargestellte
Kolben, in; den Zylindern; 12 und, 13 ermöglicht
wird;. In der gezeichneten, Arbeitsstellung
der Bundrollen 5, 7 und 8 wird, der auf der Bundrolle
S liegende Stab 14 in, Zusammenwirkung mit
den, Bundrollen, 7 und 8 getrieben. Um ein gutes Erfassen des Stabes 14 auch bei unterschiedlichen
Abmessungen, der Stäbe zu, gewährleisten;, können die einander zugekehrten Seiten der Bundrollen 7
und 8 entweder konvexe oder konkave Mantelflächen, aufweisen. Durch axiales Verschieben, der
Bundrollen 7 und 8 (vergleiche die gestrichelt gezeichnete Lage der .Bundrolle 7) können die Stäbe
15 und. 16, sobald der Stab· 14 in, ein Kaliber des
ersten Walzgerüstes eingeführt ist, durch, Zusammenwirken
der Bundrollen 6 und, 7 bzw. 4 und 8, völlig unabhängig voneinander getrieben
werden,. Der Durchmesser der Auflagefläche der Bundrol'le S für den Stab 14 ist so bemessen, daß
die Achsen der auf eine Längskante gestelllten und der flach, getriebenen· Stäbe in, gleicher horizontaler
Ebene; liegen,, so; daß ein; störungsfreies Anstechen
des Stabes 14 in einem entsprechenden Kaliber des
ersten- Walzgerüstes möglich, ist. Betriebserfahrungen mit der Vorrichtung nach, dem Hauptpatent,
bei der nur die untere Welle 2 angetrieben ist,
haben gezeigt, daß es z\veckmäßig ist, auch die obere Welle 3 anzutreiben;. Für diesen. Zweck wird
der Antrieb der Spindeln 17 und 18 für die Wellen 2
und, 3 über das Kammwalzengerüst 19 abgeleitet,
das durch einen; nicht dargestellten Motor angetrieben, wird.
Die Vorrichtung ist nicht an das in,· der Zeichnung
dargestellte Ausführungsbeiispiel gebunden. Selbstverständlich können im Bedarfsfalle auf den
Wellen, 2 und; 3 eine Mehrzahl von, Bundrollen 5 und damit zusammenwirkende Bundrollen 7 und, 8
wie auch mehr als zwei Bundrollen 15 und, 16 und
damit zusammenwirkende Bundrollen vorgesehen werden, so daß eine beliebige Zahl von, nebeheinanderäaufenden
Stäben gekantet oder ungekantet in das erste! Walzgerüst: eingetrieben werden, können,.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Treiben und gegebenenfalls zum Kanten mehrerer Walzstäbe, beste-
hend aus zwei mit mehreren. Bundrollen versehenen, übereinander angeordneten. Wellen, bei
der die auf der oberen, Welle angeordneten Bundrollen unabhängig voneinander axial verschiebbar
sind, und die wirksamen, Flächen der Bundrollen beider Wellen gegebenenfalls von
Kegelstumpfmänteln gebildet sind, nach, Patent 931 345, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der unteren Welle 2 zusätzlich, Bundrollen 5 mit zylindrischer Auflagefläche für das Walzgut 14
angeordnet sind, die zum Flachtreiben, der Stäbe mit zwei auf der oberen,- Welle angeordneten,
Bundrollen 7 und, 8, deren wirksame Flächen, von Kegelstumpfmänteln gebildet sind, zusammenwirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet1,
daß der Durchmesser der Bundrollen S so, bemessen, ist, daß die Achsen, der
flach und gekantet getriebenen, Stäbe in, gleicher Ebene liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch, 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß die Bundrollen, 7 und, 8 der oberen Welle 3 an, den einander zugekehrten Seiten konvexe oder konkave Mantelflächen, aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet!,
daß den die Bundrollen tragenden, Wellen ein- gemeinsamer Antrieb, zugeordnet ist. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 619/136 9.56
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