DESC017801MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. April 1955 Bekanmtgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In dem Patent 91g 652 ist ein Verfahren angegeben, mit dessen Hilfe ein Oszillator auf den Oberwellen einer
Normalfrequenz synchronisiert werden kann. Im Zusatzpatent 921 700 wird dieses Verfahren dahingehend
ausgestaltet, daß eine definierte Verschiebung der synchronisierten Oszillatorfrequenz ermöglicht
wird. Das im genannten Zusatzpatent beschriebene Verfahren wird allerdings sehr aufwendig, wenn eine
hohe Zahl von einzelnen Stufen hintereinandergeschaltet wird, um eine feinstufige Einstellung der
synchronisierten Frequenz zu ermöglichen.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Ausgestaltung des Verfahrens des Hauptpatentes anzugeben, bei dem
eine sehr feinstufige Einstellung der synchronisierten Frequenz mit kleinerem Aufwand ermöglicht wird.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die aus dem Seitenbandspektrum ausgesiebte Frequenz
vor dem Vergleich mit dem Normalfrequenzträger mfq
über einen mit bekannten Mitteln arbeitenden Frequenzteiler mit einstellbarem Teilverhältnis gegeben
wird. Wird hierzu ein auf dem bekannten Zählprinzip mit Voreinstellung arbeitender Frequenzteiler verwendet,
dessen Teilverhältnis η an beispielsweise dekadisch gestuften Schaltern eingestellt werden kann,
so läßt sich auf diese Weise ein Teilverhältnis einstellen, mit dem die ausgesiebte Seitenbandfrequenz
609 527/343
Sch 17801 VIIIal21 α1
auf einen Wert geteilt werden kann, der in der Nähe einer niedrigen festen Vergleichsfrequenz — fQ liegt.
Aus dem Vergleich der geteilten mit der festen Vergleichsfrequenz kann eine Regelgröße zur Frequenz
und/oder Phasenregelung des Hauptoszillators gewonnen werden.
Die Abbildung zeigt schematisch eine beispielsweise Ausführung der Erfindung. Die Ziffern ι bis 5 entsprechen
der Abb. 2 des Hauptpatentes.
Die vom Generator 4 gelieferte Frequenz f0 wird im
Modulator 1 mit dem im Verzerrer 2 gebildeten Oberwellenspektrum von fQ gemischt, so daß in den Durchlaßbereich
des Filters 3 beispielsweise das Seitenband fo + I- fQ fällt. Diese durchgelassene Frequenz
kann mit einer Harmonischen von fg (z. B. k · fq) in
einen tieferen Frequenzbereich transponiert werden (Modulator 6 und Filter 7). Diese Frequenz wird nun
über den einstellbaren Teiler 8 mit dem Teilverhältnis 1: ri gegeben und dessen. Ausgangsfrequenz in der Vergleichsschaltung
5 mit dem durch Teilung von fQ
gewonnenen Normalfrequenzträger — fq verglichen.
Die aus diesem mit bekannten Mitteln vorgenommenen Frequenz- und/oder Phasenvergleich gewonnene
Regelgröße wird zur Frequenzregelung des Oszillators 4 verwendet. Wenn die Regelung arbeitet,
gilt:
Daraus folgt:
fo — fa\ —
Da k, I, m, η ganzzahlige Werte annimmt, können
mit diesem Verfahren prinzipiell alle rationalen Ver
hergestellt werden.
hältnisse von ~
Jq
In der Abbildung sind ferner die Frequenzen eines praktisch ausgeführten Beispiels angegeben.
Es kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die geteilte Frequenz vor dem Frequenzvergleich
zur Regelspannungsgewinnung einer Vervielfachung unterworfen werden, wenn eine gesteigerte Regelsteilheit
erwünscht ist, oder aus Stabilitätsgründen eine hohe Grenzfrequenz der Regelleitung erwünscht ist.
Diese Erhöhung der Vergleichsfrequenz kann, wenn die Regelsteilheit nicht gesteigert werden soll, auch
durch Transponierung mit Oberwellen von fq erfolgen.
Es ist an sich bekannt, die Frequenz eines Oszillators wahlweise auf verschiedenen Harmonischen einer
Grundfrequenz dadurch zu stabilisieren, daß man dessen Frequenz mit einem einstellbaren Frequenzteiler
auf einen der Grundfrequenz benachbarten Wert teilt und einen Frequenzvergleich mit der quarzgesteuerten
Grundfrequenz vornimmt und daraus die Regelgröße zur Frequenz- oder Phasenregelung des
Oszillators gewinnt. Die Ordnungszahl der Harmonischen ist dann gleich dem reziproken Teilverhältnis.
Diese Anordnung hat zwei hauptsächliche Nachteile:
1. Bei hohen Oszillatorfrequenzen kann es unter
Umständen möglich sein einen Teiler zu bauen, der noch einwandfrei arbeitet.
2. Bei kleinen Variationen eines hochliegenden Oszillators und niedriger Grundfrequenz, d. h. einem
feinen Frequenzraster, muß ein Teiler mit hohem Teilverhältnis genommen werden, der in den mit der hohen
Frequenz beaufschlagten Stufen sehr aufwendig ist.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden diese Nachteile voll beseitigt. Durch das erfindungsgemäße
Aufmodulieren eines Rastspektrums und gegebenenfalls weitere Umsetzung kann man leicht eindeutig auf
eine tiefliegende Frequenz abmischen, so daß ein voreinstellbarer Zählteiler leicht ausgeführt werden kann.
Es ist an sich bekannt, eine hochliegende Frequenz, die mit einem zählenden Frequenzmesser gemessen
werden soll, durch Abmischen mit geeignet ausgesiebten Normalfrequenzoberwellen in einen leicht zählbaren
Frequenzbereich zu transponieren. 1 Ungeachtet des Umstandes, daß das vorliegende
Verfahren ein anderes Ziel verfolgt, hat es den entscheidenden Vorteil, daß keine variablen Filter benötigt
werden und keine Maßnahmen zur Spiegelunter- , drückung getroffen werden müssen.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens für den vorliegenden Verwendungszweck
ist jedoch die erreichbare völlige Freiheit von Nebenwellen in Abständen, die eines ganzzahligen Teiles
von fql, die bei den anderen Ausführungen des Verfahrens
nach dem Hauptpatent bei zu knapp dimensionierten Siebmitteln auftreten können.
Claims (2)
1. Verfahren nach Patent 919 652, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Seitenbandspektrum ausgesiebte Frequenz vor dem Vergleich mit dem
Normalfrequenzträger einer Teilung mit einem einstellbaren Teilverhältnis unterworfen wird.;
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Seitenbandspektrum ausgesiebte Frequenz vor und/oder nach der einstellbaren
Frequenzteilung einer Frequenzumsetzung durch Modulation oder Vervielfachung unterworfen
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 609 527/343 5.56
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