DESC013620MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zum Herstellen von Wärmeisolierungen für Rohrleitungen od. dgl. bedient man sich der sogenannten
Stopfisolierung oder der Mattenisolierung.
Bei der Stopfisolierung wird zunächst eine Art Gerüst um das zu isolierende Rohr gelegt, welches
aus StützvoTrichtungen oder Abstandshaltern und einem Blechmantel besteht, und ,dann der so· entstandene
Hohlraum zwischen Rohr und Blechmantel mit Isoliermaterial, wie Schlackenwolle od. dgl., ausgefüllt1. Stützvorrichtungen oder Abstandshalter
für diesen Zweck sind in. zahlreichen Ausführungen bekannt.
Bei einer bekannten Ausführungsform werden auf das Rohr schmale Winkel aufgesetzt, die mit
einem Schenkel unter'Zwischenlage einer Asbestunterlage auf dem Rohr aufliegen und mit dem
anderen Schenkel radial von ihm abstehen. Um die Enden der radial abstehenden Schenkel wird
ein Bandring und über diesen ein Drahtgewebe gelegt. Der von dem Drahtgewebe umschlossene Hohlraum
wird mit Isoliermaterial ausgestopft. Um das Drahtgewebe kann dann noch eine Bandage oder ein
Blechmantel gelegt werden.
Bei einer anderen Ausführungsform liegen U-förmig gebogene Federbügel mit dem die beiden
Schenkel verbindenden bogenförmigen Teil am Rohr unter Zwischenlage einer isolierenden Unterlage,
an, während jeweils zwei Schenkel von neben-
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einanderliegenden Bügeln miteinander verbunden sind, so daß die Schenkel der Bügel vom Rohr aus
strahlenförmig nach außen gehen. Um die Enden der Schenkel wird ein Blechmantel gelegt und der so
entstandene Hohlraum mit Isoliermaterial ausgestopft. . . .
Bei einer weiteren Ausführungsform werden Abstandshalter
aus keramischem Werkstoff radial zum Rohr angeordnet und von einem sie außen umschließenden
Reifen gehalten. Um die Reifen kann ein Blechmantel gelegt und der Hohlraum in gleicher
Weise wie bei der vorhergehenden Ausführungsform mit Isoliermaterial ausgestopft werden.
Allen diesen Ausführungen ist gemeinsam, daß das Isoliergut in den Hohlraum zwischen dem1
Rohrkörper und einem zum Rohrkörper mit Hilfe von Abstandshaltern zentrierten Blechkörper
od. dgl. hineingestopft wird. Die Stützvorrichtung bzw. die Abstandshalter müssen also um das nackte
Rohr gelegt werden, bevor das Isoliergut eingebracht wird. Die konstruktive Ausbildung der Abstandshalter
ist ganz auf diesen Umstand abgestellt. Als die Isolierung durch Mineralfasermatten
aufkam, die als'Mattenisolierung bezeichnet wird, hat man zum Abstützen des außen um die Matten
herumzulegenden Blechmantels die von'der Stopfisolierung
her bekannten Stützelemente verwendet. Es wurde also zunächst ein Gerüst aus Abstandshaltern,
Ringen od. dgl. um das Rohr befestigt und dann die Matte um das Rohr gelegt. Um eine Beschädigung
oder ein Zerschneiden der Matten bei der Verlegung zu vermeiden, sind die Abstandshalter
so über die Rohrlänge verteilt worden, daß die Matten jeweils an den Abstandshaltern mit
ihren Rändern zusammenstoßen. Es hat sich nun gezeigt, daß bei einer solchen Verlegung der Matten
infolge der bereits vorhandenen Abstandshalter das Isoliergut an diesen nicht fest zur Anlage
kommt, so daß an den Abstandshaltern Hohlräume frei bleiben, wodurch die Isolierwirkung erheblich
beeinträchtigt wird. Wollte man mehrere Matten mit ihren Nähten versetzt zueinander verwenden,
so müßten die Matten an den Stellen der Abstandshalter aufgeschnitten werden, wodurch ihre Isolierwirkung
herabgesetzt würde. Die bekannten Stütz-• vorrichtungen der Stopfisolierung sind daher für
Mattenisolierung ungeeignet.
Das Hauptpatent 886 989 bezieht sich auf einen für die Verwendung bei Isolierungen aus Mineralfasermatten
geeigneten Abstandshalter, bed dem die vorgenannten Nachteile vermieden sind. Dieser
Abstandshalter ist dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem sich an die Innenseite der Blechummante^
lung anlegenden segmentartigen Bügel und einem von diesem etwa mittig ausgehenden, radialen Ansatz
besteht, der die Mineralfaserumkleidung durchstößt und sich auf den zu isolierenden Rohrkörper
stützt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Verbesserung der Abstandshalter gemäß
dem Hauptpatent, und zwar in der Richtung, den Wärmefluß zwischen dem auf dem Rohrkörper ab-.
gestützten radialen Ansatz und der Blechummantelung noch weiter zu vermindern. Dabei geht die Erfindung
davon aus, daß als Werkstoff für Abstandshalter dieser Art praktisch nur ein metallischer
Werkstoff in Betracht kommt, da andere Stoffe, z. B. keramische Körper, zu zerbrechlich sind und
auch bei der Montage Schwierigkeiten machen.
Die vorliegende Erfindung sieht nun vor, daß der Abstandshalter aus einem im Profil etwa U-förmig
gebogenen, sich zu dem freien, gegen das zu isolierende Rohr gerichteten Ende hin verjüngenden
Blechkörper und einer dessen Boden unter Verwendung von Zwischenlagen aus einem die Wärme
nicht bzw. schlecht leitenden Stoff, z. B. Asbest, umgreifenden Klammer besteht, deren Enden an
dem Träger der Abstandshalter zu befestigen sind.
Die erfindungsgemäßen Abstandshalter lassen sich mit besonderem Vorteil bei Isolierungen mit
Mineralfasermatten verwenden, da man durch diese die Abstandshalter hindurchdrücken kann, ohne die
Isolierschicht zusammenzupressen bzw. zu verschieben. Die Isolierschicht wird beim Durchdrükken
der Abstandshalter lediglich ringsum zur Seite gedrückt, wobei sich das ausweichende Material
fest um den Abstandshalter herumlegt, so daß an diesen Stellen, keine die Isolierwirkung beeinträchtigenden
Hohlräume vorkommen. go
Die neuen Abstandshalter können entweder mit einem besonderen ringförmigen Träger verbunden
werden, auf dem sich außen die Blechummantelung abstützt. Es ist aber auch möglich, die Abstandshalter
mittels der an ihrem breiten Ende vorgesehenen Klammer auf das innenliegende Ende jedes
Rohrschusses der Blechummantelung aufzuschieben; bei dieser letzten Anordnung können die besonderen
Tragringe fortfallen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι den neuen Abstandshalter in Seitenansicht
' und
Fig. 2 in Stirnansicht bzw. im Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen waagerechten Schnitt durch eine Isolieranordnung ohne besonderen Tragring
für die Abstandshalter und
Fig. 4 schließlich einen senkrechten Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3.
Die Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 verwendet einen ringförmigen, etwa felgenartigen
Träger ι (nur teilweise dargestellt), der die Blechummantelung
der Isolierung außen stützt; analog dem Hauptpatent ist der Träger außen mit einem
geeigneten Isolierstoff belegt, so daß keine metallische Verbindung zum Mantel besteht. ·
.Auf der Innenseite des Trägers 1 ist ein in der
Form einer abgestumpften Pyramide ausgeführter, aus Blech beistehender Hohlkörper 2 als Abstandshalter
angeordnet, der sich mit seinem verjüngten Ende gegen das zu isolierende Rohr stützt. Er hat
oben einen Schlitz 3, durch den ein Blechstreifen 4 greift. Zwischen dem klammerartigeri Blechstreifen
4 und den einwärts gebogenen Enden 5 des Abstandshalters 2 ist eine Platte 6 aus Asbest oder
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einem anderen die Wärme schlecht leitenden Material vorgesehen. Ähnlich ist zwischen den
Enden 5 und dem Träger 1 eine Asbestplatte 7 angebracht. Die freien Enden 8, 8„ des Blechstreifens
4 sind um den Außenring 1 — wie aus Fig. 2 . ersichtlich — fest herumgebogen, wodurch der
pyramidenförmige Abstandshalter 2 mit dem Außenbügel verbunden ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht keine metallische Verbindung zwischen dem Blechkörper
2 und dem Außenbügel 1, so daß an dieser Stelle ein unzulässiger Wärmeverlust nicht stattfinden
kann.
Der Innenraum des Körpers 2 kann mit einem geeigneten Isoliermaterial ausgefüllt werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 und 4 ist die Isolierung 10 z. B. als Mattenisolierung ausgeführt
und in einer das zu isolierende Rohr 11 umgebenden
Blechummantelung i2a, i2fe angeordnet. Diese
Blechummantelung wird — wie Fig. 4 erkennen läßt — aus einzelnen Rohrschüssen i2a, I2b zusammengesetzt,
die teleskopartig ineinandergreifen. Die Rohrschüsse können durch Blechschrauben 13 miteinander
verbunden werden.
Der Abstandshalter 2, welcher ähnlich wie in Fig. ι und 2 dargestellt ausgeführt ist, wird an dem
innenliegenden Ende des einen Rohrschusses, z. B. I26, befestigt. Dabei greift das Ende 8e der Klammer
4 zwischen die Rohrschüsse I2a und I2&.
Wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich, kann bei dieser Ausführungsform der besondere
Tragring 1 od. dgl. für die Abstandshalter fortfallen. Es ist aber trotzdem jegliche unmittelbare
metallische Verbindung zwischen dem Rohr 11 und der Blechummantelung der Isolierung vermieden.
Die Erfindung kann im Zusammenhang mit der Wärmeisolierung von Rohrleitungen beliebiger
Art, Behältern, Apparaten u. dgl. mit Vorteil benutzt werden. ,
Claims (3)
1. Abstandshalter für Wärmeisolierungen von Rohrleitungen od. dgl. mit Mineralfasermatten
und einer diese haltenden Blechummantelung, wobei die Blechummantelung am Rohr-
körper durch radial gerichtete Abstandsstücke zentriert wird, welche von außen in die
Mineralfaserumkleidung eingesetzt sind und sich auf den Rohrkörper stützen, nach Patent
886 989, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter aus einem im Profil etwa
U-förmig gebogenen, sich zu dem freien, gegen das zu isolierende Rohr (11) gerichteten Ende
hin verjüngenden Blechkörper (2) und einer dessen Boden (5) unter Verwendung von
Zwischenlagen (6, 7) aus einem die Wärme schlecht leitenden Material umgreifenden Klammer
(4) besteht, deren Enden (8) an dem Träger der Abstandshalter zu befestigen sind.
2. Abstandshalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Arm (80) der
Klammer (4) den Rand 'des innenliegenden Rohrschusses der Blechummantelung umfaßt.
3. Abstandshalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstandshalter durch die Klammer (4) mit einem außen gegebenenfalls mit Isolierstoff belegten ringförmigen
Träger (1) verbunden ist.
Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 215 731;
österreichische Patentschrift Nr. 170 184;
deutsche Patentschriften Nr. 603278, 691755; 830275, 868817.
Schweizerische Patentschrift Nr. 215 731;
österreichische Patentschrift Nr. 170 184;
deutsche Patentschriften Nr. 603278, 691755; 830275, 868817.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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