DER0010754MA - - Google Patents

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DER0010754MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Januar 1953 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Gipsschlackeinzementen von gesteigerter Lagerbeständigkeit.
Die seither bekannten Gipsschlackenzemente haben den Nachteil, daß ihre Festigkeitswerte stark schwanken. Besonders mangelhaft ist, daß sie nicht in ausreichendem Maße, namentlich nicht lang genug, lagerfähig sind.
Es. ist schon vorgeschlagen worden, zur Verbesserung der Lagerfähigkeit Kalkhydrat oder Portlandzement bis zu 3% zuzusetzen. Dieser Vorschlag führte aber nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Eine für die Praxis genügende Steigerung der Lagerbeständigkeit war dadurch nicht erreichbar. Es wurde; nun gefunden, daß einie wesentliche und für die Praxis ausreichende Steigerung der Lagerbeständigkeit von Gipsschlackenzementen erreicht wird, wenn der Hochofenschlacke und/odeir ihren Abbinideerregern vor, während oder nach, der Vermahlung ein Gemisch von o,2 bis 3%, vorzugsweise o,S °/o Kalkhydrat oder Kalkhydrat abspaltenden Stoffen mit 0,3 bis 3%, vorzugsweise 0,7 % Puz-
609 707/315
R 10754 IVc/80b
zolan oder pUzzolanartigen Stoffen, ζ. B. feinem Tuffsand oder feingemahlenem Tuffstein, beigeimischt wird.
' Diese Gemischstoffe bilden, einei kolloide KaIk-Kieselsäure-Verbindung. Diese ist in der Lage, die angreifenden Wasser-, Kohlensäure- und sonstigen angriffswirksamen Bestandteile der Luft chemisch bzw. physikalisch zu binden, mithin von der E.in-
- wirkung auf den Scblackenzement selbst abzuhalten.
ίο Als. Kalkhydrat abspaltende Stoffe sind Löschkalk oder Calciumsilikat enthaltende Stoffe, z. B. Romanzement oder calciumaluminathaltige Stoffe, z. B. Tonerdeschmelzzement, brauchbar.
Natürlich sind erfindungsgemäß nicht nur die genannten, sondern auch andere gleichwirkende Stoffe verwendbar.
Die erläuterte Schutzwifkung kann gefördert werden, indem ein weiteres Reagenz beigefügt wird, das die erläuterte Abhalte- bzw. Schutzwirkung steigert. Es kann z. B. die obenerwähnte Kalk-Kieselsäure-Verbindung zu weiterer Reaktion durch Aluminiumhydroxyd (Al(OH)3) angeregt werden. Es entsteht dann eine komplexe Kalk-Kieselsäure-Tonerde-Verbindung. , ,
Überraschenderweise zeigte sich nämlich eine ganz beachtliche Steigerung der Wirkung des vorstehend bezeichneten Gemisches nach Zugabe von 0,1 bis .20Ie, vorzugsweise 0,3°/» Aluminiumhydroxyd.
Erfindungsgemäß werden Reaktionen ausgelöst, , welche außer der gewünschten Steigerung der Lagerbeständigkeit von •■Gipsschlackenzement: auch; eine erhebliche Erhöhung der Biegezug- und Druckfestigkeit zur Folge haben.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Verfahren zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit von Gipsschlackenzementen, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochofenschlacke und/ oider ihren Abbindeerregern vor, während oder nach der Vermahlung ein Gemisch aus Kalkhydrat oder Kalkhydrat wirksam enthaltenden Stoffen und aus Puzzolan oder puzzolanartigen Stoffen beigegeben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochofenschlacke ein Gemisch von 0,2 bis 3%, vorzugsweise 0,5 % Kalkhydrat mit 0,2 bis1 3%, vorzugsweise 0,7 °/o feinem ; Tuffsand oder feingemahlenem Tuffstein beigegeben wird.
  3. 3.f Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochofenschlacke außer dem Gemisch Kalkhydrat1—Puzzolan noch ein zu einer komplexen Kalk-Kieselsäure-Tonerde-Verbindung führendes Reagenz zugefügt wird. ■ .
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Reagenz 0,1 bis 2%, vorzugS'weise1 0,3% Aluminiumhydroxyd verwendet wird.

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