DER0008487MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 5. März 1952 Bekanntgemacht am 15. März 1956
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kolbenpumpe, insbesondere mit auf beiden Seiten der
Welle liegenden gleichachsigen Zylindern, bei der die Dichtung zwischen Kolben und Pumpenzylinder
durch eine verformbare Stülpmanschette gebildet wird, deren ruhendes Ende am Pumpenzylinder
und deren bewegliches Ende an der vorderen Stirnseite des Kolbens befestigt ist.
Gemäß der Erfindung wird eine Kolbenpumpe ίο dieser Art in der Weise ausgebildet, daß die Stülpfalte
zwischen einer Ringwulst der Kolbenstirnseite und einer Ringrille des Zylinderdeckels liegt
und der zwischen Stülpfalte und Kolbenstimseite befindliche Raum durch in an sich bekannter Weise
im Kolben vorgesehene Durchbohrungen mit dem durch einen am Pumpengehäuse angeordneten, die
betriebsbedingte Wärmedehnung der Flüssigkeit kompensierenden Ausgleicher unter konstantem
Flüssigkeitsdruck gehaltenen Pumpengehäuse in Verbindung steht.
Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform sieht die Erfindung einen mittels eines regelbaren
Rückschlagventils gesteuerten Verbindungskanal zwischen dem Hohlraum der Stülpfalte und der
Rückseite des Pumpenkolbens vor.
Vorteilhafterweise wird die Pumpe in der Weise ausgebildet, daß der regelbare Innenraum des
Ausgleichers durch eine Stülpmanschette abge-
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dichtet ist, deren bewegliches Ende an dem feder-
; belasteten Ausgleicherkolben und deren ruhendes
Ende an der Innenfläche des Gehäuses befestigt ist.
Dabei kann die Anordnung so getroffen werden,
daß die Kolbenstange des Ausgleichers einen Schalter für den Speisestrom der Pumpe derart
steuert, daß der Strom abgeschaltet wird, wenn in der Pumpe ein Leck entsteht.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung und den dazugehörigen Zeichnungen. In diesen zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt der Pumpe mit zwei einander gegenüberliegenden Zylindern,
Fig. 2 einen Längsschnitt einer anderen Aus-1S
führungsform eines Teils der Fig. i, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie I-I der
Fig· ΐ· ■ ■ .
Nach Fig. ι und 3 können in einem Gehäuse 1
zwei Zylinder 2 und .3 mit Kühlrippen angeordnet sein. Ein Deckel 4 schließt das Ende des Zylinders 2
ab und bildet innen eine zylindrische Kammer 5, in der ein mit der Manschette 23 fest verbundener.
Hilfskolben (»falscher« Kolben) 6 läuft. Der Deckel bildet außerdem eine konzentrisch um Kammer
5 herum angeordnete Ringkammer 7, deren Erzeugende ein Kreisbogen ist. Die beiden. Kammern
5 und 7 sind durch Bohrungen, 46 im Deckel miteinander verbunden. In die zylindrische Kammer
S münden zwei Ventile. Ein Saugventil 8 wird durch eine Buchse 9 geführt, hat einen Ventilsitz 10
mit einer Dichtung 11 und eine Rückstellfeder 12.
Ein Auslaßventil 13 wird durch einen Schraubverschluß
14 geführt und hat einen Ventilsitz 15 mit einer Dichtung 16. Die Dichtungen 11 und 16 können
unter Umständen und je nach der Art der geförderten Flüssigkeiten oder Gase aus plastischen
Stoffen bestehen. Eine Anschlußbuchse für eine Förderleitung fet bei 17 vorgesehen.
Die beiden entgegengesetzt gerichteten Kolben sitzen auf Kolbenstangen 18 und 19, die einstückig
mit einem auf einem Exzenter 21 sitzenden Schieberahmen 20 verbunden, sind. Die Kolbenstangen,
werden durch eine Verschlußplatte 47 geführt/Diese hat große Bohrungen 48 und eine Lagerbuchse 49.
Der Exzenter 21 wird durch Riemenscheibe, Riemen und Elektromotor, die nicht abgebildet sind,
angetrieben.
Der Kolben 22 ist durch Bolzen und Mutter auf der Kolbenstange 18 befestigt. Er besitzt in der
Mitte einen zylindrischen Gewindestutzen, auf den der Hilfskolben aufgeschraubt ist. Kolben und
Hilfskolben haben je eine Ringnut für die Befestigungswulst 50 der Manschette 23, deren anderes
Ende durch eine Befestigungswul'st 51 festgelegt ist. Der Kolben 22 hat außerhalb1 des zylindrischen
Gewindestutzens eine Oberfläche mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt, die dem Querschnittbogen
der Ringkammer entspricht. Die geschmeidige Manschette 23 hat also einen zylindrischen
Teil, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Zylinders 2 entspricht und am anderen
Ende einen umgestülpten Teil, mit etwa dem gleichen Krümmungsradius wie der kreisringförmig£
Teil des Kolbens 22. Wenn der Kolben am Ende ' des Förderhubes am toten Punkt angelangt ist, berührt
er fast die Stülpfalte der Manschette. Der Hohlraum der Stülpfalte ist dann. Null oder fast
Null. Eine Anzahl von Öffnungen 24 mit geringem Querschnitt verbindet den Innenraum des Gehäuses
ι mit dem Hohlraum 42 der Stülpfalte. Die Außenseiten dieser Öffnungen münden also auf die
Innenfläche der Manschette.
Der Kolben 22 enthält außerdem ein Ventil, das aus einer Kugel 25, einer Feder 26 und einer
Spann- und Befestigungsschraube 27 besteht. Die Vorspannung der Feder ist so eingestellt, daß sich
das Ventil öffnet, wenn der Überdruck den Unterschied zwischen Höchstförderdruck und Gehäuseinnendruck
übersteigt. Bei ihrer ■ Verlagerung verschließt
oder öffnet die Kugel eine Leitung zwisehen den Kanälen 28 und 29, welche die Stülpfalte
der Manschette mit dem Gehäuseinnenraum verbinden.
Der Gehäuseinnenraum ist mit unter Druck stehendem Öl gefüllt. Durch Entlüftungsschrauben
30 kann beim Füllen der Pumpe Luft abgelassen werden. Das ganze Gerät muß also vollkommen
dicht sein. Die Ölfüllung steht gewöhnlich unter einem Druck von einigen hundert Gramm je cm2;
z. B. 500 bis 600 g/cm2 bei einem Förderuck der Pumpe von 2 bis 2,5 kg/cm2. Je nach der benutzten
Füllflüssigkeit kann der Füllungsdruck jedoch auch jeden anderen Wert haben. Während des Betriebes
der Pumpe steigt die Temperatur der unter Druck stehenden Flüssigkeit und damit ihr Volumen.
Eine Ausdehnungsausgleichvorrichtung am Gehäuse i, wie sie Fig. 3 zeigt, soll das Auftreten von
Überdrücken im Gehäuse verhindern.
Die Vorrichtung besteht aus einem in das Gehäuse geschraubten Bodenstück 31/ und einer
daraufgesetzten Röhre 32. Eine Membran 33 in der Röhre ist fest mit einer Kolbenstange 34 verbunden.
Zwischen Membran und Röhre liegt eine geschmeidige und undurchlässige, an- einem Ende geschlossene
und am anderen Ende offene Manschette 35, die durch eine Ringwulst 36 mit dem Bodenstück
31 fest verbunden ist. Die im Gehäuse eingeschlossene
Flüssigkeit wird durch die entgegengesetzten Bewegungen der beiden Pumpenkolben dauernd
hin- und hergetrieben, und diese Strömung wird durch die Öffnungen 48 ermöglicht. Die Flüssigkeit
gelangt durch die Öffnung 37 auch in die Ausdehnungsausgleichvorrichtung.
Wenn sie sich ausdehnt, übt sie auf die Membran 33 einen Druck aus, und diese'nimmt eine durch die Feder 38 bestimmte
neue Gleichgewichtsstellung ein. Wenn die Flüssigkeit sich zusammenzieht, drückt die Feder
38 die Membran in umgekehrter Richtung. Man kann die Feder 38 so wählen, daß sie den günstigsten
Druck im Gehäuseinnenraum erzeugt. Wenn der Druck infolge eines Lecks sinkt, dehnt sich die
Feder 36 aus und nimmt die Membran, 33, die Kolbenstange 34 und, mit dieser den Knopf 39 mit. Der
Knopf schwenkt den Hebel 40, und dieser berührt einen Kontakt 41 und unterbricht dadurch den
Speisestrom des Antriebsmotors der Pumpe.
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Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab eine andere Ausführungsform, bei der die Stülpfalte der Manschette
während des Saughubes leichter gefüllt werden kann, Der Kolben bewegt sich dann in
Richtung des Pfeiles X, stülpt die Manschette 23 nach dem Gehäuseinnern ein, und der Hohlraum 42
der Stülpfalte sowie die Kammer 7 vergrößern sich nach und nach. Damit sich die Stülpfalte 42 leichter
mit Flüssigkeit füllt, enthält der Kolben in einer Vertiefung 43 eine Kugel 44, die unter dem Einfluß
der Kolbenbewegung eine Öffnung 45 freigibt. Die Flüssigkeit fließt dann in die Stülpfalte in Richtung
der Pfeile/.
Derartige Pumpen können die verschiedenartigsten Anwendungen in der Industrie finden. Die
Manschette kann aus plastischem Stoff, wie synthetischem Kautschuk, Polyvinylchlorid, polythenartigem
Stoff und allgemein aus jedem elastischen Stoff bestehen, der sich gegenüber den von der
Pumpe geförderten Flüssigkeiten oder Gasen indifferent verhält.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene . und dargestellte Gerät beschränkt.
Sie umfaßt alle möglichen Änderungen ■ der Konstruktion, die die notwendigen aufgezählten
Merkmale enthalten.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Kolbenpumpe, insbesondere mit auf beiden Seiten der Welk liegenden gleichachsigen Zylindern, bei der die Dichtung zwischen Kolben und Pumpenzylinder durch eine verformbare Stülpmanschette gebildet wird, deren ruhendes Ende am Pumpenzylinder und deren bewegliches Ende an der vorderen Stirnseite des Kolbens befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stülpfalte zwischen einer Ringwulst der Kolbenstirnseite und einer Ringrille (7) des Zylinderdeckels (4) liegt und der zwischen Stülpfalte und Kolbenstirnseite befindliche Raum (42) durch in an sich bekannter Weise im Kolben (22) vorgesehene Durchbohrungen (24) mit dem durch einen am Pumpengehäuse angeordneten, die betriebsbedingte Wärmedehnung der Flüssigkeit kompensierenden Ausgleicher (31 bis 39) unter konstantem Flüssigkeitsdruck gehaltenen Pumpengehäuse in Verbindung steht.
- 2. Pumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mittels eines regelbaren Rückschlagventils (25, 26, 27) gesteuerten Verbindungskanal (28,29) zwischen dem Hohlraum (42) der Stülpfalte und der Rückseite des Pumpenkolbens (22).
- 3. Pumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet1 durch einen mittels eines regelbaren Rückschlagventils (43, 44, 45) gesteuerten Verbindungskanal zwischen dem Hohlraum (42) der Stülpfalte und der Rückseite des Pumpenkolbens (22).
- 4. Pumpe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der regelbare Innenraum des Ausgleichers (31 bis 39) durch eine Stülpmanschette (35) abgedichtet ist, deren bewegliches Ende an dem federbelasteten Ausgleicherkolben (33) und deren ruhendes Ende (36) an der Innenfläche des Gehäuses (32) befestigt ist.
- 5. Pumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (34, 39) des Ausgleichers (31 bis 39) einen Schalter (41) für den Speisestrom der Pumpe derart steuert, daß der Strom abgeschaltet wird, wenn in der Pumpe ein Leck entsteht.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr.' 50953;
USA.-Patentschrift Nr. 2 342 906.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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