DEP0055772DA - Kontakt aus Bimetall und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Kontakt aus Bimetall und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
PATENTANWALT © PFORZHEIM, d. 1,12*49
RUDOLF BAUER Γ™Ρ~,Γ Dr.B/schiä 434
Dr. lugen Dttrrwäcatsr in Pforahe im» Westliche 61
«Kontatet bus Bimetall und ferfahreJi zu seiner Herstellung. ®
Die Erfindung bessittht sich auf einen Kontakt aus Btoetall und auf ©in Terfaarea 2a seiner Herstellung*
Kontakte aus Bimetall, insbesondere Bimetallnietkontafetef und Terfahren au ihrer Herstellung sind bekamt, Diese "bekannten
Bimetallfcoatakte bestehen aus einem Kontafctiroisf9 der an der kontakt
geh enden Stelle ein Edelmetall oder eine Melmetallegierung enthält , -während der übrige feü des EontaktJfcopf es und der ganze
Kontaktscaaft aus einem billigen Unedelmetall, wie Eupferi Broase oder Messing, besteht»
Man unterscheidet mehrere verschiedene Verfahren sur Herstellung Ton Bimetallkontakten,.
Sas einfachste Terfahren zur Herstellung von Bimetallkontaiiten besteht darin, dass aber den Kopf eines massiven Unedelmetall-Kontaktes
oder einer Schraube ein dünnes Edelmetallplättchen gezogen wird. Durch Umbördeln dieses Plättchens um den Umfang des
Kontaktkopfes wird ein Loslösen der beiden Teile vermieden. Durch derartige Verfahren hergestellte Kontakte haben sich nicht
bewährt, da durch das nur mechanische Anpressen des Kontaktplättchens an den Kontaktkopf and durch die Oxydation des letzteren
grosse und veränderliche übergangswiderstand© Innerhalb des Kontaktes auftreten.
Bei anderen Herstellungsverfahren von Bimetallkontakten geht man von Btoetallbleoh aus, einem durch Sehweiasplattieren oder Walzplattieren
aus Unedelmetall und Edelaetall hergestelltem Iehr-Bchichtenmetall. Aus diesem Tormaterial werden die Bimetallkontakte
nach verschiedenes Terfahrem herausgearbeitet.
Z.B. fräst man aus dem Btoetallblech unter Verwendung von Hohlfräsern
Kontaktschäfte aua ä®r Unedelisetallseite der Bimetallbleche heraus, um dann die Kontakte aus den Blechen aussustansen.
B®i der Durchführung dieses bekannten Verfahrens entstehen jedoch Abfälle aus nicht mehr verwendbaren Kontaktble chen, aus denen
durch Scheidung die Edelmetalle aurackgewonnen werden müssen.
Iia anderes bekanntes Verfatiren zur Herstellung von Bimetalllcoritalrten verwendet pulverformige Melxaetalle und, Une oe Irnetalle,
die to ^elarfachpressf ormen aufeinandergeschichtet und anschliessend uwter hohem Druck unter gleichzeitiger
oder anse hl ie spender JBrhitaung gesintert werden«, Diese ε Verfahren arbeitet awar reit geringen Mat er i al vor lust en, doch ist
die Herstellung der Pulver, insbesondere der Edelmetallpulver verhältnismässig teuer, weshalb die Anwendung dieser Verfahren
hauptsächlich auf Stmetalitor*takte mit Sllberauflage beschränkt ist.
Bs hat sich nun gezeigt, dass Biastallfeontaicte aug'f ausserordentlich einfache und billige Weiee und nahsau verlustlos
dadurch hergestellt -werden kennen, daß die an und fUr eich bekennten, aber für diese Zwecke bisher nicht verwendeten
Seiguwgen aes Silbors zur BiffusiofcssschweiSuag mit ^del- und Unedelmetall bei Teniperaturen unterhalb des Schmelzpunktes
des Silbers ausgenutzt des Silbers ausgenutzt werden»
liacl-x der Erfindung wird j&juue. demnach smr Herstellung von
Bimetallkontakten auf einen beispielsweise galvanisch versilberten Kontaktträger aus unedelem Metall ein Kontaktkopf aus
Edelmetall oder einer Büelmetallegisrung mechanisch aufgepresst und anschliessend werden beide fell® durch PiffueiojaeschvveiiBung
miteinander verbunden*
Dais Verfahren der Erfindung besteht im einzelnen aus m teeren aufοinanUerfoigenaen Arbeitsvorgängena
Zuerst stellt man auf einer I?iethammerraschine die Kontaktträger aus eisern ünedelmetall her. Doch können die Kontaktträger
audi auf andere Weise, beispielsweise durch Fassondrehen hergestellt werden* Sie können ausser der Porrn eines Niets auch
jede andere Form, z.B. die einer Schraube, aufweisen*
Derjenige foil des Kontaktträger«, auf den später der Kontaktkopf gepresst wird, kann flach oder hoch gewölbt sein.
Br kann glatt sein oder eine Aufrauhusg zeigen, beispielsweise wis die Oberfläche eines Sagelkopfes oder einer Peile.
Der so hergestellte Kontaktträger wird nun anschliessend galvanisch versilbert. Die ia einem Rollfaß oder einer Glocke
ausgeführte Versilberung kann so dünn sein, dass der Kontakt-
träger in se inen Abmessungen praktisch nicht verändert wird.
Der versilberte Kontaktträger» beispielsweise ©ine Miete, wird nun ta die latrise einer Presse eingelegt derart, daß
der Iietkopf nach oben »a liegen kommt. Auf diesen Hietkopf wird nun ein E de !.metallplättchen gelegt, das aus einem Edelmetallblech durch
Aubstangen erhalten wurde.
Die aufeInanderliegenden flächen des Niete» und des Bdelmatallplättehens aiiissen die
gleiche Porm aufweisen, während die fläche dee Plattohens, das später den Kontaktkopf
bildet, beliebig ausgebildet werden kann, beispielsweise auch halbkugllg oder ballige
JEiun wird ein entsprechend geformter Steapel in die derart bescaiekte Matrize unter Druck eingeführt, wodurch eine
mechanische Haftung zwischen Niet und Plättchen^ erzielt werden kann, die aber nicht genügt, um einen Kontaktniet verwendungsfähig
2u machen· Zu einer unlösbaren Verechweißung bedarf es vieIinehr einer gleichseitigen oder anschliessenden
Erwärmung der beiden mechanisch miteinander verbundenen Teile auf eine Iemperatur zwischen 700° und SOO0 e
Am zweckmäs&igsten ist die nachträgliche Versenweißung der beiden Seile· Zu diesem gweck werden die feile aus der Satrize ausgestoseen und in einen Glühofen oder in einem inerten Gas 10
bis 20 Minuten lang auf 700° und 800° erhitzt. Hierdurch findet auch ohne gleichseitige Druckausübung eine
innige Verschweißung zwischen Edel - und Unedelraetall statt. Bs hat sich & Ie vorteilhaft erwiesen, die so hergestellten Bimetal Ikontakte nochnale nacheupressen, wodurch eine VardichjfeeK
iung des Kontaktmetalles und eine Härtestelgerung eintritt«
Die Herstellung der Bimetalle nach dem Verfahren der Erfindung ist nicht mit dem bekannten Auflöten von Kontaktplättchen
auf Mieten und Schrauben unter Verwendung eines Hartlotes vergleichbar. Hart aufgelötete Kontaktplätteheη erfordern
stets eine Kiachbearbeitung und Entfernung dee aus der Lotfuge austretenden Lotes. Auch muss bei diesem Verfrhren
stets mit der Bildung von Lunkern gerechnet werden, die die Haftung dur Kontaktplättchen auf der unebenen Unterlage
gefährden.
Claims (5)
1. ) Verfahren zur Heratellung von Bimetallkontakteni dadurch
gekennzeichnet, daß auf einem (galvanisch) versilberten Kontakt träger aus unedelem Metall ein Kon takt kopf aus einem Edelmetall
oder einer Edelmetallegierung mechanisch aufgepresst und anschliessend die beiden Teile durch Diffusi miteinander verbunden werden.
2. ) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnetf tesa
dia üiffusionsBchweißung innerhalb eines Zeitraums von 10 bis 20 Minuten und bei einer Temperatur »wischeη 700° und 800° C.
erfolgt.
3. ) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschweißten Kontaktteile durch nachträgliches Ρτβ^ζ&ν
^©«-verdichtet und gehärtet werden.
4. ) Verfahren noch^eInejii^der Ansprüche 1 bis 3$ dadurch gekennzeichnet, dass der reiT^OTHdsn der Kontakt kopf gepresst wird,
vor der Versilberung ( mec^hanfech) aufgerauht wird.
5. ) Elektrisches Gerät, insbesondere Sehalterfmlt«inem Kontakt
aus Bimetall, dadurch gekennzeIchnet, daß der Kontakt aus einem unedlem Kontaktträger und e inem Koataktkopf auselnem Edelmetall
oder einer Edelmetallegierung besteht, wobei Träger und Kopf durch Piffueionsechv/eißung mittels einer(galvanisch aufgebracht
ten) Silberschicht miteinander verbunden sind.
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