DEP0054904DA - Einrichtung zur Überholsignalgebung an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zur Überholsignalgebung an KraftfahrzeugenInfo
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Description
Um den grossen Gefahren zu begegnen, die sich beim Ueberholen von Kraftfahrzeugen, insbesondere von Lastzügen mit mehreren Anhängern daraus ergeben, dass der überholende Fahrer oftmals nicht sicher sein kann, ob sein Hupensignal von dem Fahrer des zu überholenden Wagens oder Zuges tatsächlich gehört wurde und beachtet wird, ist bereits vorgeschlagen worden, Wagen bzw. Anhänger an ihrer Rückfront mit lichtempfindlichen Zellen auszurüsten, welche, von einem nachfolgenden Fahrzeug angestrahlt, eine Signaleinrichtung in der Führerkabine des vorderen Fahrzeuges auslösen. Solche Signalanlagen haben jedoch den Nachteil, dass ihre Wirkungsweise an bestimmten Einrichtungen des nachfolgenden Fahrzeuges gebunden ist, welches entweder mit einer eigenen Lichtquelle zur Bestrahlung der Photozellen oder mit einem besonderen Spiegel ausgerüstet sein muss, der eine
auf dem vorderen Fahrzeug befindliche Lichtquelle auf dessen Photozellen zurückwirft. Ueberdies besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass die lichtempfindlichen Zellen gelegentlich durch unbeabsichtigte Fremdeinflüsse, wie z.B. durch Blinklichter, zum Ansprechen gebracht werden und dadurch einen Fehlalarm auslösen können.
Das Signalgerät gemäss der Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass es auf die normalen Hupentöne anspricht, wie sie jedes Fahrzeug ohne zusätzliche Einrichtungen auszulösen vermag, dass es aber nur bei Hupensignalen gewisser Dauer und Intensität wirksam wird, sodass entferntere Geräusche oder Hupentöne unbeteiligter Fahrzeuge zu keinem Fehlalarm führen können und nur solche Signale zur Uebermittelung an den Fahrer des vorderen Wagens gelangen, die unmittelbar hinter seinem Fahrzeug von einem nachfolgenden Wagen mit der Absicht des Ueberholens abgegeben werden. Dies geschieht durch ein (zweckmässigerweise an der Rückfront des Wagens bzw. letzten Anhängers angebrachtes) Mikrophon, das über die Primärwicklung eines Transformators an der Wagenbatterie liegt, dessen Sekundärwicklung den Stromkreis einer Signallampe speist oder steuert, durch deren Aufleuchten dem Führer des zu überholenden Wagens oder Lastzuges die diesbezügliche Absicht eines nachfolgenden Fahrers selbst dann mit Sicherheit angezeigt wird, wenn er dessen Hupensignale nicht unmittelbar wahrgenommen hat, wie dies beim Fahren schwerer Maschinen infolge ihres grossen Eigengeräusches häufig der Fall ist.
Die auf das Mikrophon auftreffenden Schallwellen des Hupensignales verändern nach Massgabe ihrer Periodenzahl und Amplitude den Widerstand im Primärkreis des Transformators, sodass in dessen Sekundärkreis ein reiner Wechselstrom entsteht, der mit den bekannten Mitteln leicht und beliebig verstärkt werden kann, um, gegebenenfalls über eine Relaisschaltung, eine Signallampe zum Aufleuchten zu bringen. Durch Einfügung entsprechender Trägheitsglieder kann die Zeitkonstante des Sekundärkreises so weit erhöht werden, dass die Signallampe bzw. das sie steuernde Relais auf kurzzeitige Hupenstösse nicht anspricht. Desgleichen ist es dem Nachrichtentechniker geläufig, durch Verwendung gewisser Siebglieder eine ausgesprochene Spitzenverstärkung im akustischen Schwingungsbereich von Autohupen zu erzielen, sodass der Sekundärkreis weder auf anderweitige Geräusche noch auf Hupensignale aus grösserer Entfernung bzw. auf solche geringerer Intensität anspricht. Die sekundären Wechselströme können gegebenenfalls gleichgerichtet werden.
Das Mikrophon wird zweckmässigerweise staub- und spritzwasserdicht gekapselt und die Signallampe im Blickfeld des Fahrers angeordnet. Besonders ratsam ist es, mittels eines an der Rückfront des Wagens bzw. Lastzuges angebrachten Schildes auf das Vorhandensein einer Anlage gemäss der Erfindung hinzuweisen, wodurch der nachfolgende Fahrer der Mühe und Zeit enthoben wird, sich mehrmals und vergeblich bemerkbar zu machen und sich stattdessen sogleich möglichst weit, etwa bis auf 15 oder 10 m dem vor ihm fahrenden Wagen nähern und ein längeres Signal von etwa 5 Sekunden Dauer abgeben wird.
Claims (4)
1.) Einrichtung zur Ueberholsignalgebung an Kraftfahrzeugen, insbesondere an Lastzügen, gekennzeichnet durch ein zweckmässigerweise an der Wagenrückfront staub- und spritzwasserdicht angebrachtes Mikrophon, dessen nach Massgabe auftreffender Hupenschallschwingungen erzeugter Wechselstrom ein Signal in der Führerkabine des Fahrzeuges auslöst.
2.) Einrichtung nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon mit der Primärwicklung eines Transformators in Reihe liegt und an die Wagenbatterie angeschlossen ist, und dass die Sekundärwicklung des Transformators über ein Relais oder einen Verstärker eine Signallampe zum Aufleuchten bringt.
3.) Einrichtung nach Anspruch 1) oder 2), gekennzeichnet durch Trägheitsglieder, unter deren Wirkung nur Mikrophonschwingungen oberhalb einer bestimmten Zeitdauer das Signal an der Führerkabine auslösen.
4.) Einrichtung nach Anspruch 1), 2) oder 3), gekennzeichnet durch eine Spitzenverstärkung, welche innerhalb des Schallwellenbereiches von Autohupen wirksam ist.
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