DEP0046444DA - Verfahren zur Erzeugung von Starkgas aus Schwachgas - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Starkgas aus Schwachgas

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DEP0046444DA
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English (en)
Inventor
Anton Dr.-Ing. Dinslaken Rettenmaier
Original Assignee
Thyssensche Gas- und Wasserwerke GmbH, Duisburg
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Description

Bei der Vergasung stückiger bituminöser Brennstoffe in Gaserzeugern, sei es durch Vergasung mittels Sauerstoff, Luft, Dampf, Kohlendioxyd oder Gemischen derselben, erhält man Schwachgase mit Heizwerten von etwa 1500 bis 3500 kcal/cbm, die z. B. zur Verwendung als Stadtgas oder Ferngas nicht ohne weiteres geeignet sind. Um daraus Starkgas von höherem Heizwert herzustellen, greift man zur Weiterveredlung der Schwachgase durch Konvertieren und Methanisieren.
Da jedoch die auf die beschriebene Art gewonnenen Schwachgase außer dem in der Vergasungszone des Gaserzeugers erblasenen Primärgas auch die teerigen Destillationsgase des vergasten bituminösen Brennstoffes enthalten, verursacht die Feinreinigung derartiger Gase bis auf die für die Methanisierung erforderliche Kontaktreinheit besondere Schwierigkeiten. Gerade die teerigen, harzigen und schwefelhaltigen Bestandteile des Destillationsgases sind schwer zu beseitigende Kontaktschädlinge.
Man hat u. a. vorgeschlagen, das destillationsgashaltige Schwachgas durch Rückführung in die heiße Vergasungszone des Gaserzeugers zu kracken. Diese Behandlungsweise hat jedoch den Nachteil, daß außer den Kontaktschädlingen auch die wertvollen heizkräftigen Kohlenwasserstoffe des Destillationsgases gekrackt und vernichtet werden.
Das nachstehend beschriebene Verfahren zur Erzeugung von Starkgas aus Schwachgas, das durch Vergasung von stückigen bituminösen Brennstoffen mittels Sauerstoff, Luft, Dampf, Kohlendioxyd oder Gemischen derselben in Gaserzeugern gewonnen wird, zeigt einen neuen Weg zur Behebung dieser Schwierigkeiten und besteht darin, daß man einen Teil des in der Vergasungszone des Gaserzeugers erblasenen Primärgases vor Eintritt in die Entgasungszone gesondert abzieht, durch anschließendes Konvertieren und Methani- sieren in das Gas von hohem Heizwert umwandelt und schließlich durch Mischen mit dem restlichen Gas aus der Entgasungszone des Gaserzeugers ein Starkgas von gewünschten Eigenschaften gewinnt.
Das vorgeschlagene Verfahren ist beispielsweise anwendbar bei der restlosen Vergasung von Steinkohle mittels Sauerstoff und Dampf im Abstichgaserzeuger zur Herstellung von Ferngas. Das unmittelbar im Abstichgaserzeuger gewonnene Gas hat normalerweise einen Heizwert von etwa 3200 kcal/cbm und muß zur Verwendung als Ferngas durch Konvertieren und Methanisieren auf einen Heizwert von etwa 4500 kcal/cbm gebracht werden. Erfindungsgemäß zieht man einen Teil des in der Vergasungszone erblasenen Primärgases, das praktisch aus etwa 1/3 Wasserstoff und 2/3 Kohlenoxyd neben geringen Gehalten von Kohlendioxyd und Stickstoff besteht, vor Eintritt in die Entgasungszone gesondert aus dem Gaserzeuger ab und methanisiert es nach erfolgter Konvertierung und Feinreinigung in bekannter Weise so weitgehend, daß durch Mischen mit dem restlichen Gas aus der Entgasungszone des Gaserzeugers ein Ferngas von gewünschten Eigenschaften gewonnen wird. Die fühlbare Wärme des heißen Primärgases kann man beispielsweise zur Überhitzung des Vergasungsdampfes nutzbringend verwerten.
Die Menge des unterhalb der Entgasungszone abgezweigten Primärgases richtet sich einerseits nach dem Gasbedarf für die Methanisierung und andererseits kann sie auch zur Regelung der Temperaturverhältnisse im Generatorschacht und der Gasabgangstemperatur am Gaserzeugerkopf dienen. Durch wahlweise Begrenzung des im Generatorschacht aufsteigenden heißen Gasstromes ist man in der Lage, dem zu vergasenden bituminösen Brennstoff zwar die für die Entgasung benötigte Wärmemenge zuzuführen, aber einen unerwünschten Temperaturanstieg im Oberteil des Gaserzeugers zu verhüten. Man vermeidet dadurch Störungen an den Brennstoffaufgabe- und -verteilervorrichtungen und Wärmeverluste durch zu hohe Gasabgangstemperatur.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Erzeugung von Starkgas aus Schwachgas, das durch Vergasung von stückigen bituminösen Brennstoffen mittels Sauerstoff, Luft, Dampf, Kohlendioxyd oder Gemischen derselben in Gaserzeugern gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil des in der Vergasungszone des Gaserzeugers erblasenen Primärgases vor Eintritt in die Entgasungszone gesondert abzieht, durch anschließendes Konvertieren und Methanisieren in Gas von hohem Heizwert umwandelt und schließlich durch Mischen mit dem restlichen Gas aus der Entgasungszone des Gaserzeugers ein Starkgas von gewünschten Eigenschaften gewinnt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Regelung der Menge des unterhalb der Entgasungszone im Gaserzeuger abgezweigten Primärgases die Temperaturverhältnisse im Gaserzeugeroberteil in für den Gaserzeugerbetrieb geeignetem Maße beeinflußt.

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