DEP0044935DA - Gerät und Verfahren zum Messen der Anrußfestigkeit von Zündkerzen für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Gerät und Verfahren zum Messen der Anrußfestigkeit von Zündkerzen für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
HENSCHEL & SOHN KASSEL, 3o«Mäi 194-9«
GMBH Henschelstraße 2
Patentabteilung«
Dr9ICU/Be«
Dr9ICU/Be«
Patent - Anmeldung»
Gerät und Verfahren zum Messen der Anrußfestigkeit von Zündkerzen für BrennkraftmascMnen.
Die Erfindung betrifft ein Gerät und ein mit diesem durchzuführendes Verfahren zum Messen der Anrußfestigkeit von
Zündkerzen für Brennkraftmaschinen. Unter Anrußfestigkeit ist dabei die Fähigkeit einer Zündkerze zu verstehen, auch
mit einem durch den motorischen Betrieb verursachten Rußbelag noch ohne Aussetzer zu arbeiten. Bei bisher bekannten
Messungen dieser Art wird die Anrußfestigkeit lediglich durch Vergleich gemessen, beispielsweise an den Laufzeiten
einer Maschine, die auf stark rußbildende Verbrennung eingestellt ist» Mach Ausschrauben der Kerze kann sodann die
Starke des Hußbelages, der das Aussetzen verursacht hat, bestimmt werden» Bei diesem Verfahren ist es unvorteilhaft,
daß es einerseits schwierig und zeitraubend ist, die im praktischen Betrieb auftretenden Schwankungen der Belastung,
Drehzahl, Gemischzusammensetzung und anderer Faktoren nachzuahmen, und sich andererseits kein definiertes Maß für
Anrußfestigkeit ergibt*
Diese Unvollkommenheiten werden beseitigt, wenn mit einem Gerät nach der Erfindung gemessen wird» Dieses besteht aus
einem Körper, der wie eine Zündkerze in die Zylinderwand einer Brennkraftmaschine einzuschrauben ist. oein in den
Brennraum hineinragender Teil ist mit einer ebenen Stirnfläche versehen, die sich aus den Oberflächen zweier einander
gegenüberliegender, segmentförmiger Elektroden und eines den Mittelstreifen ausfüllenden J so Ii er Stückes zusammensetzt«,
Mit diesem Gerät wird wie folgt verfahren.Jn drei in der Zylinderwand eines Meßmotors angebrachte, eng benachbarte
HENSCHEL & SOHN - 2 - KASSEL,
«... υ Henschelstraße 2
CM. B. ti.
Bohrungen werden einerseits die zu untersuchende Zündkerze, andererseits eine zweite, zum Weiterbetrieb der
Haas diine beim Versagen der ersteren dienende Zündkerze von erfahrungsgemäß höherer Anrußfestigkeit und drittens
das beschriebene Prüfgerät aingeschraubt. Sodann wird während des Motorlaufes das Aussetzen der zu untersuchenden
Kerze infolge Rußbelages, zum Beispiel in an sich bekannter 7/ei se mittels einer mit Neon gefüllten fiöhre,
um die das Zündkabel ge wickelt ist, festgestellt« Beim Auftreten der Aussetzer wird der Zündstrom auf die zweite
Kerze umgeschaltet und mittels eines Jhstrumentes bekannter Art der Ohm'sche . Widerstand des Sußniederschlages
zwischen den Elektroden des Prüfgerätes gemessen« Wenn der Abstand dieser beiden Elektroden an der Btirnfläehe
als Norm gewählt wird, zum Beispiel also die Breite des aus Isoliermasse bestehenden, nunmehr ebenso stark angerußten
Mittelstreifens der Stirnfläche 1 cm beträgt,· so kannaer gemessene Widerstandswert selbst als ein wohlbestimmtes
Maß für die Anrußfestigkeit der untersuchten Kerze dienen. Um gute Mittelwerte zu erhalten und Ungleichmäßigkeiten
im Arbeiten einzelner Maschinenzylinder mit Bezug auf die Rußbildung auszugleichen, ist zweckmäßigerweise
ein mehrzylindriger Meßmotor zu verwenden, an dessen Zylindern die Messungen mit mehreren Kerzen und Prüfgeräten
gleichzeitig ausgeführt werden, wobei sich Vereinfachungen für das ochaltscheme des elektrischen Teils
der Meßanlage ergeben*
Jn der beiliegenden Zeichnung ist das Prüfgerät mit Abb. im Aufriß, mit Abb. 2 in Draufsicht dargestellt. Die beiden
dem Brennraum ausgesetzten segmentförmigen Elektroden sind mit 1, der Jsolator mit 2, die beiden Zuleitungen der
Elektroden mit 3, ihre Anschlußklemmen mit 4 und die Fassung des Körpers mit 5 bezeichnet. Die Breite des Mittelstreifens
des Isolators an der dtirn-flache, die in Abb.
2 im Grundriß erscheint, ist mit a, die Pfeilhöhen der
HENSCHEL & SOHN y " KASSEL,
Elektrodensegmente sind mit g bezeichnet. Der Isolierweg zwischen den Elektroden 1 und der Fassung 5 » der die länge
b aufweist, s^fb so groß zu wählen, daß auf jeden 5'all der Ohm'sche Widerstand des Rußniederschlages von der Breite
a auf der »Stirnfläche kleiner ist als derjenige über die strecke b und den metallenen Körper, Dies ist erforderlich,
um Pehlmessungen auszuschließen»
Claims (1)
1.) Gerät zum Messen der Anrußfestigkeit von Zündkerzen für Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gerät als ein wie eine Zündkerze in die Zylinderwand einer Brennkraftmaschine einzuschraubender Körper ausgebildet
und an seinem in den Brennraum hineinragenden Teil mit einer ebenen stirnfläche versehen ist, die
sich aus den Oberflächen zweier einander gegenüberliegender, segmentförmiger Elektroden (3) und eines den
Mittelstreifen ausfüllenden Jsolierstückes zusammensetzt«
2#) Verfahren zum Messen der Anrußfestigkeit von Zündkerzen mit einem Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in drei in der Zylinderwand eines ileßmotors angebrachte, engbenachbarte Bohrungen einerseits die zu
untersuchende Zündkerze, andererseits eine zweite, zum Weiterbetrieb der Maschine beim "Versagen der ersteren
dienende Zündkerze von erfahrungsgemiß höherer Anrußfestigkeit und drittens das Gerät nach Anspruch 1
eingeschraubt werden, sodann während des Motorlaufes das aussetzen der zu untersuchenden Kerze infolge Sußbelages,
beispielsweise in an sich bekannter Art mittels einer mit .Neon gefüllten Bohre, um die das Zündkabel
gewickelt ist, festgestellt wird, darauf der Zündstrom auf die zweite Kerze umgeschaltet und mittels eines
Jnstrumentes bekannter Art der Ohm'sche Widerstand des JiußiJiederschlages zwischen den Elektroden (3) des Gerätes
gemessen wird, der als Maß für die Anrußfestigkeit der untersuchten Kerze dient«
G.JH.B.H.
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