DEP0043470DA - Entfrostungseinrichtung für Fensterscheiben, vorzugsweise mittels Frischluft und insbesondere an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Entfrostungseinrichtung für Fensterscheiben, vorzugsweise mittels Frischluft und insbesondere an KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Entfrostungseinrichtung an Fahrzeugen, insbesondere an Kraftfahrzeugen.
Es ist bekannt, die Windschutzscheibe von Kraftfahrzeugen durch Anblasen mit Luft von der Innenseite des Wagenkastens aus zu entfernen, so das der Fahrer stets ausreichende Sicht auf die Fahrbahn vor dem Wagen hat.
Die Erfindung geht demgegenüber von der Erkenntnis aus, dass die Entfrostung der Windschutzscheibe allein nicht in allen Fällen genügt. So wirkt es vor allem im Stadtverkehr ausserordentlich störend, wenn z.B. bei scharfem Einbiegen in Seitenstrassen die Sicht durch die Seitenscheiben des Fahrzeugs infolge eines undurchsichtigen Beleges unterbunden ist. Dasselbe Problem ergibt sich bei Rückwärtsfahrt, wenn das hintere Abschlussfenster undurchsichtig geworden ist.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt, indem auch die vorderen Seitenscheiben bzw. das hintere Abschlussfenster entfrostet werden. Vorzugsweise wird hierzu Frischluft verwendet, welche gegebenenfalls vorher angewärmt wird. Hierdurch ergibt sich eine wesentlich wirksamere Entfrostung als z.B. bei Verwendung von Umluft aus dem gegebenenfalls beheizten Fahrgastraum, welche durch die im Fahrzeuginnern befindlichen Personen stark mit Wasserdampf angereichert ist und daher keine unbedingte Gewähr dafür bietet, dass sich nicht auch schon bei mäßigem Frost ein undurchsichtiger Belag auf der Innenseite der Seitenfenster bildet.
Durch die Erfindung wird eine durch Frostbelag ungestörte Beobachtung der Vorgänge auf der Strasse auch seitlich und hinter dem Fahrzeug ermöglicht und damit die Sicherheit des Fahrbetriebes, vor allem in scharfen Kurven und bei Rückwärtsfahrt, wesentlich erhöht.
Für die Entfrostung können - insbesondere für die hintere Abschlußscheibe - Entfrosterdüsen an sich bekannter Art verwendet werden, deren Mündung an der unteren Kante des Fensters angeordnet wird. Zwecks Entfrostung der vorderen Seitenscheiben werden jedoch zweckmässig etwa parallel zur vorderen Scheibenkante des Seitenfensters bzw. parallel zu den vorderen Ecksäulen des Wagenkastens Entfrosterdüse mit seitlichem Luftaustritt angeordnet.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles. Es zeigen im einzelnen:
Abb. 1 einen schematischen Längsschnitt durch den Fahrgastraum eines Personenkraftwagens,
Abb. 2 einen Schnitt durch eine am vorderen Seitenfenster angebrachte Entfrosterdüse in gegenüber Abb. 1 vergrössertem Maßstabe und
Abb. 3 eine Draufsicht auf das hintere Abschlussfenster des Wagens.
Die zur Entfrostung verwendete Luft, insbesondere Frischluft, wird durch eine Leitung 4 zugeführt, welche z.B. von der Heizleitung der Karosserie abgezweigt ist bzw. welcher eine Heizvorrichtung vorgeschaltet sein kann. Als Heizvorrichtung kann der Hauptkühler des Fahrzeugs, ein besonderer Wärmetauscher oder eine sonstige (z.B. auch elektrische) Heizeinrichtung dienen. In einem Verteilerstück 5 verzweigt sich die Leitung 4 in mehrere Leitungen, von denen z.B. drei dargestellt sind, und zwar führt die Leitung 6 zur Düse 7 an der Winschutzscheibe, die Leitung 8 zur Düse 9 an der Vorderkante
des vorderen Seitenfensters und die Leitung 10 zur Düse 11 am hinteren Abschlussfenster des Wagens. Zur Entfrostung des gegenüberliegenden (linken) Seitenfensters kann eine der Leitung 8 entsprechende Leitung mit einer der Düse 9 entsprechenden Entfrosterdüse vorgesehen sein, Abstellhähne 12, 13, 14 können angeordnet sein, um die Düsen 7, 9 oder 11 einzeln für sich von der Zuleitung 4 abzuschalten. Gegebenenfalls kann die Abschaltung auch durch ein gemeinsames, z.B. im Verteiler 5 angeordnetes Ventilorgan erfolgen, welches verschiedene Einstellungen zum wahlweisen Zu- oder Abschalten der einzelnen Düsen bzw. ein ganz oder teilweise gemeinsames Abschalten der Düsen ermöglicht.
Die Düse 9 bzw. die Leitung 8 für dieselbe ist an der Vorderwand der Karosserie, z.B. bei 15 am Armaturenbrett, an der vorderen Ecksäule der Karosserie oder dergl. befestigt. Sie erstreckt sich im wesentlichen parallel zur Vorderkante des vorderen Seitenfensters bzw. parallel zur vorderen Ecksäule. Mittels eines axialen Abschlussstutzens16 ist sie - zweckmässig stramm - auf das Ende der Leitung 8 aufgesetzt, wobei sie gegebenenfalls noch zusätzlich auf dieser in geeigneter Weise gegen Klappern bzw. Lösen gesichert sein kann.
In der Düse 9 sind mehrere Luftleitbleche 17 angeordnet, deren Enden nach der Düsenmündung 18 hin abgebogen sind.
Die im breiten Strom aus der Düsenmündung austretende, vorher zweckmässig angewärmte Luft streicht die Fensterscheibe 19 des Seitenfensters entlang, wobei durch die Luftleitbleche 17 der Tendenz der Warmluft, nach oben zu steigen, insofern Rechnung getragen bzw. entgegenwirkt wird, als ein Teil oder die Hauptmenge der Luft in der dem Anschlußstutzen 16 benachbarten Hälfte der Düse austritt. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die Fensterscheibe 19 in ihrer ganzen Höhe gleichmässig entfrostet wird. Gegebenenfalls kann auch, z.B. durch
entsprechende Bemessung der Düse bzw. der ihr zugeführten Luftmenge Vorsorge getroffen werden, dass die Fensterscheibe statt nur auf ihrem vorderen Teil über einen mehr oder weniger grossen Teil ihrer Breite bzw. über ihre ganze Breite entfrostet und damit sichtklar wird.
Wenn die Ecksäule des Wagenkastens genügend breit ist, kann anstelle einer Entfrosterdüse mit Zuführung der Warmluft von der Seite her auch eine Düse mit Zuführung der Luft in der Mitte der Düse verwendet werden, wie dies z.B. bezüglich des hinteren Abschlussfensters 20 bei der Entfrosterdüse 11 in Abb. 3 geschieht. In diesem Falle ist die Düse in der Mitte des Fensters so angeordnet, dass die Düsenmündung 21 etwa mit der unteren Kante des Fensters 20 abschliesst. Die Luft wird der Entfrosterdüse durch das Rohr 10 zugeleitet.
Anstelle der beschriebenen und dargestellten Einrichtungen zum Entfrosten der Fensterscheiben können im Rahmen der Erfindung natürlich auch Einrichtungen von konstruktiv andersartiger Ausführung, beispielsweise elektrische Föne, oder dergl. angewendet werden, da die Erfindung nicht auf die erwähnten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
Claims (7)
1.) Entfrostungseinrichtung für Fensterscheiben, vorzugsweise mittels Frischluft und insbesondere an Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung, dass auch die vorderen Seitenscheiben entfrostet werden.
2.) Entfrostungseinrichtung für Fensterscheiben, vorzugsweise mittels Frischluft und insbesondere an Kraftfahrzeugen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung, dass auch das oder die hinteren Abschlussfenster des Wagenkastens entfrostet werden.
3.) Entfrostungseinrichtung für Fensterscheiben, vorzugsweise mittels Frischluft und insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfrostung durch Entfrosterdüsen erfolgt, welche sich entlang einer Seitenkante des Fensters erstrecken, wobei die Luft axial, z.B. von unten, zugeführt wird und seitliche gegen die Scheibe austritt.
4.) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfrosterdüse parallel zu der vorderen Kante des Seitenfensters bzw. parallel zu der vorderen Ecksäule des Wagenkastens angeordnet ist.
5.) Entfrosterdüse, insbesondere für eine Anordnung nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Luftleitbleche (13) der Düse die Luft auf die Düsenmündung (14) verteilen.
6.) Einrichtung nach Anspruch 1 oder 3 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfrosterdüse für das Seitenfenster bzw. die Luftzuleitung (6) der Entfrosterdüse am Armaturenbrett (15) befestigt ist.
7.) Einrichtung nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfrosterdüsen einzeln für sich oder gemeinsam abschaltbar sind.
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