DEP0040387DA - Querschneider mit umlaufenden Messern - Google Patents

Querschneider mit umlaufenden Messern

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DEP0040387DA
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English (en)
Inventor
Fritz Dr.-Ing. Ludwig
Original Assignee
Dr.-Ing., Fritz Ludwig u. Jagenberg-Werke AG, Düsseldorf
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Querschneider mit einem Paar mit gleicher Drehzahl umlaufenden Messerwalzen, an deren Umfang die Messer zum scherenartigen Schneiden einer oder mehrerer laufender Bahnen aus Papier, Pappe o.dgl. angeordnet sind.
Bei den bekannten Querschneidern dieser Art wurden bisher die Umlaufkreise der Messerschneiden derart bemessen, daß ihre Radien, also die Entfernung von der Messerwalzenmitte bis zur Messerschneide, bei beiden Messerwalzen gleich groß waren. Bei dieser Anordnung ist die Summe der beiden Radien größer als der Achsenabstand der Messerwalzen, so daß sich beide Messerumlaufkreise in geringem Maße überdecken und einen Überschneidungsbereich bilden. Diese Überschneidung der beiden Messer ist einerseits ein Erfordernis, welches ein vollkommenes Durchschneiden der Papierbahn und eine restlose Trennung der Schnittkanten voneinander gewährleistet, andererseits aber zwangsläufig eine unerwünschte Berührung der Messerschneiden mit den Messerflanken bezw der Messerschneiden miteinander innerhalb des Überschneidungsbereiches zur Folge hat.
Bei den großen Anforderungen, die durch die hohen Leistungen und durch die Verschiedenartigkeiten des Schneidgutes an die Schneidwerkzeuge gestellt werden, führt naturgemäß diese verhältnismäßig langdauernde metallische Berührung der beiden Messerschneiden zur Gratbildung und erhöhtem Verschleiß, so daß ein einwandfreier Schnitt nicht mehr gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß wird nun dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß eienr der beiden Umlaufkreise größer ist als der andere, so daß die Messerschneide des größeren Umlaufkreises eine entsprechend größere Umfangsgeschwindigkeit hat und demzufolge nach der erstmaligen wirksamen Berührung der beiden Messerschneiden miteinander, also unmittelbar nach erfolgtem Schnitt, dem Gegenmesser voraneilt und damit ein Abwälzen der Messerschneiden auf den Messerflanken während des Überschneidungsbereiches und eine nochmalige Berührung der Messerschneiden miteinander am Ende des Überschneidungsbereiches verhindert.
Weiter entspricht es der Erfindung, daß insbesondere bei starken Kartons zur Erzielung eines rechten Winkels zwischen der Schnittfläche und der Ebene einer beispielsweise waagerecht geführten Werkstoffbahn die beiden Messerwalzenmitten nicht senkrecht übereinander liegen, sondern die Messerwalze mit den größeren Messerumlaufkreis etwas in Richtung der laufenden Papierbahn versetzt is,t so daß die beiden Messerschneiden beim Schnitt- beginn, also bei der ersten Berührung mit der Bahnober- bezw. Unterseite senkrecht übereinander liegen und damit die Voraussetzungen für eine rechtwinklige Schnittfläche bilden.
Die Anwendungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Anordnung besteht außerdem auch bei der Verwendung von mehr als einem Walzenpaar sowie bei der Verwendung von mehreren Messern auf einer Walze, wobei die Anordnung der Messer in Richtung ihrer Umdrehungsachse oder schraubenlinienförmig oder auch entsprechend der Form des gewünschten Schnittes beliebig getroffen werden kann.
Die Abbildung zeigt den Ablauf der Messerwalzen in 3 verschiedenen Stellungen
a) Schnittbeginn,
b) Schnittende und Anfang des Überschneidungsbereiches,
c) Messerauslauf und Ende des Überschneidungsbereiches.
Bei dem in der Abbildung dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Papierbahn 1 durch die Vorzugswalzen 2 und 3 vorgezogen und über die Auflage 4 zwischen die rotierenden Messerwalzen 5 und 6 gebracht. In den entsprechenden Ausfräsungen der Messerwalzen 5 und 6 ist das Messer 7 in der unteren Messerwalze 6 mit einer keilförmigen Leiste 9 befestigt und das Messer 8 der oberen Messerwalze 5 an einem einstellbaren Winkel 10 angeordnet, so daß das Obermesser 8 in seiner gesamten Länge der
Stellung des Untermessers 7 angepaßt werden kann.
Die Wahl der Messerkreisdurchmesser ist derart getroffen, daß der Umlaufkreis 11 des unteren Messers 7 sich mit dme Teilkreis 12 des Antriebsrades deckt, während der obere Umlaufkreis 13 etwas größer als der Teilkreis 14 des oberen Antriebsrades ist. Diese Tatsache hat zur Folge, das bei gleicher Drehzahl der oberen und unteren Messerwalze 5, 6 die Umfangsgeschwindigkeit des oberen Umlaufkreises 13 entsprechend seinem größeren Durchmesser größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit des unteren Umlaufkreises 11, so daß bei geeigneter Einstellung nach der Berührung der beiden Messerschneiden miteinander das Obermesser 8 dem Untermesser 7 voraneilt.
Dieser Vorgang ist in den 3 dargestellten Messerstellungen a, b und c veranschaulicht. Die Stellung a zeigt die erste Berührung der Messerschneide des Obermessers 8 mit der Oberseite und der Messerschneide des Untermessers 7 mit der Unterseite der Papierbahn 1 bei Beginn des Schnittes. Die Stellung b zeigt die Berührung der beiden Messerschneiden miteinander nach erfolgtem Durchschneiden der Papierbahn 1. Von diesem Punkt an wirkt sich nun die größere Umfangsgeschwindigkeit des Obermessers 8 insofern aus, als durch die Voreilung des Obermessers 8 gegenüber dem Untermesser 7 eine weitere Berührung der Messerschneiden mit den Messerflanken innerhalb des sich ergebenden Überschneidungsbereiches d nicht mehr erfolgt und daß sich im weiteren Verlauf am Ende des Überschneidungsbereiches d in der gezeigten Stellung c zwischen den beiden Messerschneiden bereits ein meßbarer Zwischenraum e befindet, der die nochmalige Berührung der beiden Messerschneiden miteinander verhindert.
Bei waagerecht geführter Papierbahn und senkrecht übereinander liegenden Messerwalzenmitten würden nun durch den größeren Umlaufkreis des Obermessers die Messerschneiden beim Schnittbeginn nicht senkrecht übereinander liegen und eine Schnittfläche ergeben, die nicht rechtwinklig zur Papierbahnebene liegt. Um nun eine rechtwinklige Schnittfläche zur Ebene der Papierbahn 1 zu erhalten, ist der Mittelpunkt der oberen Messerwalze 5 um ein bestimmtes Maß in Richtung der laufenden Papierbahn 1 verlegt, so daß die durch die beiden Mitten der Messerwalzen 5 und 6 bestimmte Ebene f nicht senkrecht zur Ebene der laufenden Papierbahn 1 steht und die Schneiden der Messer 7 und 8 bei Schnittbeginn senkrecht übereinander liegen.

Claims (2)

1. Querschneider mit einem Paar mit gleicher Drehzahl umlaufender Messerwalzen, an deren Umfang die Messer zum scherenartigen Schneiden einer oder mehrerer laufender Bahnen aus Papier, Pappe o.dgl. angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufkreise (11, 13) der Messerschneiden ungleich großen Durchmesser haben, so daß deren Umfangsgeschwindigkeiten verschieden sind.
2. Querschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die beiden Messerwalzenmitten bestimmte Ebene (f) nicht senkrecht, sondern derart schräg zur Ebene der Papierbahn (1) angeordnet ist, daß die Messerwalze (5), deren Messerschneide auf dem größeren Umlaufkreise umläuft, gegenüber der anderen Messerwalze (6) in der Laufrichtung der Papierbahn (1) versetzt ist.

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