DEP0036887DA - Verbesserung von Mörteln - Google Patents
Verbesserung von MörtelnInfo
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Description
Das Verfahren nach der Erfindung zur Verbesserung der Eigenschaften von Mörteln besteht darin, dass mineralische Gele und sonstige, die festigkeitsfördernde Stoffe im Mörtel schon während des Mischvorganges gebildet werden. Es handelt sich darum, von Anfang an in den Mörtelmischungen Stoffe zur Entwicklung oder Bildung zu bringen, die neben den Gelen als Träger der Nacherhärtung dienen. Die Erkenntnis, dass diesen Stoffen eine wesentliche Förderung der Nachhärtung der Erzeugnisse aus unseren hauptsächlichsten Mörtelbildnern zukommt, liegt diesem Verfahren zu Grunde.
Werden z.B., entgegen aller sonstigen Geflogenheiten, den Mörtelmischungen Säuren, die mit den Mörtelbildnern betontechnisch günstige Verbindungen eingehen und Gele bilden, beigemischt, so wird der Betonware aus diesen Mörtelmischungen der gewünschte Erfolg zuteil.
Dieser besteht darin, dass einerseits durch die sonst nicht beimischbaren, aber bei dem Verfahren nach der Erfindung sich bildenden Stoffen oder Verbindungen die Anfangsfestigkeit wesentlich erhöht wird, andererseits durch die ebenfalls entstandenen Gele die meist fehlende, aber angestrebte Nacherhärtung erzielt wird. Neben der Festigkeitserhöhung - Druck- und Biegezugfestigkeit - sind für bestimmte zementgebundene Erzeugnisse z.B. die Staubfreiheit und Staubsicherheit sowie die Härte oder der Abschleifwiderstand für deren Güte bedeutsam, was ebenfalls durch das Verfahren gefördert oder gesichert wird.
Die Erzielung der gewünschten Menge von Gelen der Kieselsäure werden fein gemahlene Bindestoffe mit hohem Gehalt an säurelöslicher Kieselsäure neben den gebräuchlichen Bindemitteln (Zement), die ebenfalls Gele bilden, verwendet.
Werden z.B. Zuschlagstoffe - gleichgültig, ob organischer oder anorganischer Natur - mit entsprechenden Mengen Trass oder gemahlener Hochofenschlacke oder Trass mit Kalk und dergleichen, vor den Zugaben von Zement mit einer Salzsäurelösung, die teils als Anmachewasser dient, vermischt, so bilden sich Kieselsäuregele und Tonerde-, Eisenoxyd- sowie Calciumchlorid, die Stoffe, die die Anfangserhärtung erhöhen und Träger der sonst in dieser Weise fehlende Nacherhärtungen sind.
Bei Holzzementmischungen ist die Säurelösung in fachgerechter Reihenfolge zuzugeben, wobei neben dem Vorteil der späteren Nachhärtung auch noch sofort eine Mineralisierung der organischen Substanzen durch Sättigung und Umhüllung mit Stoffen stattfindet, die ein hohes Verbindungsvermögen zum Zement besitzen.
Werden z.B. gleiche Gewichtsteile Sägespäne, Kalkhydrat und Trass innig vermischt und zu diesem Gemisch eine 5-10%ige Salzsäurelösung zur Mineralisierung der Sägespäne beigegeben, so bilden sich Kieselsäuregele neben Chloriden der Tonerde, des Eisenoxyds und des Calciums, die wie beschrieben, den Mörtel verbessern und zugleich die organischen Fasern in neuartiger Weise mineralisieren. Es können auch die Sägespäne mit Kalkhydrat und Zement innig vermischt werden, wobei sich nach Zugabe der Salzsäurelösung die gleichen Gele und Chloride bilden.
Claims (4)
1.) Verfahren zur Verbesserung von Mörteln, dadurch gekennzeichnet, dass zu gebräuchlichen Mörtelmischungen Salzsäurelösung zugegeben wird,
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Beimischen des Zementes die Salzsäurelösung zu einer Mischung aus quarzhaltigem Zuschlagstoff, Trass und Kalkhydrat gegeben wird.
3.)Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von organischen Zuschlagstoffen zur Mörtelbereitung diese noch innige Mischung mit Kalkhydrat, Trass, Hochofenschlacke oder dergleichen mit einer Salzsäurelösung behandelt werden.
4.) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Salzsäurelösung schon zu den Sägespänen zugesetzt wird, welche dann mit Trass, Hochofenschlacke und Kalkhydrat vermischt dem Bindemittel zugesetzt werden.
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