DEP0035496DA - Verfahren zur Herstellung von Legierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Legierungen

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DEP0035496DA
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English (en)
Inventor
August Güldenberg
Original Assignee
Eisenwerke Mülheim, Meiderich AG, Mülheim
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Description

In neuerer Zeit erlangt die Herstellung von auf pulvermetallurgischem Wege hergestellten Körpern, wobei die Körper aus fein verteiltem Metall, wie z. B. Metallpulver, in entsprechenden Formen gepreßt und anschließend daran oder auch gleichzeitig damit gesintert werden, immer größere Bedeutung. Während früher derartige Körper nur aus einer Metallpulver-Komponente hergestellt wurden, ist man auch schon dazu übergegangen, Metallpulvergemenge und ferner gleichfalls Metallpulverlegierungen zu pressen und zu sintern. Im letzten Falle treten im allgemeinen die Übelstände auf, daß die Erzeugnisse verhältnismäßig spröde sind und daß ihre Festigkeitseigenschaften und die Verpreßbarkeit von legierten Pulvern zu wünschen übrig lassen.
Gemäß der Erfindung sollen nun über den Weg von fein verteiltem Metall - inbesondere in Form von Metallpulver - aus Metallegierungen bestehende Körper dadurch hergestellt werden, daß einer Schmelze eines Metalles bzw. auch einer Metallegierung von geringem Schmelzpunkt ein mit diesem legierbares Metall bzw. Metallegierung von höherem Schmelzpunkt in fester fein verteilter Form angegeben und durch Wahl entsprechender Temperaturen und entsprechend langer Mischungszeiten durch Auflösen des fein verteilten festen Metalles in der Grundschmelze vor dem Vergießen derselben eine Legierung gebildet wird.
Das fein verteilte feste Metall behält demnach in den so erzeugten Körpern seine ursprüngliche Natur, Struktur und Form nicht bei, sondern bildet mit der Grundschmelze eine Legierung, so daß trotz der Verwendung von fein verteiltem festem und z. B. porigem Metall gemäß dem Verfahren der Erfindung keine porösen Körper, sondern solche von gleichmäßiger Dichte ohne Poren gebildet werden.
Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, fein verteilte feste Metalle von höherem Schmelzpunkt einer Grund- metallschmelze von niedrigerem Schmelzpunkt zuzugeben, wobei gegebenenfalls durch Überhitzung der Grundschmelze für die völlige Aufschmelzung und Auflösung bzw. Diffusion des fein verteilten festen Metalls Sorge getragen werden kann, im umgekehrten Falle, d. h. bei der Zugabe von fein verteiltem festem Metall niedrigerem Schmelzpunktes in eine Grundschmelze höherem Schmelzpunktes, sind gegebenenfalls Verbrennungserscheinungen zu befürchten, es sei denn, daß besondere Vorkehrungen hiergegen getroffen werden, oder das die Schmelzpunkte der Metalle nicht zu weit auseinanderliegen oder aber daß die Metalle überschüssige Elemente enthalten, welche bei Bildung der Legierung bewußt verbrannt werden sollen.
Die Erfindung läßt sich zur Herstellung von Legierungen aus den verschiedensten Metallen anwenden; sie hat z. B. besondere Bedeutung für die Herstellung von Maschinenteilen, welche auf gleitende Reibung beansprucht werden oder bei denen hohe Ansprüche bezüglich Festigkeit und/oder Verschleißfestigkeit gestellt werden. So lassen sich gemäß der Erfindung beispielsweise unter Einsparung von teurem Werkstoff Lager herstellen, bei welchem einer Grundschmelze aus Kupfer, Rotguß, Bronze o. dgl. fein verteiltes Eisenpulver zugegeben ist. Weitere Anwendungsgebiete der Erfindung bestehen z. B. in der Zugabe von hochprozentigem Manganstahl- oder Chromstahlpulver zu Schmelzen aus Eisen oder Stahl oder auch aus anderen Metallen.

Claims (1)

  1. Verafhren Herstellung von Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß einer Schmelze eines Metalles bzw. einer Metallegierung von niedrigerem Schmelzpunkt ein mit diesem legierbares Metall bzw. Metallegierung von höherem Schmelzpunkt in fester fein verteilter Form zugegeben und durch Wahl entsprechend hoher Temperaturen und entsprechend langer Mischungszeiten durch Auflösen des fein verteilten festen Metalls in der Schmelze vor dem Vergießen derselben eine Legierung gebildet wird.

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