DEP0033367DA - Walzenstuhl zur Vermahlung von Getreide und ähnlichen Produkten - Google Patents
Walzenstuhl zur Vermahlung von Getreide und ähnlichen ProduktenInfo
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Description
Um die Arbeit eines Walzenstuhles zur Vermahlung von Getreide und ähnlichen Produkten möglichst wirkungsvoll zu gestalten, sind bereits viele Vorschläge gemacht worden, die eine selbsttätige Arbeitsweise des Walzenstuhles in Abhängigkeit von der Menge des dem Walzenstuhl zuströmenden Gutes gewährleisten sollen. Abgesehen davon, dass man Einrichtungen geschaffen hat, die eine selbsttätige Einschaltung und eine selbsttätige Ausschaltung des Walzenstuhles herbeiführen sollen, hat man mehr oder weniger umständliche Regelvorrichtungen getroffen, die in Abhängigkeit von der Menge des zufließenden Mahlgutes auf die Arbeitsweise des Walzenstuhles Einfluss nehmen sollen. Daneben sind mehrfach Vorschläge gemacht worden, die die automatische Steuerung des Walzenstuhles in Abhängigkeit von dem Zufall einzelner Produkte vornehmen sollen, die von der anschließenden Sichtung aussortiert werden. Insbesondere die Vorschläge der letztgenannten Art stoßen bei der praktischen Durchführung auf erhebliche Schwierigkeiten. Gerade diese Vorschläge haben daher in der Praxis bisher keine besondere Rolle spielen können. Trotz der verschiedensten Konstruktionen, die bisher für eine selbsttätige Einregulierung des Walzenstuhles in Vorschlag gebracht wurden, ist es bekannt, dass man es in der Praxis in den meisten Fällen vorgezogen hat, die Einstellung von Walzenstühlen zur Vermahlung von Getreide und ähnlichen Produkten in erster Linie von Hand vorzunehmen, d. h., der Zweck, der mit den selbsttätig wirkenden Einrichtungen erzielt werden sollte, nämlich die Ausschaltung des Gefühles und der Erfahrung des Müllers bei der Einstellung des Walzenstuhles, wurde nicht erreicht.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, dass es keineswegs richtig ist, zwecks einer wirkungsvollen Einstellung des Walzenstuhles, die Handeinstellung durch den Müller völlig einzustellen. Die Erfindung macht es sich aber zur Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich der Müller bei dieser Tätigkeit nicht allein auf sein Gefühl und auf seine Erfahrung zu stützen hat, sondern dass ihm hierbei Hilfsmittel an die Hand gegeben werden, die es ihm ermöglichen, das Ziel einer bestmöglichen Einregulierung des Walzenstuhles für die jeweilig auftretenden Arbeitsvorgänge mit möglichst großer Sicherheit zu erreichen.
Von diesen Überlegungen ausgehend, liegt der Erfindung die Erkenntnis zu Grunde, dass die richtige Einstellung des Walzenstuhles zur Erzielung einer bestmöglichen Lösung abhängig ist von der Feuchtigkeit des Mahlgutes, von der Menge der jeweils anfallenden Sichtprodukte und von der Größe des Mahldruckes der Mahlwalzen. Getreide und ähnliche Produkte stellen keinen toten Stoff dar. Wenn man eine möglichst große Mengenleistung bei den in Betracht kommenden Mahlfeinheiten erzielen will, ohne dass nachteilige Wirkungen auf das Mahlgut ausgeübt werden, darf insbesondere die Bedeutung des Feuchtigkeitsgehaltes des Mahlgutes nicht unberücksichtigt bleiben.
Man hat bisher an sich bereits Mengenmessungen mit dem Ziel einer selbsttätigen Einstellung des Walzenstuhles durchgeführt. Man hat auch bereits, und zwar vor dem ersten Schrotstuhl, eine Feuchtigkeitskontrolle durchgeführt, an die Endfeuchtigkeit des Produktes überwachen zu können. Man hat auch bereits eine Anzeigevorrichtung für das Drehmoment der Mahlwalzen in Vorschlag gebracht. Man hat derartige Anzeigegeräte aber nicht in einer solchen Weise zusammengefasst und in einer solchen Lage am Walzenstuhl aufgestellt, dass der Müller bei der Einregulierung des Walzenstuhles von Hand diese verschiedenen Werte des Feuchtigkeitsgehaltes des Mahlgutes, des Mahldruckes und die Menge der auffallenden Sichtprodukte gleichzeitig übersehen könnte.
Aus diesem Grund konnten die bisherigen bekannten Anzeigegeräte nicht dazu ausgenutzt werden, die wichtigste Arbeit in der Mühle, nämlich die Einstellung des Walzenstuhles selbst, in bestmöglicher Weise vorzunehmen.
Aus dieser Erkenntnis heraus, besteht die Erfindung in erster Linie darin, dass zur Sichtbarmachung der Mahlarbeit des Walzenstuhles, die Anzeigegeräte, die die Feuchtigkeit des Mahlgutes, die Mahldrücke der Mahlwalzen und die Menge der anfallenden Sichtprodukte
anzeigen, an dem einzustellenden Walzenstuhl selbst angebracht sind.
Der Müller, der diese drei Werte am Walzenstuhl anhand der zugehörigen Anzeigegeräte beobachten kann, wird hieraus seine Schlüsse ziehen und, gestützt auf seine Erfahrung, nicht allein nach dem Gefühl, sondern insbesondere aufgrund der tatsächlich in dem Zeitpunkt der Einstellung des Stuhles vorhandenen Anzeigewerte den Walzenstuhl so einregulieren können, dass auch tatsächlich die Ergebnisse erzielt werden, die nach der Lage der Dinge bestmöglich erreichbar sind. Die Anzeigen auf den Anzeigegeräten können mit Hilfe an sich bekannter Einrichtungen elektrisch bewirkt werden und über einen eingebauten Wählschalter auf eine Skala erfolgen. Diese Einrichtung ist insofern zu bevorzugen, als der Müller nicht durch die Mehrzahl verschiedener Anzeigegeräte, die er gleichzeitig in sein Blickfeld aufzunehmen hat, verwirrt wird. Um die Anzeigen der Geräte durch die infolge der Arbeit des Walzenstuhles bedingten Erschütterungen nicht ungünstig beeinflussen zu lassen, wird weiterhin empfohlen, die Anzeigegeräte in stoßdämpfenden Medien zu lagern, d. h. in Gummiringen, Federn oder dgl., wie dies in anderen Anwendungsfällen an sich bekannt ist.
Wenn es auch nach dem Hauptgedanken der Erfindung wesentlich ist, dass sich die Anzeigegeräte für die verschiedenen vorgenannten Messungen für den Müller unmittelbar am Walzenstuhl befinden, so ist es trotzdem nicht ohne Wert, wenn die gleichen Anzeigen gleichzeitig auch an weiteren Betriebsstellen elektrisch übertragen werden, sei es zur Überwachung des Bedienungsmannes des Walzenstuhles, sein es zu dem Zweck, dass der Müller auch dann, wenn er sich nicht unmittelbar am Walzenstuhl befindet, auf jede Änderung der Mahlarbeit im Walzenstuhl rechtzeitig aufmerksam gemacht wird.
Nach der Erfindung wird somit ein wesentlicher Fortschritt dadurch erzielt, dass bewusst, ohne Ausschaltung der persönlichen Erfahrung des Müllers, unmittelbar am Walzenstuhl Anzeigegeräte dem Müller die Faktoren bekanntgeben, die tatsächlich für die Mahlarbeit in ihrer gegenseitigen Wirkung von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die selbsttätige Ein- und Ausschaltung des Walzenstuhles durch den Mahlgutstrom kann dabei beibehalten werden. Im übrigen wird aber auf eine sonstige automatische Regulierung der Mahlarbeit des Walzenstuhles verzichtet, weil der mit einer derartigen selbsttätigen Regulierung vorhandene Effekt mit den bisher hierfür zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln nicht mit ausreichender Sicherheit erreicht werden kann.
Ein Teilergebnis der Erfindung wird auch erreicht, wenn nicht sämtliche drei vorgenannte Faktoren, von denen die Leistung des Walzenstuhles abhängig ist,gleichzeitig zur Anzeige kommen. In erster Linie ist die zweckmäßige Einstellung des Walzenstuhles abhängig von der Art und Feuchtigkeit des Mahlgutes. Die Erfahrung soll sich deshalb auch darauf erstrecken, dass wahlweise eine oder mehrere der verschiedenen genannten Anzeigen vorgenommen werden
Claims (4)
1.) Walzenstuhl zur Vermahlung von Getreide und ähnlichen Produkten, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sichtbarmachung der Mahlarbeit des Walzenstuhles dieser mit Anzeigegeräten ausgerüstet ist, die die Feuchtigkeit des Mahlgutes, die Mahldrücke der Mahlwalzen und die Menge der anfallenden Sichtprodukte anzeigen.
2.) Walzenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch erfolgen, gegebenenfalls auf einer Skala über einen eingebauten Wählschalter.
3.) Walzenstuhl nach den Ansprüchen 1 und 2, daurch gekennzeichnet, dass die Anzeigegeräte in stoßdämpfenden Medien gelagert sind.
4.) Walzenstuhl nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass außer den am Walzenstuhl vorgesehenen Anzeigegeräten auch an weiteren Betriebsstellen Anzeigegeräte für die gleichen Betriebswerte angeordnet sind.
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