DEP0021373DA - Bohrkrone, insbesondere für Großlochbohrmaschinen im Bergbau - Google Patents

Bohrkrone, insbesondere für Großlochbohrmaschinen im Bergbau

Info

Publication number
DEP0021373DA
DEP0021373DA DEP0021373DA DE P0021373D A DEP0021373D A DE P0021373DA DE P0021373D A DEP0021373D A DE P0021373DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drill bit
channel
mining
axis
rotation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Maschinenfabrik Nüsse & Gräfer KG, Sprockhövel (Westf.)
Publication date

Links

Description

Für die verschiedensten Zwecke, wie beispielsweise von Gewinnung von Methan-Gas, Entgasung von Flözen, Vor- und Einbruchsbohrungen für Gesteinsarbeiten und Untersuchungsbohrungen werden im Bergbau in zunehmendem Masse sogenannte Grosslochbohrmaschinen verwandt. Diese Spezialbohrmaschinen haben mit verhältnismässig geringen Schwierigkeiten in der Kohle, im Salz und in weicheren Gesteinen eine ausreichende gute Bohrleistung erzielen können. In harten Gesteinen, wie insbesondere Sandsteinen, war jedoch bisher mit derartigen Maschinen kein ausreichender Bohrfortschritt zu erzielen.
Gegenstand der Erfindung ist eine auf Grund von zahlreichen Versuchen entwickelte neue Bohrkrone, welche insbesondere für Grosslochbohrmaschinen im Bergbau bestimmt ist, und zwar vorzugsweise für das Bohren im harten Gestein. Die Erfindung geht dabei von der an sich bei Rotary-Tiefbohrungen in Erdölbetrieben bekannten Erkenntnis aus, dass beim Drehbohren der Teil der Schneiden in der unmittelbaren Nähe der Drehachse keine nennenswerte nutzbare Bohrarbeit leitet, sondern im Gegenteil den Bohrdruck, welcher insbesondere für die Zerspannung harter Gesteine einen bestimmten Betrag erreichen muss, zum grössten Teil aufzehrt. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass bei einer Bohrkrone für die genannten Zwecke die Schneiden der Bohrkrone in der Umgebung der Drehachse in an sich bekannter Weise unterbrochen sind und diese Unterbrechung mit einem schräg zur Drehachse in der Bohrkrone verlaufenden Kanal verbunden ist. Gemäss der Erfindung soll in dieser und ähnlicher Weise nicht nur erreicht werden, dass eine nutzlose Verzehrung des Bohrdrucks in der Nähe der Drehachse vermieden und der spezifische Bohrdruck auf dem wirksamen Teil der Bohrschneiden erhöht wird, sondern es wird gleichzeitig die an sich bekannte mittlere Unterbrechung der Bohrschneiden derart ausgestaltet, dass der in der Drehachse infolge der Unterbrechung sich bildende Kern zwangsläufig durch den schräg an die Unterbrechung anschliessenden Kanal zu Abbrechen gebracht wird. Zweckmässig wird diesem Kanal eine derar- tige Gestaltung gegeben, dass er in der Nähe der Bohrkronenspitze zunächst koaxial zur Bohrachse und dann schräg zu dieser verläuft. Es soll hierdurch erreicht werden, dass sich beim Bohren zunächst immer ein Kern gewisser Länge bildet, der periodisch zum Abbrechen gebracht wird. Die Länge des koaxialen Teils des Kanals richtet sich dabei nach der Härte des zu bohrenden Gesteins. Weiterhin kann es gemäss der Erfindung zweckmässig sein, dass sich der Kanal von der Kronenspitze aus konisch erweitert, um das Herausfallen des sich bildenden und abzubrechenden Kerns aus dem Kanal zu erleichtern. Die Ausmündung des Kanals ist vorteilhaft zwischen Gestänge und Bohrlochwand bzw. zwischen seitlichen Flügeln der Bohrkrone angeordnet.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert ist.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Bohrkrone nach der Erfindung im Längsschnitt
Fig. 2 in Stirnansicht.
Die dargestellte Bohrkrone besteht im wesentlichen aus dem Kronenkörper 1 mit Spülkanal 2 und den durch Hartmetallbesätze gebildeten Bohrschneiden 3 und 4. Die mittleren Bohrschneiden 3 sind in der unmittelbaren Nähe der Drehachse durch einen Kanal 5 unterbrochen, welcher zunächst koaxial verlaufend sich von der Bohrkronenspitze aus konisch erweitert und in einen schrägen Teil 6 übergeht, der in seiner Ausmündung zwischen den seitlichen Flügeln 7 der Bohrkrone liegt. Durch den Kanal 5 bildet sich in der Nähe der Drehachse zunächst ein Kern, welcher durch Anlage an die Schrägwand des Kanals 6 periodisch zum Abbrechen gebracht wird und aus der Bohrkrone herausfällt, um dann durch die Spülung aus dem Bohrloch entfernt zu werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Hartmetallschneiden 3 und 4 jeweils vorteilhaft durch Schultern 8 unterstützt und geschützt, um sie gegen Abbrechen zu schützen. Ferner lässt insbesondere die
Fig. 2 erkennen, dass die äusseren Schneiden 4 gegenüber den mittleren Schneiden 3 etwas zurückgesetzt angeordnet und in der Gesamtausdehnung der wirksamen Schneidfläche durch die Erhöhung ihrer Anzahl vergrössert sind.
Die Erfindung ist jedoch mit den beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft, vielmehr können die ihr zugrunde liegenden Vorschläge konstruktiv noch in beliebig anderer Weise verwirklicht werden. Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke, durch einen schräg an eine mittlere Unterbrechung angesetzten Kanal ein periodisches Abbrechen eines Kernes zu erreichen, kann gegebenenfalls auch bei anderen Bohrerformen mit Vorteil verwirklicht werden.

Claims (5)

1. Bohrkrone, insbesondere für Grosslochbohrmaschinen im Bergbau, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise zum Bohren in hartem Gestein die Schneiden der Bohrkrone in an sich bekannter Weise in der Umgebung der Drehachse unterbrochen sind und die Unterbrechung mit einem schräg zur Drehachse der Bohrkrone verlaufenden Kanal verbunden ist.
2. Bohrkrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal in der Nähe der Bohrkronenspitze zunächst koaxial und dann schräg zur Drehachse verläuft.
3. Bohrkrone nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt des Kanals von der Kronenspitze aus konisch erweitert.
4. Bohrkrone nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausmündung des Kanals zwischen Gestänge und Bohrlochwand angeordnet ist.
5. Bohrkrone nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausmündung des Kanals zwischen seitlichen Flügeln der Bohrkrone angeordnet ist.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69007083T2 (de) Sich nicht zusetzender Erdbohrmeissel.
DE3414206C1 (de) Drehbohrmeissel fuer Tiefbohrungen
DE60100727T2 (de) Mehrrichtungsschneidelemente für bi-zentrales Bohrwerkzeug zum Bohren eines Verrohrungsschuhs
DE60306757T2 (de) Schlagbohrmeissel und einsatz dafür
DE2813850A1 (de) Bohrmeissel fuer erd- und gesteinsbohrungen
DE2420442A1 (de) Bohrkrone
DE102013101666A1 (de) Stufenbohreranordnung
DEP0021373DA (de) Bohrkrone, insbesondere für Großlochbohrmaschinen im Bergbau
DE1188014B (de) Gesteinsbohrgeraet mit exzentrisch arbeitendem Bohrwerkzeug
DE856589C (de) Gesteinsschlagbohrer mit Hartmetalleinsaetzen
DE2841679A1 (de) Auswechselbare bohrkrone fuer einen bei allen gesteinsarten anwendbaren gesteindrehschlagbohrer und bohrhammer
DE2423510A1 (de) Gesteinsbohrer
DE1235237B (de) Erweiterungsrollenmeissel
EP0334806A1 (de) Gesteinsbohrkrone
DE943341C (de) Raeumer fuer Tiefbohrkronen
DE812906C (de) Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle
DE3136464A1 (de) "bohrmeissel, insbesondere nutungsmeissel fuer sprengloecher sowie schneideinsatz fuer derartige meissel"
DE2914569A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum abbau von mineralien, insbesondere von kohlenlagerstaetten
DE634817C (de) Blattmeissel fuer Rotarybohren
DE801389C (de) Gesteinsbohrer
DE882832C (de) Bohrer fuer Abbauzwecke
DE1945853A1 (de) Drehend wirkendes Werkzeug bzw. Vorrichtung fuer Erd- und Bergbauarbeiten
DE2706908A1 (de) Erdbohrmeissel mit einem kalibriereinsatz
DE333392C (de) Verriegelungsvorrichtung an Gesteinbohrhaemmern o. dgl. fuer einen mit Fluegelansaetzen versehenen Bohrer, der in einem drehbaren Futter sitzt
DE2522300A1 (de) Bohrwerkzeug