DEP0014073MA - - Google Patents

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DEP0014073MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Mai 1955 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung befaßt sich mit magnetischen Ablenkvorrichtungen für Kathodenstrahlröhren, insbesondere mit Einrichtungen zur Justierung der Amplitude des zur Ablenkung des Kathodenstrahls benutzten Kippstromes.
Eine gebräuchliche Anordnung zur magnetischen Ablenkung des Kathodenstrahls besteht darin, zwei oder mehr um den Röhrenhals angeordnete Spulen mit Strom zu versorgen. Jede dieser Spulen gehört dem sogenannten »Sattel-Typ« an und besteht aus zwei parallel zur Achse des Röhrenhalses liegenden Gliedern, welche das zur Ablenkung des Elektronenstrahls erforderliche Feld liefern, und aus zwei weiteren dazu senkrecht stehenden Gliedern, welche CC8I nur als elektrische Leiter dienen.
Die bei solchen Ablenkspulen im allgemeinen angewandte Methode der Stromänderung besteht aus variablen Induktivitäten, welche mit den Ablenkspulen in Reihe geschaltet werden. Eine solche Anordnung besitzt den Nachteil, daß die in den. zur Stromkootrolle dienenden Spulen entstehenden, Schwingungen den Ablenkspulen mitgeteilt werden und auf dem Schirm der Röhre als Geschwindigkeitsmodulation in Erscheinung treten. Dies erfordert eine kritische Dämpfung der Steuerspule, wodurch das Verfahren unwirksam wird, da die durch
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die Dämpfung verlorengehende Energie nicht mittels einer Hochleistungsdiode ausgenutzt werden kann.
Diese Nachteile werden vermieden, wenn gemäß der Erfindung Vorrichtungen vorgesehen sind, die die Induktivität des Teiles der Ablenkspule ändern, der -nicht zur Ablenkung des Elektronenstrahls dient.
Dieser Teil der Spule kann aus den Endungswindüngen der Ablenkspule bestehen, welche senkrecht zur Achse des Röhrenhalses liegen. Eine Änderung der Induktivität dieser Endungswindungen wird daher die gleiche Wirkung haben wie eine zur Amplitudenkontrolle benutzte in Reihe geschaltete Steuerspule. Außerdem bildet die veränderliche Induktivität jetzt einen integrierenden Bestandteil der Ablenkspule selbst, wobei die bisher durch die Benutzung einer zusätzlichen Steuerspule verursachten Störungen des Bildes in Fortfall kommen.
Die Ablenkspulenanordnung kann auch aus einer Vielzahl von um den Hals einer Kathodenstrahlröhre angeordneten Spulen bestehen, wobei jede dieser Spulen aus zwei parallel zur Längsachse des Röhrenhalses angeordneten Gliedern und zwei senkrecht zur Längsachse des Röhrenhalses sich erstreckenden und die beiden ersterwähnten. Glieder verbindenden Kreuzgliedern besteht, wobei mindestens einem der Kreuzglieder Vorrichtungen zur Änderung der Induktivität des oder der Kreuzglieder zugeordnet sind.
Die Einrichtung zur Änderung der Induktivität besteht vorzugsweise aus einem den geeigneten Teil der Spule umgebenden magnetischen. Weg, wobei Vorsorge getroffen ist, daß der magnetische Widerstand durch Justierung eines Luftspaltes geändert werden kann. Der magnetische Kreis kann aus lameliiertem magnetischem Material, z. B. aus Ferrit, oder auch aus Eisenpulver niedriger Leitfähigkeit bestehen, wenn es sich darum handelt, Energieverluste durch Wirbelströme zu vermeiden.
Zum besseren Verständnis soll auf die beiden Zeichnungen verwiesen werden.
Fig. ι gibt eine Seitenansicht der beschriebenen Ablenkspulenanordnung wieder; Fig. 2 zeigt die Vorderansicht einer Ablenkspulenanordnung nach Fig. 1, und
Fig. 3 zeigt die äquivalenten Induktivitäten der Ablenkspulenanordnung nach Fig. 1 und 2.' In den Zeichnungen enthält eine um den Hals der Kathodenstrahlröhre montierte Ablenkspulenanordnung vier sattelförmige Ablenkspulen 1, 2, 3 und 4. Die Spulen 1 und 2 bestehen aus den beiden Gliedern iu, ib und 2a, 2b, welche parallel zur Längsachse des Röhrenhalses angeordnet sind und die Ablenkung des Strahles bewirken, und zwei Kreuzgliedern ic, ta und 2C, 2d, welche die Anschluß- bzw. Endwindungen aufweisen.
Die Endwindungen ic der Spule 1 werden von Vorrichtungen zur Änderung der Induktivität der Endwindungen eingeschlossen, wozu die aus ferromagnetischem Material hergestellten Glieder 5 und 6 benutzt werden. Das U-förmig ausgeführte Glied 5 ist um die Endwindungen ic angeordnet, während das Glied 6 praktisch flach ausgeführt ist und, sich in Querrichtung, aber im allgemeinen, in einer gewissen Entfernung von den Enden der U-Arme erstreckt. Dieses letztgenannte Glied wird von einer Schraube 7 und einer Mutter ya eines Armes 8 gehalten, der mit dem Rahmen 9 der Ablenkspulenanordnung verbunden ist. Der magnetische Widerstand in den Gliedern 5 und 6 kann durch Änderung des Luftspaltes zwischen dem Glied 6 und den Enden der Arme des U-förmig ausgebildeten Gliedes 5 verändert werden, und zwar dadurch, daß die Mutter ya auf der Schraube 7 verdreht wird, mit dem Ergebnis, daß sich die Induktivität der Endwindung ic der Spule 1 ändert, welches darauf hinausläuft, daß die in Serie mit den Ablenkspulen liegende Induktivität in ihrem Werte geändert wird. Um Energieverluste durch in den Gliedern 5 und 6 erzeugte Wirbelströme zu vermeiden, werden diese aus einem Metall niedriger Leitfähigkeit, z. B. aus Ferriten, hergestellt bzw. bestehen aus lameliiertem Blech.
Fig. 3 zeigt die äquivalente Anordnung der die Ablenkspulen 1 und 2 der Anordnung nach Fig. 1 und 2 bildenden Induktivitäten.
Falls erwünscht, können auch mehr als eine Vorrichtung zur Änderung der Induktivität in Verbindung mit einer Ablenkspule angewendet werden oder auch in Verbindung mit der gesamten Ablenkspulenanordnung.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Ablenkspule zur Ablenkung des Elektronenstrahls einer Kathodenstrahlröhre, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen vorgesehen sind, die die Induktivität des Teils der Spule ändern, der nicht zur Ablenkung des Elektronenstrahls dient. .
2. Ablenkspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkspule dem »Sattel-Typ« angehört, wobei die zur Änderung der Induktivität vorgesehenen Einrichtungen den Endwindungen der Ablenkspule zugeordnet sind;, welche sich senkrecht zur Achse des Röhrenhalses erstreckt.
, 3. Ablenkspulenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl um den Hals einer Kathodenstrahlröhre angeordneter Spulen vorgesehen ist, wobei jede Spule zwei parallel zur Längsachse des Röhrenhalses angeordnete Glieder und zwei senkrecht zur Längsachse des Röhrenhalses sich erstrekkende und die beiden ersterwähnten Glieder ,verbindende KreuzgJieder aufweist und daß in Verbindung mit mindestens einem der Kreuzglieder Vorrichtungen vorgesehen, sind, um die Induktivität des erwähnten. Kreuzgliedes oder der erwähnten Kreuzglieder zu ändern.
4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Änderung der Induktivität vorgesehenen Einrichtungen aus einem Glied zur Schaffung eines magnetischen Feldes bestehen, welches einen geeigneten Teil der Spule umgibt und daß Einrichtungen vor-
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gesehen sind, um den Widerstand des magnetischen Kreises zu verändern.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das den magnetischen Kreis bildende Glied aus einem U-förmigen, um die Endwindungen einer der Ablenkspulen- angeordneten Glied besteht und daß ein beweglicher flacher Bauteil in Abstand von den Enden der Arme des U-förmig ausgebildeten Gliedes angeordnet ist, um den Luftspalt zwischen sich und den Enden der Arme des U-Gliedes zu variieren.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das flache Bauelement mittels einer Verschraubung von einem am Rahmen der Ablenkspulenanordnung befestigten. Arm abgestützt ist, durch die der Abstand zwischen dem flachen Bauteil und den Enden der Arme des U-förmigen Gliedes justiert wird.
7. Anordnung nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das den magnetischen Kreis bildende Glied aus einem oder mehreren Gliedern lamellierten magnetischen Materials besteht.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das den magnetischen Kreis bestimmende Glied aus einem oder mehreren Bauteilen aus Hochfrequenz-Eisen (Eisenpulver) besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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