DEP0011557DA - Verfahren zum Verzinnen von Gegenständen durch Bedampfung im Vakuum - Google Patents

Verfahren zum Verzinnen von Gegenständen durch Bedampfung im Vakuum

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DEP0011557DA
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DE
Germany
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tin
vacuum
tinning
heated body
objects
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Emil Dr.-Ing. Duhme
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Verfahren zwn Verzinnen von G-esenständ en duroh
Bf. dämpfung im Vakuum»
Bs ist bekannt, dass Gegenstände aller Art, v*ie z.B. Glas, Keramik, Quarz, Faserstoffe und dergleichen durch Aufdampfen im Vakuum odür dureh !Kathodenzerstäubung metallisiert worden können« Bei vielem Metallen z»B« Silber, Zink, Aluminium, Cadmium macht Verdampfung kein© sonderlichen Schwicrigkeitan, Entscheidend für den Verdgunpfungsprozess ist bei jedem Metall der ihm charakteristische Dampfdruck bei einer bestimmten Tamp-rc-.tur. Dieser Dampfdruck bestimmt ferner das Mindostvakuum, oberhalb dessron eine merkliche Verdampfung nicht eintritt»
Bs gibt nun aber aussfrdem fine llaihc s®hvH"r verdampfbarnr Metalle und zu diesen gehört vor allem das Zinn· Zinn h$t j-cdooh im übrigen so vorzügliche Eigenschaften, dass es geradezu, als "Halbedelmetall" bezeichnet werden kann« Es besteht als® grosses Interesse an Verdampfungsvcirfahren für Zinn, die ohne allzu grossen technischen Aufwand befriedigende, mechanisch festhaftende Niederschläge auf Stoffen aller Art herzustellen gestatten»
Bs ist bereits vorgeschlagan worden, die Verdampfung von Zinn, dadurch zu ermöglichen, dass man das Zinn vor der Verdampfung durch starkes Erhitzen und na®hfolgendef langs^mci Abkühlung im Htchvakuum von seinen Oxy dan bafreit und es danach in einen zweiten Behälter umgiasst, der aus koino Oxydc enthaltonöem Material hergestellt ist, und aus dem es dann, verdampft und auf dip au mctallisierenäen Stoffe niedergoschlagen wird« Unanganehm an diesem Verfahren ist der Umstand, d das Zinn, nachdem ea in dar orvtähnton V/aice dureh Erhitzen und Abkühlen cxyäfrei gemacht wurde, vor der endgültigen Verdampfung nicht /,iocier mit. luft in Berührung gebracht den darf β Zu diesem Zv;Rök sin4 im Hochvakuum bewegliche die d.as timgiea^Gn des Zinns aus äem. einen in den
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anderen Be hai tor ermöglichen und Öle nach Möglichkeit v^n aun-~ aerhalb des evakuierten Raumes, in dem sich die Verdampfung abspielt, betätigt werden sollen» Auch ist eo nicht möglich, einen grösseren Vorrat vorgereinigten Metalls au bilden , •weil dieses ja unt.er luftabschluss bleiben muss, die Grosse der Behälter alsc durch die Grosse des evakuierten Baumes begrenzt id
Bas erfindungagemässe Verfahren vermeidet diese Schwierigkeiten« Is besteht darin, dass das im Vakuum durch Erhitzen bis .gber den Schmelzpunkt und darauf folgende .Abkühlung vorgereinigte Zinn im Vakuum.-und in einem keine Oxyde enthaltenden Behälter (z,B«aus v.'clfram, Molybdän oder Kehlenstoff) bis über seinen Schmelzpunkt erhitzt und daraus derart abbez@gen wird, dass es unter Zurück!/ircsiinß der restlichen oxydischen Verunreinigungen in einen Verdampfer läuft, aus dem es sofort verdampft» Bei diesem Verfahren kunn clcc das vorgereinigte Zinn ohne weiteres wieder mit Luft in Berührung gebracht werden« Ss wird nur durch geeignete Abziehvorrichtung«^ für die Schmelze ^ufür gesargt, dass die restlichen oxydischen Verunreinigungen des Zinns und die bei seiner Aufbewahrung in der freien Luft neu entstandenen Oxydhäute beim Abziehen aus dem die Schmelze enthaltenden Behälter in diesem zurück bleiben» Am einfachsten wird dies duroh eine Abflussöffnung im Behälter erreicht, die unter der Oberfläche ans findigen Zinnbriäea liegt, auf der sich die oxydischen Verunreinigungen sammeln. Besser ist es das Zinn mit Hilfe von Metalldochton §us dem Sohmelzbehälter abzuziehen, etwa in der gleichen V/eiae, in der bei der allgemein bekannten Dochtschmierung das Schmieröl aus dem Oelbehälter abgezogen wirde In jedem Fall wird die in der Zeiteinheit abgezogene Menge so gering gewählt, dass sich im eigentlichen Verdampfer, in den das flüssige Zinn aus dem Schmelebehalter hinein läuft > nur eine sehr geringe Menge flüssiges Zinn findet, von der i3b der Zeiteinheit mindestens so viel verdampft, als neu zugeführt wird· .Auf diese Meiere wird einer neuerlichen Bildung von Verunreinigungen im Zinn wirksam vorgebeugt»
Der Verdampfer besteht in weiterer Ausgestaltung der Erfindung au3 einem über die Verdampfun&stemperatur erhitzten, eine cxyü* freie Oberfläche aufweisenden Körper, auf den das flüssige Zinn aus dem Schmelzbehälter aufläuft. Es ist im Hinblick auf äie geringe Menge des in ihm, befindlichen Zinns nicht erforderlich * dans er die Form eines Tiegels besitzt,, es genügt vielmehr, wenn es sich um ein erhitztest flacheo Blech handelt, dem man zveokmässig eine gevtlsse Neigung gibt, so dass das flüssige Zinn während des Herunterlaufend über die geneigte Fläche verdampfen kann» Auch diesen Verdiampfer macht man aus Stoffen, die selbst leicht von s tötenden Oxyden frei gehalten *<3r<ten köanen, also ZeB8 aus FoIfram. oder Molybdän»
Pas Verfahren ist mit Erfolg auch zur Verdampfung anderer, leicht oxydierbarer Metalle anwendbar*
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des crfindungsgemäasen Verfahrens schema tisch dargestellt» Bs bedeutet in ihr 1 eine aus oxydarmen Stoffen gebildete Wanne, die durch einen Heizkörper 2 oder durch Stronroärme bis über die Schmelztemperatur des Zinns erhitzt vdrd« 3 ist ein Meteilldocht, mit dessen Hilfe das in der Wanne 1 enthaltene vorgereinigte und wieder verflüssigte Zinn 4 aus der Wanne $bgezegen v.ird, worauf en auf ein über die Verdampfungstemperatur des Zinna erhitztes, schräg gestelltes Bleeh 5, vorzugsweise aus Wolfram, oder Molybdän tropft, über dem der au verzinnende Gegenstand 6 angeordnet ist. Die aus dem Docht 3 herunter} fallenden Tropfen 7 laufen über das hocherhitzte Blech 5 herunter unä verdi^rnpfen dabei
.Anlagen? 1 Figur
6 Patentansprüche

Claims (1)

  1. Ι« Verfahren zum Verzinnen von Gegenständen durch Bedämpfung im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass das im Vakuum durch Erhitzen bis über den Schmelzpunkt und darauf folgende Abkühlung vorgereinigte Zinn abermals im Vakuum in einem keine Oxyde enthaltenden Behälter bis über seinen Schmelzpunkt erhitzt und daraus derart abgezogen wird, dass es unter Zurücklassung der ' .· restlichen oxydischen Verunreinigungen in solcher Menge einem Verdampfer zuläuft, dass es aus diesem Qofoi't verdampft·
    2β Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, iass das Abziehen des#Zinife durch eine unter dem Spiegel de* Schmelze liegende Öffnung erfolgt«
    3« Verfahren nach Anspruch 1, daäuroh gekennzeichnet, dass das Abziehen des Zinns mittels eines metallischen Doohtes erfolgt*
    β Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das abgezogene Zinn der Oberfläche eine β über die Verdampfungstexnperatur des Zinns beim herrschenden Vakuum, erhitzten Körpers zugeleitet wird, äer so bemessen ist, dass das auftreffende Zinn sofort verdampfte
    5* Verfahren nach Anspruch 4, daduroh gekennzeichnet, dass die Verdampfung während des Herunterlaufens des geschmolzenen Zinns über die gegen die Y'aagereohtc geneigte Oberfläche des erhitzten Körpers erfolgt«
    6« Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet? dass der erhitzte Körper aus einem, schräg geneigten Bleoh aus Wolfram oder Molybdän bestehtβ

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