DEP0011394MA - - Google Patents

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DEP0011394MA
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wire
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Februar 1954 Bekannitgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
München
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Emissionsmaterial versehene Drahtelektrode für elektrische Dampf- und/oder Gasentladungslampen. Es sind die verschiedensten Verfahren und Anordnungen bekannt, um die Aufnahmefähigkeit des Elektrodenträgermetalls zu erhöhen. So wurde bereits vorgeschlagen, durch elektrolytische Metallabscheidung eine poröse Oberfläche auf dem metallischen Trägerkörper zu erhalten. Andere Vorschlage zielen dahin, dem Trägerkörper eine rauhere Oberfläche zu geben, z. B. in Gestalt eines Wellröhrchens. Schließlich ist auch schon bekannt, mehrere dünne Drähte miteinander zu verseilen und das Seil als Träger für die Emissionsschicht zu verwenden.
Zweck der Erfindung ist es, eine auf einfache Weise herstellbare Drahtelektrode zu schaffen, die dennoch eine solche' rauhe Oberfläche besitzt, daß eine größere Menge Emissionsmaterial darauf sicher festhaftet. Gemäß der Erfindung ist eine mit Emissionsmaterial versehene Drahtelektrode für elektrische Entladungslampen, die aus im Sinterverfahren aus Metallpulvern, vorzugsweise aus Wolfram oder Molybdän, hergestelltem Faserstrukturdraht besteht, über die ganze Länge des Drahtes bis zur Bildung von Spalten und Zwischenräumen
6O91 «56/387
P 11394 VIIIc/21 f
infolge Trennung der Kristallfasern an der Oberfläche des Drahtes tordiert. Es hat sich gezeigt, daß ■die Tordierung so weit getrieben werden kann, daß die Außenfasern des Drahtes gegen seine Längsachse in einem Winkel von yo° verlaufen.
Faserstrukturdrähte werden in bekannter Weise erhalten, wenn von Metallpulver, vorzugsweise Wolfram oder Molybdän, ausgegangen wird, welches anschließend gesintert und dann bearbeitet
ίο wird durch Hämmern, Walzen und Ziehen. Solche Drähte lassen sich auch unter dem angegebenen starken Winkel tordieren, wenn gleichzeitig eine Erwärmung auf 200 bis 2500 C erfolgt. Bei dieser Tordierung werden in dem äußeren Querschnittsteil des Drahtes die Kristallfasern getrennt und durch die Torsion wie Seile auf den unversehrten Drahtkern aufgewickelt. Dabei bilden sich Spalte und Zwischenräume, die von der Oberfläche her tief in das Drahtinnere eingreifen, wodurch eine
ao wesentlich vergrößerte Haftfläche für Emissionsstoffe entsteht.
Vorteilhaft wird der so tordierte Elektrodendraht zu einer doppelt gewendelten Elektrode gewickelt und das Emissionsmaterial derart auf die Drahtelektrode aufgebracht, daß es in der Hauptsache auf der Drahtoberfläche in den durch die Tordierung entstandenen Spalten zwischen den Außenfasern des Drahtes und gegebenenfalls in den Zwischenräumen innerhalb der zuerst gewickelten Wendel mit kleinem Wickeldurchmesser, d. h. in der sogenannten Primärwendel, enthalten bleibt. Es hat sich gezeigt, daß das so eingebrachte Emissionsmaterial in' genügender Menge aufgenommen wird, um während 10 000 und mehr Betriebsstun-
-35 den Elektronen zu liefern und so die Lebensdauer der Lampe um 50 und mehr Prozent zu verlängern. Es ist einleuchtend, daß dickere Emissionsstoffschichten, die etwa noch die zweite Wendel, die sogenannte Sekundärwendel, füllen würden, von dem Emissionsmaterial in den Drahtspalten und innerhalb der Primärwendel durch Adhäsionskräfte weniger festgehalten werden können und daher zum Abspratzen unter dem Einfluß der Entladung neigen würden. Als Emissionsstoffe können die bekannten Zusammensetzungen von Erdalkalimetalloxyden gegebenenfalls mit Zusätzen von Elementen der IV. und V. Gruppe des Periodischen Systems verwendet werden, die z. B. als Karbonate auf die Drahtelektroden aufgebracht werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Mit Emissionsmaterial versehene Drahtelektrode für elektrische Dampf- und/oder Gasentladungslampen, dadurch gekennzeichnet, daß der im Sinterverfahren aus Metallpulvern, vorzugsweise aus Wolfram oder Molybdän hergestellte Faserstrukturdraht über seine ganze Länge bis zur Bildung von Spalten und Zwischenräumen ■ infolge Trennung der Kristallfasern an der Oberfläche des Drahtes tordiert ist.
  2. 2. Drahtelektrode nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine so weitgehende Torsion, daß die Außenfasern des Drahtes gegen seine Längsachse in einem Winkel bis zu 700 verlaufen.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung einer Drahtelektrode nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Wolfram- oder Molybdändraht mit Faserstruktur unter gleichzeitiger Erwärmung auf 200 bis 2500 C um seine Längsachse tordiert wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 654918, 692705; deutsche Patentanmeldung A 3164 VIIIc/2ig; schweizerische Patentschrift Nr. 290 128;
    französische Patentschrift Nr. 946 358.

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