DEP0011360DA - Stapelförmiger elektrischer Kondensator fester oder veränderbarer Kapazität mit gerecktem Kunststoff als Dielektrikum - Google Patents

Stapelförmiger elektrischer Kondensator fester oder veränderbarer Kapazität mit gerecktem Kunststoff als Dielektrikum

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DEP0011360DA
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Germany
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dielectric
fixed
variable capacitance
capacitors
electrical capacitor
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Willy Dr. rer. nat. Prang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Bekanntlich werden für die Herstellung elektrischer Kondensatoren teilweise, vor allem wenn es sich um die Erzielung besonderer elektrischer Daten handelt, vielfach auch Kunststoffe als Dielektrikum verwendet. Im Interesse einer günstigen Fertigungsweise werden diese Kunststoffe in Bandform großer Länge, die zu Vorratsrollen aufgewickelt sind, hergestellt. Hiervon muss eine für die Kondensatorenherstellung sogar sehr erwünschte Maßnahme Anwendung finden, um eine Biegefähigkeit der Bänder zu gewährleisten, die von Natur aus teilweise recht spröde sind. Die Bänder werden bei der Herstellung oder kurz danach unter geeigneten Bedingungen auf ein Mehrfaches ihrer ursprünglichen Länge gedehnt und werden dadurch biegsam. Die Dehnung stellt einen eingefrorenen Zustand dar, dessen Auslösemittel Wärme ist, wobei die Bänder wieder kontrahieren und dabei, wenn es sich um Wickelkondensatoren handelt, einen sehr erwünschten hohen Wickeldruck erzeugen.
Nun werden aber auch häufig Kondensatoren sehr kleiner Kapazitätswerte benötigt, die man nicht als Wickelkörper, sondern als Stapel herstellt, wofür also nur Plättchen aus dünnem Kunststoff Verwendung finden. Insbesondere bei veränderbaren Kondensatoren, Einstell-Kondensatoren billiger Form, Trimmerkondensatoren und dergleichen, werden solche Plättchen aus Kunststoffen benötigt, die aus einem endlosen Kunststoffband ausgestanzt werden. Bei diesen Kondensatoren nun ist die Kontraktionsmöglichkeit des Kunststoffes nicht erwünscht, weil die Plättchen sich dabei verkürzen und, wenn sie nicht unter sehr festem Druck gehalten werden, sich aufwerfen und dadurch die Kapazität eines Konden- sators in unerwünschter Weise ändern. Bei veränderbaren Kondensatoren kann dies sogar soweit führen, dass eine Verstellung der drehbaren Belegungsteile nicht mehr möglich ist.
Die im Handel befindlichen Kunststoffbänder, die bei der Herstellung einer Reckung unterworfen worden sind, zeigen einen Reckungsgrad, der durch die Doppelbrechung definiert werden kann, und zwar liegt die Doppelbrechung üblicherweise zwischen
(delta) r = 3 bis 6 * 10(exp)-3. Derartige Folien sind für die vorher skizzierten Kondensatoren schlecht brauchbar, da sie bei Erwärmung, die ja betriebsmäßig möglich ist und nicht immer vermieden werden kann, sich zu sehr zusammenziehen und die angedeuteten Mißstände herbeiführen.
Die Fertigungstechnik der gereckten Kunststoffbänder wird jedoch heute so gut beherrscht, dass auch neben den üblichen Reckungsgraden andere Reckungsgrade eindeutig herstellbar sind. So lassen sich auch Bänder, die noch genügend biegefähig sind und keine Schwierigkeiten bei der mechanischen Beanspruchung bieten, mit einer Doppelbrechung (delta) r = 1 * 10(exp)-3 hervorzurufen. Derartige Kunststofffolien sind als sehr schwach gereckt zu bezeichnen und kontrahieren daher auch bei Überschreiten der auslösenden Temperaturen nur in ganz geringem Umfange, so dass sie für die Herstellung der Stapelkondensatoren besonders geeignet sind.
Die Erfindung schlägt daher vor, für den Aufbau von Stapelkondensatoren mit Kunststoff-Dielektrikum solche dielektrischen Zwischenlagen zu wählen, die nur wenig gereckt sind und eine Doppelbrechung (delta) r = 1 * 10(exp)-3, vorzugsweise 1 * 10(exp)-3, besitzen. Aus derartigem Stoff lassen sich mit Erfolg Stapelkondensatoren der üblichen Bauweise wie auch kleiner veränderbare Kondensatoren herstellen.
In der Abbildung ist ein Schnitt durch einen Stapelkondensator in einem Ausschnitt wiedergegeben. Mit a sind die dielektrischen Zwischenlagen geringen Reckungsgrades, beispielsweise gerecktes Polystyrol, bezeichnet, während b metallische Belegungen sind, die abwechselnd verschiedenen Polen zugeordnet sind. Die Belegungen b können sowohl feststehend sein, wenn es sich z.B. um einen Stapelkondensator fester Kapazität handelt, oder auch teilweise bewegbar sein, wenn es sich um einen Kondensator veränderbarer Kapazität handelt.

Claims (2)

1. Stapelförmiger elektrischer Kondensator fester oder veränderbarer Kapazität mit gerecktem Kunststoff als Dielektrikum, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Zwischenlagen aus wenig gerecktem Kunststoff mit einer Doppelbrechung
(delta) r = 1 * 10(exp)-3, vorzugsweise 1 * 10(exp)-3, bestehen.
2. Stapelförmiger elektrischer Kondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Zwischenlagen aus gerecktem Polystyrol bestehen.

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