DEP0011223DA - Knochenleitungstelefon, vorzugsweise für Schwerhörige - Google Patents

Knochenleitungstelefon, vorzugsweise für Schwerhörige

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Publication number
DEP0011223DA
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DE
Germany
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bone
transducer
hearing
hard
bone conduction
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Heinrich Kiel Zimmermann
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ELAC Electroacustic GmbH
Original Assignee
ELAC Electroacustic GmbH
Publication date

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Description

ELECTROAOUSTIC
Gesellschaft m.b.H. Kiel, den 24. September I95)
Knochenleitungstelefon, vorzugsweise für Schwerhörige
Die Erfindung betrifft ein Knoehenleitungstelefon, das von einem Torsions-, Longitudinal-, Sattel- oder Biegesohwinger, vorzugsweise nach der piezoelektrischen Bauart Gebrauch macht. Piezoelektrische Knochenleitungstelefone sind an sich bereits bekannt und zwar insbesondere solche, welche Biegeschwingungen ausführen. Die bekannten Einrichtungen dieser Art waren so beschaffen, daß der Biegeschwinger an einer wohldefinierten Einspannstelle gehaltert wurde und entweder an dieser Einspannstelle oder an einer anderen Stelle, die mehr oder weniger nahe dem freien schwingenden Ende befindlich war, auf einen Schädelknochen aufgelegt wurde, so daß an dieser Auflagestelle die Schwingungsübertragung vom Kristall auf das Knochensystem des Kopfes vor sich gehen konnte. Die bekannten Kristalltelefone dieser Art konnten zwar verhältnismässig leicht und klein ausgeführt werden und empfahlen sieh dadurch für den Gebrauch von Schwerhörigen; sie hatten jedoch den Hachteil, daß keine genügenden Energien übertragen werden konnten und ausserdem die Klangfarbe nicht hinreichend verzerrungsfrei wiedergegeben wurde. Auch verhältnismässig große Verstärkungen der Mikrofonströme und damit hohe Erregungen des Kristalls vermochten die natürliche, dem Uormalhörigen geläufige Lautstärke nicht zu erzielen.
Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch behoben, daß der piezoelektrische Schwinger längs eines wesentlichen Teils oder der Gesamtheit mindestens einer seiner schwingenden Oberflächen auf einem an den Schwingungen teilnehmenden elastischen Mittel, beispielsweise Gummi, Kunststoffolie .dgl. gebettet bzw. in dieses Mittel eingebettet ist und mit der Oberfläche dieses Mittels fläehenhaft auf dem Knochen aufliegt. Es ist also bei dem Schwinger nach der Erfindung überhaupt keine Einspannstelle vorhanden, sondern der Schwinger wird mit seiner ganzen Oberfläche . auf den Knochen aufgelegt, nur unter Zwischenschaltung einer vermittelnden Zwischenlage, die sich fläehenhaft sowohl auf dem Schwinger als auch auf dem vor dem Knochen befindlichen Hautstück ausbreitet. Dabei kann diese Zwischenlage entweder kontinuierlich über die ganze Schwingeroberfläche bzw. einen beträchtlichen Teil derselben verteilt sein oder an vielen benachbarten Stellen den Kontakt zwischen der Schwingeroberfläche und dem Knochen herstellen. Es kann beispielsweise eine elastische Gummi-
platte, ein elastisches biet), eine über die ganze Schwingeri'läche gespannte Membran sein. Bs ist auch möglich, daß die Zwischenlage nach der einen oder anderen Seite eine Verjüngung erfährt, so daß eine Konzentration der zu übertragenden Schallwellen von einer grö'sseren auf eine kleinere oder eine Verteilung vonfsiner kleineren auf eine grossere .Fläche erfolgt. Die Zwischenlage erfüllt dabei die doppelte Aufgabe, einmal Träger des Biegesdhwingers zu sein und andererseits eine vollständige Übertragung der an der Oberfläche abgestrahlten Sehallenergie auf den Knochen zu vermitteln, wobei sieh die Zwischenlage auf Grund ihrer Elastizität der jeweiligen Form des Knochens anpaßt.
Zum Zweck eines möglichst grossen Schutzes des Kristallschwingers ist es gemäss einer besonderen Ausbildung der Erfindung ausserdem vorgesehen, das ganze Schwingungsgebilde einzukapseln. Dies geschieht am zweckmässigsten in der Weise, daß die Auflage bzw, Einbettung des Zristallschwingers nicht nur auf seiner einen überfläche, sondern auf beiden Seiten, gegebenenfalls symmetrisch zueinander, erfolgt. Es kann dann beispielsweise der ganze Kristall allseitig in Gummi eingepackt werden, wobei die Gummihülle gleichzeitig als Gehäuse dient. Es ist ferner aus festigkeitsgründen auch eine Ausführungsform denkbar, bei der das ganze auf der Vorder- und Rückseite mit Gummi belegte Schwingungsgebilde noch in eine besondere Hülse, bzw. Rahmen aus Metall, Hartgummi, Kunststoff, z.B. Plexiglas, Zellon o.dgl., eingebaut ist, die derart widerstandsfähig ist, daß ein Zerbrechen des Kristalls beim Schrauben nahezu vollständig verhütet wird.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Einrichtung' nach der Erfindung beispielsweise dargestellt. Abb. 1 zeigt ein Knochenleitungstelefon für Schwerhörige nach der Erfindung im Quer- und Längsschnitt. 1 bedeutet einen piezoelektrischen Biegeschwinger, der aus einer Doppel- oder Mehrfaehplatte besteht und mit seiner ganzen !fläche Sattelschwingungen ausführt. Der Kristall 1 besitzt die Form eines länglichen Rechtecks und liegt völlig in Gummi 2 eingebettet. Der Gummi wiederum ist von einem allseitig geschlossenen Gehäuse 3 aus Kunststoff umschlossen. Das Gehäuse besteht aus einem rechteckigen Rahmen, der zweckmässig mittels Schrauben oder Nieten durch darin rechteckige Membranen verschlossen ist. Da der Hörer schwingungsmässig vollkommen symmetrisch aufgebaut ist, so ist es gleichgültig, welche der beiden Oberflächen mit seiner Pläche unmittelbar auf den Hörknochen aufgelegt Mrd. Zweckmässigerweise ist die Auflagefläche
derart bear-
EI1ECiPaOAOUSTIO Kiel, den 25. September 1950
Gesellschaft m.b#H.
Aktenzeichens
ρ 11 223 ?IIIa/21a2 D*
gepreßt} gedreht oder sonst geformt, daß ein möglichst guter flächenhafter Kontakt zustande kommt. Wenn auf beiden oder mindestens' auf einer Seife eine Gehäüsemembran wegfällt und nur, die Simonischicht die Schallübertragung vermittelt? so schmiegt sich' diese den besonderen Knochenformen noch besser als die Membran selbst an.
In weiterer Ausgestaltung der Einrichtung nach der Erfindung ist nicht durch eine elastische feste Schicht, wie a»B, Gummi, sondern zwischen dem elastischem festen Mittel und dem Schwinger eine Flüssigkeits beispielsweise OeI,als weiteres elastisches Mittel vorgesehen. Eine besonders zweckmässige Ausführungsform dieser Art ist in Abb» 2 dargestellt. Hier bedeutet 1 wiederum den Kriatallschwinger,» der auf einer Gummischioht 2 wie bei der Einrichtung gemäss Abb. 1 ruht« Die Gummischicht 2 liegt in einem Gehäuse 3» das den Schwinger von der einen Seite topfartig umschlieastf das auf der anderen Seite durch eine Gummimembran 4 abgeschlossen ist. Das restliche Innere 5 des Gehäuses 3 ist mit einer Flüssigkeit f aweckmüssigerweise OeI gefüllt. Da die Membran 4 den Abschluss einer Flüssigkeit bildetj so passt sie sich jeder Auflagefläche am Kopf beliebig genau und leicht an» so daß eine ideale SchallÜbertragung vom Schwinger 1 auf den Knochen wie bei einem Wasserschallsohwinger möglich ist.
Abb« 3 schliesslich zeigt eine Ausführungsform? die ein Mittelding zwischen den Einrichtungen 1 und 2 darstellt ο Die Bezugszeichen sind die gleichen wie in Abb. 3 sofern die beiden Einrichtungen übereinstimmen. Das Abweichende besteht daring daß die offene lopfseite des Gehäuses 3 durch ein pilzartig geformtes Gummistück 6 abgeschlossen iet* das eine Konzentrierung der Schallwellen von der Oberfläche des Kristallschwingers 1 auf eine kleinere Knochenauflagefläche 7 des Gummistückes 6 vornimmt.

Claims (1)

Patentansprüche t
1. Knochenleitungstelefon* vorzugsweise für Schwerhörige mit einem piezoelektrischen Schwinger» vorzugsweise aus Seignettesalzkristall, dadurch gekennzeichnet* daß daa Schwingüngsgebilde längs eines wesentlichen Teils oder der Gesamtheit mindestens einer seiner schwingenden Oberflächen auf einem an den Schwingungen teilnehmenden elasti schen Mittel» beispielsweise Orummij Kunststoff 0» dgl» gebettet bzw» in dieses Mittel eingebettet
2* !Telefon nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet» daß der Schwinger ausserdem von einer festen HUlIe5 Kapsel q« dgl. schlossen ist? die überall in Eontakt mit dem Schwinger bzw. dem elastischen Mittel steht und in ihrer Dicke derart bemessen 1st ι daß sie die Schwingungen nach aussen überträgt und in ihrer äusseren Gestalt der Auflagestelle des Hörknochens angepasst iat*
3» Telefon nach Anspruch 1|. dadurch gekennzeichnet »daß zwischen dem elastischen^ festen Mittel und dem Schwinger eine flüssigkeitp beispielsweise OeI 9 als weiteres elastisches Mittel vorgesehen ist*
4« Telefon nach Anspruch 1 oder folgenden* dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingungsgebilde längs rechteckig ausgebildet ist.

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