DEP0010290DA - Rückwärtswaschbecken, insbesondere für das Auffangen der Neutralisierflüssigkeit bei der Dauerwellenbehandlung der Haare nach dem Kaltverfahren - Google Patents
Rückwärtswaschbecken, insbesondere für das Auffangen der Neutralisierflüssigkeit bei der Dauerwellenbehandlung der Haare nach dem KaltverfahrenInfo
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Description
Bei der Dauerwellenbehandlung der Haare nach dem Kaltverfahren wird die Nachbehandlungsflüssigkeit, insbesondere Neutralisierflüssigkeit, in erwärmtem Zustand auf das Haar aufgetragen. Die vom Haar wieder abfließende Flüssigkeit wird im Rückwärtswaschbecken aufgefangen und von dort immer wieder neu auf das Haar gebracht.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die erwärmte Flüssigkeit sich im Verlaufe der Behandlungsdauer in nachteiliger Weise abkühlt. Insbesondere wird von der Kundin das Kühlwerden der Flüssigkeit unangenehm empfunden. Zwar lässt sich dieser Mangel dadurch beheben, dass reichlich erwärmte Flüssigkeit verwendet oder nachträglich weitere erwärmte Flüssigkeit zugegossen wird. Es muss jedoch der Verbrauch der Nachbehandlungsflüssigkeit wegen ihrer Kosten auf das geringste Maß beschränkt bleiben. Dies wird durch die Erfindung erreicht. Beim Rückwärtswaschbecken gemäß der Erfindung wird durch Warmhaltemittel die übermäßige Abkühlung der erwärmten Neutralisierflüssigkeit oder einer sonstigen Haarbehandlungsflüssigkeit verhindert.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigen:
Abb. 1 ein Waschbecken mit einer elektrischen Heizvorrichtung,
Abb. 2 ein Waschbecken mit einem besonderen Wärmespeicher in Form eines mit heißem Wasser zu füllenden Doppelbodens,
Abb. 3 ein Waschbecken, das aus einem die Wärme schlecht leitenden Stoff besteht,
Abb. 4 ein Waschbecken mit einer Vertiefung am Beckenboden, in welcher sich die Haarbehandlungsflüssigkeit ansammelt,
Abb. 5 ein Waschbecken, das in schräger Lage an seinem Ständer angeordnet ist.
Das in den Abbildungen 1-5 dargestellte Rückwärtswaschbecken besteht in bekannter Weise aus der Auffangschale 1 mit der oben ausgesparten Kopfschaufel 2, dem Ablasshahn 3 und dem nur teilweise gezeichneten Ständer 4.
Gemäß der Erfindung weist das durch Abb. 1 veranschaulichte Becken auf seiner Unterseite eine elektrische Heizvorrichtung 5 mit Anschlussstecker 6 und Anschlusskabel 7 auf. Durch die Heizvorrichtung wird die Warmhaltung der im Becken aufgefangenen Haarbehandlungsflüssigkeit bewirkt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß der Abb. 2 zeigt das Becken 1 in teilweisem Schnitt zur Veranschaulichung des doppelten Bodens 8 dieser Ausführung. Der durch den doppelten Boden geschaffene Zwischenraum dient der Aufnahme von heißem Wasser als Wärmespeicher für die Warmhaltung der im Becken aufgefangenen Haarbehandlungsflüssigkeit. Durch den oben trichterartigen erweiterten Einfüllstutzen 9 wird das heiße Wasser eingegossen. Der hier als Dreiwegehahn ausgebildete Ablasshahn 3 ermöglicht wahlweise das Ablassen der Haarbehandlungsflüssigkeit oder des Warmhaltewassers oder beider Flüssigkeiten zugleich.
Bei der Ausführung gemäß Abb. 3 fehlt eine besondere Heizvorrichtung für die Warmhaltung der Haarbehandlungsflüssigkeit. Das dargestellte Becken besteht hier aus einem die Wärme schlecht leitenden Stoff, insbesondere Kunststoff wie Kunstharz
o.dgl. Dadurch ist gegenüber einem Metallbecken die Wärmeableitung erheblich verringert und somit die Abkühlung der Haarbehandlungsflüssigkeit verzögert, also deren Warmhaltung verbessert.
Das Ausführungsbeispiel gemäß der Abb. 4 zeigt ein Becken 1, in dessen Boden an der der Kopfschaufel gegenüber liegenden Seite sich eine halbkugelförmige Vertiefung 10 befindet. In dieser Vertiefung sammelt sich die erwärmte Haarbehandlungsflüssigkeit an, wodurch deren Abkühlung gegenüber einer Verteilung der Flüssigkeit über eine große Fläche verringert ist. Die Vertiefung erleichtert zudem sehr wesentlich das Ausschöpfen der Flüssigkeit mittels einer Kelle zum erneuten Auftragen auf das Haar. Am Boden der Vertiefung 10 befindet sich der Ablasshahn 3.
Um die Herstellung zu vereinfachen ist bei der Ausführung nach Abb. 5 eine besondere Vertiefung im Beckenboden dadurch vermieden, dass das Becken 1 an seinem Ständer 4 schräg angeordnet ist. Hierdurch wird gleichfalls erreicht, dass die erwärmte Haarbehandlungsflüssigkeit sich in einem Raum verhältnismäßig geringer Gesamtoberfläche ansammelt. Auch hier ist das Ausschöpfen der Flüssigkeit wesentlich erleichtert. Eine weitere Ausgestaltung dieser Ausführung kann durch ein Kippgelenk 11 mit Feststellschraube getroffen werden, wodurch sich die Schräglage des Beckens beliebig verändern lässt und dieses erforderlichenfalls auch in eine waagerechte Lage gebracht werden kann.
Die wesentlichen Merkmale der vorstehend angegebenen Ausführungsbeispiele können auch miteinander gekoppelt werden, so z.B. die Vertiefung im Becken gemäß Abb. 4 oder dessen Schräglage gemäß Abb. 5 mit einer Ausführung des Beckens aus die Wärme schlecht leitendem Stoff gemäß Abb. 3, wodurch die Warmhaltewirkung gesteigert wird. Auch kann an einem Becken aus
schlecht leitendem Stoff eine besondere Heizvorrichtung gemäß Abb. 1 oder 2 angebracht sein.
Die Erfindung ist an Rückwärtswaschbecken erläutert worden. Doch erstreckt sie sich sinngemäß auch auf andere Becken, die dem Auffangen von erneut aufzutragender Haarbehandlungsflüssigkeit dienen.
Claims (8)
1. Rückwärtswaschbecken, insbesondere für das Auffangen der Neutralisierflüssigkeit bei der Dauerwellenbehandlung der Haare nach dem Kaltverfahren, gekennzeichnet durch Warmhaltemittel, die die übermäßige Abkühlung der erwärmten Neutralisierflüssigkeit oder sonstiger Haarbehandlungsflüssigkeit verhindern.
2. Rückwärtswaschbecken nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine am Becken angebrachte Heizvorrichtung (5).
3. Rückwärtswaschbecken nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Wärmespeicher, insbesondere einem mit heißem Wasser zu füllenden Raum (8).
4. Rückwärtswaschbecken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (1) aus einem die Wärme schlecht leitenden Stoff, insbesondere Kunststoff wie Kunstharz o.dgl. besteht.
5. Rückwärtswaschbecken, insbesondere nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Formgebung des Beckens (1), derart, dass sich die Haarbehandlungsflüssigkeit in einem Raum möglichst geringer Oberfläche ansammelt.
6. Rückwärtswaschbecken nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Beckenboden eine im Verhältnis zum Becken
kleine Vertiefung (10) aufweist.
7. Rückwärtswaschbecken, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (1) in schräger Lage an seinem Ständer (4) angeordnet ist.
8. Rückwärtswaschbecken nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (1) zur Veränderung seiner Schräglage ein feststellbares Kippgelenk (11) aufweist.
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