DEP0008149MA - - Google Patents

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DEP0008149MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. August 1952 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
X VZ
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Richten rotierender Walzen.
Solche Vorrichtungen werden bei sich werfenden rotierenden Walzen, insbesondere Ziehwalzen für die kontinuierliche Herstellung von Tafelglas, verwendet. Diese Ziehwalzen drehen sich langsam, etwa mit einer bis zehn Umdrehungen je Minute, und sind Zylinder, die sich aus verschiedenen Ursachen beim Betrieb axial ausbiegen. Diese Ausbiegung führt im Herstellungsprozeß zu unerwünschten regelmäßigen Veränderungen der Dicke des erzeugten Glasbandes. Es sind daher Vorrichtungen zum Richten der Walzen während des Betriebes entwickelt worden. Sie bestehen aus einer Tastereinrichtung, die im Bereich größter Ausbiegung an der Walze anliegt. Ferner sind Fördermittel zum Fördern eines Wärme übertragenden Fluidstrahls vorgesehen, der so gesteuert wird, daß er auf die abgetastete Stelle der Walze trifft. Dieser Strahl wird also synchron mit der Walzendrehzahl so gesteuert, daß die Förderung angestellt wird, wenn der durch Abtasten ermittelte ausgebogene Walzenteil die Strahlrichtung erreicht. Ist diese Stelle durchlaufen, so wird der Strahl wieder abgestellt. Die 'Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung der Schaltvorrichtung der beschriebenen Richtvorrichtung.
Um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen/ soll die Schaltvorrichtung der Richtvorrichtung, die durch einen elektrischen Schalter gesteuert wird, lediglich
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abhängig von der Walzenausbiegung betätigt werden und von Schwingungen, deren Frequenzen weit über und deren Amplituden weit unter denjenigen der Walzenausbiegung liegen, unbeeinflußt bleiben.
Es sind elektrische Meß- und Schaltvorrichtungen bekannt, die mit Hilfe eines einstellbaren Totganges bei kleinen Schwingungen des zu messenden Wertes nicht ansprechen und erst bei Schwingungen schalten, deren Amplitude größer als der
ίο eingestellte Totgang ist.
Die Schaltvorrichtung nach der Erfindung stellt eine besonders zweckmäßige und den Erfordernissen einer Richtvorrichtung für rotierende Walzen angepaßte Konstruktion dar.
Die Erfindung besteht darin, daß die Schaltvorrichtung eine durch die Tastereinrichtung mit einstellbarem Totgang schwenkbare Gabel aufweist,-die mit bestimmtem Druck federnd auf einem feststehenden Schwenkzapfen geklemmt ist und zwi-
2b sehen den Gabelarmen einen in gleicher Weise ,auf den feststehenden Schwenkzapfen geklemmten Schalterträger mit einstellbarem Spiel derart aufnimmt, daß der elektrische Schalter zur Steuerung der Fördermittel für den Fluidstrahl nur bei Anlage, des einen der Gabelarme am Schalterträger geschlossen ist.
Zur Erläuterung der Erfindung wird eine bevorzugte .Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben. In diesem ist
Fig. ι im Aufriß ein Längsschnitt durch die Tastereinrichtung für sich werfende Ziehwalzen in Verbindung mit der Schalterbetätigungsvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 im Aufriß ein Schnitt durch die Schalterantriebsvorrichtung,
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig- 2, . . .
Fig. 4 eine Ansicht nach der Linie IV-IV der Fig. 2.
In den Zeichnungen bedeutet 1 eine innen wassergekühlte Ziehwalze für die kontinuierliche Herstellung von Tafelglas, die bekanntlich mit einer bis zehn Umdrehungen in der Minute umläuft.
An einer Stelle der Walze 1 ist ein am Umfang der Walze wirksamer Taster 2 vorgesehen, dessen Konstruktion und Wirkungsweise nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehören. Die Biegung der Walze wird unter dem Einfluß des Tasters 2 beherrscht durch einen Strom 3 eines Wärme übertragenden Mediums, der durch das in Fig. ι mit 4 bezeichnete Rohr geliefert und durch ein nicht dargestelltes Ventil gesteuert wird.
Ein elektrischer Feinschalter 5 (Fig. 2 und 3), das ist ein bei einer äußerst kleinen Bewegung verstellbarer Schalter zur Steuerung des. Ventils, ist mit seinem Verstellmechanismus in einem Gehäuse 6 enthalten, aus dem an einem Ende bei 8 das zusammen mit dem Taster 2 axial bewegliche An- - triebsglied 7 hervorragt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das Antriebsglied 7 mit einem Flansch 9 versehen, der die Abstützung für das eine Ende einer Feder 10 bildet, deren anderes Ende sich gegen ein Widerlager 11 stützt, in dem das Antriebsglied 7 axial verschiebbar ist. Dieses wird durch die Feder 10 in kraftschüssiger Verbindung mit dem Teil 8 gehalten, so daß der Taster 2 an die Oberfläche der Ziehwalze 1 angedrückt wird.
Das Antriebsglied 7 hat in der dargestellten Konstruktion einen Ansatz in Gestalt eines Flansches 12 an einer Hülse 13, der mittels einer Kopfschraube 14 am Antriebsglied 7 befestigt ist. Der Flansch 12 liegt zwischen zwei Mitnehmern 15 und 16 an der Außenseite der einen Hälfte 17 eines zweiteiligen Lagers, das auf einem festen Zapfen 18 sitzt. In den Mitnehmern 15, 16 sitzen durch Muttern 20 gesicherte einstellbare Kontaktschrauben 19, die mit dem Flansch 12 in Eingriff kommen.
Die andere Hälfte 21 des geteilten Lagers steht unter Federdruck gegen die erste Hälfte 17, so daß der feste Zapfen in dem geteilten Lager eingeklemmt wird mittels der. Schraubenfedern 22 (Fig. 3 und 4), deren Spannung einstellbar ist, und mittels der durch die Federn und lichte Bohrungen in der Lagerhälfte 22 hindurchgehenden Schrauben 23, die in der anderen Lagerhälfte 17 eingeschraubt sind.
Das Halblager 17 umfaßt mit einer Gabel mit ■ zwei Armen 24 und 25 (Fig. 2) den elektrischen Feinschalter 5 von beiden Seiten. Dieser ist an einem Schalterträger 26 angeschraubt, der an einem zweiten geteilten Lager 27, 28 (Fig. 3) befestigt ist, das, ähnlich wie das erste, auf dem festen Zapf en 18 sitzt. Der Feinschalter 5 ist mit einer vorgespannten Feder 29 (Fig. 2 und 4) ausgestattet, die durch eine Schraube 30 einstellbar ist zwecks Bemessung der Verstellkraft für den Schalter.
Der Arm 25 hat einen Ansatz 31 (Fig. 3 und 4), der mit einer feststellbaren Schraube 32 ausgestattet ist, die mit der Feder 29 des Feinschalters in Berührung kommt. Jeder Arm 24, 25 . ist ferner mit je einer Schraube 33,34 versehen, die so mit dem Schalterträger 26 in Eingriff stehen, daß das Spiel zwischen der Feder 29 des Schalters und der Kontaktschraube 32 eingestellt werden kann. Das Gehäuse 6 ist mit einem bei 35 angebrachten Deckel 34'a ausgestattet, um das Gehäuseinnere zugänglich zu machen.
Durch geeignete Wahl der Länge der Gabelarme 24, 25 kann man irgendeine gewünschte Vergrößerung der Bewegung des Antriebsglieds 7 erhalten. Um die Vorrichtung für den Gebrauch vorzubereiten, werden^ die Teillager mittels der die Federn 22 spannenden Schrauben. 23 mit einer solchen Kraft auf den festen Bolzen 18 gepreßt, daß sie sich nicht bewegen können bei einer Kraft, die zur Betätigung des Feinschalters 5 ausreicht. Als zweckmäßig ist beispielsweise gefunden worden, beide Teillager so anzupassen, daß sie einem Drehmoment von 1700 cmg widerstehen, aber sich drehen unter einem Drehmoment von 5000 cmg.
Die Schrauben 19 zur Regelung des toten Ganges werden so eingestellt, daß ein Spalt zwischen ihnen gebildet wird; der einer gegebenen Amplitude der hochfrequenten Bewegungen des Antriebsgliedes 7 entspricht. In dem vorerwähnten Fall wurde ein Abstand oder Spalt von 0,05 mm als ausreichend
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gefunden. Würde der Spalt kleiner als die gegebene Amplitude, so würde die hochfrequente Bewegung dieser Amplitude unerwün'schterweise übertragen werden. Ebenso würde, wenn der Spalt größer als die gegebene Amplitude gewählt wird, die hochfrequente Bewegung nicht völlig unterdrückt werden, wohl aber die Amplitude der übertragenen niederfrequenten Bewegung verringert werden, . wodurch die Empfindlichkeit der Vorrichtung herabgesetzt würde. Es ergibt sich hieraus, daß bei einer derartigen Einstellung der Totgangeinrichtung Schwingungen solcher Frequenz unterdrückt werden, die weit über der liegen, die der Bewegung infolge der Durchbiegung der Walze entsprechen, und die eine kleine und im wesentlichen konstante Amplitude haben.
Die Kontaktschrauben 33, 34 sind ebenfalls auf ein geeignetes Spiel gegenüber dem den Schalter tragenden Arm 26, z. B. 0,05 mm, und die mit dem Schalter in Eingriff kommende Schraube 32 ist so eingestellt, daß der Schalter geschlossen wird, wenn der Schalterträger 26 an der Anschlagschraube 34 zum Anliegen kommt. Der Schalter wird also geschlossen, wenn der Taster durch die Walze zurückgedreht wird, und wird bei Vorbewegung des Tasters wieder geöffnet.
Die Hoehfrequeiizschwingungeii von im wesentlichen kleiner und konstanter Amplitude, die der Taster 2 auf das Antriebsglied 7 überträgt, werden durch den toten Gang im Getriebe absorbiert und nicht auf die Gabelarme 24, 25 übertragen. Letztere bewegen sich nur in Übereinstimmung mit den Schwingungen niedriger Frequenz und größerer Amplitude infolge der Ausbiegung der rotierenden Walze ι und in Übereinstimmung mit den Änderungen der Lage der Walzenlager. Diese Schwingungen niedriger Frequenz werden überlagert und bilden zusammen mit den Hochfrequenzschwingungen eine Modulation, welche den -Feinschalter jederzeit betätigt, wenn der Taster durch die Walze zurückgedrückt wird. Die federbelasteten geteilten Lager 17, 21, '27, 28 widerstehen dem geringen Druck, der nötig ist, um den Feinschalter zu schließen, und gleichen auch einige Abnutzung aus, so daß während einer geraumen Zeit im Betrieb kein unkontrollierter Spielraum in Erscheinung tritt. Dadurch, daß sowohl die Arme 24 und 25 als auch der Schalterträger 26 mit dem Feinschalter 5 auf dem Zapfen 18 verschiebbar sind, kann die Vorrichtung langsamen Änderungen der gesamten Anlage folgen. Eine Verschiebung der Normallage des Antriebsgliedes 7 hat also auf die Funktionsfähigkeit der Vorrichtung keinen Einfluß.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Vorrichtung zum Richten rotierender Walzen, insbesondere zum Walzen von Glas, mit einer im Bereich größter Ausbiegung der Walze anliegenden Tastereinrichtung, Fördermitteln zum Fördern eines Wärme übertragenden Fluidstrahls zu der abgetasteten Stelle der Walze, wenn diese sich in der Richtung des Strahls befindet, und einer von der Tastereinrichtung gesteuerten elektrischen Schaltvorrichtung zur Steuerung der Fördermittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung eine durch die Tastereinrichtung mit einstellbarem Totgang schwenkbare Gabel aufweist, die■ mit bestimmtem Druck federnd auf einen feststehenden Schwenkzapfen (18) geklemmt ist und zwischen den Gabelarmen einen in gleicher Weise auf den feststehenden Schwenkzapfen (18) geklemmten schwenkbaren Schalterträger (26) mit einstellbarem Spiel derart aufnimmt, daß der elektrische Schalter zur Steuerung der Fördermittel für den Fluidstrahl nur bei Anlage des einen der Gabelarme am Schalterträger (26) geschlossen ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 478 868, 408 606.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    © 609 707/149 11.56

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